Von Einhörnern und Sandboxen

GDC2022: Blockchain, NFT, Play-to-Earn – Wirklichkeit oder Luftschloss?

Bild von Jörg Langer
Jörg Langer 469795 EXP - Chefredakteur,R10,S10,A10,J9
Dieser User hat uns bei der Japan 2022 Aktion mit 10 Euro (oder mehr) unterstützt. - Eine Zahl im Kreis zeigt die Zahl der erworbenen Medaillen an, ein „+“ steht für 10 oder mehr.Dieser User hat am GamersGlobal Grillfest 2022 teilgenommenDieser User hat am GamersGlobal Grillfest 2019 teilgenommenDieser User hat am GamersGlobal Grillfest 2018 teilgenommenDieser User hat am GamersGlobal Grillfest 2017 teilgenommenDieser User hat an der Weihnachtsfeier 2019 teilgenommenDieser User hat an der Weihnachtsfeier 2018 teilgenommenDieser User hat an der Weihnachtsfeier 2016 teilgenommenDieser User hat uns zur Japan-Doku-2018 Aktion mit 50 Euro (oder mehr) unterstützt.Dieser User hat uns an Weihnachten 2017 mit einer Spende von 5 Euro unterstützt.Dieser User hat uns an Weihnachten 2016 mit einer Spende von 5 Euro unterstützt.Dieser User hat uns an Weihnachten 2014 mit einer Spende von 5 Euro unterstützt.

23. März 2022 - 14:37 — vor 2 Jahren zuletzt aktualisiert

Teaser

Eigentlich hatte ich angesichts der Teilnehmerliste gedacht, in diesem vordergründig ergebnisoffenen Vortrag würde im Grunde Werbung für NFT-Spiele gemacht. Es kam dann aber ganz anders...
Dieser Inhalt wäre ohne die Premium-User nicht finanzierbar. Doch wir brauchen dringend mehr Unterstützer: Hilf auch du mit!

Würde ich diesem GDC-2022-Vortrag voll gerecht werden wollen, müsste ich ihn eigentlich komplett transkribieren – dann würdet ihr auch auf einen Blick sehen, wie überproportional lang die Redezeit eines der fünf Teilnehmer war. Und zwar die des per Video zum Live-Event  in San Francisco zugeschalteten Lars Doucet, siehe rechts im Teaser-Bild. Er ist Co-Founder von Level Up Labs und betreibt einen Blog über Spiele-Entwicklung und sein Indie-Projekt Defender's Quest 2. Lars nutzte seine Einlassungen für ein aus meiner Sicht komplettes Auseinandernehmen der NFT/Blockchain-Idee in Spielen – und wurde im weitgehend Non-Fungible-Token-kritischen Begleit-Chat schon nach den ersten Wortmeldungen frenetisch gefeiert.

Aber ich will mich ja an einer halbwegs objektiven und vor allem kompakten Zusammenfassung versuchen, deshalb beginne ich mit der, nennen wir sie doch einfach "Apologeten-Seite", die ein geschäftliches Interesse daran hat, Blockchain/NFT/Play-to-Earn als den neuen heißen Scheiß darzustellen. Wobei, ein Lob vorneweg: Sowohl die "Apologeten" als auch der – im Teaserbild links zu sehende – Moderator Seth Sivak, CEO von Proletariat (Spellbreak) gaben Lars viel Raum und gingen auch auf viele seiner Thesen argumentativ (und oft genug zustimmend) ein. Entkräften konnten sie sie nicht.

Die NFT-Vertreter waren: Holly Liu von PKO Investments, vormals Mitgründerin von Kabam (Kingdoms of Camelot), die neun Jahre nach Gründung für rund eine Milliarde Dollar verkauft wurde. Holly warb am wortreichsten für die schöne neue Welt und wie glücklich es sie mache, dass ihre Kunden zu "Teilhabern" werden könnten dank NFT und Blockchain, und zwar ohne dass sie Aktien kaufen müssten. Neben ihr saßen Dave Ranyard, CEO des Londoner "immersive AR & VR studio" Dream Reality Interactive, und Katrina Wolfe, Product Director bei Laguna Games. Sie ist für das Spiel Crypto Unicorns ("A Digital Pet Collecting and Farming Game, Built on Blockchain") verantwortlich, in dem man verschiedenfarbige Einhörner sammelt.

Lars Doucet begann mit einem anschaulichen Beispiel, indem er einen Kugelschreiber in die Kamera hielt und dazu sprach: "Ich besitze diesen Kugelschreiber, womit nach allgemeinem Verständnis gemeint ist, dass ich ihn benutzen, verleihen, verkaufen oder zerstören kann, ganz so, wie es mir beliebt. Bei NFT geht es hingegen fast immer nur um vertraglich zugesicherte Nutzungsrechte, was etwas ganz anderes ist." Vertraglich zugesicherte Nutzungsrechte, die zudem von einem Server abhängig seien, der auch irgendwann einmal abgeschaltet werden könnte. Und in diesem Stil ging es dann die ganze Stunde weiter. Lars äußerte sich kritisch zu einem Bereich, die Teilnehmer konnten ihn in der Regel nicht widerlegen, sondern antworteten mit Buzz Words aus der schönen neuen Welt.

Was da nicht alles zu hören war: Etwa von Spielen, die den Spielern durchs Spielen ein Einkommen verschaffen, übrigens auch vom Chat sehr hämisch kommentiert: "Ich dachte, wir reden von Spielen, jetzt geht es plötzlich um einen neuen Job". Lars Doucet führte aus, dass das nachweislich (am Beispiel philippinischer Spieler eines Spiels, dessen Namen ich mir nicht notiert habe) so lange funktioniert habe, wie die Firma Geld investierte, um den Spielern einen faktischen Gewinn in Höhe des philippinischen Durchschnittslohns zu ermöglichen. Als dieser dann auf den philippinischen Mindestlohn und kurze Zeit darauf darunter gefallen sei, seien auch sofort die Spielerzahlen stark zurückgegangen. Nicht zuletzt wegen solcher Entwicklungen – sobald kein Geld zugeschossen wird, funktioniere das interne "Wirtschaftsmodell" nicht mehr – sei die Branche vom ursprünglichen Versprechen "Play to Earn" bereits umgeschwenkt zu "Play and Earn" (man könne also noch etwas verdienen, solle aber durchaus auch wegen dem Spielspaß spielen).

Ein anderes Argument der Pro-Seite (von Katrina Wolfe) war, dass die Spieler Eigentum am Spiel erwerben würden, sodass selbst dann, wenn der Entwickler keine Lust mehr aufs eigene Spiel habe, die Community es weiterbesitzen und weiterentwickeln könne. Eine Aussage, die sich mit der Realität nur schwer in Einklang bringen lässt, schließlich gibt es da auch noch so Kleinigkeiten wie den Code, die Server, die Infrastruktur, das Team.

Auch das Argument, man könne ja seine "Assets" von einem Spiel ins nächste transferieren, fand nicht die Gnade von Chat oder Lars Doucet: Das ginge ja wohl ausschließlich innerhalb desselben Spiels, da es schlicht gar keine gemeinsamen Regeln oder Prozesse oder Standards gäbe, um auch nur Grafiken oder Modelle zwischen unterschiedlichen Programmen unterschiedlicher Hersteller zu transferieren. Daraufhin versuchte Holly Liu, mehr in Richtung der finanziellen Assets zu argumentieren: "Du investierst Geld in ein Spiel, hast am Ende mehr oder auch weniger Geld, als du reingesteckt hast, und nimmst dann dieses Geld und ziehst zum nächsten Spiel weiter." Was Lars damit konterte, dass man dann im Prinzip von Pferdewetten rede: Zehn Leute zahlen ein, drei (plus der Veranstalter) machen einen Gewinn, aber der Rest eben einen Verlust. Denn es könne immer nur maximal ausgeschüttet werden, was reingesteckt wurde.

Immer wieder wiesen der Chat und Lars Doucet darauf hin, dass man für keines der diskutierten Konzepte (Beteiligung an einem Spiel oder Unternehmen, Übertragen von Assets) Blockchain oder Non Fungible Tokens benötige. Vor allem aber sei das Versprechen der Blockchain, transparent und nicht-manipulierbar zu sein, nicht haltbar, wie Lars ausführte: Keine Blockchain bringe etwas ohne die Anbindung nach draußen. Und diese Anbindung, etwa an Zahlungsdienstleister oder Handelsplattform oder eine Nutzerverwaltung, sei der wunde Punkt, wo man letztlich als Nutzer nur vertrauen könnte, dass es nicht für Manipulationen benutzt wird.

Vor allem schoss sich Lars Doucet auf Sandbox ein. Das ist ein auf der Crypto-Währung Ethereum basierendes "Metaverse-Game", in dem die Nutzer Land erwerben und darauf bauen können. Durch die auf dem virtuellen Besitz erstellten Assets entsteht in der Theorie ein Wertzuwachs, den sich die "Spieler" dann in Ethereum auszahlen lassen können. Lars stellte Sandbox als eine Mogelpackung dar, die sich vor allem in einem wichtigen Punkt von der vorgeblich kopierten echten Welt und vergleichbaren Prinzipien (Bauplatz kaufen, durch Bebauung veredeln und zum Mehrpreis verkaufen) unterscheidet: Während der Platz auf der echten Erde wortwörtlich beschränkt ist und in Regionen, die einen Zuzug erleben, fast automatisch der Wert von Landbesitz steige, ist dies in einer virtuellen Welt nicht so. Es fehle schlicht die "Scarcity", die Knappheit. Selbst wenn ein Metaverse diese Knappheit künstlich erzeuge, statt einfach immer weiter Land dazu zu basteln, würde das spätestens der Mitbewerber anders handhaben, womit die Idee nicht funktioniere.

Aber auch konzeptionell sei Sandbox misslungen: Es sei voll von leeren Plots, die in Händen von nur wenigen Investoren seien, die darauf spekulierten, einen Wertzuwachs zu erfahren. Aber eben nicht, indem sie selbst etwas herstellen/bauen in der virtuellen Welt, wovon dann andere profitieren können (in Sachen Spielspaß, Community, Interaktion), und wodurch tatsächlich ein Mehrwert entstehen könnte.

Zudem sei der Zwang, Land zu kaufen und Geld zu bezahlen, um erst dann durch die eigene spielerische Arbeit einen Mehrwert zu schaffen, kontraproduktiv: Wieso sollten gerade die aktiven User dafür bezahlen, dass sie dem Betreiber Arbeit abnehmen?

Ihr wisst, auf wessen Seite der Debatte ich mich selbst befinde, aber ich kann ehrlich sagen, dass mich die Argumente der Pro-NFT-Fraktion in diesem Vortrag nicht überzeugt haben. Blockchains und NFT scheint mir weiterhin die Lösung eines nicht vorhandenen Problems zu sein, dessen Versprechen – wie Teilhabe, Übernahme von Assets in andere Spiele, monetärer Gewinn durch erfolgreiches Agieren im Spiel – entweder reine Versprechen sind, oder problemlos mit bestehender Technik umgesetzt werden können, ganz ohne Buzzwords.

Dennoch fand ich einige Aussagen der Blockchain- und NFT-Vertreter interessant: Sie sind sich bewusst, dass ihre Form von Spielen nicht die Core Gamer anspricht. "Unsere Kunden sitzen nicht in diesem Saal", war eine der Aussagen. Man mache Spiele für Leute wie die eigenen Eltern oder Großeltern oder auch für Menschen in Entwicklungsländern, die ganz anders an Spiele herangehen würden. "Wer sind wir, diesen Menschen zu sagen, dass sie keine 'richtigen' Spiele spielen? Sie kommen jeden Tag hunderttausendfach wieder, also scheinen sie etwas davon zu haben." Und da ist natürlich etwas dran. Nur bezweifle ich, dass es eine Einhorn-Sammlerin interessiert, ob sie daran NFT-Rechte hat oder nicht.

Ob der folgende Gedanke von Holly Liu bedenkenswert oder bedenklich ist, mag jeder selbst entscheiden: "Vielleicht ist diese Form von Spielen etwas für Leute, die Spaß an Finanzen und Investments haben. Das ist dann der Spaß, den sie für sich daraus ziehen."

Das Beste, was Lars Doucet von der gesamten NFT/Blockchain-Thematik erwartet, ist hingegen: "Eine Art weniger schlechtes PayPal." Im Chat – der ja von virtuellen oder Live-Besuchern der Messe, also Spieleprofis bevölkert wurde – war er nicht erst mit diesem Statement der klare Sieger der Debatte.

Jörg Langer Chefredakteur - P - 469795 - 23. März 2022 - 14:36 #

Viel Spaß beim Lesen!

Funatic 20 Gold-Gamer - - 24650 - 23. März 2022 - 14:49 #

Ich sehe das ganze Thema auch sehr kritisch. Die Contrapunkte erscheinen mir alle sehr schlüssig während die Pro-Argumente sehr nach Wunschdenken klingen. Ich bin wirklich gespannt, was die ganzen Influencer, die seit Monaten agressiv für NFT´s werben bzw. diese kaufen, in 2-3 Jahren zu dem Thema sagen. Ich gehen davon aus, dass da gerade ein gewaltiges Luftschloss gebaut wird, dass sich am Ende als Ruine herraustellen wird.

Tr1nity 28 Party-Gamer - P - 110369 - 23. März 2022 - 15:11 #

Ich kann nur als Konsument reden: Ich will den Scheiß nicht in Spielen haben. Ich möchte in meiner Freizeit ein Spiel spielen und nicht einen zweiten Geschäftszweig aufmachen (ergo arbeiten), an dem wiederum vorwiegend andere dran verdienen. Mal davon ab, daß dann die Ressourcen eher in den Schmonz investiert wird, als in die Qualität eines Spiels. Ich find dieses ganze Blockchain/NFT-Gedöns schlicht widerlich. Das kann weg bzw. gar nicht erst in mein Hobby.

ds1979 20 Gold-Gamer - P - 21386 - 23. März 2022 - 15:29 #

Wieso musste ich beim lesen des Artikels ständigt an diesen Satz denken?Vorsicht vor Neppern, Schleppern, Bauernfängern.

Danywilde 30 Pro-Gamer - P - 163008 - 23. März 2022 - 15:35 #

Gute Zusammenfassung. Ich habe bisher ebenfalls noch keine überzeugendes Argumente für die Existenz von NFTs im Spieleumfeld gehört.

The Real Maulwurfn 17 Shapeshifter - 8092 - 23. März 2022 - 19:59 #

Nur für Trottel!

Burtchen Freier Redakteur - P - 5465 - 23. März 2022 - 21:42 #

Das Argument "Es richtet sich nicht an Core-Gamer" sieht mir nach einem sehr billigen Taschenspielertrick aus, der keines der Gegenargumente wirklich entkräftet. Die technischen Aspekte wider tatsächlicher Teilhabe und Übertragbarkeit werden ja in "casual"-Szenarios nicht weniger relevant.

Gibt es irgendwo da draußen Superfans einer bestimmten "casual"-IP, die sich bestimmt total freuen, den Blockchain-vertraglich gesicherten Erst-Award oder Besitz eines bestimmten Items zu haben? Hmnajavielleicht, aber sicherlich keineswegs in einer marktgerechten Menge. (Und tendenziell würde ich sagen, so etwas wie Besitztum ist eher im Core-Bereich wichtig, siehe streng limitierte Superdupercollectoreditions.)

Und: Auch hier ist die Notwendigkeit von NFT-basierter Technologie nicht gegeben.

Epic Fail X 18 Doppel-Voter - P - 10459 - 24. März 2022 - 10:51 #

"Vielleicht ist diese Form von Spielen etwas für Leute, die Spaß an Finanzen und Investments haben. Das ist dann der Spaß, den sie für sich daraus ziehen."

Den Punkt kann ich sogar irgendwie nachvollziehen. Ich bleibe dann aber trotzdem lieber bei Wertpapieren.

Jörg Langer Chefredakteur - P - 469795 - 24. März 2022 - 12:25 #

Genau mein Gedanke: Wenn mich die Inkrementierung meines Depots anmacht, kann ich das doch gleich in echt machen, wenn ich mit Bitcoins und Co. spekulieren möchte, brauche ich nicht den Umweg über Sandbox.

Danywilde 30 Pro-Gamer - P - 163008 - 24. März 2022 - 13:32 #

Ja, absolut.

Labrador Nelson 31 Gamer-Veteran - P - 266509 - 24. März 2022 - 15:50 #

Richtig. Dafür gibts ja schon einige gamifizierte Broker-Apps.

Sierra 27 Spiele-Experte - 84767 - 25. März 2022 - 10:14 #

Hast du ein sinnvolles, sicheres Beispiel für mich (oder auch mehrere?)

Tr1nity 28 Party-Gamer - P - 110369 - 24. März 2022 - 13:50 #

Yup. Erinnert mich an Captain Kirk und seine Frage an den "Gott" von Sha Ka Ree: Wozu braucht Gott ein Raumschiff? ;)

Labrador Nelson 31 Gamer-Veteran - P - 266509 - 24. März 2022 - 16:24 #

Die Pro-Argumente fand ich jetzt auch eher schwach, das Contra war durchweg überzeugender. Da ich mich in letzter Zeit etwas intensiver in die Materie eingelesen habe, kann ich auf jeden Fall bestätigen, dass im Games-Bereich das Thema NFT zur Zeit wenig sinnvoll erscheint. Das mindert aber keineswegs meine Begeisterung für die bahnbrechende Blockchain-Technologie per se.

Die Abhängigkeit von Plattformen und Nutzerverwaltungen ist zur Zeit zwar ungünstig und kann durchaus als "Schwachstelle" bezeichnet werden, die Behauptung einer erhöhten Manipulationsgefahr dadurch halte ich aber für falsch. Das stimmt pauschal so nicht. Aktuell ists aber wirklich so, dass NFTs und der ganze Tammtamm drumrum und selbst smart contracts aktuell eine Lösung ohne Problem darstellen.

Alles wofür die Technologie genutzt wird, ginge auch ohne sie. Im Moment halte ich die Blockchain beispielsweise nur bei der Reformierung eines digitalen Urheberrechts für effektiv und sinnvoll, oder wie Doucet oben sagt, ein besseres online-Bezahlsystem basierend auf digitaler Währung (eher nur "Geld" als "Währung") unabhängig von Banken und sonstigen Manipulatoren und aufgrund der Blockchain-Struktur auch fälschungssicher.

Jedenfalls hat das ganze zwar seine Existenzberechtigung, uns fehlen aber zur Zeit sowohl eine darauf ausgerichtete Infrastruktur, noch eine digitale gemeinsame Basis als auch Standards bzw. eine NFT/Blockchain-DIN-Norm oder ähnliches und eine Übereinkunft von Unternehmen zur effektiven Kooperation, die ein "würdiges" Metaverse voraussetzen würde, gibt es auch noch nicht. Wer weiss, vielleicht sprechen wir in vier bis fünf Jahren anders über das Thema. Im Moment ist eher die Ablehnung en vogue.

ds1979 20 Gold-Gamer - P - 21386 - 25. März 2022 - 9:19 #

Die Ablehnung bezieht sich nicht auf den sinnvollen Einsatz von Blockchaintechnologien (rüchverfolgbare Warenkette innerhalb eines Unternehmens, Schutz eines digitalen Kunstwerkes) sondern das hier dubiose "Finanzexperten" anlaog zu den Derivaten versuchen ein hochspekulatives Produkt an die Kunden zu bringen, um diesen so Geld aus der Tasche zu ziehen. Diesemal wird halt als Kundschaft der "dumme Gamer" gewittert. Wenn der schon Milliarden in F2P Games ausgiebt, kann er doch auch nutzlose GameNFTS erwerben. Und diese Einstellung kotzt mich persönlich richtig an. Jedes Spiel das NFTs anbietet, wird auf mich als Kunden verzichten müssen. Und wenn ich in Zukunft nur noch Mario auf meinem Gameboy spielen kann, dann ist das halt so.

Faerwynn 20 Gold-Gamer - P - 20270 - 24. März 2022 - 19:37 #

Das ganze Thema ist Scam, ich finde es bizarr, dass Leute wie Lars Doucet braucht um das Leuten klarzumachen. Warum benutzen Leute sowas? Ist doch klar, weil sie hoffen ein Stück vom Kuchen abzukriegen und es technisch genug ist, dass die meisten (noch) nicht verstehen, dass es ein Betrugsmodell ist. Cryptocurrency, die neue Telekomaktie.

Sven Gellersen 23 Langzeituser - - 45114 - 24. März 2022 - 22:05 #

Danke für den Bericht. Mir ist nun endlich etwas klarer, was das alles überhaupt soll.
Ich halte davon gar nichts, jedenfalls nicht im Gamingbereich. Irgendwelche spekulativen Investments haben da für mich nichts zu suchen und machen Gaming eher kaputt, als es zu bereichern. Auch die vorgetragenen Pro-Argumente sind nicht wirklich überzeugend und wirken auf mich eher sehr theoretisch und realitätsverzerrend.

Ganon 27 Spiele-Experte - - 83909 - 27. März 2022 - 12:10 #

Ich dachte der Artikel würdemir das Thema näher bringen, aber vor allem hat er meine Vorbehalte bekräftigt. Auch gut, dann bleibt es dabei, dass das alles dubioser Mist ist.

Necromanus 20 Gold-Gamer - - 23096 - 30. März 2022 - 18:54 #

Sehr schöner Artikel. Mir erschließt sich auch nicht, wie man NFT's gut finden kann. Es gibt inzwischen auch eine Vielzahl von sehr dubiosen Vorfällen drum rum. Ich kann mir nicht vorstellen, dass das gut für die NFT's ausgeht...

Mitarbeit