Spiele-Check: OlliOlli World – Wundersame Rollbrett-Welt
Teil der Exklusiv-Serie Spiele-Check

PC Switch XOne Xbox X PS4 PS5
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SupArai 50297 EXP - 24 Trolljäger,R10,S8,A10,J10
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15. Februar 2022 - 18:16 — vor 19 Wochen zuletzt aktualisiert
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Mit OlliOlli World liefert Entwickler Roll7 nach OlliOlli (im Spiele-Check) und OlliOlli 2 – Welcome to Olliwood (im Kurztest, Note: 8.0) das dritte Skateboard-Abenteuer ab. Neu ist, dass ihr nun einer Rahmenhandlung folgt. Und auch optisch schlägt der neue Teil mit seinem prägnanten Look einen neuen Weg ein. In meinem Check will ich aber vor allem klären, wie es um die spielerischen Qualitäten bestellt ist.
Zu Beginn eines jeden Levels erwartet euch eine statische Gesprächssequenz, die ihr abbrechen könnt.

Auf dem Weg ins Gnarvana
Im neuesten OlliOlli-Ableger wählt ihr das nächste Level nicht mehr in Form einer Textbox an, sondern folgt einem Pfad auf einer Karte in der fiktiven Welt Radlandia. Die Map ist in Gebiete unterteilt, wobei jedes Biom einen eigenen thematischen Schwerpunkt hat. Erinnerungen an diverse Mario-Spiele lassen sich nicht verleugnen.

Eure Reise ist zudem in einen geschichtlichen Rahmen eingebettet. Wobei es sich – ich habe für diesen Check lediglich zwei Welten ausführlich erkundet – bislang um keinen besonders aufwändig gestalteten Rahmen handelt: Ihr seid vermutlich das nächste Skatewunder und macht euch auf, die fünf Skate-Götter freizuspielen, sprich: ihre Herausforderungen zu absolvieren. Vor jedem Level erwartet euch eine kurze Small-Talk-Sequenz, in der euch die Lokalmatadore des Gebiets, quasi die Einheimischen, in einer Fantasiesprache Wissenswertes zu dem Level erzählen oder neue NPC vorstellen. Größtenteils sind die Gespräche jedoch schlicht Nonsens – sie mögen witzig gemeint sein, ich hätte in der Form aber gerne auf sie verzichtet.
Im Verlauf der Story schaltet ihr auf der Karte von Radlandia immer weitere Gebiete frei.

Anspruchsvolles Skater-Leben
Nach dem Vorgeplänkel geht es endlich auf die Strecke. Die ersten Levels eines jeden Gebiets erklären euch die Steuerung neuer Techniken, so dass ihr den anstehenden Herausforderungen gut entgegenskateboarden könnt. "Olliolli World ist ein superschnelles Spiel" geben mir die Entwickler während eines Ladebildschirms mit auf den Weg. Und ja, das stimmt und mit zunehmender Spieldauer wird es immer flotter und stetig komplexer.

Nutze ich anfangs lediglich Rampen für Tricks, grinde ich mich schnell behände von Rail zu Rail, vollführe Wallride um Wallride, um mich erneut über Rampen und Rails dem Ziel zu nähern. Dabei reihe ich mit dem linken Analogstick komplizierte Tricks aneinander, diese Steuerungsmechanik erinnert an EAs Skate-Reihe und hat schon in den beiden Vorgängern sehr gut funktioniert. Mit Kombos treibe ich den Punkte-Multiplikator weiter in die Höhe. So zumindest die Theorie. In der Praxis nutze ich lediglich ein überschaubares Repertoire an Tricks, bin über die regelmäßigen Checkpoints froh und freue mich, wenn ich die Ziellinie überquere.

OlliOlli World gewährt mir zwar kontinuierlich Erfolgserlebnisse. Allerdings überfordern mich die echten Highscore-Techniken, wie zum Beispiel der Griff ans Bord während eines Sprunges (ausgelöst mit dem rechten Analog-Stick) und perfekt getimte Landungen per Tastendruck. Für wahre Gamepad-Künstler ist OlliOlli World dagegen eine komplexe Spielwiese.
Bei diesem Mega-Wallride zoomt die Kamera weit raus – ein cooler Effekt!

Es gibt viel zu tun
Um in der Geschichte voranzukommen, reicht es bei den einzelnen Strecken das Ziel zu erreichen. Aber bei jedem Run fordern optionale Aufgaben eure Skate-Künste. So will der (spielerfreundliche) Highscore der Lokalmatadore gebrochen, das Level ohne eine Bruchlandung bezwungen oder einfach nur die Höchstpunktzahl eines unbekannten Online-Spielers geknackt werden. Außerdem sollt ihr an bestimmten Punkten Tricks ausführen, Lebewesen fangen oder sie verschonen und einiges mehr.

Viele Strecken bieten zudem alternative Routen, die meistens eine höhere Schwierigkeit aufweisen. Auf manchen dieser Umleitungen trefft ihr NPCs, die euch Zugang zu weiteren, besonders fordernden Levels bieten. Neben dem Ruhm und einem besonders hohen Score verdient ihr euch mit dem Abschließen der Aufgaben neue Ausrüstungsgegenstände, mit denen ihr das Aussehen eures Charakters individualisiert.
Nach und nach schaltet ihr immer mehr Kleidungs- und Ausrüstungsgegenstände frei, mit denen ihr eure Spielfigur "stilvoll" ausstattet.

Skate on?
OlliOlli World geht optisch einen neuen Weg und verabschiedet sich von dem einfachen und geradlinigen Grafik-Stil der Vorgänger. Die Welt, euer Charakter und die Levels sind comic-hafter, überzeichneter und aufregender, die Optik erinnert frappierend an die Cartoon-Serie Adventure Time. Auf den Strecken passiert immer irgendwas, ihr interagiert mit verschiedenen Elementen, wechselt die Ebenen, die Action zoomt rein und raus. Seid ihr einmal richtig in Fahrt, ist OlliOlli World ein eindrucksvolles und spektakuläres Erlebnis!

Meinen positiven Gesamteindruck trüben lediglich die Inszenierung und das Drumherum. Beides nenne ich mit viel Wohlwollen nett, für mich kratzt das Ganze aber knapp an der Grenze zum Unerträglichen. Nicht glücklich werde ich auch mit dem Soundtrack. Die Ambient-/Easy-Listening-Elektromelodien treffen nicht nur nicht meinen Geschmack, sie passen für mich auch nicht zum rasanten Spielablauf.

Die mitreißenden (und stellenweise richtig fordernden) Fahrten auf dem Skateboard stehen aber klar im Vordergrund. Wer ein schnelles, abwechslungsreiches und stellenweises sehr knackiges Arcade-Skateboard-Spiel sucht, greift bei OlliOlli World zu. Skate on!
  • Skateboard-Geschicklichkeitsspiel für PC und Konsolen
  • Einzelspieler, Online-Ranglisten
  • Für Fortgeschrittene und Profis
  • Preis am 15. Februar 2022: 29.99 Euro
  • In einem Satz: Arcadiger Skate-and-roll Titel mit Raffinesse und besonderer Optik.

Video:

toreyam 21 AAA-Gamer - P - 30313 - 15. Februar 2022 - 18:48 #

Ich habe mir OlliOlli World kurzfristig für die Switch besorgt. Ich stimme voll zu, dass sie Musik nicht zum Spielgeschehen passt, andererseits könnte man behaupten sie lenkt auch nicht ab.
Viel mehr stört mich das "Gebabbel" der Figuren in den "Zwischensequenzen". Das muss 2022 echt nicht mehr sein.
Sehr gut ist auch die Integration der Online-Leaderboards und damit abrufbaren Replays/Ghosts wie in Gran Turismo & Co.
Dort wird auch der "Open World" Charakter deutlich, da man gleich im ersten Tutorial Level sehen kann, was machbar sein wird, wenn man alles gelernt hat.

SupArai 24 Trolljäger - P - 50297 - 15. Februar 2022 - 19:26 #

Ja, dass die Musik nicht ablenkt ist ein Argument... allerdings erinnere ich mich an fantastische Stunden mit SSX auf der XBox 360 oder Burnout Paradise auf der PS 4, wo der tolle Soundtrack ein Teil des Ganzen war.

Ich habe nie viel Tony Hawk gespielt, aber der Titel hat ja auch eine zum Spiel passende Songauswahl.

Ich kann mich auch mal an Elektronik-Musik erfreuen. Aber sowas unpassendes (und stellenweisei nur nerviges) wie in OlliOlli World ist mir lange nicht mehr untergekommen. Aus meiner Sicht echt schade.

Dennis Hilla Redakteur - P - 165305 - 15. Februar 2022 - 18:59 #

Hab bisher so etwa 2 Stunden auf der Uhr und bin durchaus angetan. Die Spielmechanik ist im Kern so wie bei den Vorgängern, was für mich mit am wichtigsten war. Denn bereits bei OlliOlli 1 waren sie nahe der Perfektion, was 2D-Skateboardspiele angeht. Kleinere Änderungen wie die Wallrides oder alternativen Routen sind nett und machen das Spiel durchaus noch knackiger, als die Vorgänger waren – aber eine Herausforderung hat noch keinem geschadet ;)

Thema Herausforderungen, die treiben mich schon in der ersten Welt teilweise zum Wahnsinn. Denn mit Highspeed irgendwelchen Möwen ausweichen oder bestimmte Viecher erwischen, das ist nicht gerade leicht. Mich persönlich motiviert es aber ungemein, obwohl als Belohnung eigentlich nur Klamotten winken, die mir egaler nicht sein könnten.

In Sachen Story und Präsentation muss ich dem lieben SupArai übrigens teilweise Recht geben, die saudämlichen Dialoge hätte man sich einfach sparen können. Tragen absolut nichts bei, auch wenn sie nett gemeint sind. Aber geschenkt. Grafisch finde ich es aber gerade wegen der Nähe zu Adventure Time wirklich sehr, sehr nett, ist aber definitiv Geschmackssache, noch mehr als die Pixel-Optik der Vorgänger.

Also unterm Strich: Schönes Ding für Freunde von Geschicklichkeitsspielen und Skateboarder, letzteres muss man aber keinesfalls sein. Zur Switch-Fassung noch: Tut euch das nicht mit Joy-Cons an. Pro-Controller oder zumindest Joy-Con-Alternativen mit ähnlichen Ausmaßen sind mMn ein muss.

SupArai 24 Trolljäger - P - 50297 - 15. Februar 2022 - 19:07 #

Ich habe mich bislang nur auf zwei der vielen Herausforderungen konzentriert: Die Highscores der drei Lokalmatadore knacken und in einem Rutsch durch die Levels kommen. Das hat bislang bei sehr vielen Runs (irgendwann) geklappt.

Nun hänge ich aber in der dritten Welt mal wieder in einem Level fest. Das ist mir schon vorher mehrmals passiert, dass ich einige Abschnitte wieder und wieder und wieder spielen musste. Die Nebenlevel sind merheitlich auch zu schwer für mich. Also, stellenweise ist OlliOlli World echt knifflig...

SupArai 24 Trolljäger - P - 50297 - 15. Februar 2022 - 19:12 #

Hier noch ein Hinweis für alle interessierten PC-Spieler mit Gamepad-Aversion von der Steam-Produktseite:

"OlliOlli World erfordert einen Controller zum Spielen. Spielen mit Tastatur und Maus wird nicht unterstützt."
(https://store.steampowered.com/app/1190170/OlliOlli_World/)

Ich habe OlliOlli World auf der Playstation 4 Pro natürlich mit Gamepad gespielt.

euph 29 Meinungsführer - P - 115134 - 15. Februar 2022 - 20:02 #

Danke für den Check.

SupArai 24 Trolljäger - P - 50297 - 15. Februar 2022 - 23:53 #

Bitte, gerne. :-)

toreyam 21 AAA-Gamer - P - 30313 - 15. Februar 2022 - 20:57 #

Was haltet ihr von dem Einsatz von 3D?
Ich habe fast den Eindruck, dass sie sich da zu viel Arbeit gemacht haben. Da das Gameplay so viel Aufmerksamkeit braucht, geht das eigentlich voll an mir vorbei...

SupArai 24 Trolljäger - P - 50297 - 15. Februar 2022 - 23:49 #

Meinst du damit den Wechsel in den Ebenen, z. B. die "Halfpipes" und alternativen Routen? Wenn ja: Finde ich nett und sieht cool aus, aber wie du schon schreibst, kriege ich das auch eher am Rande mit, weil ich mit dem Rest (Geschwindigkeit halten, richtiges Timing beim Absprung finden, Tricks machen) genug beschäftigt bin.

Die alten Teile funktionieren in ihrer "Einfachheit" nach dem Motto "Easy to learn, hard to master" halt auch noch sehr gut. Gibt es übrigens im Doppelpack gerade für 2,24 Euro im Nintendo eShop für die Switch:
https://www.nintendo.de/Spiele/Nintendo-Switch-Download-Software/OlliOlli-Switch-Stance-1509313.html

Vampiro 26 Spiele-Kenner - - 73846 - 17. Februar 2022 - 12:11 #

Danke für den tollen Check! Das merke ich mir vor.

Ganon 26 Spiele-Kenner - - 71633 - 17. Februar 2022 - 15:10 #

Das ist schon interessant: Von der Aufmachung her will das Spiel total "chillig", einladend und freundlich sein, aber der Schwierigkeitsgrad scheint das nicht widerzuspiegeln. Irgendwie schade.
Danke jedenfalls für den Check.

Audhumbla 16 Übertalent - - 4151 - 26. Februar 2022 - 10:52 #

Klingt gut, muss im Laufe es Jahres sein!

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