Die Klauen des Schwaben

Jörgspielt: Gloomhaven – Die Pranken des Löwen (Brettspiel)
Teil der Exklusiv-Serie Jörgspielt

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Jörg Langer 432967 EXP - Chefredakteur,R10,S10,C10,A10,J9
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17. Oktober 2021 - 22:26 — vor 6 Wochen zuletzt aktualisiert

Teaser

Zum zweiten Mal in diesem Jahr (nach Pendragon) gibt es ein Brettspiel-Special bei Jörgspielt – und zwar bereist meine Mini-RPG-Gruppe die Stadt Gloomhaven in einer solotauglichen Auskopplung.
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Vor ein paar Tagen erst hat euch LRod in einem schönen Check Gloomhaven in der fast fertigen PC-Fassung vorgestellt. Dennoch möchte ich auch noch mal ein paar Takte dazu schreiben, beziehungsweise zum zugrunde liegenden Brettspiel. Danach komme ich zu einer hochinteressanten, überaus solotauglichen, auch für Familienväter/gestresste Mütter/überzeugte Singles/usw. (jede von mir nicht explizit genannte sozio-ökonomische Gruppe jedweden Geschlechts und jedes nicht-aggressiven Glaubenssystems möge sich bitte ausdrücklich inkludiert fühlen) an einem Nachmittag mit Genuss spielbaren Auskopplung kommen.

Bereits vor einer Woche habe ich etliche Stunden mit der PC-Portierung von Gloomhaven verbracht, genauer genommen auf dem Mac. Ich fand es gerade zu Beginn als sehr schwer, aber auch als interessant. Als Computerspiel bewertet, kann man sich über die miese Präsentation aufregen, oder aber sich durch die schön vorgelesenen englischen Texte (an deren deutscher Fassung übrigens Roland Austinat und Heinrich Lenhardt gewerkelt haben) in die Zeit der Pen&Paper-Rollenspiele zurückversetzt fühlen. Doch in jedem Fall werden Rundentaktiker, die sich auf das etwas ungewöhnliche, kartenbasierte System einlassen, mit harten Kopfnüssen in abwechslungsreichen Szenarien belohnt.

Aus meiner Gloomhaven-Partie in der Steam-Fassung (am Mac gespielt).

Die Vorlage: Brettspiel Gloomhaven

Gloomhaven stammt von Isaac Childres, der meiner Kurz-Recherche nach quasi aus dem Nichts eine höchst erfolgreiche Crowdfunding-Kampagne aufstellte. Das 2017/2018 erschienene Resultat belegt nach wie vor den ersten "Overall"-Platu aller Titel auf boardgamegeek.com. Allerdings: Nur wenige Spielergruppen dürften Gloomhaven wirklich durchgespielt, sprich seine Kampagne mit bis zu 95 Szenarien beendet haben.

Denn die riesige Box, die mit ihrem reichhaltigen Plastik- und Papp-Inhalt auf knapp 10 Kilogramm Gewicht kommt, lädt nicht gerade zu entspannten Mal-eben-kurz-Runden mit Nicht-Nerd-Freunden ein. Allein das Setup einer Mission dauert wohl schon rund eine Stunde, da aus hunderten von Karten und Aufstellern und Markern die richtigen zusammengesucht und das Schlachtfeld erst mal aus einzelnen Platten zusammengelegt werden will. Kein Wunder, dass Sortier-Einsätze für die Spieleschachtel das wohl gefragteste Accessoire sind, zudem gibt es ein großes Angebot an 3D-gedruckten oder professionell hergestellten Monsterfiguren und Terrain-Merkmalen – im Originalspiel existieren nämlich nur Plastikfiguren für die sechs Anfangs- und die elf freispielbaren Helden. Sämtliche Monster tauchen nur als „Standees“ auf, kleinen, recht dicken Papp-Plättchen, die man in Plastikhalter steckt.

Gloomhaven ist, ob in der Brettspielversion oder am PC, ein persistentes Vergnügen: Auf einer Landkarte klebt ihr neu entdeckte Schauplätze mit Stickern auf, die namensgebende Stadt wird mit der Zeit wohlhabender (was positive Auswirkungen hat, etwa ein größeres Item-Angebot), und die zahlreichen individuellen Helden leveln wie in alten Pen&Paper-RPGs auf, gewinnen Ausrüstung hinzu, werden aber auch nach Erreichung ihres „Lebensziels“ in Zwangsrente geschickt. Es ist zwar nicht so stark auf das einmalige, wendungsreiche Durchspielen hin konzipiert wie etwa Pandemic Legacy mit seinen Story-Twists, erlaubt aber dennoch echte Entscheidungen und verzweigt in der Kampagne. Bestes Beispiel sind die zusätzlichen Helden: Die stecken in eigenen kleinen Verpackungen, ebenso ihre Kartensets und Spezialcounter, und das Öffnen ist natürlich (nach dem Vorbild der Legacy-Spiele) strengstens verboten, solange man sich durch sein Fortkommen im Spiel noch nicht dafür qualifiziert hat.

Nach Hagens Idee, einen Brettspiel-Abend zu Dark Souls The Boardgame livezustreamen, und nach derer erfolgreichen Umsetzung, habe ich aufmerksam eure Comments gelesen, und bin dadurch auf eine „Lite“-Auskopplung von Gloomhaven gestoßen. Und damit sind wir bei…
 

Prallgefüllte Packung, hier schon in die beiliegenden Tüten und Boxen einsortiert.

Gloomhaven: Die Pranken des Löwen

Im eigenständigen Spiel Gloomhaven – Die Pranken des Löwen, ebenfalls von UIssac Childres und in deutscher Übersetzung im Feuerland-Verlag erwschienen, ist alles eine Nummer kleiner, bei prinzipiell gleichem Regelwerk. So bin ich nur in der Stadt unterwegs und habe nur 25 Missionen, was aber dennoch für etwa 40 bis 50 Stunden Spielspaß reichen sollte. Ich steuere einen kleinen, feinen Söldnertrupp, der einer Verschwörung auf die Schliche kommt.

 

Die Box hat nur etwa ein Viertel des Volumens der großen Schwester und wiegt nicht einmal 3 Kilogramm, ist also geradezu ein Leichtgewicht im Vergleich dazu. Mit 50 bis 60 Euro kostet sie auch nur etwa die Hälfte. Was aber drinsteckt, und wie gut alles durchdacht ist, kann ich gar nicht genug loben! Alle Brettspieler, die sich in der Komplexität über typische Pöppel-Familienspiele hinaustrauen, kennen das Problem: Wohin mit dem ganzen, in zig Gruppen und Sets und Stapel unterteilte Spielmaterial, wenn man fertig ist mit Spielen?

 

In Pranken des Löwen ist das vorbildlich gelöst: Es gibt von vornherein ein Plastik-Sortier-Insert für Karten und Co., dazu eine herausnehmbare Plastikschachtel für sämtliche Kleinteile, also Marker für Zustände, Elemente, Gold, Fallen und vor allem Schadenspunkt. Es liegen gut zwei Dutzend Plastikbeutelchen bei, in die ich nach dem Heraustrennen und Sortieren die Monster-Standees samt ihres Initiativ-Markers und ihrer speziellen Kampf-Karten einsortieren kann. Ebenso steckt jeder der (nur) vier Helden in einer kleinen Pappbox, wozu eine zweite, größere kommt, in der sein spezielles Spielmaterial drin ist –und in die dann auch das persistente Kampfboni-Deck und seine Besitztürmer in Kartenform passen, was es quasi automatisch zum „Savegame“ macht, wenn der Spieleabend vorbei ist.
 

Wie bei alten Pen&Paper-Partien "speichert" ihr eure Helden auf beiliegenden Zetteln.Mit den Drehscheiben haltet ihr aktuelle Hitpoints und gewonnene EXP fest.


Durchdachtes Design

Ich liebe durchdachtes Design, egal ob bei Konsolentiteln, Werkzeugen oder Brettspielen. Das von Gloomhaven: Pranken des Löwen ist nahe an der Perfektion. Wie kann man Monstertypen in verschiedenen Levelstufen und jeweils einer normalen und Elite-Variante so verwalten, dass es nicht zu einem endlosen Nachschlagen in komplizierten Tabellen führt? Ganz einfach: Für jede Monsterart gibt es ein quadratisches Pappblatt, auf dem hinten und vorne vier Varianten aufgedruckt sind, von Level 0 bis Level 7. Indem man es nun richtig herum und richtig ausgerichtet in eine von vier „Monsterhüllen“ (auch aus festem Papier) steckt, sieht man nur die richtigen Werte des zutreffenden Levels, und zwar links die normalen, rechts die Elite-Variante. Auf der Monsterhülle selbst wiederum sind durchnummerierte Bereiche, korrespondierend mit den aufgedruckten Nummern der Monster-Standees. So sieht man immer, welches der gleich aussehenden Monster schon wieviel Schaden hat.

 

Zu gutem Design gehört auch Vereinfachung, wo sinnvoll: Während jeder Held (man spielt solo oder als Gruppe zwei bis vier) sein eigenes Schadensmodifikator-Kartenset hat, das erstens das Würfeln ersetzt und zweitens mit der Zeit „gepimpt“ werden kann, gibt es für die bis zu vier Monstertypen pro Mission nur ein solches Karten-Set. Und während jede Heldenfigur in der Zugreihenfolge und bei den Aktionen individuell behandelt wird, gibt es für jeden Monstertyp immer nur einen Stapel Aktionskarten, die gezogene Karte bestimmt das Verhalten und die Initative aller baugleichen Gegner.

 

Legt man sich im „großen“ Gloomhaven die Hexfeld-Schlachtfelder für jede Mission aus einzelnen Komponenten zusammen, bestehen sie im „kleinen“ Pranken des Löwen schlicht aus zwei aufgeschlagenen Seiten im Szenario-Ringbuch, auf denen man direkt spielt. Teils legt man noch eine dritte Seite aus dem „Ergänzenden Szenariobuch“ an (siehe auch meine Fotos), legt noch ein paar Fallen rein und platziert die Gegner, fertig. Wirklich eine super Idee, zumal rings um die Map herum genug Platz bleibt für die Beschreibung des Szenarios und etwaige Spezialregeln. Ihr braucht für Pranken des Löwen dennoch einen normal großen Tisch, da es doch einiges an Karten und Markern außen rum zu platzieren gibt – tauglich für Zug oder Camping-Minitisch ist Pranken des Löwen nicht.
 

Selbst auf normal großen Karten (= 2 Seiten im Ringbuch) benötigt ihr durch die ganzen Karten und Marker außenrum schon recht viel Platz zum Spielen.

 

Perfekter Learning-by-doing-Einstieg

Aber das eigentlich Geniale ist, wie Pranken des Löwen den Spieleinstieg gestaltet. Die ganzen Papp-Counter ausdrücken und sortieren und so müsst ihr zwar schon, rechnet dafür eine gute Stunde ein. Aber danach geht es nicht nach, sondern schon während des Lesens der zehn Seiten Grundregeln im Spielleitfaden los mit Mission 1. Diese lässt noch die meisten Regeln weg, es geht nur um einen ersten Erfolg und den Beginn der Story. Mission 2 führt dann Fallen, Münzen, Schatztruhen und Truhen ein, und zum ersten Mal die Aktionskarten der Helden – aber noch in einer stark reduzierten, einfachen Variante. Statt später aus rund 20 Karten euer Partie-Deck mit je zehn oder elf aufeinander abgestimmten Karten pro Figur zu bilden, habt ihr gerade mal vier Aktionen pro Held, die auch noch direkt auf den Karten näher erklärt werden.

Erst mit Mission 3 kommen dann kaufbare Items und Erfahrungspunkte dazu und aktive Boni sowie das Fluch/Segen-Konzept und die „Lange Rast“, erst nach dem dritten Sieg habt ihr euer erstes „Stadt-Ereignis“ (eine A/B-Wahl, teils mit schlechten, oft mit guten Auswirkungen). Mit Szenario 4 erfahrt ihr dann, wie die Elemente funktionioren, und die Monster erhalten ihre vollständigen Kartendecks. Und auch ihr spielt so langsam mit den „richtigen“ Karten – euer eigenes Set wird mehrmals angepasst und vergrößert, bis ihr in Mission 5 dann zum ersten Mal drei Karten weglassen müsst. Mission 5 stellt dann quasi eure Gesellenprüfung dar: Es kommen kaum noch neue Elemente dazu, dafür habt ihr euren ersten Bosskampf und somit ein erstes Highlight. Danach ist die Prolog-Kampagne geschafft, ab jetzt könnt ihr den Spielleitfaden zur Seite legen und braucht nur noch im Glossar nachschlagen, wenn euch etwas unklar ist. Das ist genug Spaß für mindestens einen sehr langen Brettspiel-Abend, und zwar ohne vorheriges stundenlanges Einlesen und Hineindenken in seitenlang „Beispielzüge“ (ich denke in dieser Beziehung mit einigem Schrecken an Pendragon zurück).

Wirklich super gemacht – so pädagogisch wertvoll, motivierend und einem runden Spieleinstieg zuträglich ist kein anderes mir bekannte Spiel dieser Komplexität!
 

Die Leerehüterin zwischen Steingolem und Fanatiker ist bewegungsunfähig und hat nur noch einen Hitpoint (siehe Drehscheibe). Ob sie das überleben wird?


Taktische Finessen, mit Karten "würfeln"
Der Spielablauf ist immer derselbe: Ich wähle die nächste Mission (ich hatte bislang keine Verzweigung) aus, schlage die entsprechende Doppelseite im Kampagnenringbuch auf, suche mir die dort genannten maximal vier Monster-Plastikbeutelchen raus, und stelle alles auf. Dauert vielleicht 15 Minuten. Dann geht die Taktikschlacht los, die extrem kartenbasiert ist und ziemlich eure Kombinations- und Vorausplanungsfähigkeiten belohnt.

Ihr wählt jeweils zwei Aktionskarten pro Runde, wobei die gleich über die Zugreihenfolge entscheiden: Jede Karte hat eine Nummer, ihr bestimmt, welche für die Initiative gelten soll – könnt dann aber in der eigentlichen Runde auch die andere zuerst spielen. Da bereits mit zwei Helden aufeinander abgestimmte Kombos sehr effektiv sind, ist es ziemlich wichtig, wer wann dran kommt, vor allem auch in Relation zu den Monstergruppen (deren Initiativen man aber noch nicht weiß in dem Moment).

Das Regelwerk rät zwar, sich nicht genau abzusprechen, aber genau das empfinde ich als reizvoll, auch wenn es aktuell nur, ähem, mit mir selbst ist. Aber hey, es ist ein Koop-Spiel, die einzige Konkurrenz zwischen den Helden entsteht im Prinzip ums Loot (jeder hat sein eigenes Gold) sowie um das Erfüllen eines der zugelosten 32 Kampfziele (z.B. „Sei derjenige, der das letzte Monster tötet“ oder „Öffne mindestens eine Tür“) – ich finde es keinen Schaden, das genau auszubaldowern, auch wenn man in der Gruppe spielt.
 

Die Aktionskarten der Monster sind viel simpler, aber ergeben dennoch (samt einiger einfacher Regeln) kompetente Gegner. Ganz oben die "Monsterfächer".


Die Karten sind in zwei Hälften unterteilt. Oben steht meist eine Angriffsaktion, unten eine Bewegung oder Support-Aktion. Das kann aber auch wechseln oder gemischt sein, wichtig ist nur: Von der einen Karte spielt ihr die obere, von der anderen die untere Aktion für euren Helden, dann ist die nächste (Monster-) Figur dran. Was dadurch in Verbindung mit Vorbedingungen, Reichweiten und Co. an Zügen möglich ist, welche Entscheidungskriterien man einfließen lässt (unter anderem bringen bestimmte Aktionen Erfahrungspunkte, andere nicht) lässt sich nicht hinreichend in Worte fassen.

Denn natürlich hat jede der vier Figuren ganz eigene Fähigkeiten und Schwerpunkte: Die Sprengmeisterin ist klein, kann aber fürchterlich im Nahkampf austeilen und sogar bestimmte Hindernisse zerstören. Der Axtwerfer ist hart im Nehmen und im Fernkampf tödlich, sammelt aber auch effektiv Beute ein. Die Leerehüterin unterstützt andere Helden oder manipuliert Monster, und der Rotgardist ist ein starker Nah/Fernkämpfer, der mit seiner Kettensichel Feinde zu sich heranzieht und manches Mal in Fallen bugsiert dabei.

Die Kämpfe spielen sich dementsprechend spannend und vielschichtig. Wer allerdings auf ständige „Puzzelei“ und Vorausdenken wenig Lust hat und lieber klassisch würfeln würde, sollte sich wohl ein anderes Spiel suchen.

Apropos würfeln: Das geschieht über kleine Kampfmodifikationskarten, die den Grundangriffswert der jeweiligen Aktionskarte (teils durch aktuelle Effekte oder Item-Einsatz noch erhöht) verändern oder ganz canceln können. Indem ihr langfristig das Modifikationsdeck eurer Figur verbessert oder kurzfristig mit Segen und Flüchen verändert bekommt, habt ihr letztlich eine andere Form der Würfelei. Was ich in zwei meiner Partien für Pech hatte, passt auf keine gegerbte Trollhaut!

Bei manchen Szenarien legt ihr eine zusätzliche Seite an, was eine große Map ergibt.

 

RPG-Motivationstrickkiste

Zurück zu den Aktionskarten: Diese aktivieren oftmals auch eines der sechs Elemente wie „Feuer“, das dann maximal zwei Runden lang „nutzbar“ bleibt für verstärkte Angriffe oder zusätzliche Bewegungen. Besonders starke Aktionen erzwingen das dauerhaften Ablegen ihrer Karte (für diese Partie), statt sie auf die normale Ablage zu werfen. Wollt ihr nicht die Spezialaktion nutzen aus solchen Gründen, dient auch jede Karte als Standard-Bewegung um zwei Felder respektive als Standard-Angriff mit Wert 2.

Habt ihr nur noch eine oder keine Karte auf der Hand, verliert ihr eine aus der normalen Ablage – mit anderen Worten: Die Karten fungieren auch als Rundenbegrenzung für jede Figur. Bei einer „kurzen Rast“ werft ihr zufällig eine ab und könnt gleich weiterspielen, bei der „langen Rast“ setzt ihr eine Runde aus, erhaltet zwei Trefferpunkte geheilt und wählt selbst die Karte, die für diese Partie „verbrannt“ ist. Manche Partie mit dem PC-Gloomhaven (wo es vereinzelt möglich ist, auch verbrannte Karten wieder in die Partie zu holen, weiß nicht, ob das bei Pranken des Löwen auch noch kommt) habe ich nicht verloren, weil meine Mädels und Mannen getötet wurden, sondern weil mir die Karten ausgingen.

Lebens- und Erfahrungspunkte trackt ihr während der Mission mit zwei Drehscheiben pro Figur mit und übertragt die EXP dann zusammen mit Gold und eventuell gefundenen Items auf euren Charakterbogen. Nach einer gewonnenen Schlacht (verliert ihr, behaltet ihr Gold/ Erfahrung und spielt sie halt neu) gibt es eine Belohnung, der nächste Missionsaufkleber wird auf die kleine Stadtkarte gedrückt, ihr steigt vielleicht im Level auf, kauft euch ein Item, habt noch ein Stadt-Ereignis – und dann geht es weiter. Oder ihr packt alles zusammen und macht mit der nächsten Mission irgendwann später weiter, was problemlos funktioniert.
 

Der erste Bosskampf – Redguard Gawain ist in den Raum gestürmt, Morgana wartet ab.


Mein Fazit zu Gloomhaven – Die Pranken des Löwen

Ich hatte wirklich viel Spaß am gestrigen Samstag mit Gloomhaven – so viel Spaß sogar, dass ich beschloss, meine beiden Figuren anzumalen. Das war, trotz Sozialisierung unter anderem mit Games-Workshop-Tabletops in meiner Jugend, übrigens ein „First“ für mich. Sieht doch gleich viel netter aus, oder? Kann euch ja in der kommenden Fotos-des-Monats verraten, welche hochspezialisierten Farben aus welcher Quelle dabei zum Einsatz kamen…

Ich spielte übrigens auf „Normal“, aber ohne Solo-Handicap – das sich insofern anbietet, als man allein natürlich die Aktionen seiner Helden perfekt abstimmen kann. Die vierte Mission hätte ich eigentlich verloren. Aber, und das ist halt schön bei Brettspielen gegenüber PC-Portierungen: Da mir buchstäblich ein einziger Angriff fehlte, ich hatte nämlich alle vier Zielobjekte zerstört und das allerletzte Monster lag quasi verblutend am Boden, beschloss ich einfach schnell eine Hausregel: Ich „verbrannte“ zwar regelgerecht eine der beiden Karten jedes Helden im Ablagestapel, sodass jeder nur noch eine gehabt hätte, was normalerweise das Partie-Ende ist. In diesem Fall aber, ein Schwabe gibt nicht auf, durften sie diese letzte Karte noch für eine weitere halbe Runde nutzen. Das reichte für den Sieg, doch zur Strafe für die Regelbeugung mussten meine Helden auf die Item-Belohnung des Szenarios verzichten.

Durch Mission 5 bin ich dann quasi durchgepflügt, hatte aber auch wirklich Glück und konnte einige tolle Kartenkombos durchführen. Raum betreten (erst dann werden die Feinde darin aktiv), zwei der drei starken Gegner erst mal in die Fallen laufen lassen, die sich dort befinden – eine Spezialität meiner Leerehüterin Morgana –, dann mit meinem Redguard Gawain den überlebenden der beiden Angeschlagenen per Kettensichel angreifen (Schaden!), an mich heranziehen bei noch aktivem Feuer-Effekt (noch mal Schaden!), um ihm dann mit der zweiten Aktionskarte den Rest zu geben – das macht Spaß! Den Bossraum habe ich dann mit komfortabler Kartenreserve auseinandergenommen – der „Kniff“ des Bosses passte perfekt zu meinen Figuren und Karten, sodass ich gerade mal zwei Runden dafür brauchte plus eine Aufwisch-Runde für seine beiden Wächter. Damit war meine Tutorial-Kampagne abgeschlossen, die übrigens nahtlos ins restliche Spiel übergeht.

Ein richtig schönes Erlebnis, dieses Gloomhaven: Die Pranken des Löwen! Überaus solotauglich, aber auch ganz sicher für zwei, drei oder vier Helden ein Koop-Vergnügen. Weitere Spieler können nachträglich einsteigen oder sporadisch teilnehmen, da es einige automatische Balance-Anpassungen gibt. So ist direkt auf den Schlachtfeldern aufgedruckt, ob bei zwei, drei, vier Spielern dort keines, ein normales oder ein Elite-Monster steht.

Die Dauer für ein normales Szenario schätze ich inklusive „Box aus dem Regal ziehen und alles rausholen und aufbauen“ auf drei Stunden, sofern die Regeln bekannt sind. Das ist ein ziemlich guter Wert, der sich natürlich reduziert, wenn man gleich mehrere Szenarien spielt. Und so reduziert das Inventar und die „Skills“ im Vergleich zu typischen Computerrollenspielen oder echten Pen&Papers auch sind, so profund fühlt sich dadurch jeder einzelne Item-Kauf an.

Mir hat jedenfalls die kleinere Brettspiel-Version im Vergleich zur großen PC-Portierung (in die ich auch schon 15 Stunden gesteckt habe) mehr Spaß gemacht: Obwohl die Kampfregeln dieselben sind, ist es einfach schöner, selbst eine Schadenskarte zu ziehen als nur deren Wert angezeigt zu bekommen. Zumal man ja immer wieder mischt und sortiert und Buffs und Debuffs einsortiert, also „was zu tun hat“. Die Auswahl zwischen den ganzen Aktionskarten fällt ebenfalls leichter, wenn ich sie in der Hand halten und eine Vorauswahl beiseite legen kann. Vom haptischen Genuss eines Spielbretts samt Figuren – auch wenn es hier ja vor allem Pappaufsteller auf einem Ringbuch sind – ganz zu schweigen.

Im Vergleich zu Dark Souls The Boardgame finde ich allerdings schade, dass die Monster inklusive dreier Bosse nur aus Papp-Standees bestehen – die Dark-Souls-Großmotze sehen einfach super aus! Immerhin: Es gibt noch vier kleine versiegelte Schachteln in der Pranken-Packung – ich tippe auf zwei weitere Figuren und zwei Accessoires irgendwelcher Art. Die Aktionskarten der Dark-Souls-Gegner, vor allem der Bosse mit ihren vier Richtungsquadranten und fester „Bewegungsabfolge“, erzeugen vermutlich die etwas bessere „Feind-KI“ als die immer einzeln gezogenen Monster-Aktionen von Gloomhaven. Aber: Dessen eigentliches Kampfsystem ist dank der um ganze Größenordnungen komplexeren Spieleraktionen das insgesamt deutlich taktischere.

Ich halte Pranken des Löwen nicht zuletzt für ein Spiel mit sehr gutem Preis-Leistungs-Verhältnis. Es macht „out of the box“ Spaß, ist aber auch als Addon zu Gloomhaven spielbar; ihr könnt eure vorhandenen Gloomhaven-Helden in die neue Kampagne schicken oder die Pranken-Helden ins Hauptspiel überführen (nur nicht ihre Items). Ich poste euch zum Schluss unseren Amazon-Partnerlink (deutsch 59 Euro, englisch 50 Euro).

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Jörg Langer Chefredakteur - P - 432967 - 17. Oktober 2021 - 18:51 #

War mal eine schöne Abkehr vom auf-den-Bildschirm-Starren :-)

g3rr0r 16 Übertalent - P - 4666 - 18. Oktober 2021 - 19:43 #

Glaube Ich gerne, und danke dafür. Ich bin grad noch am Reden mit 2-3 freunden ob nicht die Brettspielvariante einzug findet bei uns :)

euph 28 Endgamer - - 109507 - 17. Oktober 2021 - 22:40 #

Wie, ein Monster-Jörg-spielt. Von der Variante hatte ich auch schon gelesen, aber nicht so ausführlich. Vielen Dank daher für diese Eindrücke.

Claus 30 Pro-Gamer - - 318723 - 17. Oktober 2021 - 23:00 #

Schöner Bericht, danke!

AlexCartman 19 Megatalent - P - 18182 - 17. Oktober 2021 - 23:33 #

Das Spiel habe ich auch schon hier stehen, hatte aber noch nicht genug Muße, mich einzuarbeiten. Danke für den „Test“. :)

Labrador Nelson 30 Pro-Gamer - - 208328 - 17. Oktober 2021 - 23:48 #

Und "Platu" soll "Platz" heissen, schätz ich.

CBR 21 Motivator - P - 25034 - 18. Oktober 2021 - 7:46 #

Die Einarbeitung ist gar nicht so fies wie beim großen Original. Wir haben uns neben der PC-Version noch Erklärvideos bei youtube - es gibt Videos die in Kürze alle Regeln der ersten fünf Missionen erklären - angesehen. Damit waren wir sehr umfangreich und gut vorbereitet. Die ersten drei Missionen flutschten am ersten Abend durch und eine jede geschafft zu haben, fühlte sich großartig an.

Einziger Hinderungsgrund ist die Zeit: Ein gemeinsamer Abend mit allen Beteiligten muss frei sein.

Vampiro 26 Spiele-Kenner - - 69045 - 17. Oktober 2021 - 23:13 #

Sehr interessant, liest sich auch gut.

Aber ich persönlich würde glaube ich kein Solo-Brettspiel spielen. Weil ein Solo-Brettspiel (außer vielleicht dem haptischen Erlebnis) imho nur Nachteile gegenüber einer PC-Umsetzung hat.

mrkhfloppy 22 AAA-Gamer - P - 35016 - 18. Oktober 2021 - 10:00 #

Ich wollte schon mit der großen allumfassenden Solo-Abhandlung auf deine These loslegen, aber jetzt frage ich erst nochmals nach, bevor ich auf's falsche Pferd steige:) Siehst du nur bei Solo-Brettspielen die eine Umsetzung für PC und Konsole erfahren haben keinen Vorteil oder generell keinen für Solo-Brettspiele außer der Haptik?

Vampiro 26 Spiele-Kenner - - 69045 - 18. Oktober 2021 - 11:39 #

Ich sag es mal so: Ein Solo-Brettspiel, das ich auf PC/Konsole spielen kann, hat (außer der Haptik) imho nur Vorteile, wenn es gut umgesetzt ist.

Wenn es KEINE digitale Umsetzung gibt, hat man ja letztlich keine Wahl. Ich würde aber sagen, dass eine Umsetzung, wenn man sie machen würde, außer der fehlenden Haptik auch nur Vorteile hätte. Aufbau, Platz, versteckte Sachen (z.B. COIN-Spiele), Berechnungen usw.

Die Haptik finde ich auch schon nicht unwichtig, z.B. Twilight Struggle am PC versus am Spieltisch. Aber alleine würde ich mich eher nicht an den Tisch setzen.

mrkhfloppy 22 AAA-Gamer - P - 35016 - 18. Oktober 2021 - 12:54 #

Dann setze ich Mal ein Kanne Tee auf und lege los ... Spaß beiseite, ich will da niemanden bekehren, aber ein, zwei persönliche Anmerkungen hätte ich.

Lassen wir den trivialen Grund außen vor, dass manch Bildschirm-Arbeiter nach 8 Stunden am Tage abends lieber den analogen Weg beschreiten möchte. Das geht mir persönlich nicht so, aber ich kann es gut nachvollziehen.

Apropos Nachvollziehbarkeit. Was du als Schwäche auffasst, ist für mich tatsächlich die Stärke. Der Aufbau des Spiels, das Studium der Regeln und deren Umsetzung geht für mich mit deren Verständnis daher. Irgendwann zwischen Studium und dem beginnenden Familien- und Berufsleben ist mir schlicht die Zeit (vielleicht auch der Wille) abhanden gekommen, mich in bestimmte, immer komplexer werdenden Computerspielsysteme einzuarbeiten. Damit einher geht ein Stück weit Intransparenz ob der Dinge die auf dem Bildschirm passieren. Dementsprechend schlecht schlage ich mich in diesen Spielen und dementsprechend negativ fällt meine Spielerfahrung aus. Viele Brettspiele abstrahieren noch stärker als Videospiele und fallen entsprechend schlanker aus. 30 Seiten (Nicht-Wargame-)Regeln sind selbst gegenüber einem Vanilla-Civ eher ein Klacks. Ich persönlich habe das Gefühl zu spielen und nicht gespielt zu werden, wenn ich alles selbst in der Hand habe. Beziehungsweise dazu gezwungen werde. Das der Zeitaufwand für manche Regelwerke dann allerdings in Tagen statt Stunden zu bemessen ist, lassen wir als Paradoxon besser unter den Tisch fallen ...

Was mir bei Brettspielen am PC abhanden geht, ist oftmals die Übersicht. Die Dinger belegen zum Teil den ganzen Tisch und wimmeln vor Informationen. Hier eine Leiste, dort ein Spielfeld, fünf Karten mit Text auf der Hand und zehn bis zwanzig vor mir ausliegendend (und eventuell beim Gegenüber das gleiche nochmals). Den Tisch habe schnell "abgescannt" aber selbst mit dem besten Interface gelingt mir das nicht annähernd bequem und schnell. Was sich wiederum auf meine Spielerfahrung auswirkt.

Zusammengefasst sind für mich die Nachvollziehbarkeit und die Übersicht die zwei Punkte, die mich der Tischpräsenz eines Spiels der Bildschirm-Adaption den Vorzug geben lassen. Neben der Haptik natürlich. Das ist natürlich nicht in Stein gemeißelt. Ein Race for the Galaxy habe ich zum Beispiel am Handy rauf und runter gedaddelt, während es nur einmal in "echt" auf den Tisch kam.

Maverick 30 Pro-Gamer - - 688546 - 17. Oktober 2021 - 23:27 #

Danke für den ausführlichen Bericht zum Gloomhaven-Standalone, war eine schöne Nacht-Lektüre vorm Bett. ;)

Jamison Wolf 18 Doppel-Voter - P - 12372 - 18. Oktober 2021 - 0:35 #

Hab beim PC Spiel jetzt mittlerweile über 20 Stunden runter und fühle mich jetzt nicht mehr wie ein kompletter Newbie.

War schön zu lesen, aber ich glaub die PC Version wird mir reichen für die nächste Zeit (der fehlende Grosstisch käme noch dazu). ;)

CBR 21 Motivator - P - 25034 - 18. Oktober 2021 - 7:49 #

So riesig muss der Tisch nicht sein. Kommt halt auf die Menge der aufgetischten Verpflegung an. ;-)

Die PC-Version ist für einen alleine super. Sie übernimmt auch viel Mikromanagement. Wenn man nicht aufpasst, vergisst man, die Elementmarker zu setzen oder die zeitlich begrenzten Effekte zu reduzieren etc. Allerdings ist das Brettspiel bei mehr als einem einzigen Spieler wegen des Drumherum unschlagbar.

Phoncible 21 Motivator - - 27360 - 18. Oktober 2021 - 6:10 #

Auf den Rat eines erfahrenen Gloomhaven Spielers haben wir auch vor einigen Wochen mit Pranken des Löwen als Einführung in das Hauptspiel angefangen. Wir spielen ca. alle zwei Wochen zu viert und ein Szenario dauert in der Regel drei bis vier Stunden.

Aber wir schummeln nicht: In der gleichen Situation wie Jörg bei Szenario 4 (der letzte Abenteurer brach erschöpft beim letzten Lebenspunkt des letzten Golems zusammen), gaben wir uns geschlagen und mussten es gestern wiederholen… und siehe da, die Gruppe hat gelernt und wir haben es alle geschafft!

Macht echt Spaß - und es ist ein Super-Gruppenspiel mit vielen spaßigen Unterhaltungen und viel Taktik (und das von mir, der bei unserem sonstigen Hobby an Konsole und PC nicht so auf Strategie Spiele steht)..

Jörg Langer Chefredakteur - P - 432967 - 18. Oktober 2021 - 7:09 #

Zu lernen gab es in diesem 4. Szenario nichts mehr für mich, und es zu wiederholen, hätte mir keinen Spaß gemacht. Das ist ja das Schöne am Brettspiel: Man kann eine dem eigenen Spaß abträgliche Regel oder Situation einfach abändern. Oder eben noch mal spielen, wie deine gesetzestreue Truppe („Warum ist Punishers Gruppe mal wieder ausgelöscht worden?“ „Naja, sie sind nachts an der roten Ampel stehen geblieben, und dann kam der Feuerball“) :-)

Phoncible 21 Motivator - - 27360 - 18. Oktober 2021 - 12:12 #

Du hast Recht: Beim Brettspiel hat man diese Freiheit.

Was das Lernen angeht, glaube ich Dir das absolut - denn Du spielst solo. Als Team lernt man in diesen ersten Szenarien noch einiges über die Fähigkeiten der anderen und wie man die mit den eigenen am Besten kombinieren kann. Von daher gab‘s - gerade bei diesem Szenario - einiges dazuzulernen und es war im zweiten Durchgang erheblich einfacher (ganz abgesehen davon, dass wir die „Überraschungen“ schon kannten).

Technosoph 08 Versteher - 211 - 18. Oktober 2021 - 6:16 #

Sieht gut aus, habe mir allerdings gerade die Regeln von Magic - The Gathering Arena (größtenteils über das kostenlos spielbare PC-Spiel) beibringen lassen und nun erstmal da 2 Starter-Sets bestellt. Könnte ein Offline-Hobby werden ;-)...

Maverick 30 Pro-Gamer - - 688546 - 19. Oktober 2021 - 4:39 #

Viel Spaß mit MTG-Arena. :)

Habe mir in den letzten Monaten selbst auch mal wieder neue Magic-Karten gekauft (das Dungeons&Dragons-Bundle mit 10 Draft Boostern), aber noch nicht gespielt.

Hannes Herrmann Community-Moderator - P - 27768 - 20. Oktober 2021 - 9:13 #

Ich habe mittlerweile mit dem (wirklich sehr spaßigem) Zeitkiller und Geldfresser aufgehört. Es reizt einen doch immer wieder,obwihl ich es "besser" weiß.

Aber ich hab noch ne Schublade voller Karten mit Decks falls ich physisch mal spielen will :)

Nur draften gehe ich ab und zu noch.

Maverick 30 Pro-Gamer - - 688546 - 21. Oktober 2021 - 17:20 #

Ich kaufe mir ja auch nur noch ganz selten neue Magic-Karten nach (wurde mit der Revised-Edition 1995 infiziert), aber bei den Dungeons&Dragons-Spinoff konnte ich als alter D&D'ler und Drizzt-Fan nicht nein sagen. Selbst wenn die Karten&Box nur für die Sammlung sind/wären. :)

Mein altes 5-Farben-Highlander-Deck und weitere Karten&Decks habe ich hier auch noch zuhause liegen, auch wenn ich momentan mit ihnen nicht mehr aktiv spiele. Unsere alte Magic-Truppe hat sich leider etwas zerstreut. ;-)

Moriarty1779 17 Shapeshifter - - 7424 - 18. Oktober 2021 - 7:41 #

Hochinteressant, danke Jörg!

TheLastToKnow 25 Platin-Gamer - - 56844 - 18. Oktober 2021 - 8:54 #

Wirklich gut beschrieben, die Faszination für dieses Brettspiel kommt super rüber. Ich finde die Einführungsmissionen bei Pranken des Löwen auch äußerst gelungen. Ich kannte allerdings vorher schon die Regeln von Gloomhaven, mir haben die ersten fünf Missionen also nicht so viel gebracht, aber für die anderen Mitspieler waren sie Gold wert. Mittlerweile sind wir von Pranken des Löwen wieder zum großen Bruder gewechselt und haben dort auch wieder viel Spaß. Vielleicht noch erwähnenswert: manche Dinge aus PdL könnt ihr auch im Hauptspiel verwenden, wie zum Beispiel die vier neuen Charakterklassen (steht ganz hinten im Handbuch).

Chronyx666 12 Trollwächter - P - 1198 - 18. Oktober 2021 - 9:23 #

Ich spiele seit enigen Monaten mit ein paar Freunden die Grundbox. Die Pranken des Löwen liegen zwar schon bereit, aber sind noch nicht geschärft.
Das Spiel war bisher jeden Euro wert. Wir haben sogar noch etliches an Umgebung mit dem 3D Drucker ergänzt. Ist ein wirklich gelunges Spiel, was streckenweise sehr knackig werden kann.

mrkhfloppy 22 AAA-Gamer - P - 35016 - 18. Oktober 2021 - 9:44 #

Ich erinnere mich noch gut an die Messe, als Gloomhaven erschien und die armen Seelen diese Titanic von Spielbox durch die Hallen wuchteten. Auch weil ich mir schon damals dachte, das nur die wenigsten das Ende der 10 Kilo Inhalt jemals sehen werden. Mit der deutschen Version von Feuerland – was ein Wunder für sich ist, das nunmehr in die dritte Auflage mündete – stiegen zumindest die hiesigen Chancen auf Mitspieler. Aber dem Umfang des Spiels tat das kein Abbruch. Genau hier setzt wie treffsicher beschrieben Die Pranke des Löwen an. Mein Mauszeiger hoverte bereits des öfteren über der Warenkorbschaltfläche, aber noch ist nichts passiert. Am Spiel selbst liegt das aber nicht; das Genre ist einfach nicht meine präferierte Spielwiese. Und doch frohlockt die Schachtel.

AlexCartman 19 Megatalent - P - 18182 - 18. Oktober 2021 - 11:31 #

Ich habe mir den großen Bruder aus Kanada mitgebracht, da deutlich günstiger. Die größte Herausforderung war, den Koffer auf dem Hinflug so leicht zu packen, dass er auf dem Rückflug nicht zu schwer war. Und weil ich kein Auto hatte, hatte ich im Laden den Rollkoffer dabei, was zu einiger Belustigung beim Personal und anderen Kunden führte. :)

Danywilde 24 Trolljäger - - 117145 - 18. Oktober 2021 - 10:15 #

Danke für den interessanten und ausführlichen Bericht. Eine Frage bleibt bei mir jedoch, ist es eher ein Solospiel oder doch für eine ganze Gruppe geeignet und gedacht?

Vielleicht schreibe ich ja auch mal was über unsere nächste Brettspielsession, mal schauen.

Jörg Langer Chefredakteur - P - 432967 - 18. Oktober 2021 - 10:21 #

Es ist in erster Lionie für eine Gruppe von 2-4 Personen gedacht, aber auch gut solotauglich. Solo ist es einfacher, außer, man spricht auch in der Gruppe die zu legenden Karten zu Rundenbeginn genau ab. Gedacht ist es hingegen wohl so, dass man etwas sagt wie "Ich werde diese Runde erst spät agieren und aggressiv sein" statt zu sagen "ich spiele Angriff 2 mit 2 Zielen, die Initiative ist 82". Das ist dann halt eher gelebtes Rollenspiel und sorgt für einen Unsicherheitsfaktor – aber bei näherer Betrachtung ist das gar nicht mal so super authentisch. Denn natürlich wird sich eine eingespielte Söldnertruppe exakt absprechen bzw. sowieso blind verstehen. Kann aber ja jede Gruppe halten, wie sie es will.

Und es gibt sehr simple Mechanismen, sich jederzeit die Schwierigkeit zu erleichtern oder zu erhöhen, kann man von Szenario zu Szenario entscheiden. Durch Sachen wie "Cx10 Hitpoints" bei Bossen oder zu zerstörenden Objekten (C=Zahl der Helden) sowie die zusätzlichen Monster auf der Karte abhängig von der Spielerzahl skaliert das Spiel außerdem gut mit der Mitspielerzahl. Sogar die Levels der Helden werden eingerechnet, sodass es kein großes Problem sein sollte, als erfahrene Dreiertruppe z.B. einen Level-1-Newbie in ein späteres Szenario mitzunehmen.

LRod 18 Doppel-Voter - P - 12080 - 18. Oktober 2021 - 10:56 #

Super, vielen Dank! Nach der PC-Version bin ja durchaus an der Brettspiel-Fassung interessiert, aber mein einziger potentieller Mitspieler ist leider noch etwas zu jung.

Bei den modellierten Figuren bin ich immer zwiegespalten. Bei Warhammer Quest: Silver Tower oder Space Hulk habe ich mir die Mühe gemacht und alles bemalt, was in der Tat ein klarer Stimmungsbonus beim Spielen ist. Zuletzt fehlt mir da aber komplett sie Zeit und unbemalte, einfarbige Figuren finde ich wiederum weniger schön, als farbige Papp-Aufsteller, wie sie z.B. auch die Andor-Reihe nutzt.

CBR 21 Motivator - P - 25034 - 19. Oktober 2021 - 8:43 #

Bei den Figuren kann ich Dich beruhigen: Lediglich die Helden sind Figuren. Alles andere sind schicke Pappaufsteller.

SupArai 24 Trolljäger - P - 47406 - 18. Oktober 2021 - 12:44 #

Klasse Bericht, danke dafür. :-)

Ich habe beim Lesen richtig Lust bekommen, das Spiel auszuprobieren - zum Glück "kann ich über mein Smartphone keine Einkäufe tätigen... ;-)

Da Gloomhaven aufgrund fehlender Mitspieler für mich eh zur Singleplayer-Erfahrung würde, tendiere ich allerdings PC-Umsetzung.

Brani 13 Koop-Gamer - - 1267 - 18. Oktober 2021 - 13:43 #

Wie ist deine Einschätzung Jörg, meinst du das wäre schon was für mich und meine Kids (8 und 10) oder ist es zu kompliziert/brutal/unheimlich?

Jörg Langer Chefredakteur - P - 432967 - 18. Oktober 2021 - 14:41 #

Brutal/unheimlich wirklich nicht, finde ich, auch wenn es um Leichen und so geht, aber halt alles im Fantasy-setting und in Textform. Außerdem sind die Helden maximal "erschöpft", sie sterben nie.

Auf der Packung steht "14+", aber das würde ich jetzt nicht als definitiv ungeeignet betrachten. Deine Kids sollten halt Lust haben, die Regeln zu lernen und gute Züge auszutüfteln. Falls du merkst, dass sie vielleicht hier und da Schwierigkeiten haben und du ihnen nicht groß in die Züge reinreden willst, kannst du immer noch die Schwierigkeit senken: etwa die Monsterkarten auf ihre Level-0-Werte drehen oder ihnen erlauben, Karten nicht dauerhaft abwerfen zu müssen in einer Partie.

Wenn du das ein bisschen wie ein Pen&Paper-Spielleiter aufziehst, der schaut, dass alle ihren Spaß haben und auch mal ein unfaires Ereignis negiert, könnte das eine super Sache für euch werden. Also ich würde es risikieren :-)

mrkhfloppy 22 AAA-Gamer - P - 35016 - 18. Oktober 2021 - 19:27 #

Ich weiß nicht, für 8 Jahre ist das doch schon ganz schön viel Tobak, selbst wenn man es bisweilen als Spielleiter kaschieren kann. Ich würde dann vielleicht eher zu Alternativen wie etwa Heldentaufe (leider nicht so leicht zu bekommen), Karak oder auch Die Legenden von Andor raten, um erstmal den Zeh ins Wasser zu setzen. Vor allem die ersten beiden richten sich ab Werk an ein jüngeres Publikum, von letzteren gibt es auch eine Junior-Variante. Wenn das gut funktioniert, kann man zu Gloomhaven aufsteigen.

CBR 21 Motivator - P - 25034 - 19. Oktober 2021 - 8:59 #

Das würde ich so unterschreiben. Meine beiden sind ebenfalls 8 und 10 Jahre alt. Andor Junior hat einen durchaus ähnlichen Charakter wie Gloomhaven (kooperativ, Vorausplanen von Zügen, Abstimmung erforderlich). Das hat die Kinder begeistert.

Bei Gloomhaven sehe ich das Problem tatsächlich in der Komplexität, die einiges an Arbeit erfordert und für jüngere Kinder schnell langweilig wird. Darüber hinaus glaube ich, dass die Kinder von den Angriffskarten und deren Einsatz überfordert sein werden.

Bei Rollenspielen wurde mir sonst noch Abenteuerland von Haba empfohlen. Da konnte ich aber noch nicht reinschauen.

Brani 13 Koop-Gamer - - 1267 - 19. Oktober 2021 - 12:14 #

Danke für die Tipps. Werde erstmal Die Legenden von Andor (Junior) testen. Dann schau wir mal wie das klappt.

MScheyda 16 Übertalent - P - 4017 - 21. Oktober 2021 - 9:44 #

Von Talisman gibt es auch eine Junior Co-Op Variante: Talisman - Legendäre Abenteuer. Ist auch eher auf der unkomplizierten Seite; aber nett als Einstieg in kooperative Fantasyspiele.
Und das Robin Hood vom Andor-Autoren ist auch ein tolles kooperatives Spiel - allerdings mit stark zurückgenommenen Fantasy-Zutaten.

xan 18 Doppel-Voter - P - 11318 - 19. Oktober 2021 - 8:34 #

Ist nicht direkt eine Antwort auf deine Frage, aber vielleicht ist ja Äventyr etwas für dich. Ein Pen and Paper für Kinder. Ich hörte bisher nur Gutes, habe es aber noch nicht selber spielen können.

Christoph 17 Shapeshifter - P - 8864 - 22. Oktober 2021 - 11:16 #

Hey, Brani,

ich habe von der besten aller Frauen dieses Spiel zum Geburtstag (29. Februar) bekommen, weil ich ihr mal sonntags früh im Bett auf dem iPad Heiko Klinges Artikel dazu vorgelesen habe: "Gloomhaven: Die Pranken des Löwen – Heikos Geheimtipp, wie ihr eure Freunde endlich zu Nerds macht -
Ein Brettspiel schafft das Unmögliche: Es verpackt ein nerdiges Fantasy-Rollenspiel derart clever, dass wirklich jeder dessen Faszination genießen kann."

Daraufhin wollte SIE es haben und wir haben es gespielt, zu dritt, mit unserem 9jährigen Sohn. Fazit:

Ich stimme Jörg in jedem Punkt des Artikels zu, es ist ein super-Spiel. Aber für 9jährige ist es zu komplex in taktischer Hinsicht (Combos zwischen den Charakteren vorhersehen unter Berücksichtigung von Fallen, Türen, möglichem Monsterverhalten), und es ist zu langwierig; denn ein Level dauerte bei uns mit Eltern plus Kind MINDESTENS drei Stunden. Solo geht's natürlich schneller, weil du schneller denken als es einem 9jährigen erklären kannst.

Aber ich rate trotzdem unbedingt zur Anschaffung: Wie Jörg sagt, kann jederzeit ein Spieler ein- und aussteigen. In unserem Fall spielen wir zu zweit mit drei Charakteren einfach weiter, seit der Kleine quasi ausgestiegen ist, und manchmal guckt er halt zu und spielt ein bisschen mit. Man könnte auch seinen Charakter aus dem Spiel nehmen und das Szenario anpassen hinsichtlich Elitegegner-Zahl usw., aber weil wir Eltern eh alle Decks und Charaktere kennenlernen wollen, spielen wir zu zweit mit drei Figuren.

Ich selbst habe mir parallel vor ein paar Monaten noch das PC-Spiel im Early Access gekauft, um die Regeln und Karten/"Skills" zu verinnerlichen, und bin davon genauso begeistert wie vom Brettspiel. Das "große" Brettspiel wäre für mich VIEL VIEL VIEL zu komplex und langwierig - ich habe weder Leute, noch Zeit, noch Extrazimmer dafür; am PC habe ich die Chance, es trotzdem zu genießen. Ich finde, die PC-Version ist sehr liebevoll und offensichtlich mit Herzblut gemacht. (Seit ein paar Tagen nicht mehr Early Access)

bluemax71 18 Doppel-Voter - - 9748 - 18. Oktober 2021 - 14:20 #

Super vielen Dank für den Bericht. Gerade der Einstieg in ein neues komplexes Brettspiel kann manchmal sehr nerven, dass hier hört sich richtig klassen an. Direkt auf die Weihnachtsgeschenke für meine Söhne oder mich selbst Liste gepackt. Hab richtig Bock das zu spielen!

Jörg Langer Chefredakteur - P - 432967 - 18. Oktober 2021 - 14:44 #

Freut mich. Und ja, dieses leichte Reinkommen ist so viel wert. Habe jetzt binnen drei Monaten sowohl Pendragon als auch dieses Brettspiel "erstgespielt" – viel größer kann der Unterschied zwischen zwei Produkten desselben Mediums eigentlich nicht sein. Ich bewundere mich im Nachhinein, dass ich eine Probepartie nicht nur angefangen (erstes Lob an mich!), sondern sogar beendet habe (zweites Lob an mich) :-)

bluemax71 18 Doppel-Voter - - 9748 - 18. Oktober 2021 - 18:50 #

Ja der Einstieg in komplexe Spiele kann schon sehr anstrengend sein und auch abschrecken. Wir spielen seid Jahre mit mehreren befreundeten Paaren aber leider geht der Trend zu einfacheren Spielen die man an einem Abend schnell lernen und spielen kann. Die Geduld sich in echte Brocken einzuarbeiten und die Zeit dazu etwas ggfs. sogar an mehreren Tagen zu spielen fehlt uns leider mittlerweile.
Nichts gegen relativ einfache Spiele, die können auch richtig Spaß machen aber ich mag die anspruchsvollen eigentlich sehr gerne.
Also nochmal Danke für das sehr ausführliche und tolle Jörgspielt.

AlexCartman 19 Megatalent - P - 18182 - 19. Oktober 2021 - 15:46 #

Meine Kinder sind zwar im richtigen Alter, aber schlicht zu faul, sich in komplexe Spiele einzuarbeiten. Da habe ich leider (noch) keine Chance.

skybird 15 Kenner - P - 2928 - 18. Oktober 2021 - 19:08 #

Gloomhaven war mir immer zu groß und mühsam um auch nur einen Kauf in Betracht zu ziehen. Die Pranken habe ich deshalb gleich ignoriert. Vielleicht zu vorschnell. Danke für den tollen Bericht! Mich reizt aber auch das echte Brettspiel mehr als die PC Umsetzung.

Sokar 19 Megatalent - - 18503 - 18. Oktober 2021 - 19:18 #

Ich wusste gar nicht, dass Solo-Brettspiele ein Ding sind. Für mich ist Brettspielen etwas, was ich mit 2-7 Freunden an einem Tisch mache. Aber da ich die letzten Jahre meine Freunde leider kaum noch zusammen an einen Tisch bekomme (nicht mal in Teilmengen) könnte das eine Alternative sein. Wenn beim letzten Umzug nur nicht mein schöner, großer Tisch weichen musste ich und ich hier nicht wirklich Platz habe. Da werde ich glaube eher erstmal auf die PC-Version gehen und hoffe, die Box-Versionen werden nicht unverschämt teuer.

AlexCartman 19 Megatalent - P - 18182 - 18. Oktober 2021 - 23:22 #

Inzwischen wird fast für jedes Brettspiel eine Solovariante mitgeliefert. Es gibt sogar Spezialisten, die das als Auftragsarbeit für den eigentlichen Autor beisteuern.
https://www.abenteuer-brettspiele.de/solo-spielen/digitale-automas-fuer-solo-brettspieler-wie-sie-funktionieren-und-welche-es-gibt

Maverick 30 Pro-Gamer - - 688546 - 19. Oktober 2021 - 4:32 #

Danke für den Link. :)

CBR 21 Motivator - P - 25034 - 19. Oktober 2021 - 14:45 #

Es gibt durchaus schöne Spiele für einen allein. Man muss nur eben gerne auch mal alleine spielen wollen. Meist greife ich der Bequemlichkeit wegen dann doch wieder zum Gamepad / M+T.

Als Solo-Spiel kenne ich bisher Cantaloop (Ein Adventure, das sich mit einem Daedalic-Adventure vergleichen lässt. Nur ist es eben in Buchform und offline.). Wenn Du Daedalic-Adventures magst und mal vom Monitor weg willst, ist das vermutlich perfekt.

Außerdem habe ich Under Falling Skies hier liegen. Grob gesagt ist das Space Invaders mit einer Kampagne. Es spielt sich wie ein Puzzle mit Würfeln. In jeder Runde musst Du einen Würfel pro Spalte platzieren. Ein jeder platzierter Würfel zieht mehrere Konsequenzen nach sich, so dass es entscheidend ist, in welcher Reihenfolge Du die Würfel wo platzierst. Das ist recht knifflig, macht aber Spaß - wenn man sowas mag. Da das Spielfeld aus mehreren, unterschiedlichen und gegeneinander austauschbaren Tiles zusammengesetzt ist, gibt es auch einen Wiederspielwert. Das Spiel ist übrigens (ohne die Kampagne) als Print & Play erschienen, falls Du mal reinschnuppern willst (https://blog.czechgames.com/2020/04/21/under-falling-skies-free-print-and-play-game/).

euph 28 Endgamer - - 109507 - 20. Oktober 2021 - 20:18 #

Ich spiele zwischendurch immer gerne eine Runde Sprawlopolis, geht recht schnell, benötigt keinen Aufbau und macht viel Spaß.

CBR 21 Motivator - P - 25034 - 21. Oktober 2021 - 8:21 #

Das schaut richtig gut aus. Danke für den Tipp.

Ganon 24 Trolljäger - - 67220 - 25. Oktober 2021 - 9:07 #

Zu Cantaloop gibt es auf GG sogar einen Spiele-Check: https://www.gamersglobal.de/news/193232/spiele-check-cantaloop-ein-analoges-point-and-click-adventure

Faerwynn 19 Megatalent - P - 15766 - 19. Oktober 2021 - 7:08 #

Ahh danke, sehr schön :)