Monopolklage gegen Valve von Humble-Bundle-Erfindern eingereicht

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Hagen Gehritz 60186 EXP - Redakteur,R9,S10,C9,A9,J10
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3. Mai 2021 - 16:15 — vor 3 Tagen zuletzt aktualisiert
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In jüngerer Vergangenheit sind die Anteile von Shop-Betreibern am Erlös von verkauften Spielen öfter in den Fokus geraten. So warb der Epic Games Store aggressiv damit, einen Anteil von 12 Prozent bei Verkäufen im eigenen digitalen Spieleshop zu nehmen und positionierte sich damit gegen Valve, deren Provision im Steam-Store 30 Prozent beträgt. Jüngst kündigte Microsoft an, für PC-Spiele im Microsoft-Store ebenfalls die eigene Provision von 30 auf 12 Prozent zu senken.

30 Prozent gelten auch in den Konsolen-Stores sowie im Google Play Store und im Apple Store auf iOS als Industrie-Standard. Als Epic versuchte mit einem neuen Bezahlsystem für Fortnite auf Mobil-Plattformen den Anteil zu umgehen, eskalierte das bekanntermaßen in einen Gerichtsstreit, der nun seit Monaten ausgetragen wird.

Nun strengt das Studio Wolfire Games eine Sammelklage gegen Steams Monopolstellung an. Der Entwickler ist vor allem dafür bekannt, Humble Bundle ins Leben gerufen zu haben – erst später wurde Humble als separate Firma für die Weiterführung der Spiele-Angebote ausgegründet.

In der Klageschrift führt Wolfire Games an, dass Steam etwa 75 Prozent des PC-Spielemarktes abdecke und seine Vormachtstellung nutze, um die Konkurrenz klein zu halten.  Weiter werden die 30 Prozent Gebühren von Steam als "Steuer auf die ganze Industrie" kritisiert.
Die Klage führt unter anderem Electronic Arts Origin Store als Beispiel für gescheiterte Angriffe auf Steams Marktposition auf. Der Publisher wollte zeitweise PC-Spiele exklusiv im hauseigenen Shop anbieten, veröffentlichte diese aber seit vergangenem Jahr wieder auf Steam.

Weiter heißt es, Steam erschwere den Verkauf von Steam-Keys auf anderen Plattformen, da andere Shops nicht zu günstigeren Preisen als denen im Steam Store verkaufen dürften. Werde dagegen verstoßen, behalte sich Steam vor, keine weiten Keys an den entsprechenden Händler zu geben. Laut Klageschrift eine wettbewerbsschädigende Vorgehensweise. Der Vorstoß ist als Sammelklage angelegt, der sich weitere Studios anschließen können. Im jüngsten Wochenschluss-Podcast redeten wir auch über Steams Monopolmacht und über eine umfangreiche GDC-Umfrage unter Entwicklern, bei der unter anderem ganze 97 Prozent der Befragten angaben, mit dem Anteil von 30 Prozent der Plattformbetreiber unzufrieden zu sein.

Inso 17 Shapeshifter - P - 8331 - 3. Mai 2021 - 16:24 #

Dass Steam nur geringe Mengen an Keys für andere Shops heraus gibt lese ich gerade zum ersten Mal. Sonst hiess es doch, man kann Keys generieren wie man lustig ist, so lange der Titel halt ebenso über den Steam-Store vertrieben wird?

Ansonsten scheint es mir gerade, als ob ein kleines Studio da einen Sturm im Wasserglas los tritt. So Prozesse sind lang und kostenintensiv, wenn da nicht bspw. durch die GDC-Umfrage beflügelt da jetzt massenhaft weitere aufspringen, wird das denke ich eher versanden.

Hagen Gehritz Redakteur - P - 60186 - 3. Mai 2021 - 16:48 #

Stimmt, der Satz war missverständlich. Ging darum zu betonen, dass Steam im Zweifel "den Hahn zudrehen" kann, so dass man keine weiteren Keys erhält, wenn man sie günstiger als zum aktuellen Steam-Preis verkauft. Ist angepasst.

Grumpy 17 Shapeshifter - 7231 - 3. Mai 2021 - 16:56 #

ist im prinzip auch unbegrenzt, sofern es im rahmen bleibt.
also beispielsweise wenn ein spiel auf steam nur ~10.000 mal verkauft wird, der entwickler aber 300.000 keys anfordern will. dann wird da schonmal genauer drauf geschaut weil das irgendwie nicht passen kann

Inso 17 Shapeshifter - P - 8331 - 3. Mai 2021 - 18:09 #

Danke euch für die Klarstellungen :)

Maestro84 19 Megatalent - - 13458 - 3. Mai 2021 - 17:28 #

Irgendwann sollte ich mit diesem Humble Bundle auch mal anfangen.

Hendrik 27 Spiele-Experte - P - 84474 - 4. Mai 2021 - 8:24 #

Lass es. Du müllst dir nur die Bibliothek zu. :)

Harry67 19 Megatalent - - 18643 - 4. Mai 2021 - 15:48 #

Ich lass da auch immer schon die Finger von.

Noodles 24 Trolljäger - P - 63790 - 3. Mai 2021 - 17:31 #

Geht dann bei den gleichen Preisen aber nur um den Standardpreis, oder? Denn bei den Sales-Preisen wird Steam ja ständig von den ganzen anderen Händlern unterboten.

drngoc 16 Übertalent - P - 4403 - 4. Mai 2021 - 1:05 #

Eben. Die Klausel bezieht sich auf die UVP. Anders wären von Steam unabhängige Rabatte (sei es zu Release oder sonstwann) bei (seriösen) Keysellern wie GreenManGaming oder Gamesplanet (und auch Humble Bundle) gar nicht möglich.

Pro4you 19 Megatalent - 15853 - 3. Mai 2021 - 17:31 #

Und das von denen die vom Wohltätigkeitsgedanken abkommen und statt der damals bis zu 99% an wohltätigkeitsorganisationen geflossene Erlös nun nur noch auf 15% beschränkt wird. Top

Noodles 24 Trolljäger - P - 63790 - 3. Mai 2021 - 17:33 #

Wolfire Games haben mit dem aktuellen Humble Bundle doch gar nix mehr am Hut, oder nicht?

Inso 17 Shapeshifter - P - 8331 - 3. Mai 2021 - 18:10 #

Korrekt

https://www.gamersglobal.de/news/136214/ign-kauft-humble-bundle

Q-Bert 21 Motivator - - 27213 - 3. Mai 2021 - 19:23 #

Wenn Steam die Gebühren senkt, dann hilft das der Konkurrenz nicht, das Monopol zu brechen, sondern macht es noch schwerer.

Punisher 21 Motivator - - 26138 - 3. Mai 2021 - 19:29 #

Jo, andrerseits können sie nur durch ihr Quasi-Monopol an den 30% festhalten. Die Frage ist doch, will man qua Gerichtsbeschluss das Monopol bekämpfen oder die Auswirkung des Monopols mildern? Bekämpfen wüsste ich kaum wie das gehen soll.

Inso 17 Shapeshifter - P - 8331 - 3. Mai 2021 - 19:45 #

Warum sollte man sich als Spielehersteller / Publisher nur auf Steam konzentrieren, wenn da die Anteile hoch (bzw Steams runter-) gehen? Steam hat sicherlich die größte Userschaft, trotzdem erreichst du doch bspw. die Fortnite-Jugendschaft am Besten über Epic. Am Besten in allen Stores vertreten zu sein scheint mir alles in allem die effektivste Art der Vermarktung zu sein.

Spätestens der Passus dass man die Spiele mit Steamkey wo anders nicht günstiger anbieten darf, ist fragwürdig und dürfte der Konkurrenz klar helfen. Amazon hatte das mal für seinen Marketplace so fest gelegt, und ist damit wenn ich mich recht erinnere mehr als einmal gescheitert. Steam wird natürlich hier damit argumentieren, dass man ja trotzdem die Auslieferungsplattform stellt. Trotzdem bin ich da skeptisch, dass Gerichte das einfach so abnicken werden..

Triton 17 Shapeshifter - - 7033 - 3. Mai 2021 - 20:24 #

Im Grunde doch eh die Schuld der jungen Spieler. Vor Steam hat man doch auch die Spiele direkt vom Entwickler oder Publisher gekauft und dann eben selbst nach Updates beim Entwickler geschaut und ein Spiel aktuell gehalten. Noch weiter früher hat man auf Patch-Disketten als Beilage von Spielemagazinen gewartet, hat man auch überlebt.

Aber viele der jungen Gamer sind halt zu Faul, man muss alles für sie erledigen und Steam hatte das erkannt. Aber auch kein Wunder bei einer Generation von Gamern die für jeden kleinen Mist eine Auszeichnung benötigen damit sie sich Toll finden. Oder eben jammern wenn ein Spiel zu schwer ist, obwohl nur schwer erreichbare Ziele etwas Wert sind.

Noodles 24 Trolljäger - P - 63790 - 4. Mai 2021 - 1:24 #

Genau, die doofe Jugend ist Schuld, so macht man es sich einfach. :D Also ich hab vor Steam und Co. Spiele im Laden gekauft, da haben die Entwickler noch weniger pro Spiel verdient.

drngoc 16 Übertalent - P - 4403 - 4. Mai 2021 - 1:16 #

TS;NM
Vor Steam gab es neben den ultra-wenigen, ultra-vereinzelten Entwicklern, die ihre ultra-nischigen Spiele selbst verkauft haben noch den ganzen Rest von klein bis groß und das lief alles über den Einzelhandel. Da ging vom Geld des Kunden bis es beim Publisher und letztendlich Entwickler angekommen ist ein Betrag weit jenseits der 50% flöten. Dazwischen gab es dann irgendwann noch die Online-Shops die etwas weniger genommen haben.

Es macht halt schon einen Unterschied über man jetzt 30% abgibt und sonst keine weiteren Kosten hat (Steam & Co.) oder 70% abgibt, wenn man „altmodisch“ über den Einzelhandel verkauft …

EvilNobody 14 Komm-Experte - P - 2696 - 4. Mai 2021 - 6:59 #

Die jungen Gamer interessieren sich einen Scheiß für Steam & Co, die zocken alle Mobile.

Maestro84 19 Megatalent - - 13458 - 4. Mai 2021 - 7:13 #

In meinem Umfeld sind PC/Laptop bzw PS5 die Hauptplattformen. Gut, eher noch PS4.

EvilNobody 14 Komm-Experte - P - 2696 - 4. Mai 2021 - 7:42 #

Ich bin aus beruflichen Gründen an vielen Schulen unterwegs und habe mit Kindern zwischen 11-14 Jahren zu tun. Fast kein Kind spielt am PC oder einer Konsole, 90 % spielen ausschließlich am Smartphone oder Tablet. In den meisten Fällen steht zuhause nicht mal ein PC oder Laptop, es sei denn die Eltern brauchen sowas beruflich. Zum Spielen sind die Dinger komplett out.

Maestro84 19 Megatalent - - 13458 - 4. Mai 2021 - 8:23 #

Kann ich absolut nicht bestätigen, zumindest nicht bei Kindern und Jugendlichen im bürgerlichen Umfeld ohne zockende Eltern.

Triton 17 Shapeshifter - - 7033 - 4. Mai 2021 - 13:01 #

Naja, die gehören ja auch nicht zur Zielgruppe von Steam. Es geht doch eher um die Kinder ab 16 bis 29. Denen alles so einfach gemacht wird wie noch nie. Noch nie war es einfacher ein Einser-Abi zu bekommen. Noch nie war der Stoff in der Uni so einfach. Meine Kinder und ich haben mal den Stoff verglichen und selbst die sagen das sie da sicher keine 1,3 und 1,5 beim Abi geschafft hätten.

Und wenn die mir noch sagen wie ihre Mitschüler_innen von ihren Eltern "getätschelt" wurden / werden. Hier helfen, da helfen. Die machen alles für sie, einige Leben sogar noch mit 21+ Jahren Zuhause, nichts mit Selbständig. Mit 21 waren meine Kinder schon Selbständig, hatten ihre Wohnungen und somit waren sie da schon Erwachen. Wann aber wollen diese Kinder Erwachsen werden, mit 30?

Wenn einem als schon von den Eltern und der Gesellschaft einfach gemacht wird wie noch nie, dann wundert es mich nicht das viele dieser Generation auch einfach Spiele benötigen weil sie keine Herausforderungen mehr gewöhnt sind.

Selbst meine Kinder schämen sich für viele aus ihrer Generation. Fordern, fordern und nochmal forder, selbst aber nichts tun. Für Klimaschutz demonstrieren, selbst aber mit dem Flugzeug in den Urlaub und nicht aufs Auto verzichten. Für Tierwohl demonstrieren, aber das billige Fleisch essen. Gegen Rassismus sein, selbst aber die Straßenseite wechseln wenn ausländische Mitbürger auf der eigenen Seite sind.

Und trotzdem meinen sie wirklich gute Menschen zu sein. Viele grüßen nicht mal die Reinigungskräfte an der Uni, als wäre sie etwas besseres. Auch im Ehrenamt ist es genau diese Generation bei denen es noch nie so wenige gab die ein Ehrenamt ausüben. Früher waren das um 20%, heute nicht mal 7%. Eben nur Fordern, aber nicht selbst Handeln. Wie soll es dann im Arbeitsleben werden?

Inso 17 Shapeshifter - P - 8331 - 4. Mai 2021 - 13:39 #

Ernsthaft? Mehrere Generationen in einem Haus sind ein _Problem_? Die rund 45 Stunden die Schüler sich pro Woche den Stoff in den Kopf hauen ist _zu wenig_? Statt wie wir seinerzeit mit dem Hintern zu Hause zu sitzen oder auf dem Bolzplatz zu gammeln, gehen sie zwar für mehr Umweltschutz und nachhaltig demonstrieren, erarbeiten sich aber neben den 45h für die Schule nicht noch das Mehrgeld dass eine entsprechende Ernährung kostet, und deswegen waren wir ja so viel besser?
Ich weiss gar nicht was ich sagen soll. Ich hoffe echt du schreibst das gerade nur um uns alle auf den Arm zu nehmen, und glaubst da nicht tatsächlich dran..

Zille 20 Gold-Gamer - - 22554 - 4. Mai 2021 - 14:16 #

Ich würde dazu sagen: "Huch! Was ist dir denn für eine Laus über die Leber gelaufen?"

Triton 17 Shapeshifter - - 7033 - 4. Mai 2021 - 19:23 #

Bis 21 sind mehrere Generationen kein Problem, ausnahmen sind natürlich wenn das Haus zu einem elterlichen Betrieb gehört oder jemand von der Familie z.B. ist Pflegebedürftige oder die Eltern im hohen Alter sind.

45 Stunden mit Hausaufgaben waren doch damals auch normal. Dazu g.g.f. extra Kurse nach der Schule und das Ehrenamt, bei mir die Johanniter, kam ja auch dazu. Nach dem Abi dann Grundwehrdienst den hat ja auch jeder gemacht, gut paar waren feige Muttersöhnchen, um sein Teil zur Gesellschaft beizutragen.

Dann mit dem Studium angefangen und Zeitgleich die erste Wohnung. Dafür musste man nebenbei ja auch noch Arbeiten. Das alles aber gehört dazu um Erwachsen und Selbständig zu sein um wenigstens ein wenig Respekt zu verdienen. Klar gab es auch mal was von den Eltern, aber das ging eher fürs Feiern drauf. Dafür hatte man ja auch noch genug Zeit. :D

Heutzutage ist der Stoff aber viel einfacher und alles wird viel besser benotet. Ich kenne paar die arbeiten in Personalabteilungen, seit Jahren steigen die Bewerbungen mit Einser Abis und die bieten daher nur noch Praktikumsplätze an bevor sie jemanden einstellen. Früher hat man die eigentlich gleich eingestellt, nur jetzt hat man so viele mit einer "Top" Note, obwohl viele früher eher ein 2,5 Abi bekommen hätten. Da hat man kaum mal daneben gegriffen.

Nun aber können die weit weniger und dazu stellen sie Forderungen als hätten sie schon irgendetwas fürs Unternehmen geleistet. Und ein Auftreten oft unter aller Sau. In dem Unternehmen in dem ich arbeite gibt es Lagerarbeiter mit geringeren Abschlüssen. Die werden von Abiturienten oder Studenten nicht mal gegrüßt, Arrogant wie nichts. Das von jemanden der noch nichts im Leben geleistet hat außer zu lernen. Es war noch nie schwerer gute junge Mitarbeiter_innen zu finden weil die Noten kaum noch einen Wert haben.

Maestro84 19 Megatalent - - 13458 - 4. Mai 2021 - 20:04 #

Ich würde das je nach Bundesland unterscheiden. Ein Abitur aus Berlin oder Bremen ist wohl eher auf Niveau einer Mittleren Reife aus Bayern oder Sachsen. Leider vergessen gerade linke Politiker, dass sie Kindern keinen Gefallen mit leichten Abschlüssen tun, da die Unternehmer auch nicht blöd sind.

Inso 17 Shapeshifter - P - 8331 - 4. Mai 2021 - 20:09 #

Manchen scheint in Coronazeiten echt die Eckkneipe zu fehlen, in der sie Abends bei einer guten Flasche Oettinger die Weltrettung planen..

Funatic 19 Megatalent - - 13739 - 5. Mai 2021 - 12:53 #

Uff was für ein arrogantes und teilweise auch einfach dummes Gerede. Die Hippies waren die nichtsnutzingen Kiffer, die 68er wurden als faule Kommunisten verunglimpft, die 80/90er Generation war das unpolitische Party/Drogenvolk und leider setzt sich dieses gebashe von älteren Herren wohl fort.
Mal kurz ein paar Denkanstösse:
Wo früher Studenten-Wgs waren sind heute oft renovierte Wohnungen für unsere Generation. Die Mietpreise in den Städten sind explodiert. Sich als Student eine Wohnung in München, Hamburg oder Stuttgart zu leisten ist ohne Unterstützung der Eltern kaum möglich. Klar wohnen daher viele noch Zuhause. Oft im alten Kinderzimmer und sicher nicht aus freien Stücken. Solchen Leuten dann von oben herab Unselbständigkeit oder Faulheit zu attestieren ist einfach nur daneben.

Der Stoff ist einfach und wird besser benotet?!? Auf welche empirischen Daten stützt du dich da? Meine Erfahrung ist, dass den Schülern durch bilinguale Schulwege, Leistungskurse etc. einiges abverlangt wird. Auch die Anforderungen an Weiterführende Schulen oder guten Unis wird größer. Wo vor 20 Jahren noch ein gutes Abi gereicht hat wird heute so hart ausgesiebt, dass du mit nem Schnitt von 1,3 schon auf der erweiterten Warteliste bist.

Im Beruf ist es ähnlich. Durch die Globalisierung streitest du dich um die interessanten Stellen heute nicht mehr nur mit Bewerbern aus Deutschland, Österreich und der Schweiz sondern aus der ganzen Welt. Die Folge sind endlose Praktika, Leistungsdruck und Ellenbogenmentalität. Das sorgt für einen Druck, den man vor 20 Jahren in der Art noch nicht verspürt hat.

Natürlich gibt es heute auch faule, dumme oder verwöhnte junge Menschen. Die gab es früher aber auch. Sich jetzt hinzustellen und mit dem Finger auf die junge Generation zu zeigen zeugt von wenig Anstand und Character. Zumal sie vieles auslöffeln müssen, was die Generationen vor ihnen verbockt haben.

Hendrik 27 Spiele-Experte - P - 84474 - 5. Mai 2021 - 13:33 #

Was wäre der Deutsche wenn er nicht mit dem Finger auf andere zeigen könnte? ;)

Funatic 19 Megatalent - - 13739 - 5. Mai 2021 - 13:53 #

Stimmt auch wieder :-)

The Real Maulwurfn 16 Übertalent - P - 4944 - 5. Mai 2021 - 13:59 #

Norweger?

Vollmeise 20 Gold-Gamer - 24406 - 5. Mai 2021 - 16:33 #

Das Blöde ist, ihr habt beide nicht unrecht. :) Es ist aktuell eine Mischung aus verschiedenen Entwicklungen, die euren Standpunkten Nahrung geben. Sagen wir einfach: Es ist anders als früher. :)

Funatic 19 Megatalent - - 13739 - 5. Mai 2021 - 16:42 #

Wohnst du in der Schweiz? ;-)

Elfant 24 Trolljäger - P - 55225 - 6. Mai 2021 - 11:59 #

Eigentlich ist es heute nicht anders als vor 4000 Jahren:
"Die Jugend achtet das Alter nicht mehr, zeigt bewusst ein ungepflegtes Aussehen, sinnt auf Umsturz, zeigt keine Lernbereitschaft und ist ablehnend gegen übernommene Werte"

Harry67 19 Megatalent - - 18643 - 7. Mai 2021 - 5:48 #

Ein Zitat für die Ewigkeit.

TheRaffer 21 Motivator - - 28837 - 7. Mai 2021 - 8:38 #

Eigentlich müsste einem die Jugend Sorgen machen, die keine Veränderung wünscht...

Lucius Solari 11 Forenversteher - - 804 - 4. Mai 2021 - 18:43 #

Ich bin damals noch 15 Kilometer zur Fuß zur Schule gelaufen, bergauf. Und nach der Schule hat sich die Topographie geändert und es ging auf dem Nachhauseweg wieder 15 Kilometer bergauf.

Maestro84 19 Megatalent - - 13458 - 4. Mai 2021 - 18:52 #

Und das ohne zu atmen mit dem Russen im Nacken!

Inso 17 Shapeshifter - P - 8331 - 4. Mai 2021 - 18:56 #

"When I was your age, we rocket jumped all the way to school uphills, both ways... IN BOILING LAVA"

Sehr schön :D

Tr1nity 28 Endgamer - F - 106819 - 4. Mai 2021 - 8:37 #

Ich würde es jetzt nicht nur auf die jungen Spieler beschränken, sondern nahezu auf alle. Bequemlichkeit ist das. Steam ist bekannter, die fast eierlegende Wollmichsau mit Gedöns, das viele halt brauchen. Nicht alle. Aber ja grundsätzlich stimme ich dir zu, daß das auch ein Problem von der Spielerseite her ist und diese Unflexibilität schwer zu knacken ist. Andererseits kann es den Spielern egal sein, wie Entwickler ihr Spiel an die Leute bringen, die wollen ja nur zocken.

Noodles 24 Trolljäger - P - 63790 - 4. Mai 2021 - 14:37 #

Ich seh aber auch nicht, was gegen Bequemlichkeit im Hobby spricht. Nur weil es früher auch ohne ging, muss doch nicht alles so wie früher bleiben.

Tr1nity 28 Endgamer - F - 106819 - 4. Mai 2021 - 14:42 #

Wobei man früher auch nicht zu Konten/Accounts und immer noch im Grunde zu Always On genötigt wurde. Oder auf Konsolen es noch Plug & Play hieß. Ich will nicht sagen früher war alles besser, aber in gewissen Maße war es in der Hinsicht kundenfreundlicher. Ja, Zeiten ändern sich. Und das wollen auch die kleinen Entwickler bei einem Steam. Da muß aber nicht nur Steam mitziehen, damit das was wird.

Noodles 24 Trolljäger - P - 63790 - 4. Mai 2021 - 14:48 #

Ja, die tausend Accounts sind halt ne Schattenseite. Aber ich finds gut, dass ich bei Steam einfach nur auf Installieren und Spielen drücken brauche, sich um Updates gekümmert wird, ich auf andere Funktionen wie das Steam-Overlay direkt im Spiel zugreifen kann, Freunde ganz leicht in ein Spiel einladen kann etc. Macht mir das Spielen angenehmer. Es ist ein Hobby, warum soll ich mich da mit Dingen rumschlagen, die keinen Spaß machen, nur weil es früher halt so war?

Tr1nity 28 Endgamer - F - 106819 - 4. Mai 2021 - 14:59 #

Ja, ist ja alles schön und gut. Aber diese Basisfunktionen haben die anderen Shops auch. Ich persönlich bräuche nichtmal eine "Freundesliste" (nervt eher in machen Spielen wie z.B. Tomb Raider oder bekomme ständig von Wildfremden Anfragen), wir quatschen eh über TS. Steam hat auch zig Funktionen und "Features" die ich persönlich auch nicht brauche, aber Valve Geld bringt. Zudem macht das ganze Gedöns drum rum Steam für mich extrem überladen. Ich bin da halt pragmatischer ausgelegt - ich will schlicht zocken. Das bieten auch die anderen, wie z.B. der für Entwickler günstigere Epic. Und da liegt das Problem bei den Spielern und der "Bequemlichkeit" und der no Steam no buy-Mentalität. Und bei Ubi/EA-Spielen über Steam nehmen die Leute lieber 2(!) Launcher gleichzeitig in Kauf, anstatt nur einen. Aber das ist wieder eine andere Geschichte ;).

Noodles 24 Trolljäger - P - 63790 - 4. Mai 2021 - 15:04 #

Mir geht es gar nicht nur um Steam explizit, auch wenn meine Beispiele jetzt darauf bezogen waren, denn wie du schon sagst, bieten auch die anderen Stores und Clients Funktionen, die Bequemlichkeit unterstützen. Und darum war halt meine Frage, was ist daran so schlimm?

Tr1nity 28 Endgamer - F - 106819 - 4. Mai 2021 - 15:10 #

Ich sagte nicht, daß es "schlimm" ist. Ich sagte, daß es Bequemlichkeit und Unflexibilität ist und somit auch Teil des Problems für die Entwickler ist. Was ist daran falsch?

Noodles 24 Trolljäger - P - 63790 - 4. Mai 2021 - 15:13 #

Die Bequemlichkeit so negativ auszulegen, wie es Triton tut und du hast ihm ja zugestimmt, find ich falsch, warum hab ich ja erklärt. Und jetzt hab ich kein Bock mehr. :P

Tr1nity 28 Endgamer - F - 106819 - 4. Mai 2021 - 15:36 #

Nun, wenn du das jetzt soooooo negativ auffaßt, dafür kann ich nichts. Ich sagte nur wie es doch eigentlich ist und du hast ja auch zugestimmt. Der einfachste Weg ist nicht immer der beste Weg ;).

thatgui 16 Übertalent - P - 4099 - 4. Mai 2021 - 8:37 #

Verstehe ich nicht. Das ist doch kein geschlossener Marktplatz wie auf Mobilgeräten ? Jeder kann einen "Laden" aufmachen und Spiele verkaufen, entweder in dem man einen Haufen Geld verbrennt wie Epic oder in dem man Nutzern einen Mehrwert gegenüber Steam bietet wie gog.com.
Finde diese Umfrage auch reichlich sinnlos > wer will denn freiwillig auf Geld verzichten ?

cassikov 15 Kenner - - 3666 - 4. Mai 2021 - 9:54 #

"Die Klage führt unter anderem Electronic Arts Origin Store als Beispiel für gescheiterte Angriffe auf Steams Marktposition auf."

Da muss ich schon schmunzeln. Origin ist nicht an Steam oder den Mitbewerbern gescheitert, sondern ganz alleine an sich selbst. Damals versuchte ich Origin zu nutzen. Es gab ja auch Lockangebote und freie Spiele. Meine Erfahrungen waren aber grauenhaft, da EA es nicht hinbekommen hat, einen stabilen Client zur Verfügung zu stellen. Zudem gingen Nachrichten rum, dass EA die Daten der Nutzer ausspioniert. Als Kunde schaut man sich das eine gewisse Zeit an, hofft auf Besserungen und wechselt dann wieder zur funktionierenden Konkurrenz. Ubisoft ist übrigens auch an sich selbst gescheitert, da auch UPLAY komplett an den Bedürfnissen der Nutzer vorbei programmiert wurde.

So ein Argument für solch eine Klage zu nutzen, ist schon hanebüchen und zeigt, dass der Kläger die Anforderungen der Zielgruppe an solch eine Software nicht verstanden hat.

Tr1nity 28 Endgamer - F - 106819 - 4. Mai 2021 - 10:15 #

Ich glaube da ist eher der Punkt, daß diese Launcher zwingend benötigt werden (auch wenn man deren Spiele auf Steam kauft), anstatt die Shop-Funktion und Gedöns. Überdies haben meines Wissens kleine Entwickler auf Origin oder Ubisoft Connect/Uplay erst gar keine Chance ihre Spiele auf den Markt zu bringen. Die vertreiben da ihren eigenen Scheiß und höchstens Spiele, an denen sie irgendwie beteiligt sind. Also bleibt den kleinen Entwicklern eigentlich nur Steam.

cassikov 15 Kenner - - 3666 - 4. Mai 2021 - 10:43 #

Wobei das auch unterschiedlich gehandhabt wird. Auf GOG bin ich auf den Launcher nicht angewiesen und kann die Spiele einzeln herunterladen. Auch für Minecraft, dem erfolgreichsten Spiel der letzten 10 Jahre benötige ich keinen Launcher und erst ab Dezember 2020 einen Microsoft Account. Klar sind das Ausnahmen, aber es hindert ja niemanden daran, es auch so zu handhaben.

Was bei diesen Klagen häufig durchscheint ist, dass die Studios die 30% an Valve, Apple, etc. nicht abdrücken, aber gleichzeitig vollen Zugriff auf die Kundschaft haben wollen. Beides geht aber irgendwie nicht.

Die Spiele von Wolfire Games haben sich relativ gut auf Steam (laut SteamSpy) verkauft. Da wäre es interessant, ob die auch so gute Verkaufszahlen hätten, ohne die Steam Community.

Aus meiner Sicht ist ein Monopol aber immer schlecht, da so früher oder später die Preise steigen und der Service sinkt. Daher begrüße ich es, wenn es viele gleichwertigen Anbieter nebeneinander gibt.

Tr1nity 28 Endgamer - F - 106819 - 4. Mai 2021 - 11:16 #

GOG setzt ja auch vorwiegend auf Nicht-DRM und - das wird wieder sauer aufstoßen - auf olle Ramschspiele. Was Minecraft angeht, dürften die Spieler auch begeistert gewesen sein, sich einen MS-Account anlegen zu müssen. Also werden sie auch hier letztendlich gegängelt.

Nicht jeder Hersteller kann einen eigenen Laden aufziehen. Sie suchen sich also einen Händler oder Supermarkt etc. über den ihre Ware an uns Normalos verkauft werden kann. Nichts anderes ist eine Vertriebsplattform für Software/Spiele. Als Kunde kann ich mir aussuchen, wo ich kaufen will. Es sei denn ich habe diese diversen Möglichkeiten, sofern der Hersteller oder hier Entwickler, eben diese zu verhältnismäßigen Konditionen auch hat. Oft hat er die halt eben nicht. Und das will man ändern.

thatgui 16 Übertalent - P - 4099 - 4. Mai 2021 - 21:46 #

Des/der einen Ramsch des/der anderen Freud :o)

Weryx 19 Megatalent - 13950 - 5. Mai 2021 - 13:07 #

Ihnen steht es frei Keys über Reseller (=Supermarkt) zu verkaufen. Wüsste nicht das dies Steam benötigt.

Tr1nity 28 Endgamer - F - 106819 - 5. Mai 2021 - 13:21 #

Du kannst schon bei den Keysellern Keys kaufen (oder die leere Hülle mit Key bei Amazon), die sind dann aber i.d.R. an einen speziellen Shop/Plattform gebunden. Nehmen wir doch nur mal Green Man Gaming. Gefühlt 99% sind Steam-Keys. Womit wir bzw. der Entwickler wieder bei Steam ist und da letztendlich auch die Ware.

Elfant 24 Trolljäger - P - 55225 - 4. Mai 2021 - 11:31 #

Also die Instabilität des Client kann ich nicht nachvollziehen und die ganze Spionagegeschichte war letztlich eine deutsche Geschichte.

Du kannst ein Monopol bei Steam nur bedingt über Marktanteile nachweisen. Klar auf dem PC sind sie dominant, aber der Markt umfasst ja auch die Konsolen und bei der Verkaufsmasse der "großen" Titel gibt es da zu große Überschneidungen. Gleichzeitig sind die Clients der Hersteller auf dem PC bei manchen Firmen wie Ubi oder Rockstar verpflichtend, so daß es wie eine freie Marktentscheidung des Konsumenten wirkt.

Deswegen versuchen sie es über die sekundäre Aspekte und da zu gehört halt auch, daß ein großer Markteilnehmer wie EA nicht an Steam auf dem PC vorbeikommt.

cassikov 15 Kenner - - 3666 - 4. Mai 2021 - 12:15 #

Ich kann auch nur meine Nutzererfahrungen wiedergeben. Origin und Uplay liefen bei mir katastrophal. Bei Origin crashten häufig die Spiele ingame und bei Uplay wollten die erst gar nicht starten. Ich weiß noch, wie Origin Mass Effect 3 ohne Vorwarnung beendete, da ein Update für den Client nötig war.
Assassins Creed 2 hab ich auf uplay aufgrund des DRM zunächst gar nicht zum Laufen bringen können. Dann Jahre später ein erneuter Versuch mit Driver: San Francisco und die gleichen Probleme gehabt. Als Kunde wechselt man denn zu anderen Anbietern, die weniger Probleme haben.

Elfant 24 Trolljäger - P - 55225 - 4. Mai 2021 - 14:08 #

Ich wollte auch nicht sagen, daß Du Unsinn redest. Ich weiß ja auch nicht, ob meine Erfahrung repräsativ ist.

Ich würde nicht von weniger Problemen reden, sondern von schlichter Bequemlichkeit reden.

Jamison Wolf 18 Doppel-Voter - P - 12008 - 5. Mai 2021 - 10:50 #

Also ich bin ja auch kein Freund von Monopolen... aber, die meisten Shops sind doch eher deswegen gescheitert, weil sie weder mit dem Angebot noch dem Service mithalten können.

Ich weiss nicht wie's den anderen geht, aber ich hab es ganz gerne wenn ich meine Privaten- und (vor allem) Zahlungsdaten an so wenig Orten wie möglich hinterlege.

So oft wie bei kleinen (als auch großen) Companys die Daten der Kunden hinter rausgetragen werden, weil Sicherheit ja ein Mysterium ist und als Entschädigung nur ein (wenn überhaupt) "OOPS!" kommt (natürlich erst Wochen später) ... nee, da bleib ich dann gerne Mono-Shopper (so wenn es den geht).

Und was die leidige 30% Debatte angeht, wenn sie das könnten, würden sie es auch machen und noch mal 20% obendrauf packen. Altruisten ... my A**.

Baut doch mal was gescheites. :)

Weryx 19 Megatalent - 13950 - 5. Mai 2021 - 13:08 #

Das neuste Beispiel ist der Epic Launcher/Shop. Das Teil ist relativ neu, und läuft sehr bescheiden. Wird gefühlt immer langsamer.

Baumkuchen 17 Shapeshifter - 8696 - 5. Mai 2021 - 16:01 #

Habe ich weiter oben schon gelesen und kann ich leider nicht nachvollziehen. Der startet genauso schnell wie vor Monaten schon. Das eine Mal pro Woche, wo ich den Gratis-Titel einsacke.

TheRaffer 21 Motivator - - 28837 - 5. Mai 2021 - 18:46 #

Wenn 30% der Industrie-Standard sind, wie kann man Steam dann vorwerfen da ein Monopol auszunutzen? Hindert Steam die anderen Händler daran auf 20% zu gehen und günstiger Spiele anzubieten?

Ich glaube ich verstehe das Problem nicht. Okay, ich verstehe das Problem, aber ich kapiere diese Begründung offenbar nicht...

Inso 17 Shapeshifter - P - 8331 - 5. Mai 2021 - 18:54 #

Bei zweiterem lautet die Antwort laut News klar ja, zumindest wenn man SteamKeys wo anders anbietet: der normale Verkaufspreis muss (ich denke mindestens) dem von Steam entsprechen, sonst bekommt man keine Keys mehr.

Und Standardanteil bedeutet hier halt nicht dass er sich über den Markt so eingependelt hat, sondern dass jeder für sich diesen so beschlossen hat, und er weit über der "normalen" Kostendeckung plus Gewinnmarge liegt.

Ist ja im Normalfall auch so, dass Preisabsprachen ja bspw. nicht erlaubt sind, da sie für eine Wettbewerbsverzerrung sorgen. Nur weil man sich hier vielleicht nicht abgesprochen hat, sondern den Preis einfach stillschweigend übernommen hat, bedeutet das ja nicht, dass es damit völlig ok und legal wäre.

TheRaffer 21 Motivator - - 28837 - 5. Mai 2021 - 20:02 #

Steam behält sich vor dann keine Keys für seine Plattform mehr rauszugeben, aber es hindert ja niemanden an einer eigenen Plattform, die dann 20% fragt. So meinte ich das.

Inso 17 Shapeshifter - P - 8331 - 5. Mai 2021 - 20:24 #

Da sehe ich das Problem, dass Steam ja schon fast ein Ökosystem ist. Foren, Anticheat, Workshop, DRM usw. müsste dann alles zwei mal existieren und gewartet, und in Updates auch entsprechend berücksichtigt werden. Oder man zahlt halt bei Steam die dicken Extra-Prozente, nutzt aber nur die Datenbereitstellung.

Dazu kommt dann auch wieder Steams Vorteil der Verbreitung, bei der dann, vor allem wenn du es mit deinem eigenen Client probieren willst, viele direkt abwinken. Man sieht ja hier in den Comments schon, wie beliebt die sind. Zweigleisig wird man entsprechend kaum etwas an Steam vorbei verkaufen.

Entweder du reichst also die gewonnenen Prozente zum überwiegenden Teil an die User durch und machst dir doppelte Arbeit für kaum Mehreinnahmen, um die Leute für die umständliche Umgebung zu entschädigen.
Oder du bleibst Steam ganz fern und erreichst kaum Leute.
Oder, der Klassiker: bei Steam Releasen, das Ökosystem nutzen, und ordentlich abdrücken.

TheRaffer 21 Motivator - - 28837 - 5. Mai 2021 - 20:38 #

Verstehe...
Ich bin sehr gespannt wie das ausgeht

Mitarbeit
Labrador Nelson
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