Spiele-Check: Ponpu – Bomberman trifft Legend of Zelda
Teil der Exklusiv-Serie Spiele-Check

PC Switch XOne PS4
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Meathook 694 EXP - 11 Forenversteher
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3. Dezember 2020 - 9:52 — vor 12 Wochen zuletzt aktualisiert
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Enten, Bomben, Explosionen: Mit hübsch gezeichneten Artworks stimmen euch die Entwickler von Purple Tree Studio auf Ponpu ein, in dem das Kampfsystem eines Bomberman auf  einen Dungeon-Crawler im Stil von The Legend of Zelda trifft. In diesem Spiele-Check erfahrt ihr, ob es gelungen ist, das beste aus beiden Welten zu vereinen.
 
Im Storymodus geht es sehr gemächlich zu.
Der goldene Schlüssel öffnet jedes Tor
Der Storymodus von Ponpu ist schnell erzählt: Der Entengott lässt seine Soldaten aufs Universum los. Eine mysteriöse Ente wählt euch aus, die anderen Enten zu besiegen und die Welt zu retten. Ihr kämpft euch durch sechs verschiedene Welten, die aus insgesamt 21 Leveln bestehen und mit einem Bosskampf abschließen. Die Grafiken sind zwar ganz ansehnlich gezeichnet, allerdings ist der Stil so monoton, dass die Themen der verschiedenen Spielwelten zu wenig hervorstechen und daher nicht weiter zur Geltung kommen.

Um von einer Stufe zur nächsten zu gelangen, müsst ihr einen goldenen Schlüssel finden und das Ausgangstor aufschließen. Unterwegs begegnen euch die Schergen des Entengottes sowie eine Vielzahl an Fallen. Ihr könnt euch zu Wehr setzen, indem ihr in bester Bomberman-Manier explosive Eier platziert, die ihr zudem mit eurem Schutzschild  in Richtung eurer Gegner schubsen könnt. Allerdings müsst ihr stets auf der Hut sein: Eure Eier prallen von den Wänden ab und können somit zur Gefahr für euch werden. Ihr kommt aber auch problemlos ans Ziel, wenn ihr einfach an euren Gegnern vorbei flitzt. Vereinzelt ist es allerdings erforderlich, dass ihr einen Raum von allen Feinden befreit, um weiterspielen zu können. Die Bosskämpfe sind der Höhepunkt einer jeden Welt und fordern euch taktisches Geschick und Fingerfertigkeit ab.
Am Ende jeder Welt wartet ein Bosskampf auf euch.

Nichts für Entdecker
Ponpu unterscheidet sich von seinen großen Vorbildern darin, dass ihr weder bessere Ausrüstung, noch mehr Gesundheit findet. Einzig Bonusherzcontainer könnt ihr aufstöbern, doch diese verliert ihr  spätestens beim nächsten Ableben wieder. Die Federn, die hinter sprengbaren Objekten versteckt sein können, dienen lediglich als Sammelgegenstand und haben sonst keinerlei Nutzen. Somit ist es nicht erforderlich, dass ihr den vollständigen Level erkundet – nachdem ihr den goldenen Schlüssel erlangt habt, könnt ihr euch auf direktem Weg zum Ausgang begeben. Entdeckungsfreudige Spielerinnen und Spieler werden leider nicht belohnt.

Zusätzlich zum Storymodus bietet Ponpu drei verschiedene Multiplayer-Modi, die ihr online oder   gegen Freunde spielen könnt: ‚Todeskampf‘ ist das klassische Deathmatch; die letzte Ente, die noch steht, gewinnt. In ‚Münzdiebstahl‘ müsst ihr nach Ablauf einer definierten Zeit die meisten Münzen erbeutet haben, indem ihr eure Gegner in die Luft sprengt und ihnen das Geld abluchst. In ‚Mal-Duell‘ müsst ihr gemeinsam mit eurem Partner die Arena in eurer Teamfarbe einfärben, während das gegnerische Team versucht, dies zu verhindern. Insgesamt könnt ihr auf acht verschiedenen Karten gegen andere Spieler antreten. Jeder Spielmodus ist schnell gespielt und eignet sich daher gut für einige Runden zwischendurch. Störend ist wiederum die Kamera, die aus dem Geschehen rein- oder rauszoomt, je nachdem, wie weit ihr von euren Gegnern entfernt seid.
Im Multiplayer-Modus duelliert ihr euch mit drei Gegnern oder im Team.

Fazit
Ponpu schafft den eingangs erwähnten Spagat leider nicht, denn es lässt mich vieles vermissen, was seine großen Vorbilder ausgezeichnet. Der Story-Modus vermag nicht zu fesseln: Die Geschichte ist schnell vergessen, das Leveldesign ist eintönig und die Standardgegner sind zu harmlos. Zudem gibt es keinerlei Beute. Lediglich der niedrige Schwierigkeitsgrad schafft es, zum Weiterspielen zu motivieren, denn dank unendlicher Leben und Checkpoints seid ihr mit ein bisschen Geduld schon nach wenigen Stunden am Spielende angelangt. Immerhin sind die Bosskämpfe ein wenig fordernder, leider können sie das Spiel nicht vor einem eher schwachen Gesamteindruck retten.

Wer Interesse an Dungeon-Crawlern hat, dem würde ich daher empfehlen, sich nach Alternativen umzusehen. Fans von Bomberman können gerne einen zweiten Blick auf den Multiplayer-Modus werfen. Dieser bietet dank seiner verschiedenen Spielmodi möglicherweise genug Abwechslung für ein paar Stunden Spaß. Allerdings hält Ponpu nichts bereit, was es vom Original oder von anderen, teils kostenfreien Bomberman-Klonen irgendwie abheben könnte.
  • Action-Adventure (Singleplayer), Bomberman-Klon (Multiplayer)
  • Einzel- und Mehrspieler
  • Für Einsteiger
  • Preis: 13,99 Euro (Steam, Switch, Xbox, PS4)
  • In einem Satz: Durchwachsener Genre-Mix mit überschaubarem Inhalt
Alain 19 Megatalent - P - 14440 - 3. Dezember 2020 - 10:59 #

Schade. Klang so absurd das ich hoffte da kommt was geniales bei raus.

Specter 18 Doppel-Voter - P - 10630 - 3. Dezember 2020 - 11:09 #

10th enemy has the bomb!

Drapondur 30 Pro-Gamer - - 145788 - 3. Dezember 2020 - 12:34 #

Zwar aufgrund des leichten Schwierigkeitsgrads was für mich, aber das Gesamtpaket spricht mich nicht an. Danke für den Check!

schlammonster 30 Pro-Gamer - P - 208899 - 6. Dezember 2020 - 9:09 #

Dem kann ich mich vorbehaltlos anschließen, inklusive dem Dank für den schönen Check :)

ReD_AvEnGeR 15 Kenner - - 3424 - 3. Dezember 2020 - 15:58 #

Gibt's davon auch ne zx spectrum Version?

Danywilde 24 Trolljäger - - 106465 - 15. Dezember 2020 - 0:46 #

Vielleicht kommt eine enhanced Version für den C64.

Slaytanic 24 Trolljäger - - 58112 - 3. Dezember 2020 - 17:11 #

Schönen Dank für den Check, das ist aber nichts für mich.

Marulez 16 Übertalent - P - 4465 - 4. Dezember 2020 - 7:35 #

Sieht interessant aus. Schade das es nicht im XGP ist....^^

Ganon 24 Trolljäger - P - 62764 - 4. Dezember 2020 - 11:07 #

Der Grafikstil ist irgendwie stylish, die Kombination der Spielprizipien klang auch interessant. Schade, dass das Fazit so ernüchternd ausfällt.
Jedenfalls danke für den spannenden Check.