Spiele-Check: Deep Rock Galactic - Rock and Stone!
Teil der Exklusiv-Serie Spiele-Check

PC XOne
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SupArai 33934 EXP - 22 AAA-Gamer,R9,S7,C7,A10,J10
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17. November 2020 - 13:16 — vor 1 Woche zuletzt aktualisiert
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In Deep Rock Galactic heuert ihr, ein arbeitswilliger Zwerg, bei dem gleichlautenden Bergbauunternehmen an. Die Firma hat es sich zur Aufgabe gemacht, dem Planeten Hoxxes IV so viele Mineralien und Ressourcen wie möglich zu entreißen. Also begebt ihr euch alleine oder gemeinsam mit drei anderen Zwergen in die unbekannte Höhlenwelt des Alien-Planeten. Das Missionsziel vor Augen erkundet ihr die unterirdische Welt und plündert bis die Spitzhacke glüht.
Der Planet Hoxxes unterteilt sich in verschiedene Biome, in denen ihr euch für eine der sieben Missionstypen entscheidet. Alle 30 Minuten werden diese neu ausgewürfelt.

Another Day in the Office
Euer Büro sind die Höhlen und Labyrinthe innerhalb des Planeten und nachdem ihr euch für eine Mission entschieden habt, geht es ausgerüstet mit zwei Waffen, einer Spitzhacke und einigen Gadgets hinunter in die Tiefe. Die Ziele der Aufträge sind durchaus abwechslungsreich: Bei der Bergbauexpedition sucht ihr nach Morkite, in Nesträuber dringt ihr in den Bau eines Organismus' ein um Eier zu plündern und bei der Eliminierung stellt ihr euch zwei riesigen Dreadnoughts. Die Vor-Ort-Veredelung fordert mehr Ausdauer von euch, denn unter Tage errichtet ihr drei Bohrtürme, verbindet diese mit Rohren mit der Hauptraffinerie und wehrt während des Prozesses die angreifenden Höhlenbewohner ab und repariert beschädigte Rohrleitungen.

Ist das Missionsziel erfüllt, müsst ihr innerhalb von fünf Minuten zurück zur Landesonde gelangen. Je weiter ihr euch in das Tunnelsystem gewagt habt, umso kniffliger kann sich diese letzte Aufgabe gestalten. Die Missionen in den zufallsgenerierten und quasi komplett zerstörbaren Arealen spielen sich mehrheitlich ziemlich flott und actionlastig, der Abbau von Ressourcen und Kampf gegen die Kreaturen sind immer wiederkehrende Elemente. Ihr findet hier und da noch kleinere Zufalls-Events - viel mehr Abwechslung bietet euch der Arbeitsalltag aber nicht.
Die ganzen Mühen münden in neuen Freischaltung-Optionen für eure Zwerge. Die Verbesserung der Waffen und Gadgets ist auch dringend nötig um unter Tage effizienter voranzukommen.

Belohnung ist die halbe Miete
Deep Rock Galactic setzt alles auf sein Fortschritts- und Belohnungssystem: „Tue etwas, und ich belohne dich!“ Da ihr stetig Spiel-Meilensteine erreicht, die euch Perk-Punkte gewähren, funktioniert das Anreiz-System. Mit den Perks erwerbt ihr hilfreiche passive Eigenschaften für euren Charakter. Außerdem schaltet ihr durch das Hochleveln eurer Zwerge weitere Modifikationen für die Waffen und Gadgets frei. Um diese final zu erwerben, benötigt ihr neben ausreichend Credits auch bestimmte Materialien. Die findet ihr natürlich unter Tage oder verdient sie in den Missionen. Nach Freischaltung kauft ihr sie gegen Bares auch am Mineralien-Basar.

Für die Arbeit unter Tage stehen euch vier Berufszweige offen: Der Schütze fräst sich mit seiner Minigun durch die Gegner und spannt ein Seil über Abgründe. Der leichter bewaffnete Späher schwingt sich mit dem Enterhaken gekonnt durch die Gebiete und erhellt mit Leuchtkugeln dunkle Abschnitte. Der Bohrer bohrt der Truppe leichthändig Wege durchs Gestein, brät anstürmende Gegner mit einem Flammenwerfer. Und der Ingenieur erschafft Plattformen und unterstützt die Belegschaft mit portablen Gewehrtürmen. Dazu verfügt jede Klasse über ein nützliches Gadget, wie zum Beispiel Granaten oder einen Schild.
Die Gegner sind keine Augenweide. Trotzdem ist nicht mit ihnen zu spaßen und ihr solltet im Kampf ihren Schwachpunkt anvisieren. Bei diesem Glyphid ist es das hellgrün leuchtende Hinterteil.

Grafik, Sound und Single- oder Multiplayer
Optisch präsentiert sich Deep Rock Galactic zweischneidig. Weiß die farbenfrohe Spielwelt mit ihrem kantigen, groben Comic-Look noch zu überzeugen, sind die Gegner grafisch trist und wenig ansehnlich. Auch wirken ihre Animationsabläufe größtenteils sehr plump. Diese Punkte wiegen aber nicht als Spielspaßkiller, da ihr die Alien-Feinde eh möglichst schnell von der Bildfläche tilgt. Die Sounduntermalung finde ich wirklich gelungen - allerdings spielt sie während der Missionen nur eine Nebenrolle. Überzeugen können die wuchtigen Soundeffekte und die coole Vertonung der Zwerge: Ihre markigen Sprüche, Belehrungen und Unflätigkeiten während der Missionen sind ganz großes Kino.

Spielt ihr Deep Rock Galactic im Singleplayer, werdet ihr von einer Drohne unterstützt. Auf euren Befehl baut sie schwer erreichbare Ressourcen ab und unterstützt euch im Kampf gegen die Alien-Meute. Das Erkunden der Minen macht auch alleine Spaß, und ihr könnt euch in aller Ruhe mit einem neuen Berufszweig vertraut machen. Sein volles Potential entfaltet der Titel aber erst im Multiplayer. Die einzelnen Fähigkeiten der Charaktere ergänzen sich perfekt und jeder Spieler kann sich in den Dienst der Truppe stellen. Eine Stärke von Deep Rock Galactic ist aber auch, dass der Titel eine Menge Spieler-Chaos duldet und selbst unkoordiniertestes Vorgehen selten zum Scheitern einer Mission führt. Zumindest auf den ersten beiden (von fünf) Schwierigkeitsgraden verzeiht das Programm Fehler.
Bei der Endabrechnung erfahrt ihr, wie gut ihr euch geschlagen habt. In einem vollen Team sind natürlich sowohl die verdienten Credits wie auch die erhaltenen Erfahrungspunkte höher.

Auftrag erfüllt
Für diesen Check habe ich rund 20 Stunden unter Tage verbracht, und ja, Deep Rock Galactic holt mich mit seinem einfachen Spielkonzept ab. Es macht mir großen Spaß durch die detailreichen Höhlengebilde zu ziehen, die Missionsziele zu erfüllen und nebenbei möglichst viele Rohstoffe abzubauen. Die einzelnen Klassen spielen sich sehr unterschiedlich und interessant, sie ergänzen sich gut in einem (funktionierenden) Team. Aber selbst wenn im bunt zusammengewürfelten Multiplayer-Haufen das Chaos regiert, bin ich gerne ein Teil davon. Noch bleibt mir genug zu tun, aber ich bin unsicher, ob mich der Titel langfristig motivieren kann. Denn das oberflächliche Belohnungs-Korsett ist arg eng geschnürt und fernab der Freischaltungen sehe ich inhaltlich wenig Anreize, wie der Titel bei Laune halten soll.
  • Egoshooter für PC und Xbox One
  • Einzelspieler und Multiplayer
  • Für Einsteiger und Fortgeschrittene
  • Preis: 29,99 Euro für PC bei Steam, Microsoft Store (im GamePass enthalten)
  • In einem Satz: Zwergischer Plünder-Shooter mit eingängigem Gameplay, der vor allem im Multiplayer einen Heidenspaß macht.

Video:

Jürgen 24 Trolljäger - F - 55562 - 16. November 2020 - 18:54 #

Da scheint es ein Bildproblem zu geben. "Missing Link".

Dennis Hilla Redakteur - 117362 - 16. November 2020 - 22:06 #

Ausgebessert als wäre es nie passiert...

CptnKewl 21 Motivator - - 26274 - 16. November 2020 - 19:15 #

Hatte im Coop auf dem PC schon viel spaß mit diesem kurzweiligen Shooter.
Mittlerweile wären jedoch ein paar neue Gegner mehr nett

De Vloek 15 Kenner - 3269 - 16. November 2020 - 19:30 #

Das Spiel kann durchaus langfristig motivieren, besonders wenn man alle 4 Klassen bis ins Endgame leveln möchte. Da die Endgame-Belohnungen aber zufällig sind, kann es durchaus in langwierigen Grind ausarten. Bei mir war nach knapp 90 Stunden die Luft raus, da hatte ich grade mal den Driller und den Engineer im Endgame und noch längst nicht alles für diese freigeschaltet. Vor Kurzem gabs aber ein Update mit 2 neuen Missionstypen, da werde ich nochmal reinschauen.

SupArai 22 AAA-Gamer - P - 33934 - 16. November 2020 - 21:19 #

Der Wille ist aber quasi der einzige motivatorische Antrieb, oder? Also ohne Spaß am Grind wird man sich mit dem Titel nicht lange beschäftigen...

Ich bin auch noch 9 Stufen von meiner ersten Beförderung entfernt, mein Späher hat Level 16.

Bisschen schade finde ich, dass es so wenige wöchentliche Aufträge gibt. Oder muss ich mir die erst freispielen?

De Vloek 15 Kenner - 3269 - 18. November 2020 - 18:59 #

Ab der ersten Beförderung wird das Spiel nochmal um einiges interessanter, und zwar dank der sogenannten Overclocks. Das sind quasi Veränderungen am Waffenverhalten, zB mehr Flächenschaden für den Flammenwerfer oder Rocketjump für die Shotgun. Dadurch kann man seinen Zwerg feintunen und sich so ne Art "Build" zusammenbauen. Welche Overclocks man bekommt hängt jedoch vom Zufall ab. Wenn man wirklich Pech hat, bekommt man oft Overclocks für eine Klasse die man garnicht spielt, was für mich persönlich etwas demotivierend war, für meine Kumpels allerdings ein Anreiz weiterzuspielen und alles freizuschalten. Die haben teilweise über 500 Stunden auf der Uhr und noch immer Spass am Spiel.

Ausserdem kommen nach der Beförderung noch die wöchentlichen Deep Dives bzw Elite Deep Dives dazu, das sind längere, anspruchsvollere Missionen, natürlich mit dementsprechend besserem Loot.

SupArai 22 AAA-Gamer - P - 33934 - 18. November 2020 - 19:04 #

Ich bin mit dem Späher gerade auf dem Weg zur ersten Beförderung und habe schon Stufe 19(komma5) erreicht. Bin gespannt, was danach kommt.

Sind Overclocks die Dinger, die ich an der Schmiede herstellen kann?

De Vloek 15 Kenner - 3269 - 18. November 2020 - 19:25 #

Ja genau.

Labrador Nelson 30 Pro-Gamer - - 185929 - 16. November 2020 - 22:29 #

Ich wollt das mal im Koop angehen, hab mich dann doch anders entschieden.

Drapondur 30 Pro-Gamer - - 144004 - 17. November 2020 - 7:15 #

Klingt ganz witzig und wäre vielleicht sogar was für mich. Danke für den Check!

schlammonster 30 Pro-Gamer - P - 204712 - 18. November 2020 - 20:06 #

Witzig ja, aber für mich ist das nix. Bin gespannt, wann ich mal was anderes unter einen Check des fleißigen SupArais schreiben kann. Bei dem Output kann es ja eigentlich nicht mehr lange dauern ;)

SupArai 22 AAA-Gamer - P - 33934 - 18. November 2020 - 21:44 #

Ich mache mir da keine Hoffnungen mehr, habe ic nicht längest alle Genres abgegradt? ;-)

schlammonster 30 Pro-Gamer - P - 204712 - 19. November 2020 - 20:27 #

Lass die Hoffnung nicht fahren, das wird schon noch *aufmunterndaufdieschulterklopf*

RoT 19 Megatalent - P - 15252 - 17. November 2020 - 8:56 #

Danke für den check, sind die Sprüche auch deutsch vertont, oder handelt es sich um englische?

SupArai 22 AAA-Gamer - P - 33934 - 17. November 2020 - 10:53 #

Die Sprüche hauen die Zwerge auf Englisch raus.

RoT 19 Megatalent - P - 15252 - 17. November 2020 - 13:44 #

hatte Kurz auf Elfisch gelesen, muss an der Verbindung zu SupRaimonda liegen ;)

Bei Angrosch, was ist da bloß los?

TheRaffer 21 Motivator - - 26375 - 17. November 2020 - 9:38 #

Danke fürs Checken. Ich schlage das meiner Chaostruppe mal vor. Vier Spieler würde ja genau passen... :)

Lorion 17 Shapeshifter - P - 8490 - 17. November 2020 - 11:00 #

Hatte das letztens mit 3 Kollegen gezockt. Für 2 mehrstündige Sessions hats gereicht, danach hatten wir keine Lust mehr.

Für son recht simples, grindiges Spiel war uns der Progress nicht belohnend genug (Upgrades fühlen sich nicht wertig genug an) und die Missionen nicht abwechslungsreich genug, um darüber Motivation zu finden.

SupArai 22 AAA-Gamer - P - 33934 - 17. November 2020 - 11:21 #

Besonders abwechslungsreich ist das Spielprinzip nicht, das stimmt. Das kommt mir aber entgegen, der Großteil an kompetetiven Online-Shootern übersteigt nämlich meine Kompetenzen... ;-)

Ich bin gespannt, was die Entwickler an weiterem Content folgen lassen. Oder ob das Spiel irgendwann in einem unterirdischen Endlager landet.

Jac 18 Doppel-Voter - P - 11144 - 17. November 2020 - 13:29 #

Das Motto "Danger. Darkness. Dwarves." scheint ja komplett erfüllt zu sein, finde ich gut!

SupArai 22 AAA-Gamer - P - 33934 - 17. November 2020 - 13:38 #

Falls jemand Lust hat auf Koop-Partien über den GamePass, kann er mich gerne anschreiben.

Jörg Langer Chefredakteur - P - 415042 - 17. November 2020 - 13:41 #

Ich bin nicht klein!

Q-Bert 20 Gold-Gamer - P - 22864 - 17. November 2020 - 13:48 #

Wieder ein Top-Check, Raimund. Ganz großes Tennis, was du hier ablieferst, vielen Dank!

Ganon 24 Trolljäger - P - 60968 - 18. November 2020 - 20:17 #

Ich denke die ganze Zeit, das Spiel ist doch schon älter, aber das war wohl im Early Access. ;-)