Spiele-Check: Drone Swarm - Die Macht des Schwarms
Teil der Exklusiv-Serie Spiele-Check

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SupArai 35989 EXP - 22 AAA-Gamer,R9,S7,C7,A10,J10
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3. November 2020 - 20:46 — vor 16 Wochen zuletzt aktualisiert
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Die Spezies Mensch arbeitet beharrlich an ihrer Auslöschung, und in Drone Swarm (zum Angespielt) gelingt ihr dies fast. Zwar dient der zwecklose Atomwaffen-Einsatz der Abwehr einer Alien-Bedrohung, geschlagen wurden die Angreifer allerdings erst mit Hilfe eines psionischen Kniffs. Der Planet ist trotzdem verstrahlt und unbewohnbar, weshalb sich die imposante Argo und der nicht weniger imposante Schwarm auf die Suche nach einer neuen Heimat machen. Einen geeigneten Planeten zu finden, stellt ein schwieriges Unterfangen dar und beim Durchforsten des Weltraums trefft ihr auf zwei verfeindete Fraktionen. Kurzerhand lasst ihr euch in den Konflikt verwickeln, schlagt euch auf eine Seite und teilt gegen die andere ordentlich aus.
 
In einer frühen Mission beschießen mich die Feinde mit Raketen, meinen Drohnen habe ich bereits befohlen, Schutzschilde aufzubauen.

Ohne Kampf kein Preis
Für die Echtzeitkämpfe wechselt das Spiel aus der Menü-Übersicht auf eine 2D-Weltraum-Karte. Im Zentrum steht unverrückbar eure Argo, die es in den Kämpfen auch unbedingt zu verteidigen gilt. Da Angriff bekanntlich die beste Verteidigung ist, lasst ihr eure Feinde die Macht eures riesigen Drohnen-Schwarms spüren. Dafür zeichnet ihr einfach eine Angriffs-Linie in den Orbit, der euer Schwarm alsbald folgt. Trifft er dabei ein feindliches Schiff, hinterlässt der Kontakt seine Spuren. Neben Angriffs-Linien errichtet ihr so auch Schutzschirme, die feindliche Geschosse (und später sogar gegnerische Schiffe) aufhalten, wirbelt eure Feinde mit Schub-Angriffen durcheinander oder schleudert einen Asteroiden auf sie. Die vierte Standard-Fähigkeit verstärkt die verschiedenen Kräfte eurer Drohnen.

Zu Beginn jeder Mission stehen euch 32.000 Fluggeräte zur Verfügung. Diese gilt es geschickt und klug gegen die vielen Gegner-Typen und deren Angriffs- sowie Abwehrfähigkeiten einzusetzen. Schickt ihr sie nämlich blindlings in den Kampf, zerbrutzelt der Abwehrmechanismus einer feindlichen Fregatte eure Drohnen im schlimmsten Fall in Sekundenschnelle und die Mission ist verloren. Neben den Alien-Angreifern gilt es in manchen Karten zudem auf Naturereignisse und umherfliegende Asteroiden zu achten.
Die Argo kann mit verschiedenen Modulen bestückt werden, zusätzliche Fähigkeiten für euren Schwarm erwerbt ihr mit Upgrade-Punkten.

Die Argo und der Schwarm
Eure Basis, die Argo, steht nicht nur in den Kämpfen im Mittelpunkt, auch abseits der Auseinandersetzungen spielt sie eine wichtige Rolle. In vielen Sektoren erbeutet ihr nach einer erfolgreichen Mission nämlich neue Technologien, mit denen ihr euer Heimatschiff verstärkt. Neben dauerhaften Upgrades schaltet ihr nach und nach vier weitere Upgrade-Slots frei, die ihr mit verschiedenen, unterstützenden Systemen bestückt.

Nach gewonnenen Kämpfen erhaltet ihr zudem Erfahrungspunkte, die schlussendlich zu Upgrade-Punkten werden. Mit diesen kauft ihr neue Fähigkeiten für euren Schwarm. Zum Beispiel halten Schutzwälle dann länger, in Angriffs-Verbänden fliegen mehr Drohnen oder ihr fokussiert eure Helferlein in hoher Stückzahl auf ein Ziel. Aber auch hier gilt, dass die Technologie zuerst freigespielt werden muss.
 
Die Story wird in kurzen Comic-Sequenzen präsentiert. Erwartet kein erzählerisches Meisterwerk, eher solide Standardkost.

Technik und Story
Optisch und akustisch gefällt mir Drone Swarm ausgesprochen gut. Die Argo ist ein Hingucker und insbesondere den Schwarm mit seinen Fähigkeiten haben die Entwickler gut in Szene gesetzt. Auch die vielen gegnerischen Raumschiffe zeigen sich detailreich, aufgrund der Vielzahl an Typen konnte ich die Spezialfähigkeiten jedes Einzelnen später jedoch nicht mehr dem Aussehen zuordnen - es half nur Trial and Error. Musikalisch und bei den Soundeffekten spult Drone Swarm routiniert ein Potpourri an klassischen Science-Fiction-Themen ab. Die Steuerung erledigt ihr in Drone Swarm sehr bequem mit Maus und Tastatur, denn die Drohnen-Fähigkeiten belegen lediglich vier Tasten, die Drohnen-Befehle „malt“ ihr leicht mit der Maus. Allerdings nehmen die Drohnen eure Anweisungen teilweise arg genau, im Eifer des Gefechts geht ein Angriff dann schon mal daneben.

Die Geschichte wird bei Erreichen eines Meilensteins in Form eines Comics erzählt. Das ist durchaus gelungen - aber auf die zwar dezenten, aber grotesk wirkenden Animationen hätte ich verzichten können. Nach, vor und auch während der Missionen schmücken vertonte Text-Boxen mit Gesprächen eurer Crew oder den Alien-Fraktionen das Geschehen aus. Die Sprecher hören sich ordentlich an, wirken jedoch mit der Zeit eintönig. Obwohl die Story nicht besonders originell (erzählt) ist, machte mir das Abklappern bekannter Klischees und das Miterleben der teils haarsträubenden Entscheidungen meiner Crew auf eine einfache Art Spaß.
 
Fällt das befreundete Schiff, ist die Mission verloren. Die Angreifer sind durch Schilde geschützt, darum greift ihr das Heck an oder dreht den Feind mit dem Schub-Angriff.

Fazit
Das Spielprinzip von Drone Swarm klingt verheißungsvoll und spannend, aber schon nach relativ kurzer Spielzeit schimmert der spielerische Durchschnitt durch die Hülle der Argo. Ein Großteil der Missionen ist bereits nach wenigen Sekunden bestanden: Sie sind schlicht viel zu kurz, entfalten nur eine geringe strategische Tiefe, sie erfordern wenig Tüftelei. Das führt natürlich auch dazu, dass die Fähigkeiten der Argo und des Schwarms spielerisch selten zur Geltung kommen. Trotzdem musste ich einige Missionen mehrmals spielen, da Fehler bei der Verteidigung oder Ungenauigkeiten beim Zeichnen der Drohnen-Befehle unnachgiebig bestraft werden. Im zweiten Anlauf, mit dem Wissen um das Skript, bewältigte ich (fast) jede Mission auf Anhieb.

Nach rund sechs Stunden hatte ich im 5. Kapitel dann die Lust verloren. Ich kann somit nicht (be)urteilen, ob in den noch folgenden Sektoren spannendere oder sogar epische Schlachten anstehen. Nach den bisherigen, wenig herausfordernden Stunden mit stellenweise einfach nur langweiligen Missionen übersteigt der Glaube daran meine Vorstellungskraft.

•    Echtzeitstrategie für PC
•    Einzelspieler
•    Für Anfänger
•    Preis: 19,99 Euro bei Steam
•    In einem Satz: Echtzeitstrategie mit spannendem Ansatz, die aber spielerisch nicht richtig Fahrt aufnimmt und ihr Potential in wenig fordernden Kämpfen verschenkt.

Video:

Alain 19 Megatalent - P - 14438 - 3. November 2020 - 21:07 #

Danke für den test...

Ich suche immer noch den Titel der mich wieder für Rt Strategie brennen lässt... Bin aber seit dem ersten C&C abstinent geblieben...

Dieser scheint nicht als Kandidat zu taugen.

SupArai 22 AAA-Gamer - P - 35989 - 3. November 2020 - 21:38 #

"Gerne", stimmt nicht ganz, aber irgendwie schon. ;-)

War zumindest interessant, ich habe mir aber mehr von Drone Swarm erhofft.

Wer "richtige" Echtzeitstrategie a la Command and Conquer sucht, dem kann ich Drone Swarm nicht empfehlen. Dafür fehlt es an Inhalt und Abwechslung und taktischen Möglichkeiten.

Drone Swarm wirkt auf mich eher wie ein kurzweiliges Puzzle-Spiel.

Als mein Bruder gesehen hat, dass ich Drone Swarm spiele, hat er mir die Remastered-Version von Homeworld empfohlen. Ist mir aktuell noch zu teuer, in nem Sale schlage ich vielleicht mal zu, weil an "echter" Echtzeitstrategie im Weltraum würde ich mich nun schon gerne nochmal versuchen.
Hier der GOG.com-Link:
https://www.gog.com/game/homeworld_remastered_collection?pp=7fa2fbb12053cadf46b52f1ca087e43c97aa4be3

thatgui 15 Kenner - P - 3477 - 4. November 2020 - 8:20 #

Wers "bondenständiger" mag, dem sei "Deserts of Karakh" (https://www.gog.com/game/homeworld_deserts_of_kharak) empfohlen - allerdings würde ich nicht die derzeit ausgelobten 46€ dafür ausgeben, das ist es defintiv nicht wert.
Nettes kleines RTS, bei dem ein bisschen C&C-Gefühl aufkommt - kann aber weder im Gameplay noch in der Handlung den Genregrößen (C&C, SC) das Wasser reichen).

Alain 19 Megatalent - P - 14438 - 4. November 2020 - 10:58 #

Danke...

Wir demnächst mal angespielt.

Ganon 24 Trolljäger - P - 62764 - 5. November 2020 - 15:27 #

Homeworld ist allerdings nichts für RTS-Laien. Wird schon recht knackig mit der Zeit, zumal man mit der Dreidimenasionalität umgehen muss.
Für Sci-Fi-Fans ist es aber vor allem Atmosphärisch sehr stark.

Sokar 19 Megatalent - P - 14183 - 3. November 2020 - 22:46 #

Danke für den Check, hat leider meine Bedenken bestätigt. Hab die Demo vor einigen Monaten gespielt, schon wurde es recht schnell eintönig. Ist eben ein One-Trick-Pony, dass sich nicht über so viele Stunden Spielzeit trägt.

SupArai 22 AAA-Gamer - P - 35989 - 4. November 2020 - 9:32 #

Den Versuch, den Spielablauf abwechslungsreich zu gestalten, haben sie ja unternommen. Es gibt die verschiedenen Angriffsarten und Gegner, die eine spezielle Herangehensweise erfordern.

Hauptproblem sind für mich die viel zu kurzen und langweiligen Missionen. Auch hier wird versucht, Abwechslung reinzubringen: Mal beschütze ich Schiffe, mal befördere ich einen Container in ein Zielgebiet, mal aktiviere ich Knotenpunkte. Aber der Spielspaß-Funke will einfach nicht überspringen.

Vielleicht wäre es nach Einführung der Grundmechaniken geschickter gewesen, die Anzahl an Missionen herunterfahren, bzw. diese zusammenführen und mehr Variationen einzubauen. Da wäre auch das Mißverhältnis zwischen (dramatischem) Story-Geblubber und Missionsdauer nicht mehr so aufgefallen, was Jamison Wolf gut beschreibt. Es wäre auch ein Ansatz gewesen, das Spiel so zu verkürzen oder aufzubauen, dass man in fünf, sechs Stunden durch ist. Vielleicht habe ich viel Zeit vertrödelt, wüsste aber nicht wo das passiert sein soll.

Q-Bert 21 Motivator - - 25409 - 3. November 2020 - 23:20 #

Kann man die Drohnen mit eigenen Namen versehen? Sonst kann ich die ja kaum auseinander halten... :]

Die Idee finde ich super. Das Setting ist so naja, ich hätte da ja viel lieber einen echten Bienenschwarm gesteuert, der hungrige Honigbären in die Flucht schlägt. Oder auch mal kreischende Kleinkinder in den nahegelegenen Baggersee. Oder eine renitente Reichsbürgerdemo auflöst - wir sind das Bienenvolk!

Ein geflügeltes Grußwort am Schluss: *Summ Summ* an Raimund für den Testflug. Das ist Bienisch und bedeutet Danke.

SupArai 22 AAA-Gamer - P - 35989 - 4. November 2020 - 8:03 #

Q-Bert, eine individuelle Namensnennung der Drohnen ist nicht möglich. Ich habe die Option aber nicht vermisst, weil... ich kenn' überhaupt keine zweiunddreißigtausend Namen. Aber die Idee an sich ist Bombe...

Wo ich schon mal kurz vor der Meta-Ebene stehe, gehe ich auch den letzten Schritt: Drone Swarm könnte auch als Gegenentwurf zum Individualisierungs-Diktat der Mainstream-Gesellschaft gesehen werden. Statt Ich-Ich-Ich steht hier das Wir! im Mittelpunkt. So, genug Meta für heute.

Da ich Bienisch nach der dritten Klasse abwählte, und alles bis dahin erlernt verflog, bedanke ich mich abschließend mit einem (profanen) "Danke!" bei Dir. :-)

thatgui 15 Kenner - P - 3477 - 4. November 2020 - 8:22 #

Der ist doch nur ein drittklassiger Angeber: so lange du seinen Hüftschwung dazu nicht gesehen hast, würde ich auf sein Volkshochschul-Bienisch nix geben.

Q-Bert 21 Motivator - - 25409 - 4. November 2020 - 18:20 #

Wie jede flotte Biene kann ich sehr elegant meinen Namen tanzen und war volklich, äh, folglich auf einer Wald-Dorf-Schule. Bssss....

Jamison Wolf 18 Doppel-Voter - P - 11893 - 4. November 2020 - 2:13 #

Also ich find das Spiel ganz Schau, aber die Story echt Banane und die Textboxen+Voice skipp ich so schnell es geht - fand das schon nervend nach ner weile.

Bei manchen Mission die quasi keine Minute dauern, wird man "Storytechnisch" mit 3 Minuten belabert. ;)

Was mir auch fehlt ist ne Art "Freeplay" wo man von Sektor zu Sektor mehr macht und die Story getrost Story sein lassen kann.

Ich hab den Kauf nicht bereut (im Halloween Sale eingetütet) - würde aber keine 20€ dafür ausgeben wollen jetzt im Nachhinein. Da waren die € in Teardown besser platziert. ;)

SupArai 22 AAA-Gamer - P - 35989 - 4. November 2020 - 8:41 #

Ja, Skip-Tendenzen verspürte ich bei den Text-Boxen auch. Aber, was bleibt mir denn dann noch,wenn ich die einfach wegklicke? Nur noch das stupide Abackern der viel zu kurzen Missionen. So habe ich wenigstens noch ein bisschen stupide Story zur Abwechslung...

Regelrecht abgetörnt haben mich die Animationen in den Comic-Sequenzen. Diese unpassenden, zusammenhanglosen Bewegungen der Lippen oder Augen haben echtes Fremdschämpotential.

Jamison Wolf 18 Doppel-Voter - P - 11893 - 4. November 2020 - 10:28 #

Ja die Comics sind nicht so der Bringer und die Vertonung und was die sagen hat nen bissle was Deutsches. Theatralisch / Hölzern.

Drone Swarm spielt sich für mich bissle wie Infested Planet, da gibts auch keine Story, aber das Gameplay an sich macht Spass, same here, for me.

Aber ja, die Mission sind entweder Hart (in Form von, Du wirst von allen Seiten angegriffen und sollst auch noch was anderes Retten) oder Super-Easy. Da müsste noch einiges nachgebessert werden. Potential hats nen vernüftiges Spiel zu werden.

Daher: Nen tiefer Sale, kann man machen, 20€ Vollpreis ... eher ned. Wobei, ob man sich einmal Essen liefern lässt oder das Spiel - da könnte Drone Swarm glatt Nahrhafter sein. ;)

thatgui 15 Kenner - P - 3477 - 4. November 2020 - 8:23 #

Hmm, wenn das auf GOG rauskommen würde, für nen 5er würde ich schon mal reinspielen. Die Idee dahinter klingt doch ganz interessant (und erinnert mich auch gleich an Enders Game).
Danke für den Einblick.

Blacksun84 19 Megatalent - - 13127 - 4. November 2020 - 8:24 #

Die Demo hat mich schnell gelangweilt. Dies hatte ich aber auch schon erwartet.

Slaytanic 24 Trolljäger - - 58112 - 4. November 2020 - 17:15 #

Schönen Dank für den Check, das ist aber eher nichts für mich.

TheRaffer 21 Motivator - - 27908 - 4. November 2020 - 19:16 #

Dem möchte ich mich anschließen :)

schlammonster 30 Pro-Gamer - P - 208899 - 5. November 2020 - 10:32 #

Geht mir genauso. Trotzdem interessant was es nicht alles so gibt ...
Danke für den Check!

Ganon 24 Trolljäger - P - 62764 - 5. November 2020 - 15:32 #

Vielen Dank für den Artikel. Jetzt am bwsten auch noch die Spiele-Check-Serie einbinden. :-)
Schade, dass sich der Eindruck aus der frühen Steam-Demo bestätigt. Die war ja noch im Alpha-Status und hatte nur zwei der vier Fähigkeiten, weswegen ich leise Hoffnung hatte, dass es im fertigen Spiel noch interessanter wird. Aber dass die Missionen teilweise absurd kurz und vor allem sehr gleichförmig sind, fiel mir da schon auf. An sich ist die Idee, so einen Schwarm zu befehligen, indem man die Bewegungen mit der Maus malt, schon cool. Irgendwas scheint dem Spiel aber noch zu fehlen. Vielleicht, dass man mit der Argo auch herumfliegen kann, statt sich nur auf der Übersichtskarte fortzubewegen?

SupArai 22 AAA-Gamer - P - 35989 - 6. November 2020 - 0:00 #

Ich denke Sokar hat es mit dem "One-Trick-Pony" ganz gut getroffen. Drone Swarm bietet einen netten Ansatz, der trägt halt aber kein ganzes Spiel.

Ich wüsste nicht, was alleine eine bewegliche Argo verbessern würde. Sie bräuchte dann auch mehr Handlungsoptionen. Die kann ja nichts derzeit, außer sich (mehr schlecht als recht) selbst verteidigen.

Mal weiter gesponnen wäre es natürlich eine Möglichkeit, dass die Argo in den Sektoren verschiedene Aufgaben erfüllen muss, vielleicht Planeten scannen und sich während dessen verteidigen, Ressourcen sammeln um optional zusätzliche Verteidigung aufzubauen. Vielleicht auch gegnerische Basen einnehmen oder vernichten. Vieles könnte man sogar in die strategische Sektorenkarte einbauen, also da quasi so eine Art Strategie-Metagame anbieten.

All das gibt das Spiel aber derzeit nicht her. Die Strategie-Map dient nur dazu, um stupide Mission nach Mission anzunehmen, spielerische Freiheiten oder Entscheidungen gewährt einem der Titel überhaupt nicht, und abwechslungsreichere Missionen geben die Karten nicht her.

Zu viele Baustellen, denke ich... ;-)

Ganon 24 Trolljäger - P - 62764 - 6. November 2020 - 9:03 #

Ja genau, irgendwie so. Planeten scannen, Resourcen sammeln, gute Ideen. Selber kämpfen sollte sie wohl nicht, dafür sind ja die Drohnen da. Aber vielleicht wäre das zu kompliziert, man müsste ja immer zwischen der Seuerung des Schiffes und des Schwarm umschalten... Es bleibt wohl einfach bei einer netten Idee, die leider kein ganzes Spiel trägt.

SupArai 22 AAA-Gamer - P - 35989 - 6. November 2020 - 9:58 #

... in nem Starcraft muss ich mich aber um wesentlich mehr kümmern... ;-)

Und in einem Defence Grid auch (wobei man da pausieren kann, glaube ich).

Ich sach ma so: Drone Swarm ist genau das, was die Entwickler machen wollten. Und das ist halt nett, aber größtenteils langweilig und relativ schnell zu eintönig.

Mitarbeit