PS4-Baukasten Dreams: „Creator of the Month" für Soulslike-RPG-Macher

PS4
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31. Juli 2020 - 15:06 — vor 1 Woche zuletzt aktualisiert
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Im Februar 2020 veröffentlichte Entwickler Media Molecule seinen Kreativ-Baukasten Dreams exklusiv für die PlayStation 4. Neben dem Solo-Abenteuer Arts Traum (im Video) zeichnet sich der Titel vor allem dadurch aus, dass ihr damit selbst eigene Spiele aus verschiedenen Genres oder auch Filme ohne große Programmierkenntnisse erstellen könnt.

Auch im Juli hat Sony wieder einen Spieler zum "Creator of the Month" gekürt, der durch ein besonders außergewöhnliches Projekt aufgefallen ist. In diesem Monat geht der Titel an den Nutzer Prinz_Laser, der mit seinem Spiel Rome Action RPG einen Soulslike-Titel aus der Top-Down-Perspektive im alten Rom erschaffen hat. Der 26-Jährige entwickelte schon in seiner Jugend Inhalte für Little Big Planet. Mit Dreams sei ihm der Umstieg von 2,5D auf 3D laut eigenen Angaben besonders leicht gefallen.

Das nachfolgende Let's Play gibt euch einen Einblick in Rome Action RPG. Die weiteren Teile sind in den Quellen verlinkt. Das Spiel selbst steht via Dreams zum Download bereit. Bereits im Februar haben wir euch in einem Video die fünf besten User-Inhalte vorgestellt. In einem weiteren Video erklären wir euch, was Dreams so besonders macht.

Video:

Golmo 17 Shapeshifter - 8294 - 31. Juli 2020 - 18:57 #

Das sind alles so Spielchen die nur auffallen weil sie halt mit Dreams erstellt wurden. Wären das reguläre Indie Games die einfach auf Steam im Early Acess erscheinen, würde kein Hahn danach krähen. Durch Dreams bekommt es halt kurz Aufmerksamkeit bevor morgen dann schon niemand mehr drüber spricht.

Noodles 24 Trolljäger - P - 60357 - 31. Juli 2020 - 22:01 #

Ja, man ist erstmal total beeindruckt, was da Leute in ihrer Freizeit erstellen, aber selber wirklich lange spielen würde man es wohl eher nicht.

Green Yoshi 21 Motivator - P - 29499 - 1. August 2020 - 20:30 #

Aber die Indie-Spiele sind nicht kostenlos und in der Regel länger als 30 Minuten. Von daher ist Dreams schon einzigartig und ein Pflichtkauf für jeden, der sich für das Medium interessiert. Insbesondere Schulen und Universitäten sollten sich Dreams ganz genau anschauen und überlegen ob sie es nicht in die Lehre integrieren können. Unity und Unreal sind für Jugendliche zwischen 10 und 16 noch zu komplex, mit Dreams können sie aber bereits die Basics in Sachen Logik und Gamedesign lernen.

thatgui 15 Kenner - P - 2881 - 1. August 2020 - 22:10 #

Reicht schon wenn die Kinder in der Schule an MS gewöhnt werden, die brauchen nicht noch einen zusätzliches abgeschottetes System, auf dem alles nur so lange lebt wie es dem Hersteller gefällt. Auf dem PC gibt es massig "Baukästen" die einem erlauben mit recht bescheidenen Kentnissen Spiele zu produzieren.
Von den unglaublich in Massen vorhandenen Quellcodes für einfache Spiele in allen möglichen Programmiersprachen ganz zu schweigen. Nichts schlägt den PC in dieser Hinsicht - wer da nichts findet um es im Unterricht zu nutzen, will einfach nicht.

Green Yoshi 21 Motivator - P - 29499 - 1. August 2020 - 23:55 #

Fast jedes Kind hat eine PlayStation, aber nur wenige einen eigenen PC. Und der müsste ja auch schnell genug sein für aktuelle Engines. Mit irgendwelchen Quellcodes begeisterst Du halt maximal die zwei Nerds einer Jahrgangsstufe.

Dreams ist da schon auf einem ganz anderen Niveau als die Baukästen am PC. Und das mit dem abgeschotteten System interessiert halt auch niemanden. Alles im Leben ist vergänglich. Das gleiche Argument gab es damals 2008 bei Little Big Planet für die PS3 und die Server laufen immer noch. Die Kinder sollen ja keine Profis werden, sondern erstmal für das Thema begeistert werden.

Noodles 24 Trolljäger - P - 60357 - 2. August 2020 - 0:11 #

"Fast jedes Kind hat eine PlayStation"

Quelle? :P

thatgui 15 Kenner - P - 2881 - 2. August 2020 - 1:28 #

Jedes Kind hat vielleicht ein Smartphone, aber sicher keine Playstation - ich habe ein paar davon (also die Lebewesen) und entsprechenden Freundeskreis jeweils dazu, da ist das eher die klassische Normalverteilung für das Sony-Produkt.
Aber gehen wir mal deinem Vorschlag nach: Jetzt haben die lieben Kindlein sich was mit Dreams zusammengeklickt, und dann ?
Zu Hause dran weiterarbeiten/den Eltern / Freunden zeigen - geht halt nur mit ner Playstation - gibts die im Zweifel als Leihgerät von der Schule ?
Schüler xy hat sich richtig reingehängt, und nun soll mal am offenen Herzen nachvollzogen werden, wie er das angestellt hat - wie kann ich das (den Entwurf, nicht das Fertige) dem Klassenverband zur Verfügung stellen, eventuell Teile einfach extrahieren, um das wesentliche Herauszuarbeiten.
Na gut, dann halt doch was anderes, wenn keine Playstation da ist. Aber was nu, doch nur die "drögen" Baukästen, aber da kann man ja das "gelernte" gar nicht mehr anwenden. Und nu ? Oder gehst du gerne vom grafischen Taschenrechner wieder zurück zum Rechenschieber ? Da geht doch die Motivation gleich wieder in den Keller.
Da kannst du doch kein padgogisches Konzept drauf aufbauen. Dann lieber ein Lehrer der schon was am PC vorgefertigt hat, und kleine Leerstellen einbaut, die die Kinder selber füllen können, um die eigene Selbstwirksamkeit zu erfahren. Dann fängt man bei den Grundlagen an, und die Kinder können, was sie vorher erlernt haben gleich wieder einsetzen. Klar kann man da kein Witcher 3 basteln, aber auch mit nem schicken 2D Spiel kann man Kinder begeistern - und wenn ich das ganze dann noch gleich Richtung Web ausrichte, tuts zur not auch ein Tablet zu Hause, weil es eh im Browser läuft.
(Edit:)Oder nutzt etwas wie Minetest, da hat man zwar blöden Quellcode, kann aber die Änderungen in einer 3D-Welt erleben.

"Alles im Leben ist vergänglich" Aha, aber da kann ich natürlich nicht gegen an, wenn das deine Einstellung ist. Ich vertraue im Zweifel lieber einem Backup-System als einer Meeting-Entscheidung bei Sony - denn im Gegensatz zu den Tonnen an Papiermitschriften die Schüler im Laufe Ihrer "Schulkarriere" machen, hat sowas das Potential (sinnbehaftet) weiter zu existieren.
Hatte vor zwei Wochen erst wieder ne Stunde Spaß mit Freunden, als wir das Netzwerk-Tetris, das wir damals in der PC-AG vor 21 Jahren gebastelt haben wieder anwarfen . Wir mussten nur knobeln, wie wirs zum Laufen kriegen (16 Bit Anwendung) dank der Offenheit eines PCs aber kein problem und mussten nicht darauf vertrauen, das irgend ein Konzern das noch bedient, oder wie denn die Zugangsdaten sind.
Edit: Damit wir uns nicht missverstehen, Dreams ist ein wirklich tolles Produkt, aber für den Bildungseinsatz halte ich das nicht für geeignet, außer man will wirklich nur einen "Boah das geht, krass" Effekt erzeugen.

Green Yoshi 21 Motivator - P - 29499 - 2. August 2020 - 13:40 #

Ich finde es einfach schade, dass sich hierzulande im Bildungswesen die Bedenkenträger immer durchsetzen und nie mal was ausprobiert wird. Für die technischen Grundlagen (wie genau funktioniert ein PC?) sind Assembler und die Arbeit mit Quellcode wahrscheinlich besser geeignet, aber Spieleentwicklung kann doch heute so viel mehr sein. Es kann genutzt werden um Geschichten zu erzählen, kreative Ideen zu verwirklichen, andere Blickwinkel zu zeigen, historisches Wissen zu vermitteln etc. So könnte man übrigens auch Mädchen für das Thema begeistern. Aber stattdessen werden Spiele im deutschen Bildungswesen immer noch als Gefahr für Kinder angesehen und man versucht sie davon fernzuhalten. Das passt leider nur zu gut zur restlichen Digitalisierung. In 10 Tagen fängt hier in NRW die Schule wieder an und glaubst Du das Ministerium hätte irgendwelche Konzepte entwickelt? Pustekuchen. Dürfen alles die Schulen selber machen bis sie dann wieder von irgendwelchen Ad-hoc-Beschlüssen von Oben ausgebremst werden. Ein per WhatsApp verschicktes, mit dem Smartphone unscharf abfotografiertes Aufgabenblatt, das die Schüler dann eine Woche bearbeiten dürfen, illustriert das Versagen wirklich perfekt. Da braucht man sich über den Einsatz von Dreams im Kunstunterricht oder Spiele-AGs keinen Illusionen hingeben.

Mitarbeit
— NameJörg Langer
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