Spiele-Check: Dark Room - Im Keller ist's duster, drum wollen wir raus
Teil der Exklusiv-Serie Spiele-Check

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FantasticNerd 33201 EXP - Freier Redakteur,R6,S8,C1,A6,J10
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29. Juli 2020 - 16:40 — vor 1 Woche zuletzt aktualisiert
Der Indie Entwickler Lexip Games war mir kein Begriff, bis sie diesen Juli ein Escape-Room-Spiel namens Dark Room auf Steam veröffentlicht haben. Als Fan von echten Ausbruch-Szenarien erschien mir das ein willkommener Happen für mich zu sein, als er in meinen Empfehlungen auftauchte und daher habe ich ihn mir für euch angesehen.

Wer bin ich, und vor allem wo?
Zuallererst wird euch im Intro etwas über Schach und die Wichtigkeit der Spielfiguren erzählt, dies alles wirkt schon düster und bedrohlich. So befindet Ihr euch zu Beginn von Dark Room auch in einem dunklen Raum ohne jegliche Hinweise darauf, was ihr tun müsst. Lediglich die verschlossene Tür drängt sich durch ihre Präsenz geradezu auf und schreit euch förmlich an "ÖFFNE MICH!". Die ersten Hinweise sind schnell gefunden, ein naher Schreibtisch ist voll davon. Immer wieder findet Ihr Briefe von Menschen, die scheinbar vor euch durch dieses Gebäude gewandert sind. Alle leiden unter mehr oder minder starkem Gedächtnisverlust. Aus diesen Briefen bekommt ihr manchmal auch nützliche Hinweise oder findet eine Zahlenkombination. Merken müsst ihr euch das alles aber nicht, ihr nehmt die Briefe einfach mit und könnt so immer wieder nachlesen was in ihnen stand. Die Umgebung, in der ihr euch bewegt, ist sehr düster und schmutzig.
Die Kombination des Koffers springt euch hier regelrecht an.

Gute und schlechte Kopfnüsse
Die gebotenen Aufgaben sind leider sehr ambivalent ausgefallen. Ihr begegnet diversen Minispielen wie einfachen Bild-Schiebe-Rätseln, müsst Kabel richtig verbinden oder Sortieraufgaben lösen. Diese kleinen Herausforderungen sind alle kompetent gemacht und auch nicht zu schwer, eher Fleißaufgaben die Zeit kosten. Manchmal, wie bei einem Verbindespiel, wird die Steuerung mit zum Handicap, wenn der Zeiger ganz genau durch die Felder geführt werden möchte. Die meisten Aufgaben sind logisch und anspruchsvoll. So müsst ihr zum Beispiel einen vierstelligen Computercode herausfinden. Über dem Rechner sind vier Bilder mit einer Maus, einem Menschen, einem Hund und einer Katze. Über den Bildern steht jeweils eine Zahl. In einem anderen Raum könnt ihr, mit Lösungsmittel, ein Wandgemälde von der Leinwand putzen und findet eine Tabelle, die euch hilft, die Tiere, und somit die Zahlen, in die richtige Reihenfolge zu bringen. Solltet ihr einmal nicht weiterkommen, könnt ihr euch einen Hinweis geben lassen.

Im Kopf laut aufgeschrien und die Entwickler aus der Ferne wüst beschimpft habe ich aber bei einer Szene, in der eine dunkle Ecke beleuchtet werden soll. Im Inventar befindet sich zu diesem Zeitpunkt eine Batterie. Ein Raum vorher gibt es mehrere Kronleuchter mit brennenden Kerzen, zwei Räume vorher sehe ich eine Gaslaterne. Beides wären logische Möglichkeiten, um eine dunkle Ecke mit Licht zu fluten. Aber nein, ihr könnt diese Gegenstände nicht aufnehmen. Stattdessen findet ihr später eine Taschenlampe, die ihr dafür benutzen müsst.
Hinter dem Gemälde verbirgt sich ein wichtiger Hinweis

Die Steuerung, dein Feind und Helfer
Neben der ungenauen Eingabe in manchen Minispielen lässt die Steuerung auch an anderen Ecken zu Wünschen übrig. Von Raum zu Raum, beziehungsweise von Szenenbild zu Szenenbild, geht es immer, indem ihr auf die jeweilige Tür oder den Gang klickt. Zurück mit dem großen Button unten rechts. Aber leider nicht immer. An einer Treppe ist der Knopf zwar vorhanden, reagiert aber nicht auf mein Dauerfeuer. In anderen Bildern ist es nicht immer ersichtlich welche Tür denn nun zu dem Raum führt, aus dem ihr gerade gekommen seid.
Ihr findet diverse Schlüssel, die leider immer gleich aussehen. Gut, dass ihr immer nur einen auf einmal mit euch tragt. Zumindest ist es mir nie gelungen einen zweiten Türschlüssel zu finden während ich den ersten noch nicht bei einer Tür eingesetzt hatte. Aber dadurch ist es nie klar für welche der noch verschlossenen Türen denn der nun gefundene Schlüssel sein könnte.
Die korrekten Farben wollen verbunden werden, leicht, wenn die Steuerung mitspielt

Fazit
Die Geschichte um eine fehlgeschlagene Teleport-Technik, die uns in mehreren Flashbacks stimmungsvoll erzählt wird, macht Lust auf mehr.  Die Steuerung hält mich aber davon ab viel Spaß zu empfinden. Gerade dann, wenn ich mit einem Gegenstand aus dem Keller durch so einige Szenen in den ersten Stock muss. Nur um dort dann einen neuen Gegenstand zu finden der dann im Keller gebraucht wird. Wirklich enttäuschend sind auch die Jumpscares. Von ihnen gibt es zwar einige, mich Hasenfuß zu erschrecken hat aber kein einziger geschafft. Und das soll was heißen.
  • Escape-Room Adventure
  • Einzelspieler
  • 2,39 Euro auf Steam
  • In einem Satz: Leicht gruseliger Escape Room mit kleinen Steuerungsmacken.
Labrador Nelson 30 Pro-Gamer - - 175845 - 29. Juli 2020 - 19:03 #

Scheint ja ganz interessant, auch wenn dieses Genre ja gar nicht so meins ist.

FantasticNerd Freier Redakteur - - 33201 - 29. Juli 2020 - 19:15 #

Viel Spaß beim Lesen.

TheRaffer 20 Gold-Gamer - P - 24645 - 29. Juli 2020 - 23:35 #

Danke dir, den hatte ich. :)

Es liest sich wirklich soweit gut.
Auf einer Skala von 1 bis Gamepad, wie nervig ist die Steuerung? Wie lange schätzt du die Spielzeit? :)

FantasticNerd Freier Redakteur - - 33201 - 30. Juli 2020 - 13:10 #

Also die Steuerung scheint mir sehr auf Tablets und Mobile Geräte ausgelegt zu sein. Oder es ist einfach deren Erfahrung, immerhin besteht das Portfolio des Entwicklers fast nur aus Mobile Games. Zumindest lässt die Größe der Buttons darauf schließen das die mit den Fingern gedrückt werden sollen und nicht mit einer Maus.
Wenn dir das so als Auskunft reicht?
Ich habe für den ersten Durchgang etwas mehr als eine Stunde gebraucht. Es gibt wohl drei Enden, bin gerade dabei das zweite frei zu schalten, bzw. im zweiten Durchgang von dreien. Weiß aber nicht wie lange das dann dauern wird. Meine vorsichtige Schätzung wäre das es ähnlich lange dauert, aber da die Rätsel kniffliger werden und der Bildschirm akribischer abgesucht werden muss könnte es auch länger dauern. Wenn Mann dann an einer Aufgabe hängt und einem einfach keine Lösung einfallen mag. Da noch zur Steuerung, die läd nicht dazu ein einfach mal alles mit allem zu kombinieren und auf alles anzuwenden.

TheRaffer 20 Gold-Gamer - P - 24645 - 31. Juli 2020 - 9:42 #

Vielen Dank für deine Antwort. Das hilft mir weiter :)

Danywilde 24 Trolljäger - - 85272 - 30. Juli 2020 - 0:46 #

Dein Check las sich wie immer sehr angenehm, danke!

euph 27 Spiele-Experte - P - 89534 - 30. Juli 2020 - 11:04 #

Den hatte ich, Danke!

Q-Bert 20 Gold-Gamer - P - 21636 - 30. Juli 2020 - 1:17 #

Puh, der Check geht irgendwie unter auf der Startseite - 5x überlesen bzw. nicht wahrgenommen! Aber dann doch noch gesehen! :)

Admiral Anger 26 Spiele-Kenner - P - 70047 - 30. Juli 2020 - 12:21 #

Danke für den Check, aber das scheint nix für mich zu sein.

Jürgen 24 Trolljäger - P - 54591 - 30. Juli 2020 - 12:54 #

Wieder mal sehr schön geschrieben. Und wieder mal nüscht für mich.

Slaytanic 24 Trolljäger - - 56726 - 30. Juli 2020 - 16:55 #

Dem kann ich mich nur anschliessen.

funrox 14 Komm-Experte - P - 2122 - 30. Juli 2020 - 13:35 #

Toll ! Danke für den Hinweis.
Ich liebe Escape Rooms. Dementsprechend kommt es auf jeden Fall mal auf die Liste.

FantasticNerd Freier Redakteur - - 33201 - 30. Juli 2020 - 13:50 #

Dann viel Spaß damit.

Necromanus 19 Megatalent - - 13153 - 30. Juli 2020 - 21:26 #

Schlechte Steuerung ist übel. Besonders in VR. Genauso wie zu wenig Interaktion mit der Umgebung in VR (hat da jemand Walking Dead gerufen?). Mal gucken ob ich mir das hier mal ansehe. Danke für den Test

schlammonster 30 Pro-Gamer - P - 197890 - 4. August 2020 - 10:03 #

Klingt nett, vielleicht irgendwann mal.

FantasticNerd Freier Redakteur - - 33201 - 4. August 2020 - 10:17 #

Kenn ich. Und so wächst der Pile.