Kurzer Infosnack zu langem Survivalspiel

Jörgspielt: Surviving Titan
Teil der Exklusiv-Serie Jörgspielt

PC iOS Android
Bild von Jörg Langer
Jörg Langer 408989 EXP - Chefredakteur,R10,S10,C10,A10,J9
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7. Juli 2020 - 12:51 — vor 4 Wochen zuletzt aktualisiert

Teaser

Surviving Titan sieht mit seiner Pixeloptik nach harmlosem Spaß aus, entpuppt sich aber als beinhartes Crafting- und Survival-Spiel. Lest, wie es Absturzastronaut Jörg in den ersten 10 Tagen erging.
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Nach einer längeren Jörgspielt-Pause geht es endlich weiter! Mit meinem Corona-Lockdown-Video hatte ich mir ja quasi gleich vier Jörgspielts weggenommen, seitdem ging und geht meine „private“ Spielzeit für langwierige Tests drauf (erst The Last Of Us 2, nun Ghosts of Tsushima). Lange, nach intensiver Beschäftigung mit dem jeweiligen Kleinod entstandene Texte zu Geheimtipps kann ich euch also zurzeit einfach nicht bieten. Vielmehr setze ich bis auf weiteres auf kürzere Texte zu Spielen, mit denen ich nur einige Stunden verbracht habe. Das dürfte ja dennoch interessant für den einen oder anderen sein.

Ach so, einfach aus einer Laune heraus, gibt es ab sofort einen WERTUNGSKASTEN bei meinen Jörgspielt-Berichten. Einfach so! Weil ich hier der Chef bin. Der CHEF! Anders als zuhause, wo mich alle nur herumkommandieren und über mich lachen, weil ich mir bei einem Abstieg von einer 1,50m hohen Böschung den Fuß... aber lassen wir das. Und: Es gibt sogar eine PROZENTWERTUNG. Mal sehen, ob das nur ein einmaliger Gag bleibt...

Den Anfang macht das noch relativ junge Surviving Titan (PC, iOS, Android – Kostenpunkt wenige Euro), das mich spontan mit seiner gelungenen Pixeloptik nebst Action-Keilerei ansprach. Doch es handelt sich um ein waschechtes Survival-Spiel, bei dem man schätzungsweise 75% der Zeit mit Ressourcen-Sammeln und Crafting sowie 25% mit Exploration/Kämpfen verbringt. Obwohl man ständig Nahrung, Wasser und Energie verbraucht und sterben kann, ist es kein Permadeath-Spiel: Ich wache einfach ohne die bei mir getragenen Ressourcen wieder in meiner Raumkapsel auf.
Eben noch ein wütend sturmangreifendes Wildschwein, jetzt eine Ressourcen-Sammlung.
Ich habe Surviving Titan auf dem iPad gespielt und dazu einen PS4 Controller drahtlos angeschlossen, weil ich es hasse, mit virtuellem Joystick zu steuern. Dummerweise ist die Controller-Unterstützung etwas halbherzig: Laufen und Sammeln funktionieren gut, auch das Durchschalten oder Belegen der Hotspot-Items (wenn man es mal kapiert hat), doch gerade beim Craften muss ich ständig eine Art Mauszeiger-Emulation benutzen, statt Slots und Items direkt durchschalten zu können. Schade! Und auch mit Gamepad gestalten sich die Kämpfe gegen putzige, aber oft tödliche Gegner unpräzise, gerade, wenn man mit Nahkampfwaffen agiert.

Zur Handlung: Ich stürze mit einer Raumkapsel (die mir auch noch lange Zeit als Notunterkunft dient, bevor ich mir irgendwann ein eigenes Domizil mit allerhand Schnickschnack errichtet habe) auf einem fremden Planeten ab, der aus sieben unterschiedlichen Biomen (und damit Gegnertypen) besteht. Komischerweise finde ich bald weitere abgestürzte Kapseln und Raumschiffe, der Ursache dafür auf die Schliche zu kommen, ist wohl der Storyfaden von Surviving Titan.
Das (die meiste Spielzeit ausfüllende) Crafting gelingt auf iPad mit Touchscreen-Steuerung am besten, dafür fällt das Herumlaufen und Kämpfen mit Gamepad leichter. Kombinieren lassen sich beide Steuerungsarten nicht, man muss umständlich umschalten.


Obwohl mich eine kleine sprechende Drohne begleitet, die mir Infos verrät oder mich auch zur Kapsel zurückteleportiert, ist man – wie üblich bei diesem Genre – ohne Wiki aufgeschmissen. Während manche Crafting-Tätigkeiten selbsterklärend sind, stellte mich schon das Nicht-Verdursten oder die Herstellung von Ziegeln (wo gibt es den verdammten Lehm?) vor ungeahnte Schwierigkeiten. Oder wie sich der Einzelkämpfer-Programmierer das mit dem Kochen von Suppen und anderer Nahrung gedacht hat (des Rätsels Lösung ist nicht etwa eine entzündete Fackel, sondern einfach Holz im Ofen-Inventar, das dann rasend schnell verschwindet).

Dennoch, die Erkundung des Umlands, das Besiegen erster Gegner, der Plausch mit dem einen oder anderen NPC sowie das Herstellen eigener Baumaterialien, Waffen und Rüstung (über 150 Items lassen sich herstellen) haben mich einige Stunden unterhalten. Und ja, wenn dann mal wieder genügend EXP zusammen ist, um eine meiner Fähigkeiten upzugraden, ist das durchaus nicht unmotivierend. Mir wurde es aber nach drei oder vier Stunden zu fad. Wer die Optik mag und am grundsätzlichen, geduldserfordernden  Terraria-Spielprinzip Spaß hat, kann ja mal reinschauen!
 
Surviving Titan PCiOSAndroid
59%
Userwertung0.0
Pro
  • Schnuckelige Optik
  • Viel drin (7 Biome, dutzende Gegner, weit über 100 craftbare Items)
  • Es gibt so etwas wie eine Story (erzählt durch Drohne & andere Überlebende)
Contra
  • Bedienung auf iPad könnte besser sein (weder Touch noch Gamepad optimal)
  • Ohne Wiki kaum vernünftig spielbar
  • Bauen/Erkunden unspaßiger als bei Terraria, unkomplexer als bei Rimworld
  • Das etwas unpräzise Action-Kampfsystem könnte auf die Dauer langweilig werden




 
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