Wochenend-Lesetipps 23/2020: Kommt es auf die Länge an?
Teil der Exklusiv-Serie Lesetipps fürs Wochenende

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6. Juni 2020 - 18:46 — vor 4 Wochen zuletzt aktualisiert
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Diese Woche warten Themen auf uns, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Wir prüfen, was die Länge damit zu tun hat, ob Alter ein Handicap sein könnte und warum Schummler in einem Spiel gerade kein Land mehr sehen und sich beschweren. Neben etwas Retro gibt's dann noch einen Artikel zum Journalismus und wie er sich finanzieren könnte. Auch an dieser Stelle wieder vielen Dank für die Einsendung eurer Lesetipps.

Es kommt nicht auf die Länge an …
videospielgeschichten.de vom 23.05.2020, von  Sabine Seggewiss

Was könnte außer der Spiellänge noch entscheidend für die Bewertung eines Spieles sein? Bei vielen Entwicklern bekommt man ja das Gefühl, es gebe nichts Wichtigeres mehr. Mir selbst sind ja inzwischen manche Spiele echt zu lang.

Man öffnet die Spielebibliothek und da sind sie – Reihe an Reihe, Titel an Titel. Ein buntes Kaleidoskop an Spielen, welche man entweder immer wieder und wieder besucht oder die noch darauf warten, gespielt zu werden.

Bei genauerem Hinsehen fällt – mir zumindest – auf, dass ich keinen einheitlichen Spielstil pflege. Da steht schon mal der “Witcher” neben “Gris” oder ein “Divinity Original Sin 2” neben “Journey”. Natürlich haben beide nicht ansatzweise die gleiche Anzahl an Spielstunden, jedoch weiß man ganz genau, dass man beide Spiele jeweils genauso gern spielt oder gespielt hat. Was ist es also, dass uns zeitgleich an den großen Epen der Spielewelt und den kleinen Juwelen begeistert?

Atmosphäre

Fangen wir ganz vorne an. Die Atmosphäre ist etwas, das jedem Spieler zuerst entgegenschlägt. Sie kann düster, geheimnisvoll, fröhlich oder romantisch sein (und natürlich noch vieles mehr).

 

Altern als Computerspieler: Gib mir meine Reflexe zurück
spiegel.de vom 24.05.2020, von Carsten Görig

Nachdem die Zielgruppe von GamersGlobal auch nicht gerade die jüngste ist, hier eine Empfehlung von Q-Bert. Vielleicht hat es ja der eine oder andere hier selbst schon beobachtet. In kompetitiven Mehrspielerrunden unterliegt man plötzlich gegen "die Jungen". Dieser Artikel beschäftigt sich genau mit diesem Thema:

Schnelle Reaktionen sind in vielen Videospielen der Schlüssel zum Erfolg. Dass sie mit dem Alter langsamer werden, stellt Hobbyspieler wie Profis vor eine Herausforderung. 

Game over. Schon wieder. Für den Wiedereinstieg ist dann vielleicht doch der niedrigste Schwierigkeitsgrad besser.

Viele Menschen, die früher einmal viel Zeit an Computer oder Konsole verbracht haben, erleben eine böse Überraschung, wenn sie sich ihre Lieblingstitel nach Jahren wieder vornehmen: Reflexe und Schnelligkeit haben nachgelassen. Wer im ersten "Doom"-Teil 1993 noch geglänzt hat, sollte sich nicht wundern, wenn 2020 das große Comeback bei "Doom Eternal" ernüchternd ausfällt.

Während man im Einzelspielermodus noch die Schwierigkeit reduzieren kann, werden einem spätestens in einem Onlinematch die Grenzen gnadenlos aufgezeigt: Die Jüngeren reagieren schneller - sie weichen aus und schießen, während man selbst noch nachdenkt.

 

"Valorant": Schummler empört, weil sie keine zweite Chance bekommen
derstandard.at vom 05.06.2020

Jeder der schon etwas länger im Internet PVP-Matches gespielt hat, dürfte das Problem mit den Cheatern kennen. Gute Entwickler kümmern sich um das Problem und versuchen die Server sauber zu halten. Ein Entwickler schafft das scheinbar so gut, dass sich die Cheater nun beschweren.

All jene, die während der Beta schummelten, können den Shooter nun weiterhin nicht nutzen – Bann umfasst Hardware, IP und auch Account

Riot Games ist hartnäckig, wenn es ums Schummeln geht. All jene Spieler, die bei Valorant in der Closed Beta beim Cheaten erwischt wurden, können die offizielle Version nun auch nicht verwenden. Seit dem 2. Juni ist Valorant kostenlos nutzbar – zuvor musste man sich einen Zugang "verdienen", indem man bei Streams auf Twitch einschaltete.

Cheater fragte bei CEO nach

"Sorry, keine zweite Chance für Cheater", kommentierte Riot-CEO Nicolo Laurent eine Direktnachricht eines Users, die er auf Twitter teilte. Darin beklagte der Nutzer, dass er während der Beta einen kostenlosen Cheat verwendet hatte und nun auch weiterhin gesperrt sei. "Ist das ein Fehler oder habt ihr die Sperren nicht rückgängig gemacht", fragt der überführte Schummler nach.

 

Aus dem GamersGlobal-Archiv: Die GTA-Serie Report
gamersglobal.de vom 15.09.2013, von Christoph Vent

Die Gerüchteküche tischt einem ja momentan ein mögliches GTA 6 auf. Wäre dann zu dem Thema nicht ein Report über die vergangenen GTA's toll? Vielleicht aus der Feder eines ehemaligen sehr beliebten Redakteurs?

Seit ihrem ersten Teil im Jahr 1997 verfolgt die GTA-Serie ein und dasselbe Spielprinzip: Als Krimineller steigt ihr zu einem der gefürchtetsten und geachtetsten Gangster einer Stadt auf. Zum Anlass der Veröffentlichung von GTA 5, dem 15. Serienteil, lassen wir die komplette Reihe mit all ihren Ablegern noch mal Revue passieren.

Neben Call of Duty und Die Sims gehört Grand Theft Auto zu den erfolgreichsten Computerspiel-Reihen. Dabei ist sein Grundgerüst verhältnismäßig simpel: Hier schlüpft ihr nicht wie so oft in die Haut eines strahlenden Kämpfers für das Gute, sondern werdet zum genauen Gegenteil – wie ja auch schon der Name ("Schwerer Kfz-Diebstahl") leise andeutet: Ihr agiert als Gangster. Allerdings fügt Rockstar, bis 2001 noch unter dem Namen DMA Design bekannt, dem Spiel eine entscheidende Komponente hinzu. Denn anstatt euch linear durch vorgegebene Missionen zu leiten, entscheidet ihr selbst über das Tempo eures kriminellen Werdegangs. Ihr legt besonderen Wert auf eine Story? Kein Problem, alleine die Hauptmissionen beschäftigen euch meist schon um die 20 oder mehr Stunden. Braucht ihr dennoch mal Abwechslung, schwingt ihr euch einfach auf den Fahrersitz eines Autos oder Motorrads eurer Wahl und erkundet die Spielwelt auf eigene Faust – Rockstar begründete damit das Open-World-Genre, wie wir es heute kennen.

Fundstück: Ein Spotify für Journalismus?
 
message-online.com vom 25.05.2020, von Pauline Tillmann

Ein Thema, das auch GamersGlobal nicht fremd ist. User wollen einfach nicht viel (oder wenn möglich auch nichts) für Inhalte zahlen. Wie aber damit umgehen? Die Empfehlung von ChrisL setzt sich anhand einer Studie mit der Thematik auseinander, wie man uns User zum Zahlen animieren könnte, bzw. was ein User so im Schnitt bereit ist zu zahlen. 

Journalismus funktioniert nicht nach den üblichen Regeln des Marktes. Eine wachsende Nachfrage – wie aktuell in der Corona-Krise – führt nicht unbedingt zu höheren Einnahmen der Medienhäuser. Und so denken Verlage trotz steigender Klick- bzw. Verkaufszahlen und Rekordzuwächsen bei den Abonnenten über Kurzarbeit nach. Neue Geschäftsmodelle müssen her. Könnten Spotify, Netflix und andere Streamingdienste dabei ein Vorbild für den Journalismus sein?

Christian Wellbrock will nichts weniger als „dazu beitragen den digitalen Journalismus zu retten“. Der Professor für Medienmanagement an der Universität Köln hat deshalb gemeinsam mit seinem Fachkollegen Christopher Buschow von der Bauhaus-Universität Weimar die Studie „Money for nothing and content for free?“ veröffentlicht. Die Studie, für die mehr als 6.000 Menschen befragt wurden, sei extra so angelegt, dass konkrete Handlungsempfehlungen ausgesprochen und damit dezidiert sowohl Verlage als auch Medien-Startups adressiert werden, sagt Wellbrock. Seine wichtigste Erkenntnis: „Die Nutzer wünschen sich ein anbieterübergreifendes Angebot mit einer Flatrate wie sie das von Spotify und Netflix gewohnt sind.“

C:\B_retro\Ausgabe_32\: Sony PlayStation 2 
computerbase.de vom 31.05.2020, von 
Sven Bauduin

Lesetipps ohne Retro? Das will ich nicht verantworten. Daher gibt es einen Rückblick auf die PlayStation 2. Ich selbst habe sie ja nicht besessen, jedoch gern bei Freunden und Kollegen damit gespielt:

tl;dr: Am 4. März 2000 veröffentlichte Sony mit der PlayStation 2 die bis heute weltweit meistverkaufte Spielkonsole. Auf Basis einer erweiterten MIPS-Architektur ermöglichte die Emotion Engine der PlayStation 2 mit rund 300 MHz und 32 MB RDRAM einen Leistungssprung zur PlayStation. Zugleich war die Spielkonsole ein DVD-Player. 

C:\B_retro\Ausgabe_32\

Sony PlayStation 2

Über einen Zeitraum von mehr als 12 Jahren verkaufte sich die bis zum 29. Dezember 2012 produzierte PlayStation 2 mehr als 157 Millionen Mal und ist damit bis heute die meistverkaufte Spielkonsole weltweit und einer der größten wirtschaftlichen Erfolge insgesamt in der Geschichte des japanischen Elektronikunternehmens Sony.

An der PlayStation 2 führte im Jahre 2000 kein Weg vorbei und selbst renommierte Nachrichtensender weltweit berichteten über die Vorstellung der Next-Gen-Spielkonsole von Sony und rühmten sie als eine der größte Errungenschaft seit der Erfindung des Fernsehens, wie Originalaufnahmen zum Release vor rund 20 Jahren belegen.

Im Video: 7 Most WTF Minigames we swear we're not making up
Mit freundlicher Empfehlung von Elfant gibt es dieses Video. Ich denke der Titel sagt bereits ausreichend aus, was euch erwartet.

Wie immer freuen sich Q-Bert und Necromanus über eure Tipps zu Lesenswertem oder spannenden Videos.

Video:

Kati G. 16 Übertalent - 5096 - 6. Juni 2020 - 11:42 #

Also der These, dass die Spiele heute länger sind, muss ich doch vehement gegenübertreten! Natürlich gibt es diese Open-World-Titel, in die man Hunderte von Stunden reinstecken kann. Aber bei storygetriebenen Spielen ist man heute doch um eine zweistellige Stundenzahl vor dem Ende schon dankbar, während man in den 90ern und zur Jahrtausendwende größtenteils weit darüber lag. Das fällt vor allem bei Adventures auf.

euph 27 Spiele-Experte - P - 88979 - 6. Juni 2020 - 12:10 #

Was sind für dich „storygetriebene Spiele“? Denn an sich fallen mir wenige Spiele mit Story ein, die kürzer als zehn Stunden gedauert haben. The Order 18irgendwas aber sonst?

Kati G. 16 Übertalent - 5096 - 6. Juni 2020 - 12:55 #

Nehmen wir mal die ganzen Taktik-(Rollen-)spiele, die in letzter Zeit zu Hauf erschienen sind. Chimera Squad oder Fort Triumph sind im Vergleich zu Jagged Alliance 2 oder Fallout 2 nur einen Bruchteil so lang - und mir zu kurz.
Wobei...sind auch keine Vollpreistitel, muss man berücksichtigen!

Mir ist das eben aufgefallen, dass ich an einem Adventure oder linearen Rollenspiel heute nicht mehr so lange sitze wie damals etwa an Monkey Island 3 oder Arx Fatalis. Rein subjektive Wahrnehmung.

Q-Bert 20 Gold-Gamer - P - 21198 - 7. Juni 2020 - 1:47 #

Fort Triumph (~25h) und Chimera Squad (~12h) dürften imho nicht länger sein, sonst hätte ich die Lust verloren und abgebrochen. Da hab ich mich regelrecht gefreut, auch mal das Ende eines Spiels gesehen zu haben, was leider oft nicht der Fall ist. Fantasy General 2 zum Beispiel war mir viel zu langatmig - gern hätte ich da große Drachenarmeen gesteuert, aber so weit bin ich gar nicht gekommen.

Jagged Alliance 2 oder Xcom 2: War of the Chosen dauerten bei mir ca. 60-80 Stunden, ohne einen Hauch Langeweile oder Routine. Da steckt aber auch wesentlich mehr Abwechslung an Charakteren und Spieltiefe drin. Wobei JA2 das gleiche Problem hat wie die Pyramiden von Gizeh: Eigentlich ist die Technik simpel, aber trotzdem könnte man sowas heute nicht mehr nachbauen, weil zu teuer.

Fallout 2 hab ich geliebt, dann vor ein paar Jahren nochmal hervorgekramt und war maßlos enttäuscht von dem Pixelmatsch. Die Rundenkämpfe dauern ewig, die Steuerung ist aus heutiger Sicht unerträglich zäh. Die Nachfolger Fallout 3 + 4 kommen bei mir beide weit über die 100 Stunden Marke, und Teil 3 hab ich nicht mal die Hauptstory beendet.

Teil der Wahrheit ist wohl auch, dass es heute in jeder Nische eine unendliche Auswahl an Titeln gibt - in den 90ern hab ich auch deshalb manche Spiele gesuchtet, weil es abseits der Ikonen nur wenig gab, was ich stattdessen spielen wollte.

Noodles 24 Trolljäger - P - 59765 - 6. Juni 2020 - 15:45 #

Die ganzen Walking Simulator, die haben ja meist eine Spielzeit von 2-5 Stunden.

euph 27 Spiele-Experte - P - 88979 - 7. Juni 2020 - 10:22 #

Das stimmt, an die habe ich nicht gedacht. Da es sich hier meist um kleinere Produktionen handelt, stört mich das dabei allerdings nicht, da ich sie als schöne kleine Happen zwischendurch konsumiere. Ein Firewatch z.B. hätte mich für 15 oder mehr Stunden wahrscheinlich auch nicht bei der Stange gehalten.

Noodles 24 Trolljäger - P - 59765 - 7. Juni 2020 - 13:17 #

Ja, ich finde die Länge für solche Spiele auch völlig ausreichend, da die ja kaum Spielmechanik haben und von der Story getragen werden.

Elfant 24 Trolljäger - P - 48509 - 6. Juni 2020 - 13:42 #

Da vermischt Du allerdings unterschiedliche Effekte. Klar das Design und die Spielerführung ist heute besser im Bezug zu damals und der Komfort hat sich erhöht wie zum Beispiel das Abkürzen von Laufwegen mittels Doppelklick. Der größte Unterschied liegt aber in der Erfahrung des Spielers und in der Verfügbarkeit von Lösungshilfen. Nahezu niemand wird heute noch stundenlang an einem Rätsel herumtüffeln, sondern eher nach Minuten im Internet eine Komplettlösung heraussuchen. Wir alten Hasen hingegen kennen schon nahezu jedes mögliche Rätsel und Logik - Minispiel. Mittels einer Kakerlake, Marmelade, Kekskrümmeln und Bureauklammer einen Stromkreis zu schließen, gehört bei uns eher zum Standardrepertoire, weil wir bereits genügend ähnlich "absurde" und weit absurde Rätsel gelöst haben.

euph 27 Spiele-Experte - P - 88979 - 6. Juni 2020 - 13:50 #

Da sagst du was. Wie lange wir damals mit Vollgas Spaß hatten, obwohl das Spiel an sich eigentlich recht wenig Umfang hat. Aber ohne Lösung probiert und probiert man halt....

Noodles 24 Trolljäger - P - 59765 - 6. Juni 2020 - 15:44 #

Spiel nochmal die alten Adventures von z.B. LucasArts, die sind auch nicht länger gewesen, meist klar unter 10 Stunden. Mag einem damals vielleicht länger vorgekommen sein, da man sich weniger schnell helfen konnte, wenn man hängen blieb, als das heute möglich ist.

biernikolauz 10 Kommunikator - P - 438 - 6. Juni 2020 - 21:28 #

Nicht zu vergessen die ständigen Diskettenwechsel - Fate of Atlantis mit seinen 14 Stück z.B. - was die "Spielzeit" zusätzlich gestreckt hat.

Slaytanic 24 Trolljäger - - 56450 - 6. Juni 2020 - 22:25 #

Das sind Sachen die man einfach verdrängt... ;)

Ganon 24 Trolljäger - P - 58147 - 8. Juni 2020 - 11:00 #

Den Eindruck hatte ich auch lange Zeit. Als Elite Force oder Max Payne rauskamen, hat man sich beschwert, dass die "nur" 10 Stunden gingen. Heute sind bei Spielen dieser Art ja eher noch weniger Standard. Aber waren die älteren Spiele wirklich umfangreicher? Wenn ich heutzutage Sachen wie Doom 1 oder Duke Nukem 3D nachhole, sind die auch nicht länger. Bei den Adventures ist es genauso. Ich glaube, damals hat man einfach länger dran festgesessen. Es gab ja keine online sofort verfügbaren Lösungen, man hatte als Kind vielleicht noch nicht ganz die geistigen Kapazitäten - oder die Rätsel waren einfach nicht immer logisch. Bei Shootern ist man wahrscheinlich ewig in den labyrinthartigen Levels rumgeirrt und hat sich nicht zurechtgefunden. Die wurden später nicht kürzer, aber linearer, so dass man flotter durchkam.
Tja, heute beschwert man sich über Spielzeitstreckung durch Nebenaufgaben, aber früher gab es da viel blödere Arten, mehr Zeit aus weniger Gameplay rauszuholen...

Henning Lindhoff 18 Doppel-Voter - P - 9509 - 6. Juni 2020 - 12:22 #

Ja, das Altern als Spieler... Nicht nur die Reflexe leiden. Es mangelt auch an Zeit und Geduld, sich in neue Welten und Interfaces einzuspielen. Das ist für mich vielleicht das Größte Hemmnis. Ich fange genau deshalb oft erst gar nicht an zu zocken. Danke für den Lesetipp!

euph 27 Spiele-Experte - P - 88979 - 6. Juni 2020 - 12:36 #

Die Zeit wird bei mir immer besser, aber die Lust, sich in was reinzufuchsen nimmt ab. Da muss mich ein spiel schon wirklich packen, was immer seltener gelingt.

Faerwynn 18 Doppel-Voter - - 10939 - 6. Juni 2020 - 13:07 #

Also das ist bei mir weder bei Reaktionszeit noch bei der Motivation ein Problem. Vor einer Weile war bei uns auf der Arbeit ein Stand einer Krankenkasse, die hatten so eine Wand auf der man ein Reaktionsspiel spielen konnte, und dann wurde die Reaktionszeit in ms gemessen. Der andere Core-Zocker im Bereich und ich hatten an dem Tag deutlich die Bestzeiten, auch besser als die ganzen jungen Kollegen. Das spielt die Übung eine größere Rolle als das Alter. Studien der US Airforce zur Reaktionszeit von Jetpiloten im Alter deuten da auch drauf hin. Es gibt wohl einen ordentlichen Alterungseffekt, aber der ist geringer als die Verbesserung der Hand-Auge-Koordination durch Übung.

Ich spiele mich gerade mal wieder durch die Doom-Reihe (gerade Teil 2) und hab mit 40 eher weniger Probleme als damals mit 14.

Und wenn ich Zeit zum Zocken habe, dann habe ich auch Motivation. Mir fehlen eher Spiele mit der Tiefe von damals, wo man sich auch mal ordentlich einarbeiten musste. Heute kriegt man ja alles auf dem Silbertablett serviert.

Ganon 24 Trolljäger - P - 58147 - 8. Juni 2020 - 11:03 #

Ja, das mit Doom kenne ich. Als ich neulich erst Teil 1 nochmal gespielt habe, war ich überrascht, wie gut ich durchkam. Damals, vor 25 Jahren hat man ewig daran gespielt...
Ich denke auch, dass das mit den Reflexen Übungssache ist. ich mache seit vielen Jahren Karate, und da merke ich schon immer wieder, dass ich dadurch anders auf Dinge reagiere.

Slaytanic 24 Trolljäger - - 56450 - 6. Juni 2020 - 15:20 #

JA, das mit den Reflexen und der Geduld kenne ich nur zu gut. ;)

Player One 15 Kenner - P - 2744 - 6. Juni 2020 - 18:30 #

Die Reflexe gehen mir mittlerweile total ab, deshalb auch keine Chance bei Dark Souls, Bloodbourne, etc. Klar, irgendwann würde ich das hinbekommen aber dann mit größter Konzentration und Anstrengung und dafür spiele ich keine Spiele, ich möchte entspannen. Früher habe ich Spiele durchgespielt, da hatte man 3 Leben und speichern war nicht drin (hallo Rainbow Islands). Da konnte ich alles um mich herum ausblenden, das geht heute nicht mehr. Dafür machen im Alter andere Dinge viel mehr Spaß als früher, zum Beispiel.....äh....grübel......
:-(

Noodles 24 Trolljäger - P - 59765 - 6. Juni 2020 - 18:50 #

Ich bin zwar zu jung, um das richtig zu beurteilen, aber ich glaub, sowas ist nicht komplett eine Sache des Alters, sondern auch der eigenen Einstellung. Mein Vater ist 57, also in etwa in deinem Alter und hat in den letzten Jahren alle Souls-Spiele sowie Bloodborne durchgespielt und spielt fast nur noch Spiele in diesem Genre. Und auch wenn es fordernd ist, ist es für ihn Spaß und Entspannung. Ich denke, bei den meisten Dingen gibt es kein "Zu alt für den Scheiß". Entweder sie machen einem Spaß oder nicht, aber rein mit dem Alter hat das dann nicht unbedingt was zu tun.

Unregistrierbar 18 Doppel-Voter - P - 9193 - 6. Juni 2020 - 20:46 #

Ich finde, Spiele sind heutzutage viel zu lange aufgrund der Cutscenes. Ich habe das kostenlose The Witcher 3 im Epic Store mal abgegriffen und finde es bis auf ein paar problematische Steuerungsdinge ganz gut. Aber Himmel, diese bescheuerten Zwischensequenzen. Ziemlich abgegriffene Dialoge und hölzerne Animationen - und W3 ist im Vergleich zu anderen Spielen ja noch gut in dieser Hinsicht.
Ich finde, das nimmt immer mehr Überhand und es ist eine schlechte Entwicklung. Cutscenes und ein wenig Rahmenhandlung sind ja in Ordnung und können ein Spiel lebendiger machen, aber warum muss es gleich so extrem sein? Gefühlt die Hälfte meiner "Spielzeit" waren Cutscenes und irgendwelche Dialoge. Wenn ich einen Film schauen will, starte ich Netflix und nichtmeinen PC.

xan 18 Doppel-Voter - P - 10065 - 7. Juni 2020 - 1:04 #

Wir haben scheinbar sehr unterschiedliche Spiele gespielt. Ja, Witcher hat Cutscenes, aber weder gefühlt noch im Ansatz die Hälfte der Spielzeit. Oder bist du aus dem Prolog nicht rausgekommen?

Unregistrierbar 18 Doppel-Voter - P - 9193 - 7. Juni 2020 - 8:58 #

Doch, schon. Aber ich kann keinen Unterechied feststellen. Also da ist doch diese Quest mit dem Baron und seinem Fehlgeborenen. Da gab es unglaublich viele Dialoge und zuerst war ich beeindruckt ob des Aufwands, den das Studio hier betrieben hat. Aber dann wollte ich eigentlich nur spielen... inzwischen klicke ich fast alle Dialoge nur noch weg. Das Umherstreifen abseits der Story ist ja auch immer mit Dialogen. Hätten sie mal lieber den Aufwand in eine flüssigere Steuerung gesteckt. Ich finde diese Animationen beim Fortbewegen - sei es zu Fuß oder auf dem Pferd - grauenhaft. Schon klar, dass soll realistisch wirken, wann Geralt oder Plötze nicht abgehackt stehenbleiben, aber wenn man viele kleine Schritte machen will, um z.B. Gegenstände aufzuheben oder Kräuter zu pflücken, kann das wirklich frusten.
Das streckt ein Spiel doch gewaltig, wenn man mal bedenkt, wie oft Loot aufgesammelt werden will bzw. Kräuter gesammelt.
Aber da stehe ich wohl alleine da. Die Leute stehen auf Realismus in Spielen.

Necromanus 18 Doppel-Voter - - 12989 - 7. Juni 2020 - 9:27 #

Ich spiele jetzt Witcher 3 zum zweiten mal durch. Ich persönlich finde die Menge an Cutscense genau richtig. Ich liebe die Art und Weise der Erzählung und Inszenierung. Ja es ist ein sehr langes Spiel. Insbesondere wenn man die ganzen Nebenaufgaben mit macht aber eines der wenigen die mich so lange bei der Stange halten können.

Die Animationen gefallen mir auch richtig gut. Ich verstehe nicht was du da siehst oder was dich stört aber das scheint Geschmackssache zu sein. Ich habe auch noch nicht verstanden was die Leute an den aktuellen Rockstar Spielen finden. Die finde ich grauenhaft designt...
Aber jedem das Seine. Es wäre ja langweilig wenn alle das Gleiche mögen würden.

Unregistrierbar 18 Doppel-Voter - P - 9193 - 7. Juni 2020 - 11:38 #

OK, die Cutscenes lassen sich ja Gottseidank skippen ohne Nachteil im Spiel - alles wird protokolliert und man kann bei Bedarf ja dann nachlesen, was zu tun ist, wenn man nicht alleine mit dem Questmarker zurecht kommt.

Die Animationen sind halt unecht. Sicher sind sie besser als in anderen Spielen, aber mir reicht das nicht, um mich reinzuziehen und zu vergessen zu lassen, dass das ein Computerspiel ist.

Immerhin, die Synchronisation ist insgesamt gelungen.

Harry67 19 Megatalent - - 13048 - 8. Juni 2020 - 6:16 #

Wie hast du das denn früher gemacht, als die Animationen noch aus zuckendem Pixelmatsch bestanden? Oder in der Frühzeit der heute super schlecht gealterten max 300 Polygon Ära?

Witcher 3 kam vor fünf Jahren raus ...

Elfant 24 Trolljäger - P - 48509 - 7. Juni 2020 - 10:10 #

@Zwischensequenzen und Dialoge:
Mir fielen nur wenige Spiele ein, in denen Zwischensequenzen das Spiel "extrem" strecken würden (und sie sind fast alle japanisch). Aber ich verstehe schon, was Du meinst.

@Laufanimation
Dem ist doch eigentlich nur so, wenn die Geralt rennt. Beim Gehen sollte es doch kein Problem sein.

Unregistrierbar 18 Doppel-Voter - P - 9193 - 7. Juni 2020 - 11:46 #

Also das mit dem Rennen ist ja schon schlimm genug, aber bei normalen Laufen kann ich einfach keine minimalen Schritte machen. Ich stehe so oft direkt neben irgendwelchen Kräutern und kann sie nicht triggern. Dann muss ich im richtigen Winkel stehen, darf aber nicht zu lange den Stick bewegen, sonst macht Geralt gleich wieder einen ganzen SChritt und ich stehe zu weit weg.
Bei Breath of the Wild funktioniert das und trotzdem wirkt es echt auf mich.
CD Projekt hat da ja eine Einstellung im Menu, bei der man das verändern kann. Das ist eigentlich eine gute Idee, aber ich hätte das gerne noch viel genauer. Am liebsten würde ich die Laufanimationen bis auf ein absolutes Minimum zurückfahren, aber das geht leider nicht.

Elfant 24 Trolljäger - P - 48509 - 7. Juni 2020 - 22:01 #

Moment. Stick? Ok mit dem Gamepad versteh ich das Problem. Dies habe ich schnell wieder zur Seite gelegt beim 3. Durchgang.

Necromanus 18 Doppel-Voter - - 12989 - 7. Juni 2020 - 22:44 #

Ich spiele gerade jetzt den zweiten Durchgang auch mit Gamepad und fühle mich dabei fast wohler als mit Maus+Tastatur. Ich kann sein Problem aber allgemein nicht nachvollziehen.

Elfant 24 Trolljäger - P - 48509 - 8. Juni 2020 - 9:39 #

Mir war sie etwas zu hackelig, aber ich möchte nicht ausschließen, daß dies an mir lag.

Q-Bert 20 Gold-Gamer - P - 21198 - 7. Juni 2020 - 1:58 #

Spotify für Journalismus? hat ein paar interessante Ansätze. Während die große Magazine fusionieren oder von Verlagen gekauft werden, krebsen die kleinen Content Anbieter mit winzigen Teams und winzigen Budgets rum. Eigentlich müssten sich 10-20 kleine, unabhängige Seiten (die wir hier auch immer wieder in den LTs empfehlen) zusammentun und gemeinsam eine Plattform bilden. Das wäre auf einen Schlag viel Content, eine große Community und echte Konkurrenz zu 4P und GS.

Necromanus 18 Doppel-Voter - - 12989 - 7. Juni 2020 - 11:22 #

Da stimme ich dir zu. Den Bereich haben bislang einige Branchen ja erst auf die harte Tour lernen müssen. Wenn sich da, wie du sagst, einige zusammen tun und dann auch noch qualitativ hochwertigen Journalismus betreiben, dann wäre das aus meiner Sicht eine große Bereicherung. Die Frage ist ob die dann davon leben könnten, was so eingenommen wird.

Sokar 18 Doppel-Voter - P - 12187 - 8. Juni 2020 - 11:22 #

"Die Frage ist ob die dann davon leben könnten, was so eingenommen wird."
Ist das nicht gerade bei Spotify ein Problem? Dass nur die wirklich großen bzw bekannten und eh schon erfolgreichen Künstler damit Geld verdienen? Kleinere nutzen das nur als Plattform, um bekannt zu werden, das Geld verdienen sie dann mit Merch und Touren.
Philip Walulis hat da mal ein Video dazu gemacht: https://www.youtube.com/watch?v=GAt6aCwfP9M

Necromanus 18 Doppel-Voter - - 12989 - 8. Juni 2020 - 20:01 #

Wobei man hier auch gleich das Problem sieht. Die Aufteilung des Geldes. Das Model könnte also durchaus funktionieren, wenn das Geld anders aufgeteilt werden würde.

Elfant 24 Trolljäger - P - 48509 - 7. Juni 2020 - 11:50 #

Ja und nein. Der Gedanke selbst ist weder neu noch innovativ und auch hier werden eben die Schwierigkeiten nur stiefmütterlich behandelt. Aus einer Konsumentensicht ist natürlich eine Plattform für alles interessant, wir sehen es an Spotify, Netflix und Gamepass, aber die Gewinner dabei sind nicht die Produzenten der Inhalte sondern die Plattformanbieter. Selbst eine Plattform oder einen Verband zu schaffen, ist hingegen relativ schwierig. Ich denke da zum Beispiel an Einkaufsverbände, an die gescheiteren Marktplätze für Indiespiele oder natürlich Camshows.

Zudem ist GG mit einem ähnlichen Konzept durchaus gestartet. Hier gehen Text und Studie zwar darauf ein, warum die Kooperation in derselben spezifischen Nische schwierig ist, aber die Lösung wirkt wenig durchdacht. Da wird dann doch eher an klassische Lokalteile in Zeitungen gedacht, aber diese Frage stellt sich in vielen Fällen eben nicht mehr. Die Frage wäre eher, wo es zwar Interesse an den Themen, aber kaum Überschneidungen in der zahlenden Kundschaft gibt und Effekte auf die noch nicht zahlende Kundschaft gibt. Da ist die Studie allerdings beim Überfliegen eher dünn außerhalb eines "Mehr fürs Geld" - Schemas.

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