PM: Editor’s Choice: Nioh 2 ist ein packendes, gnadenloses Sequel

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22. April 2020 - 16:45 — vor 1 Jahr zuletzt aktualisiert
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HINWEIS: DIES IST EINE PRESSEMITTEILUNG, KEINE REDAKTIONELLE NEWS

Eric Whelan:

Ich glaube, ein Sieg über einen Boss hat mir noch nie so viel Freude bereitet wie in dem Moment, als ich in Nioh 2 dem Feuer atmenden, gesichtslosen Scheusal Enenra den Todesstoß verpasste. Als ich im Siegestaumel aufsprang, dämmerte mir allmählich, dass ich gute zwei Stunden und all meine rettenden Elixiere investiert hatte und viel öfter, als ich zugeben möchte, so kurz davorgestanden hatte, den Controller in die Ecke zu pfeffern. Aber die Begeisterung, der Jubel, die … Erleichterung, als ich ihn bezwang. Oh Mann.

Dabei ist nicht zu vergessen, dass Enenra kein Widersacher aus späteren Akten ist. Oh nein. Ihr werdet Enenra schon früh in Team Ninjas neu gerüstetem Sequel begegnen. Diese Bestie ist die erste große Prüfung für alle, die eines der härtesten Spiele des Jahres meistern wollen.

Sie attackiert ihre Gegner heftig und stampft einen schneller in den Staub, als man “irdische Mühsal” sagen kann. Aber der Rausch, wenn ich in einem Bosskampf Wirbelangriffen ausweiche, einen letzten Hieb lande und dann dieses herrliche “Mission abgeschlossen” erscheint, lockt mich immer wieder zurück in die masochistische Action von Nioh 2.

Zum Glück muss man nie lange suchen, um sich einen neuen Kick zu verschaffen.

Andere Spiele in diesem Genre drehen sich allein um Bosse, gewaltige Kämpfe, die einem alles abverlangen. Doch an Nioh 2 begeistert mich, dass es genauso sehr um den Weg dorthin geht, wie darum, den Herausforderer am Ende des Levels zu bezwingen.

In jedem der faszinierenden Gebiete, von beeindruckenden Gebirgslandschaften gespickt mit hoch aufragenden Burgen bis hin zu düsteren Höhlen voller grausiger Spinnen und schlangenartiger Nure-onna, müsst ihr beweisen, dass ihr dem beständigen Ansturm stets neuer, hinterhältiger Gegnertypen gewachsen seid.

Sie schleuderten Klingen, beschworen Geister, sprengten sich in die Luft und warfen sogar ihren Dung, um mich aufzuhalten. Und das oft mit Erfolg. Jeder Yokai und jeder Samurai, auf den ich traf, war so gefährlich wie ein Boss, was unaufhörliche Spannung und echte Angst in mir heraufbeschwor. Doch bei jedem errungenen Sieg, selbst in einem Kampf gegen einen niederen Schergen, war dieser Rausch da – bereit, mich zu erfassen und in die nächste Schlacht zu locken.

Allerdings war ich nicht immer siegreich. Wir alle haben die Filme gesehen, in denen ein aufstrebender Krieger in die Berge verschwindet, um seine Fähigkeiten zu vervollkommnen, Wassereimer scheinbar endlose Treppen hochschleppt, um sich auf den unausweichlichen Kampf gegen das große Böse vorzubereiten.

Jeder meiner Tode in Nioh 2 – und glaubt mir, es waren eine Menge – war wie ein Tropfen in meinem Wassereimer und stählte mich für das, was vor mir lag, lehrte mich alles Nötige, um meinen nächsten Widersacher zu bezwingen. Und jede Sekunde davon war fantastisch.

Eine der herausragendsten Eigenschaften von Nioh 2 liegt darin, dass es sich nicht davor scheut, mit dem zu spielen, was das Original so großartig gemacht hat. Sicher, das Haltungssystem ist schon bekannt, aber trotz meiner Platintrophäe im ersten Nioh fühlte ich mich durch die neuen Yokai-Fähigkeiten – ein genialer (und echt spektakulärer) Wuchtkonter sowie heftige, anpassbare Dämonenangriffe – wieder wie ein unerfahrener Krieger.

Doch der Aufstieg bis Stufe 100 und darüber hinaus, das Erlebnis, wenn meine Fähigkeiten perfekt ineinandergreifen, und eine Menge fröhlicher Zusammenarbeit mit anderen Spielern ergeben für mich eine der besten Spielerfahrungen dieser Generation – und machen Nioh 2 zu einer mehr als würdigen Preisträger der Editors’ Choice.

Ich habe hunderte Stunden im ersten Nioh verbracht und kann mir das bei einem so guten Sequel durchaus wieder vorstellen. Den Abspann von Nioh 2 habe ich zwar schon gesehen, aber mich erwarten immer noch eine Menge brillant fordernde Zwielicht-Missionen und neue Yokai-Jäger, die eine helfende Hand brauchen.

Also, lasst einen Ochoko-Becher am Schrein. Vielleicht sehen wir uns auf dem Schlachtfeld.

Mitarbeit