CD Projekt spendet 880.000 Euro für Kampf gegen Covid-19 in Polen

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27. März 2020 - 19:21 — vor 1 Jahr zuletzt aktualisiert
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Aufgrund der Covid-19-Pandemie haben zur Zeit so gut wie alle Länder der Welt mit großen Herausforderungen zu kämpfen. Das gilt besonders für Europa. Auch in Polen ist das nicht anders, vor allem der direkte Kampf gegen das Virus mit Hilfe medizinischer Ausstattung gestaltet sich oft schwierig. Der bekannte polnische Spieleentwickler CD Projekt (The Witcher 3, Cyberpunk 2077) hat in diesen schwierigen Zeiten eine größere Summe von vier Millionen Złoty (PLN), umgerechnet circa 884.000 Euro, an die gemeinnützige Stiftung Wielka Orkiestra Świątecznej Pomocy (WOŚP) gespendet, um die Herstellung, den Ankauf, den Transport und die Verteilung medizinischer Ausrüstung für den Kampf gegen das SARS-CoV-2-Virus in Polen zu unterstützen.

Marcin Iwinski, CEO von CD Projekt, ist mit einer kurzen Botschaft auf der Plattform Linkedin auf die Spende eingegangen und nahm folgendermaßen Stellung:

In Zusammenarbeit mit WOŚP, einer etablierten polnischen NGO mit über 20 Jahren Erfahrung im Sammeln von Spenden für medizinische Geräte und Ausrüstung jeder Art, haben wir eine Summe von 4 Millionen PLN gespendet, um die Ausbreitung von Covid-19 in Polen zu bekämpfen. Der Verwaltungsrat und die Großaktionäre des Unternehmens spendeten 2 Millionen PLN, weitere 2 Millionen PLN wurden vom Unternehmen selbst gespendet. Wir möchten uns bei allen mutigen Seelen bedanken, die jeden Tag für unser Wohlergehen kämpfen und hoffen, dass diese Mittel Ihnen dabei helfen, uns von dem Virus zu befreien.

K-Oz 14 Komm-Experte - P - 1907 - 27. März 2020 - 20:03 #

Sehr schöne Aktion und macht diese ohnehin sehr sympathische Firma noch ein wenig sympathischer.

Benjamin Braun Freier Redakteur - 420877 - 27. März 2020 - 20:17 #

Will ich nicht widersprechen. Übrigens, so viel Mist die polnische Regierung in den letzten paar Jahren auch verzapft haben mag, hat sie deutlich frühzeitiger auf Covid-19 reagiert. Ich wäre normalerweise bei den Intel Extreme Masters in Kattowitz gewesen Ende Februar (!). Die Veranstaltung hat zwar schließlich noch stattgefunden, aber ohne Zuschauer, ich habe es Anraten des Einladenden extrem kurzfristig (war schon am Flughafen) abgeblasen. Zu der Zeit wurde etwa in der Bundesliga noch längere Zeit froh und munter wie eh und je mit zig tausend Zuschauern im Stadion weitergekickt.

Sven Gellersen 23 Langzeituser - - 39313 - 27. März 2020 - 20:20 #

Wobei gerade die Bundesliga wohl innerhalb Deutschlands noch extra negativ auffiel, wenn ich das richtig (wenn auch nur am Rande da nicht fußballaffin) mitbekommen habe.

Benjamin Braun Freier Redakteur - 420877 - 27. März 2020 - 20:42 #

Die DFL hat sich besonders auffällig gewehrt, aber dieser Widerstand hielt ja nicht lang. Es gab halt noch das Nachholspiel zwischen Köln und Gladbach unter Ausschluss der Zuschauer, aber danach war Schluss. Viel früher hatten die anderen Ligen in Europa auch nicht reagiert. Ähnlich wie in Deutschland gab es praktisch überall von einem Tag auf den anderen einen radikalen Bruch, wo zuvor noch Austragungen ohne Publikum geplant waren. Entschieden in Deutschland reagiert, sicherlich auch noch andere, hatte unter anderem die DEL. Die hatten offenbar auch die Warnungen der Experten, sprich Virologen, als erstes wirklich ernstgenommen. Absage aller Play-Offs und die Bekanntgabe, dass es dieses Jahr keinen deutschen Eishockeymeister geben wird. Das war zu dem Zeitpunkt eine krasse, aber wohl absolut richtige Entscheidung.

thoohl 17 Shapeshifter - - 7156 - 27. März 2020 - 20:45 #

Interessante Info. Auch weil man leider über die Situation in Polen wenig in den Medien lesen kann.

Benjamin Braun Freier Redakteur - 420877 - 27. März 2020 - 20:54 #

Ich weiß da auch nichts weiter drüber. Die Intel Extreme Masters 2020 in Kattowitz hätten jedenfalls vom 27.2-1.3. stattgefunden bzw. haben sie das unter Ausschluß der Zuschauer ja letztlich auch. Polen hatte einen Tag zuvor, also am 26.2., alle Veranstaltungen mit mehr als 1000 Besuchern untersagt. Und das galt eben nicht nur für den ESport-Event, sondern seitdem landesweit auch für Sportveranstaltungen, Konzerte und sonst was. Diese Vorgabe wurde, schätzungweise auch deutlich früher als bei uns, gewiss noch mehr verschärft. Was man hört ist, dass die Polen bzgl. Covid-19 besonders "ängstlich" sind. Ich setze es nicht in Anführungszeichen, um das auch nur ansatzweise lächerlich machen zu wollen. Aber wie es in den Nachrichten heißt, wollen aus Rumänien und anderen Ländern die Erntehelfer fürs Spargelstechen kommen, was aktuell schwierig ist. Aus Polen aber hagelt es wohl reihenweise Absagen.

thoohl 17 Shapeshifter - - 7156 - 27. März 2020 - 21:41 #

"ängstlich" dann vermutlich in Richtung vorsichtig/realistisch!? So habe ich es gelesen.
Nochmals Danke für den Einblick. Schaue mir regelmäßig den Verlauf verschiedener Länder bei Süddeutsche an. Da wunderts mich am Rande, dass z.B. etliche Länder der EU, wie gerade Polen, gar nicht gelistet sind.

Benjamin Braun Freier Redakteur - 420877 - 27. März 2020 - 21:50 #

Man könnte auch sagen, dass die Polen die Situation einfach ernster nehmen oder vorsichtiger/realistischer agieren, wie du es nennst. Aber Ängstlichkeit, die ich wie gehabt keineswegs despektierlich meine, hat ja im Regelfall eine rationale Grundlage. Oder um es anders zu sagen: Die Polen mögen besonders große Angst vor dem Virus haben, aber die haben sie ja nicht grundlos. Nicht, dass da für jeden eine akkute Gefahr bestünde. Aber ich glaube, dass die Polen mitmenschlicher sind als wir und weniger Angst um sich, sondern vor allem um ihre Mitmenschen haben. Das fehlt bei uns ja doch zum Teil, außer vielleicht mit Blick auf direkte Angehörige.

Punisher 21 Motivator - - 26915 - 27. März 2020 - 22:38 #

Nach dem was ich von Kollegen aus Osteuropa höre sind sie da in der Tat wahnsinnig ängstlich, weil sie fast blind fliegen und kaum die Möglichkeit haben, Tests auf das Virus durchzuführen. Sie wissen, dass es da ist, aber können überhaupt nicht einschätzen in welchem Maße. Teilweise gibt es ausserhalb der großen Städte - vorsicht, hörensagen - nichtmal die Möglichkeit, verdächtige Verstorbene nachträglich zu testen; zumindest ist das die gängige Aussage bei meinen Bekannten und Kollegen in der Ecke.

Drapondur 30 Pro-Gamer - - 147240 - 27. März 2020 - 20:22 #

Dem schließe ich mich an.

reen 14 Komm-Experte - P - 2412 - 27. März 2020 - 20:21 #

Krass, Respekt , ich hoffe es werden noch einige Firmen ihnen nacheifern

Altior 15 Kenner - - 3851 - 27. März 2020 - 20:41 #

Keine unerhebliche Summe, Chapeau!

TheRaffer 21 Motivator - - 29291 - 28. März 2020 - 11:29 #

Eine schöne und lebenswerte Aktion :)

vgamer85 20 Gold-Gamer - - 25505 - 28. März 2020 - 12:06 #

Eigentlich ganz nett. Besser als nichts.

Bluff Eversmoking 16 Übertalent - P - 5851 - 29. März 2020 - 1:23 #

Im niederschlesischen Breslau, wo nach dem Krieg mit den Polen auch deren Kirche eingezogen ist, hat man eine klare, kirchlich offizielle Vorstellung von Corona.

Es handelt sich demnach um eine göttliche Strafe für Sünden, vor allem für Homosexualität, für außerehelichen Verkehr, für Abtreibungen. Und da helfen auch keine Medikamente, sondern auschließlich Gebete zum Gott der Polen. Die Chinesen hingegen, als Medium der göttlichen Strafe, sind nach Überzeugung der polnischen Kirche ein dreckiges Volk, das Fledermäuse und Föten frißt.

Wer polnisch versteht, kann das hier nachlesen -> https://wtk.pl/news/56092-koronawirus-to-kara-za-grzechy-a-chinczycy-sa-brudni-sprawa-kazania-ksiedza-trafi-do-prokuratury

Am komischsten finde ich dabei, daß die Chinesen nach Vorstellung der polnischen Kirche "dreckig" sind - wenn man bedenkt, daß die Chinesen schon Kultur, Kunst, Keramik und Schießpulver hatten, als die Polen noch in Höhlen hausten.

Vampiro 25 Platin-Gamer - P - 60849 - 29. März 2020 - 3:26 #

Die kommunizierte Kirchenpolitik in Polen, sicher teils auch gelebt, ist echt sehr speziell.

Den letzten Vergleich liest man oft, verstehe ihn aber nie. Was sagt denn der relative Entwicklungsstand von China oder wem auch immer über den heutigen aus? Nix. Und, laut Wiki, sind die frühesten Zeugnisse von Kunst knapp 40.000 Jahre alt. Ich tippe, wer auch immer auf dem heutigen Staatsgebiet von Polen lebte, als die Chinesen Feuerwerk veranstalteten, hatte auch Kunst ;)

Harry67 19 Megatalent - - 19543 - 29. März 2020 - 10:11 #

Jede Wette, dass in den USA und speziell im "Bilble Belt" auch bald die Interpretation vom Sündenpfuhl die Runde macht.

Labrador Nelson 30 Pro-Gamer - - 197622 - 29. März 2020 - 18:06 #

Geht schon los.

Jac 18 Doppel-Voter - P - 12868 - 30. März 2020 - 12:29 #

Ist nicht selbstverständlich und verdient daher Anerkennung!

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