Gabe Newell äußert sich zu Steam vs. Epic Games Store

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24. März 2020 - 0:35 — vor 1 Woche zuletzt aktualisiert

Spielejournalisten haben in diesen Tagen Glück. Ein sonst medienscheues Reh der Branche lässt sich aktuell im Release-Windschatten von Half-Life - Alyx öfter mal vor Kameras beziehungsweise in Interviews blicken und es lassen sich ihm auch mal Off-Topic-Antworten entlocken. Die Rede ist natürlich von Valve-Mitgründer und Designer-Guru Gabe Newell. Von den Kollegen des EDGE Magazins zur Rivalität mit Epic und den Folgen des Konkurrenzkampfes auf dem Spielemarkt befragt, äußerte sich Newell folgendermaßen:

Ein Wettbewerb zwischen Game-Stores ist großartig für alle Beteiligten. Es sorgt dafür, dass wir und alle anderen ehrlich bleiben. Aber kurzfristig kann es auch ganz schön hässlich sein. Man denkt sich: Argh, sie schreien, sie lassen uns schlecht aussehen, aber auf lange Sicht profitiert jeder von der Disziplin und der Aufmerksamkeit, die du deinem Business gegenüber haben musst, wenn jemand Fremdes auf den Markt kommt und dich herausfordert.
Wir drehen nicht durch wegen dem Wettbewerb, wir flippen aber aus, wenn jemand versucht den Wettbewerb zu unterbinden. Wenn wir gefragt werden, was beängstigender ist, dann sind es Menschen, die sich in das Apple-Modell der vollen Kontrolle und der gesichtslosen Bürokratie verlieben. Ein System, das Produkte komplett vom Markt ausschließt, wenn sie ihm nicht passen. Oder einen Store so gestaltet, dass der Mehrwert der Software fürs Erlebnis minimiert wird.

Damit haben der Valve-CEO Gabe Newell und Epic-Boss Tim Sweeney einen gemeinsamen Feind namens Apple ausgemacht. Auch Sweeney selbst hatte sich letztens negativ zur Geschäftspolitik von Apple bezüglich Ausschluss von Produkten, Apps und Diensten geäußert und diese als "Strategie der Blockade" und "faule Struktur, [die] auf Dauer in sich zusammenbrechen [würde]", bezeichnet.

Lacerator 16 Übertalent - 4905 - 24. März 2020 - 8:20 #

Zum Thema Steam vs. Epic äußert sich Gabe Newell mit Apple-Bashing. Ich mag den Mann. :)

Ganon 24 Trolljäger - P - 56773 - 24. März 2020 - 10:18 #

Echt guter Move. :-)

Harry67 18 Doppel-Voter - - 12635 - 24. März 2020 - 8:31 #

Kluges Statement.

MachineryJoe 17 Shapeshifter - P - 7040 - 24. März 2020 - 10:11 #

Absolut nachvollziehbar.

EvilNobody 14 Komm-Experte - P - 2381 - 24. März 2020 - 10:26 #

Gruppenkuscheln!

Dawn 11 Forenversteher - 650 - 24. März 2020 - 10:35 #

Erstaunlich dass er so die Apple Politik verteufelt, obwohl sie doch in eine ähnliche Richtung gehen, zum Glück nur (aus Indie Entwicklersicht) nicht so stark.
Er hat vollkommen Recht, dass für Indies der Apple Markt ein teufelskreis ist. Die meisten gehen da bankrott, denn die Leute wurden erzogen keine Preise mehr zu Spielen zu bezahlen. Es läuft eigentlich fast nur noch über Free2play, das ist eine ganz traurige Entwicklung.
Spiele die von Apple mal ne kleine Werbung kriegen, habens gut, aber das ist fast komplett willkürlich , es sei denn man heißt Nintendo.

Aber Steam hat durch die Spieleflut eine sehr ähnliche bedrohliche Situation für Indies erschaffen. Man knan nur von Glück reden, dass es einige Situationen in Deutschland gibt (deutsche Förderung vom Bund endlich) die helfen durch diese Situation zu kommen , zumindest wenn man etwas Kapital hat. Denn die Steamspieleflut hat dafür gesorgt, dass kleine Indies kaum noch eine Chance haben, weil die Leute viel selektiver kaufen als früher aufgrund der Masse an Spielen. Da braucht man Geld um z.b. den grafischen Standard zu schaffen , aber auch um ein komplexeres Spiel zu schaffen als die Masse der Indie Entwickler erreichen können.

pauly19 15 Kenner - 2826 - 24. März 2020 - 15:14 #

100%ige Zustimmung

LRod 17 Shapeshifter - - 8327 - 24. März 2020 - 16:11 #

"Aber Steam hat durch die Spieleflut eine sehr ähnliche bedrohliche Situation für Indies erschaffen."

Das sehe ich aber komplett anders. Nicht Steam hat die Spieleflut ausgelöst.

Die durch die breite und günstige Verfügbarkeit von guten Engines (Unity, Unreal) wie Pilze aus dem Boden sprießenden Indie-Entwickler entwickeln ja nun diese Indie-Spiele und Steam stellt nur die Plattform.

Und was wäre die Alternative? Deutlich höhere Gebühren oder eine strengere Zulassung zu Steam? Dann würden die ausgeschlossenen Indie-Entwickler auch nicht glücklicher werden.

Cupcake Knight 18 Doppel-Voter - P - 9513 - 24. März 2020 - 17:12 #

Doch Valve ist für die Flut verantwortlich.
Die strengeren Regeln davor passten nur auch kaum einen.

LRod 17 Shapeshifter - - 8327 - 24. März 2020 - 19:18 #

Wenn mir jetzt nur bitte erklären würde, warum der Plattformanbieter und nicht die Anbieter der Produkte selbst verantwortlich ist...?

Das ist ja, als ob man einem Supermarkt vorwerfen würde, dass es zu viele Lebensmittelsorten gibt oder Amazon, dass sie zu viele Produkte führen.

Und ja, wenn Valve streng ist, sind sie die Bösen weil sie ach so tolle Indietitel nicht auf ihre Plattform lassen. Wenn sie nicht streng sind, kommen Beschwerden, dass es jetzt zu viele Titel gibt.

Außerdem ist Steam kein Monopolist. Anders als bei Sony oder MS auf den Konsolen, ist kein Indieentwickler gezwungen, bei Steam zu verkaufen.

Schließlich finde ich es sehr fragwürdig, wenn ein Anbieter fordert, dass andere Anbieter zugunstender eigenen Sichtbarkeit von einer Plattform ausgeschlossen werden soll.

Cupcake Knight 18 Doppel-Voter - P - 9513 - 24. März 2020 - 19:44 #

Valve ist mit Steam nur durch diese Phasen gegangen
1)Exklusiver Club, sehr wenige Indies
2)Offen wenn der Konsument es will (Greenlgiht)
3)Offen für alle die die entsprechende Summe bezahlen.
Beschwert wurde sich immer, nur hat die Unübersichtlichkeit und die Qualität der Spiele mit 3 massiv abgenommen.
In Phase 2 gab es dieses Problem nicht, wobei auch da einige abgewiesen wurden.

"Das ist ja, als ob man einem Supermarkt vorwerfen würde, dass es zu viele Lebensmittelsorten gibt oder Amazon, dass sie zu viele Produkte führen."
Stell die einfach vor Amazon wäre voll mit den Produkten die man auf wish kaufen kann. Die mehr oder weniger nur Schrott verkaufen, dadurch ist der Rest der guten Produkte nicht mehr sichtbar.https://www.vice.com/de/article/k7en9a/die-duemmsten-gadgets-der-shopping-app-wish

Und man es Supermärkten vorwerfen, wenn sie zB zu viele Erdbeermarmeladen verkaufen. Nehmen wir mal an da steht Erdbeermarmelade von 20 Herstellern.
Damit ist der Käufer sofern er keine feste Marke hat und auch keine im Angebt ist komplett überfordert und kauft daher wenig wahrscheinlich etwas.
Der Entscheidungsprozess selber ist dabei schon eine Anstrengungen.

"Außerdem ist Steam kein Monopolist. Anders als bei Sony oder MS auf den Konsolen, ist kein Indieentwickler gezwungen, bei Steam zu verkaufen."
Doch sind sie, da sie sonst kein Geld verdienen.

Jonas S. 20 Gold-Gamer - P - 21646 - 24. März 2020 - 20:09 #

"Doch sind sie, da sie sonst kein Geld verdienen."

Ach, nur deswegen ist Minecraft so ein Verkaufsschlager geworden, weil sie auf Steam sind. Äh wait... :D

Dawn 11 Forenversteher - 650 - 24. März 2020 - 21:28 #

Also es geht viel um Visibility. Nicht umsonst kommt selbst EA zurück und verkauft ihr Star WArs spiel auf Steam, weil es einfach mehr entdeckt wird, das widerspricht dem HauptKritikpunkt, aber Star Wars ist nun mal Star Wars (und ein gutes Spiel oben drauf;))

Auf Apple ist es sichlicher noch schlimmer. Da musste ja z.b. das Clash Royal Star Wars Spiel die Pforten schließen. Auf welcher Plattform schließt schon mal ein gutes Star Wars Spiel? Tatsächlich nur auf Mobile. ^^

KLar total extrem visionäre Spiele die ganze Subgenres erfinden wie minecraft können das noch anderweitig schaffen ohne Steam oder Epic, aber das passiert alle Jubeljahre mal. Die meisten "Guten" Indiespiele könnten das allesamt nicht.

LRod 17 Shapeshifter - - 8327 - 24. März 2020 - 21:52 #

Ich gebe dir auch Recht. Ich finde es einfach falsch, Steam da für etwas die Schuld zu geben.

Wenn einzelne Indietitel nicht mehr sichtbar sind, dann doch weil es zu viele Indieentwickler gibt und nicht weil Steam die Entwickler auf die Plattform lässt. Dann muss sich eventuell der Markt etwas bereinigen...

Dawn 11 Forenversteher - 650 - 24. März 2020 - 23:41 #

Es geht aber auch darum dass der Steammarkt einer Müllhalde ähnelt. Wenn du Steam zu beginn mal gesehen hättest, da war es so dass jedes SPiel eine gewisse Aufmerksamkeit hatte, und es gab auch nur sehr wenig Super Billig Produkte.
Das Problem ist halt schon dass man nur für ein paar Euro auf Steam verkaufen kann. Würde man die hürde höher setzen, würde dieser Müll gar nicht erst in Steam entladen werden.

Vergleiche das mit nem Supermarkt, wo du verfaulte Kartoffeln mit Grütze kriegen würdest. So ähnlich ist das doch mit Steam Superbillig spielen. :)

Natürlich hast du aber auch recht, dass irgendwann was passiert. Außer es wachsen jedes Jahr neue Idioten ins Land, die glauben mit Supperbillig schrott was auf Steam was reißen zu können.

Epic macht übrigens jetzt das, was Steam zu beginn gemacht hat, suchen nur Selektiv Titel raus.

Wie gesagt wäre der Einstieg etwas schwieriger, wäre das Problem schon kleiner.

LRod 17 Shapeshifter - - 8327 - 25. März 2020 - 0:42 #

Ich habe meinen Steam-Account seit November 2008, ich habe die Entwicklung also durchaus mitbekommen. Und ja, es ist extrem viel Müll auf Steam.

Aber der Ausgangssatz, auf den ich geantwortet habe, war: "Aber Steam hat durch die Spieleflut eine sehr ähnliche bedrohliche Situation für Indies erschaffen."

Und das sehe ich eben anders. Steam hat nicht eine "bedrohliche Situation" für Indies erschaffen, sondern den Indies überhaupt erst eine Plattform gegeben, um überhaupt etwas zu verkaufen. Wenn Steam ähnlich rigoros wäre wie Epic und alles bis auf drei Indietitel im Monat rausschmeißen würde, dann wäre es eine "bedrohliche Situation" (außer für die drei, für die wäre es super, aber für alle anderen, inklusive der Guten, die aber nicht den Geschmack des Kurators getroffen hätten, wäre das das Ende).

Elfant 24 Trolljäger - P - 47075 - 25. März 2020 - 13:30 #

Jein. Die Indies haben dabei versagt eine eigene zentrale Plattform zu schaffen. Um bei Landwirtschaftlichen Gütern zu bleiben: Es gab den Hofladen und den lokaler Bauernmarkt. Was trotz aller Bemühungen fehlte, war eine zentrale Anlaufstelle und zu dieser ist Steam aus verschiedenen Gründen geworden.

Nach einer goldenen Zeit stand Steam allerdings auch dort in der Kritik. Die meisten Indie - Spiele sind jetzt nicht sonderlich gut, aber sie grenzen sich immernoch zu den reinen Assetflips und Schrottspielen ab. Dabei ist ein Überangebot für ein Produkt ebenso schlimm als wenn es gar nicht im Regal stände. Es findet schlicht nicht statt und für jedes erfolgreiche Indiespiel kommen ein paar Hundert Flops. Eine Kuration, wie sie jeder Supermarkt betreibt, wäre zwar notwendig, aber natürlich würden dabei auch Produkte auf der Strecke bleiben. Gleichzeitig hat Valve aber auch Firmen keinen Zutritt zu Steam gewährt, ohne dabei nachvollziehbar zu sein.

Jonas S. 20 Gold-Gamer - P - 21646 - 25. März 2020 - 1:22 #

Der einzige Grund warum EA wieder auf Steam zu finden ist das sie die Leute auf Origin locken wollen. Den ohne Origin Account nützt es wenig das Spiel auf Steam zu kaufen.
Mit Visibility hat das wenig zu tun.

manacor 14 Komm-Experte - P - 2124 - 24. März 2020 - 13:38 #

cleverer Kerl, bin immer neugierig, was er zu sagen hat.

FastAllesZocker33 16 Übertalent - 4918 - 24. März 2020 - 18:51 #

Ziemlich generische Aussage, finde ich. Und dann Ablenken durch Bashing auf einen dritten. Hmmm...

Sierra 27 Spiele-Experte - 83956 - 25. März 2020 - 22:11 #

Und ich dachte, ich wäre der einzige der zwischen den ganzen Jubelpersern so denkt.

Elfant 24 Trolljäger - P - 47075 - 25. März 2020 - 22:44 #

Es gibt nun einmal keine leichtere Verbrüderung als gegen einen gemeinsamen Feind.

zfpru 17 Shapeshifter - P - 8347 - 24. März 2020 - 23:49 #

Wir haben eine der größten Krisen der jüngeren Geschichte und seine größte Sorge ist Apple.

TheRaffer 20 Gold-Gamer - P - 23164 - 25. März 2020 - 10:45 #

Er denkt halt langfristig.

Cupcake Knight 18 Doppel-Voter - P - 9513 - 25. März 2020 - 11:15 #

Ist doch gut, dass der dazu nichts sagt.

Ganon 24 Trolljäger - P - 56773 - 25. März 2020 - 12:00 #

Es hätte auch nichts mit dem Thema der Frage zu tun gehabt.

Tr1nity 28 Endgamer - P - 105403 - 25. März 2020 - 13:07 #

Was hätte jetzt die Frage mit Corona zu tun gehabt? Davon ab, mußt du den Vorwurf dem Fragesteller machen, daß er es wagte, eine Nicht-Corona-Frage zu stellen.

TheRaffer 20 Gold-Gamer - P - 23164 - 25. März 2020 - 10:47 #

Zusammenfassung: Konkurrenz belebt das Geschäft und alle hassen Apple. ;)

Warum Apple so ein Erfolg ist, wird mir persönlich auch ewig ein Rätsel bleiben. *schulterzuck*