GDC Summer 2020: Ersatzveranstaltung im August

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Dennis Hilla 134983 EXP - Redakteur,R10,S10,C10,A10,J10
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20. März 2020 - 12:00 — vor 1 Jahr zuletzt aktualisiert
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Aufgrund der Ausbreitung des Covid-19-Virus wurde die Entwicklerkonferenz GDC 2020, die ursprünglich in dieser Woche hätte stattfinden sollen, in den Sommer verschoben. Nun haben die Organisatoren einen neuen Termin bekannt gegeben. Konkret soll die GDC Sommer 2020 vom 4. August 2020 bis zum 6. August stattfinden.

Allerdings handelt es sich nicht um eine gleichwertige Veranstaltung, stattdessen plant das Team eine etwas reduzierte Version der seit 1988 existierenden Konferenz. Neben den üblichen Vorträgen und Diskussionsrunden mit Fokus auf Spieleentwicklung und Technologien soll an zwei der drei Tagen auch ein Showfloor geöffnet sein. Am 5. und 6. August 2020 können Studios also ihre neuesten Werke den Besuchern der Messe präsentieren.

Außerdem wurden gestern, am 19. März 2020, im Rahmen eines Livestreams die Game Developers Choice Awards verliehen

Video:

euph 28 Endgamer - P - 105175 - 20. März 2020 - 10:56 #

Nicht, dass die Untertitel jetzt bis August brauchen ;-)

zombi 18 Doppel-Voter - P - 9088 - 20. März 2020 - 11:07 #

Lol. August....21 ?

TheRaffer 21 Motivator - - 29264 - 20. März 2020 - 11:42 #

Ich drücke uns allen die Daumen, dass solche Veranstaltungen bereits im August wieder möglich sind...

Green Yoshi 22 AAA-Gamer - P - 31051 - 20. März 2020 - 11:46 #

Hoffentlich gibt es bis dahin Schnelltests, die ähnlich wie Schwangerschaftstests funktionieren. Dann dauert der Einlass eben ein paar Stunden länger bis alle Teilnehmer getestet wurden. Sowas könnte ich mir auch noch für Konzerte mit 2000-3000 Zuschauern vorstellen, aber bei Fußballspielen mit 70.000 Zuschauern ist es ein Ding der Unmöglichkeit. Geisterspiele dürften so schnell auch nicht möglich sein. Bin mal gespannt, auf was für Ideen die DFL noch kommt. Sind die Stadien in Katar schon fertig gebaut? ;-)

Labrador Nelson 30 Pro-Gamer - - 197595 - 20. März 2020 - 13:15 #

Auch das wird wohl nix werden...

Jörg Langer Chefredakteur - - 424128 - 20. März 2020 - 13:27 #

Wir können alle nicht in die Zukunft sehen. Ich halte nichts davon, vom Schlimm(st)en auszugehen. Lass uns doch das unsere tun, um die Situation nicht zu verschlimmern, sondern möglichst zu verbessern, und lass uns gleichzeitig einen gewissen Optimismus bewahren.

AlexCartman 19 Megatalent - P - 17102 - 20. März 2020 - 21:59 #

Ein Kollege aus Kanada meint, das Virus schwappt zeitlich gesehen einmal von Ost nach West über den Globus. Das würde dann heißen, dass bei uns dann langsam Normalität einkehrt, während Nordamerika noch mitten drin stecken würde. Auch nur eine Theorie, aber nicht unplausibel. Die Amerikaner haben halt theoretisch den Vorteil, dass sie "unsere" Maßnahmen bewerten und anpassen können. Aber bisher sieht man zumindest von hier aus nicht, dass es viel anders läuft als bei uns. Somit würde ich im Moment auch davon ausgehen, dass August zumindest in Nordamerika noch zu früh ist.

Green Yoshi 22 AAA-Gamer - P - 31051 - 20. März 2020 - 22:33 #

Aber es gibt drei Fälle in Madagaskar. Hast Du nicht Plague Inc. gespielt? Das bedeutet Game Over. ;-)

joker0222 29 Meinungsführer - 111802 - 21. März 2020 - 3:04 #

Gerade diese "Es wird schon nicht so schlimm werden"-Haltung hat doch zu einem guten Stück dazu geführt, dass es so schlimm wurde.

Jörg Langer Chefredakteur - - 424128 - 21. März 2020 - 13:10 #

Wenn du in meinen Worten eine "Es wird schon nicht so schlimm"-Haltung siehst, täuscht du dich. "Es wird schon nicht so schlimm" ist, was der orangene Kriminelle einen Monat lang erzählt hat. Lies dir besser noch mal durch, was ich schrieb: Ich schlage vor, die Sache ernst zu nehmen, aber nicht vom Schlimm(st)en auszugehen. Wer die Hoffnung verliert, hat bald ganz andere Probleme als eine Erkrankung, die für U60-jährige überwiegend glimpflich abläuft.

joker0222 29 Meinungsführer - 111802 - 21. März 2020 - 17:18 #

Dass es nicht so schlimm wird, wurde hierzulande noch bis vor einer Woche erzählt und keinerlei Vorsorge getroffen. Selbst das RKI hat lange, als in China der Virus bereits stark gewütet hat, noch erzählt, das sei eher harmlos und vergleichbar mit einer Erkältung. Dass es das auch für U60 nicht ist muss sich wohl erst noch durchsetzen.
Man brauch da nicht auf andere zeigen, denn niemand hat sich mit Ruhm bekleckert. Aber sich jetzt nicht schnellstens auf den worst case vorzubereiten halte ich doch für ziemlich fahrlässig. Wobei das Kind ja eigentlich längst im Brunnen ist, da durch die allgemeine Sorglosigkeit zuviel Zeit vergeudet wurde.

Harry67 19 Megatalent - - 19519 - 21. März 2020 - 18:13 #

Da habe ich eine ganz andere Wahrnehmung als du. Ende Januar war schon klar, dass sich das Gesundheitssystem auf eine Pandemie vorbereiten muss. Da liefen schon Interviews mit Drosten auf Tagesschau.de. Seitdem wurden täglich die Fakten auf den neuesten Stand gebracht.

joker0222 29 Meinungsführer - 111802 - 21. März 2020 - 19:23 #

Ende Januar war das vielleicht einigen Experten klar, aber auf die hat niemand in der Politik gehört. Außerdem reden ist eine Sache, handeln eine andere.
Oder warum herrscht dann z.b. landesweit ein Mangel an unbedingt notwendiger Schutzausrüstung? Warum wurde das nicht entsprechend einer Pandemielage bevorratet, wie z.b. in der Schweiz?

Harry67 19 Megatalent - - 19519 - 21. März 2020 - 19:59 #

Da liefen bereits die ersten großen Interviews der Tagesschau mit Prof. Drosten. Und laut Spahn/Merkel liefen im bereits Januar etliche Treffen mit Experten etc.

Falls du mit mir über Perfektion diskutieren möchtest, lass es. Deutschland ist europaweit sicher nicht schlecht aufgestellt und wenn ich mir die Entscheidungen und das Entscheidungstempo in den anderen Ländern, auch der Schweiz ansehe, dann bin ich ehrlich gesagt eher von Frau Merkel und einigen anderen beeindruckt. Von Müller und seinen Behördenhirnen ion Berlin allerdings weniger.

Dass ein föderalistischer Staat zudem mit ganz eigenen strukturellen Hindernissen zu tun hat sehen wir gerade selbst. Das Zentralismus keine Garantie auf eine bessere Situation bietet sehen wir ebenfalls.

Tasmanius 20 Gold-Gamer - - 26402 - 22. März 2020 - 8:41 #

Ich wundere mich über mehrere Dinge. Erstens, dass es offensichtlich keine Notfallmaßnahmen für ein solches Szenario und flächendeckender Schulschließungen gibt. Es bedarf immer erst der Notsituation, bevor man sich überlegt, was man un kann. Da frage ich mich, woran wurde noch alles nicht gedacht?
Zweitens, und das regt mich wirklich auf: Schon mit dem ersten Fall in Europa hätte man sich auf die Möglichkeit einer längerfiristige und flächendeckende Schulschließung einstellen können. Warum sollte es hier anders verlaufen als in Wuhan? Typisches europäisches/deutsches Überlegenheits- und Unverwundbarkeitsdenken?
Stattdessen wird hier in BaWü an einem Freitag (2 Wochen zu spät) Mittag, nach Schulschließung (!) darüber entschieden, dass erstmal keine Schule ist. Und die einzelenen Schulen und individuellen Lehrer sollen sich dann übers Wochenende bitte selbst überlegen, wie sie die nächsten Wochen digital Unterricht machen sollen. OHne die Schüler vorherh nochmal zu sehen! (In meinem Landkreis, hat das Landratsamt die Schulen und Kitas montags schon geschlossen; das ist in vielen passiert und es war abzusehen, dass es passieren wird.)
Keine einzige Schule in BaWü ist auch nur ansatzweise auf so etwas vorbereitet, die digitale Infrastruktur ist schlicht nicht vorhanden. Und die wenigen Systeme, die es bereits gibt (aber an den wenigsten Schulen eingerichtet sind, das dürfen die Netzwerkbeauftragten dann über mehrer Nächte machen) halten der sprunghaft angestiegenen Serverlast nicht stand und verweigern den Dienst.

Harry67 19 Megatalent - - 19519 - 22. März 2020 - 10:15 #

Grundsätzlich "wundere" ich mich seit vielen Jahren über eine, wo auch immer in Deutschland, Politik in der wirtschaftliche Effizienzüberlegungen so im Vordergrund stehen, dass Banker als systemrelevant gelten und die Hälfte aller Krankenhäuser aus Kosteneffizienzgründen abgeschafft werden sollten.

Es ist aber kein spezifisch politisches sondern ein gesellschaftliches Problem. Krankheit und Tod sind nicht gesellschaftsfähig, in der Arbeitswelt erst recht nicht. Mit welchen Vorurteilen und Ausgrenzungen schwer Erkrankte und Behinderte leben müssen, realisieren die meisten Menschen erst, wenn sie dann mal selber in der Situation sind.

Die Politik zählt bei uns noch zu den besseren und dennoch haben wir einen Riesenmangel an Lehrern und Kräften im Gesundheitsbereich.
In einer Demokratie würde ich mir allerdings als Staatsbürger erst mal selber an die Nase fassen und mich fragen, wie bewusst ich selber bisher mit dem Thema umgegangen bin. Von dort ist es doch, wenn man ehrlich ist, nur ein kleiner Schritt zu dem was unsere Volksvertreter denken, relevant finden zu müssen.

Und wenn du jetzt genau hinhörst, dann findest du übrigens auch schon die ersten Stimmen, die dafür plädieren, Menschen mit einem erhöhten Risiko wie früher Aussätzige zu separieren und abseits der wirtschaftsrelevanten Teile der Gesellschafft in Quarantäne zu lagern. Geht ganz fix mit so einem Denken. Man muss ja auch mal an die Wirtschaft denken ...

AlexCartman 19 Megatalent - P - 17102 - 23. März 2020 - 14:53 #

Klar muss man an die Wirtschaft denken. Denn es nützt auch Menschen mit höherem Risiko nichts, wenn sie zwar überleben und nicht separiert werden, aber nach einem Zusammenbruch der Wirtschaft niemand mehr einen Job hat, mit dem die Renten- und Krankenkassen finanziert werden, auf deren Zahlungen eben gerade die Alten und Kranken angewiesen sind. Und zweitens brauchen wir irgendwann dann eben doch die "Durchseuchung" der Nicht-Risikogruppen, um eine Grundimmunisierung gegen das Virus herzustellen. Denn ansonsten wird nach jeder Lockerung der Quasi-Quarantäne für alle die Spirale gleich wieder losgehen.

Tasmanius 20 Gold-Gamer - - 26402 - 23. März 2020 - 18:50 #

Niemand sagt, dass man nicht an die Wirtschaft denken soll.

Harry67 19 Megatalent - - 19519 - 23. März 2020 - 19:23 #

Na dann skizzier mal deine so locker dahingeworfene "Separation".
Wolltest du jetzt Kinder mit frisch überstandenen Krebsbehandlungen aus ihren Familien entfernen? Oder Mütter, die wegen CED oder Rheuma Immunsupressiva nehmen müssen? Oder alle über 70 aus ihrem Umfeld reißen? An welche Örtlichkeit hast du denn gedacht? Eine Kleinstadt zum Lager umfunktionieren?

AlexCartman 19 Megatalent - P - 17102 - 23. März 2020 - 20:54 #

Ich habe nicht behauptet, dass das ohne Härten abgeht, und natürlich kann im Einzelfall eine Separation nicht möglich sein. Aber pauschal „Stay home stay safe“ zu fordern, wird uns mittelfristig auch nicht weiterhelfen. Kurzfristig sicher die richtige Lösung, aber irgendwann muss uns was Besseres einfallen.

Harry67 19 Megatalent - - 19519 - 23. März 2020 - 21:49 #

Mein Eindruck ist, dass du keine Vorstellung davon hast um wieviele "Einzelfälle" es da geht. Reine schönklingende Theorie.

AlexCartman 19 Megatalent - P - 17102 - 23. März 2020 - 22:49 #

Habe ich vermutlich auch nicht. Aber meine Argumente entkräftest Du auch nicht.

Harry67 19 Megatalent - - 19519 - 23. März 2020 - 23:24 #

Stell dir einfach vor, eines deiner eigenen Kinder oder deine Frau hätte eine Immunschwäche, Herzschwäche oder ein sonstiges Gesundheitsproblem, welches im Normalfall sonst vielleicht gar nicht so auffällt. Würdest du dein Kind weggeben und separieren lassen, so nach dem Motto "ist halt eine gewisse Härte, aber gut für die Wirtschaft?"

Nur mal so zur Info, wen es alles betrifft:
https://www.mdr.de/brisant/corona-vorerkrankung-risiko-100.html

Dein einziges Argument ist ein sehr abstraktes und Lebensfernes. Deshalb hatte ich dich ja nach einer konkreten Umsetzung gefragt. Erst da wird eine Argumentation relevant.

AlexCartman 19 Megatalent - P - 17102 - 23. März 2020 - 15:04 #

Natürlich gab es Planungen. Sogar ein im Nachgang erschreckend realistisches Szenario wurde seit 2007 durchgespielt. Aber jeder Plan trifft halt irgendwann auf die Wirklichkeit.
https://www.rki.de/SharedDocs/FAQ/Pandemie/FAQ26.html
https://www.bbk.bund.de/SharedDocs/Downloads/BBK/DE/Downloads/Krisenmanagement/BT-Bericht_Schmelzhochwasser.html;jsessionid=26F1BF656C7F25F830D436C4C6763CB4.1_cid320

Tasmanius 20 Gold-Gamer - - 26402 - 23. März 2020 - 18:48 #

Jo, was man bei Schulschließung macht und wie die Schulen sich darauf vorbereiten sollen, steht da nicht.

AlexCartman 19 Megatalent - P - 17102 - 23. März 2020 - 20:51 #

Das stimmt. Aber zumindest in den Schulen meiner Kinder klappt es erstaunlich gut.

joker0222 29 Meinungsführer - 111802 - 21. März 2020 - 3:01 #

Sehr optimistische Planung.

Mitarbeit
Jörg Langer
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