Nvidia Geforce Now: Nach Activision auch fast alle Bethesda-Titel weg

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23. Februar 2020 - 14:50 — vor 1 Jahr zuletzt aktualisiert
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Nachdem erst kürzlich Activision-Blizzard sämtliche Spiele aus Nvidias Streamingdienst Geforce Now (zum Artikel: Überblick, Einrichtung und Vergleich zu Google Stadia) entfernte, nahm nun auch Bethesda Softworks fast alle seine Titel, darunter Fallout 3, The Elder Scrolls 5 - Skyrim (Testnote: 9.5), Doom (Testnote: 8.5) und Dishonored - Die Maske des Zorns (Testnote: 8.5), aus der Auswahl. Einzig Wolfenstein - Youngblood (Testnote: 7.0), das erst kürzlich um den RTX-Support, wie die Umgebungslichtverschattung (RTAO) und die Raytracing-Spiegelungen, erweitert wurde, bleibt spielbar. In dem veröffentlichten Statement heißt es seitens Nvidia:

Beachtet bitte, dass die meisten Bethesda Softworks-Titel heute von dem Geforce-Now-Service entfernt werden. Wolfenstein Youngblood bleibt für alle Mitglieder spielbar. Gründungsmitglieder können das Spiel weiterhin mit RTX On erleben.

Die Spiele von Activision-Blizzard wurden entfernt, weil Nvidia offenbar von Beginn an die Lizenz dafür fehlte, die nun verhandelt werden soll. Nvidia hofft, die Titel danach wieder über seinen Service anbieten zu können. Weshalb Bethesda seine Spiele entfernte, geht aus Nvidias Statement nicht klar hervor. Möglicherweise liegt hier aber ein ähnliches Problem vor. Anders als bei anderen Streamingdiensten, wie etwa bei Google Stadia, müsst ihr bei Geforce Now keine Spiele erwerben und könnt stattdessen Titel streamen, die ihr bereits über andere Plattformen gekauft habt. Unterstützt werden bisher Steam, Uplay, Origin und der Epic Store.

Geforce Now kann zwar auch ohne Abo genutzt werden, allerdings können die Spiele dann nur eine Stunde lang gestreamt werden. Ihr könnt aber nach Ablauf der Zeit sofort die nächste Streaming-Session starten. Nvidias Technologien, wie Raytracing, stehen jedoch nur den zahlenden Abonnenten zur Verfügung. Der monatliche Preis für das „Gründer“ getaufte Modell beträgt aktuell 5,49 Euro (inklusive 90-tägige Gratis-Einführungsphase). Das Angebot ist jedoch zeitlich begrenzt. Was der Dienst danach monatlich kosten wird, ist noch nicht bekannt.

Extrapanzer 17 Shapeshifter - P - 6762 - 23. Februar 2020 - 15:27 #

Irgendwie unverständlich, was die da getrieben haben. Die sind mit ihrer Lösung technisch so nah dran am gemieteten Windows-PC, dass die Hersteller gar kein Mitspracherecht haben dürften.
Probleme könnte es dann höchstens mit Spielen geben, die intern noch irgendwelche absurden Installationszähler verwemden und die Installation verweigern, wenn der Mietserver zu oft in den Auslieferungszustand zurückversetzt wird.
Das Problem mit den dauernden Neuinstallationen bei Geforce Now lässt ja vermuten, dass die ihren Service einfach mit zu wenig Hardware unterfüttern, um einen neutralen Mietdienst anzubieten.

Labrador Nelson 30 Pro-Gamer - - 195757 - 23. Februar 2020 - 17:39 #

Ich glaub ja mittlerweile eher, dass da wieder die Gier ausschlaggebend war. Einige Firmen können wohl nicht akzeptieren, dass jemand an ihren Spielen, die sie ja bereits verkauft und somit dran verdient haben, ein zweites Mal "verwertet" und sie nichts abbekommen. Nach meinem Rechtsverständnis würde ihnen auch nichts zustehen, aber da gibts wohl unterschiedliche Rechtsauffassungen. Ich nenne das einfach "Nicht den Hals vollkriegen".

Despair 17 Shapeshifter - 7228 - 23. Februar 2020 - 21:11 #

Seh' ich auch so. Eigentlich sollten sich die Spieleentwickler doch darüber freuen, dass sie durch Streaming möglicherweise neue Kundschaft dazugewinnen. Nämlich die Leute ohne potenten Spiele-PC.

Noodles 24 Trolljäger - P - 63562 - 23. Februar 2020 - 16:11 #

Versteh das irgendwie nicht. Man muss die Spiele über die normalen Verkaufsplattformen erwerben, um sie über Geforce Now nutzen zu können und trotzdem haben die Publisher irgendwelche Probleme damit?

Lobo1980 18 Doppel-Voter - - 9178 - 23. Februar 2020 - 16:58 #

Ich verstehe ich auch nicht. Die Hersteller müssen an Geforce nicht bezahlen und haben doch eher mehr Leute, die sich das Spiel kaufen als weniger.

Denis Michel Freier Redakteur - 287160 - 23. Februar 2020 - 17:04 #

Durch ihre Spiele zeiht Nvidia aber Spieler an und verdient so Geld, da kann man schon verstehen, warum sie auch einen Stück vom Kuchen haben wollen.

Cupcake Knight 18 Doppel-Voter - 10617 - 23. Februar 2020 - 17:21 #

Gilt das nicht genauso für Raytracing?

Denis Michel Freier Redakteur - 287160 - 23. Februar 2020 - 18:15 #

Spiele mit Raytracing fördern den Verkauf von Grafikkarten, da haben beide was von.

Cupcake Knight 18 Doppel-Voter - 10617 - 23. Februar 2020 - 22:15 #

Das gleiche Argument gilt auch für GerforceNow.

Noodles 24 Trolljäger - P - 63562 - 23. Februar 2020 - 18:04 #

Dann müssten auch Sony oder Microsoft den Publishern Geld geben, weil ja durch deren Spiele Konsolen verkauft werden, oder nicht? :D

Denis Michel Freier Redakteur - 287160 - 23. Februar 2020 - 18:14 #

Die Publisher brauchen die Konsolen genau so, um ihre Spiele loszuwerden, Activision Blizzard hat aber nix davon, dass Nvidia mit ihren Spielen Geld verdient.

Noodles 24 Trolljäger - P - 63562 - 23. Februar 2020 - 18:43 #

Für mich ist Geforce Now einfach eine weitere Abspielplattform. Seh da echt nicht, warum die Publisher da jetzt Geld bekommen sollten, bei anderen aber nicht.

zuendy 16 Übertalent - P - 4200 - 23. Februar 2020 - 19:38 #

Seh ich auch so. Denke da sind irgendwelche Verhandlungen schief gelaufen. Werden sie bestimmt wieder aufnehmen, wenn sich alles beruhigt hat.

Lobo1980 18 Doppel-Voter - - 9178 - 23. Februar 2020 - 23:23 #

Aber wo ist der Unterschied wenn ich mir einen Rechner leihen würde? Mehr ist es ja nicht. Nvidia nimmt ja nur Geld für das leihen der PC Power, kaufen muss man das Spiel immer noch über den Store des Anbieters.

Noodles 24 Trolljäger - P - 63562 - 23. Februar 2020 - 23:58 #

Ich frag mich da grad auch, wie es bei Shadow PC aussieht. Mussten die auch mit allen Publishern Lizenzen aushandeln?

Punisher 21 Motivator - - 26130 - 24. Februar 2020 - 9:41 #

Das hab ich mich auch schon gefragt. Erlauben vielleicht die Stores die Installation nur auf einer bestimmten Anzahl von Geräten od. gibts da irgendwelche Einschränlungen, die ich nicht kenne?

zuendy 16 Übertalent - P - 4200 - 24. Februar 2020 - 11:09 #

Vielleicht ist ja auch das Problem, das auf einem Rechner mehrere Installationen von einem Spiel laufen? Und der Spielevertreiber dann Probleme mit der Verifizierung bekommt? Nur mal so dahin gesponnen..

Lobo1980 18 Doppel-Voter - - 9178 - 24. Februar 2020 - 18:20 #

Es kann aber auch sein, das es wegen des Traffics ist. Wenn man bei jeder Sitzung das Spiel neu installieren muss, kommt da schon einiges an Traffic zusammen. Die wenigesten User werden das Spiel jedes mal neu instaiieren, wenn sie regelmässig damit spielen

Cupcake Knight 18 Doppel-Voter - 10617 - 24. Februar 2020 - 18:40 #

Ist doch eher das Problem von Valve (Steam).

LRod 18 Doppel-Voter - - 10724 - 25. Februar 2020 - 11:21 #

Die Spiele sind bei NVidia auf dem Server vorgehalten und müssen nicht bei jedem Start von Steam, Uplay und Co geladen werden.

Elfant 24 Trolljäger - P - 55147 - 25. Februar 2020 - 14:08 #

Dann würde ich spontan auf die Rechteverwaltung als Problem tippen.

vgamer85 20 Gold-Gamer - P - 25066 - 23. Februar 2020 - 19:01 #

Das wars wohl für Geforce Now. Stadia gewinnt und kann selbst ums überleben kämpfen.

TheRaffer 21 Motivator - - 28652 - 23. Februar 2020 - 19:13 #

Vielleicht hätte NVIDIA vorher mal fragen sollen? Andererseits, warum sollte sie, denn sie stellen ja nur eine Plattform...
Ich checks nicht ;)

Funatic 19 Megatalent - - 13170 - 23. Februar 2020 - 20:06 #

Puh, da hat jemand in der Lizenzabteilung aber nen ganz miesen Job gemacht.

RoT 19 Megatalent - P - 18016 - 23. Februar 2020 - 22:59 #

ich seh da mittlerweile gar nicht mehr durch...
massig spielestores jetzt das ganze streaminggedöns... dafür hab ich wohl zuviel Holz im Hintern...

revo 16 Übertalent - P - 5334 - 24. Februar 2020 - 1:44 #

Wenn Lizenzen wirklich der Grund sein sollten, dann war das aber ganz ganz schlechter Sport auf lizenzrechtlicher Ebene von Nvidia.

Harry67 19 Megatalent - - 18519 - 24. Februar 2020 - 7:35 #

Meine bescheidene Vermutung: Da hat mindestens ein Konzernplayer es nicht nötig gehabt, genauere Vereinbarungen zu treffen. Und mindestens eine Rechtsabteilung hat plötzlich Alarm geschlagen.

Lorin 16 Übertalent - P - 5844 - 24. Februar 2020 - 10:46 #

Absolut unverständlich, ist für mich wirklich nichts weiter als ein Miet-PC. Daran sollte kein Publisher was verdienen.

War ein netter Versuch seitens Nvidia, aber da wird wohl nichts mehr draus werden. Hat schon jemand die "Nvidia stellt Geforce Now-Dienst ein" News vorbereitet?

MachineryJoe 17 Shapeshifter - P - 7806 - 24. Februar 2020 - 11:05 #

Wenn ich mein Brot nicht im Ess-, sondern im Wohnzimmer esse, brauche ich dann einen Steueraufschlag?

Wenn ich eine BluRay auf einem anderen Gerät abspiele oder nicht auf dem TV, sondern mit einem Projektor an die Wand projiziere, muss ich dann eine extra Lizenz erwerben?

Also wenn ich jetzt einen Blade-Server miete und da Word drauf installiere, will dann Microsoft Geld von dem Server-Betreiber, obwohl ich ihn miete?

Das ist alles ziemlich absurd.

Elfant 24 Trolljäger - P - 55147 - 24. Februar 2020 - 13:17 #

Das BluRay - Beispiel trifft es sehr gut: Sowohl der Fernseher als auch der Projektor beinhalten Lizenzen, welche die Wiedergabe des BluRay - Players (noch eine Lizenz) ermöglichen. Du siehst diese Lizenzen und bezahlst sie indirekt beim Gerätepreis mit, aber sie sind eben da.

Harry67 19 Megatalent - - 18519 - 24. Februar 2020 - 14:05 #

Guter Punkt.

TheRaffer 21 Motivator - - 28652 - 24. Februar 2020 - 17:05 #

Aber wenn er sich den BluRay-Player von einer Freund ausleiht, muss er doch nicht nochmal die Lizenz zahlen...

Elfant 24 Trolljäger - P - 55147 - 24. Februar 2020 - 19:05 #

Macht der Freund dies gewerblich? Falls ja müsste man sich die Lizenzbedingungen ansehen, ob er dafür etwas abdrücken müsste. Joe würde dann wieder unwissentlich die Lizenz mit der Leihabgabe bezahlen. Nicht anders war / ist es bei den Videotheken. Deren Lizenzenkosten waren halt nur ein Festpreis.

Cyd 19 Megatalent - - 17401 - 25. Februar 2020 - 13:25 #

Das wäre, wie wenn er dir seinen Nvidia-Account ausleiht, dann muss dein Freunbd keine Gebühren bezahlen. Für Nvidia und dem Hersteller des BluRay-Players sieht es wohl anders aus.

TheRaffer 21 Motivator - - 28652 - 25. Februar 2020 - 13:29 #

Ich merke schon: Dieses Lizenz-Zeug ist mir zu kompliziert ;)

Elfant 24 Trolljäger - P - 55147 - 25. Februar 2020 - 14:06 #

Ich habe mir die AGB von Nvidia nicht durchgelesen, aber ich bin mir ziemlich sicher, daß ein "Ausleihen" des Accounts verboten wird.

Cyd 19 Megatalent - - 17401 - 25. Februar 2020 - 14:17 #

das stimmt, also gehe ich auch mal davon aus. Aber zum dem Beispiel: Er wird zumindest keine Lizenzen bezahlen müssen.

Elfant 24 Trolljäger - P - 55147 - 25. Februar 2020 - 14:58 #

Jein. Die Frage ist dann wie die AGB es bestrafen. Im Zweifel deklariert NVIDIA es als eine in unlizenzierte und illegale Weitergabe, sprich eine "Raubkopie". Anstatt die Lizenzkosten zu bezahlen würde dann eine Straftat begangen werden.

MrFawlty 18 Doppel-Voter - 9587 - 24. Februar 2020 - 13:35 #

Und wenn nächstes mal der Handwerker kommt verlange ich Miete für den Aufenthalt in meiner Wohnung.

Ich spiele seit einem Jahr generell viel weniger, weil mein Pile of Shame plötzlich weg geschmolzen ist, nachdem ich bei aktuelleren Titeln angekommen bin.
Es hat mehr Spaß gemacht, als es bei Spielen primär um Spaß ging und man die gekauften Spiele einfach genießen konnte. Inzwischen geht es bei den großen Herstellern nur noch ums Geldverdienen, Spaß und Qualität sind nebensächlich.

Cupcake Knight 18 Doppel-Voter - 10617 - 24. Februar 2020 - 18:40 #

Es ging immer nur ums Geldverdienen.

MrFawlty 18 Doppel-Voter - 9587 - 24. Februar 2020 - 23:13 #

Stimmt, Monkey Island hat mit allen 37 DLC auch fast 340 DM gekostet. Und das trotz Account-Bindung.

Ganon 24 Trolljäger - P - 63740 - 25. Februar 2020 - 10:10 #

Auch die Entwickler von Monkey Island wollten damit Geld verdienen. Allerdings waren die Entwicklungskosten damals nur einen Bruchteil so groß wie heute bei einem AAA-Spiel. Zudem hatte man seinerzeit einfach nicht die Möglichkeiten für Online-Modi und DLC, die es heute gibt.

Mitarbeit
John of GauntLabrador Nelson
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