Nvidia Geforce Now: "Missverständnis" führte laut Nvidia zu Activisions Rückzug

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16. Februar 2020 - 4:30 — vor 1 Jahr zuletzt aktualisiert
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Am Mittwoch haben wir darüber berichtet, dass Nvidias Spiele-Streamingplattform Geforce Now nach Verlassen der erfolgreich abgeschlossenen Beta-Phase nur eine Woche nach dem offiziellen Launch am 4. Februar 2020 in Nordamerika und Europa alle zuvor angebotenen Titel von Activision Blizzard überraschend aus dem Sortiment genommen hat.

Nun hat sich Nvidia gegenüber Bloomberg.com zum Sachverhalt geäußert und führt ein "Missverständnis" als Grund für die Entfernung der Spiele des US-amerikanischen Publishers an. Nvidia sei davon ausgegangen, dass die gegenseitige Vereinbarung der beiden Unternehmen, die für den Zeitraum der Beta-Phase von Geforce Now ausgehandelt worden war auch für die 90-tägige Gratis-Probezeit des Gründer-Mitglieds-Abos gelte, da diese dem Kunden ja ebenso unentgeltlich zur Verfügung gestellt werde. Erst nach Ablauf der Probezeit würden die Abonnenten zur Kasse gebeten. 4,99 US-Dollar in den USA und 5,49 Euro in Europa pro Monat und User.

Das sah Activision Blizzard anders und drängte auf eine gesonderte Vereinbarung für den Zeitraum nach dem offiziellen Launch des Geforce-Now-Dienstes. Dies war letztlich der Grund für den spontanen Rückzieher, was beliebte Titel wie Call of Duty, Diablo 3, Overwatch und Starcraft 2 betraf. Auch andere Unternehmen haben laut Bloomberg den Umstand intern noch nicht geklärt, wie mit der Tatsache umzugehen sei, dass auf Nvidias Streamingdienst zunächst kein Titel neu erworben werden muss. Voraussetzung ist aktuell lediglich der Besitz der Spiele auf einer der unterstützten Plattformen wie Steam, Origin, Epic oder UPlay.

Laut Nvidia bemühe man sich um eine gemeinsame Lösung mit Activision, um in Zukunft die Titel des Publishers wieder anbieten zu können und das Spieleangebot von aktuell mehr als 1.500 spielbaren Titeln weiter auszubauen. Einen Überblick sowie die Enrichtung des Dienstes und den direkten Vergleich zwischen Geforce Now und Google Stadia könnt ihr euch in unserem Video-Special mit Dennis Hilla zu Gemüte führen.

Just my two cents 16 Übertalent - 5326 - 16. Februar 2020 - 15:22 #

Auf deutsch. Wenn Nvidia dafür Geld nimmt, dass Kunden die von ihnen "gekauften" Spiele von Blizzard/Activision über die Server von Nvidia spielen möchte Activision gerne einen Anteil haben. Das ist vergleichbar absurd wie die Idee, dass Valve die Publisher dafür bezahlt, wenn Spieler ihre dort gekauften Spiele auch tatsächlich spielen...

LRod 18 Doppel-Voter - P - 10899 - 16. Februar 2020 - 16:13 #

Ja, oder wenn Blizzard künftig eine Abgabe auf jeden verkauften PC und jede Konsole verlangt.

Aber klar, ich würde auch gerne 2x Geld für einen Verkauf haben :-)

Lorin 16 Übertalent - P - 5863 - 16. Februar 2020 - 17:45 #

Wirklich skurril, eigentlich haben die Publisher mit dieser Art von Streaming-Modell ja rein gar nichts zu tun (auch wenn die Endbenutzerlizensvereinbarungsabzockeseelenverkaufsgehzurhöllevertrag sicherlich was anderes sagt). Ich miete mir Hardware und Leitung bei einem Anbieter und kaufe ein Spiel für den persönlichen Gebrauch bei einem Spieleproduzenten. Dann will der der Spieleproduzent auf einmal Geld vom Hardwarevermieter weil sein Spiel auf dessen Hardware läuft.
Da ist doch formal überhaupt keine Geschäftsbeziehung zwischen den Beiden entstanden.
An Nvidias Stelle würde ich da auch keinen Cent abgeben wollen.

zfpru 18 Doppel-Voter - P - 10600 - 16. Februar 2020 - 16:11 #

Das Leben ist eine Geschichte voller Missverständnisse.

AlexCartman 19 Megatalent - P - 17102 - 17. Februar 2020 - 2:39 #

Physische Datenträger auf echter Spielemaschine. DAS wäre mal ein Konzept, über das die Publisher nachdenken sollten. Da gibt’s dann auch keine Missverständnisse.