Spiele-Check: Warhammer 40.000 - Space Wolf
Teil der Exklusiv-Serie Spiele-Check

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LRod 9363 EXP - 18 Doppel-Voter,R6,S5,A4,J10
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30. Januar 2020 - 19:19 — vor 34 Wochen zuletzt aktualisiert
Warhammer 40.000 - Space Wolf ab 17,99 € bei Green Man Gaming kaufen.
Kurz nach Warhammer Quest 2 (im Check) kommt mit Warhammer 40.000 - Space Wolf ein weiterer Mobile-Titel mit Games-Workshop-Lizenz auf die Switch, dieses Mal angesiedelt in der düsteren Zukunft des 41. Jahrtausends. Darin übernehmt ihr einen drei Mann starken Trupp Space Marines und führt diesen in rundenbasierte Schlachten.

Der Spielablauf unterscheidet sich jedoch von anderen Genrevertretern, denn die einsetzbaren Waffen und Fähigkeiten werden durch ein Kartendeck bestimmt, aus dem ihr pro Marine maximal sechs Karten auf der Hand halten und einsetzen dürft. Dafür stehen euch pro Runde zwei Aktionen zur Verfügung, mit denen ihr etwa eine Karte zum Abfeuern der jeweiligen Waffe nutzen oder euch durch Abwurf einer Karte bewegen dürft. Bei eurem nächsten Zug zieht ihr automatisch neue Blätter aus eurem Deck.
Da die Screenshot-Funktion der Switch durch das Spiel deaktiviert wird, war es leider nicht möglich, eigene Screenshots zu erstellen. Alle Screenshots sind Herstellerbilder.
Daneben stehen euch passive Fähigkeiten zur Verfügung, die sich mit anderen Aktionen zu Ketteneffekten verbinden, etwa für Bonusschaden bei Attacken auf entfernte Feinde. Einige Waffen können fest ausgerüstet werden und erlauben zusätzliche Overwatch-Angriffe, müssen aber durch Karten des gleichen Waffentyps nachgeladen werden. Auch Heilungen, Jetpack-Sprünge und beschworene Wölfe stehen zur Auswahl.

Spielt ihr eine Karte, erhöht ihr den Initiativ-Wert um einen entsprechenden Nenner. Die verbündete oder gegnerische Figur mit dem niedrigsten Initativwert zieht als Nächstes. Zudem erhöhen einige Waffen den Initiativwert des Ziels oder zwingen dieses zum Abwurf einer Karte, wodurch sich dessen aktives Deck zeitweise deutlich verkleinern kann. Ist kein Gegner in der Nähe, lässt sich das Kartensystem mit viel Geduld auch ausnutzen, denn ihr könnt solange Karten abwerfen, um eure Marines zu heilen und aufzumunitionieren.
Die von euren Marines begehbaren Felder und die Sichtlinien sind nicht immer klar nachvollziehbar.
 
Sperrige Bedienung - unfaires Missionsdesign
Leider machen die Karten die Bedienung sehr sperrig. Für die Bewegung etwa müsst ihr eine Karte wählen, aktivieren, dann die Laufen-Aktion, das Zielfeld und am Ende die Blickrichtung wählen (die Touch-Bedienung wird nicht unterstützt). Letztere ist entscheidend, da ihr euch nur nach einer Bewegung drehen könnt und ein Angriff auf neben euch stehende Feinde nicht möglich ist. Störend ist dabei das seltsame Schussfeld, das nicht die üblichen 90 Grad abdeckt, sondern nur die Reihe vor euch sowie die beiden Reihen daneben. Diagonal stehende Feinde sind oft unerreichbar, zumal die Reichweite der meisten Waffen bei nur vier Feldern liegt.

Das Kartensystem bedingt auch einen Glücksfaktor, wenn euch die Waffen ausgehen oder die (zu schwache) Heilung nicht kommt. Und diese werdet ihr brauchen, denn das Spiel ist von Anfang an schwer (bietet aber drei Schwierigkeitsgrade). Für weitere Probleme sorgt die KI, die nicht den nächsten Gegner, sondern gezielt angeschlagene Truppmitglieder angreift. Oft agiert die KI allerdings dämlich und heilt sich etwa bei voller Gesundheit. Auch starten viele Gegner nicht auf dem Feld, sondern rücken beim Betreten unsichtbarer Punkte nach – gerne auch in eurem Rücken. Das sorgt für Spannung, aber auch für unfaire Situationen, da es keine Kontermöglichkeiten à la Verspotten gibt, um Gegner abzulenken. Dabei ist schon der Verlust eines Marines ist kaum zu verkraften. Stirbt eure Hauptfigur ist die Mission verloren.
In den ersten Missionen legt ihr euch mit Chaos Space Marines der Word Bearers an.

Der Maschinengott ist nicht mit euch
Gewinnt ihr dagegen – meist durch Besiegen aller Gegner oder Erreichen bestimmter Punkte – erhaltet ihr zwei Arten Währung. Mit der einen könnt ihr Marines mit passiven Vorteilen verbessern. Die andere könnt ihr für Lootboxen einsetzen, die Karten in fünf Güteklassen enthalten. Waffen der besten Güteklasse machen teils den dreifachen Schaden und sind für den Spielfortschritt essentiell. Da bei der Switch-Fassung auf einen Echtgeldshop verzichtet wurde, werdet ihr früher oder später grinden müssen, um die späteren Missionen zu schaffen.
 
Technisch läuft die Switch-Portierung nicht ganz rund. So hatte ich in einer Mission dauerhaft ein Grafikartefakt im Bild, es gab vereinzelte Animationsfehler, nicht wählbare Jetpack-Spungziele und es ist mehrfach vorkommen, dass das Spiel nach einer Aktion nicht auf den nächsten Gegner übergegangen ist. Das Beenden und Laden des Autosaves hat geholfen, allerdings lebte der zuletzt besiegte Gegner wieder, die benutzte Waffenkarte aber war verbraucht.
Durch die kurze Schussdistanz von meist vier Feldern, spielen sich die Kämpfe auf engem Raum ab.

Fazit
Warhammer 40.000 - Space Wolf hat bei mir zu Beginn einen guten Eindruck gemacht, denn das Kartensystem und die damit verbundene Initiativmechanik ist interessant geworden und zwingt zum Improvisieren. Wenige Missionen später kam aber zunehmend Frust auf über die sperrige Bedienung und unfair spawnende KI-Gegner, die angeschlagene Marines gnadenlos niederschießen, ohne dass das Spiel mir Kontermöglichkeiten an die Hand gibt. Unschön ist auch, dass die Missionen schon früh nur mit höherstufigen Karten zu gewinnen sind. Die auf das Verkaufen von Lootboxen abzielende hohe Schwierigkeit wurde für die Switch offenbar nicht überarbeitet und da Space Wolf auf Steam bereits seit 2017 zu haben ist, habe ich keine Hoffnung auf einen Balance-Patch. Selbst mit dem dicken 40k-Fanbonus, mit dem das Spiel bei mir gestartet ist, ging die Motivationskurve daher nach einigen Missionen stetig nach unten.
  • Rundentaktik mit Kartenspielelementen
  • Einzelspieler
  • Für Geduldige und Profis
  • 17,99 Euro (eShop, Steam; auch für iOS und Android erhältlich, dort mit InGame-Käufen)
  • In einem Satz: Ein Taktikspiel, dessen interessante Kartenspielansätze durch unfaires Design entwertet werden.
Vampiro 24 Trolljäger - P - 51201 - 30. Januar 2020 - 19:38 #

Danke für den Check, das klingt sehr ernüchternd.

Labrador Nelson 30 Pro-Gamer - - 182265 - 30. Januar 2020 - 20:30 #

Hm, ja. Thx 4 check.

Danywilde 24 Trolljäger - - 85825 - 30. Januar 2020 - 21:28 #

Ja, danke und schade! :)

FantasticNerd 22 AAA-Gamer - - 33614 - 31. Januar 2020 - 10:10 #

Wirklich schade. Hatte schon damit gerechnet eine schöne 40k Perle präsentiert zu bekommen die ich auch haben muss. Aber das war wohl eher vergebene Hoffnung.

Flammuss 20 Gold-Gamer - - 20119 - 30. Januar 2020 - 20:29 #

Vielen Dank für den Check. Das Spiel lasse ich mal lieber aus.

schlammonster 30 Pro-Gamer - P - 202122 - 30. Januar 2020 - 21:25 #

Bei Rundentaktik für die Switch war ich angetan, doch ich finde da nichts was mich reizt. Also im positiven Sinn. Danke für die Warnung.

Faerwynn 18 Doppel-Voter - - 11241 - 30. Januar 2020 - 21:27 #

War ja klar, dass ein Spiel über die Schoßhunde des falschen Imperators nichts werden kann ;) All hail Chaos :)

LRod 18 Doppel-Voter - - 9363 - 30. Januar 2020 - 21:33 #

Wenn man meine Emperors Children wählen könnte, hätte es noch einige Bonuspunkte gesammelt, aber da hapert es leider an grundlegenden Dingen. Sehr schade, denn die Grundidee ist eigentlich nicht schlecht.

Funatic 18 Doppel-Voter - - 11465 - 31. Januar 2020 - 7:29 #

Für diese Blasphemie werde ich dir meine Fänge in den Hals rammen! Für den Imperator! Für Leman Russ! :-)

Drapondur 30 Pro-Gamer - - 142692 - 30. Januar 2020 - 21:29 #

Danke für den Check! Nix für mich.

Ridger 20 Gold-Gamer - P - 23176 - 30. Januar 2020 - 22:46 #

Danke für den Check!
Rundentaktik mit Karten machen mir eigentlich seit Metal Gear Ac!d Spaß und seit Jörg das Kartenspiel Space Hulk - Todesengel besprach, bin ich auch ein Fan der WH40K - speziell Space Hulk - Thematik geworden.
Aber dank des Checks konnte ich mich nun gegen dieses Spiel entscheiden. Schade drum, die Grafik fand ich eigentlich auch ganz annehmbar auf iOS.

CptnKewl 21 Motivator - - 26232 - 30. Januar 2020 - 23:34 #

Einige der "Mankos" in der Steuerung sind wohl der Regelauslegung der 8. Generation von Warhammer 40.000 geschuldet. Hier hätte man sich überlegen sollen, ob es sinn macht das nahezu 1:1 ins Videogame zu packen.

Direkt beim Tabletop ist das nicht so schlimm, hier würde es mich nerven..

Lord Lava 19 Megatalent - 13135 - 31. Januar 2020 - 20:01 #

Ne, das Spiel kam ursprünglich 2014 raus, da gab es die aktuellen Tabletop-Regeln ja noch lange net.

Slaytanic 24 Trolljäger - - 57063 - 31. Januar 2020 - 2:39 #

Schönen Dank für den Check, auch für mich das eher nichts.

Vollmeise 20 Gold-Gamer - F - 24307 - 31. Januar 2020 - 5:40 #

Ich habe es auf dem Android angespielt, jedoch aufgrund der genannten Mängel schnell wieder gelöscht. Vor allem ist der Fortschritt viel an die Karten gebunden, die sich nicht billig im Shop kaufen lassen. Gute Karten - schnelles Weiterkommen.

paschalis 28 Endgamer - - 112526 - 31. Januar 2020 - 10:13 #

Danke für den Check. Taktik mit Karten ist eh nicht mein Ding und dieser Titel hat mich erst recht nicht überzeugt.

Maverick 30 Pro-Gamer - - 551652 - 2. Februar 2020 - 9:39 #

Danke für den Check und die Warnung, mit den Balancing-Problemen schießt sich das Spiel für mich selbst ab. ;)

TheRaffer 21 Motivator - P - 25801 - 4. Februar 2020 - 12:35 #

Danke für die Warnung LRod.

LRod 18 Doppel-Voter - - 9363 - 4. Februar 2020 - 12:48 #

Ge rne, ich hätte es natürlich lieber empfohlen, aber dafür hätte man seitens der Entwickler mehr Mühe in die Portierung stecken müssen...

TheRaffer 21 Motivator - P - 25801 - 4. Februar 2020 - 13:47 #

Vielleicht nimmt der Entwickler sich das zu Herzen.

FantasticNerd 22 AAA-Gamer - - 33614 - 4. Februar 2020 - 14:24 #

Guter Witz

TheRaffer 21 Motivator - P - 25801 - 4. Februar 2020 - 23:15 #

Freut mich dich zu amüsieren ;)

Ganon 24 Trolljäger - P - 60050 - 7. Februar 2020 - 8:52 #

Danke für die Warnung. Schade um die an sich gute Idee.

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