Wochenend-Lesetipps 3/2020: Die Schattenseite der Macht / Yakuza-Flair
Teil der Exklusiv-Serie Lesetipps fürs Wochenende

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18. Januar 2020 - 6:00 — vor 45 Wochen zuletzt aktualisiert
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Nach der Verabschiedung von Steffi Wegener soll es zumindest nach aktuellem Stand regulär mit den Lesetipps weitergehen. Im Januar wird es zwar wohl eine Pause geben, außer Tailssnake springt dem Lesetippsteam Q-Bert und Necromanus wie angeboten zur Seite. Wir beide sind den restlichen Monat nämlich leider ausgebucht. Im Februar geht es zumindest von Necros Seite vorläufig wie gewohnt weiter. Nun aber Schluss mit Organisatorischem und ab zur aktuellen Ausgabe der Lesetipps. Wir haben etwas Kritik an dem Kampfsystem von Jedi - Fallen Order, es gibt weiteres Gemoser an unglücklichen Save-Systemen, die Etablierung des Nerdtums und eine kurze Analyse wie die Spielereihe Yakuza ihre Atmosphäre erzeugt.

Style over Substance Jedi: Fallen Order und das Missverstehen taktischer Action-Kämpfe
gain-magazin.de vom 14.01.2020, von Pascal

Mir selbst hat Jedi - Fallen Order erstaunlich gut gefallen und dennoch habe ich so manches mal geflucht, wenn im Kampf Dinge schlecht erkennbar waren oder das Kampfsystem sich weniger gut anfühlte als zum Beispiel bei Dark Souls 3. Mit diesem Thema hat sich auch der Autor des hier empfohlenen Artikels auseinandergesetzt.

"Wie sehr lassen sich technische Mängel und inhaltliche Kompetenz in Einklang bringen? Die Berichterstattung über »Jedi: Fallen Order« könnte eine bessere Verkörperung dieses Zwiespalts nicht sein: Einstimmig wird berichtet, dass »Jedi: Fallen Order«, unabhängig vom System, unter deutlichen technischen Patzern leidet. Böden verschwinden beim Darüberlaufen, Ranken beim Emporklettern, Gegner ploppen ins Bild, lange nachdem man ihre Position passiert hat. All das führt zu erhöhter Todesfrequenz des Protagonisten Cal, der zwar am letzten Speicherpunkt ganz »Dark Souls«-typisch wieder erscheint und seine verlorene Erfahrung aufsammeln kann, durch die absurd hohen Ladezeiten von guten zwei Minuten auf der PlayStation 4 Pro jedoch zu einer ähnlichen Tortur wird wie 2015 das ungepatchte »Bloodborne«.

Und trotzdem überschlagen sich die Wertungen. Eine gelungene Mischung aus »Dark Souls«, »Uncharted« und der Star Wars-Lizenz, sagen die einen. Das beste Star Wars-Spiel seit einem Jahrzehnt, unabhängig vom Genre, die anderen. Sie alle haben irgendwie recht. Und trotzdem tappen sie alle in dieselbe Falle..."

Ich möchte einen Quantenmagier mit Dunamancy spielen

nerd-wiki.de vom 14.01.2020, von Thilo

Aus dem Nerd-Wiki kommen gleich zwei Empfehlungen, allgemein über Spiele (nicht zwingend Computerspiele). In der ersten beschäftigt sich der Autor Thilo irgendwie mit Füßen: 

"Nein, das hat nichts mit Füßen zu tun. Obwohl ich diese Vorstellung auch ganz erheiternd finde. „Ich zaubere Käsefüße auf dich! Geschicklichkeits-Rettungswurf oder du fällst hin. Für den Rest des Kampfes Abzug auf Deine Bewegungsrate!“ Auf höheren Leveln gibt’s es dann natürlich noch die „Schlimmen Käsefüße“, die so ähnlich wie „Stinkende Wolke“ funktionieren. Und natürlich der gefürchtete 8. Grad Zauber: „Deine Füße sind weg.“
Ich muss Fußfetischisten jedoch enttäuschen, da ich mit „Quantenmagier“ mehr die Vermischung von Fantasy und Science Fiction bzw. Wissenschaft meine. Denn genau danach hört sich für mich die neue Art der Magie an, die Matt Mercer im neuen D&D 5th Edition Settingband Explorer’s Guide to Wildemount vorstellt. Schon seit einigen Tagen sind D&D-Fans mit nassen Höschen auf der Palme, da ein neuer Setting-Band für die 5 angekündigt wurde. Nun ist die Enttäuschung teilweise groß, da natürlich viele, wie ich, die Daumen für Planescape, Ravenloft, Spelljammer, Dark Sun oder ein anderes klassisches D&D-Setting gedrückt hatten."

Bei der Suche fiel mir aber noch ein kleiner zweiter Eintrag vor die Füße (ganz ohne Käsefüßezauber), den ich euch nicht vorenthalten kann und will.

Coole Nerds und soziale Akzeptanz (von Nico Jacobs, vom 07.01.2020) berichtet davon, dass "nerdiges Verhalten" immer mehr Akzeptanz findet. So wird man als Pen&Paper-Spieler nicht mehr zwingend schräg angeschaut:

"Ich habe schon so manche Jobs gehabt, auf die ich nicht stolz bin. Mal brauchte ich das Geld, mal wollte ich einfach nur einen Tapetenwechsel. Ruhm und Reichtum sind halt nicht so einfach, doch mit meinem letzten Job war ich dem Traumschloss aus Gold schon einen ganzen Schritt näher. Ich war Kurier – Das klingt erstmal nicht nach viel und tatsächlich war der Alltag hier nicht sonderlich glanzvoll. Regelmäßige Arbeit, regelmäßige Bezahlung. Bei den horrenden Mietpreisen für Wohnungen in der Hafen-City ist man dafür schon dankbar. Doch das alles sollte sich an einem ganz besonderen Tag ändern…"

Darf kreative Freiheit alles?
seniorgamer.blog vom 16.01.2020

Wer kennt es nicht? Frustrierende Speichersysteme! Die meisten Leser dieser Webseite werden sich schon einmal über die unglückliche Lösung der kreativen Köpfe eines Spieles geärgert haben. 

"Als vor einer ganze Weile der faszinierende, aber optisch doch etwas hässliche HL2-Mod „Dear Esther“ ein Facelift bekommen sollte, da fehlte der neuen Version plötzlich etwas. Auch dem späteren, nochmals überarbeiteten kommerziellen Release, inklusive des Ports von der Source-Engine zu Unity fehlte etwas. Es fehlte die Möglichkeit manuell zu speichern. Gespeichert wurde jetzt nur noch beim Wechsel von einem Kapitel zum nächsten. Musste man zwischendrin dringend weg oder wollte einfach ins Bett gehen … stand man beim nächsten Spielstart am Anfang des zuletzt aktiven Kapitels und durfte wieder Minuten damit verbringen an die Stelle zu laufen, wo man am Vortag aufgehört hatte. Tut Wunder für die Spielatmosphäre, doppelschwör!"
 

Aus dem GamersGlobal-Archiv: Report: Nur Schall und Rauch? Das Geheimnis der Spielenamen Report
gamersglobal.de vom 01.08.2010, von Harald Fränkel

Da wir uns erst diese Woche über eine Kolumne aus der Feder von Harald Fränkel erfreuen durften, kommt hier gleich noch ein Report über die Namensgebung von Spielen hinterher. Auch wenn er nicht mehr ganz frisch ist (also der Report, nicht Harald!) sollte er inhaltlich noch immer aktuell sein:

"Wie hätte sich im Jahr 2001 wohl ein Spiel namens Projekt Morpheus verkauft? Immerhin ist der Sohn des Schlafgottes Hypnos eventuell ein zu müder Werbeträger für ein Werk, bei dem actionreiche Schwertkämpfe im Mittelpunkt stehen. Wäre das ein Problem gewesen, wo Namen doch positiv besetzt im Gedächtnis bleiben müssen? Fakt ist: Der Titel „Projekt Morpheus“ wurde verworfen und das Spiel unter einem anderen Namen ein Kassenschlager. Der Erfolg begründete eine der bekanntesten deutschen Spieleserien, und vielleicht trug der Programmierer aus dem Engine-Team dazu bei, der damals den endgültigen Titel vorschlug: Gothic."
 

Fundstück: Nani? Wie die Yakuza-Spiele ihre Authentizität erschaffen
playeronedotblog.wordpress.com vom 21.07.2019, von adrianodadamo

Die in Europa unter dem Namen Yakuza bekannte Spielereihe versprüht ihren ganz eigenen Charme. Manch einer hat sie erst durch die Lets Play's von Jörg Langer kennengelernt, wie man aber an den mehreren erfolgreich finanzierten Lets Play's sieht, hat die Reihe ihren ganz eigenen Reiz. Woher kommt der?

"Die Yakuza-Reihe ist japanisch. Der erste Eindruck jedes Teils ist, dass die Spiele japanisch sind. Jedoch nicht in einer Art wie es Final Fantasy oder Persona ist, sondern auf einem direkten Weg: Sie sind authentisch. Die Yakuza-Spiele umfassen keine große Open World, sondern immer nur kleine Gebiete. Der zentrale Schauplatz ist die fiktive Stadt Kamurocho, welche nach dem realen Rotlichtbezirk Tokios, Kabukicho, empfunden ist. Die Stadt innerhalb der Spiele zeigt nicht nur die Detailverliebtheit der Entwickler, sondern festigt die Authentizität der Spiele. Der westliche Spieler ist nicht an das Konzept gewöhnt. Sie erwarten eine große Open World. Yakuza bietet einen Stadtteil, welcher jedoch viel lebendiger und dichter ist als viele andere Spielwelten. Dabei sind die Gebäude, Geschäfte (wie Don Quijote) oder Lokale reale Unternehmen, die es so auch in Tokio und Kabukicho gibt. Das Spiel will somit nicht nur einen Spielplatz bieten. Es will die Spieler mit nach Japan nehmen. Zwar schafft die Stadt das auch sehr gut, aber nicht alleine. Es sind viele weitere Faktoren, die zur Authentizität der Yakuza-Spiele beitragen."

 

Im Video: Fallout 76: Welcome to "Math Camp"

Vorab die dringende Empfehlung nicht nur das Video anzusehen, sondern auch den zugehörigen Beitrag auf derstandard.at (vom 16.01.2020, "Fallout 76": Sadistischer Spieler quält Nutzer mit "tödlichen" Matheaufgaben) zu lesen. Wir sind ja hier bei den Lesetipps. Über das Spiel kann man sagen was man will, die Idee, Mitspieler Matherätsel zu stellen ist auf jeden Fall ungewöhnlich.

Das Lesetippsteam sucht Verstärkung! Habt ihr Lust in regelmäßigen Abständen die LT's mit zu verfassen, meldet euch bei Q-Bert und Necromanus.

Habt ihr Lesenswertes und wollt es hier sehen? Meldet eure Lesetipps oder eure Videovorschläge an Q-Bert und Necromanus. 

Video:

Player One 15 Kenner - P - 3064 - 18. Januar 2020 - 7:21 #

Besten Dank an euch Beide.

Slaytanic 24 Trolljäger - - 57236 - 18. Januar 2020 - 9:30 #

Fallout 76 mit tödlichen Mathe-Aufgaben, wer hätte mit sowas gerechnet? ;)

Vielen Dank für die Lesetipps, da schmeckt mir der Kaffee heute morgen doch gleich doppelt so gut.

LRod 18 Doppel-Voter - - 9532 - 18. Januar 2020 - 9:47 #

Dem Fallen Order-Text kann ich zustimmen - auch wenn ich mit dem Spiel Spaß hatte und auf dem Schwierigkeitsgrad 3 von 4 gespielt habe.

Denn direkt im Anschluss folgte dann Sekiro und da sind Welten(!) zwischen beiden Spielen in Sachen Präzision von Kampfsystem und Lesbarkeit der Animationen.

Necromanus 19 Megatalent - - 13708 - 18. Januar 2020 - 10:44 #

Ich finde vor allem dass es in Sekiro auch leichter ist zu blocken, da er einfach besser auf die Eingabe reagiert. Ist aber nur meine Meinung und erhebt keinen Anspruch auf Allgemeingültigkeit

LRod 18 Doppel-Voter - - 9532 - 18. Januar 2020 - 11:00 #

Ja, genau das meinte ich. Es lässt sich präziser steuern und besser lesen.

Danywilde 24 Trolljäger - - 90653 - 18. Januar 2020 - 11:44 #

Wieder einmal danke für die Zusammenstellung der Lesetipps! Ich hoffe, die Rubrik existiert weiter! Tailssnake to the rescue! :)

Necromanus 19 Megatalent - - 13708 - 18. Januar 2020 - 12:30 #

Die Fortführung der Serie ist auf jeden Fall geplant. Nur ist bei uns im Januar sehr viel privat los, so dass wir hier zwei Wochen nicht abdecken können. Danach wird es auf jeden Fall weitergehen. Die Frage ist nur ob wir ohne Verstärkung den wöchentlichen Rhythmus beibehalten können oder ob wir auf alle 14 Tage ausweiten müssen.

Drapondur 30 Pro-Gamer - - 144006 - 18. Januar 2020 - 12:19 #

Danke für die Lesetips!

Hyperlord 18 Doppel-Voter - - 10193 - 18. Januar 2020 - 15:00 #

Hervorragende Auswahl!

Michael D. 19 Megatalent - - 13957 - 18. Januar 2020 - 17:51 #

Danke und wirklich tolle Auswahl. Diesmal haben es mir insb. die beiden nerd-wiki-Beiträge angetan, vor allem der zur D&D Dunamantie.

Cupcake Knight 18 Doppel-Voter - 10460 - 18. Januar 2020 - 20:39 #

Der Gain Artikel ist interessant, allerdings lädt der Text erst dann wenn ich schon halb dran vorbei bin.

Das Boxart spielt bei der digitalen Distribution wohl weniger einer Rolle als früher.
Wobei meine PS3 von FFX/X2 aussieht als wäre die einzige Festplatte mit der Coverart abgebraucht.
Es ist nämlich nur das Logo vom FFX/X2 drauf.

Zumindest Save&Quit sollte ein Spiel haben, das Speichern im Spiel kann man auf viele Arten umsetzen.

Ganon 24 Trolljäger - P - 60978 - 19. Januar 2020 - 23:01 #

Danke, dass ihr die Lesetipps-Flagge hochhaltet. Und wenn ihr mal aussetzen müsst, kann man eben nichts machen. Hauptsache es geht irgendwann weiter. :-)

TheRaffer 21 Motivator - - 26380 - 20. Januar 2020 - 20:04 #

Vielen Dank euch für die Lesetipps :)

Mitarbeit