The Witcher: Soundtrack zur Netflix-Serie ist fertig

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29. Dezember 2019 - 14:26 — vor 1 Jahr zuletzt aktualisiert

Teaser

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Mit seiner Serienadaption von The Witcher hat Netflix einen riesigen Hype entfacht, der nicht nur der Show, den Charakteren und den Schauspielern, sondern auch dem dazugehörigen Soundtrack gilt. So wurde unter anderem die Ballade „Toss a Coin to your Witcher“ (in der deutschen Version „Reiche Gold deinem Hexer“) auf YouTube bereits unzählige Male gecovert. Kein Wunder also, dass der Soundtrack zu der Serie bereits sehnlichst erwartet wird. Via Instagram hat die mit für die Musik verantwortliche Komponistin Sonya Belousova die Fans über den aktuellen Stand der Dinge informiert und gab bekannt, dass der Soundtrack fertig sei:

Ich wollte auf alle eure Fragen bezüglich des offiziellen Soundtracks zu The Witcher eingehen und wann dieser veröffentlicht wird. Der Soundtrack ist fertig und ich kann es nicht abwarten, diesen herauszubringen. Aktuell gibt es aber noch keinen Termin. Es hängt von Netflix ab, ob und wann die Musik erscheinen wird.

Wie Belousova betont, wurden von der offiziellen Seite bisher lediglich vier Songs aus dem Soundtrack über SoundCloud veröffentlicht. Dabei handelt es sich um „Geralt of Rivia“, „Toss A Coin To Your Witcher“, „The Song of The White Wolf“ und „The Last Rose of Cintra“:

Alles was ihr sonst bisher auf YouTube gehört habt und was als „offiziell“ angepriesen wird, sind in Wirklichkeit Leaks mit niedriger Qualität und in manchen Fällen auch Songs, die gar nichts mit der Serie zu tun haben.

Die Komponistin fordert die Fans auf, ihre Stimme auf sozialen Kanälen zu gebrauchen und Netflix wissen zu lassen, wie sehr die Veröffentlichung des Soundtracks gewünscht wird. In ihrem Post veröffentlichte sie auch die offizielle Tracklist, die verrät, dass es insgesamt zwei CDs geben wird, die verschiedene Songs, Tanzmusik und Tavernenmelodien enthalten werden.

Golmo 18 Doppel-Voter - 9007 - 29. Dezember 2019 - 15:13 #

Wie RDR2 gezeigt hat, kann das leider dauern. Alles nur um künstlich das Interesse zu stretchen wie eine zu kleine Leggings.

Unregistrierbar 18 Doppel-Voter - P - 9689 - 29. Dezember 2019 - 15:23 #

Ich habe mich durch die erste Folge gequält. Das war wirklich ziemlich schlecht gemacht...

Denis Michel Freier Redakteur - 287160 - 29. Dezember 2019 - 15:43 #

Was genau war denn so schlecht gemacht in der ersten Episode? :)

Lencer 17 Shapeshifter - P - 7995 - 29. Dezember 2019 - 18:52 #

Also, ich fand die Einstiegsfolge gut, ziemlich genau das, was ich von einem Witcher erwartet hätte. Die anschließenden komplett unangekündigten Zeitsprünge und das ständige hin und her fand ich sehr verwirrend und das war m.E. auch handwerklich schlecht gemacht. Die letzte Folge hat wieder etwas versöhnt. Ich hätte mir aber schon ein klarere Erzählweise gewünscht. Gut fand ich die Präsenz von Jennifer in der Serie, Ciri's Part war eher so "und was soll das jetzt". Henry Cavill als Witcher fand ich auch richtig gut besetzt, da hatte ich doch eher Bedenken.

Denis Michel Freier Redakteur - 287160 - 29. Dezember 2019 - 22:26 #

*Ich hätte mir aber schon ein klarere Erzählweise gewünscht.*
Die erste Staffel dient dazu die Charaktere vorzustellen und diese Kurzgeschichten in den ersten zwei Büchern, die als Vorlage gedient haben, spielen sich nun mal in verschiedenen Zeitperioden ab. Ich fand das eigentlich nicht weiter schlimm. Wird auch alles ziemlich schnell aufgeklärt, spätestens wenn man King Foltest als kleines Kind sieht. Die zweite Staffel wird, wo nun alle Timelines zusammengeführt wurden, viel gradliniger sein. ;)

Jonas S. 20 Gold-Gamer - P - 22202 - 30. Dezember 2019 - 0:19 #

Die Zeitsprünge fallen doch erst in den letzten 2 Folgen auf und führen die Fäden zusammen. Ich fande das ziemlich genial und ist mir bis dahin gar nicht aufgefallen, dass es Zeitsprünge waren. Gute erste Staffel, gerne mehr davon.

Unregistrierbar 18 Doppel-Voter - P - 9689 - 30. Dezember 2019 - 0:35 #

Die Kulisse und Ausstattung vor allem der Kleider und Rüstungen wird künstlich. Der Plot ist gespickt von Dämlichkeiten wie den nackten Frauen bei dem einen Zauberer. Die Kampfszenen sind unnötig brutal. Und dann völlig unnötige Details wie diese Frisur... aber es muss ja genau diese Frisur sein, sonst sind Witcher-Fans ja enttäuscht.
Gut fand ich manche schauspielerischen Leistungen und diese Idee mit dem Schrei. Aber insgesamt reicht das n8cht aus, um mich zum Sehen einer weiteren Folge zu bewegen.
Ich habe bisher noch keine einzige gute Computerspiel-Verfilmung gesehen und the Witcher hat diesen Fluch ebensowenig gebrochen.

Jonas S. 20 Gold-Gamer - P - 22202 - 30. Dezember 2019 - 0:41 #

Nur doof, dass The Witcher keine Computerspiel-Verfilmung ist.

Unregistrierbar 18 Doppel-Voter - P - 9689 - 30. Dezember 2019 - 18:20 #

Ja, da war ein Buch dazwischen, welches auf dem Computerspiel basiert.

Sven Gellersen 23 Langzeituser - - 38577 - 30. Dezember 2019 - 18:34 #

Nein. The Witcher ist eine ganze Roman- und Kurzgeschichtenreihe, die ihren Anfang 1990 nahm. Alle Spiele basieren auf den Büchern.

Unregistrierbar 18 Doppel-Voter - P - 9689 - 30. Dezember 2019 - 19:00 #

Dann verstehe ich nicht, wieso die Frisur einfach immer gleich aussieht. Tut sie das im Roman auch?

Sven Gellersen 23 Langzeituser - - 38577 - 30. Dezember 2019 - 19:28 #

Keine Ahnung, ich habe die Bücher nie gelesen. Mein Kommentar basiert auf mein Wissen aus zahlreichen anderen Kommentaren unter entsprechenden News und Artikeln.
Das Problem mit der immer perfekt sitzenden Frisur ist allerdings weit verbreitet in Film- und Serienproduktionen. Macht die Unglaubhaftigkeit zwar nicht besser, aber ich würde das jetzt deswegen nicht als Grundlage für eine billige Produktion heranziehen.

Denis Michel Freier Redakteur - 287160 - 30. Dezember 2019 - 2:10 #

*Die Kulisse und Ausstattung vor allem der Kleider und Rüstungen wird künstlich.*

Da arbeiten teilweise die gleichen Künstler die auch bei Game of Thrones tätig waren. Ich empfand vor allem die Schauplätze sehr gut umgesetzt, aber da gehen unsere Meinungen wohl auseinander. :)

*Der Plot ist gespickt von Dämlichkeiten wie den nackten Frauen bei dem einen Zauberer.*

Das kommt genau so auch im Buch vor. Es handelt sich um eine Illusion von Stregobor, weil er im Turm festsitzt und sich von Renfri versteckt.

*Die Kampfszenen sind unnötig brutal.*

Der Hexerschwert, den Geralt normalerweise nutzt (das Silberschwert für die Monster hängt meistens an Plötze), ist aus dem Stahl eines Meteoriten von den Zwergen geschmiedet und soll rasiermesserscharf sein. Die Brutalität in den Büchern ist sogar noch eine Stufe höher, da haben sie sich zurückgehalten. Die Kampfszenen wurden übrigens von Vladimir Furdik choreographiert, der in Game of Thrones den Night King gespielt hat. Er war auch für die Kämpfe in GoT verantwortlich. Der Kampf am Ende der ersten Staffel gehört meiner Meinungen zu dem Besten, was man seit Hector gegen Achilles in Troja gesehen hat.

*Und dann völlig unnötige Details wie diese Frisur... aber es muss ja genau diese Frisur sein, sonst sind Witcher-Fans ja enttäuscht.*

Das hat nichts mit Fans zu tun. Die weißen Haare sind ein Ergebnis der Mutationen, die jeder Hexer in Kaer Morhen durchlaufen muss. Würde er in der Serie plötzlich schwarze Haare haben (z.B.), wäre das totaler Schwachsinn.

Ich sehe schon wo dein Problem liegt. Ich empfehle dir wirklich mal die Bücher zu lesen, die sind sehr gut geschrieben und dann siehst du auch jede Menge Details, die in der Serie sehr nahe an der Vorlage umgesetzt wurden.

Unregistrierbar 18 Doppel-Voter - P - 9689 - 30. Dezember 2019 - 18:31 #

Bei den Schauplätzen geht es mir nicht um die Details, sondern darum, ob es nach Kulisse oder quasi-echt aussieht. Das ist teilweise gut gelungen (die Stadt in der Vogelperspektive gegen Ende), teilweise gar nicht (Innenräume wirken wie leergeräumt und aufgrund der Beleuchtung kahl).

Wenn die Frauen im Buch auch so vorkommen, macht das die Szene für mich nicht besser. Es wirkt einfach billig, wenn da irgendwelche nackten Frauen im Hintergrund Pflanzen streicheln, während der Zauberer im Vordergrund den Hexer auf seine Seite zu ziehen versucht.

Ob die Haare weiß oder rosa sind, ist mir egal und gerne darf weiß sein, was im Buch ebenfalls weiß ist. Mich stört vielmehr die permanente Aufgeräumtheit wirklich jeder einzelnen Locke. Man sieht das kurz nach dem Kampf des Hexers gegen die Gruppe von Leuten am Ende: Special Moves, Blut, Dreck, Schweiß, Dynamik - aber Hauptsache, die Frisur hält.

Lese ich Deinen letzten Absatz insofern richtig, dass eine gute Umsetzung des Materials möglichst genau die Bücher berücksichtigen muss und dass man die Serie nur dann beurteilen darf, wenn man selbst die Bücher kennt? Ich glaube, dass selbst die Produzenten das so nicht sehen. Die wollen doch möglichst viele Leute erreichen und ganz sicher auch jene, die noch nicht mal das Computerspiel kennen, geschweige denn die Bücher.

Denis Michel Freier Redakteur - 287160 - 30. Dezember 2019 - 22:07 #

"Lese ich Deinen letzten Absatz insofern richtig, dass eine gute Umsetzung des Materials möglichst genau die Bücher berücksichtigen muss und dass man die Serie nur dann beurteilen darf, wenn man selbst die Bücher kennt?*

Nein, liest du nicht. Natürlich ist das dein Recht deine Meinung dazu zu äußern und auch ohne Vorwissen die Serie zu gucken. Ich habe dir lediglich gesagt, dass ich verstehe, wie sich deine Meinung bildet und dir empfohlen die Bücher zu lesen, zwecks besseren Verständnis. Lies sie oder nicht, das ist dir überlassen. :)

Zum Rest des Kommentars: Sieht aus, dass dich ein paar optische Dinge stören. Das ist halt so ziemlich Geschmacksache. Da ist deine Meinung genau so gültig wie meine. Man kann die Serie mögen, muss es aber nicht. :)

thoohl 17 Shapeshifter - P - 6828 - 30. Dezember 2019 - 22:29 #

Verstehe nicht, warum du einige Details derart "verteidigst" . Ich finde die Serie auch nicht gerad schlecht, finde allerdings dann tatsächlich einige Details auffällig. Wie z. B. manche Kostüme, manche Settings. Was sagst Du denn zu Zwergen und Dryaden? Da liegt es doch auf der Hand, dass irgendwo endliche Budgets vorlagen?

Denis Michel Freier Redakteur - 287160 - 30. Dezember 2019 - 22:44 #

*Verstehe nicht, warum du einige Details derart "verteidigst"

Wieso "verteidige" ich es denn? Er hat gewisse optische Dinge kritisiert und ich habe ihm erklärt, woran das liegt. ;)

*Was sagst Du denn zu Zwergen und Dryaden?*
Ich persönlich hätte es anders gemacht. Die rennen z.B. im Buch nicht mit Speeren sondern mit Bögen rum. Der ganze Brokilon-Plot ist verändert worden (wie vieles in der Serie). Das stört mich aber nicht wirklich. Es ist ein anderes Medium und eine Interpretation des Showrunners. Ich hatte auch kein Problem mit den Änderungen bei Game of Thrones, die von einigen Leuten tot kritisiert wurden. Selbst die 8 Staffel fand ich nicht "katastrophal" wie manche sagen. Habe ich das Ende gemocht? Nein, aber muss ich ja auch nicht. Einige Elemente waren fraglich, aber im Buch wird es halt anders sein, sollte Martin mal in die Pötte kommen...

thoohl 17 Shapeshifter - P - 6828 - 30. Dezember 2019 - 23:37 #

Dryaden sind in erster Linie ganz andere Wesen, unabhängig der Bewaffnung. Zwerge sind auch keine Kleinwüchsigen.
Das Argument, Interpretation des Showrunners ist nun mal so, ist natürlich eine Art Totschlagargument. Das ist schon klar, dass es ist, wie es ist. Dennoch kann Kritik daran geäußert werden. Wie gesagt, finde ich die Serie nicht schlecht.
Man kann die Rüstungen Nilfgaards mögen, man kann auch die Klingonen in Discovery mögen. Die fand ich vom Style noch schlimmer.

Denis Michel Freier Redakteur - 287160 - 31. Dezember 2019 - 1:44 #

*Dennoch kann Kritik daran geäußert werden.*

Und wer genau hat dich daran gehindert, Kritik zu äußern?^^

thoohl 17 Shapeshifter - P - 6828 - 31. Dezember 2019 - 13:03 #

Schwieriges Gespräch. ;)

Unregistrierbar 18 Doppel-Voter - P - 9689 - 30. Dezember 2019 - 23:08 #

Ich interpretiere (!) Deinen Kommentar so, dass das Kennen der Bücher den Einstieg und letztlich den Genuss der Serie erleichtert.
Aber das muss den Konsumenten bei Netflix ja nicht interessieren. Die wollen ja was von den Konsumenten und nicht umgekehrt. Ein Beispiel:
Dune, hierzulande besser bekannt als "Der Wüstenplanet" habe ich zuerst auf VHS gesehen, ohne jegliche Vorkenntnis, außer jene, die man (in dem Zusammenhang zutreffenderweise) durch Star Wars u.ä. hatte. Ich fand die Gedankenmonologe befremdlich, die rituell-religiösen Sprüche nicht weniger ("... und Sapho-Saft verleiht den Gedanken Flügel..."), wenn auch die Effekte und die Entwicklung der Charaktere toll.
Aber mich hat dieser seltsame, unzugängliche Film einfach nicht losgelassen. Ich schaute ihn ein weiteres Mal und verstand viel mehr, da die Elemente ineinander verwoben sind und gut überlegt. Letztlich wurde ich zum Fan des Films.
Erst viel später las ich das Buch und war auch davon begeistert.
Aber auf jeder Stufe des Kennenlernens war immer irgendwie ein Reiz da, mehr zu erfahren, nochmal genauer hinzusehen, Details zu entdecken und zu verstehen.
Beim Hexer fällt mir das in vielen, nicht allen Dingen schwer.
Das einzige, was mich interessiert, sind im Moment die Fragen, was es mit den "Monstern", der Herkunft der Zauberei des Hexers und den Ränken zwischen den verfeindeten Fraktionen auf sich hat. Und nochmal, das mit dem Schrei habe ich so vorher nicht gesehen, das fand ich gut.
Aber ob das reicht, die erste Folge noch mal anzusehen, weiss ich echt nicht. Vielleicht erklärt sich das auch beim Sehen der zweiten Folge. Mal schauen, sozusagen. Aber mehr als eine weitere Folge gebe ich der Serie nicht. Vielleicht wollen das weitere Serienfremde ja auch. Wird aber schwer in einer Zeit des Überangebots an Filmen und Serien.

Sven Gellersen 23 Langzeituser - - 38577 - 31. Dezember 2019 - 1:06 #

Ich kann zwar aufgrund der für die meisten Erwachsenen knapp bemessenen Zeit, Serien zu schauen, sehr gut verstehen, dass man einer Serie nicht mehr als ein oder zwei Folgen geben mag, um sich ein Urteil zu bilden, aber: ich halte diese Vorgehensweise trotzdem für problematisch.
Gerade moderne Serien, deren Handlungen nicht nach einer Folge abgeschlossen sind, sondern (teils staffel)überspannende Handlungsbögen haben, können nach einer Folge nicht wirklich beurteilt werden. Charakteren, Geschichten und „Serienwelten“ wird viel mehr Zeit und Raum gegeben, sich zu entfalten und an Stimmigkeit zu gewinnen. Nackte Frauen in Gärten mögen im ersten Moment befremdlich und aufgesetzt wirken (nach dem Motto „Sex sells“), aber zu dem Zeitpunkt der Szene weiß der Zuschauer noch gar nichts von der Welt, in der die Handlung spielt. Pflegen die Menschen dort allgemein ein lockeres Verhältnis zu Sexualität und Nacktheit? Sind Zauberer tendenziell menschenfeindlich und halten sich gerne (Sex)Sklaven?
Andere Dinge lassen sich natürlich trotzdem schon beurteilen, gerade was das Budget angeht.

Unregistrierbar 18 Doppel-Voter - P - 9689 - 31. Dezember 2019 - 1:32 #

Marcel Reich-Ranicki hatte da ja eine sehr klare Haltung: wenn es nicht in sehr kurzer zeit in der Lage ist, mich zu fesseln, dann weg damit. Und das, obwohl er doch ein sehr disziplinierter Leser war. Er hat natürlich alle Bücher vollständig gelesen, die er rezensiert hat.
Ich würde nicht wagen, mich auf der Ebene Reich-Ranickis zu befinden, aber ich denke, ich darf diese Haltung (denn er hat ja für Konsumenten, nicht für Autoren geschrieben) gerade im Sinne Reich-Ranickis einnehmen: was kümmerts mich, ob im letzten Drittel das Buch enorm an Fahrt aufnimmt, wenn die beiden ersten Drittel träge zu lesen sind? Ein Buch ist ja nicht nur das Finale; ein Künstler muss zu jedem Zeitpunkt der Geschichte etwas bieten können, was den Leser fesselt. Warum sollte das bei anderen Medien anders sein?

Ich denke, hier liegt ein typisches Problem bei Computerspielen vor: sie machen einfach Spaß, gerade auch am Anfang, wenn sie gelungen sind. Da macht man sich wenig Gedanken über den Plot, wenn das Metzeln, hochskillen und Erkunden der Welt fesselnd ist. Aber das ist alles im Rahmen des Spielens. Das passive Konsumieren als Zuschauer, was wir als Gamer ja eben nicht sind, muss uns einen Ersatz bieten für die Untätigkeit, in der wir gefangen sind. Dieser Ersatz muss eine schlüssige Identifikation bieten mit den Handlungen, die der Protagonist ausführt. Wenn der Film besonders gut gelungen ist, tut er das auch, wenn die Handlungen nicht schlüssig sind, wenn also der Protagonist es schafft, uns eine Identifikation mit Handlungen zu geben, mit denen wir eigentlich nicht einverstanden sind, weil wir uns seine Handlungsweise erklären können.
Da habe ich beim Hexer noch nicht reingefunden.
Aber wie gesagt, ich schaue mal rein in die zweite Folge, vielleicht finde ich da Antworten auf die aufgeworfenen Fragen, auf die ich bisher keine Antworten gefunden habe.
Es wäre nicht das erste Mal, das ich vom Skeptiker zum Fan geworden wäre.

Sven Gellersen 23 Langzeituser - - 38577 - 31. Dezember 2019 - 5:11 #

Ja, da differieren einfach unsere Meinungen. Ich versuche, Spiele, Filme / Serien usw. als Gesamtwerke zu betrachten und da ist es für mich irrelevant, ob der Anfang noch nicht so ganz zünden mag. Solange mich das Gesamtpaket zu überzeugen vermag, ärgere ich mich nicht mehr, wenn mir nicht die ganze Zeit über „was geboten“ wurde.
Aber da gibt es, denke ich, keine richtige oder falsche Betrachtungsweise.
Meine Frau hat The Witcher übrigens schon nach der ersten halben Stunde nicht mehr weiterschauen wollen. Und warum? Weil isso. Kann man auch so sehen :)

Denis Michel Freier Redakteur - 287160 - 31. Dezember 2019 - 1:49 #

*Ich interpretiere (!) Deinen Kommentar so, dass das Kennen der Bücher den Einstieg und letztlich den Genuss der Serie erleichtert.*

Das tut es auf jeden Fall, wie bei den meisten Serien / Filmen, wenn man die Vorlage kennt. Ist aber jetzt keine Voraussetzung natürlich.

*Aber das muss den Konsumenten bei Netflix ja nicht interessieren. Die wollen ja was von den Konsumenten und nicht umgekehrt.*

Wie gesagt. Geschmäcker sind verschieden und auch Leute, die die Romane nicht kennen, mögen die Serie und viele hatten gar kein Problem, die drei Timelines ohne die Bücher zu verstehen. Den meisten Fans und Neueinsteigern scheint es zu gefallen und das ist schon mal ein guter Start und eine Basis für weitere Staffeln.

Unregistrierbar 18 Doppel-Voter - P - 9689 - 31. Dezember 2019 - 2:00 #

Ich bin mir sicher, dass es eine weitere Staffel geben wird. Nur ob es ein Massenerfolg werden wird, steht in den Sternen. Mich würde interessieren, ob Serienfans eine Zukunft darin sehen und wie sie das begründen. Wenn ja, dann muss da schon mehr kommen. Bisher ist mir das zu wenig.

Denis Michel Freier Redakteur - 287160 - 31. Dezember 2019 - 11:25 #

*Nur ob es ein Massenerfolg werden wird, steht in den Sternen*

Nicht mehr: https://www.gamersglobal.de/news/168857/the-witcher-ist-die-erfolgreichste-tv-serie-des-jahres-laesst-the-mandalorian-hinter-sic

*Mich würde interessieren, ob Serienfans eine Zukunft darin sehen und wie sie das begründen. Wenn ja, dann muss da schon mehr kommen. Bisher ist mir das zu wenig.*

Als Bücher-Kenner kann ich dir versichern, da kommt noch eine ganze Menge mehr. Die erste Staffel dient nur dazu, die Charaktere vorzustellen und ja für manche war es stellenweise zu verwirrend, weil die Timelines der drei Schlüsselfiguren halt in unterschiedlichen Zeiten stattfinden. Die laufen aber in der letzten Folge der ersten Staffel zusammen. Die restlichen Staffeln werden viel gradliniger sein. Die Vorlage bietet alles, was auch Game of Thrones bietet. Politische Intrigen, Krieg, interessante Charaktere etc. Ist halt eine Frage, was der Showrunner draus macht.

Harry67 19 Megatalent - - 18283 - 30. Dezember 2019 - 12:55 #

Ist halt ein Stapel Geschmacksbewertungen. Meinem bescheidenen Eindruck nach scheinst du mit Fantasy nicht allzuviel am Hut zu haben ;)

Unregistrierbar 18 Doppel-Voter - P - 9689 - 30. Dezember 2019 - 18:21 #

Eigentlich nicht. Ich mag Fantasy, aber the Witcher ist streckenweise einfach irgendwie billig gemacht.

Harry67 19 Megatalent - - 18283 - 30. Dezember 2019 - 18:31 #

Gegen welches Positivbeispiel setzt du es denn? Geht mir jetzt nicht nur bei dir so, aber manchmal wäre es schon gut zu wissen, was da eigentlich als Referenz genommen wird. Aussagen wie dämlich, unnötig und ähnliches haben nur wenig qualitative Aussagekraft.

Unregistrierbar 18 Doppel-Voter - P - 9689 - 30. Dezember 2019 - 19:26 #

Ich nehme mal bewusst Filme aus der Prä-CGI-Ära wie Willow, Labyrinth, Robin Hood, Time Bandits, Der dunkle Kristall usw.. Teilweise noch mit Puppen, nehme ich diesen Welten ihre "Echtheit" doch eher ab als beim Hexer. All diese geschniegelten blankgeputzten Rüstungen und kaum Weitläufigkeit in der Landschaft, da denke ich ständig "Kulisse". Der Zauberer versucht, die angreifenden Armeen von der Erstürmung des Palastes abzuhalten mit einer Art Energiebarriere. Auf die Frage, wie lange diese hält, antwortet er etwas in der Art von "solange ich sie aufrecht erhalten kann". Sieht also nach enormer Kraftanstrengung aus. Als die Barriere aber, es ist bereits Nacht, zusammenbricht, sieht man ihn scheinbar bei vollen Kräften und ebenfalls ohne eine Schweißperle auf der Stirn durch die Gegend laufen.
Auch wird die Story nicht langsam aufgebaut sondern gleich im ersten Teil ist alles Mögliche drin, ist Gut und Böse sehr klar erkennbar. Gleiches gilt für die kurze Romanze zwischen dem Hexer und der Sonnenfinsternis-Geborenen. Erst scheinen sie sich nicht ganz koscher zu sein, dann knutschen sie am Lagerfeuer und zuletzt kämpfen sie auf Leben und Tod. Immerhin, bei dieser Szene kommt raus, dass der Hexer sich mehrfach mit dem Todesstoß zurückhält.
Aber insgesamt ist mir das alles zu hingeschmiert und auf "lasst und ein Dutzend Staffeln produzieren" gemacht, auch wenn es einige gute Dinge gibt, die ich bereits weiter oben genannt habe.

Harry67 19 Megatalent - - 18283 - 30. Dezember 2019 - 23:06 #

Danke für die Klärung. Letztlich sehe ich es wie Denis. Vieles ist da einfach Geschmacksfrage. Ich war vorher super skeptisch kann mich aber gut auf die Serie einlassen, während ich z.B. GoT weniger ansprechend fand.

Beim Witcher sind für mich eher die Charaktere und ihre daraus resultierende Geschichte wichtig. Und bis auf einige Ausnahmen finde ich sie relativ stark besetzt. Ansprüche an eine Serie wie an ein cineastisches Meisterwerk finde ich allerdings auch 2019 übertrieben.

Unregistrierbar 18 Doppel-Voter - P - 9689 - 31. Dezember 2019 - 1:34 #

Ich schau mir mal die zweite Folge an. Ein cineastisches Meisterwerk erwarte ich nicht, aber ich kenne eben auch so Zeug wie Ajin, Maro Polo usw. auf Netflix, die ja auch keine Meisterwerke sind, aber die ich als große Kunst anerkenne. Da bin ich einfach verwöhnt und Witcher gehlrt nach dem Pilotfilm einfach nicht dazu.

thoohl 17 Shapeshifter - P - 6828 - 30. Dezember 2019 - 21:18 #

Sehe ich auch so. Siehe mein Kommentar weiter unten. Komischerweise sind manche Settings wertig und andere quasi billig. Das die irgendwo Kosten gespart haben, siehe auch Dryaden und Zwerge.
Unterm Strich dennoch recht gute Serie.

thoohl 17 Shapeshifter - P - 6828 - 30. Dezember 2019 - 23:29 #

Mein Fazit der Serie: Ist doch recht gut geworden.
Besser als ich befürchtet habe und etwas schlechter als gehofft.

Leider negativ aufgefallen, und da stimme ich ein paar Vorrednern nicht zu:

-Teils die Kostüme, wirkt teils simpel inkl. der Kulissen. Gerade gar nicht wie GoT. Komischerweise sind dann andere Szenen wieder sehr wertig gemacht

- Kostüme Nilfgaard

- Interpretation Nilfgaard als Art Dämonen-Armee

- Keine Stadt vor Aretusa vorhanden

- Zeitsprünge. Ohne die Bücher zu kennen, kann man dann eigentlich die Zeitsprünge nachvollziehen? Kennt man die Bücher, ist es wieder recht cool gemacht.

-Interpretation des Rittersporn

-Abweichung der Schlacht bei Sodden von den Büchern. Ist dort eher ein haushoher Sieg über Nilfgaard und kein "Helden-Verzweiflungskampf"?

-Interprettion Nilfgaard als böse, daher auch "dunkle Magie", die anderen sind "gut" daher auch "gute Magie", grundsätzlich gibt es diesen Ansatz von gut und böse weder in den Büchern noch im Spiel

-Leider nicht ganz die Tiefe z.B. in "Moral" und "Leben der Menschen", Sprünge der Szenerien, z.B. die Geschichte in Temerien und Foltest, "man geht rein nach Temerien" und dann "geht man wieder raus". Ist eigentlich ein recht großes Land dieses Temerien.

-Darstellung von "Zwergen"

-Darstellung der Dryaden

-leider recht hoher Gewaltgrad, "Baby-Szene" ist eklig, die Verbindung von Gewalt und nackter Haut von einer Szene uf die andere, finde ich auch nicht so prickelnd

Rest positiv,
daher für mich recht gut geworden und freue mich auf die zweite Staffel.

Cupcake Knight 18 Doppel-Voter - 10617 - 31. Dezember 2019 - 15:11 #

In Staffel 1 wirkte vieles bei GoT auch eher simpel.
Oder täuscht mich meine Erinnerung da.

Despair 17 Shapeshifter - 7219 - 31. Dezember 2019 - 15:38 #

Nein, sie täuscht dich nicht. Ich fand den im Vergleich zu späteren Staffeln zurückgefahrenen Fantasy-Anteil und die stattdessen weiter im Vordergrund stehende Mittelalter-Atmosphäre sogar besser. Im späteren, "fantasylastigeren" Verlauf wurde die Serie imo zunehmend generischer. Ich gebe aber zu, dass ich nie Fan der Drachenmutti war, die mich in zunehmenden Maße genervt hat.^^

Denis Michel Freier Redakteur - 287160 - 31. Dezember 2019 - 17:56 #

Lustigerweise soll Netflix für die erste Staffel von The Witcher mehr Geld als HBO für Game of Thrones ausgegeben haben. Ich habe zwar keine 100% bestätigte Daten, aber es sollen 40-60 Mio. für GoT und 60-80 Mio. für den Witcher gewesen sein.

thoohl 17 Shapeshifter - P - 6828 - 31. Dezember 2019 - 16:39 #

Simpel würde für mich nicht "schlecht" bedeuten.
Staffel 1 GoT ist auf jeden Fall eher familiär und heimelig. Die jeweiligen Szenen wirken aber dennoch nicht "billig". Jedefalls auf mich nicht.
Manche Szenen im Witcher wirkten auf mich "billig". Andere hingegen wieder absolut beindruckend.

Denis Michel Freier Redakteur - 287160 - 31. Dezember 2019 - 18:00 #

Das gehört offenbar zu den Fehlern, die man in der ersten Staffel gerne macht. Geld, das man zur Verfügung hat in manchen Bereichen schwächer einzuteilen, als gut wäre und zu viel in die andere zu stecken. Die Frau Hissrich (Witcher-Showrunner) twitterte auch schon, dass sie selbst ihre Arbeit kritisch sieht und einiges in der zweiten Staffel anders machen will. Mal schauen. Netflix wird nach dem Riesenerfolg noch mehr Geld in die Produktion pumpen (hat HBO nach der ersten Staffel auch getan), die sind ja nicht dumm. Die haben jetzt ihren eigenen "Game of Thrones" geschaffen (in Hinblick auf den Hype), jetzt müssen sie es nur noch richtig pflegen und Geld investieren. Ich denke wir werden in der zweiten Staffel einen großen Sprung an Qualität sehen.

Despair 17 Shapeshifter - 7219 - 31. Dezember 2019 - 18:12 #

Die Zusatzkohle kassiert dann Mark Hamill als Vesemir. :D

thoohl 17 Shapeshifter - P - 6828 - 1. Januar 2020 - 1:58 #

Mark Hamill als Vesemir. Ist das jetzt gerade Humor oder...? Hätte dann noch Sean Bean.

Denis Michel Freier Redakteur - 287160 - 1. Januar 2020 - 2:51 #

Ist kein Witz. Hamill ist scharf auf die Rolle, hat auch den Showrunner über Twitter angeschrieben. Aber ich glauben Vesemir haben sie längst gecastet, weil er bereits in dern nächsten Staffel zu sehen sein wird.

thoohl 17 Shapeshifter - P - 6828 - 1. Januar 2020 - 21:21 #

Ups. Aber warum nicht. Habe Vertrauen in die Macher der Serie. Man hat irgendwie nur auch die Gesichter aus den Spielen direkt im Kopf.
Wofür gibt es die Maske... :D

Necromanus 19 Megatalent - - 14045 - 29. Dezember 2019 - 15:42 #

Hier auch der direkte Link zur bisher veröffentlichten Musik: https://soundcloud.com/giona_ostinelli

Denis Michel Freier Redakteur - 287160 - 29. Dezember 2019 - 15:45 #

Habe es in die News gepackt. ;)

Necromanus 19 Megatalent - - 14045 - 29. Dezember 2019 - 15:51 #

Super, danke

Sven Gellersen 23 Langzeituser - - 38577 - 29. Dezember 2019 - 16:21 #

Das kann dauern, bis Netflix sein Okay gibt. Bei The Last Kingdom hat es auch bis zur dritten Staffel gedauert, bis der Soundtrack endlich zu kaufen war.

Sermon 16 Übertalent - - 5535 - 29. Dezember 2019 - 21:02 #

"The Last Kingdom" war ja auch ursprünglich eine BBC-Serie und kein Netflix-Original. Erst seit der dritten Staffel ist Netflix der alleinige Produzent der Serie. Vielleicht hat das ja auch damit zu tun.

Inso 17 Shapeshifter - P - 8269 - 29. Dezember 2019 - 17:24 #

Und ich hab mir beim Schauen noch gedacht, das die Serie wohl die schlechteste akustische Untermalung hat, die ich seit Jahren gehört habe.. :D

Lorion 17 Shapeshifter - P - 8668 - 29. Dezember 2019 - 18:15 #

Dann schau dir mal die Serie Britannia an. So unglaublich unpassende Musik zum Setting eines Films/einer Serie hatte ich bis dato noch nie erlebt!

Die vom Witcher fand ich jetzt auch nicht sonderlich gut, vor allem im Vergleich zum Soundtrack von "Witcher 3", aber immerhin hat ssie zum Setting gepasst.

Vampiro 25 Platin-Gamer - P - 57287 - 29. Dezember 2019 - 18:22 #

Ich finde die musikalische Untermalung auch unterirdisch. Es fehlen imho wiederkehrende Themen (fallen zumindest nicht auf). Und noch dazu wirkt es so, als hätte da ein Amateuer was halbwegs passendes auf die Szenen gelegt. Das geht deutlich besser. Einer der vielen Schwachounkte der Serie.

Despair 17 Shapeshifter - 7219 - 29. Dezember 2019 - 20:15 #

Rittersporns Gesänge sind in der deutschen Synchro noch 'ne ganze Ecke gruseliger. :D

Inso 17 Shapeshifter - P - 8269 - 29. Dezember 2019 - 20:23 #

Haha oja, ich hab zwischendurch auch mal auf deutsch umgeschaltet nachdem ich in den anderen Kommentaren schon die Tendenz zur "schubst ihn mal nen Berg runter"-Petition rausgelesen hab, ja, der ist im englischen deutlich besser XD

ronnymiller 12 Trollwächter - 968 - 29. Dezember 2019 - 19:15 #

Da muss ich mich jetzt mal melden.
Leider hat Netflix mal wieder kein vernünftiges Intro produziert und daher kommt das grandiose Musikthema leider nicht voll durch - es sei denn, man lässt den Abspann immer laufen. Um ein Thema bei Zuschauern in die Köpfe zu brennen, braucht es ein Intro - wie Game Of Thrones. Bei Folge 1 von GOT konnte ich mit der Musik noch nicht viel anfangen, die Genialität erschließt sich erst durch die Verbindung mit der Show.
Die Witcher-Musik ist ebenfalls fantastisch. Außergewöhnlich in den Instrumenten, eindringlich und schräg in der Ausrichtung - sehr passend. Sehr großartig. Die Barden-Songs mit ihrem modernen Einschlag und den tollen Melodien sind einfach fantastisch.
Die Serie spaltet offenbar. Ich war weder Fan der Bücher, noch mag ich das Spiel besonders. Die Serie ist dafür richtig gut - wenn man einmal den Durchblick hat, so ab Folge 3 kapiert man die Zeitstränge und kriegt die Figuren halbwegs auf die Reihe.

Cupcake Knight 18 Doppel-Voter - 10617 - 29. Dezember 2019 - 19:22 #

Wer schaut Intros von Serien auf Netflix?

xan 18 Doppel-Voter - P - 10397 - 29. Dezember 2019 - 20:32 #

Also bei der ersten Folge mache ich das immer und wenn ich länger nicht mehr geschaut habe. Skipper es eigentlich meist nur bei Folgen am Stück.

Noodles 24 Trolljäger - P - 63270 - 29. Dezember 2019 - 20:32 #

Ich.

Keppel 15 Kenner - P - 2832 - 29. Dezember 2019 - 21:04 #

Ich schaue den Abspann immer gerne, gehört für mich dazu. Schaue auch nur eine Folge auf einmal und dann wieder ein bis zwei Tage später eine. So kann ich das Gesehene erstmal sacken lassen. Wenn eine Serie am Ende zu spannend wird, dann schon mal zwei Folgen, aber das ist eher die Ausnahme.

Zum Witcher selbst, finde die Serie super, Soundtrack passt wunderbar, Darsteller gefallen mir von mal zu mal besser und auch die deutsche Synchro ist gut. Habe die Bücher nur angefangen, Witcher 3 dafür sehr gerne gespielt. Und ich finde mich in der Serie sehr heimisch :-)

Ach ja, und jeder der meint die Serie in englisch zu schauen wäre nur das Wahre, soll sich doch erstmal die Bücher auf polnisch geben. Wenn schon original, dann richtig ;-)

xan 18 Doppel-Voter - P - 10397 - 29. Dezember 2019 - 21:23 #

Es geht beim Englischen darum, dass es in der Sprache gedreht und aufgenommen wurde. Macht akustisch schon einen Unterschied. Die Serie wurde ebenfalls in der Sprache geschrieben, alle Dialoge, Lieder und Gespräche. Das hat wenig mit dem polnischen Original zu tun. Wer die Bücher auf Englisch statt Deutsch liest verpasst was, da die deutsche Übersetzung, laut Aussagen von Polen, wesentlich besser sei.

Inso 17 Shapeshifter - P - 8269 - 29. Dezember 2019 - 21:44 #

Volle Zustimmung.
Allein auch die Körpersprache ist passend zum gesagten.
Und: je "emotionaler" es zugeht, umso mehr geht da die Schere für mich auch auseinander. Gerade wenn Charaktere im Original hochdrehen, laut werden usw, ist die Originalsprache weitaus intensiver. Im deutschen redet man zwar lauter usw, aber es fehlt sehr oft die Power dahinter.
Wortwitz usw geht ebenso gern unter. Von polnisch zu englisch kannst du einbauen wie du willst, bei der Sync zu deutsch muss es dann zum Videobild passen, das ist schon ne ganz andere Hürde.

Sven Gellersen 23 Langzeituser - - 38577 - 29. Dezember 2019 - 22:48 #

Mache ich durchaus, wenn sie mir musikalisch sowie ästhetisch zusagen.

Inso 17 Shapeshifter - P - 8269 - 29. Dezember 2019 - 20:32 #

Was mir irgendwie doch sehr gefehlt hat war.. naja.. der Witcher^^.
Je nach dem was man so mit den anderen Charakteren anfangen kann mag die Serie trotzdem gut sein.
Mir war Ciris Plot zu langatmig, hat aber Potential. mit Jennifer bin ich einfach nicht warm geworden, sowohl schauspielerisch als auch storytechnisch (ich will hier ich will da ach doch nicht jetzt will ich dort - puh ging die mir auf den Senkel). Da fand ich sogar Geralds Sidekick angenehmer.
Entsprechend plätscherte die Serie bei mir meist im Hintergrund, bis Gerald sich dann mal dem Monster der Woche annahm.
Potential ist klar vorhanden, und man hat ja anscheinend eh erstmal nur Kurzgeschichten verfilmt, daher hab ich da noch Hoffnung für die kommenden Staffeln. Trotzdem hat mich da bspw The Dragon Prince weit besser unterhalten.

Nagrach 14 Komm-Experte - F - 2648 - 30. Dezember 2019 - 12:28 #

Ich schwank ja immer noch, bin gerade in Folge 6... aber die haben hier soviel an der Story herumgedocktert, das man die kaum noch wieder erkennt. Vorallem die Beziehung zwischen Geralt und Ciri gefällt mir gar nicht. Denn die ist einfach nicht vorhanden, das war im Buch so viel besser gelöst.

*Spoiler, aber eigentlich ist von anfang klar worauf es hinaus läuft*: Wenn ich das hier richtig sehe dann finden sich alle drei in letzen Folge. Ich sehe schon das wird noch extreme Probleme geben und ne Menge Plotholes verursachen in Zukunft, so nach dem Motto. Oh hallo Ciri, hallo Gerlalt. wir mögen uns nach fünf Minuten Super!

Allgemein ist Ciri wirklich schwach, nicht einfach ihre Story sondern der Charakter. Da ist nix vom Liebwürdigen rebellischen Wildfang der den halben Hof Cintras (und Skelliges) in den Wahnsinn treibt, gleichzeitig aber eben doch nur ein naives junges Prinzesschen ist. Serien Ciri ist einfach... da? Die hat nicht mal wirklich einen Charakter...
Dagegen das sie sie deutliche Älter gemacht haben, als Ciri am Ende der Buchreihe sein wird hab ich nichts. Bei dem was das Mädchen noch durchmacht hätte ich auch echte Probleme in hinsicht Altersfreigabe und wie man die Geschichte mit einem Minderjährigen Schauspieler dreht - die Story von Ciri wird noch echt hart.

Was ich auch nicht verstehe: Gerade das erste Buch, der Letzte Wunsch, ist eigentlich in seiner Grundstruktur Perfekt aufgebaut um es als Serie zu verflimen. Warum zerhächselt man die tollen (und die ein oder andere weniger tolle) Kurzgeschichten so sehr, das man sie kaum wiedererkennt? Gerade Renfris Geschichte oder Ciri im Brokilon - die ergeben so kaum noch einen Sinn. Und für Jedes Storyloch aus den Büchern das sie stopfen, machen sie drei neue auf...
So hätte man auch die verwirrung mit den Unterschiedlichen Zeitsträngen verhindern können...

Und das wieder Nenneke komplett rausgenommen wurde find ich echt schade, vor allem da sie später eigentlich noch eine wichtige Figur für Ciri wird. Und wird sie nun in der Serie einfahc rausgenommen? (Vllt gar nicht mal so schlecht da man Yen dann als einzige Lehrerin von Ciri darstellen kann?) Aber dann fehlt ja auch der tiefgang was Yen so alles falsches macht mit ciri und das eben auch sie noch viel lernen muss? Und ciri kann dann plötzlich einfach aus dem nichts all die Sachen die sie von Nenneke lernt?

Bin normalerweise nicht der Typ "Meh das Buch ist viel tiefer und genauer, meeeeh!". Aber gerade die Ciri-Geralt Story macht in der Serie keinen Sinn mehr und ich sehe keinen grund warum man die so stark geändert hat, außer um die Story klischeehafter zu machen und mit mehr Storylöcher zu versehen?

Oh und mir ist dann doch zuviel vom Humor aus den Büchern flöten gegangen (oder eher Laute spielen). Ich mochte die Bücher vor allem immer dafür das es Sapkowski gut geschafft hat Humor mit einem solchen düsteren Setting so gut zu verbinden...

Trotzdem, sie macht Spaß anzuschuen, was vor allem an den echt guten Schauspielern der Hauptcharaktere liegt. Erinnert mich aber irgendwo an die neue Star Wars Trilogie: Unterhaltsam und echt Spaß, aber kommt nicht annähernd an die Vorlage heran und hat eigentlich alles was diese genial gemacht hat über Bord geworfen...

Für mich wäre die Serie wohl besser gewesen hätte ich die Bücher nicht gekannt und das passiert mir bei Buchverfilmungen echt nicht oft...

thoohl 17 Shapeshifter - P - 6828 - 30. Dezember 2019 - 21:21 #

Von Witcher 3 habe ich die Vinyl-Fassung, das Konzertvideo und noch die MP3s. Bei der Serie ist mir die Musik weder positiv noch negativ aufgefallen. Teils angelehnt an Witcher 3. Werd glaube ich nicht zugreifen.

TheRaffer 21 Motivator - - 28396 - 31. Dezember 2019 - 13:25 #

Hatte jetzt endlich Gelegenheit die Serie zu gucken. Der Soundtrack ist mir allerdings nicht so in Erinnerung geblieben, dass ich ihn kaufen müsste.
Eher hadere ich noch mit der Serie an sich.

De Vloek 15 Kenner - 3281 - 31. Dezember 2019 - 20:19 #

Toss a coin to your Witcher geht mir jetzt schon auf die Nüsse, dabei kenne ich bisher nichtmal das Original.

Harry67 19 Megatalent - - 18283 - 31. Dezember 2019 - 23:52 #

I love it.

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