USK prüft seit 25 Jahren Computer- & Videospiele // 47.000 Prüfungen seit 1994

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25. September 2019 - 12:26 — vor 1 Jahr zuletzt aktualisiert
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Seit inzwischen 25 Jahren stuft die Unterhaltungssoftware Selbstkontrolle (USK) Computer- und Videospiele hinsichtlich deren Jugendschutzrelevanz ein. Im Zuge dieses Jubiläums wurde unter anderem darüber informiert, dass seit dem Jahr 1994 etwa 47.000 Prüfungen durchgeführt und Alterskennzeichen vergeben wurden, was rein rechnerisch 1.880 Untersuchungen pro Jahr ergibt. Im Laufe der Zeit wurden für mehr als 60 Plattformen Prüfanträge gestellt, die wiederum von über 1.700 Firmen aus 56 Ländern stammen. Die Anzahl der Prüfer gibt die USK mit fast 100 Sachverständigen und mehr als 40 ehrenamtlichen Sichtern an.

Gefeiert wurde das 25-jährige Bestehen der USK mit einem Festakt am 24. September, bei dem „rund 150 hochrangige Gäste aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft“ in Berlin zusammenkamen. Unter den Gästen befanden sich zum Beispiel Andreas Bothe (Staatssekretär im Ministerium für Kinder, Familie, Flüchtlinge und Integration des Landes Nordrhein-Westfalen) oder auch die Staatssekretärin Juliane Seifert aus dem Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend. Zweitgenannte hebt den Stellenwert des Jugendschutzes hervor und macht deutlich, dass das entsprechende Gesetz an die heutige Zeit angepasst werden muss:

Der Medienalltag von Kindern und Jugendlichen hat sich verändert. Viele Spiele werden heute online und mobil gespielt. Aber unser Jugendschutzgesetz ist im 20. Jahrhundert steckengeblieben. Wir machen uns jetzt an ein Update. Dafür wollen wir die guten Ansätze der USK auch im Online-Bereich aufgreifen und Eltern endlich verlässliche Orientierung zum Schutz ihrer Kinder vor den heute relevanten Risiken bieten. Bei der Modernisierung des Jugendschutzgesetzes sind die anerkannten Selbstkontrollen wie USK wichtige Partner, um zuverlässige Alterskennzeichen zu gewährleisten und um Anbieter bei ihren Vorsorgemaßnahmen zu unterstützen. Denn Jugendschutz ist wichtig – dafür brauchen wir ein gutes Teamwork von Politik, Wirtschaft und den Selbstkontrollen.

Elisabeth Secker, die Geschäftsführerin der Unterhaltungssoftware Selbstkontrolle, fügt hinzu:

Wir brauchen einen gesetzlichen Rahmen, der die Selbstkontrollen in ihrer Arbeit stärkt und bereits gut funktionierenden Modellen eine entsprechende gesetzliche Würdigung verschafft. Inhaltsrisiken zu bewerten und Nutzungsrisiken transparent zu machen sind dabei wichtige Eckpfeiler zur besseren Orientierung für Eltern. Die USK hat gezeigt, dass wir hier kreativ sind. Sei es bei Lösungsansätzen im technischen Jugendmedienschutz, die mit Anbietern umgesetzt wurden oder bei einem Selbstklassifizierungssystem wie International Age Rating Coalition, das auch international anschlussfähig ist.

Über die Herausforderungen an den Jugendschutz in Zeiten des digitalen Wandels tauschten sich die Anwesenden im Verlauf des Abends auf einer Podiumsdiskussion aus. Neben Politikern waren auch Vertreter aus der Branche dabei, wie unter anderem Sabine Frank (Leiterin Regulierung, Verbraucher- und Jugendschutz, Google Germany GmbH) und Jens Kosche (Geschäftsführer Electronic Arts GmbH). Einigkeit herrschte darin, dass es „für einen modernen Jugendmedienschutz auch weiterhin verlässliche Alterskennzeichen, ob digital angeboten oder im stationären Handel, braucht“.

FastAllesZocker33 (unregistriert) 25. September 2019 - 18:04 #

Na dann mal viel Spass dabei die paar Spiele in den AppStores zu testen und zu bewerten. ;)
Es würde mich nicht wundern wenn bei der USK demnächst ein paar (tausend) neue Arbeitsplätze geschaffen werden.

euph 28 Endgamer - P - 105175 - 26. September 2019 - 8:20 #

https://usk.de/fuer-unternehmen/spiele-und-apps-pruefen-lassen/spiele-und-apps-im-iarc-system/

Wird wohl erstmal nichts mit den tausend neuen Arbeitsplätzen.

FastAllesZocker33 (unregistriert) 26. September 2019 - 8:55 #

Das war auch ironisch gemeint. Im sich-tot-sparen Land Deutschland passiert sowas in Firmen eher nicht.

Aber das System hinter dem Link erscheint mir doch arg löchrig. Ich glaube kaum, dass die schätzungsweise 500.000 Spiele alleine im playstore alle eingehend geprüft wurden, sodass sie ihr Siegel tatsächlich verdienen! Auch nach jedem Patch/Update wäre das natürlich notwendig, denn es könnten sich Inhalte und Spielmechaniken geändert haben.

euph 28 Endgamer - P - 105175 - 26. September 2019 - 9:08 #

Dass das ausfüllen einer "Selbstauskunft" eher löchrig ist, da gebe ich dir durchaus recht. Bei der Masse an Titeln ist alles andere aber auch irgendwie schwierig zu händeln.

FastAllesZocker33 (unregistriert) 26. September 2019 - 15:42 #

Dann ist das Siegel aber automatisch gar nichts mehr wert: bei keinem Spiel weiß ich, ob ein gehaltvoller Test dahintersteckt. Ergo: alle sind anzuzweifeln.

euph 28 Endgamer - P - 105175 - 26. September 2019 - 18:49 #

Diese Geschichte läuft doch nur für Apps, wenn ich das richtig im Kopf habe - aufgrund der Masse und den deutlich schlechteren Möglichkeiten, in Appstores eingreifen zu können. "Reguläre" Spiele, die in Deutschland in den Handel sollen, müssen immer noch durch den normalen Testprozess.

FastAllesZocker33 (unregistriert) 26. September 2019 - 20:00 #

Ja, völlig klar. Aber so wie es oben steht ... zuverlässige Alterskennzeichen zu gewährleisten ..., da kann ich nur sagen: viel Spaß, stellt mal 1000 Leute ein, oder Eure Aussage ist soviel Wert wie heute eine Fünf-1/4 Zoll Diskette.

euph 28 Endgamer - P - 105175 - 26. September 2019 - 20:32 #

Ach so, jetzt hab ich es....

Tasmanius 20 Gold-Gamer - - 26402 - 26. September 2019 - 6:18 #

Auch der USK möchte ich mal danke sagen :-)

Gorkon 18 Doppel-Voter - P - 11834 - 26. September 2019 - 7:41 #

Grosses Vorbild China. ;-) Da darf auch nur das auf den Markt, was der Staat für unbedenktlich hält.

Was auch immer man davon halten möchte.

euph 28 Endgamer - P - 105175 - 26. September 2019 - 8:21 #

USK und China sind aber auch wirklich fast das gleiche.....

TheRaffer 21 Motivator - - 29264 - 26. September 2019 - 8:49 #

Ganz sicher nicht!

Gorkon 18 Doppel-Voter - P - 11834 - 26. September 2019 - 9:03 #

Natürlich nicht. Habe ich ja auch gar nicht behauptet oder. Hatte nur einen Augenzwinkernden Vergleich gemacht. Und die USK würde, denke ich, schon ganz gerne bestimmen wollen, was für wen erscheinen darf.

euph 28 Endgamer - P - 105175 - 26. September 2019 - 9:07 #

Die USK entscheidet doch schon darüber, was erscheinen darf und für wen. Allerdings in ganz anderem Maße und nach rechtstaatlichen Kriterien.

So wie du das sagst hört es sich an, als ob sie zensieren wollen, was IMO überhaupt nicht der Fall ist.

Gorkon 18 Doppel-Voter - P - 11834 - 26. September 2019 - 9:45 #

Zensur ist, denke ich, eine Sache des Standpunktes. Aber das meine ich gar nicht. War halt nur etwas überspitzt formuliert.

euph 28 Endgamer - P - 105175 - 26. September 2019 - 10:52 #

Ich denke, dass was die USK herausfiltert entspricht im großen und ganzen mittlerweile schon dem, was man auch rausfischen sollte. Ansonsten wird da doch fast alles (mit entsprechender Alterkennzeichnung) durchgewunken.

Pomme 17 Shapeshifter - P - 8000 - 26. September 2019 - 11:39 #

...und die USK wird von Jahr zu Jahr milder. Nur ein Stichwort: Hakenkreuze.

euph 28 Endgamer - P - 105175 - 26. September 2019 - 12:58 #

Oder Mortal Kombat....

Cyd 19 Megatalent - - 17480 - 26. September 2019 - 9:11 #

Auch in anderen (EU) Ländern darf übrigens nur das auf den Markt, was der Staat für unbedenklich hält. Halte ich erstmal recht viel von.

euph 28 Endgamer - P - 105175 - 26. September 2019 - 9:19 #

Stichwort PEGI. Und wie man aus diversen News hier immer mal entnehmen kann, gibt es doch sowas auch noch in anderen Ländern auf anderen Kontinenten.

Gorkon 18 Doppel-Voter - P - 11834 - 26. September 2019 - 9:49 #

Aber da ist der Hund begraben oder? "...was der Staat für unbedenklich hält...". Weite das einmal auf andere Staatsformen aus und Du bekommst ein ganz anderes Ergebnis.

Pomme 17 Shapeshifter - P - 8000 - 26. September 2019 - 11:41 #

In Deutschland darf erscheinen, was nicht gegen Gesetze verstößt. Ob der Staat die erschienenen Produkte nun für bedenklich hält, spielt keine Rolle.

Cyd 19 Megatalent - - 17480 - 26. September 2019 - 11:42 #

Es geht in der News ja um die USk (Deutschland) und ich sprach andere (EU) Länder an. Da finde ich es erstmal gut, dass der Staat ein Auge drauf wirft, was auf den Markt kommt und was nicht, es entsprechende Gesetze gibt. Möchte z.B. nicht in den Mediamarkt gehen und in der Bluray-Abteilung Snuff-Filme, kinderpornographisches Material und vieles andere sehen, auch nicht in Videospielen oder sonstwo. Dass es Extreme gibt, in denen diese Macht auch extrem ausgenutzt wird, das ist wieder was anderes und natürlich mehr als bedenklich. Hat aber mit der USK/Deutschland nicht zu tun.

Gorkon 18 Doppel-Voter - P - 11834 - 26. September 2019 - 12:58 #

Interessant, wo der Weg gerade hinführt, aber Du hast vollkommen recht, die von Dir aufgezählten Inhalte möchte ich nicht einmal unter der Ladentheke im MM sehen.

Auf Grund des Inhaltes des Artikels und der nahezu unendlichen Titel, welche die USK ja testen möchte und den weiter obenstehenden Kommentar, dass es nahezu unmöglich ist, der Sache Herr zu werden, ob der vielen Veröffentlichungen, hatte ich mal das Beispiel eines totalitären Staates ins Spiel gebracht. Nicht weil ich das untersetze oder für gutheisse, sondern einfach nur um aufzuzeigen, dass es sehr wohl möglich ist, sehr viel zu kontrollieren. Dabei spielt für mich die gegenwertige Gesetzeslage der EU Länder erst einmal nur eine untergeordnete Rolle.

TheRaffer 21 Motivator - - 29264 - 26. September 2019 - 8:50 #

Ganz ehrlich, den Job würde ich nicht haben wollen. Man mag von manchen Entscheidungen halten, was man will, aber im großen und Ganzen machen die einen soliden Job. :)