Steam-Analyse: Spiele werden viel zu billig angeboten

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12. September 2019 - 14:06

Wieviel Geld ein Publisher mit einem Spiel verdient, ist in der Branche ein gut gehütetes Geheimnis, von einigen Ausnahmen der großen börsennotierten Unternehmen wie Nintendo, Activision Blizzard oder Electronic Arts einmal abgesehen. Was aber ein kleines Studio mit seinem Spiel verdient, das über Valves Plattform Steam vertrieben wird, konnte man bisher nur erahnen. Mike Rose vom britischen Publisher No More Robots versucht mit einer nun veröffentlichten  Analyse etwas Licht ins Dunkel zu bringen.

So stellte Rose fest, dass ein Spiel 2019 im Durchschnitt 1.500 Mal verkauft wird und im ersten Jahr rund 16.000 US-Dollar Umsatz generiert. Im Vergleich zum selben Zeitraum des Jahres 2018 bedeutet dies übrigens ein Umsatzminus von 47 Prozent. Dabei zog Rose nur die obersten 20 Prozent der umsatzstärksten Spiele in seine Berechnungen ein. Die restlichen 80 Prozent würden es seinen Angaben zufolge auf keinen erwähnenswerten Umsatz schaffen.

Den wichtigsten Grund für die ernüchternden Zahlen konnte Rose schnell ausmachen: Entwickler bieten ihre Spiele viel zu günstig auf Steam an. Titel, die für weniger als zehn Dollar verkauft wurden, veräußerten durchschnittlich nur 1.000 Exemplare und erzielten einen Umsatz von rund 6.000 Dollar pro Jahr. Wurde das Spiel hingegen für mehr als 21 Dollar angeboten, verkaufte es sich durchschnittlich 5.000 Mal und erzielte einen Umsatz von bis zu 200.000 Dollar. Selbst ein 15-Dollar-Titel brachte es nur auf etwa 35.000 Dollar im ersten Jahr. Weitere Einflüsse auf den auffallend negativen Verkaufstrend habe der Umstand, dass einerseits immer mehr Spiele erscheinen und die Auswahl immer größer werde und andererseits immer mehr Anbieter mit Spieleabos locken. Zudem generieren kostenlose und millionenfach gespielte Titel wie Fortnite oder League of Legends ihre Einnahmen auf andere Weise.

Mike Rose empfiehlt Herstellern in seiner Analyse, die er via Google Drive als PDF anbietet, in erster Linie, für ihre Spiele mehr Geld zu verlangen: „Euer Game ist mehr wert als ihr glaubt.“ Außerdem bittet er alle anderen um Verständnis für die Studios, die sich auf einen Exklusiv-Deal mit dem Epic Games Store einlassen: „Wenn ihr einen Entwickler seht, der einen Epic-Deal annimmt, lasst ihn verdammt noch mal in Ruhe!“ Langfristig sei dies die einzige Möglichkeit für kleinere Studios zu überleben.

Hannes Herrmann 18 Doppel-Voter - - 10769 - 12. September 2019 - 14:24 #

Interessant, danke für die News. Das Dokument werde ich heute Abend mal durchblättern.

Steffi Wegener 20 Gold-Gamer - P - 22785 - 12. September 2019 - 14:26 #

Sind nur zehn großgeschriebene Seiten. Hätte mur auch sehr viel mehr Details gewünscht.

TheLastToKnow 14 Komm-Experte - P - 2034 - 12. September 2019 - 14:26 #

Will er damit sagen, dass sich Spiele unter 10 Dollar deshalb weniger verkaufen, WEIL sie weniger als 10 Dollar kosten?

Steffi Wegener 20 Gold-Gamer - P - 22785 - 12. September 2019 - 14:31 #

Alte Weisheit: Was nix kostet, ist auch nix. Das menschliche Hirn funktioniert da sehr sonderbar.

Hendrik 27 Spiele-Experte - P - 77427 - 12. September 2019 - 15:44 #

Eher das Hirn, welches solche Weisheit für bare Münze nimmt. ;)

Jonas S. 20 Gold-Gamer - P - 20376 - 12. September 2019 - 14:33 #

So lese ich das auch raus. Bei mir ist es eher umgekehrt. Für jedes Spiel das mich interessiert, habe ich eine finanzielle Schmerzgrenze und die liegt selten beim Vollpreis.
Meistens schlage ich so im 10€-Bereich zu.

Weryx 19 Megatalent - 13596 - 12. September 2019 - 14:34 #

Ebenso.

TheLastToKnow 14 Komm-Experte - P - 2034 - 12. September 2019 - 14:39 #

Das hätte ich nämlich auch eher gedacht.

Desotho 17 Shapeshifter - P - 6677 - 13. September 2019 - 7:59 #

Bei Spielen die mich interessieren, schlage ich durchaus zum Vollpreis zu (rein finanziell gesehen niemals sinnvoll, ja).

Aber für 5 EUR habe ich auch mal ein Dark Souls gekauft um nochmal zu verifizieren ob es (für mich) so schlecht ist wie ich dachte.
Sprich, ich kaufe mir auch mal Spiele die ich mir sonst nie geholt hätte.

Hat alles 2 Seiten.

CBR 20 Gold-Gamer - P - 24193 - 12. September 2019 - 15:31 #

Ich bin auch darüber gestolpert und hätte die Kausalität anders herum vermutet.

Harry67 18 Doppel-Voter - - 10753 - 12. September 2019 - 18:31 #

Irgendwie wohl schon. Statistik und Kausalitäten ... da kann man die irrsten Dinger zaubern.

tailssnake 17 Shapeshifter - P - 6343 - 12. September 2019 - 14:34 #

Die These, dass Subscription Services den Wert mindern halte ich für fragwürdig.
Das haben wir schon durch die Sales, so kostet DmC 5 nur noch 15€ und ist auch im GamePass, knappe 6 Monate nachdem es für 50€+ erschien. Das Probleme haben alle, daher kaufe ich allerhöchstens mal ein Indie-Titel zum Release. Oder Nintendo-Titel, da die eine Ewigkeit brauchen günstiger zu werden.

Wobei ich auf Steam eh nichts mehr kaufe, da es einfach keinen Spaß mehr macht zu schauen was es neues gibt. Schaue da eher auf gog.

Edit bzw. Stimmt es doch. Hab mich mal geweigert Spiele zu kaufe die direkt in PS+ starten.

Ganon 24 Trolljäger - P - 52225 - 12. September 2019 - 17:18 #

"Wobei ich auf Steam eh nichts mehr kaufe, da es einfach keinen Spaß mehr macht zu schauen was es neues gibt. Schaue da eher auf gog."

Also auf Verdacht die Neuerscheinungen durchwühlen würde ich auch nicht. Zur Information, was es Neues gibt - und was sich davon lohnt - gibt es doch Seiten wie GG. :-)

tailssnake 17 Shapeshifter - P - 6343 - 12. September 2019 - 17:22 #

Da steht nur nicht verlässlich wo ich kaufen kann, also bringt es mir nicht.
Denn auf Steam kaufe ich nichts mehr.

Harry67 18 Doppel-Voter - - 10753 - 12. September 2019 - 18:43 #

Das ist irgendwie lustig:

Argument: Ich kaufe nichts bei Steam, weil ich dort nicht gerne nach Neuem schaue.
Gegenargument: Nach Neuem schauen musst du doch nicht auf Steam, kannst du doch auf GG
Du: Das nützt mir nichts, denn das Neue könnte auf Steam sein, da kaufe ich ja nicht.

Häh? :)

tailssnake 17 Shapeshifter - P - 6343 - 12. September 2019 - 19:09 #

Früher, also bevor Steam jeden reingelassen hat, hab ich tatsächlich öfter mal durch die Steam geklickt.
Und gg hat trotz Partnerschaft mit gog bei 2 Spiel in der letzter Zeit vergessen zu erwähnen, dass die Spiele auf gog kommen. Hätte ich in der Zeit nicht auf gog geschaut, wüsste ich nicht mal, dass es die Spiele dort gibt.
Und wenn ich bei jedem Spiel die Arbeit der Redaktion machen muss, dann kann ich auch gleich nur auf gog schauen.

Harry67 18 Doppel-Voter - - 10753 - 12. September 2019 - 19:14 #

Ich bezog mich nur auf die Tautologie ;)

Necromanus 18 Doppel-Voter - - 9616 - 13. September 2019 - 8:29 #

Also von der Redaktion zu erwarten dass sie mir jetzt alle Läden aufzeigen wo ich ein Spiel kaufen kann, halte ich für überzogen. Die Redaktion soll doch eher mitteilen ob das Spiel was taugt, oder nicht? Wenn ich das Spiel kaufen will, klappere ich doch sowieso meine Lieblingsseiten/-läden ab und prüfe wo ich es dann kaufen möchte. Das ist doch nicht die Aufgabe eines Redakteurs. Für sowas gibt es dann Seiten wie Geizhals.

Ganon 24 Trolljäger - P - 52225 - 13. September 2019 - 9:27 #

Also im GG-Wertungskasten gibt es den Bereich "Kopierschutz" und da ist neben Steam & Co. auch der Punkt "kopierschutzfreie GOG-Version" gelistet. Bei Spielen, die nicht getestet werden, könnte man die Information im Steckbrief unterbringen, aber das ist m.W. derzeit nicht vorgesehen.

Weryx 19 Megatalent - 13596 - 12. September 2019 - 14:38 #

"„Wenn ihr einen Entwickler seht, der einen Epic-Deal annimmt, lasst ihn verdammt noch mal in Ruhe!“ Langfristig sei dies die einzige Möglichkeit für kleinere Studios zu überleben."

Ähm,nö? Wenn sie nicht überleben können wir ihr Produkt wohl nicht gut genug sein bzw. einfach nicht genug begeistern. Gibt genug nischige Publisher die auch ohne Epic können und nicht ihre Backer verarschen.

Davon ab wär hätte dies gedacht, Leute glauben das Games die direkt fürn 10er rausgeknallt werden mies sind, sind sie wahrscheinlich auch, dazu würd ich gern eine Metacriticanalyse sehen wie der UVP Preis zum Score korreliert.
Würden wahrscheinlich mehr verkaufen wenn sie den preis auf 30€ hochsetzen und sehr oft ihn auf 10€ (oder noch weniger) reduzieren.

tailssnake 17 Shapeshifter - P - 6343 - 12. September 2019 - 14:59 #

Was hat Kickstarter nun generell mit den Epic Angebote zu tun?

Deiner zweiter Absatz ist auch Blödsinn.

Weryx 19 Megatalent - 13596 - 12. September 2019 - 16:36 #

Nicht wirklich. Solltest dich eventuell vorher informieren oder noch nie was von Shenmue gehört? Und inwiefern der 2. Absatz Blödsinn ist, musste mir erklären. Das Leute Sachen die UVP wenig kosten, erst mal mit Argwohn angucken ist doch bekannt. Die meisten Games in diesem Preissegment sind auch eher mau oder willst du mir erzählen das im UVP 10€ Segment zu Release andauernd Knaller Games rauskommen?

tailssnake 17 Shapeshifter - P - 6343 - 12. September 2019 - 16:44 #

Doch der Satz "Ähm,nö? Wenn sie nicht überleben können wir ihr Produkt wohl nicht gut genug sein bzw. einfach nicht genug begeistern"
Ist Blödsinn

Beispiel https://ticgamesnetwork.com/nintendo/blossom-tales-sleeping-king-switch-makes-20x-revenue-steam/
Jim Sterling dazu https://www.youtube.com/watch?v=jo-3eSYGKy0

Weryx 19 Megatalent - 13596 - 12. September 2019 - 16:49 #

Das ist der erste Absatz. Und du willst mir erzählen das Firmen deren Spiele die Masse begeistern nicht überleben können? Wirklich? Wenn es gut genug wäre, um dies zu tun hätten sie das Problem gar nicht. Das kleine Produktionen, die nicht schlecht oder gar großartig sind, aber eben nicht die Masse erreichen, Geldprobleme haben können ist durchaus normal. Im Filmbereich nicht anders. Geld machst du eben mit Massenmarkttiteln und nicht mit irgendwelchen Indieproduktionen für eine kleine Spielebasis, deshalb querfinanzieren viele, das eine auch mit dem anderen. Wenn man das nicht hinkriegt, wird man auf dem Markt eben gefressen.

Und wenn man meint, sich das Geld bei Firmen wie Epic besorgen zu müssen, und damit beiträgt den ganzen exklusive Mist zu fördern, dann können sie auf mein Geld lange warte. Ich trauere nicht sonderlich, wenn solche Firmen pleite gehen.
Du darfst das Ganze gerne anders behandeln.

Zu deinen Zitaten, ist ja schön. Bestätigt doch nur, dass was gesagt wurde. Leute kaufen 10€ Games nicht gerne. Kleb einen 30€ Sticker drauf und es wird mehr gekauft, rabattiere es ab und an und du machst schon dein Geld.

Zum begeistern der Leute gehört neben der Qualität des Produkts präsenter zu sein, ist bei den Indies auf der Switch wohl mehr gegeben als im Steamsumpf.

tailssnake 17 Shapeshifter - P - 6343 - 12. September 2019 - 16:50 #

Steamfans sind halt Blind, anders sind deine Aussagen nicht zu erklären.
Den sonst wäre der Absatz bzw Umsatz auf anderen Plattformen nicht so viel besser.

Nehmen wir halt Shovel Knight https://www.pcgamer.com/uk/shovel-knight-has-sold-2-million-copies-most-sales-on-pc-but-most-revenue-on-switch/
Die auch mehr Geld auf der Switch eingenommen haben.
"The Switch's launch month also surpassed PC's launch month by 40,000 copies."

Und das Problem ist uralt
https://www.youtube.com/watch?v=sLNh5HPbQPo

Weryx 19 Megatalent - 13596 - 12. September 2019 - 16:56 #

Steam ist auch eine unübersichtliche Seite. Wie findest du dort auch bitte gute Indies? Auf der Switch ist das deutlich(!) besser präsentiert.

Im 10€ "Ramsch" Bereich von Steam findest du soviel Mist, klar auch im höheren Bereich, aber gefühlt nimmt die Qualität schon zu wenn der Preis höher ist (auf Spiele die in Steam verfügbar sind bezogen).
Wer würdigt dem entsprechend schon groß mehr als zwei Blicke?
Wie oben schon geschrieben wurde. Billig=schlecht, so in den Köpfen der Leute drin.
Sind viele Titel auf der Switch nicht allg. etwas teurer? Hab da grade kein Vergleich.

Ich selber gebe z.B. auch für Steamgames weniger aus als für Konsolentitel. Besonders für Switchtitel fließt freiwillig mehr Geld.

tailssnake 17 Shapeshifter - P - 6343 - 12. September 2019 - 16:58 #

Ach jetzt sind die Entwickler doch nicht mehr Schuld?
Springst ja ganz schön hin und her.

Weryx 19 Megatalent - 13596 - 12. September 2019 - 17:09 #

Ich "springe nicht hin und her", deine Diskussionskultur lässt zu wünschen übrig. Solltest mal dran arbeiten.

Natürlich sind die Entwickler selber schuld wenn sie keine Mainstreamtitel entwickeln und es dann für 10€ in die Ramsektion schieben. Dann muss man sich eben nicht wundern das bei Steam kein Geld zu holen ist.

Player One 14 Komm-Experte - P - 2054 - 13. September 2019 - 7:36 #

Ich kann dir absolut folgen, so sehe ich das auch.

Q-Bert 19 Megatalent - P - 14393 - 12. September 2019 - 17:02 #

"Leute kaufen 10€ Games nicht gerne. Kleb einen 30€ Sticker drauf und es wird mehr gekauft"

Diese Aussage gibt die Studie doch gar nicht her. Es wird doch nur ein Monat 2018 mit einem Monat 2019 vergleichen - und auch nur 170 in den Jahren völlig unterschiedliche Spiele. Vielleicht war der Monat in 2019 einfach schwach, weil viele Schrottgames veröffentlich wurden. Vielleicht war das Wetter 2018 schlechter, dass mehr Spiele gekauft wurden. Vielleicht geben 2019 die Leute generell weniger Geld aus, aus Angst vor Rezessionen/China/Trump. Es mag 100 Gründe geben, die Studie nennt keinen einzigen!

Die Studie schreibt einfach nur zwei Zahlen nebeneinander und stellt eine Korrelation fest (keine Kausalität): Die Preise waren niedriger, also war der Umsatz+Gewinn niedriger. WARUM das so war, sagt die Studie nicht und die Empfehlung, einfach die Preise zu erhöhen, basiert auf nix als der Fantasie des Autors.

Wenn die "Logik" stimmen würde, wären z.B. die Humble Bundles ja ein totaler Flop ...

Weryx 19 Megatalent - 13596 - 12. September 2019 - 17:12 #

Kann ich auch umdrehen, wenn billig=viel verkauft, müssten die billigen Spiele ein Kassenschlager sein. Beim Humble Bundle gibts oft qualitativ hochwertigere Spiele zu einen SEHR günstigen Preis, bezweifel das man an 1€ für 5 Games groß was verdient, das nimmt man mit wenn das Spiel eh nicht mehr abwirft. Bei den höheren Tiers darf man auch gern um die 15$ Zahlen, für Games die normal deutlich teurer sind. Würd ich nicht in die "Ramsch"-Sektion einteilen.

Q-Bert 19 Megatalent - P - 14393 - 12. September 2019 - 17:31 #

Das ist der Kern der Sache: "Beim Humble Bundle gibts oft qualitativ hochwertigere Spiele". DAS ist der allerwichtigste Grund, warum sich ein Spiel gut verkauft. Wenn dann noch der Preis stimmt, rauscht es richtig im Blätterwald.

Die "Studie" hier ist Schrott, weil sie das wichtigste Kriterium, die Qualität der Spiele, völlig außen vor lässt.

CBR 20 Gold-Gamer - P - 24193 - 13. September 2019 - 14:49 #

Mit dem "also" hast Du aber eine Kausalität und nicht mehr nur eine Korrelation.

Inso 16 Übertalent - P - 5814 - 12. September 2019 - 18:31 #

Das ich dich jetzt richtig verstehe: Spiele wie Crysis und Beyond Good And Evil waren "nicht gut"? Dagegen ist ein Call Of Duty dann von sehr hoher Qualität, und Fortnite entsprechend wahrscheinlich das beste Spiel am Markt?

Marulez 16 Übertalent - F - 4179 - 12. September 2019 - 14:55 #

Interessanter Artikel

Tr1nity 28 Endgamer - P - 104892 - 12. September 2019 - 15:00 #

Das Problem sehe ich weniger am Preis (Angebot -> Nachfrage), sondern an der Sichtbarkeit. Gerade Steam ist da hofflungslos überladen an Spielen, um irgendwelche Schätzchen neben dem Mainstream zu finden. Und wenn ein Spiel scheiße ist, und das sind dort nicht wenige, ist es egal ob es 50, 10 oder 1 Euro kostet. Es bleibt scheiße.

Dawn 11 Forenversteher - 582 - 12. September 2019 - 15:10 #

Das Hauptproblem ist die totale Zudröhnung für den Käufer. Während man früher noch häufiger bei billig titeln zugeschlagen hat, sind wir jetzt alle sehr verwöhnt und dementsprechend anspruchsvoller. Die Sichtbarkeit ist auch ein Riesenproblem durch die Masse an Titeln.
Aber was scheiße ist und was nicht, hat sich auch verändert.
Viele Spieler glauben inzwischen dass mittelmäßige Titel scheiße sind, das war früher auch noch anders. ;)

Was die preisgestaltung angeht, hat er schon Recht. Das problem ist aber eben, dass Steam früher mal die Preise selbst gesteuert hat, da lief noch alles gut und heutzutage ist totale Anarchie auf Steam angesagt, das läuft weniger gut. ^^ Da ich selbst Entwickler bin, setz ich momentan vorrangig auf Qualität und hoffe dann, dass der selbe Preis von früher immer noch gut genug ist.

Des weiteren ist die Frage, wenn man ein titel für 20 euro anbietet und dann im sale für 50% oder den selben Titel für 15 euro und im Sale für 50% , ob die 5 Euro mehr nicht letztendlich auch mehr bringen. Aber das muss man testen, und aufgrund des Umsatzrückgangs ist es nicht gerade leicht zu testen aufgrund der vielen weiteren Faktoren.

Unregistrierbar 17 Shapeshifter - 8209 - 12. September 2019 - 15:52 #

Das ist halt das Prinzip von Steam. Milliarden von Spielen. Ist doch klar, dass da ein Preiskrieg entsteht.
Aber sicher hat er Recht, was die neuen Wege der Monetarisierung angeht und ich kann mit dem allerwenigsten davon etwas anfangen. Einmal für ein Singleplayer-Game zahlen und vll dann noch mal für eine Erweiterung, das wäre nsh meinem Geschmack. Aber ich bin halt auch ein Gamer aus einer anderen Zeit.

Q-Bert 19 Megatalent - P - 14393 - 12. September 2019 - 16:18 #

... und wer häufiger zum Arzt geht, ist statisch häufiger krank. Fakt. Nur funktioniert halt der Umkehrschluss nicht, dass man gesünder wird, wenn man weniger zum Arzt geht.

In der gesamten "Studie", die gerade mal aus nur 170 analysierten Games besteht, geht der Autor nicht darauf ein, was das für Spiele sind. Eine 2-Stunden-Visual-Novel wirft er offensichtlich in einen Topf mit einem 100-Stunden-RPG. Ja, vielleicht ist die 2-Stunden-VN mit 5 Dollar zu billig, vielleicht würde das Ding aber für 25 Dollar auch niemand mehr kaufen und der Umsatz wäre null. Aus der Studie kann man solche Schlüsse nicht ableiten, ohne die Spiele zu kennen.

@Steffi:
Die Zahlen 1500 Verkäufe, 16.000 Umsatz sind Median-Werte, kein Durchschnitt. Der Durchschnitt liegt laut Studie bei 3000 Verkäufen, 45.000 Umsatz.

Extrapanzer 16 Übertalent - P - 5278 - 12. September 2019 - 17:13 #

Ich würde sagen, klassische Fehlinterpretation. Es gibt zu viele Spiele auf Steam, wer da keine Aufmerksamkeit generiert, der rutscht durch, unabhängig vom Preis.
https://de.wikipedia.org/wiki/AIDA-Modell
Natürlich braucht man für Aufmerksamkeit auch ein Marketing-Budget und das führt evtl. zu höheren Preisen. Nicht der höhere Preis führt zu mehr Verkäufen, sondern das höhere Marketing-Budget.

So, ich muss los, bei mir wurde nämlich das erste A von "AIDA" geweckt, muss mir Blasphemous angucken ...

paschalis 19 Megatalent - P - 13205 - 12. September 2019 - 17:33 #

Den Ratschlag, ein Spiel nicht einfach auf Steam zu schmeißen, sondern sich auch um die Vermarktung zu kümmern, gibt der Autor allerdings auch.

FastAllesZocker33 16 Übertalent - P - 4745 - 12. September 2019 - 18:27 #

Wer klickt sich denn durch endlose Seiten in Steam? Und das bei jedem Sale auf's neue? Bei einem so riesigen Angebot wird man filtern oder sortieren, und der Preis wird mit dabei sein! Ergo wird das Spiel eher gefunden, wenn es billiger ist. Und nur wenn es gefunden wird, wird es auch potentiell gekauft.

Ist das Spiel sowieso bekannt, dann kann es teurer angeboten werden, aber die Indies haben wohl keine andere Chance als den Preis nach unten zu schrauben.

Die Steam Preise sind übrigens gar nichts im Sinne von "niedrig". Habt Ihr mal die Indie Deals von der Seite isthereanydeal gesehen ("All specials")? Da sind natürlich auch "Perlen" von Spielen dabei, deren Titel würde ich hier nicht mal niederschreiben.

Sega-Ryudo 14 Komm-Experte - 2041 - 12. September 2019 - 18:31 #

Aber dennoch scheint es sich zu lohnen, ansonsten würde ja kaum einer Spiele entwickeln und anbieten.

Sega-Ryudo 14 Komm-Experte - 2041 - 12. September 2019 - 18:32 #

Gutes muss nicht teuer sein. Spare in der Zeit, dann hast du in der Not.

knusperzwieback 12 Trollwächter - 1032 - 15. September 2019 - 12:25 #

Wer den Pfennig nicht ehrt ist des Talers nicht wert.

Labrador Nelson 30 Pro-Gamer - P - 142326 - 12. September 2019 - 19:41 #

Tja, so ist es.

Elefantenjongleur 13 Koop-Gamer - - 1259 - 12. September 2019 - 21:50 #

Während ich den Artikel lese, kommt die Mail rein "Ein Produkt auf ihrer Wunschliste ist im Angebot"
:-)

Player One 14 Komm-Experte - P - 2054 - 13. September 2019 - 7:37 #

Sehr interessant, wieder einmal vielen Dank liebe Steffi.

zfpru 17 Shapeshifter - P - 7675 - 13. September 2019 - 19:00 #

Ist das selbe wie immer: Wenn ich pro verkaufter Einheit Verlust mache, muss ich nur genug verkaufen um das wieder reinzuholen. Oder so.

knusperzwieback 12 Trollwächter - 1032 - 15. September 2019 - 12:27 #

Oder den Preis so weit anheben, dass sich die Käufer als was besonderes fühlen. Hab gehört, es soll Leute geben, die zahlen z.B. für virtuelle Raumschiffe hunderte/tausende von Euro.

TheRaffer 19 Megatalent - - 18888 - 14. September 2019 - 23:57 #

Interessanter Artikel! Vielen Dank fürs Raussuchen :)

knusperzwieback 12 Trollwächter - 1032 - 15. September 2019 - 12:20 #

Da ich gerne Nischentitel Zocke, darf das dann auch ruhig etwas kosten. Immerhin wird hier von Fans für Fans entwickelt und ohne solche Indieperlen hätte ich das Hobby schon lange an den Nagel gehängt.

Kaufe dann auch gerne mal abseits von einem Sale um dem Entwickler zu zeigen, dass mir sein Produkt durchaus etwas wert ist.