Weder Rundentaktik noch Action

GC19: Iron Danger angeschaut, die Zeit stand still

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Dennis Hilla 89465 EXP - Redakteur,R10,S10,C10,A10,J10
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22. August 2019 - 11:59 — vor 9 Wochen zuletzt aktualisiert
Optisch erinnert es an Torchlight, die Spielmechanik wirkt auf den ersten Blick wie die eines klassischen Action-Rollenspiels und doch ist Iron Danger ganz anders, wie Dennis auf der Gamescom sehen konnte.

In dem Debüt-Titel von Action Squad Studios könnt ihr die Zeit anhalten, wann immer es euch beliebt. Das kennt man aus anderen Rollenspielen bereits, auch die Zeit zurückdrehen ist nichts unbedingt Neues. Iron Danger lässt euch aber die Zeit wirklich jederzeit und ohne Einschränkungen um fünf Sekunden zurückdrehen. Damit haben mir die Entwickler auf der Gamescom 2019 einige interessante Möglichkeiten gezeigt, die ein komplett neues Spielerlebnis schaffen könnten.

Im Spiel selbst werden die Zeiteinheiten als Herzschläge betitelt, jede Aktion braucht eine bestimmte Anzahl zur Ausführung. Ein Feuerball der Heldin beispielsweise benötigt drei Schläge, bevor er abgefeuert werden kann. Sobald ich auf „Pause“ drücke, seht ihr am unteren Bildschirmrand eine Zeitleiste, ähnlich der eines Videoschnittprogramms. Über diese springt ihr entsprechend viele Felder vor oder zurück.

Kämpfe spielen sich dadurch mehr wie Puzzles als wie wirkliche Gefechte. Ihr könnt Hinterhalte vorbereiten oder auch, wenn ihr merkt, dass einer eurer Helden (eure Party besteht maximal aus zwei Recken) beispielsweise von einem Pfeil getroffen wird, springt ihr einfach zurück und lasst ihn einen anderen Weg gehen.

Besonders cool fand ich eine aufwändige Falle, die einer der Entwickler einer Truppe Gegner, zu denen auch ein zwei Mann hohes Holz-Steampunk-Monster gehörte, stellte. Jeder Charakter kann insgesamt vier Fässer mit sich führen, zwei jedes Typs. Die sind beispielsweise mit Öl gefüllt, also wurden die Behältnisse zunächst in der Fallrichtung eines Baumes platziert (diese wurde natürlich vorher ausgelotet und dann die Zeit zurückgespult). Über einen Echo-Zauber wurden die Feinde dann mitten in die Fasssammlung gelotst, der Baum fiel und ein Flammenmeer brach aus.

Allerdings starb besagtes Riesenmonster dadurch nicht, also ging es wieder ein paar Herzschläge zurück. Die Zauberin Kipuna schleuderte noch einen zusätzlichen Feuerball mit auf das Monster, der Entwickler ließ die Zeit wieder normal laufen und siehe da – der ausgeteilte Schaden reichte nun aus, um alle Gegner direkt zu töten, ohne dass sie die im hohen Gras versteckten Helden überhaupt entdeckten.

Spannend fand ich auch den Ansatz, auf Crafting zu verzichten. Das geschieht vielmehr automatisch im Hintergrund, wenn ihr Pilze einsammelt werden aus den Pfeilen eures Schützen automatisch vergiftete Versionen. Die Entwickler wollen bewusst den Puzzle-Aspekt in den Fokus rücken, sie verstehen Iron Danger zu Recht nicht als reines Rollenspiel.

Ich war richtig positiv überrascht von Iron Danger, die Mechanik habe ich so noch nicht gesehen und sie ist erfrischend neu und funktioniert richtig gut. Ihr müsst euch wirklich darauf fokussieren, solche Fallen wie die beschriebene aufzubauen. Im Kampf gegen mehrere Gegner auf einmal wird es richtiggehend kompliziert, allen auf eure Recken einprasselnden Attacken auszuweichen und nebenbei noch die Herzschläge zu investieren, um zurückzuschlagen.

Steffi Wegener 21 Motivator - P - 26788 - 22. August 2019 - 14:35 #

Das klingt nach einem angemessenen Torchlight-Ersatz mit Bonusfeatures und kommt hiermit auf meine Liste. Hauptsache nicht zu viel Action.

Klitzekleine Kritik: Teaser und Headline animieren nicht gerade zum Klicken.

Maverick 30 Pro-Gamer - - 470627 - 9. September 2019 - 21:14 #

Liest sich schon interessant. Schade, dass man nur aktive 2 Mitglieder in der Party haben kann.

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