The Witcher Serie: Showrunner über Gewalt, Sex und Cavill als Geralt

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19. Juli 2019 - 14:34 — vor 4 Wochen zuletzt aktualisiert
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Bereits zum Beginn des Jahres gab der für die kommende Netflix-Adaption von The Witcher verantwortliche Showrunner Lauren S. Hissrich an, dass die Serienumsetzung nichts für Kinder sein wird. In einem aktuellen Interview mit Entertainment Weekly ging sie noch einmal auf das Thema ein und versicherte, dass man die Show „sehr erwachsen“ gestaltet hat. Dabei soll es auch reichlich Sex und Gewalt geben, wobei diese Elemente zur Entwicklung der Geschichte beitragen sollen und nicht nur in die Serie gebracht werden, um die Zuschauer zu schockieren. Auf die Annahme der Redaktion, man möchte den Grad der Gewalt eines Game of Thrones vermeiden und eher eine ab 13 Jahren Alterseinstufung erreichen, antwortete Hissrich:

Diese Annahme ist ziemlich falsch! Ich habe mir meine täglichen Aufnahmen angesehen und meine Kinder dürfen nicht mehr auf meinen Bildschirm schauen, nachdem einer von ihnen herumgeschlichen ist und etwas gesehen hat, was er nicht hätte sehen sollen und was ihn erschreckte. Es ist eine sehr erwachsene Show und ich möchte hinzufügen, dass es mir sehr wichtig war, dass Gewalt oder Sex in der Serie der Geschichte zuträglich sind und nicht nur da sind, um zu schockieren. Ich denke unser Publikum ist sehr versiert und kann erkennen, wenn wir Dinge nur rein zu Schockzwecken tun und was die Geschichte wirklich antreibt.

Fans der Romanvorlage können sich laut Hissrich auf zahlreiche Monster in der Serie freuen. „Geralt ist ein Monsterjäger, daher haben wir von Anfang an darüber gesprochen, wie wir diese Monster und die Menschen, mit denen sie interagieren, präsentieren können. Ich denke die Leute werden überrascht sein, wie viele Monster wir in der Lage waren zu erschaffen und wie wichtig sie für die Story sind.“ Einen typischen „Oberbösewicht“ solltet ihr aber nicht erwarten:

Es gibt nicht wirklich einen Bösewicht. Eines der Dinge aus den Büchern, die wir gerne erkunden, sind die Grautöne. Die Charaktere, die ihr am Anfang anfeuert, werden vielleicht nicht die sein, für die ihr am Ende mitfiebert. Und Charaktere, die ihr hasst und die ihr für absolut böse haltet, werden vielleicht durch etwas motiviert, das wirklich nachvollziehbar, menschlich und emotional ist. Ich stellte beim Schreiben und dann beim Anschauen des Materials fest, dass die Loyalität zu den Figuren oft wechselt. Man versucht sich ständig in die Rolle eines Charakters hineinzuversetzen und darüber nachzudenken, was man in einer ähnlichen Situation tun würde. Ich denke man wird am Ende viel Mitgefühl für Charaktere empfinden, bei denen man es zum Beginn nie für möglich gehalten hätte.

Im Verlauf des Interviews verriet Hissrich auch, wie man den Hollywood-Schauspieler Henry Cavill (Superman, Mission Impossible - Fallout) für die Rolle als Geralt bekommen konnte:

Henry ist ein großer Fan der Vorlage und hat alle Bücher gelesen und auch alle Witcher-Spiele gespielt. Ich habe ihn sehr früh zum Beginn des Prozesses kennengelernt und er sagte: „Ich würde sehr gerne diesen Charakter spielen.“ und ich antwortete: „Henry, du bist großartig, aber wir haben noch gar nicht damit begonnen, über ein Casting nachzudenken. Ich lernte danach noch 207 mögliche Geralts kennen und landete am Ende wieder bei Henry. Er war mein erstes Casting und vier Monate später rief ich ihn an und fragte, ob er immer noch Interesse an der Rolle hätte und das hatte er. Als wir uns das erste Mal trafen, hatte ich noch gar nicht mit dem Schreiben des Drehbuchs begonnen und als ich endlich damit begann, konnte ich seine Stimme als Geralt nicht mehr aus dem Kopf bekommen. Sich jetzt das finale Produkt anzuschauen ist wirklich aufregend. Er verkörpert Geralt auf eine Art, wie es meiner Meinung nach niemand sonst hätte tun können.

FantasticNerd 18 Doppel-Voter - - 9321 - 19. Juli 2019 - 14:55 #

Sex und Gewalt nur um zu schocken mag ich auch nicht. Es sollte schon in die Geschichte passen und eben bestimmte Eigenschaften oder Gesinnungen der Figuren zu unterstreichen und nicht nur "weil wir es können"-Dinge sein.

Erdlöwe 11 Forenversteher - 767 - 19. Juli 2019 - 15:22 #

Das klingt ja schon ein bisschen nach Game of Thrones - im besten Sinne! Hoffentlich vergeigt es Netflix nicht, meine Spannung auf die Serie steigt zunehmends. Castlevania ist ihnen aber auch überaus gut gelungen, von daher bin ich vorsichtig optimistisch...

Myxim 16 Übertalent - P - 4925 - 19. Juli 2019 - 15:48 #

Ich denke im Buch - und auch in den Spielen - waren Sex und Gewalt vorhanden, und passen in die Zeit. Da es sich aber nicht um eine Splatter Serie handelt, wird es sicherlich in einen passenden Rahmen bleiben. Und mir ist es allemal lieber so als eine weichgespühlte Teenie-Fantasy Serie.

Drapondur 30 Pro-Gamer - - 134089 - 19. Juli 2019 - 18:46 #

Also wie gehabt. "Blut und Titten" zieht immer.

xan 18 Doppel-Voter - P - 9361 - 19. Juli 2019 - 23:07 #

Joah, generische Aussagen. Ich habe nichts anderes erwartet, um ehrlich zu sein. Besonders, wenn die Bücher als direkte Vorlage dienen.

Labrador Nelson 30 Pro-Gamer - P - 141331 - 19. Juli 2019 - 23:50 #

Ja nun, dann lasst die Show beginnen! :)

TheRaffer 19 Megatalent - - 18537 - 21. Juli 2019 - 18:25 #

Denke auch, dass es an der Zeit ist, dass die Serie für sich spricht...