Xbox Game Pass: Ex-Paradox-CEO: „Wir werden nicht gut genug bezahlt“

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Denis Michel 251608 EXP - Freier Redakteur,R10,S1,C1,A8,J10
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7. Juli 2019 - 12:32 — vor 1 Woche zuletzt aktualisiert
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Der ehemalige CEO von Paradox Interactive, Fred Wester, hat sich im Rahmen des kürzlich veranstalteten Gamelab-Panels zu Microsofts kostenpflichtigem Abo-Service Xbox Game Pass geäußert. Wie er erklärte, sei das Modell an sich zwar recht anständig, die Bezahlung für die Third-Party-Studios wie Paradox sei allerdings nicht gut genug, wenn man die Zeit, die die Spieler in den Spielen des Unternehmens verbringen, mitberücksichtigt. Wester dazu:

Spotify bezahlt seine Künstler je nachdem, wie oft ihre Songs gespielt werden. Auf Netflix zahlen sie dir einen festen Betrag, abhängig davon, was dein Produkt wert ist. Das sind zwei grundverschiedene Dinge und das sieht man auch hier. OnLive zum Beispiel sagte: „ihr könnt eure Spiele bei uns anbieten. Wir werden jede Menge Kunden anlocken und euch abhängig davon bezahlen, wie viele Stunden die Spieler eure Spiele spielen.“ Wir bei Paradox lieben dieses Geschäftsmodell, weil die Leute in der Regel drei bis vier Tausend Stunden in unseren Spielen verbringen. Während das Game-Pass-Modell unserer Meinung nach recht anständig ist, denken wir, dass wir am Ende nicht gut genug bezahlt werden, weil die Leute unsere Spiele viel länger als irgendwelche Singleplayer-Story-Titel spielen.

McNapp64 18 Doppel-Voter - - 9594 - 7. Juli 2019 - 12:47 #

Den Gedanken kann ich verstehen. Aber wer hindert Paradox daran, deren Spiele einfach nicht anzubieten, wenn sie zu schlecht bezahlt werden?

g3rr0r 15 Kenner - P - 2950 - 7. Juli 2019 - 12:50 #

Auch mein Gedanke gewesen, jedoch kann Ich mir auch nicht vostellen das deren Spiele "In der regel 3000-4000 Stunden" gespielt werden.

Jonas S. 20 Gold-Gamer - P - 20004 - 7. Juli 2019 - 14:53 #

Paradox-Spiele werden schon ziemlich lang gespielt, aber 3000-4000 Stunden sind schon die ganz bekloppten.
In CK2 habe ich bis jetzt 820 Stunden versenkt.^^

Epic Fail X 17 Shapeshifter - P - 6675 - 7. Juli 2019 - 16:44 #

Ein Kumpel meinte gerade diese Woche, dass er an die 3000 Stunden in Stellaris versenkt hätte. Und ja, damit gehört er wohl zu den ganz Bekloppten. :D

g3rr0r 15 Kenner - P - 2950 - 7. Juli 2019 - 20:45 #

Ok Wahnsinn ^^ Hab in mehrere Spiele an die 500h gesteckt, aber 3000 Respekt ^^ (Oder so).

thatgui 13 Koop-Gamer - P - 1515 - 8. Juli 2019 - 8:14 #

Wirtschaftlichkeit ?
Der Spielemarkt ist schon ein Oligopol, und bei einem der Großen nicht vertreten zu sein bdeutet enorme Umsatzverluste - besonders mit dem Markttrend hin zum Abomodell wird diese Abhängigkeit noch zu zunehmen.

McNapp64 18 Doppel-Voter - - 9594 - 8. Juli 2019 - 11:51 #

Wenn es wirtschaftlich wäre bräuchte er es ja nicht in Frage stellen.

Michl 15 Kenner - P - 3373 - 9. Juli 2019 - 9:53 #

Weil er sich sonst nicht beschweren könnte.

Labrador Nelson 30 Pro-Gamer - P - 141150 - 7. Juli 2019 - 13:05 #

mimimi

Sven Gellersen 22 AAA-Gamer - - 33013 - 8. Juli 2019 - 6:28 #

Genau mein Gedanke.

Punisher 20 Gold-Gamer - - 22918 - 7. Juli 2019 - 13:09 #

Naja, das kann man so und so sehen. Jedes Modell ist für irgendjemanden unfair. Bezahlt man rein nach Zeit kommen Singleplayer-Spiele zu kurz - dafür kassieren so Zeitfresser wie Candy Crush dann mächtig ab und machen ein Vielfaches des Umsatzes, obwohl sie sicher in der Produktion ein wenig günstiger waren.

Hedgehog 13 Koop-Gamer - 1320 - 7. Juli 2019 - 13:23 #

Seiner Argumentation nach müsste Paradox dann aber auch selber viel mehr für die Kaufversionen ihrer Titel verlangen. Da verlangen Sie auch nicht das 10-fache eines Singleplayer-Story-Titel.
Außerdem wäre das auch nicht fair. Ein guter Shooter mit 10 Stunden Spielzeit könnte in der Entwicklung z.B. genau soviel kosten wie einer von Paradox Strategietiteln. Wenn aber paradox dann ein vielfaches für ihr Spiel bekommt, wäre das meines Erachtens nach nicht sehr gerecht.
Und wie schon einige kritische Stimmen in Zusammenhang mit Streaming- und Abodiensten geäußert haben, würde eine Bezahlung gemessen an der Spielzeit dazu führen, dass beim Spieldesign vermehrt auf Zeitschinden und Grind gesetzt werden könnte.

Inso 16 Übertalent - P - 5754 - 7. Juli 2019 - 14:01 #

Ich sehe das ähnlich, der Kunde zahlt für 10h Singelplayer im Normalfall so viel wie für das vielfache an Stunden in anderen Spielen, und das ganz bewusst. Ein Singleplayerspiel mit Story, Wendungen, Abwechslung und oft auch viel höherem grafischen Aufwand ist eine ganz andere Erfahrung beim Spielen als ein sich wiederholendes Strategiespiel.
Analog dazu sehe ich bspw Hörspiele (/-bücher) bei Spotify, die da (verständlicherweise) in Minutenblöcke geschnitten werden - weil man sich sie ja im Normalfall viel seltener anhört als Musik, sie aber trotzdem noch was einbringen sollten.
Klar versucht Paradox über seine Argumentation ggf an mehr Geld zu kommen, andererseits hoffe ich jedoch nicht, das man sich damit durchsetzt. Denn nicht jede Stunde in Spielen ist für mich der gleiche Grad an Erlebnis, und entsprechend muss sie auch nicht das gleiche kosten bzw einbringen.

Flatinger 11 Forenversteher - 608 - 8. Juli 2019 - 13:23 #

Ja genau, das hätte nur zufolge das alle richtige Long-liner Produzieren und Story Perlen mit 4Stunden Spielzeit nicht mehr programmiert werden.

vgamer85 19 Megatalent - - 15434 - 7. Juli 2019 - 14:11 #

Sind Paradox Spiele überhaupt umsetzbar für die One?Gibts da welche für die Xbox?

tailssnake 16 Übertalent - 5768 - 7. Juli 2019 - 14:36 #

Ja, aber ist irrelevant für das Thema.

vgamer85 19 Megatalent - - 15434 - 7. Juli 2019 - 16:05 #

Aha :-)

Punisher 20 Gold-Gamer - - 22918 - 7. Juli 2019 - 18:17 #

Das bezog sich ziemlich sicher darauf, dass der GamePass ja auch für PC verfügbar ist. ;-)

vgamer85 19 Megatalent - - 15434 - 7. Juli 2019 - 19:43 #

Daran hab ich nicht gedacht :-) Sehr gut

drngoc 15 Kenner - - 2843 - 7. Juli 2019 - 14:45 #

Ist das nicht die Pfeife, die vor ein paar Tagen noch gegen Steam gewettert hat? Ist und bleibt für mich eine Witzfigur.

Schaut man sich bei den Reviews zu Europa Universalis IV die Spielzeiten an, sind da zwar schon einige um die 1000h und auch ein paar mit 4000h+, aber auf einen Durchschnitt von 3000-4000h kommt der damit lange nicht.

Aber wie auch schon andere geschrieben haben, für die normale Version rechnen sie auch nicht in Spielstinden, sondern nur die üblichen 50/60 Euro, ab. Die Spiele sind darauf ausgelegt so lang zu sein, deshalb gibt es ja auch die x-hundert DLCs die die Spiele von gefühlt 10% auch 100% Vollständigkeit bringen. Ist also ein hausgemachtes „Problem“.

zfpru 17 Shapeshifter - P - 7475 - 7. Juli 2019 - 15:59 #

Dann sollen sie in Zukunft halt besser verhandeln. Das ist halt das Ergebnis, wenn man mit ohne gute Strategie verhandelt. Mit Strategie kam der Publisher ohnehin bisher nie zu einem guten Ergebnis.

De Vloek 15 Kenner - 2994 - 7. Juli 2019 - 16:08 #

"Ehemaliger CEO" sagt eigentlich alles :p

Noodles 24 Trolljäger - P - 53402 - 7. Juli 2019 - 19:43 #

Sollen ihre Spiele aus dem Game Pass nehmen und nur noch exklusiv im Epic Store anbieten, da gibts doch so schön viel Geld. :P

Tasmanius 20 Gold-Gamer - - 22764 - 7. Juli 2019 - 22:47 #

Wenn die Abo Services alle anfangen ihre Spiele nach Spielzeit zu bezahlen, dann befeuert das den GaaS Trend nur noch mehr :-/. Mehh...

VikingBK1981 19 Megatalent - 15950 - 8. Juli 2019 - 1:16 #

Ich finde auch, dass dies eine komische Rechnung darstellt. Singleplayer- und Multiplayerspiele kosten im Handel in der Regel das Gleiche.

Auch stimme ich Tasmanius zu, dass durch eine Spielzeitbezahlung der Trend von GaaS geschürt werden würde.

Niemand hat Paradox gezwungen. Ich finde es ist ehr eine Möglichkeit, mehr Spieler auf die eigene Spiele hinzuweisen.

Sven Gellersen 22 AAA-Gamer - - 33013 - 8. Juli 2019 - 6:31 #

Na und? Wenn ich deren Spiele kaufe(n wollen würde), bezahle ich auch genauso viel wie für Singleplayer-Story-Spiele.
Keine sympathische Aussage vom ehemaligen CEO.

Tasmanius 20 Gold-Gamer - - 22764 - 8. Juli 2019 - 10:18 #

Deswegen ist ihre DLC-Politik ja wie sie ist. Ich kann Paradox' Position und die des Ex-CEOs irgendwie verstehen.

Flatinger 11 Forenversteher - 608 - 8. Juli 2019 - 13:25 #

dann muss ich schauen dass ich mir auch die DLCs von Microsoft zahlen lasse. Aber auf Stundenbasis ankommen ist nur dumm.

soulflasher 13 Koop-Gamer - P - 1694 - 8. Juli 2019 - 10:42 #

Ziemlich Paradox der Ex.

Tasmanius 20 Gold-Gamer - - 22764 - 8. Juli 2019 - 11:10 #

Inwiefern paradox?

soulflasher 13 Koop-Gamer - P - 1694 - 8. Juli 2019 - 12:07 #

Synekdoche.

Tasmanius 20 Gold-Gamer - - 22764 - 8. Juli 2019 - 14:01 #

Tut mir leid, ich verstehe nicht warum das eine Synekdoche ist, obwohl ich danach gegoogelt habe. Magst du es mir erklären?

soulflasher 13 Koop-Gamer - P - 1694 - 8. Juli 2019 - 14:50 #

„Sie leben alle unter einem Dach“ [Haus/Wohnung]

Tasmanius 20 Gold-Gamer - - 22764 - 8. Juli 2019 - 15:28 #

Danke das du das erste Beispiel für eine Synekdoche genannt hast, das eine Googlesuche liefert. Leider kann ich es nicht auf deinen Satz übertragen. Ich fürchte, ich brauche ein etwas ausführlichere Erklärung.

soulflasher 13 Koop-Gamer - P - 1694 - 8. Juli 2019 - 16:08 #

"Ich fürchte, ich brauche ein etwas ausführlichere Erklärung."
Ein(e)!

Häschenpuschen 09 Triple-Talent - 329 - 8. Juli 2019 - 16:26 #

Nach einem halben Jahr ist das Spiel doch sowieso raus aus dem Gamepass und wer dann noch 4.000 Stunden investieren will, soll es sich halt kaufen. Dann hat der Entwickler sogar doppelt verdient.
Und nach der Argumentation müssten seine Spiele 200€ kosten, weil sie ja so gehaltvoll sind.

Jonas S. 20 Gold-Gamer - P - 20004 - 9. Juli 2019 - 9:40 #

Mit den ganzen DLCs kommt man mit den 200€ hin... vermutlich sogar etwas mehr.

Häschenpuschen 09 Triple-Talent - 329 - 9. Juli 2019 - 15:55 #

DLC sind aber nicht Bestandteil bei Gamepass.