League of Legends: Zugang wegen US-Sanktionen in Iran und Syrien gesperrt

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24. Juni 2019 - 14:41 — vor 1 Jahr zuletzt aktualisiert

Die US-Sanktionen, die es unter anderem verbieten, Geschäfte mit dem Iran abzuschließen, treffen nun auch die Spielewelt. Der in dem islamischen Staat beliebte MOBA-Titel League of Legends ist für Spieler aus dem Iran und aus dem verbündeten Staat Syrien nicht mehr zugänglich, entsprechende Anfragen werden mit folgendem Hinweis abgelehnt: „Aufgrund der US-Gesetze und -Regularien haben Spieler aus deinem Land derzeit keinen Zutritt zu League of Legends. Änderungen dieser Restriktionen sind der US-Regierung vorbehalten.“

Da Hersteller Riot Games seinen Sitz in den USA hat und das Spiel durch Mikrotransaktionen finanziert, fällt der Vertrieb von League of Legends in den betroffenen Ländern unter das US-Gesetz. Die Hersteller haben sich bisher noch nicht zu der Sperre geäußert. Unterdessen wird berichtet, dass Spieler versuchen, durch VPN den Bann zu umgehen, was jedoch technische Probleme mit sich bringt. Auch der Epic Games Store ist im Iran - ebenso wie in Nordkorea - nicht erreichbar.

Gorkon 17 Shapeshifter - - 6144 - 24. Juni 2019 - 15:19 #

Lächerlich

Bluff Eversmoking 16 Übertalent - P - 5031 - 24. Juni 2019 - 15:51 #

Spezialist für Wirtschaftsrecht und Außenpolitik, nehme ich an?

Weryx 19 Megatalent - 13722 - 24. Juni 2019 - 15:52 #

Ich hol mir mal Popcorn, könnte witzig werden.

De Vloek 15 Kenner - 3255 - 24. Juni 2019 - 16:00 #

Vermutlich ist Gorkon qualifizierter als Bolton und Pompeo ;)

Novachen 19 Megatalent - 14746 - 24. Juni 2019 - 17:07 #

Also Gorkon hat das klingonischde Reich reformiert. Kann man also schon erwarten, dass er sich mit Politik auskennt.

vgamer85 20 Gold-Gamer - 22605 - 24. Juni 2019 - 17:22 #

Ist das ein Klingone?Töten!Obwohl, die waren ja nicht alle bös. Bei Gorkon weisch niecht..

GeneralGonzo 14 Komm-Experte - 2007 - 25. Juni 2019 - 10:52 #

Nee, nicht lächerlich, sondern richtig! Konsequent muss auch konsequent umgesetzt werden.

Sega-Ryudo 14 Komm-Experte - 2396 - 24. Juni 2019 - 16:01 #

Die USA der War Junkie. Und zu uns kommen dann wieder die Flüchtlinge. Danke USA.

Blacksun84 18 Doppel-Voter - - 11781 - 24. Juni 2019 - 17:50 #

In Zeiten, in denen die Welt grenzenlos zu Gast bei deutschen Freunden sein darf, mag das stimmen. Aber im Sozialhaushalt ist noch Luft.

vgamer85 20 Gold-Gamer - 22605 - 24. Juni 2019 - 16:29 #

Verständlich :-) Die armen Gamer.

Blacksun84 18 Doppel-Voter - - 11781 - 24. Juni 2019 - 17:48 #

Wirtschaftspolitik eben. Warum sollte es da der Spielebranche anders gehen? Wobei ich mich überhaupt frage, warum solche westlichen Spiele überhaupt in einer islamischen Theokratie erlaubt sind? Da hat Mohammed sicher nicht die Freigabe erteilt.

Q-Bert 20 Gold-Gamer - P - 21645 - 24. Juni 2019 - 19:06 #

Mohammed vielleicht nicht (wer weiß?), aber das Ministerium für Kultur und islamische Führung. Die Jungs entscheiden, was durchs Internet in den Iran kommt und was geblockt wird.

Du kannst davon ausgehen, dass die Typen vom Zensurministerium westliche Spiele (wie LOL) durchaus kennen. Und hach, auch wenn's schwer ins westliche Weltbild passt, sie zensieren es trotzdem nicht... aber sie bereiten den kulturellen Gegenschlag vor! Hier ein Statement des Ministers bei der Theran Game Convention:

https://www.farhang.gov.ir/en/news/352250/Minister-of-Culture-sends-message-to-Tehran-Game-Convention

Blacksun84 18 Doppel-Voter - - 11781 - 24. Juni 2019 - 22:01 #

Als Spieler hab ich nicht einmal in Civ 6 Angst vor Persien. In Sachen Spielen wie moderner Technik ist der Iran vollkommen irrelevant. Da sollte auch der Umsatz westlicher und fernöstlicher Publisher nicht ernsthaft von Belang sein.

De Vloek 15 Kenner - 3255 - 25. Juni 2019 - 23:00 #

https://financialtribune.com/articles/sci-tech/89145/iran-s-game-industry-annual-turnover-of-219m-28-million-gamers

Vollkommmen irreleveant würde ich nicht sagen. 28 Millionen Gamer sind eine beachtliche Anzahl. Gut da sind ne Menge Smartphone Casuals dabei, aber auch die generieren Umsatz.

Hier von Wirschaftspolitik zu sprechen halte ich auch für etwas zynisch. Das ist nix anderes als ein Wirtschaftskrieg.

Doc Bobo 17 Shapeshifter - P - 7070 - 24. Juni 2019 - 19:19 #

So schafft man sich auch bei der iranischen und syrischen Jugend neue „Freunde“ *Facepalm*.

GeneralGonzo 14 Komm-Experte - 2007 - 25. Juni 2019 - 10:56 #

Verstehe den politischen Zusammenhang nicht. Da die Junkies nicht mehr ihr westliches Lieblingsspiel zocken können, sollten sie vielleicht mal genauer hinschauen, was ihre Mullas da so fabrizieren.
Und, klar, wenn es um Spaß und Vergnügen geht wie z.B. Video und Filmindustrie sowie Autos, dann ist der Westen gut genug, wenn es um Menschenrechte oder Gleichberechtigung geht, sind wir Idioten und müssen vernichtet werden. Ja, nee, iss klar....

RoT 19 Megatalent - P - 14549 - 25. Juni 2019 - 11:40 #

Wie viele westliche Länder wurden vom Iran oder Syrien in letzter Zeit nochmal vernichtet?

GeneralGonzo 14 Komm-Experte - 2007 - 25. Juni 2019 - 12:02 #

Es geht um den dort vertretenen Glauben!

thatgui 15 Kenner - P - 2881 - 26. Juni 2019 - 7:01 #

Genau, der ist nämlich absolut und unumstösslich und von einer als absolut objektiv anzuseheneden Instanz (wir!) so eingeschätzt: FALSCH (das die westliche Welt, federführend die USA, fleißig Beihilfe für dieses Situation geleistet haben, lassen wir auch geflissentlich weg).

Q-Bert 20 Gold-Gamer - P - 21645 - 26. Juni 2019 - 15:46 #

Wäre wirklich spannend zu wissen, wie weit die islamische Welt heute wäre, wenn das "christliche Abendland" nicht immer wieder Krieg in die Region tragen würde. Die kaputten Länder überlassen wir sich selbst und kreischen dann, wenn sich radikale Regime das entstandene Machtvakuum zu Nutze machen.

Der Iran war 1950 auf dem Weg (noch ganz am Anfang, aber in die Richtung) in einen offenen, sekulären, fortschrittlichen Staat. Hätte der CIA/MI6 dort nicht 1953 geputscht, hätte es die Revolution 1979 nicht gegeben, hätte die USA nicht 1980-1988 Saddam Hussein in einen Stellvertreterkrieg gegen Iran getrieben ... wer weiß, vielleicht hätte der Iran das Frauenwahlrecht noch vor der Schweiz (1971) oder Lichtenstein (1984) eingeführt?

Das vergessen wir halt in unserer Arroganz und Überheblichkeit gern: Wir sind ja nur wenige Jahrzehnte "voraus", was Menschenrechte angeht. Der Aufstand der LBGTQ-Szene in der Christopher Street in New York ist genau 50 Jahre her - damals war für Christen in den USA völlig normal, Schwule und Lesben zu verprügeln und einzusperren.

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