Jörgspuelt: Nachfolge-Rubrik zu Jörgspielt & dauerhaft frei für alle!
Teil der Exklusiv-Serie Jörgspielt

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Jörg Langer 387049 EXP - Chefredakteur,R10,S10,C10,A10,J9
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1. April 2019 - 7:00 — vor 7 Wochen zuletzt aktualisiert
Es begann als harmloser Tippfehler, schließlich liegt das U direkt neben dem I auf der Tastatur. Doch jetzt wird aus Jörgspielt tatsächlich Jörgspuelt – lest die Gründe für meine Entscheidung!
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Natürlich hat es jeder kapiert, aber man muss es trotzdem für zukünftige Alien-Archäologen schreiben, die sonst vielleicht verwirrt werden: Dies war unser Aprilscherz 2019.

Der namensgebende Redakteur hatte sich noch einmal Mühe gegeben und sogar einen Geheimtipp aufgetan, der bei Lichte betrachtet von 2017 stammt und damit, zumindest nach Jörg Langers niedrigen Maßstäben, geradezu brandaktuell ist. Doch auch dieser letzte Kraftakt brachte nichts: Lächerliche 49 Aufrufe und nur einen einzigen Kommentar im GESAMTEN MÄRZ 2019 konnte die aktuelle – und leider letzte – Folge von Jörgspielt sammeln.

Es mögen zwischenzeitlich im April ein paar Comments und Aufrufe dazugekommen sein, aber halt eben von ewiggestrigen Jörgspielt-Fans, die nun zu Recht ihre Felle davon schwimmen sehen. Doch die zählen nicht. Willkommen also zur neuen Rubrik Jörgspuelt! Klingt doof, klar, ist aber a) traurige Realität im Leben des zuhause von gleich fünf Frauen geknechteten Chefredakteurs. Und ist b) weniger blöd, als man denkt – im Gegensatz zu Spielepublishern zahlt die Haushaltsreinigungsindustrie noch richtig gut für Produktplatzierungen und bessere Wertungen.


Fun Fact: Die Idee zur Rubrik entstand aus den sich wiederholenden Tippfehlern des durch abendlichen Alkoholkonsum anhaltend zitternden Alt-Journalisten (also s-p-u-e-l-t statt s-p-i-e-l-t). Probiert  es aus, das passiert wirklich schnell.


Im Folgenden also die ersten fünf streng subjektiven Einzeltests von Jörgspuelt – die wir ab sofort wöchentlich fortsetzen werden. Und das Beste: Da eh keiner ein Premium-Abo hat (siehe Aufrufe oben), wird Jörgspuelt für immer frei für alle (fiffa). Aber um wenigstens ein wenig Kontinuität zur alten Rubrik herzustellen: Ich ordne die jeweiligen Testsubjekte nach Spuelspaß, allerdings nicht mehr von Top zu Flop, sondern andersrum.
 
JÖRGSPUELT-EXKLUSIV
Sil sapur Teppich & Polsterschaum
Spuelplatz 5: Völlig ungeeignet!

Eine ziemliche Enttäuschung erwartete mich beim Spuelen mit Sil sapur Teppichreiniger: Mal abgesehen von dem grenzdebilen Namen und der unschönen blauen Grundfarbe des Spuels weiß ich echt nicht, wie ich damit richtig arbeiten soll: Ich meine, Teppichreiniger gehört ja auf irgendeine Textilie oder ein Polster, und zum Glück bin ich selbst ziemlich gut gepolstert und trage immer ein T-Shirt drüber. So weit, so gut – und weiter? Soll ich jetzt das Geschirr mit meinem Bauch scheuern, oder was? Und wie soll ich Gläser innen reinigen?

Ein typischer Fall von Nicht-nachgedacht beim Spueldesign. Von Mängeln wie der undurchsichtigen Dose, die mich nie den Füllstand sehen lässt, mal ganz zu schweigen. Also: Der Spuelspaß lässt sich in diesem Fall eigentlich gar nicht ausdrücken, so gering ist er. Dafür einen superschlechten Platz 5. Nie wieder!
 
JÖRGSPUELT-EXKLUSIV
Frosch Aloe Vera Spül-Lotion
Spuelplatz 4: zu farblos!

Eigentlich wäre gegen Frosch Aloe Vera nichts einzuwenden beim Handspuelen. Gut, wie bei vielen Ökoprodukten taugt das Zeug ohne den Bakterien Angst einflößende Chemie nicht viel. Schon meine Großmutter steifväterlicherseits glaubte fest daran, dass man nicht gespuelt hat, wenn nicht die Finger rot und die Knöchel schwarz sind. Aber das passt zur Qualität meiner eher oberflächlichen Spuelbemühungen: Solange keine Bröckchen mehr auf dem Teller oder Krümelchen im Glas sind, gilt das als sauber – weswegen ich das Geschirr meist eh nur mit etwas Küchenrolle abwische.

Der Geschmackstest (Aloe Vera ist eine wichtige Zutat teurer Fitness-Drinks) war eher enttäuschend, aber das war es nicht, was mich ungnädig stimmte. Und es war auch nicht der Einreibe-Test ("Lotion") auf meiner Haut. Vielmehr war es die weitgehende Farblosigkeit: Ich konnte das bereits mit dem Spuel benetzte Geschirr nicht von solchem unterscheiden, auf das zum Beispiel jemand draufgeniest hat. Draufgenossen? Egal. Das ist ein wirklich schwerer Nachteil. Außerdem führt die Farblosigkeit des Spuels die durchsichtige Spenderdose ad absurdum: Wie soll ich den Füllstand ablesen, wenn ich die Flüssigkeit innen kaum sehen kann?

Ebenfalls keine Notenverbesserung erzielte die Behauptung, dass durch Frosch Aloe Vera "die Meere sauberer" würden, siehe den runden Sticker. Das ist völliger Blödsinn! Kippt mal einen Liter davon zu Testzwecken in eure halb gefüllte Badewanne – da wird nichts sauber, sondern vielmehr schmierig. Und das führt zu einer reduzierten Oberflächenspannung, sodass mein eigentlich schwimmfähiges iPhone sofort untergeht. Dass nun aber Plastik- und Elektromüll-Reste im Meer monatelang brauchen, bis sie endlich vor Manila landen, weiß man doch! Deshalb: Klarer vierter Spuelplatz im Vergleichsfeld. Hände weg davon, weit, weit weg!
 
JÖRGSPUELT-EXKLUSIV
Bref Power Backofen & Grill
Spuelplatz 3: Schaumschläger

Und noch mal ein schaumbasiertes Spuel. Ich habe mit diesem Untergenre ja schon schlechte Spuelerfahrungen gemacht, siehe Platz 5. Aber bei Bref Power Backofen & Grill kann man direkt aufs Geschirr spritzen. Natürlich nur auf Geschirr, auf dem Gebratenes oder Gegrilltes war, schon klar. Nur: Auch wenn sich der Schaum feinkörnig (in Ermangelung eines besseren Begriffs) über den Teller verteilt, ich konnte auch nach mehreren Minuten keinerlei Spuelergebnis erkennen. Ja soll ich das dann noch manuell mit Wasser abspuelen, oder was? Gesagt, getan: Ich hielt den Teller unter fließendes Wasser, und er wurde sauberer. Zumindest glaube ich das. Ist ja ein subjektiver Spueletest hier, da reicht mein Glaube!

Mag also sein, dass mein Hauptkritikpunkt dadurch beseitigt wurde, aber der genaue Prozess wurde mir nirgends in der Anleitung gesagt, es existiert auch kein Tutorial. Deshalb lautet mein Fazit: Ein weiterer Fall von Spueldesignmangel, der 3. Platz im Vergleichsfeld ist nicht mit einer Empfehlung zu verwechseln!
 
JÖRGSPUELT-EXKLUSIV
Frosch Citrus Spül-Lotion
Spuelplatz 2: Seifige Kopfnote

Trotz der ausgeprägt seifigen Kopfnote im Abgang hat mich Frosch Citrus Spül-Lotion beim kombinierten Geruchs- und Geschmackstest noch am ehesten überzeugt: Eine kräftige Zitronennote ist tatsächlich nicht zu verleugnen, ich denke sofort an mediterrane Sommernächte. Ich denke allerdings häufig an mediterrane Sommernächte, man sollte das also auch nicht überbewerten.

Auch farblich und in der Konsistenz ist das Spuel wirklich gelungen, man sieht es sofort auf dem Teller, alles gut. Und auch wenn wieder dieser blöde Sticker drauf ist mit den sauberen Meeren: Darüber habe ich mich ja weiter oben schon beklagt, und kein Angeklagter soll für dasselbe Vergehen zweimal belangt werden. Insofern: Ein akzeptabler zweiter Spuelplatz.
 
JÖRGSPUELT-EXKLUSIV
finish Klarspüler XL PACK
Spuelplatz 1: Finish ist immer gut!

Ähnlich wie mit Dark Souls Remastered hatte es auch finish Klarspüler XL PACK zunächst nicht leicht bei mir: Farblos, wenig seifig im Geschmack, kleine Öffnung, unduchsichtige Verpackung (aktueller Füllstand lässt sich also nur anhand des Gewichts schätzen). 

Aber dann! Ich gebe zu, ich musste erst in mehrere Wikis schauen, um mir die richtige Vorgehensweise anzueignen. Ich wäre aber mit Sicherheit auch selbst drauf gekommen nach längerer Spuelzeit. Es gibt nämlich einen genialen Trick bei finish Klarspüler XL PACK: Man spuelt das Geschirr gar nicht von Hand, sondern packt es in die Spuelmaschine, spritzt da finish Klarspüler rein (wo genau, muss ich mir noch erarbeiten), und macht dann die Maschine an. Quasi Autospuel. Das führt zu viel besseren Spuelergebnissen als mit der Küchenrolle.

Super, alle anderen Spuels sind damit für mich gestorben. Willkommen bei der Elite! Haltet mich nicht für verrückt, aber ich denke ernsthaft über ein LetsPlay zu finish Klarspüler XL PACK nach. Also über ein LetsWash, natürlich. Mehr Infos in Kürze!

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