Electronic Arts: Entlassung von 350 Mitarbeitern geplant

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Denis Michel 244151 EXP - Freier Redakteur,R10,S1,C1,A8,J10
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27. März 2019 - 16:44 — vor 8 Wochen zuletzt aktualisiert

Electronic Arts’ CEO Andrew Wilson hat umfangreiche Umstrukturierungsmaßnahmen für das Unternehmen angekündigt. Der kalifornische Spielehersteller und Publisher, der weltweit mehr als 9.000 Angestellte beschäftigt, gab bekannt, dass im Rahmen der Änderungen und Anpassungen rund 350 Mitarbeiter aus verschiedenen Bereichen entlassen werden.

Die Umstrukturierungen seien notwendig, um mit der Entwicklung des Marktes mithalten und die Bedürfnisse der eigenen Spielerschaft in Hinblick auf die Qualität besser erfüllen zu können. Unter anderem wurden Teams in den Bereichen Marketing und Publishing verkleinert, sowie die Präsenz des Unternehmens in Japan und Russland reduziert, da man diese Märkte zukünftig auf anderen Wegen bedienen möchte. Neben den organisatorischen Änderungen soll auch die Qualität der Spiele und der Dienstleistungen weiter gesteigert werden. „Großartige Spiele werden weiterhin im Mittelpunkt unseres Handelns stehen und wir haben eine andere Denkweise darüber, wie wir unsere Spieler begeistern und inspirieren können“, so Wilson.

Die entlassenen Mitarbeiter sollen laut dem Geschäftsführer weiterhin unterstützt werden: „Hier bei Electronic Arts sind wir alle Freunde und Kollegen. Wir schätzen die Beiträge aller unserer Mitarbeiter und werden alles unternehmen, um ihnen durch diese Zeit und auch bei der Suche nach ihrer nächsten Beschäftigung zu helfen. Das ist unsere oberste Priorität.“

Zille 19 Megatalent - P - 13640 - 27. März 2019 - 17:34 #

Schlechte Zeiten für die Branche. Da dürfte kaum leicht irgendwo anders was zu finden sein. Allerdings ist das scheinbar typisch für die Zeit vor einem Konsolengenerationswechsel, der ja gefühlt vor der Tür steht.

zfpru 17 Shapeshifter - P - 6937 - 27. März 2019 - 17:47 #

Schön das EA sich der Verantwortung stellt und den Betroffenen helfen will.

Blacksun84 18 Doppel-Voter - - 10160 - 27. März 2019 - 18:02 #

Der Teil mit der Unterstützung ist natürlich nur PR-Quark, aber wenn mal wieder ein Publisher sich in Teilen neu organisiert, dann scheint doch der Markt aktuell Etwas im Umbruch zu sein. Verwundert mich ja wenig, wenn immer weniger Servicegames reinhauen müssen, weil sonst die Ziele nicht erreicht werden.

Denis Michel Freier Redakteur - P - 244151 - 27. März 2019 - 18:54 #

"Der Teil mit der Unterstützung ist natürlich nur PR-Quark"
Sagt wer? Die meisten großen Firmen in der Branche helfen dabei den Leuten auf die Beine zu kommen. Blizzard verteilt zusätzlich auch extra Geld und zahlt weiterhin Krankenversicherungen für einen bestimmten Zeitraum.

vgamer85 19 Megatalent - - 13745 - 27. März 2019 - 18:21 #

Anfang des Jahres ist immer schwer... hoffentlich finden die Leute schnell einen Job.

De Vloek 15 Kenner - 2922 - 27. März 2019 - 19:45 #

Tja, warum auch Marketingleute bezahlen wenn tausende "Influencer" wie Twitch Streamer und Let's Player den Job kostenlos übernehmen. Dass es EA um "die Bedürfnisse der eigenen Spielerschaft in Hinblick auf die Qualität" geht, halte allerdings ich für einen schlechten Witz. Bedürfnisse der Investoren trifft es schon eher.

LRod 16 Übertalent - - 5291 - 27. März 2019 - 20:12 #

Doch, das sind dieselben Spieler, die auch den Wunsch haben, dass 50g weniger Inhalt zum selben Preis in der Chipspackung stecken oder eine geänderte Rezeptur mit mehr Panade und weniger Fisch :-)

Jac 17 Shapeshifter - P - 8821 - 27. März 2019 - 20:26 #

Alle klassischen Medien leiden ein ganzes Stück unter diesen Trends, da lassen sich Änderungen auf der Ausgabenseite wohl leider nicht vermeiden.
Mit "eigener Spielerschaft" meinen sie sicher die Leute, die entsprechende EA-Spiele kaufen und nicht die Summe aller Spieler an sich. Im Hinblick auf einige EA-Spiele bin ich schon der Meinung, dass die Qualität durchaus gut bis sehr gut ist. Bei anderen wiederum nicht, das geht mir aber auch mit Ubisoft, Blizzard und vielen kleineren Entwicklern so. Ich ziehe mal den Vergleich zu Dieter Bohlen, der hat "seinen Markt" über Jahre gut bedient, auch wenn ich selbst in diesem Fall überhaupt nicht dazu gehörte ;)

burdy 15 Kenner - 2880 - 27. März 2019 - 20:51 #

Die "Influencer" werden eingekauft und das teilweise für nicht wenig Geld.
Aber Geld in ein gutes Spiel stecken und sich ein paar Streamer zu kaufen ist offensichtlich effektiver als das Geld in Marketing-Leute zu stecken, siehe Apex Legends.
Activision hat ja vor kurzem ebenfalls viele Stellen im Marketing abgebaut.

GeneralGonzo 14 Komm-Experte - 1864 - 28. März 2019 - 13:41 #

Wenn ich das schon höre: "Influencer" - "Beeinflusser", ja, nee, iss klar! Da kommt mir die Galle hoch bei solch selbsternannten, meist bildungsschwachen Individuen, die einfach Zeug vor einer Kamera testen und meinen, sie wären jetzt tolle Hechte.
Wow, was für eine beschissene Welt....

Elfant 21 Motivator - P - 30406 - 28. März 2019 - 11:40 #

Also so sehr ich auch die Marketingabteilung in (großen) Firmen für eine selbsterhaltene Drogenhöhle halte, ist ihre Arbeit schon etwas komplexer. Zum Beispiel wählen sie die Influenzer je nach Spiel aus, schließen die Verträge mit Ihnen und achten auf die Ausführung der Arbeit.

MrFawlty 18 Doppel-Voter - F - 9373 - 27. März 2019 - 23:24 #

Wäre es nicht am besten EA würde ALLE entlassen und den Laden dicht machen?
So könnten sie keinen Schaden an meinem Hobby mehr anrichten.

Blacksun84 18 Doppel-Voter - - 10160 - 28. März 2019 - 10:08 #

Sollen wir uns das auch für deinen Arbeitgeber wünschen?

MrFawlty 18 Doppel-Voter - F - 9373 - 28. März 2019 - 11:31 #

Wenn du findest, dass er einen negativen Einfluss auf dein Leben hat, von mir aus.
:)

Ich fände es besser, die Leute würden für andere Firmen arbeiten. CD Projekt zum Beispiel.

Aladan 24 Trolljäger - - 51497 - 28. März 2019 - 12:07 #

Ich bin mir ziemlich sicher, dass wesentlich mehr Menschen EA nachweinen würden, als CD Project. ;-)

MrFawlty 18 Doppel-Voter - F - 9373 - 28. März 2019 - 13:01 #

Die wissen einfach nicht was gut für sie ist.

burdy 15 Kenner - 2880 - 28. März 2019 - 17:52 #

Du solltest lieber mal die Leute Fragen, für wen die arbeiten wollen. Die Arbeitsbedingungen bei EA sind deutlich besser als der Branchenstandard, während bei CD Project die Atmosphäre wohl mehr Richtung Gulag gehen soll.

MrFawlty 18 Doppel-Voter - F - 9373 - 28. März 2019 - 23:15 #

In den 00er Jahren habe ich einige Geschichten in der Spielebranche gehört, dass Evil Arts dafür berüchtigt war die Arbeitnehmer so zu verschleißen, dass die nach 2 Jahren mit einem Burnout gekündigt haben.

Kann aber inzwischen auch besser sein.

PatStone99 16 Übertalent - - 5917 - 28. März 2019 - 9:41 #

Da macht sich einmal mehr der Wandel der Gesellschaft bemerkbar. Weniger klassische Presse-Events mit dutzenden PR-Leuten & weniger geschaltete Anzeigen bei klassischen Medien - worunter u.a. Gamers Global zu leiden hat - dafür mehr Unterstützung für Streamer, die vergleichsweise für lau die Zielgruppe anfixen.

Aladan 24 Trolljäger - - 51497 - 28. März 2019 - 10:04 #

Ninja, der ne Million für Apex Legends bekommen hat möchte Einspruch erheben.. ;-)

PatStone99 16 Übertalent - - 5917 - 28. März 2019 - 10:08 #

Dafür haben sie sich gerade bei Apex eine fette, weltweite Werbekampagne vorab gespart & direkt ihre Influencer-Hunde losgelassen :D

Bluff Eversmoking 15 Kenner - P - 3747 - 28. März 2019 - 10:16 #

In der Geronto-Altersgruppe Ü40 bekommt man das nicht mehr mit. Für mich ist Influenza der Fachbegriff für Grippe. Eine schwere Infektionskrankheit, deren Symptome ähnlch viel Freude bereiten wie das Bespielen von zeitgenössichen EA-Titeln.

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