Epic-Games-CEO: „Spielebranche wird sich in den kommenden Jahren verändern“

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13. März 2019 - 23:02 — vor 13 Wochen zuletzt aktualisiert

In einem ausführlichen Interview mit dem englischen Magazin MCV hat Tim Sweeney, Gründer und CEO von Epic Games, über die Entwicklung der Spielebranche und die Pläne des Epic Games Store gesprochen. „Ich denke, die Spielebranche wird sich in den nächsten fünf Jahren stärker verändern, als sie es in den letzten zehn Jahren getan hat“, prognostiziert Sweeney, den das Games-Fachblatt MCV jüngst zur Person des Jahres kürte, und ergänzt: „Die letzten Reste des alten Einzelhandelsmodells für Spiele fallen weg, die größten Erfolge sind schnelllebige Indies und schnelllebige große Konkurrenten wie etwa Fortnite und Apex Legends.“

Vor allem der große Erfolg von Fortnite war es, der den Epic Games Store erst möglich gemacht hat. Die Pläne für einen eigenen Spiele-Shop als Konkurrenz zu Steam lagen schon länger auf dem Tisch, verrät Sweeney. Die Stärken des Epic Games Stores sieht er zum einen in der Exklusivität, der fairen Preisgestaltung für Käufer und der hohen Gewinnbeteiligung der Entwickler. Zum anderen aber auch im entwicklerorientieren Denken: „Wir glauben, dass der ausschlaggebende Indikator für Spieler, die neue Spiele entdecken, nicht unsere Spiele-Aushängeschilder sind, sondern die Entwickler selbst. Daher ist das 'Support a Creator'-Programm von Epic in den Store-Betrieb integriert.“ 

„Ubisoft unterstützt unser Modell und vertraut darauf, dass wir den Spielern eine reibungslose Reise bieten, vom Kauf bis zur Veröffentlichung des Spiels“. Und dabei basiere alles auf einer logischen Kette, erläutert Sweeney: „Geben Sie den Entwicklern einen größeren Anteil an der Torte und sie können profitabler sein, mehr in ihre Titel investieren, die Preise für die Verbraucher senken.“ Mit diesem Modell scheint Epic Games die Branche überrumpelt zu haben, denn andere Shops auf offenen Plattformen, so Sweeney, würden nur langsam auf Epics Methode reagieren.

Daher wolle man sich auch weiterhin nicht auf bloße neue Funktionen beschränken, sondern den Kurs der Exklusivdeals und konstant hoher Umsatzbeteiligung der Entwickler beibehalten. Denn gerade in diesem gerechten Aufteilen der Einnahmen sieht Sweeney eine Entwicklung, die die Branche langfristig verändern werde. 

Im weiteren Verlauf des Artikels, den ihr kostenlos auf mcvuk.com nachlesen könnt, äußert Sweeney sich auch zu der anstehenden neuen Konsolengeneration und übt Kritik an Apple, die sich mit ihren iOS-Betriebssystemen stur über offene Plattformen wie Windows, Linux oder Android hinwegsetzen und mit ihrem Produktmanagement für „Auswirkungen auf redaktionelle Entscheidungen, staatliche Zensurforderungen und einen Mangel an wirtschaftlicher Konkurrenz bei digitalen Gütern“ sorgen.  

Jonas S. 19 Megatalent - P - 19970 - 13. März 2019 - 23:07 #

Pssst... Sweeney auf Discord bekommen die Entwickler 90%. ;)

Hannes Herrmann 18 Doppel-Voter - - 10292 - 13. März 2019 - 23:12 #

Im MS Store 95%

Vidar 19 Megatalent - 14156 - 13. März 2019 - 23:26 #

Aber nicht für Spiele, da bleibt es bei den 30%.

"The new fee structure excludes all games and any purchases on Xbox consoles."

Vidar 19 Megatalent - 14156 - 13. März 2019 - 23:27 #

Müssen, wenn sie die UE4 nutzen, Lizenzgebühren für die Engine zahlen und damit wären sie bei 15%. :D

Inso 16 Übertalent - P - 5742 - 14. März 2019 - 6:55 #

Und wann kam die Ankündigung? Zufällig genau zehn Tage _nachdem_ Epic die 12% angekündigt hat ;)

Just my two cents 16 Übertalent - 5258 - 13. März 2019 - 23:23 #

Was für ein Marketingbullshirt...

TheRaffer 19 Megatalent - - 17997 - 14. März 2019 - 19:34 #

Danke, dass das einer so gelassen ausspricht!

methylenblau 08 Versteher - 226 - 16. März 2019 - 21:53 #

Klarer Fall von Kaufmannsprech

Vampiro 23 Langzeituser - P - 44689 - 13. März 2019 - 23:24 #

Puh, was eine Kanone.

Schnelllebiege Indies? Viele erfolgreiche Indies (die man so mitbekommt) sind ausgesprochen langlebig und kriegen auf der Switch neue Lebenszyklen. Ich sehe auch nicht, warum es nur noch schnelllebige Indies sehr erfolgreich sein sollten. Sehe da keine Tendenz.

Schnelllebige große Titel, sagt er da etwas das Ende von Games as a "Service" vorher? Das wäre in der Tat Visionär.

Die Entwickler gehen nicht zum Epic Store, weil der so toll ist und sie da mehr Prozente kriegen, sondern weil Epic seine Fortnite-Milliarden für Garantien verwendet. Dadurch kriegen die Entwickler im Worst Case Scenario eine Aufstockung auf den Garantiebetrag (der ja sicher mindestens für einen Gewinn reichen wird), im Idealfall aufgrund hoher Verkaufszahlen natürlich mehr. Damit gehen die Entwickler 0 Risiko ein. Im Gegenteil. Mit dem tollen Markt hat das nix zu tun.

Epic hat genug Geld, um den Store auf Dauer aufrecht zu erhalten, aber ob sie irgendwann auf das Einkaufen von Spielen verzichten können, Fragezeichen.

iYork 16 Übertalent - 5605 - 13. März 2019 - 23:26 #

...Spielern eine reibungslose Reise bieten, vom Kauf bis zur Veröffentlichung des Spiels...

Und danach ist alles wie früher! LOL!

zfpru 17 Shapeshifter - P - 7253 - 13. März 2019 - 23:31 #

Der langerwartete Prophet ist hier.

Noodles 24 Trolljäger - P - 52754 - 13. März 2019 - 23:47 #

Die Exklusivität seh ich nicht als Stärke, sondern als Mist. Dass er das anders sieht, ist klar. Und von fairer Preisgestaltung für die Kunden bemerkt man aktuell auch noch sehr wenig. Für mich ist das alles einfach nur Blabla, wie toll sein Store doch ist, mehr nicht.

Extrapanzer 16 Übertalent - P - 5173 - 13. März 2019 - 23:55 #

Stellt der Handel nicht gerade voll auch Merchandise-Artikel um, d.h. der Elektronikmarkt bietet nicht mehr nur das Spiel an, sondern fachübergreifend das komplette Merchandise-Sortiment: Tassen, T-Shirts, Poster, Stofftiere, Spielzeug, Bausätze, Bücher, etc.
Und an den Regalen trifft man dann auf Gleichgesinnte:
"Mein Sohn hilft Ihnen gerne, wenn ihr Enkel auch spielt und sie was Vernünftiges suchen ..."
"Tja, ähhhh, also, danke, aber eigentlich spiele ich das Spiel selber ...".

Ganon 24 Trolljäger - P - 51126 - 14. März 2019 - 9:59 #

Haha, sehr cool. :D

Also wenn du dir so was öfter anhören musst, bist du vielleicht ein Fall hierfür: https://www.gamersglobal.de/forum/156027/rentner-gesucht
;-)

tailssnake 16 Übertalent - 5686 - 14. März 2019 - 0:14 #

Steam braucht Konkurrenz und zwar sehr starke.
Und wie bekommt man Spieler zu seiner Plattform?
Mit starken exklusiv Titel, das zwar bei Steam, uPlay, Origin und allen Konsolen so.

drngoc 14 Komm-Experte - - 2338 - 14. März 2019 - 1:22 #

Exklzusiv ist nicht gleich exklusiv.

Steam hat sich ganz alleine und durch seine eigenen Spiele etabliert. Außerdem wurden andere Entwickler/Publisher nicht durch Schmiergelder an diese Plattform gebunden.

Wenn Publisher ihre eigenen Spiele nur auf den hauseigenen Plattformen veröffentlichen stört mich das nicht. Ich lehne es nicht kategorisch ab, aber ich überlege mir dann schon, ob ich es kaufe oder nicht – sollte es nicht auch auf anderen Plattformen angeboten werden.

Epic erkauft sich die Exklusiviät und untergräbt damit den Wettbewerb – das kann und sollte man nicht unterstützen.

Epic hat denen soviel bezahlt, dass sie selbst dann, wenn alle Backer abspringen, Gewinn machen würden. (Statement vom Community Manager, https://i.redd.it/h85ndar19vl21.png)

Inso 16 Übertalent - P - 5742 - 14. März 2019 - 6:51 #

Counter Strike entstand als Mod für die Half Life Engine, die nichts weiter als eine modifizierte Quake-Engine ist. Valve hat sich den "Entwickler" geschnappt.

Team Fortress begann als Mod sogar komplett auf der Quake-Engine, auch hier hat Valve sich eingekauft bzw die Entwicklung für die HL-Engine in Auftrag gegeben.

DotA begann als Fan-Mod für Warcraft 3 bzw Starcraft, und Valve hat dann ein paar Jahre später mit dem Entwickler des populärsten Abkömmlings "kooperiert", bis man es sich dann komplett einverleibt hat.

Portal basiert auf Narbacular Drop, das ein paar Studenten gezimmert haben. Hier hat Valve die Weiterentwicklung finanziert.

"Eigene Spiele" ist da eine sehr gewagte Beschreibung ;)

Vidar 19 Megatalent - 14156 - 14. März 2019 - 9:00 #

Dies!
Abgesehen davon das wohl schon viele den Grund für Steams Erfolg vergessen.
Der kam nämlich nicht von den 4-5 "Valve" Spielen sondern einzig und allein davon das man als PC Spieler gezwungen wurde Steam zu nutzen da die meisten Retail Spiele mit Steampflicht daherkamen und damit auch Steam-Exklusiv waren.

Tr1nity 28 Endgamer - P - 104539 - 14. März 2019 - 12:31 #

Manche sehen Steam halt immer noch als heiligen Gral, weil sie sich dran gewöhnt haben. Hab das auch schon öfter in den ganzen Epic-Diskussionen angemerkt. Und wenn sich Epic in den nächsten Jahren etabliert hat, kräht kein Hahn mehr danach, wie furchtbar pöse sie sind.

Kirkegard 19 Megatalent - 17602 - 14. März 2019 - 13:38 #

So isses, und Steam hat sich gerade in der Rape-Game Geschichte null mit Ruhm bekleckert.

Jonas S. 19 Megatalent - P - 19970 - 14. März 2019 - 15:13 #

Okay, und das hat jetzt was mit EPIC zu tun?

Kirkegard 19 Megatalent - 17602 - 15. März 2019 - 11:03 #

Ich trainiere mal dein Leseverständnis, was stand in Tr1ns erstem Satz?

Jonas S. 19 Megatalent - P - 19970 - 14. März 2019 - 15:14 #

Es geht hier nicht um gut oder böse, sondern um die Art und Weise. Was du ständig in den jeweiligen News reininterpretierst, ist kompletter Käse.

Inso 16 Übertalent - P - 5742 - 14. März 2019 - 15:25 #

Wenn Steam haufenweise exklusiv releasen darf, und Epic angekreidet wird wenn es genau das gleiche tut, scheint doch zumindest eine verschiedene Einordnung statt zu finden. Wie unten geschrieben: Halo im M$ und Steamstore alles gut, Division 2 im Uplay- und Epicstore, und das Geschrei ist groß.

Jonas S. 19 Megatalent - P - 19970 - 14. März 2019 - 15:31 #

Steam releast nicht haufenweise exklusiv. Valve zahlt keinem Entwickler Geld dafür das sie exklusiv auf Steam veröffentlichen. Die Entwickler entscheiden sich freiwillig dafür über Steam zu releasen oder Steam als DRM zu nutzen. Steam verlangt ja nicht mal das Entwickler die, die Source Engine nutzen auf Steam releasen müssen. Aktuelles Beispiel Apex Legends. Das ist der kleine aber feine Unterschied zwischen Valve und Epic.

Halo kann auch gerne im Epic Store, Discord oder wo auch immer erscheinen. Das wäre die Ideallösung und jeder kann das Spiel dort kaufen, wo es ihm beliebt.

Inso 16 Übertalent - P - 5742 - 14. März 2019 - 17:02 #

" Die Entwickler entscheiden sich freiwillig dafür über Steam zu releasen"

Nein, leider nicht. Steam ist faktisch Monopolist was Verkäufe abseits der großen Publisher angeht, denn nur sie erreichen eine so große Nutzerbasis.
Meinst du ehrlich, so viele Entwickler _wollen_ Steam die 30% zahlen? Mitnichten. Es ist einfach kein Konkurrent auch nur halbwegs in der Lage, so viele Leute zu erreichen.
Was du als "die releasen freiwillig auf Steam" auslegst, ist knallharte Berechnung: Wenigstens 70% aus vielen Verkäufen ziehen, bevor man 88% aus ggf wenigen erhält, und unter´m Strich große Verluste einfährt.
Alles, was Epic macht, ist zu schauen, wie das Spiel auf Steam ankommen würde, und die aktuell kleinere Nutzerbasis ggf finanziell auszugleichen. Denn: jeder hätte gern nen Shop der nur 12% nimmt, aber keiner traut sich da der Vorreiter zu sein, und seine Existenz damit auf´s Spiel zu setzen.

In der aktuellen Situation ist der Markt ohne Subventionen von aussen gar nicht mehr in der Lage, sich selbst zu regulieren. Und in einer Wettbewerbsbeschränkung, die hier faktisch vorliegt, sind Subventionen ein übliches Mittel, wieder für Wettbewerb zu sorgen. Und mehr macht Epic in diesem Falle auch nicht, wenn auch Epic hier nicht subventioniert wird, sondern der Entwickler / Publisher: Steam ist (halbwegs) vorhersehbar was die Zielgruppe und damit Verkäufe angeht, und diesen Nachteil gleicht man schlicht über die Mindestabnahmen aus, mehr ist das doch nicht.
Fakt ist: wenn man das nicht tut, bleibt Steam der einzige Anbieter, und kann Preis und Konditionen weiterhin komplett frei bestimmen. Da werden Millionen aus dem Markt gezogen, nur weil man die richtige Stellung hat - die man sich übrigens mal ähnlich aufgebaut hat: Spiele hatten im Laden Steam als DRM, und so wurde der Nutzer auf die Plattform gebracht - ob er nun wollte oder nicht.

Jonas S. 19 Megatalent - P - 19970 - 14. März 2019 - 17:17 #

"Nein, leider nicht. Steam ist faktisch Monopolist was Verkäufe abseits der großen Publisher angeht, denn nur sie erreichen eine so große Nutzerbasis."

Und wer ist daran schuld? Bestimmt nicht Valve, sondern die ganzen Entwickler die ihre Spiele auf dem PC nur noch über Steam releast haben wegen DRM. Für mich ist das eine Ausrede. Erst nutzen sie Steam freudestrahlend, verdienen über den Digitalvertrieb sogar mehr als über die Retail und Jahre später beschweren sie sich dann das 30% Abgabe zuviel sind. Und doch es hat zu Beginn von Steam keiner die Entwickler gezwungen für Steam zu veröffentlichen und selbst jetzt können sie sich frei entscheiden.

Der beste Weg für den PC-Markt wäre ein Oligopol. 3-4 relativ gleichgroße Anbieter die abseits ihrer eigenen Spiele alles anbieten. Thema erledigt.

Weder ist Steam der heilige Gral noch ist Epic das böse - das behauptet auch keiner. Es nerven nur die Exklusivdeals und das gilt für alle Stores. Epic klopft sich auf die Schulter wegen ihren 88%, bei Discord bekommen die Entwickler 90% und die Userbasis dafür ist bestimmt nicht gerade klein, aber da hat das die wenigsten interessiert und jetzt wird Epic für ihre 88% gefeiert. :D
Diese Doppelmoral ist einfach wunderbar.

Was die Preise betrifft legt die nicht Steam fest, sondern die Entwickler. Eigene Spiele ausgenommen. ;)

Inso 16 Übertalent - P - 5742 - 14. März 2019 - 18:02 #

Seinerzeit war Steam sicherlich günstiger, auf jeden Fall. Da waren Server aber auch noch weitaus teurer, die Bezahlmethoden waren noch nicht so etabliert und und und. Ebenso war Steam da noch in der Schaffungsphase und hat gekostet. So ist es aber alles schon lange nicht mehr, heute wird für den gleichen Anteil schlicht durchgereicht. Das ersparte wird aber nicht mal ansatzweise an den Kunden weitergegeben. Dafür, hast du völlig recht, wäre ein Oligopol von 3-4 Big Playern echt gut.

Und warum es sich ändern sollte, wenn es mal okay war? Ich hatte mal das Beispiel angeführt wo das Megabyte Daten am Handy 40 Cent gekostet hat. Und völlig zurecht hast du heute Gigabyte in deinem Vertrag stehen. "Das war mal so und in Ordnung, warum sollte es sich also heute ändern" ist doch keine Argumentation, wie das Beispiel schön zeigen sollte.

"und selbst jetzt können sie sich frei entscheiden" - wie gesagt, können sie nicht. Denn freie Entscheidung würde bedeuten, das sie eine andere Wahl hätten, die sie nicht mit hoher Wahrscheinlichkeit zerlegen würde.
Wenn ich sage "du kannst gehen oder bleiben" wäre das genau so keine freie Entscheidung, wenn wir uns im achten Stock befänden, und der einzige mögliche Ausgang das Fenster zur Straße darstellt. Und das obwohl du ja theoretisch wirklich gehen könntest..

Und Discord war kein Vorreiter. Die sind anderthalb Wochen, _nachdem_ Epic seinen Preis bekannt gegeben hat auf einmal auf die Idee gekommen (Blogeintrag 14.12.18). Vorher haben die auch lustig zugelangt. Die sehen sich nur gerade in der Bedeutungslosigkeit verschwinden, deswegen sind die ganz schnell mitgezogen (und liegen trotzdem noch über Epics Anteil wenn der Entwickler die UE nutzt ;) . Da sehe ich keinen Grund die zu Feiern, das ist Selbsterhaltung..

Und klar wird der Preis eines Produkts anteilig durch die Abgaben bestimmt, das zeigt dir jedes Konsolenspiel, wo man für die Verifizierungsprozesse usw noch mal zur Kasse gebeten wird, und das an den Kunden weiterreicht. Wenn ein Steam da 30% nimmt, musst du die in den Preis einbeziehen, den du für das Produkt verlangst. Und was meinst du denn, wo man sich die 30% dann her holt? Genau, aus deinem Portemonnaie, direkt an Steam. Davon geht kein Cent in´s Spiel.

Jonas S. 19 Megatalent - P - 19970 - 14. März 2019 - 18:08 #

Irgendwie habe ich das Gefühl das wir grundsätzlich das selbe Ziel verfolgen, aber komplett aneinander vorbeireden. :D

Inso 16 Übertalent - P - 5742 - 14. März 2019 - 19:14 #

Haha ja, da könntest du wohl recht haben :D

Despair 17 Shapeshifter - 6645 - 14. März 2019 - 17:32 #

Die Entwickler veröffentlichen auch freiwillig im Epic-Store. Der Sweeney stopft denen nicht gegen ihren Willen Geld in die Taschen. Die nehmen das schon freiwillig. Möchte der Entwickler sein Spiel nicht exklusiv anbieten, stehen ihm ja die anderen Plattformen zur Verfügung. Nur gibt's dann eben keine Asche vom Tim.

Jonas S. 19 Megatalent - P - 19970 - 14. März 2019 - 17:37 #

Okay, wo habe ich behauptet das die Entwickler von Epic gezwungen werden? ;)

Despair 17 Shapeshifter - 6645 - 14. März 2019 - 17:47 #

Das kam irgendwie bei mir so an. Ich hatte spontan ein Bild von Sweeney im Kopf, wie er in seinem Keller angekettete Entwickler mit Geld bewirft. :D

Tr1nity 28 Endgamer - P - 104539 - 14. März 2019 - 20:42 #

Mein Käse stinkt wenigstens nicht zum Himmel.

thhko 14 Komm-Experte - P - 2417 - 14. März 2019 - 15:26 #

Glaub das nennt sich Stockholm-Syndrom ;)

Bruno Lawrie 18 Doppel-Voter - - 9386 - 15. März 2019 - 12:09 #

Das Problem bei Epic wird eher sein, dass man halt den Großteil der Spiele im Steam-Client hat und das nicht fragmentieren will. Mit Origin und UPlay hat man sich halbwegs abgefunden, aber die hatten nur Spiele von EA und Ubisoft. Epic tritt breiter auf und wird das Fragmentierungsproblem verschärfen. Dass man das als User nicht will, sollte nachvollziehbar sein.

Desweiteren ist der Steam-Client in Sachen Features wirklich um WELTEN besser als Epics Store. Steam bietet einen Big Picture Mode mit kompletter Controller-Steuerung (super am TV und auf PC-Handhelds). Steam hat Support für Windows, macOS und Linux (letzteres sogar mit Windows-Emulation). Steam kann Eingabegeräte wie z.B. Maus und Tastatur auf beliebige Controller mappen. Steam kann Spiele, die man nicht im Steam-Store gekauft hat, verwalten. Steam hat einen integrierten Musikplayer für alle bei Käufen mitgelieferten Songs. Steam hat einen Overlay-Mode, wo man Walkthroughs kurz über das Spiel legen und lesen kann. Steam hat einen Streaming-Modus auf andere Geräte (PCs mit Steam, SmartTVs, Steam Link). Und, und, und.

Mit Steam kann ich z.B. einen Klassiker wie NOLF importieren, ihn Joypad-steuerbar machen und auf den Fernseher streamen.

Wenn man sowas nutzt, ist das ein enorm praktisches Tool, zu dem Epic auch in fünf Jahren noch nicht aufgeschlossen haben wird. Die Kritik einfach damit abzutun, dass man Epic nicht mag, ist etwas zu simpel. Es gibt massive Nachteile gegenüber Steam. Natürlich sind die je nach Nutzung individuell sehr unterschiedlich.

Tr1nity 28 Endgamer - P - 104539 - 15. März 2019 - 15:49 #

Nicht jeder steht auf dieser Features oder nutzt sie, sondern will ein Spiel starten und zocken ;). Davon ab: Steam fing auch mal klein an und hatte all das Gedöns nicht seit Tag 1. Ein 1:1-Feature-Portfolio von (offenbar heiß geliebten) Steam und einem neuem Store zu erwarten ist in meinen Augen schlicht lächerlich.

Was die Fragmentierung angeht: Da kaufen sich Leute sogar zusätzlich Konsolen, um diverse Spiele spielen zu können. Und wie du schon zugegeben hast: Mit Uplay, Origin etc. hat man sich auch abgefunden. Bequemlichkeit und/oder 'Epic Store hat dies und das nicht' ist für mich kein Argument. Ich bleib dabei, in ein paar Jährchen juckt's keinen mehr.

Noodles 24 Trolljäger - P - 52754 - 15. März 2019 - 17:26 #

Warum ist es lächerlich, bei einem neuen Produkt zu erwarten, dass es auf dem Stand anderer Produkte dieser Art ist und nicht auf dem Stand von vor vielen Jahren?

Tr1nity 28 Endgamer - P - 104539 - 15. März 2019 - 20:38 #

Weil vielleicht der Anbieter mit Absicht nicht den ganzen Firlewanz des anderen kopieren will? :) Das Wichtigste was der Shop braucht hat er.

Noodles 24 Trolljäger - P - 52754 - 15. März 2019 - 21:22 #

Geht ja nicht nur um den Shop, sondern auch um den Client. Und für dich hat er vielleicht das Wichtigste, andere stört es, dass Einiges fehlt. Daran seh ich immer noch nix Lächerliches.

Jonas S. 19 Megatalent - P - 19970 - 15. März 2019 - 23:00 #

Der nicht mal die Basics hat beispielsweise einen Warenkorb. Warum einfach, wenn es auch kompliziert geht. Oder kaufst du bei Aldi auch nur ein Produkt, zahlst und dasselbe Spielchen von vorne? :D

Tr1nity 28 Endgamer - P - 104539 - 15. März 2019 - 23:04 #

Also wer bei der Handvoll derzeitiger Spiele einen Warenkorb braucht...

Jonas S. 19 Megatalent - P - 19970 - 15. März 2019 - 23:28 #

Ach okay und deswegen lässt man die Basics weg? Warum auch nicht. :D

Noodles 24 Trolljäger - P - 52754 - 15. März 2019 - 23:53 #

Oder so etwas wie Mail-Verifizierung bei Account-Erstellung. Gabs halt vor 30 Jahren noch nicht, das darf man bei nem neuen Store nicht erwarten, da muss man sich einfach gedulden, alles andere ist lächerlich!

Bruno Lawrie 18 Doppel-Voter - - 9386 - 15. März 2019 - 19:58 #

Das ist doch völlig normal und nicht lächerlich. Kein Mensch kauft doch das viel schlechtere Produkt eines Anbieters, wenn er für das gleiche Geld etwas viel besseres bekommt. Die Ausnahme wäre höchstens ein Alleinstellungsmerkmal, was besonders schwer wiegt. Das ist bei Spieleshops für viele GOG wegen seiner DRM-Freiheit. Epic hat nichts dergleichen.

Meine Prognose ist, dass es den Epic Store in ein paar Jährchen nicht mehr gibt. :-) Origin und UPlay haben viele Exklusivtitel, weil sie Publishern gehören. Epic hat nur Fortnite im Moment. Und den Einkauf von Exklusivtiteln können sie nicht dauerhaft betreiben.

Letztendlich müssen sie die User überzeugen und nicht nur die Entwickler. Bin gespannt, ob ihnen ein „Unique Selling Point“ einfällt, den Steam nicht mal eben schnell kopieren kann.

Und wie ich schon ein paar mal schrieb: alles, was Epic für den User hat, hat Origin seit Jahren (starke Multiplayertitel, starke Exklusivtitel, geschenkte Spiele, Spiele von Dritten). Auf einem Level mit Steam ist Origin aber nicht mal ansatzweise. Wie soll das Epic schaffen? Konnte hier auch noch keiner beantworten.

Tr1nity 28 Endgamer - P - 104539 - 15. März 2019 - 20:40 #

Du fängst schon falsch mit der Denke an, daß du mit dem Epic Store oder Steam ein Produkt kaufst. Die sind beide kostenlos. Das einzige was du kaufst, ist ein Spiel.

Bruno Lawrie 18 Doppel-Voter - - 9386 - 15. März 2019 - 20:59 #

Dann nimm halt als Beispiel ein eine neue häßliche Imbissbude mit Neonröhrenbeleuchtung und ein gemütliches nettes Lokal, wo man seit Jahren essen geht, die beide das gleiche Essen für den gleichen Preis verkaufen. :-)

Irgendwie schon seltsam, dass ich hier die ganze Zeit Steam verteidige, was ich gar nicht so toll finde, mir fallen viele Dinge ein, die ich gern anders hätte. Aber der Epic Store ist halt noch sehr viel schlechter. Hab noch nichts dort gesehen, wo ich „Oh, das ist aber nett!“ dachte (und das hatte ich bei Origin und UPlay durchaus mal, z.B. beim HiDPI-Support, wo Origin erster war, oder bei UPlays Controller-Support). Das Ding ist von vorne bis hinten lieblos ohne irgendein Alleinstellungsmerkmal oder eine originelle Idee.

Und nochmal die Frage: warum sollte Epic sich beim USER durchsetzen können? Warum sollte jemand plötzlich von Steam zu Epic wechseln, rein aus Usersicht? Warum sollte Epic erfolgreich sein, wo das momentan noch sehr vergleichbare Origin gescheitert ist? Ich sehe da wirklich rein gar nichts, aber lasse mich gern überzeugen.

Tr1nity 28 Endgamer - P - 104539 - 15. März 2019 - 22:57 #

Es verlangt ja keiner, daß er wechseln _soll_. Das ist jedem selbst überlassen. Nur das Geschrei, um das (Zeit-)Exklusivgedöns ist völlig übertrieben. Steam war, ist und wird stellenweise nicht anders sein. Die waren/sind noch schlimmer, indem man Spiele bei denen zwingend registrieren mußte und ein Jahr später _keine_ Alternative hatte. Jetzt haben sich halt einige Entwickler/Publisher entschieden, ihre Pommes in der Imbißbude, anstatt im netten Lokal anzupreisen. Manche ziehen halt hin und wieder auch McDonalds einem Lokal vor.

Und letztendlich wird er sich wie Steam durchsetzen, weil Spieler nunmal auf ihre lieben Spielchen nicht verzichten wollen. Sonst würden sie heute noch Steam boykottieren. Erinnert sich noch jemand an Modern Warfare 2 und das Geschiss damals?

Origin sehe ich übrigens nicht gescheitert an. EA verkauft bzw. hat seine PC-Spiele immer noch dort. Oder gibt's z.B. ein aktuelles Battlefield oder FIFA auch auf Steam? Nope.

Da haben die Leute Steam, GOG, Uplay, Origin und was weiß ich sowie Konsolen, alle mit extra Konto/Launcher und auf einmal bei Epic werden sie zickig. Das nehme ich aktuell so mit.

Bruno Lawrie 18 Doppel-Voter - - 9386 - 16. März 2019 - 12:22 #

Origin ist als Steam-Konkurrent gescheitert. Als Plattform für EA-Spiele ist es sicher für EA in Ordnung, sonst wäre es ja schon weg.

Und das kann Epic halt nicht machen. Die sind kein Publisher, der viele namhafte Titel im Jahr herausbringt. Die momentanen Exklusivtitel sind für sie ein Verlustgeschäft und das können sie nur zeitlich begrenzt als Werbemaßnahme laufen lassen. Dauerhaft würde sie das ruinieren.

Also müssen sie dafür sorgen, dass einerseits die Entwickler freiwillig exklusiv bei ihnen nur aufgrund der besseren Konditionen Spiele einstellen. Ganz ohne Garantien oder Extrazahlungen. Dafür brauchen sie aber sehr viele Käufer, weil die höhere Anzahl an verkauften Titeln bei Steam sonst erheblich schwerer wiegt als die bessere Marge.

Also müssen sie andererseits die Käufer zu sich holen. Und da sehe ich ein riesiges Problem und bisher keinen Ansatz es zu lösen. Die zukünftigen Käufer durch Exklusivdeals im Vorfeld zu verärgern, ist auch keine gute Strategie.
Man hätte die Spiele bei Steam lassen, aber bei Epic erheblich günstiger anbieten müssen. Das hätte auf natürliche Weise und ohne Zwang Käufer angelockt und ihnen positive Presse beschert.

Den Fall mit PC und vielen Konsolen, den du skizzierst, ist ein Sonderfall für eine kleine Minderheit von Leuten wie z.B. mich. Die meisten Käufer sind nur auf einer Plattform. Ein Store muss solche Leute ansprechen und nicht eine zu kleine Gruppe an Enthusiasten.
Origin und UPlay sind auch nicht beliebt. Die nimmt man, weil man keine Wahl hat. Und diese Plattformen können existieren, weil hinter ihnen zwei große Publisher stehen, die ihre Titel dort verkaufen. Epic muss sich die Titel hingegen teuer einkaufen und das können sie nur zeitlich begrenzt machen, da es defizitär ist. Das ist der Unterschied.

Tr1nity 28 Endgamer - P - 104539 - 16. März 2019 - 14:08 #

Nur ganz kurz: EA wollte sein Origin nie als Konkurrenz zu Steam aufbauen. Genausowenig wie Ubisoft mit Uplay. Die wollen schlicht für ihre Spiele eine eigene Plattform bieten und so ihre Kunden an sich binden.

Was deine restliche Befürchtung angeht: Wir werden es ja sehen, was die Zukunft bringt.

"Origin und UPlay sind auch nicht beliebt. Die nimmt man, weil man keine Wahl hat."

Genauso wie Epic. Auch daran werden sich die Leute gewöhnen oder warten eben ein Jahr. Bei Steam war/ist das nicht möglich, weil ein Spiel dort gezwungenermaßen aktiviert werden muß. Und davon gibt's auch noch jede Menge die Steam zwingend voraussetzen. Und im Grunde genommen ist sowas noch weniger toll. Aber man hat sich ja dran gewöhnt.

Bruno Lawrie 18 Doppel-Voter - - 9386 - 16. März 2019 - 14:32 #

> "Origin und UPlay sind auch nicht beliebt. Die nimmt
> man, weil man keine Wahl hat."
>
> Genauso wie Epic.

Nur halt dass EA und Ubisoft mit den Spielen Gewinn machen, während Epic bei den Exklusivtiteln Garantien gibt und/oder für die Exklusivität zahlt, also effektiv Minus mit diesen Spielen macht.

EA und Ubisoft können ihr Schema dauerhaft betreiben, Epic nicht.

Tr1nity 28 Endgamer - P - 104539 - 16. März 2019 - 16:09 #

Reine Spekulation deinerseits und damit substanzlos.

Bruno Lawrie 18 Doppel-Voter - - 9386 - 16. März 2019 - 16:46 #

Natürlich ist das Spekulation, gibt ja keine Zahlen.

Aber wenn sie nur 12% nehmen und gleichzeitig dem Entwickler die geschätzte Mindestabnahme auf Steam garantieren, müssen die 12% der verkauften Exemplare die 88% der garantierten, aber nicht verkauften Exemplare ausgleichen.

Da muss man nicht viel spekulieren, um zu merken, wie schwierig es ist, damit Gewinn zu machen.

Tr1nity 28 Endgamer - P - 104539 - 16. März 2019 - 18:25 #

Da kann ich mich nur wiederholen: Wir werden es sehen.

Inso 16 Übertalent - P - 5742 - 15. März 2019 - 23:54 #

Der ein oder andere Gedanke zu deinen Posts bzw der Diskussion:

"Big Picture"
Big Picture mögen einige nutzen, aber wie du selbst schreibst, bindest du einfach externe Spiele da ein wenn du willst, und fertig. Starten geht ganz normal über´s Gamepad, wie bei Steam-Spielen auch. Ist nicht ganz so komfortabel, genau wie der fehlende Warenkorb, resultiert aber auch nicht in mehr als einer handvoll Klicks mehr.

"Wo kauft der Spieler"
Der User, so sehr er jetzt auch hier und da rotiert, kauft, wo er seine Spiele bekommt. Wenn uns die Geschichte der Shops, bei Steam angefangen, eins gelehrt hat, dann _das_.
Das man sowohl 1€=1USD hat, als auch die gleichen Preise wie bei Steam, ist sicherlich aktuell nen Nachteil - da verwette ich aber nen Besen drauf dass da auch für "uns" noch was kommen wird (neben zwei kostenlosen Titeln im Monat^^). Der Shop ist gerade drei Monate am laufen, lass ihm mal nen Jahr, den ersten Sale kommen usw.
Macht für mich aus der Perspektive Sinn, das man noch ne Bombe platzen lassen können möchte, wenn der erste große Shitstorm abgeflaut ist, um etwaigen Kunden noch mal den letzten Schubser zu geben..

"Der Imbiss-Vergleich"
Imbisse arbeiten mit Ambiente, Supermarkt find ich passender: da kaufen die Leute bei Edeka mit Wohlfühl-Beleuchtung, und genau so bei Kaufland und Real, die wirken, als wäre es gestern noch ne Lagerhalle gewesen. Und nein, Kaufland und Real sind nicht billiger bei den meisten Sachen, sie sehen nur so aus ;) Aber: sie haben Sachen die ich woanders nicht oder nur begrenzt bekomme.

"Origin ist gescheitert"
EA hat Origin nie als Konkurrenz zu Steam versucht zu etablieren, zumindest nicht aktiv. Ja, man ist für externe geöffnet, aber ob die da nu verkaufen oder nicht ist ihnen (offensichtlich) ziemlich egal - da hat man nie nen Finger für krumm gemacht, bessere Konditionen, Engine geboten oder so was.
Was man also sagen kann, ist, das sie nicht "von allein" zum Steam-Konkurrenten geworden sind. Mehr aber auch nicht. Ihre eigenen Spiele rennen anscheinend gut da, unter Battlefields sehe ich kein "aber das ist ja Origin" mehr wie es früher mal der Fall war - mission accomplished ;)

"Epic Stand jetzt"
Epic hat Stand heute Titel die die User wollen exklusiv. Das sorgt für neue Nutzer. Ebenso dürften die kostenlosen Spiele die Leute anlocken.
Und bietet (im Gegensatz zu Origin bspw) genau so dem Entwickler was, nämlich mehr Prozente und Entwicklungssupport.
Auch die Aufmerksamkeit ist da. Wo bei vielen beim Razer- oder Discordshop kam "ach, die haben auch nen Shop", sollte Epic mittlerweile jeder kennen. Man ist auch nicht nur negativ in den Schlagzeilen, dank ordentlicher Gratisspiele jeden Monat und auch Unterstützung von Seiten der Entwickler ect.
Ausserdem hat man nen langen Atem, dank dem Goldesel Fortnite. Und, was selten auch zur Sprache kommt: sie haben Fortnite, und damit bei den Jüngsten schon den Fuß in der Tür. Wo die älteren noch rotieren, kaufen die jüngeren doch ohne mit der Wimper zu zucken im Epic Store. Und wir reden hier über 200 Millionen Accounts die bei Epic registriert sind.
Aktuell sind einige davon noch auf Taschengeldniveau, aber auch die werden älter, während viele der älteren die sich über den Store brüskieren, eh kaum noch Spiele kaufen.

"Ausblick"
Ja, aktuell ist man sicherlich noch nicht Steam. Aber die Ausgangslage ist schon mal nicht schlecht - man ist weit davon entfernt, in der Bedeutungslosigkeit zu versinken.
Nebenher sehe ich die Roadmap zum Store- auch da ist man dran.
Klar kann da noch viel schief gehen, und mittelfristig muss auf jeden Fall auch für den Käufer beim normalen Shoppen was abfallen das er bei Steam nicht bekommt. Aber erstmal hat man es doch gar nicht so eilig, wie manch ein Kritiker es darstellt. Und ich denke, wenn man es richtig macht, ist man auf einem sehr guten Weg. Einem weit besseren, als es jeder andere Shop in den letzten 14(?) Jahren war.

Bruno Lawrie 18 Doppel-Voter - - 9386 - 16. März 2019 - 12:47 #

Big Picture ist ja nur ein Beispiel. Mein Punkt war, dass Steam enorm viele Features hat, die andere nicht haben. Natürlich nutzt nicht jeder alle Features. Aber wenn viele Leute nur zwei nutzen (und jeder natürlich andere), wird denen was fehlen.

Dass jetzt Leute die Exklusivtitel bei Epic kaufen, ist mir auch klar. Aber Epic kauft diese Titel teuer ein und zahlt bei jedem Verkauf ordentlich drauf. Das kann man als Werbemaßnahme mal kurz machen, aber nicht dauerhaft. Und der Metro-Exodus-Käufer, der Steam seit Jahren nutzt und hundert Spiele dort hat und vielleicht ein Feature nutzt, was Epic nicht hat, kauft zwar Metro bei Epic, aber die weiteren Spiele wieder bei Steam. Damit der die bei Epic kauft, muss Epic ihm einen Vorteil gegenüber Steam bieten und da sieht es aktuell sehr düster aus.
Und wenn Epic ein cooles Feature nachreicht, kann Steam es in vglw. kurzer Zeit nachbauen. Das darf man auch nicht vergessen. Genauso kann Steam auch einfach die Marge anpassen, wenn es langsam kritisch wird. Was will Epic dann machen?

Origin hat sich schon als Steam-Konkurrent aufgestellt. Wenn sie als reiner EA-Titel-Launcher angetreten wären, hätten sie ja keine Kundenakquise via Gratis-Titeln versucht oder die Titel von anderen Entwicklern und Publisher aufgenommen. Sie waren halt nur nicht so laut wie Epic.

Dass Epic bei den jungen Käufern durch Fortnite einen Bonus hat, ist ein guter Punkt! Wobei ich den sehr schwammig finde. Einerseits zahlen die anders (Gratis-Spiel mit Ingame-Käufen) und andererseits darf das langfristige Bestehen eines Shops nicht an einem Hype-Spiel hängen. Ich frage mich auch wie die Altersverteilung auf den Plattformen ist. Fortnite läuft ja auch auf Smartphones und Konsolen wie der Switch. Sind ja nicht alles PC-Spieler. Die jüngeren würde ich eher auf dem Smartphone erwarten.

Was den Zukunftsausblick angeht, darf man v.a. Steam nicht vergessen. Wenn die angegriffen werden, werden sie sich wehren. Im Worst Case unterbieten sie einfach die Marge von Epic, warten bis der Epic-Store ruiniert ist und erhöhen die Marge wieder. Das können sie sich locker leisten.
Mir fallen viele Maßnahmen ein, die Epic zur Reichweitengewinnung machen kann, aber das größte Problem dabei ist, dass Steam alle leicht bekämpfen kann.

Inso 16 Übertalent - P - 5742 - 16. März 2019 - 14:16 #

Epic zahlt, nach allem was ich gelesen habe, nicht bei den Verkäufen drauf, sondern bei den Nicht-Verkäufen. Epic garantiert, X Spiele abzunhemen, egal ob sie die loswerden oder nicht. Der Entwickler / Publisher ist automatisch direkt nahe oder in der Gewinnzone, sagt zu, und verdient trotzdem noch an allem was darüber hinaus verkauft wird, und ebenso was im eigenen Shop (Division 2) oder nach dem Exklusivjahr (Metro Exodus) noch abgesetzt wird. Diese Schere ist jetzt weit auseinander, und schließt sich mit jedem weiteren Kunden.
Dabei reicht es dem Publisher / Entwickler ja dann "schon", die gleiche Anzahl wie bei Steam allein zu verkaufen, da für ihn pro Titel ja weit mehr abfällt.
Sprich da findet keine Subventionierung statt die dauerhaft gleich viel kosten wird, sondern man setzt sich eher mal in die Nesseln wenn ein Spiel unter den Erwartungen bleibt. Genau so fährt man mit gut laufenden Titeln aber auch entsprechende Gewinne ein, trotz Exklusivität.

Das mit den Features : vieles ist schöner Komfort, aber nix nen Totschlagargument, zumindest nicht für die breite Masse. Aber klar, Epic muss weiter dran bleiben, und zügig Features nachreichen. Aber auch hier sehe ich die Schere zusammengehen.
Es geht ja auch gar nicht darum Steam komplett aus dem Markt zu hauen, und das am besten schon morgen - das wird eh nicht passieren. Es geht um Konkurrenz, halbwegs auf Augenhöhe zu Steam. Nur 20% der User mittelfristig anzusprechen, wäre würde ich annehmen schon nen Wert, der den Shop locker von allein am laufe halten sollte.

EA hätte sicherlich gern Origin als Steam-Konkurrenz gehabt. Für Entwickler / Publisher (nachfolgend E/P) ist es aber doch gehopst wie gesprungen gewesen, ob jetzt EA oder Valve. Warum also die Mühe machen, mit zusätzlichem Aufwand da zu Releasen, wo die User eh zu 99% ebenso nen Steam-Account haben dürften.
Und an dieser Stelle setzt Epic ja bewusst an: mehr Geld, und mehr Support einer Engine, die sehr verbreitet ist. Das spricht ganz anders an, auf einmal hat der E/P nen Shop, in dem er bevorzugt verkaufen möchte, wenn denn die Absatzzahlen stimmen. Und die sichert man durch die Mindestabnahme zu.
Ist für mich ne völlig andere Ausgangsbasis, denn hier werden richtig Anreize geschaffen.

Die Verteilung der Fortnite-Spieler ist ein guter Punkt, Zahlen von Mitte 2018 sprechen von 25% PC-Spielern. Andererseits ist Fortnite jetzt für mich schon tendentiell ernstzunehmendes Gaming, sprich am Handy hat man es nicht mit Casualspielern zu tun, sondern eher mit (werdenden) Core-Gamern. Die werden mit der Zeit sicherlich auch auf passendere Spielsysteme kommen. Mag nächsten Monat noch nichts heissen, könnte sich über die Jahre aber durchaus bemerkbar machen..

Was man auf jeden Fall auf dem Schirm haben muss, ist, das Steam irgendwann mal stärker reagieren könnte, vollkommen richtig.
Wenn man allerdings nicht zum Selbstkostenpreis arbeiten will, kann man höchstens ca auf Augenhöhe zu Epic gehen - dann fallen aber zumindest für UE4-Entwickler (und das sind nicht wenige) noch 5% Lizenzgebühren an, die sie bei Epic nicht haben.
Aber auch die E/P mit anderer Engine sind ja nicht von gestern, und wissen dank der letzten 14 Jahre ja, wie wichtig Konkurrenz ist. Entsprechend werden die den Epic-Store sicher nicht auf einmal komplett links liegen lassen, wenn man vorher gut zusammengearbeitet hat, nur weil Valve mal ne "Schnäppchenwoche" ausruft. Denn das sich das als Bumerang entpuppen würde, ist ja abzusehen.
Auch bin ich skeptisch, das Steam den Epic Store jetzt so schnell und relativ einfach aus dem Markt bringen könnte - immerhin hat Epic mittlerweile mehr Geld auf der hohen Kante als Valve, und Fortnite generiert weiterhin schwindelerregende Umsatzzahlen. Sprich: ja, die Möglichkeit Epic aus dem Markt zu drängen existiert ggf - aber nicht, ohne sich selbst komplett an den Abgrund zu bewegen. Und da glaub ich nicht das Valve da auch nur ansatzweise zu bereit ist.

Das ist für mich überhaupt auch so ein Punkt: Epic hat gute 5 Milliarden USD im Rücken - das ist verdammt viel Geld, und sollte verdammt lange reichen, selbst wenn Fortnite morgen keine Spieler mehr hätte. Die haben es gar nicht eilig, da muss nicht alles morgen auf Augenhöhe mit Steam sein - die wollen auf lange Sicht was etablieren, darum geht es.

Was unter´m Strich aktuell auch in meinen Augen fehlt, ist sicherlich weiterer Anreiz für die Käufer. Mir fallen viele Gründe ein warum es so ist wie es jetzt ist, aber ja, da hat man definitiv noch einige Luft gelassen. Und sollte das mittelfristig so bleiben, stimme ich dir zu, wird man die Kurve immer schwerer bekommen.
Aber so lange würde ich erstmal noch abwarten. Der Shop ist grad mal 90 Tage alt, und hat erst eine überschaubare Anzahl Titel. Der ist doch noch gar nicht richtig angelaufen. Aktuell greifen wir zwei (i.d.R. gut bewertete) Spiele im Monat ab - man hat den Käufer also keinesfalls ganz vergessen. Lass den Shop mal wachsen, nen paar Features bekommen, und dann den ersten Sale ausrichten - _dann_ wird´s in meinen Augen überhaut erst langsam interessant.

Bruno Lawrie 18 Doppel-Voter - - 9386 - 16. März 2019 - 15:03 #

Wenn ein Spiel nur im Epic Store herauskommt, wird es erst mal weniger Exemplare verkaufen als bei Steam. Einfach weil die Reichweite und die Sichtbarkeit geringer sind. Nicht jeder Käufer informiert sich ja vorher über neue Titel, sondern sieht sie nur im Store. Und Retail ist beim PC im Gegensatz zu Konsolen ja eh mehr oder weniger tot.

Wenn nun ein Entwickler in den Epic Store geht, muss ihm Epic mindestens die erwartete Menge an verkauften Spielen bei Steam garantieren. Dann hat der Entwickler kein Problem und verdient durch die besser Marge mehr, das ist attraktiv für ihn.
Nach dem Gezänk um Metro Exodus muss man auch eine gewisse PR-Problematik einkalkulieren.
Bei Steam kommen noch Nebenerwerbe wie die Sammelkarten dazu, die Epic aktuell nicht hat. Wird aber wohl nicht den großen Unterschied machen.

Unterm Strich wird Epic damit dann pro garantiertem Spiel Minus machen. Außer das Spiel läuft überraschend erheblich besser als vom Entwickler gedacht. Aber das wird eher die Ausnahme sein.

Für ein funktionierendes Geschäftsmodell müssen sie einerseits viele Entwickler dazu bringen, ihr Spiel in den Epic Store zu stellen. Das ist vermutlich noch einfach, der Entwickler hat wenig Aufwand und bessere Koditionen, also macht er das.
Als nächstes muss Epic aber halt auch die Käufer dazu bringen, dass sie nicht bei Steam, sondern bei Epic kaufen. Und da sehe ich aktuell keine Strategie.

Und wenn Epic stärker wird, wird Valve die entsprechenden Punkte angehen. Das können sie ziemlich entspannt, die haben auch ihre Milliarden im Geldspeicher.

Den Epic Store und seine Software gibt es übrigens erheblich länger als 90 Tage. Der wurde schon für die Unreal Engine und für Unreal Tournament verwendet, ich hab meinen Account dort seit über einem Jahr. Das wurde nicht alles in der kurzen Zeit aus dem Boden gestampft.

A propos Unreal Engine - ja, sicher ein Bonus, aber einerseits nicht für alle Entwickler (v.a. nicht Triple-A, die haben mittlerweile ja fast alle ihre eigene Engine). Und andererseits verwenden PC-Spiele auch Steamworks für diverse Features wie Multiplayer. Auch da gibt es Abhängigkeiten zu Steam.

v3to 15 Kenner - P - 3973 - 16. März 2019 - 20:53 #

"Wenn ein Spiel nur im Epic Store herauskommt, wird es erst mal weniger Exemplare verkaufen als bei Steam."

Das ist für große Titel mit Sicherheit der Fall, sagt dennoch nicht viel darüber aus, wie lukrativ es unterm Strich sein wird. Bei Metro Exodus wird das vermutlich spürbar sein und dennoch nicht so heiß gegessen, wie gekocht wurde. Das Spiel wurde lange gehyped, fast die gesamte Vorverkaufsspanne lief über Steam. Wenn bei diesem Boykott-Aufschrei ein drittel potentielle Käufer wegbleiben, gleicht die höhere Vergütung bei Epic einiges aus. Vor allem, wenn ein großer Teil der Boykotteure eh nur im Sale kaufen würde.

Bei Indie-Titeln erscheint mir der Punkt mit den weniger Verkäufen dagegen nicht sehr überzeugend. Ich vermute sogar, dass bis zur Erweiterung des Stores Indies ganz gewaltig vom Epic-Store profitieren, weil sie prominent gesetzt sind und aktuell in der Spielepresse über jedes Exklusiv-Spiel breit gestreut berichtet wird. Das Gefälle zwischen Neuveröffentlichungen auf Epic und Steam, was die Aufmerksamkeit bei einzelnen Releases angeht, ist jedenfalls enorm.

Inso 16 Übertalent - P - 5742 - 16. März 2019 - 22:02 #

Das meiste hab ich ja schon gesagt, nur noch kurz:

klar werden die ersten Spiele erstmal kosten das sie exklusiv sind - auf der anderen Seite hat man dann Titel für den ersten Sale liegen, und kann es da wieder ein wenig abfangen. Los wird man die Teile mit Sicherheit über die Zeit, nur halt nicht zum "Einkaufspreis".
Das PR-Geschrei gab es bei Half Life 2, ebenso bei den ersten Releases bei Ubi, Blizz und EA, das is nix neues. In zwei Jahren ist Epics Store um Features gewachsen und etabliert, und dann, jede Wette, ist die Diskussion genau so annährend verstummt wie sie es bei allen anderen mit der Zeit auch ist.

Bei der Unreal Engine sind Ubi, EA, Blizz und Bethesda natürlich raus, die haben ihre eigene(n) Engine(s) - alles darunter arbeitet jedoch mit externen Engines.
Die UE ist in mehr Titeln vertreten als man so glaubt (von Assetto Corsa über X-Com und Street Fighter V zu PUBG, quer durch, alles vertreten). Unity stellt da m.W.n. noch ne große Konkurrenz da, ansonsten hast du kaum noch was auf dem freien Markt, das halbwegs gut dokumentiert ist und du Entwickler für bekommst (Beispiel Cry-Engine 4, will kaum einer was mit machen). Kann sich ggf durch Amazons Lunberjard-Engine (die ja auf der Cry basiert) noch ein bisschen verschieben, ansonsten sehe ich aber nix großes am Horizont.

Der Epic Store so wie er heute existiert, ist übrigens am 6.12.18 online gegangen, siehe bspw die Wiki-Page. Vorher war das nen Launcher mit nem kleinen internen Shop dran, aber nicht mehr.

Noodles 24 Trolljäger - P - 52754 - 14. März 2019 - 16:35 #

Dann schau dir mal Narbacular Drop und Portal im Vergleich an. Ich seh da schon einen Unterschied, ob man ein Studententeam einstellt und mit ihnen dann ein Spiel entwickelt, was auf ihrem Stundenprojekt basiert oder ob man sich ein Spiel kurz vor Release einfach eben exklusiv einkauft.

Inso 16 Übertalent - P - 5742 - 14. März 2019 - 17:10 #

"Steam hat sich ganz alleine und durch seine eigenen Spiele etabliert."

Und da sage ich klar, das es nicht so ist, und auch das Grundgerüst von Portal nur zugekauft ist. Das die da aus einem Webspiel über Jahre ein AA-Produkt (bzw AAA bei Teil Zwei) gemacht haben will ich gar nicht in Abrede stellen. "Eigene Spiele" ist dafür imo aber zu weit gefasst..

Heute lebt Steam übrigens fast ausschliesslich von externen Produktionen, die eigenen Titel dürften alle mehr als fünf Jahre alt sein.
Steam _muss_ aber auch nichts mehr aktiv machen, da wird eh exklusiv Released (siehe meine letzte Antwort zu Jonas Einwand oben). Epic hat halt das Problem, das man für die Exklusives noch was tun muss, aber im Endeffekt passiert da nichts anderes: Spiele erscheinen exklusiv bei Epic, wie sie exklusiv bei Steam erscheinen.

vgamer85 19 Megatalent - - 14765 - 14. März 2019 - 0:25 #

Das ist ja der absolute Hellseher :D

Ganon 24 Trolljäger - P - 51126 - 14. März 2019 - 9:57 #

Gell, ich war auch völig baff angesichts dieser Prognose. :O

Faerwynn 18 Doppel-Voter - P - 9960 - 14. März 2019 - 11:20 #

Obvious comment is obvious ;)

Novachen 19 Megatalent - 14270 - 14. März 2019 - 0:35 #

Spielebranche wird sich in den kommenden Jahren verändern

Aus Entwicklersicht sage ich mal. Sie ändert sich bereits seit vielen Jahren. Und das leider nicht immer zum Besseren.

Denis Michel Freier Redakteur - P - 247671 - 14. März 2019 - 0:45 #

So wie sie sich seit Anbeginn der Zeit verändert... und dieses Jahr wird es außerdem noch regnen.

Kirkegard 19 Megatalent - 17602 - 14. März 2019 - 9:36 #

Verrückt!

Lefty 12 Trollwächter - 956 - 14. März 2019 - 1:11 #

„Ich denke, die Spielebranche wird sich in den nächsten fünf Jahren stärker verändern, als sie es in den letzten zehn Jahren getan hat“

Gut möglich, die Frage ist nur: Ist das gut oder schlecht. Ich fürchte ja eher das Letzte. Hm, welche Indiespiele haben sich den lange gehalten bei der Flut an Spielen? Ich weiß es nicht, vor allem weil mich das Allermeiste einfach nicht interessiert.

Pomme 17 Shapeshifter - P - 7131 - 14. März 2019 - 1:12 #

Nein!

Uisel 16 Übertalent - P - 4084 - 14. März 2019 - 1:29 #

Doch!

Dominius 17 Shapeshifter - P - 8548 - 14. März 2019 - 1:34 #

Oh!

Pomme 17 Shapeshifter - P - 7131 - 14. März 2019 - 14:22 #

Manno, das wollte ich doch sagen!

Tasmanius 20 Gold-Gamer - - 22674 - 14. März 2019 - 21:15 #

Gibts für ein sauberes Abschließen dieser Kommentarkette ein Achievement?

paschalis 18 Doppel-Voter - P - 11166 - 14. März 2019 - 21:44 #

Nein!

TheRaffer 19 Megatalent - - 17997 - 14. März 2019 - 21:49 #

Doch!

(Sollte aber!)

Tasmanius 20 Gold-Gamer - - 22674 - 14. März 2019 - 21:55 #

Oh!

Labrador Nelson 30 Pro-Gamer - P - 140539 - 14. März 2019 - 1:43 #

Ein Unreal Engine T-Shirt will ich auch!

Weryx 19 Megatalent - 13505 - 14. März 2019 - 2:00 #

Hätte nichts dagegen wenn GoG sich für DRM Games öffnen würde, würde ihnen finanziell bestimmt gut tun, kauf da lieber ein, Epic Store darf mir gestohlen bleiben.

thatgui 13 Koop-Gamer - P - 1426 - 14. März 2019 - 7:58 #

Welches Alleinstellungsmerkmal hätten sie dann noch ?

Weryx 19 Megatalent - 13505 - 15. März 2019 - 1:37 #

Das sie weiterhin ihre DRM freien Games anbieten? Das ist ein EXTRA das sie anbieten könnten. Das Alleinstellungsmerkmal reicht ja scheinbar nicht um kosten zu decken.

thatgui 13 Koop-Gamer - P - 1426 - 15. März 2019 - 7:52 #

Das ist aber das Alleinstellungsmerkmal das sie am Leben erhält - wenn sie das Aufgeben können sie gleich anfangen sich neue Stellen zu suchen. Oder warum sollte irgendwer bei gog kaufen, wenn er es billiger und mit mehr Komfortfunktionen auch bei Steam kaufen kann ?

Weryx 19 Megatalent - 13505 - 15. März 2019 - 23:32 #

Bezweifel das du irgendwas billiger bei Steam kriegst, blick auf isthereanydeal verät das die normalen Reseller alle gleich teuer sind, mit GMG mit ihren extra Gutscheinen als Ausnahme. Das sie das Alleinstellungsmerkmal, ihre DRM Freiheit auf alte und diverse neue Titel behalten hatte ich auch erwähnt, Games von anderen Publishern die bisher kein interesse haben in ihrem Shop zu veröffentlichen wären ein extra für sie.

Jamison Wolf 18 Doppel-Voter - P - 10463 - 14. März 2019 - 2:17 #

"Die Stärken des Epic Games Stores sieht er zum einen in der Exklusivität" since when ist das eine Stärke?

Mir fallen nen ne Menge anderer Sachen ein die mich da stören, aber ich glaube ich erspare mir den "Spass". Have Fun with you Store.

:Edith:
Aber gerade mal ins Interview reingelesen - der Satz mit der Exklusivität stammt nicht von ihm, überhaupt das Wort kommt nur einmal vor. Gut, zumindest ist er nicht völlig vom Fortnite erfolg besoffen und hat nicht die Realität aus den Augen verloren. ;)

Inso 16 Übertalent - P - 5742 - 14. März 2019 - 7:08 #

Ich find es immer wieder lustig mit der Exklusivität.
M$´s Halo Remastergedöns für PC erscheint im Windows Store und bei Steam. Ubis Division 2 erscheint bei UPlay und EXKLUSIV im Epic Store. Hae? Wir haben schon seit Jahren haufenweise Steam-Exklusivreleases, mehr als ein Dutzend jeden Tag. Und keine Sau stört sich dran. Aber erscheint mal was woanders, ist es da Exklusiv, und der Untergang des PC-Abendlandes steht kurz bevor.

Ich drück dem Epic Store auf jeden Fall beide Daumen, das da was draus wird - endlich wird das Steam-Monopol mal angegangen. Vor allem auf den ersten Sale im Store bin ich gespannt, da wird sich zeigen ob es sich auch für den Kunden direkt lohnt (an den aktuellen Preisen ist ein Unterschied ja bisher leider selten auszumachen, und leider hat sich auch 1USD = 1Eur gehalten -.-).

Bruno Lawrie 18 Doppel-Voter - - 9386 - 15. März 2019 - 12:27 #

Das Steam-Monopol sind schon Origin und UPlay angegangen. Wenn man sich auf Indies limitiert durchaus auch GOG.

Nehmen wir mal v.a. Origin. Das hat auch Exklusivtitel, sehr namhafte sogar. Und es gibt dort auch Spiele, die nicht von EA sind, z.B. einige sehr namhafte von Ubisoft. Sogar das Retrosegment ist mit einigen Klassikern bedient. Der Store ist auch ziemlich ordentlich gefüllt, sind hunderte Titel. Titel verschenkt haben sie auch jahrelang.

Was hat‘s gegen Steam gebracht? Was macht Epic, was Origin nicht gemacht hat? Vermutlich nur die bessere Marge für Entwickler.

Was ich bei Epic mit weitem Abstand am problematischsten finde, ist der Store aus Sicht des Anwenders. Was hat man als User im Moment davon, Epic zu verwenden? Rein gar nichts! Naja gut, ein paar nette Gratistitel.
Wenn sie dem User kein Alleinstellungsmerkmal bieten, was der gut findet (und Exklusivtitel sind das nicht, wie man sieht), wird der Store scheitern. Bin gespannt, was Epic in der Hinsicht machen wird. Viel Zeit haben sie nicht.

Henning Lindhoff 17 Shapeshifter - P - 7897 - 14. März 2019 - 8:02 #

Die Aussagen erinnern mich an die alte Zeiten von Electronic Arts, als Spieleentwickler als Künstler vermarktet wurden und auch prominent auf den Kartons porträtiert wurden. Ich erinnere mich da an "Centurion" als Werk eines Künstler-Trios. Wäre schön, wenn in Zukunft die Entwickler wieder etwas mehr Raum bekämen. Ich drücke Epic die Daumen.

Grohal 14 Komm-Experte - P - 2632 - 14. März 2019 - 8:47 #

„Geben Sie den Entwicklern einen größeren Anteil an der Torte und sie können profitabler sein, mehr in ihre Titel investieren, die Preise für die Verbraucher senken.“

Achja, Preise für den Verbraucher senken?
1. das glaube ich wenn ich es sehe
2. wenn man ein paar Monate wartet, kommt so gut wie alles mit % daher, ich wage zu bezweifeln dass die Preissenkungen (so sie denn tatsächlich passieren) das schlagen werden.

Vidar 19 Megatalent - 14156 - 14. März 2019 - 9:01 #

Nun bei Metro war es so (nur in den USA) udn bei WarZ ist es ebenfalls so.

Hyperlord 17 Shapeshifter - P - 6205 - 14. März 2019 - 9:58 #

Wenn Entwickler was für Entwickler entwickeln, geht es in der Regel am Kunden/Endbenutzer vorbei.

MachineryJoe 17 Shapeshifter - P - 6784 - 14. März 2019 - 10:23 #

Wie man bei Steam sehen konnte, scheint ein erfolgreicher Shop das Grab der Kreativität eines Entwicklers zu sein. Von Valve kamen nur noch zugekaufte Produktionen, mal abgesehen von Portal 2, das recht ansprechend war. Auf ein neues Half Life werde ich wohl ewig warten, wie eben auch auf ein neues Unreal.

Despair 17 Shapeshifter - 6645 - 14. März 2019 - 14:26 #

Wobei ich weder ein neues Half-Life noch ein neues Unreal als sonderlich kreativ bezeichnen würde. ;)

thhko 14 Komm-Experte - P - 2417 - 14. März 2019 - 15:39 #

Artifact gab´s ja noch kürzlich, aber... ähm... ja. Lassen wir das ;)
Kreativ war Valve als Entwickler die letzten Jahre evtl. noch am ehesten im Bereich Hardware, aber so ganz eingeschlagen ist das ja auch nicht.

Zup 12 Trollwächter - P - 982 - 14. März 2019 - 10:23 #

Beim Zusammenhang von Erfolg und Schnelllebigkeit war ich raus. Nicht meine Schiene. Für meinen Geschmack wird heutzutage viel zu viel geballert. Als ob es nichts anderes mehr gäbe was Spielspaß bereitet. Aber das Spielprinzip ist eben schnelllebig und erfolgreich ...

AlexCartman 18 Doppel-Voter - P - 10960 - 14. März 2019 - 10:35 #

Ist doch klar, dass er genau das vorhersagt, was für ihn gerade gut läuft. Was ein Schwätzer!
Zur „reibungslosen Einkaufserfahrung“ nur so viel: Was nützt mir der reibungslose Einkauf, wenn das erworbene Produkt nicht reibungslos läuft? Siehe aktuell Anthem und offenbar auch The Division 2.
Statt Preissenkungen durch weniger Entwicklungskosten hätte ich lieber mehr Entwicklungskosten mit entsprechend hochwertigeren Produkten.

Nagrach 14 Komm-Experte - 2459 - 14. März 2019 - 11:22 #

Ich hellsehe :Tim Sweeny wird in 5 Jahren 5 Jahre älter sein! Huldigt mir!

doom-o-matic 17 Shapeshifter - P - 6104 - 14. März 2019 - 11:50 #

All hail the glorious Sweeney. Er predigt uns die Offenbarung!

advfreak 16 Übertalent - - 5044 - 14. März 2019 - 12:38 #

Sack Reis Plums ;)

ThokRah 16 Übertalent - P - 5807 - 14. März 2019 - 13:25 #

Oh mein Gott!!! Es Sack Reis ist umgefallen! Wir werden alle sterben!!1Elf :D

Q-Bert 18 Doppel-Voter - P - 12443 - 15. März 2019 - 0:20 #

Breaking NEWS auf CNN:
http://plasmaoxyd.de/wp/wp-content/uploads/2006/04/reissack.jpg

Wrongfifty 13 Koop-Gamer - 1248 - 14. März 2019 - 16:01 #

Alles wird sich ändern.Nur nicht zum Guten der Spieler.Hören die sich den Quatsch den die sabbeln eigentlich mal selber an?

TheRaffer 19 Megatalent - - 17997 - 14. März 2019 - 19:36 #

Die lesen das nur von dem Zettel ab, den die Marketingabteilung kurz vorher reingereicht hat. Anders kann man sich das nicht erklären...

Bruno Lawrie 18 Doppel-Voter - - 9386 - 14. März 2019 - 18:27 #

Selbst wenn die Spielelandschaft in Zukunft nur noch aus sowas wie Fortnite und Apex bestehen würde (was ich nicht glaube), egal! Mein PoS reicht für die nächsten 40 Jahre!

Ehrlich gesagt fände ich so zwei katastrophale Medienjahre, wo in Sachen Spiele, Filme und Serien nur Müll erscheint, mal ganz praktisch. ;-)

Mitarbeit