GOG.com stellt „Faire Preisgestaltung“ zum 31. März 2019 ein

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26. Februar 2019 - 21:12

Erst heute berichteten wir über Entlassungen bei GOG.com, die, zumindest den Angaben eines ehemaligen Angestellten zufolge, auf finanzielle Schwierigkeiten des zur CD-Projekt-Gruppe gehörenden Spiele-Anbieters zurückzuführen sind.

Im Laufe des Tages folgte eine weitere Meldung, die diesmal von offizieller Seite stammt und die sogenannte „Faire Preisgestaltung“ der Distributionsplattform thematisiert. Demnach wird dieses Programm zum 31. März dieses Jahres aus wirtschaftlichen Gründen vollständig eingestellt.

Das Ziel dieser Art von Preisgestaltung war es, dass GOG.com die preislichen Unterschiede zwischen verschiedenen Ländern ausgleicht. Denn manche Titel verfügen über einen regionalen Preis, der jedoch abhängig von der jeweiligen Region höher ausfallen kann, als der zugrundeliegende Preis in Nordamerika. Dieser Preisunterschied wurde den GOG-Kunden bislang als Guthaben erstattet, das ein Jahr lang gültig ist. Wie hoch die Kosten für die Plattform waren, macht folgende Angabe deutlich:

In konkreten Zahlen bedeutet dies, dass wir durchschnittlich unseren Kunden 12 Prozent des Spielpreises aus unseren eigenen Taschen erstatten. In manchen Fällen steigt dieser Wert auf bis zu 37 Prozent.

Die Entscheidung, die „Faire Preisgestaltung“ einzustellen, wird unter anderem damit begründet, dass der Anteil für die Entwicklungsstudios gestiegen ist:

In der Vergangenheit konnten wir diese Zusatzkosten für uns aufbringen und trotzdem einen kleinen Gewinn erwirtschaften. Leider ist das nicht mehr der Fall. Durch einen steigenden Anteil für Entwickler wird unser Anteil geringer. Wir haben überlegt, wie wir damit umgehen können, aber am Ende des Tages sind wir Verkäufer von Spielen und müssen sicherstellen, dass wir keinen Verlust beim Verkauf von Spielen machen. Die Faire Preisgestaltung zu entfernen, fällt uns nicht leicht. Aber durch diese Änderung können wir bessere Bedingungen für Spieleentwickler anbieten und dadurch auch euch weitere Klassiker und Neuerscheinungen anbieten. Wie immer DRM-frei.

Bis Ende März könnt ihr die „Faire Preisgestaltung“ noch nutzen. Die einjährige Nutzungsdauer des Guthabens tritt ab dem Zeitpunkt in Kraft, an dem ihr zuletzt Guthaben erhalten habt.

TheRaffer 19 Megatalent - - 17502 - 26. Februar 2019 - 20:46 #

Da kratzt wohl jemand jeden Cent zusammen...
War eine coole Aktion von GoG, aber es war irgendwie klar, dass es sich null rechnet.

Medienprofi 10 Kommunikator - 525 - 26. Februar 2019 - 20:46 #

Bitter und leider ein Grund weniger bei gog einzukaufen. Generell hätte ich mir gewünscht, der Shop wäre bei Klassikern geblieben anstatt Indies und ein paar mehr Titel zusätzlich aufzunehmen.

Nun glaube ich im Zuge der Konkurrenz verliert der Shop mehr und mehr sein Alleinstellungsmerkmal. Zumal die Umsätze im Vergleich zu Steam (und mittlerweile wohl auch Epic) ja eh immer um ein Vielfaches geringer waren.

Severin (unregistriert) 26. Februar 2019 - 21:34 #

Ich sehe das keineswegs als einen Grund weniger, bei GoG zu kaufen. Das Angebot gab es sehr lange und war eine freiwillige und sehr faire Leistung. Wenn der Markt härter umkämpft ist, fallen solche Sachen halt leider als erstes der Schere zum Opfer.

Wenn überhaupt, ist es ein Grund mehr, auch weiterhin bei GoG zu kaufen. Denn man hat eben schon gute Vorschusslorbeeren beim Kunden geerntet. Andere Anbieter scheißen auf den Kunden und regeln das halt über Lockmittel für die Publisher.

CmdCool 16 Übertalent - P - 4286 - 26. Februar 2019 - 22:27 #

Sehe ich genauso, dass man GoG weiterhin durch Käufe unterstützen sollte!
Wo kann man den sonst fertig angepasste Klassiker so bequem kaufen?
Gut, zur Not könnte man mit einiger DosBox-Bastelei und etwas Gehirnschmalz die Spiele sicher auch selber zum Laufen bekommen, aber so ist das doch viel komfortabler. Und da bin ich auch gerne bereit für zu zahlen.

Blacksun84 18 Doppel-Voter - - 10153 - 27. Februar 2019 - 6:50 #

Ich hatte zuletzt Klassiker wie Heroes 3, Master of Orion 2 und Colonization meinem Kumpel über Steam geschenkt. Auch Steam hat da sein Portfolio erweitert, siehe auch Monkey Island 1 bis 3.

ERRORrothe 12 Trollwächter - 969 - 27. Februar 2019 - 15:01 #

Aber auch nur stark begrenzt und dann kann man in der Regel auch andere Sprachen abschreiben.
GoG betreibt deutlich mehr Aufwand um auch die hintersten Kamellen und Perlen wieder anbieten zu können.
Ich würde sogar behaupten, das Steam hier nur nachgezogen hat, weil GoG die Vorarbeit geleistet hat und somit die Spiele überhaupt wieder angeboten werden konnten.

Ich werde auch weiterhin bei GoG kaufen, weil sie einfach genau so spiele digital anbieten, wie ich mir das vorstelle: nutzerfreundlich, transparent, einfach, DRM-frei, mit optionalem Launcher.
Es war übrigens auch notwendig, auch neue Spiele und besonders Indies in den Katalog aufzunehmen, da irgendwann die ganzen Klassiker veröffentlicht sein werden und man dann nichts mehr hat. Mit der Steam-Ära ab 2004/5 gab es nämlich kaum noch Spiele, die ohne Steam brauchbar laufen und besonders im MP zwingend auf die Server von Steam angewiesen sind. Falls Steam irgendwann nicht mehr existieren sollte, droht ein enormer Verlust an Kulturgütern, da viele Spiele evtl. nie wieder funktionieren könnten, da es nahezu unmöglich ist, die Spiele brauchbar für die Nachwelt archivieren zu können.

Medienprofi 10 Kommunikator - 525 - 27. Februar 2019 - 0:00 #

Aber genau das macht doch GoG salopp gesagt mit dieser Änderung? Die Kunden verlieren dieses Angebot, als erstes wird also beim Kunden gestrichen anstatt bei der Provision der Publisher.

Severin (unregistriert) 27. Februar 2019 - 2:54 #

Stimmt. Aber andere Anbieter ziehen halt genauso einfach die Preise an, ohne vorher etwas faires für die Kunden getan zu haben.

CBR 20 Gold-Gamer - P - 23390 - 27. Februar 2019 - 10:25 #

Im anderen Artikel stand, dass Steam und GoG bisher 30% einbehalten haben. Dieser neue Store behält nur 12% ein, was Steam/GoG nun wesentlich unattraktiver für Entwickler macht. GoG (und auch Steam) müssen da mitziehen, um als Anbieter weiterhin attraktiv bleiben zu können, ansonsten werden sie ihr Portfolio nicht mehr erweitern können. Stillstand bedeutet bekanntermaßen den (marktwirtschaftlichen) Tod. Da eine Verringerung von 30% Erlösanteil auf 12% kein Pappenstiel ist, müssen sie überall knapsen, wo es geht.

turrican05 18 Doppel-Voter - 9484 - 27. Februar 2019 - 15:08 #

Ich kann Dir (Severin) dazu nur 100% zustimmen! Ich werde auch weiterhin Spiele bei GOG kaufen. Das einzige was ich mir wünsche, wäre eine Linux Version von GOG-Galaxy.

thatgui 13 Koop-Gamer - P - 1363 - 26. Februar 2019 - 22:39 #

Epic macht mit dem Store schon nennenswerte Umsätze ? Gibts da schon Zahlen ?

Generell würde ich mir wünschen, die Leute würden mit dem "die hätten lieber bei Klassiker bleiben sollen" Quatsch aufhören. Zumindest bis mir mal eine(r) auch erklärt wie man heutzutage dadurch alleine noch finanziell tragfähig bleibt.

Medienprofi 10 Kommunikator - 525 - 27. Februar 2019 - 0:13 #

Ja, eben nicht. Das war keine konkrete Aufforderung von mir, sondern eher frommer persönlicher Wunsch. Ich hätte eben gerne einen einzigartigen Store gehabt, der diese Nische dauerhaft bedient. Das eine Firma von derartiger Größe damit natürlich nichts mehr verdienen würde ist mir schon klar.

Severin (unregistriert) 27. Februar 2019 - 2:56 #

DRM-frei und Endkundenfreundlich war doch bereits einzigartig.

ERRORrothe 12 Trollwächter - 969 - 27. Februar 2019 - 15:08 #

Sie bedienen doch nach wie vor dern Klassiker-Markt. Es werden immer noch alte Spiele neu veröffentlicht, aber die Arbeit muss halt auch irgendwie bezahlt werden: Rechtinhaber finden, überzeugen, alte Spieldaten und Handbücher zusammensuchen, ggf. große Codeteile neu schreiben und das teilweise über Jahre für nur einen Titel... das alles muss bezahlt werden und die alten Klassiker reichen da nicht aus. Das größere Geld macht GoG wohl eher mit den neueren Titeln, die für deutlich mehr Geld angeboten werden können.

Labrador Nelson 30 Pro-Gamer - P - 139331 - 26. Februar 2019 - 22:46 #

Zum Teil was Indies angeht stimm ich zu, kann die Schlussfolgerung aber überhaupt nicht nachvollziehn. Jetzt erst recht sollte man Plattformen und Philosophien wie CD Projekt und GOG unterstützen.

Medienprofi 10 Kommunikator - 525 - 27. Februar 2019 - 0:11 #

Ich teile ja die Sympathie zu GoG und der ursprünglichen Philosophie dahinter. Aber bei all der Romantik sollte man nicht vergessen: CD Project stemmt mittlerweile größte Triple-A Projekte. Das ist keine kleine Firma mehr. Aus Business-Perspektive besteht da meiner Meinung nach abgesehen vom Erfolg kein großer Unterschied mehr zu Steam & Co, insofern kann ich es auch nicht mehr unterschreiben jetzt unbedingt derartige Plattformen bewusst zu unterstützen.

Severin (unregistriert) 27. Februar 2019 - 2:58 #

Ich sehe da sehr wohl noch einen massiven Größenunterschied. Nur weil man sich AAA-Projekte leisten kann, heißt das ja nicht, dass man sich einen Flop leisten kann, oder das andere Zweige (CD Projekt ist die Dachgesellschaft von GoG und CD Projekt Red, dem Entwicklerstudio) unrentabel werden dürfen.

thatgui 13 Koop-Gamer - P - 1363 - 27. Februar 2019 - 7:48 #

Lassen wir mal beseite, dass das zwei getrennte Töchter eines Unternehmens sind - was haben die Produkte von CD Projekt RED mit den Alleinstellungsmerkmalen von gog.com zu tun?
Wenn CD Projekt jetzt sagen würde, was die RED - Sparte produziert erscheint nicht mehr auf gog.com, wegen den Raubkopierern könnte ich das nachvollziehen. Aber so, ist zumindest gog.com minimum bis 31.3 nach noch der kundenfreundlichste: kein DRM und faire Preispolitik.

CBR 20 Gold-Gamer - P - 23390 - 27. Februar 2019 - 10:27 #

Ich bin mir sicher, dass CDPR und GOG getrennte Gesellschaften sind, die jede für sich genommen profitabel sein müssen.

Desotho 17 Shapeshifter - P - 6421 - 26. Februar 2019 - 20:52 #

Cyberpunk bekommt einen Battle Royal Modus.

Just my two cents 16 Übertalent - P - 5256 - 26. Februar 2019 - 20:54 #

Völlig logischer und vorhersehbarer Schritt. Schlecht für den Kunden aber wer glaubt, dass der Epic Store für Kunden was gutes bedeutet, sieht jetzt die ersten Kollateralschäden.

Tr1nity 28 Endgamer - P - 104409 - 26. Februar 2019 - 21:02 #

Und Steam, Uplay, Origin, Bethesda, Microsoft, Sony, Angela Merkel, Donald Trump...

TheRaffer 19 Megatalent - - 17502 - 26. Februar 2019 - 21:05 #

Du hast EA vergessen ;)

Tr1nity 28 Endgamer - P - 104409 - 26. Februar 2019 - 21:26 #

Die sind in Origin drin ;).

TheRaffer 19 Megatalent - - 17502 - 26. Februar 2019 - 21:27 #

Achso ;)

thatgui 13 Koop-Gamer - P - 1363 - 26. Februar 2019 - 22:36 #

Genau, die haben auch alle einen Preiskampf angefangen.

Bruno Lawrie 18 Doppel-Voter - - 9281 - 26. Februar 2019 - 23:51 #

Würde mich auch nicht wundern, wenn der Epic Store jetzt als Druckmittel gegenüber anderen Stores verwendet wird, um an bessere Shares zu kommen. Und das ging mit den ganzen anderen ja meines Wissens nicht.

Als User hat man davon kaum was. Die Stores bekommen weniger Geld und müssen das irgendwie kompensieren und der Entwickler nimmt mehr ein, aber wird das auch nicht an die Kunden weitergeben. DLCs und andere Mikrotransaktionen, die Spiele quersubventionieren, werden auch nicht verschwinden.

Und Steam kann mit seiner enormen Marktmacht den Epic Store vermutlich einfach aussitzen. Das kann GOG nicht.

Just my two cents 16 Übertalent - P - 5256 - 27. Februar 2019 - 0:35 #

Da wird der Punkt sein. Auf Steam verzichten geht durch die damit verlorene Reichweite nicht. Wenn man verzichtet, dann weil Epic dafür bezahlt. Auf GOG kann ein Entwickler oder Publisher verzichten, GOG hat da auch kaum einen Hebel, sie müssen also von ihrem 30% sicher weg und sich in Epics Bereich bewegen. Das wird heftig, gerade da man keine Milliarden auf der hohen Kante hat wie Epic... Klar, das GOG da einerseits sparen muss und Leute entlässt und eben auch am Kundenservice spart, nichts anderes war das Fair Price Paket bisher...

monkeyboobs (unregistriert) 27. Februar 2019 - 2:18 #

Moment. Laut GOG wurden kürzlich im Zuge einer Restrukturerung doppelt so viele Leute eingestellt wie jetzt entlassen (12). Gesucht werden 20 neue Stellen. Ergibt für mich: X + 24 - 12 + 20 = X + 32.

Just my two cents 16 Übertalent - P - 5256 - 27. Februar 2019 - 2:55 #

Das ist eine Milchmädchenrechnung. Insbesondere bei dem Teil mit den offenen Stellen. Es gehört bei vielen Firmen zum guten Ton, immer offene Stellen zu inserieren, das bedeutet nämlich, dass die Firma gesund ist und vor allem wächst. Nur wird da bitte jemand eingestellt... Auf die Argumentation von Gog würde ich da nix geben.

thatgui 13 Koop-Gamer - P - 1363 - 27. Februar 2019 - 10:56 #

Ist das eigentlich Milchmädchen - shaming ?

Severin (unregistriert) 27. Februar 2019 - 16:27 #

Irgendwo kriegt bestimmt gerade jemand deswegen Schnappatmung und schreibt einen empörten Beitrag in seiner bevorzugten Circlejerk-Blase um sich Schröder-Style den Kamm aufblasen zu lassen.

Also vermutlich ja.

CBR 20 Gold-Gamer - P - 23390 - 27. Februar 2019 - 10:28 #

Die haben ihren eigenen Erlösanteil nicht bei 12% anstelle der sonst üblichen 30% angesetzt. DAS ist nämlich die wirkliche Kampfansage.

Severin (unregistriert) 26. Februar 2019 - 21:32 #

Jo, gewisse Leute finden das ja alles so super dufte, weil sie ja eh "nur Verpackungsversionen kaufen"...

Tr1nity 28 Endgamer - P - 104409 - 27. Februar 2019 - 0:27 #

Oder digital in Sales :p. Nur automatisch alles so super dufte finden das die gewissen Leute per se nicht. Die sagen sich z.B., daß es schlimmeres gibt. Und die schieben nicht gleich dem erstbesten bzw. neuen "Feind" gewisser Leute die Schuld zu, weil ein Nischenshop nunmal ein Nischenshop ist.

Just my two cents 16 Übertalent - P - 5256 - 27. Februar 2019 - 0:37 #

Ach komm, hier willst du doch bloß provozieren. Die Einstellung liegt ja nun wirklich offensichtlich an dem neuen Marktumfeld und Epic.

Tr1nity 28 Endgamer - P - 104409 - 27. Februar 2019 - 0:53 #

Ach komm selber. Ich bin nicht diejenige die hier irgendwelche aus der Luft gegriffenen Thesen aufstellt, nur weil euch Epic quer steckt.

Just my two cents 16 Übertalent - P - 5256 - 27. Februar 2019 - 1:27 #

Was genau ist aus der Luft gegriffen? Das GOG einen Service, den sie aus ihrem 30% Anteil finanzieren ausgerechnet dann einstellen, wenn sie zukünftig sehr sicher mit einem deutlich geringeren Anteil auskommen müssen, da die sonst Titel nicht auf ihrer Plattform bekommen werden? Was daran genau bringt dich dazu zu schlussfolgern, dass hier irgendjemand was konstruiert?

Tr1nity 28 Endgamer - P - 104409 - 27. Februar 2019 - 2:18 #

"Was genau ist aus der Luft gegriffen?"

Deine Anschuldigungen gegenüber Epic ohne Substanz. GOG setzt auf DRM-freie Spiele. Deswegen kriegen die wahrscheinlich nicht die großen Fische im Teich auf ihre Plattform, die jedoch allesamt irgendeine Form von DRM haben. Die schließen also gefühlt schonmal 90% dieser großen Fische an Spielen von sich selber für ihre Plattform aus. Dafür kann Epic nun wirklich nichts.

Just my two cents 16 Übertalent - P - 5256 - 27. Februar 2019 - 2:38 #

Was für eine "Anschuldigung"? Das Epic einen geringeren Cut nimmt? Das ist keine Anschuldigung, das ist eine Tatsache. Das diese Tatsache Einfluss auf den Rest des Marktes hat? Auch. Aktuell greifst du hier Sachen aus der Luft...

Tr1nity 28 Endgamer - P - 104409 - 27. Februar 2019 - 9:19 #

Daß Epic allein für diese "Kollateralschäden" jetzt Schuld ist. Warum bringst du sonst Epic ins Spiel? Du wirst doch noch wissen, was du geschrieben hast. Aber da du von Tatsachen sprichst, GOG konnte noch nie als Nischenplattform mit den anderen mithalten und verkaufen primär nur altes Zeug (siehe auch aktueller Sale). Mal in der Richtung zu denken, daß entsprechend das Interesse eher geringer ausfällt und das jetzt langsam auch kompensiert werden muß, fällt dir vor lauter Epic gar nicht erst ein. Wäre ich jetzt böse, könnte ich auch behaupten, GOG lockte mit dem "Faire Preisgestaltung" genug Kunden an bzw. es kommen groß keine neuen dazu, also kann man das mit der Begründung wieder einstellen, weil sie sich auf lange Sicht damit verkalkuliert haben, um schlicht mehr Kohle zu machen. Keiner ist heilig, auch nicht GOG. Zudem sind GOG nicht die ersten, die irgendwelche Features zugunsten des Kunden wieder abschaffen. Gibt's überall, sogar auf GG ;). That's business.

Vampiro 23 Langzeituser - P - 44687 - 27. Februar 2019 - 9:35 #

GOG bezieht sich mehr oder minder direkt doch selbst auf Epic.

Fair Price diente auch nicht der Kundengewinnung, sondern sollte vor allem das abspringen verhindern, als man one price for all abgeschafft hat.

Tr1nity 28 Endgamer - P - 104409 - 27. Februar 2019 - 10:12 #

"GOG bezieht sich mehr oder minder direkt doch selbst auf Epic."

Und wie ich bereits weiter oben sagte, demnach auch auf Steam, Origin, Uplay, Microsoft, Sony und wie sie alle heißen. Jeder macht so seine Extrawürste. Epic jetzt allein den schwarzen Peter zuzuschieben, weil der gerade aktuell dazu stößt, ist ziemlicher Tunnelblick. Und GOG spielt nicht mal in deren Liga.

Vampiro 23 Langzeituser - P - 44687 - 27. Februar 2019 - 10:17 #

Also da GOG von dem höheren Anteil für Entwickler spricht geht es, gerade im zeitlichen Kontext, eindeutig um Epic. Steam hat da auch nur reagiert und die Spiele bei GOG sind nicht in den Sphären, in denen es bei Steam mehr Geld für Entwixkler gibt.

Tr1nity 28 Endgamer - P - 104409 - 27. Februar 2019 - 10:45 #

Das Problem sind nicht die Prozente, sondern deren DRM-freies Portfolio. Nur das sagen die nicht so laut, Prozente klingen besser. Das da die großen Entwickler/Publisher woanders hingehen, weil die seit jeher nicht in GOGs DRM-freie Schublade passen, dürfte klar sein. Wo sind denn seit jeher die großen Titel von EA, Ubisoft, Bethesda, Activision etc. auf GOG? Nirgends. Auf Dauer primär mit ollen Titeln gewinnt man auch keinen Blumentopf. Aber schiebt ruhig alles auf Epic.

Green Yoshi 21 Motivator - P - 27909 - 27. Februar 2019 - 11:01 #

Die haben alle ihren eigenen Stores. Warum sollten sie also ihre Spiele auf GOG verkaufen? Der Epic Store zielt insbesondere auf Indie-Entwickler ab, das haben sie von Anfang an so kommuniziert.

Tr1nity 28 Endgamer - P - 104409 - 27. Februar 2019 - 11:16 #

Activision hat einen eigenen Store? Aha.

Jedenfalls, Steam hat auch jede Menge Indie-Gedöns im Laden. Konnte GOG gegen Steam Land gewinnen? Ich glaube nicht. Doch Steam hat sich etabliert und wird von so manchen Epic-Hater richtig geliebt. Doch Epic ist der neue (einzige) Feind am Horizont. Naja, wenn's euch glücklich macht. Dieses 'die einen sind hui und der eine da ist pfui' ist so fadenscheinig.

v3to 15 Kenner - P - 3919 - 27. Februar 2019 - 11:23 #

Activision ist zuletzt mit Call of Duty auf den Battle.net-Store umgeschwenkt. Aber ich denke, du hast den Punkt, dass die DRM-Freiheit von GOG zum Kernproblem geworden ist. Auf Entwicklerseite dürfte das immer noch ein Hemmschuh sein, andererseits ist das Alleinstellungsmerkmal des Stores und falls sie daran rütteln, laufen ihnen die Kunden weg.

Just my two cents 16 Übertalent - P - 5256 - 27. Februar 2019 - 16:40 #

Activision gehört Blizzard. Destiny 2 und CoD was weiß ich, sind nicht auf Steam, sondern im battle.net. ergo hat Activision einen eigenen Store.

Vampiro 23 Langzeituser - P - 44687 - 27. Februar 2019 - 11:25 #

GOG schiebt es auf Epic.

DRM-free war, ist und bleibt eine Nische. Vorher ging es noch, jetzt halt angeblich wegen der Prozente nicht mehr. Und irgendwann hat halt auch jeder die alten Spiele. Mit den großen Entwicklern hat das nix zu tun, geht ja um den Anteil pro umgesetzten USD. In dem Statement.

Tr1nity 28 Endgamer - P - 104409 - 27. Februar 2019 - 11:44 #

Ich sehe nicht, daß GOG es auf Epic schiebt. Falls doch zwischen ihren Zeilen, bellen sie den falschen Baum an, anstatt den eigenen im Garten. Ist auch leichter, als zuzugeben, wir haben versagt.

Vampiro 23 Langzeituser - P - 44687 - 27. Februar 2019 - 12:31 #

"Durch einen steigenden Anteil für Entwickler wird unser Anteil geringer."

Viel eindeutiger geht es nicht.

Natürlich haben sie aber auch selbst versagt bzw ihre Strategienist nicht wie gewuenscht aufgegangen.

Tr1nity 28 Endgamer - P - 104409 - 27. Februar 2019 - 12:42 #

Da ist gar nichts eindeutig, weil Epic mit den entsprechenden Entwicklern, ergo GOGs Klientel, nicht mal was am Hut hat.

Vampiro 23 Langzeituser - P - 44687 - 27. Februar 2019 - 13:04 #

Ich muss echt schwer überlegen wer zuletzt angefangen hat Preisdruck auf Stores auszuûben.

Und schon beim ersten Blick sieht man, dass Epic Spiele anbietet, die es auch bei GOG gibt.

Tr1nity 28 Endgamer - P - 104409 - 27. Februar 2019 - 13:49 #

Und wieviel sind das im Verhältnis? Eine Hand voll? Der Epic Store scheint mir noch arg übersichtlich. Wieviele Spiele auf GOG gibt es auch auf Steam? Und mal ab von den Prozenten, wo wird wohl allein aus Bequemlichkeit (weil Frequentierung so verpönt ist) eher eingekauft? Ich sage Steam. Aber Epic ist Schuld ;). Das Problem das GOG hat ist schon etwas größer, als das allein auf Epic konzentrieren zu wollen. Vor allem da GOG anscheinend schon mit den Finanzen kämpft, bevor der Epic Store überhaupt an den Markt ging.

Just my two cents 16 Übertalent - P - 5256 - 27. Februar 2019 - 15:41 #

Du glaubst dich nicht wirklich, dass der Epic Store so übersichtlich wie bisher bleiben soll, wo er ja nicht man eine Suchfunktion braucht. Nö,der wird in den nächsten Monaten erst hochgefahren. Es gibt offizielle Aussagen, dass sie ab Mitte des Jahres 150 Neureleases im Monat anstreben und rate Mal, mit wenn sie dann direkt Konkurrenz machen? Und wie Entwickler und Publisher wohl reagieren, wenn GOG 30 Prozent nimmt und Epic 12. Wer ist dann noch so doof und idealistisch auch bei Gog zu veröffentlichen? Ergo muss Gog reagieren. Und die Reaktion ist eine Senkung des eigenen Anteils wodurch das fair price ding wirtschaftlich untragbar wird. Da kannst du noch so sehr die Augen vor der Realität verschließen...

Tr1nity 28 Endgamer - P - 104409 - 27. Februar 2019 - 15:56 #

GOG hat aber schon seit Monaten Probleme, BEVOR Epic überhaupt mit dem Store online ging. Jetzt ist die Kacke bei denen am dampfen, nicht erst in ein paar Monaten, wenn Epic mehr Auswahl bietet. Daher ist es unsinnig Epic dafür an den Karren fahren zu wollen. Denkt doch mal zur Abwechslung rational und logisch. Und nochmal, das eigentliche Problem sind nicht nur die Prozente, sondern vor allem deren DRM-Philosophie. Auf lange Sicht, eigentlich jetzt schon, tangiert das die Entwickler/Publisher mit ihren Nicht-DRM-freien Spielen nicht. Die bieten ihre Spiele woanders an oder im eigenen Shop. Es fehlt an entsprechender Auswahl, dort einkaufen zu wollen/können. GOG ist nunmal ein Nischenshop. Da liegt der Hase im Pfeffer, nicht bei Epic.

Just my two cents 16 Übertalent - P - 5256 - 27. Februar 2019 - 16:38 #

Wo nimmst du jetzt her, dass gog seit Monaten Probleme hat?

Tr1nity 28 Endgamer - P - 104409 - 27. Februar 2019 - 16:56 #

https://www.gamersglobal.de/news/155735/gog-entlassungen-aufgrund-finanzieller-probleme

Anscheinend seit Oktober 2018. Den Epic Store gibt es seit Dezember 2018. Aber vermutlich ist Epic auch bei den Entlassungen bei Activision und ArenaNet schuld...

Just my two cents 16 Übertalent - P - 5256 - 27. Februar 2019 - 17:02 #

Umstrukturierungen sind normal. Die Entlassungen werden explizit durch die neue Konkurrenz am Markt begründet:
"Die Tatsache, dass wir gefährlich nah an den roten Zahlen waren, wurde in den letzten Monaten immer offensichtlicher und die Entwicklung des Marktes hin zu höheren Umsatzanteilen von Entwicklern hat oder wird sich auch auf unsere Nettoprofite auswirken."

Der Teil bezieht sich, ohne sie explizit beim Namen zu nennen auf Epic. Die sind diejenigen, die den Preiskampf mit den Umsatzanteilen eröffnet haben. Nicht Valve, EA, Activision oder Microsoft und Sony...Du kannst dir nicht nur einen Teil des Statements rauspicken und beim anderen so tun als wäre der nicht da...

Tr1nity 28 Endgamer - P - 104409 - 27. Februar 2019 - 17:09 #

Den Teil, daß sich die eigenen Spiele schlecht verkauft haben und man sogar auf Steam "auswich", um überhaupt mehr zu verkaufen, somit den Stein des Verlustes erst ins Rollen brachte, hast du jetzt absichtlich überlesen, oder? ;) Die Spiele kamen auch vor dem Epic Store raus.

Aber bitte, soll halt Epic Schuld sein und ich muß mich hier nicht weiter im Kreis drehen. So einseitig denke ich wenigstens nicht.

paschalis 18 Doppel-Voter - P - 11030 - 27. Februar 2019 - 17:09 #

Ist es für euch beide vielleicht vorstellbar, daß es mehrere Gründe für die aktuelle Entwicklung bei gog gibt und ihr beide rechthaben könntet ;-)

Just my two cents 16 Übertalent - P - 5256 - 27. Februar 2019 - 17:38 #

GOG.com ist nicht CDProjekt Red und CDProjekt Red ist nicht GOG.com

Beides sind Tochterunternehmen von CD Projekt. Klar wird man sich von Gwent und Thronebreaker mehr versprochen haben und damit wird sicher auch gog Umsatz weggebrochen sein, es sind aber nicht ihre Spiele. Und ich gehe fest davon aus, dass CDProjekt sehr darauf achtet, nicht mit der einen Tochter die andere subventionieren zu müssen...

Tr1nity 28 Endgamer - P - 104409 - 27. Februar 2019 - 17:58 #

Das ist mir schon klar, wie die verwandt sind ;). Bleibt so gesehen trotzdem in der Familie. Das Problem bleibt dennoch: Schlechte Verkäufe, auch ohne Epic.

Just my two cents 16 Übertalent - P - 5256 - 27. Februar 2019 - 18:56 #

Klar, bestreite ich ja auch nicht. Nur liegt die Änderung an dem Fair Price Ding nicht an den Verkaufszahlen von Gwent, sondern an den Änderungen der Umsatzanteile, faktisch "erzwungen" durch den Epic Store.

Tr1nity 28 Endgamer - P - 104409 - 27. Februar 2019 - 19:15 #

Der Epic Store ist höchstens ein Symptom, die Ursache liegt allerdings woanders. Womit wir uns wieder im Kreis drehen.

Severin (unregistriert) 27. Februar 2019 - 19:00 #

Den Teil, dass GoG und CD Projekt Red unterschiedliche Firmen sind, ignorierst Du doch auch ständig. Insofern...

Tr1nity 28 Endgamer - P - 104409 - 27. Februar 2019 - 19:09 #

Ja nee, is klar.

Severin (unregistriert) 27. Februar 2019 - 16:29 #

Da Epic derzeit der einzige ist, der Preistreiberei betreibt, musst Du halt damit leben, dass es tatsächlich Epic ist, und nicht irgendwer anders.

Sorry, dass das nicht in dein Weltbild passt. ;)

Tr1nity 28 Endgamer - P - 104409 - 27. Februar 2019 - 16:50 #

Tut mir für dein Weltbild leid, daß die Probleme VOR dem Epic Store schon da waren. Ich weiß, ist blöd wenn man Epic die Schuld deswegen nicht mal geben kann.

Severin (unregistriert) 27. Februar 2019 - 19:02 #

Vorher sah man sich aber offenbar durchaus in der Lage, das Problem auch ohne Änderungen in den Griff zu kriegen. Erst jetzt, mit der veränderten Marktlage durch den Preistreiber Epic, muss man wohl negative Konsequenzen für den Kunden ziehen.

Also ja, Epic ist Schuld. Da kannst Du dir einreden, was Du willst.

Tr1nity 28 Endgamer - P - 104409 - 27. Februar 2019 - 19:11 #

Nein, erst jetzt kommen die Konsequenzen zum tragen. Sowas wie Entlassungen entwickelt sich nicht innerhalb von ein paar Wochen, geschweige denn ploppen die Gründe von heute auf morgen auf.

Doch wie gesagt, ich lasse euch euren Epic-Hass.

Just my two cents 16 Übertalent - P - 5256 - 28. Februar 2019 - 2:42 #

"Epic-Hass." Oh ja, epischer Hass sozusagen...
Gehtbes vielleicht ein klitzekleines bisschen weniger theatralisch und diskussionsfördernder?

Eine fähige Geschäftsführung reagiert übrigens vorab. Die sehen, was sie jetzt mit ihren Verkäufen an Umsatz machen und was ihnen davon bleibt und können ausrechnen, was nun bei geänderten Umsatzbeteiligungen und ähnlichen Verkaufszahlen bleiben wird und reagieren, eh die in die roten Zahlen rutschen. Gerade darum ergeben Entlassungen jetzt als Vorbereitung auf den Preiskampf Sinn.

Green Yoshi 21 Motivator - P - 27909 - 27. Februar 2019 - 10:36 #

Durch einen erfolgreichen neuen Marktteilnehmer verringern sich die Marktanteile der bisherigen Marktteilnehmer. Und auch die Umsatzrentabilität wenn der neue Marktteilnehmer mit einer Penetrationsstrategie die Preise für die Kunden (in dem Fall die Entwickler und Publisher der Spiele) äußerst niedrig ansetzt und die anderen Marktteilnehmer darauf reagieren müssen.

That's business. ;-)

v3to 15 Kenner - P - 3919 - 27. Februar 2019 - 2:22 #

Der Punkt, dass bei GOG Wachstum mit Umsätzen nicht Schritt halten konnte wirkt auf mich eher nach einem längerfristigen Problem. Wenn ich das aktuelle Angebot von Epic anschaue, fällt mir auch kein Grund ein, was der Store hier für einen Einfluss haben sollte. GOG hat ein breitgefächertes Angebot, nur wenn dort auch Jahre nach Release Witcher III die Verkaufs-Charts anführt, fehlen offensichtlich andere Topseller.

Just my two cents 16 Übertalent - P - 5256 - 27. Februar 2019 - 2:52 #

Den Anteil natürlich, Epic will Mitte 2019 richtig loslegen und den Katalog aufblasen, mit dreistelligen Neureleases im Monat, die wollen nicht ewig 20 handverlesene Spiele anbieten.

Kleine Geschichtsstunde, als gog sich 2014 noch dem Regional Pricing verweigert hat, hat Nordic Games, heute THQ Nordic fast den gesamten Katalog von GOG abgezogen, 35 Spiele waren auf einmal weg und andere sind nicht gekommen - bis GOG eingeknickt ist und sich der Realität der anderen Märkte angepasst hat. Wenn Epic nun 12% nimmt, Balve offensichtlich auch Rabatte gibt was passiert dann wohl bei GOG? Die Ansicht, dass der Epic Store keinen Einfluss auf GOG hat ist einfach nur naiv. Natürlich wird da gerade im Hintergrund mit harten Bandagen um Anteile gekämpft. GOG word zukünftig pro verkauften Titel deutlich weniger verdienen. Valve kann das durch Masse kompensieren, Epic durch Fortnote, Gog nur mit Einsparungen.

Severin (unregistriert) 27. Februar 2019 - 3:02 #

So siehts aus.

v3to 15 Kenner - P - 3919 - 27. Februar 2019 - 3:10 #

Das ist nicht naiv. GOG hat kaum größere Titel und das nicht seit gestern. Was du beschreibst ist zwischen Handel und Industrie eigentlich Alltag. Nur ziemlich sicher ist der Indie-Markt nicht gewichtig genug, um den Store zu tragen. Stand jetzt hat Epic keinen Einfluss. Das Preisgefüge ist bei Epic deutlich höher und ich möchte mal behaupten, dass die bis dato angebotenen Indie-Games keine Topseller sind. Das Problem dürfte eher die kleine Stammkundschaft sein. Was ich in entsprechenden Talks vernommen habe, erreichten Indie-Entwickler bei GOG meist nur ein Zehntel der Verkäufe von Steam. Das kann man zwar mit der Größe des Unternehmens begründen, aber wenn die Priorität auf aktuelle Indie-Games gelegt wird, ist das auch ein Gradmesser für den Erfolg.

Just my two cents 16 Übertalent - P - 5256 - 27. Februar 2019 - 4:18 #

Natürlich ist das naiv. Und in der Branche ist diese Diskussion eben bisher nicht Alltag. Das sind quasi überall 70/30, seit Apple diesen Schnitt Mal 2003 bei iTunes etabliert hat. Da hat bei PC Spielen niemand ernsthaft dann gerüttelt, erst Recht nicht Valve. Dieser Split hat die kleinen am Leben gelassen, Humble seine Wallet und Spenden ermöglicht, GMG und Co. Steamkeys für 20% weniger anzubieten, gog sein fair price Paket,etc, etc.
Nun kommt Epic mit den Fortnitemilliarden in Hinterhand und sagt, dass 12% eigentlich reichen und bei Unreal Engine titeln sogar auf Royalties verzichtet und das soll keine Auswirkungen auf den Markt haben? Natürlich hat es das und zwar zuerst für die Kleinen... Razer hat seinen Gamestore frisch aufgegeben, GOG schnallt den Gürtel enger. Das ist beides ganz sicher kein Zufall...

v3to 15 Kenner - P - 3919 - 27. Februar 2019 - 4:27 #

Ich möchte nur mal anmerken, dass du den Punkt komplett ignorierst, dass Wachstum des Stores nicht mit den Umsätzen steigt, offensichtlich nicht erst sit dem Epic Store ein Problem ist. Und auch der Umstand, dass das einzige Alleinstellungsmerkmal von GOG Retrogames und DRM-Freiheit sind. Das ist eine spezielle Klientel, die dort angesprochen wird.
Aber momentan reicht es ja vollkommen, Epic als Totschlagargument herauszukramen. Und sicher ist es Alltag zwischen Industrie und Handel, mit dem Abzug des Sortiments zu drohen, wenn der einen Seite ein Punkt nicht passt. Es ist nunmal die ultimative Methode, um Forderungen durchzusetzen. Nebenbei bemerkt ist das auch genau der Punkt, warum Firmen sich bei Steam zurückzuziehen.

Just my two cents 16 Übertalent - P - 5256 - 27. Februar 2019 - 4:56 #

Will der Punkt hier wenig bis gar nicht relevant ist.

Das mit dem Alleinstellungsmerkmal Retro ist längst Geschichte. Syndicate oder Wing Commander gibt es bei Origin. Viele Titel des Gog Katalogs längst auch bei Steam, oft sogar in der von Gog erstellten Version... Daher versuchen GOG ja auch seit Jahren aus der Ecke raus zu kommen.
Und DRM frei ist praktisch ein Zugeständnis der Entwickler, das Klientel der Steam Komplettverweigerer ist klein, für viele ist eine Gog version nice to have and kein Ausschlusskriterium,den Titel sonst bei Steam zu kaufen. Das ist definitiv nichts, weswegen der Publisher auf einen Cent Einnahmen verzichtet...

Sich von Steam zurückzuziehen ist, sofern man keine eigene Plattform hat, wirtschaftlicher Selbstmord. Da wird man sicher davon ausgehen können, das dort Epic jeweils das Scheckbuch gezückt hat, was dein letztes Argument entkräftet.

thatgui 13 Koop-Gamer - P - 1363 - 27. Februar 2019 - 7:57 #

Das hat doch nichts mit Totschlagargumenten zu tun. Entwickler/Publisher sind keine heiligen und müssen auch Umsätze generieren. Wenn in den großen Stores gerade der Preiskampf losgeht werden die natürlich auch bei gog an die Tür klopfen, und um eine andere Preispolitik "bitten"- sie sitzen am Ende am längeren Hebel, gog braucht händeringend aktuelle Titel um relevant zu bleiben. Die Entwickler/Publisher brauchen aber gog nicht, die machen die Absatzzahlen über Steam, oder über das Bankkonto von Epic, wenn sie einen Exklusivvertrag mit denen haben.
Firmen ziehen sich bei Steam zurück weil Epic mit dem Geldbündel winkt, keiner würde im derzeitigen Markt auf Steam verzichten, wenn er sich nicht sicher wäre, dass die Einnahmen passen.

v3to 15 Kenner - P - 3919 - 27. Februar 2019 - 10:15 #

Wenn ich die News richtig deute, hat GOG ein historisch gewachsenes Problem. Es ist natürlich ein leichtes, zukünftige Marktverschiebungen durch den Epic Store anzubringen. Nur ist das nicht die Wurzel allen Übels, wenn GOG bereits vorher nicht genügend Umsätze generierte. Und die Firmen zogen sich nicht nur zu Epic zurück. Das machen EA, Bethesda, Activision ebenfalls, nur messen hier die Leute gerne mit zweierlei Maß. Das Argument von Ubisoft, The Division 2 auf den Epic-Store statt auf Steam zu veröffentlichen, um die Umsätze auf UPlay zu forcieren, spricht Bände.

thatgui 13 Koop-Gamer - P - 1363 - 27. Februar 2019 - 13:49 #

Ich messe nicht mit zweierlei Maß, ich kauf bei bei keinem der genannten ein, weil sie eben den Nutzer meiner Meinung nach unnötig gängeln.
Was Epic gemacht hat ist, in einen mehr oder weniger starren Markt mit "Gewalt" einzudringen. Das an sich ist weder negativ noch positiv zu bewerten. Das Mittel das sie hierfür nutzen ist aber definitv negativ zu bewerten: den Preiskampf. Denn der wird zwangsläufig dazu führen, dass kleine Markteilnehmer verschwinden werden, mit einem Oligopol als Konsequenz - wie da irgendwer sich einen Vorteil für die Spieler (außer 2,5€ weniger pro Spiel, Geiz ist halt Geil) zusammenphantasieren kann, bleibt mir einfach ein Rätsel.

v3to 15 Kenner - P - 3919 - 27. Februar 2019 - 14:30 #

Es tut mir leid. Sowas ist der Lauf der Dinge, wenn man sich mit einem Store wie Steam messen will und über die genügenden Finanzen verfügt. Ob du bei Origin oder Uplay kaufst oder nicht, darum dreht sich doch meine Argumentation nicht. Das geht um die Behauptung, dass Epic über Vergütung und Royalties als einziger Steam den Rücken kehrt. Das ist nicht der Fall und es dreht sich um ziemliche Größen am Markt. Das wird nur bei dem Geseiere der letzten Wochen meist komplett ausgeblendet. Unter Epic entsteht nur erstmals die Situation, dass sich diesen Luxus nicht nur große Publisher leisten können, sondern auch kleineren Entwicklern offen steht.

thatgui 13 Koop-Gamer - P - 1363 - 28. Februar 2019 - 8:44 #

Klar ist das der Lauf der Dinge, weil die Masse der Leute nicht weiter als bis zur Brieftasche denken kann. Deswegen ist das Mittel das Epic einsetzt trotzdem zu verurteilen - statt mit einer tatsächlichen Innovation den Markt aufzurollen wird Kohle drauf geworfen.

"Ob du bei Origin oder Uplay kaufst oder nicht, darum dreht sich doch meine Argumentation nicht"
kann schon sein, dann solltest du aber nicht von "zweierlei Maß" anfangen

v3to 15 Kenner - P - 3919 - 28. Februar 2019 - 9:23 #

Sag mal. Erst mir in die Argumentation reingrätschen, dass es neben Epic andere Unternehmen gibt, welche sich von Steam zurückgezogen haben. Welche eine enormen Marktanteil haben (ich kaufe auch nichts von Activision oder EA, aber es ist nicht von der Hand zu weisen, dass sie zu den größten Publishern am Markt gehören). Diese "geht mich nichts an, ist daher kein Argument" Mentalität sehe ich sehr wohl als Messen mit zweierlei Maß.

Und ich sage es nochmal - ich halte es nicht zu verurteilen, dass Epic diesen Weg eingeschlagen hat, bei dem kleine Studios diesen Wettbewerbsnachteil ausgleichen können. Ehrlich gesagt halte ich es für ziemliche Arroganz von Spielerseite, dass man Entwicklern diese Möglichkeiten abspricht.

thatgui 13 Koop-Gamer - P - 1363 - 28. Februar 2019 - 9:59 #

Mit dem ersten Absatz komme ich jetzt nicht mit, kannst du das vielleicht umformulieren ?

Ich denke nicht, dass ich ich irgendwem was abspreche, ich sage nur, dass Preiskampf ein zu veruteilendes Mittel der Marktpenetration darstellt, dass langfristig auch den Entwicklern nichts bringt, da in einem Oligpol nunmal nur noch wenige Marktteilnehmer den Makrt unter sich aufteilen werden. Dass bedeutet Steam wird zwangsläufig den Anteil senken, und Epic den Anteil hochfahren. Wenn Epic groß genug ist, wird es dann in die andere Richtung gehen müssen, Endkundenpreise werden fallen (wie soll Epic sonst weiter wachsen?), und das werden die großen Stores wiederum an die Entwickler weitergeben, das heißt die werden Anteil verlieren (und wer will schon 20,30,40,..% der Kundschaft aufgeben ?). Wenn sich wie Ubisoft die anderen großen komplett aus den Stores rausnehmen, bleiben am Ende auch nur noch die kleineren, die diesen Preiskampf dann mitmachen dürfen. Wenn das keine schöne Zukunft für die kleinen Entwickler und Spieler ist, was dann ?

v3to 15 Kenner - P - 3919 - 28. Februar 2019 - 10:21 #

Nochmal zum Mitschreiben:
Ich habe in einem Kommentar erwähnt, dass in der jüngeren Vergangenheit sich neben Epic auch mehrere Publisher von Steam zurückgezogen haben. Nämlich EA, Activision, Bethesda und dazu der Testballon von Ubisoft.
Du hast dann den Part komplett ignoriert, indem du sagtest, dass du bei EA und Activision eh nicht kaufst - was gar nicht das Thema war.
Nun ist es aber auch so, dass die Vorgehensweise eben jener Publisher ihnen auch Marktvorteile bescheren. Prinzipiell ist der Status Quo des Epic Stores, dass erstmals auch kleine Entwickler eine Alternative zu Steam haben, welcher inzwischen größtenteils einer Ramschbude gleichkommt, wo kleine Spiele binnen kürzester Zeit in der Masse versacken.
Das ist auch bei anderen Stores nicht groß anders, jedenfalls was den Nintendo eShop und den PS4 Store angeht und wird vermutlich auch beim Epic Store mittelfristig so sein. Aber bislang gab es für Entwickler keine Alternative auf dem PC, was die Marktdurchdringung angeht.

Was mMn die Kritiker vom Epic Store ausblenden, dass es auch andere Stores dazu zwingt, auf die Preisstruktur entwicklerseitig zu reagieren. Bislang bestand dahingehend null Wettbewerb. Es wurde immer nur auf Kundenseite geschraubt, was zumindest auf Steam inzwischen zum Nachteil für die Anbieter wurde.

thatgui 13 Koop-Gamer - P - 1363 - 28. Februar 2019 - 13:54 #

Ich habe das Gefühl du bringts da zwei Sachen durcheinander - die anderen mögen sich von Steam zurückgezogen haben (stimmt das wirklich ? man kann doch weiterhin zumindest EA-Titel bei Steam kaufen), aber sie haben keinen Preiskampf angezettelt.
Deshalb zum xten mal: den Markt verändern: "ist halt so, gibt es nix zu bewerten". Preiskampf als Mittel dazu zu verwenden, weil man nix anderes kann: "buhh"
Verstehe aber trotzdem nicht, was das mit zweierlei Maß zu tun haben soll -ich "ignoriere" alle, Rest ist Äpfel und Birnen, siehe oberer Absatz.

Zum Rest:
Das wird sich dadaurch auch nicht ändern, weil Epic nicht angetreten ist, um den Markt aufzubrechen, sondern die wollen selber ein großes Stück vom Kuchen abhaben. Bis jetzt kam auch noch kein Argument, warum das so toll sein soll. Die kleinen Entwickler werden am Ende im Preiskampf zerrieben, weil sie den einen Platzhirsch nicht ignorieren können (Epic wird nicht ewig mit den Geldscheinen winken).

Es wäre was anderes wenn Epic tatsächlich versuchen würde den Markt aufzubrechen z.B als Anbieter von modularen und skalierbaren "Selfpublishing" Dienstleistungen. Das tun sie aber nicht die drücken sich einfach nur in den Markt, die kleinen Entwickler sind denen völlig wurscht.

Severin (unregistriert) 28. Februar 2019 - 14:15 #

Jo, hier wird Epic häufig als Heilsbringer, und wie toll das doch für kleine Studios wäre, gefeiert. Das man aber nahezu sicher davon ausgehen kann, dass Epic, hat man (oder besser: sollte man jemals) Marktrelevanz erreicht (haben), werden diese ganzen Boni Stück um Stück ganz schnell wieder fallen gelassen wie eine heiße Kartoffel. Die machen das ja auch nicht aus Spaß, oder weil sie Gutmenschen sind. Gerade Epic hat in der Vergangenheit schon oft bewiesen, dass ihnen bspw. Kundenfreundlicher Umgang schnurzpiepegal ist.

Am Ende wird das ganze auf dem Rücken der Kunden und teilweise auf dem der kleinen Indie-Entwickler ausgetragen.

v3to 15 Kenner - P - 3919 - 28. Februar 2019 - 14:55 #

Der Preiskampf ist ein Startschuss, den sich die anderen Stores nicht entziehen können. Genau auf der Ebene gab es nie Wettbewerb. Steam hatte im Gegenteil vorgezogen, einseitig Maßnahmen ins Leben zu rufen, welche den Entwicklern eher das Leben schwer machen. Diesen Preiskampf gab es indirekt schon vorher, indem große Publisher ihren eigenen Store aufmachten, bei denen sich beispielsweise EA das Konkurrenzangebot vom Hals schaffte und die Kostenseite vermutlich auch massiv kleiner ausfällt. Nur hatte da niemand was davon außer eben jene Publisher und da die Zahlen leider nicht öffentlich sind, kann man nur spekulieren wie hoch.

Und bitte hör auf, mir ständig meine Argumente im Mund verdrehen. Mir ist klar, dass du eine polarisierte Sicht auf den Store und seine Auswirkungen hast. Das ist respektabel. Die teile ich aber nicht und der Äpfel/Birnen-Vorwurf ist ziemlicher Bullshit, wenn es am Ende des Tages dazu führt, dass Steam sein Vergütungsmodell oder vielleicht sogar die Aufnahmekriterien im Store überdenkt. Der Markt ist kein Planspiel, sondern Unternehmen reagieren normal auf solche Situationen spätestens dann, wenn es sich auf den Umsatz auswirkt.

Bezüglich GOG hoffe ich, dass die Umstrukturierung ausreichen, um am Markt bestehen zu können. Nur ehrlich, wenn man Jahre wirtschaftet, gerade so über die Runden zu kommen, nimmt das einem Unternehmen auch Beweglichkeit. Letztes Jahr war wohl die Spielebranche insgesamt ein schwieriges Pflaster und dass der Laden da ins Trudeln kommt ein Stück weit logische Konsequenz.

thatgui 13 Koop-Gamer - P - 1363 - 28. Februar 2019 - 15:47 #

Welche Worte drehe ich denn im Mund herum ?
Natürlich ist der Markt kein Planspiel - es ist aber auch kein FDP-lala - Land bei dem der Markt alles zum Guten des Kunden regelt. Kann auch nicht verstehen warum es so schwer ist die unterschiedlichen Typen von Markteilnehmer zu trennen: Publisher und Entwickler in Personalunion wie EA,Ubisoft,etc. die nur ihre eigene Sachen verhökern und damit sowieso nur eine Preisschlacht auf Endkundenebene haben und Wiederverkäufern wie Steam und gog bzw. "GeplantInderHauptsache" Widerverkäufern wie Epic bei denen die Margen viel komplexer werden.
Weshalb man zum einen die eben nicht direkt vergleichen kann (Äpfel <-> Birnen) und zum anderen sich daraus auch klar das "Entwicklungspotential" des Marktes ableiten läßt: der Preis. Was (sofern du nicht endlich mal mit einem Argument kommst warum dies nicht so sein sollte) zwangsläufig zu der gleichen "Starre" führen wird, die du jetzt bemängelst, aber um den Preis, dass der Markt an sich aufgrund weniger Teilnehmern auch weniger vielfältig werden wird.

Aus einem Quasi-Monopol, in dem sich kleinere Mitbewerber aufgrund der Starre trotzdem behaupten konnten wird ein Oligopol, dass die kleinen Anbieter verhungern läßt, aber Hauptsache ich muss 2€ weniger für ein Spiel zahlen. Und nein, am Ende wird es für die Entwickler nicht besser, gegen Steam und später Epic gibt es keinen echten Hebel - oder gibt es inzwischen ein kleines Studio, dass mit einem Titel zu Epic gewechselt ist, ohne dafür extra von Epic bezahlt zu werden ?
Sicher nicht, weil es Augenwischerei ist: auf Steam wird niemand verzichten, da gibts keinen echten Verhandlungshebel (ohne massiv Verkäufe zu verlieren), und mit jedem % Marktanteil, den Epic gewinnt wird der "Hebel" der Entwickler gegenüber Epic kürzer, und am Ende stehen sie da wie vorher, denn die Masse an Kunden, für die Beide dann wahrsceinlich stehen will keiner bei Verstand (und Entwicklungskosten an der Backe) links liegen lassen.

Aber skizziere doch einfach mal deine Gedanken, wie sich der Markt nun dank Epics "Disruption" entwickeln wird.

v3to 15 Kenner - P - 3919 - 28. Februar 2019 - 16:51 #

Mein Origin-Argument hast du mehrfach verdreht. Aber lassen wir das.

Ich sehe keine Disruption seitens Epic. Die Store-Royalties (nebenbei bemerkt sind Mindestabnahmen sonst im Einzelhandel üblich) sorgen erstmal dafür, dass unter Entwicklern Goldgräber-Stimmung herrscht und das Angebot fragmentiert. Das ist aus Sicht vieler Kunden was ganz Schlimmes, aber mit Sicherheit nicht das Ende der Geschichte. Es hängt viel davon ab, wie erfolgreich der Store wirklich sein wird, allerdings werden die Exklusiv-Angebote schon dazu führen, dass die Mitbewerber in der einen oder anderen Form reagieren. Die sorgen ja jetzt schon in der Spielepresse für ziemliche Aufmerksamkeit - die Steam auf der Ebene nicht hat. Ich glaube zwar nicht, dass Steam in der Beziehung die Philosophie ändert, denn es gab und wird auch zukünftig weiter Firmen geben, die ihre Titel exklusiv bei Steam anbieten. Aber es würde mich schwer wundern, dass Steam im Hintergrund Änderungen bespricht, welche die Plattform für Entwickler zukünftig wieder attraktiver macht. Die Baustellen sind beispielsweise die niedrige Einstiegshürde, um Titel bei Steam einzustellen, das generische Ranking im Shop und Review-Bombing.
Kann natürlich sein, dass Steam die Steigungsraten in Asien ausreichen und stagnierende Umsätze im Westen ignoriert, nur dann macht man den Weg für Epic erst recht frei.

Edit: Ich sehe übrigens Epic nicht als Heilsbringer für Indie-Entwickler. Es gibt einen relativ kleinen Kreis, für den der Store tatsächlich mehr Berechenbarkeit verspricht. Das sind relativ kleine Projekte, welche auch die Unreal-Engine nutzen. Die sparen nochmal 5% Gebühren extra. Es gab bei Auf ein Bier mal eine Folge zur Kalkulation von Indie-Games, bei der mittel-erfolgreiche Spiele für Studios zum finanziellen Wagnis werden, weil die Lizenzabgaben in einem ungesunden Verhältnis stehen. Das ist in meinen Augen die einzige Gruppe, für die der Epic Store quasi wie gemacht ist.

Noodles 24 Trolljäger - P - 51886 - 28. Februar 2019 - 16:43 #

Bei Steam kann man nur noch die EA-Spiele kaufen, die erschienen sind, bevor sie Origin hatten. Alles, was danach kam (also seit Battlefield 3), gibts nur bei Origin.

Wunderheiler 21 Motivator - P - 25049 - 28. Februar 2019 - 9:53 #

Microsoft hat sich damals auch mit Gewalt in den Konsolenmarkt eingekauft, mit kurzzeitigen negativen Mitteln. Aktuell pushen sie den PC Markt aber wahrscheinlich so stark wie selten in ihrer Historie ;)

timb-o-mat 16 Übertalent - P - 4028 - 26. Februar 2019 - 21:03 #

Schlechte Neuigkeiten und echt schade. War immer mit ein Grund, warum ich (bei gleichem Preis) Spiele lieber bei GOG gekauft habe als anderswo. Naja, ich bleib ihnen trotzdem treu.

schlammonster 30 Pro-Gamer - P - 165331 - 26. Februar 2019 - 21:42 #

Ich auch, wenn auch aus einem anderen Grund. Wäre heute die Pleite bekanntgegeben worden, hätte ich meine Bibliothek archivieren können und die gekauften Inhalte wären nicht futsch - versuch das mal bei einem der anderen Anbieter

timb-o-mat 16 Übertalent - P - 4028 - 26. Februar 2019 - 22:16 #

Yep, das ist ein verdammt guter Grund. Schon nett, wenn dann nicht alles futsch ist ^^ Mir geht's bei meinen Kaufentscheidungen auch immer ein bisschen um Sympathie. Von daher Kauf ich da auch weiterhin das ein oder andere Game.

Hyperbolic 18 Doppel-Voter - P - 10170 - 26. Februar 2019 - 21:10 #

Habe das zum ersten Mal bei meinem letzten Kauf vor ca. einem Monat entdeckt. Hatte da ein Guthaben von ein paar Euro.

Zille 19 Megatalent - P - 13636 - 26. Februar 2019 - 21:20 #

Ich würde bei ähnlichen Preisen trotzdem weiter bei GOG kaufen.
Zuletzt habe ich das bei Divinity OS2 so gehalten.

Crazycommander 15 Kenner - P - 3025 - 26. Februar 2019 - 22:20 #

Ich auch

Severin (unregistriert) 27. Februar 2019 - 3:04 #

Mir wäre die DRM-Freiheit durchaus ein paar Euro mehr Wert im Vergleich zum Rest des Feldes.

Zottel 16 Übertalent - 5261 - 26. Februar 2019 - 21:26 #

Wusste ich gar nicht und war für mich daher auch weniger interessant, also von daher... Ich warte mal ab wann die News kommt, dass GOG in Zukunft auch Spiele mit DRM anbieten will. Erst dann mach ich mir wirklich Sorgen.

Maverick 30 Pro-Gamer - - 397317 - 26. Februar 2019 - 21:38 #

Schade, aber ich werde auch ohne das Guthaben weiterhin bei GOG gelegentlich das ein oder andere Spiel kaufen.

Toxoplasmaa 17 Shapeshifter - P - 6118 - 26. Februar 2019 - 21:41 #

Ich kaufe auch immer wieder gerne bei GoG ein! Insbesondere wenn ich "War Wind 2" auf einer uralten "Gold Games" finde und es zum Freck nicht auf Win 10 installiert bekomme, um das heilige GamersGlobal Spiele Archiv um dringend benötigte Screenshots zu erweitern.

Tasmanius 20 Gold-Gamer - - 22578 - 26. Februar 2019 - 21:49 #

Cool, das sieht ja aus wie ein Warcraft II Klon :-)

monkeyboobs (unregistriert) 27. Februar 2019 - 2:24 #

Fand die PowerPlay auch voll super. Naja ;). Hab meine Gold Games CDs kürzlich in den Müll geworfen.

Severin (unregistriert) 27. Februar 2019 - 3:06 #

Jap, war damals glaub ich sogar auf der allerersten GameStar, die ich gekauft habe, als Vollversion mit drauf.

Hatte einige interessante Neuerungen/Eigenheiten im Genre. Beispielsweise hat man Helden nicht gebaut, sondern sie wurden in der Taverne angeheuert.

advfreak 16 Übertalent - - 5012 - 26. Februar 2019 - 21:44 #

Erinnert mich an diese Amazon Aktion wo man innerhalb der 30 tägigen Rückgabefrist immer den Differenzbetrag erstattet bekommen hat wenn der gekaufte Artikel billiger geworden ist. Das war vielleicht lustig. :)

funrox 12 Trollwächter - P - 1136 - 26. Februar 2019 - 21:47 #

Ich mag GOG und werde auch weiterhin dort Spiele kaufen. Besonders wegen der DRM-Freiheit.
Die faire Preisgestaltung war nett, aber ist für mich nicht der entscheidende Faktor.

tailssnake 16 Übertalent - 5308 - 26. Februar 2019 - 21:49 #

Macht den Store leider unattraktiver da man nicht über authorisierte Keysellern günstiger an die Spiele kommen kann.
Und irgendwie sehe ich es nicht ein mehr zu bezahlen als es in den USA kostet.

SirBHorn 17 Shapeshifter - - 6184 - 26. Februar 2019 - 21:53 #

Ganz ehrlich? Ich hatte mein Guthaben nach jedem Kauf wieder vergessen und mich jedes Mal aufs Neue gewundert, wenn ich beim nächsten Bezahlen plötzlich weniger Geld abdrücken sollte.
Nicht falsch verstehen, natürlich erfreut einen sowas, aber, will sagen, die eigentliche Kaufentscheidung habe ich jedes Mal zum normalen im Store angegebenen Preis getroffen. Von daher werde ich es wohl nicht vermissen (mein Geldbeutel vermutlich eher *g*).
GoG.com bleibt jedenfalls für mich auch ohne "Faire Preisgestaltung" eine der Top Anlaufadressen für Spiele, weil ich allein die DRM-Freiheit hoch schätze und mir das auch ein paar EUR wert ist.

Tasmanius 20 Gold-Gamer - - 22578 - 26. Februar 2019 - 21:57 #

Ich wollte grade genau das gleiche schreiben.

Michl 15 Kenner - P - 3057 - 26. Februar 2019 - 22:18 #

Ging mir genauso.

Blacksun84 18 Doppel-Voter - - 10153 - 26. Februar 2019 - 22:21 #

2019 wird wohl ein Konsolidierungsjahr, da werden noch einige Zöpfe abgeschnitten werden.

monkeyboobs (unregistriert) 27. Februar 2019 - 2:30 #

Nein, das kommt einem nur so vor, weil aktuell Entlassungen stärker kommuniziert werden. Gerade in den USA (und nicht mehr nur dort) ist hire & fire absolut üblich. GOG will ja sogar 20 neue Stellen besetzen, nachdem die 12 anderen überflüssig wurden.

Und eine Branchen-Krise kann ich nicht sehen, wenn Activision Blizzard zwar hunderte Angestellte entlässt und gleichzeitig Rekordergebnisse vermeldet.

v3to 15 Kenner - P - 3919 - 27. Februar 2019 - 2:51 #

Letztes Jahr haben die Aktienkurse einiger AAA-Publisher empfindlich nachgegeben, darunter auch Activision, die zwischenzeitlich fast die Hälfte an Wert verloren haben (nach Vermeldung der Rekordumsätze und den Kündigungen sich aber etwas erholt). Bei EA und 2K nicht ganz in dem Ausmaß, aber ebenfalls deutlich. Von Krise würde ich da aber auch nicht sprechen, sondern eher von dem hausgemachten Problem, dass die erwarteten Verkäufe inzwischen absurde Dimensionen erreicht haben, die kaum noch zu erreichen sind.
Was ich ebenfalls vermute, dass das GaaS-Modell in der Gamesbranche für Ernüchterung gesorgt hat. Zum Einen der Gegenwind bei Lootboxen in einigen Ländern, dann ist es mit der hochgehaltenen Spielerbindung wohl nicht so weit her, wie es sich einige Hersteller eingebildet haben. Und die Strategie einiger Hersteller, unter dem Deckmantel von GaaS Spiele mit offensichtlich beschnittenen Inhalt zu veröffentlichen, schlägt sich wohl auch in den Verkäufen nieder.

McSpain 21 Motivator - 29062 - 27. Februar 2019 - 11:39 #

Zum Thema hausgemachte Probleme:

www.ign.com/articles/2019/02/26/activision-ea-ceos-reportedly-among-most-overpaid

Otto 13 Koop-Gamer - 1204 - 26. Februar 2019 - 22:34 #

Die alten Säcke welche bei gog einkaufen haben doch eh mehr Geld als die jüngeren die sich das neuste COD für 130€ kaufen.
Denke mal das die deswegen jetzt kaum Kunden verlieren.

thatgui 13 Koop-Gamer - P - 1363 - 26. Februar 2019 - 22:41 #

Schade, war immer schön, wenn sich das "Sparschwein" mit der Zeit ein bisschen gefüllt hat, und man zwischendurch in einem Sale ein Spiel für "Lau" mitnehmen konnte.
War ein toller Kompromiss damals,ändert aber nix an meinem Kaufverhalten bei gog

Labrador Nelson 30 Pro-Gamer - P - 139331 - 26. Februar 2019 - 22:49 #

Ja, war schon sehr cool mit den Preisen, aber es war halt ein freiwilliger Bonus, den sonst ja keiner den Kunden gegönnt hat. Bin ihnen nicht böse, wenn sie es ab jetzt lassen. Hauptsache GOG bleibt erhalten.

zfpru 17 Shapeshifter - P - 6923 - 27. Februar 2019 - 0:20 #

Es scheint eng zu werden.

monkeyboobs (unregistriert) 27. Februar 2019 - 2:32 #

Wenn man links und rechts anstößt, kann man diesen Eindruck gewinnen. Muss man aber nicht.

Severin (unregistriert) 27. Februar 2019 - 3:09 #

Kann ja nur vonnem dürren Hering kommen. :(

vgamer85 19 Megatalent - - 13683 - 27. Februar 2019 - 8:07 #

Bin gespannt wie es weiter geht. Was ist da nur los.

Vampiro 23 Langzeituser - P - 44687 - 27. Februar 2019 - 8:23 #

Ein Grund weniger bei GOG zu kaufen.

hex00 18 Doppel-Voter - P - 9639 - 27. Februar 2019 - 8:29 #

GOG ist mir sehr sympathisch. Ich muss jedoch gestehen, dass es mich dennoch immer wieder zu Steam gezogen hat. Einfach komfortabler alle Spiele in einem Launcher zu haben und dort verwalten zu können. Ist ähnlich vergleichbar wie das Whatsapp-Phänomen.

Vollmeise 20 Gold-Gamer - 23571 - 27. Februar 2019 - 10:42 #

Ich nutze nur noch GOG Galaxy. Somit ist es deutlich komfortabler, als die Dinger alle einzeln zu starten.

McSpain 21 Motivator - 29062 - 27. Februar 2019 - 11:40 #

Sie werden so schnell erwachsen. Schade.

Graschwar 14 Komm-Experte - 1938 - 27. Februar 2019 - 14:03 #

Ich bleib trotzdem bei GoG und drück ihnen für die Zukunft die Daumen!

Ernie76 12 Trollwächter - 1002 - 27. Februar 2019 - 14:57 #

Sehe ich genauso!

TheCoach 14 Komm-Experte - - 1889 - 27. Februar 2019 - 15:25 #

So sehe ich das auch. Ich habe in den letzten Monaten Steam fast komplett ignoriert und fast nur noch bei GOG eingekauft, wenn ich denn neues Futter für den PC brauchte.
Obwohl...brauchen? Da ist noch so viel zu tun...;-)

tailssnake 16 Übertalent - 5308 - 27. Februar 2019 - 15:32 #

In einer Mail von gog stand was von "GOG Direct", damit soll man Spiele die man bei Third-Partys gekauft direkt bei gog aktivieren können.
Also wie bei uPlay.

CBR 20 Gold-Gamer - P - 23390 - 27. Februar 2019 - 17:53 #

Das gibt es doch schon eine Weile immer mal wieder mit verlesenen Steam-Titeln. Dazu musst Du Deinen Steam-Account mit GoG verknüpfen oder so.

tailssnake 16 Übertalent - 5308 - 27. Februar 2019 - 18:33 #

Du verwechselt das mit GOG Connect.
Zitat aus der Mail
"We want to let you know about few changes: (1) We’re adding a new functionality - GOG Direct to Account that will enable partnered platforms to activate, directly on your GOG.COM account, content purchased via these selected third party platforms"

CBR 20 Gold-Gamer - P - 23390 - 27. Februar 2019 - 18:37 #

Ah. - In der Tat. Danke.

Lefty 12 Trollwächter - 947 - 27. Februar 2019 - 18:49 #

Das Angebot habe ich eigentlich nie genutzt. Generell sind die Titel eigentlich so billig, dass selbst wenn man einen Fehlkauf macht, der Verlust verschmerzbar ist. Solange sie die Plattform nicht einstellen, das wäre viel schmerzhafter.

Ich habe bei GOG.com deutlich mehr Spiele gekauft als auf Steam und wenn man "ältere" Spieletitel sucht ist GOG.com immernoch die erste Anlaufstelle.

thatgui 13 Koop-Gamer - P - 1363 - 28. Februar 2019 - 9:26 #

Wie jetzt, sitzt du jetzt auf einem Haufen "Gog Kohle" ? Oder hast du das Angebot dahingehend nicht genutzt, dass du nicht darauf geachtet hast, dass es in der Standardeinstellung einfach beim nächsten Kauf mit verrechnet wird ?

Ich glaube in Deutschland sind auch viele finanziell priviligiert genug das ignorieren zu können, wenn man sich durch die Threads im gog Forum liest, sieht es in anderen Ländern z.T. ganz anders aus, für einige scheint das echt ein wichtiger Faktor gewesen zu sein.
Bei anderen Frage ich mich wiederum, warum die überhaupt bei gog eingekauft haben, wenn sie gleich schreien, dass sie jetzt einfach woanders kaufen weil billiger. Von einer reinen "mir wurscht wie sich der Markt entwickelt" Perspektive aus gesehen, hatte doch gog noch nie Vorteile: Titel werden oft später veröffentlicht als anderswo, Updates brauchen oft länger bis sie beim gog Kunden ankommen, preislich konnte gog noch nie mit Keysellern mithalten und viele "Exclusivtitel" hat gog wahrlich schon lange nicht mehr.
Wenn ich das so lese frage ich mich schon, ob ein guter Teil der gog Kundschaft tatsächlich durchdrungen hat, was für eine einzigartige Insel der Verweiger gog eigentlich ist(war?).

Novachen 19 Megatalent - 14195 - 27. Februar 2019 - 21:08 #

Immer wieder ein Paradox in der globalisierten Welt, dass es echt sowas wie Regional Pricing gibt bzw. das wieder verstärkt eingeführt wird.

Leider ist das vor einer Weile verabschiedete Globalisierungsgesetz in Deutschland nicht konsequent und hat ja ausgerechnet bei Unterhaltungsmedien eine Ausnahme. Verstehe nicht, wieso ich Tassen überall kaufen kann und Videospiele nicht. Gerade wo polnische Euros weniger Wert sind als deutsche Euros...

Slaytanic 24 Trolljäger - P - 50884 - 27. Februar 2019 - 21:26 #

...schade nur das Polen noch den Zloty hat.

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Jörg Langer
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