Indie-Check: Book of Demons - Dungeons im Pappfiguren-Look
Teil der Exklusiv-Serie Indie-Check

PC XOne MacOS
Bild von LRod
LRod 4428 EXP - 16 Übertalent,R3,S5,A3,J9
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7. Februar 2019 - 19:00 — vor 1 Tag zuletzt aktualisiert
In unserer Rubrik Indie-Check stellen wir regelmäßig ein interessantes PC-Spiel eines unabhängigen Entwicklerstudios vor. Die Rubrik wird von unseren Usern Der Marian, Zaunpfahl, Vampiro, LRod und Dominius betreut.
 
Bei einer Besprechung von Book of Demons ist ein Vergleich mit Diablo nicht zu vermeiden, sind die Ähnlichkeiten doch kaum zu übersehen – auch hier hat sich das Böse direkt unter einer Kirche eingenistet. Eure Aufgabe ist es, es mit Krieger, Schurkin oder Magier zahlreiche Monster in Iso-Ansicht und Echtzeit durch schnelles Klicken und gutes Timing bei Spezialfertigkeiten zu besiegen. Zur Seite stehen euch die Dorfbewohner (einen Multiplayer-Modus gibt es nicht), bei denen ihr euch heilen und um eure Ausrüstung kümmern könnt.
Tapfer stellt ihr euch den Pappkameraden entgegen!
Im Kartenhaus
Nun aber zu den Unterschieden im Vergleich zum allmächtigen Diablo: Ins Auge sticht zunächst der Grafikstil von Book of Demons. Alles, von den Figuren bis zu den Dungeons, sieht aus, als wäre es aus Pappe gefaltet. Konsequent wurden auch die Animationen auf ein Minimum reduziert. Das sieht zunächst ungewohnt aus, ist aber sehr stimmig.
 
Passend dazu sind Ausrüstung, Tränke und Spezialfähigkeiten als Sammelkarten gestaltet, die zufällig in der Spielwelt verteilt sind. Alle drei Kartentypen teilen sich die begrenzten Kartenslots: Wollt ihr eine neue Halskette ausrüsten, könnt ihr dafür auch auf einen Trank oder einen Spezialangriff verzichten – oder die Anzahl der Kartenslots gegen Geld erhöhen. Die grünen, passiven Ausrüstungskarten blockieren jedoch einen Teil eures Manapools, der dann für Spezialangriffe nicht mehr zur Verfügung steht. Je höher die Stufe der Karte, desto mehr. Dadurch ergeben sich auch innerhalb der Klassen zahlreiche Variationen.
 
Abwechslungsreich sind auch die Gegner gestaltet, die sich im Hinblick auf Spezialfähigkeiten und Bewegungsmuster deutlich unterscheiden. Hinzu kommen zufällige Bossgegner, die in mehreren Phasen unterschiedliche Fähigkeiten einsetzen, sowie drei große Gegner mit eigenem Dungeon.
Eure Ausrüstungs- und Fähigkeitskarten können im Dorf gegen Geld und Upgrade-Karten aufgewertet werden.
Viele Klicks, niedrigeres Tempo
Beim Betreten des ersten Levels wird euch ein weiterer Unterschied auffallen. Eure Spielfigur kann sich nur auf festen Pfaden bewegen, während die Bewegung der Monster frei ist. Da auch als Krieger eure Waffenreichweite dem halben Sichtfeld entspricht, ist die Entfernung kein Problem. Wenn aber der Rückweg durch Felsen oder Feuer kurzzeitig versperrt ist während größere Gegnermassen anrücken und Bogenschützen euch aus der zweiten Reihe beschießen, kann es hektisch werden.
 
Apropos Hektik: Es ist schwer zu glauben, aber Book of Demons verlangt euch noch mehr Mausklicks ab als das große Vorbild, etwa zur Zerstörung von Schilden, bevor ihr deren Träger verwunden könnt. Wurdet ihr betäubt, müsst ihr kreisende Sterne anklicken und dann die verrutschten Karten, damit diese wieder einsetzbar sind. Und auch Gift lässt sich so heilen. Gleichzeitig ist das Spieltempo niedriger als bei Diablo, weil sich die Gegner langsamer bewegen, dafür aber relativ zäh sind.
 
Die Schwierigkeit kann in drei Stufen eingestellt werden, wobei es Veteranen auf der mittleren Einstellung leicht möglich ist, die Hölle ohne einen einzigen Tod zu erreichen. Diese sollten besser auf "Roguelike" starten, wobei dann – neben stärkeren Gegnern – ein indirekter Permadeath hinzu kommt: Jede Wiederbelegung kostet Gold - habt ihr keins mehr, ist das Spiel vorbei.
Was wäre die Hölle nur ohne Succubbi?
Fazit
Book of Demons sucht einerseits die Nähe zu Diablo, wagt aber gleichzeitig viele Neuerungen. Gut gefallen haben mir die Kartenmechanik, die Gegnervielfalt und der ungewöhnliche Grafikstil. Die festen Wege, die etwas zu zähen Gegner und die sehr hohe Anzahl der Mausklicks haben den guten Eindruck dagegen etwas getrübt.
 
Als Spiel für zwischendurch hat es mir aber Spaß gemacht, wozu ein bislang unerwähntes Feature - die einstellbare Länge der Zufallsdungeons - viel beigetragen hat. Öfters wollte ich nur noch einen "sehr kleinen" Dungeon à 5 Minuten spielen, nur um dann doch mehrere weitere anzuhängen.
 
  • Isometrisches Action-RPG
  • Einzelspieler
  • Für Anfänger und Fortgeschrittene
  • Preis: 21,99 Euro
  • In einem Satz: Einsteigerfreundliche, mausklicklastige Dungeon-Erkundung
Danywilde 23 Langzeituser - - 38919 - 7. Februar 2019 - 19:08 #

Eine wirklich witzige Idee, das Spiel grafisch so aufzubereiten. Sehr ungewöhnlich.

Der Marian 20 Gold-Gamer - P - 23090 - 7. Februar 2019 - 19:36 #

Klingt interessant. Könnte mir gefallen.

Slaytanic 24 Trolljäger - P - 49956 - 7. Februar 2019 - 20:12 #

Das ist kein Spiel für mich aber trotzdem schönen Dank für den Check.

Drapondur 30 Pro-Gamer - - 128115 - 7. Februar 2019 - 21:51 #

Klingt gut. Ich setze es mal auf die Wishlist. Danke für den Check!
Edit: Auf Steam gibt es auch eine Demo. Die schaue ich mir mal an.
Edit2: Gekauft! :)

Danywilde 23 Langzeituser - - 38919 - 8. Februar 2019 - 0:04 #

Well, that escalated quickly.

Maverick 30 Pro-Gamer - P - 381550 - 8. Februar 2019 - 16:36 #

Eine gute Entscheidung, Drapondur. ;-)

Tasmanius 20 Gold-Gamer - - 21042 - 7. Februar 2019 - 20:23 #

Das geht ja Schlag auf Schlag mit den Checks hier, großartig! Book of Demons stand auf meiner WS, dank dem Check tut es das jetzt nicht mehr.

LRod 16 Übertalent - - 4428 - 8. Februar 2019 - 18:40 #

Naja, dann hat der Check ja auch seinen Sinn erfüllt und dich vor einer für dich nicht passenden Kaufentscheidung bewahrt.

Tasmanius 20 Gold-Gamer - - 21042 - 8. Februar 2019 - 20:23 #

Ja, auf jeden Fall!! Der Check war hilfreich.

Maverick 30 Pro-Gamer - P - 381550 - 8. Februar 2019 - 21:14 #

Woran liegt es eigentlich, dass du das Spiel von der Wishlist gestrichen hast?

Tasmanius 20 Gold-Gamer - - 21042 - 8. Februar 2019 - 21:20 #

Wegen den festen Pfaden, das kann ich mir so gar nicht vorstellen. Aber ich habe durch Drapondur gelernt, dass es eine Demo gibt. Die sollte ich vielleicht vorher ausprobieren.

Maverick 30 Pro-Gamer - P - 381550 - 9. Februar 2019 - 8:44 #

Ja, die Demo solltest du mal ausprobieren. Nur wegen der Eingeschränktheit beim Laufen innerhalb der Dungeons solltest du den Titel nicht sausen lassen, falls du generell am Genre bzw. Spiel ein Interesse hast.

Tasmanius 20 Gold-Gamer - - 21042 - 9. Februar 2019 - 9:06 #

Demo bereits installiert :-) (aber noch nicht gestartet).

paschalis 18 Doppel-Voter - P - 9342 - 10. Februar 2019 - 15:55 #

Jetzt gestartet?

Tasmanius 20 Gold-Gamer - - 21042 - 10. Februar 2019 - 20:48 #

Mittlerweile ja, bin bis jetzt aber noch nicht ganz warm damit geworden. Allerdings habe ich das Demoende auch noch nicht erreicht, vielleicht kommt das ja noch. Ich liebe diesen scherenschnittartigen Stil, visuell bin ich ein bisschen verliebt. Aber mit den vorgegeben Pfaden tu ich mich noch schwer, das steuert sich dadurch (zumindest mit M+T) recht schwammig und unpräzise. Auch die Mausbewegung fühlt sich kömisch träge an. Man muss viel klicken und das Spiel ist etwas dröge, als würde man durch Pudding waten.
Dann doch lieber Apotheon.

paschalis 18 Doppel-Voter - P - 9342 - 11. Februar 2019 - 8:41 #

Hört sich so an, als ob du die Demo nicht beenden mußt, deine Probleme mit der Eingabe werden sich nicht mehr ändern.

Tasmanius 20 Gold-Gamer - - 21042 - 11. Februar 2019 - 9:46 #

Ach, manchmal muss man sich einfach an Dinge gewöhnen. Optisch gefällt es mir so gut, dass ich die Demo auf jeden Fall beende. Das hat das Spiel schon verdient.

Der Marian 20 Gold-Gamer - P - 23090 - 9. Februar 2019 - 10:08 #

Das finde ich gerade einen interessant anderen Ansatz. Mir geht bei den Diablo-likes inzwischen das Abgrasen aller Ecken der Karte auf der Suche nach noch dem letzten fisseligst versteckten Schatz auf die Nerven.
Muss das Spiel hier echt mal ausprobieren. Demo lädt runter.

schlammonster 30 Pro-Gamer - P - 158715 - 7. Februar 2019 - 20:55 #

Dammich, schon wieder ein interessanter Titel ... Danke für den Check!

Danywilde 23 Langzeituser - - 38919 - 7. Februar 2019 - 21:30 #

Ja, ich habe auch das Gefühl, dass es momentan wieder mehr potentiell interessante Spiele gibt.

Janosch 23 Langzeituser - - 45012 - 15. Februar 2019 - 23:40 #

Es gibt zu viele interessante Spiele und Bücher und zu wenig Zeit...

TSH-Lightning 20 Gold-Gamer - P - 21608 - 7. Februar 2019 - 20:59 #

Danke. Schöne Idee und sieht gar nicht mal schlecht aus.

Q-Bert 17 Shapeshifter - 8305 - 7. Februar 2019 - 23:16 #

Nice! Aber bei mausklicklastig bin ich raus, auch wenn mit der Stil sehr gut gefällt.

Kirkegard 19 Megatalent - 17496 - 8. Februar 2019 - 9:28 #

Prima Check, danke :-)

Xalloc 15 Kenner - 3581 - 8. Februar 2019 - 9:47 #

Wirklich ein kleines feines Spiel, ich bin schon einmal mit dem Krieger durch. Ich kann nur jedem empfehlen, einmal die Demo zu probieren. Nach dem Anspielen wollte ich es gleich haben.

Ganon 24 Trolljäger - P - 49608 - 8. Februar 2019 - 10:45 #

Ein Diablo-Klon, ich kann mein Gähnen kaum unterdrücken. ;P
Immerhin witziger Grafikstil. Aber nichts für mich.

Drapondur 30 Pro-Gamer - - 128115 - 8. Februar 2019 - 12:18 #

War auch skeptisch aber schau Dir mal die Demo an. Nach einer Stunde habe ich es gekauft. :)

Danywilde 23 Langzeituser - - 38919 - 8. Februar 2019 - 16:23 #

Ich glaube, das werde ich jetzt auch mal machen.

Ganon 24 Trolljäger - P - 49608 - 10. Februar 2019 - 12:31 #

Danke, aber diese Art Spiele spricht mich einfach null an. Zumal mit diesem Standard-Dark-Fantasy-Gedöns. Ich habe Diablo 2 gespielt und fand es unendlich öde.

Maverick 30 Pro-Gamer - P - 381550 - 8. Februar 2019 - 16:37 #

Schöner Indie-Check zu Book of Demons, kann es Action-RPG-Fans ebenfalls empfehlen, der Sammeltrieb stellt sich bereits nach kurzer Zeit ein, auch wenn es nur Karten und keine "echten" Items fürs Ausrüsten der Charaktere gibt. Aber es gibt trotzdem eine Menge an Auswahl und das Experimentieren mit den (aufrüstbaren) Karten macht auch Laune. :)

Habe bereits einige Spielsessions seit dem Release der finalen Version im Dezember hinter mir, habe den Endgegner aber noch nicht geplättet, spiele derzeit alle drei Charaktere parallel. Wie bereits von LRod erwähnt, ist der Flexiscope-Modus für die einstellbare Dungeon-Größe und Spiellänge ungemein praktisch, ein tolles Feature. Und beim "Nur noch das kleine Dungeon" habe ich mich auch schon mehrfach ertappt. *g*

TheRaffer 19 Megatalent - - 16467 - 8. Februar 2019 - 17:19 #

Gibt es gerade auch für "nur" ca. 15 Euro auf Steam.
Aber mal eine blöde Frage: Wie habe ich mir das mit den Laufwegen vorzustellen? Und wie kann ein Krieger die halbe Sichtweite weit schlagen?

Hat jemand ein Beispiel für mich?

LRod 16 Übertalent - - 4428 - 8. Februar 2019 - 18:38 #

Du bewegst dich normal, kannst aber die Wege (erkennt man auf dem 1. Screenshot gut) nicht verlassen.

Sobald die Gegner dann nah genug ran sind, kannst du sie per Mausklick verwunden - dafür müssen sie nicht neben dir stehen. Stelle es dir wie ein auf Mausklick sofort treffenden Distanzzauber vor :-)

Die Monster selbst haben aber normale Nahkampfreichweite.

TheRaffer 19 Megatalent - - 16467 - 8. Februar 2019 - 18:40 #

Ah, jetzt verstehe ich auch diese Formen im ersten Screenshot, die ich nicht deuten konnte. Danke für die Erklärung :)

LRod 16 Übertalent - - 4428 - 8. Februar 2019 - 18:43 #

Die Pfeile der Schurkin treffen übrigens auch normal mit leichter ZeitvZeitverzögerung, dafür auch weiter entfernte Gegner. Die Mechanik gleicht beim Krieger einfach aus, dass du nicht hinlaufen kannst.

TheRaffer 19 Megatalent - - 16467 - 8. Februar 2019 - 18:48 #

Aber verschafft das dem Krieger nicht unfaire Vorteile?

Denke da an Diablo und die Möglichkeit mit meinem Schwert über mehrere Felder hinweg zu treffen...

LRod 16 Übertalent - - 4428 - 8. Februar 2019 - 18:56 #

Jein, du hast schon Recht, die Schurkin kann mit dem Standardangriff daneben schießen, der Krieger trifft immer und sofort und der Magierstandardangriff (ein nicht-instant zielsuchender Zauber) nicht sofort, aber ich meine immer.

Aber die Reichweite des Kriegers ist geringer. Bogenschützen visieren einen da doch deutlich außerhalb der eigenen Reichweite an und wenn von da auch die Nahkampfgegner kommen müssen die unter Beschuss erst beseitigt werden. Die Schurkin ist da zum Ausgleich flexibler.

Es gibt zwar kein Multiplayer (sie haben aber gerade gestern eine Art Shadow Play reingepatcht), aber es gibt Ranglisten und alle Klassen sind in etwa gleich häufig ganz oben, mit ganz kleinen Nachteilen für den Magier. Danach scheint es auch langfristig relativ gut ausbalanciert zu sein.

TheRaffer 19 Megatalent - - 16467 - 8. Februar 2019 - 20:01 #

Woran orientieren sich diese Ranglisten?

LRod 16 Übertalent - - 4428 - 8. Februar 2019 - 20:17 #

Irgendeine Punktewertung, die sich aus der Anzahl der besiegten Gegner ergibt. Bei der für normale Schwierigkeit kannst du nur bis zum ersten Tod Punkte sammeln meine ich, bei der für schwer (also "Roguelike") sollte es erster Tod und letzter Tod als Ranglisten geben.

Die werden monatlich geführt, bleiten bestehen und können durchgeblättert werden.

TheRaffer 19 Megatalent - - 16467 - 9. Februar 2019 - 12:29 #

Ah verstehe, danke :)

Danywilde 23 Langzeituser - - 38919 - 9. Februar 2019 - 10:36 #

Das ist eine gute Erklärung, danke!

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