Medienrats-Vorsitzender kritisiert Hakenkreuz-Erlaubnis in Spielen

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Dennis Hilla 59064 EXP - Redakteur,R10,S10,C10,A10,J10
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18. September 2018 - 11:00 — vor 4 Wochen zuletzt aktualisiert

In einem Beitrag auf der Seite M - Menschen Machen Medien kritisiert der Vorsitzende des Medienrates der Medienanstalt Hamburg/Schleswig-Holstein, Lothar Hay, die Entscheidung der USK, verfassungsfeindliche Symbole in Videospielen in Einzelfällen zu gestatten. Grundstein hierfür war die Freigabe der Gamescom-Demo von Through the Darkest of Times (im Angeschaut-Bericht), einem Titel, der den Widerstand gegen die Nationalsozialisten im zweiten Weltkrieg thematisiert, trotz darin enthaltener Hakenkreuze.

Laut Hay sei die Entscheidung schlicht falsch. Die Gleichstellung von Filmen und Spielen ist seiner Meinung nach alleine deshalb nicht gerechtfertigt, weil die Wirkung von Gewalt in Games erheblich problematischer sei. So heißt es in seinem Artikel:

Das Besondere an der Wirkung von Computerspielen ist unter anderem ihre hohe Interaktivität oft mit selbst geschaffenen Aggressions-Figuren. Gewalthandlungen können beliebig wiederholt werden und sie werden belohnt, etwa durch Punkte oder das Erreichen eines höheren Levels. Mit der Ego-Shooter-Perspektive nimmt der Spieler gefühlt selbst die Position der Spielfigur ein.

Durch Hakenkreuze, den Hitlergruß und weitere verfassungsfeindliche Handlungen und Symbole werde diese Problematik nur weiter verstärkt. Seine Aussagen stützt Hay auf Studien, die ein gesteigertes Aggressionspotential bei Spielern von entsprechenden Titeln attestieren.

Hay betont aber, dass er keinerlei Probleme in der gesellschaftlichen Anerkennung von Videospielen sehe. Diese sei allerdings durch diverse politische Handlungen bereits in der Vergangenheit zur Genüge vorangetrieben worden.

Im Jahr 2017 eröffnete bereits die Bundeskanzlerin die Spielemesse Gamescom und im laufenden Jahr gaben sich dort Staatsminister und Ministerpräsidenten die Controller in die Hand. Selbst im Koalitionsvertrag haben sich Union und SPD verpflichtet, den Spielentwicklern finanziell zu helfen. Die gut vernetzte und durch Lobbyisten vertretene Games-Branche ist längst als wirtschaftlich relevante Größe anerkannt.

Jedoch nicht in Ordnung sei, eine öffentliche Debatte aufgrund von "raffinierter PR oder geschicktem Lobbyismus" zu umgehen.  Diese müsse um jeden Preis stattfinden.

In einem offenen Brief auf Facebook reagierte Jörg Friedrich, Gründer und Game Designer von Paintbucket Games und Entwickler von Through the Darkest of Times , auf den Artikel. Erwartungsgemäß kritisch steht er den Aussagen von Hay gegenüber, solle sein Werk doch einen erzieherischen Auftrag erfüllen und nicht die NS-Zeit verherrlichen.

Die Aussage von Hay, Spiele sollen keine verfassungsfeindlichen Symbole beinhalten, vergleicht er mit der Beschlagnahmung des Comics Maus. Diesen habe Friedrich in seiner Kindheit gelesen und er habe ihm die Schrecken des dritten Reiches auf eine verantwortungsvolle Art und Weise nähergebracht. Bei seinen Eltern geschah dies durch die TV-Serie Holocaust. Und eben genau diesen Weg wollen er und sein Team mit Through the Darkest of Times gehen.

Was aber passiert, wenn in diesem immer weiterwachsenden Medium das dunkelste Kapitel der Geschichte nicht oder nur beschnitten erzählt wird? Es wird vergessen. Das will ich nicht und deshalb arbeite ich an einem Spiel über den historischen, zivilen Widerstand gegen den Nationalsozialismus. Denn wenn meine Eltern eine TV-Serie und mich ein Comic-Buch über Shoa und Nationalsozialismus aufgeklärt haben, dann wird für meinen Sohn vielleicht einmal ein Computerspiel diese Rolle einnehmen.

Auch geht er auf die Aussage zu Ego-Shootern von Hay ein und erklärt, dass keines der drei Spiele (Attentat 1942, Through the Darkest of Times, My Child Lebensborn), denen die USK trotz verfassungsfeindlicher Symbole eine Freigabe erteilt hat, ein Ego-Shooter sei.

Ebenfalls verweist er auf die Geschehnisse in Chemnitz und Köthen, bei denen Rechtsradikale auf den Straßen marschierten und verbotene Parolen skandierten. Außerdem verweist er auf die Partei AfD, die trotz ihres rechtsextremen Gedankengutes gerade dabei sei, zur stärksten Partei in Sachsen zu werden. Er sei sich sicher: Keiner der von ihm genannten habe ein Spiel mit NS-Symbolik darin gespielt.

Seinen Brief schließt Friedrich mit einem Zitat und einer direkten Bitte an Lothar Hay:

Der israelische Schriftsteller Assaf Gavron schrieb am Dienstag in der Zeitung „Die WELT“: "Die Dinge so zu erzählen, wie sie sich zugetragen haben, statt sie zu verbergen, wird helfen sicherzustellen, dass sich die Geschichte so niemals wiederholen kann. Ein Videospiel, in dem Nazis bekämpft werden(...) ist ganz sicher ein nützliches Werkzeug, um diese Gruppen in ihre Schranken zu verweisen und ihren Wunsch, uns in die dunkelsten Zeiten der Weltgeschichte zurückzuführen, zunichtemachen."

Dem habe ich nichts hinzuzufügen, außer dass ich es für unabdingbar halte, dass in diesen unruhigen Zeiten auch die Gewerkschaften endlich ihrer Aufgabe zu progressiver Aufklärung nachkommen, anstatt sich hinter Vorurteilen zu verschanzen. Es wäre großartig, wenn wir hier zusammen, statt gegeneinander, arbeiten könnten.

Dennis Hilla Redakteur - 59064 - 18. September 2018 - 11:01 #

Ein spannendes und wichtiges Thema wie ich finde. Bleibt bei der Diskussion bitte sachlich!

Ganon 24 Trolljäger - P - 46268 - 18. September 2018 - 11:15 #

Dennis, ich versuch's. ;-)
Aber der Verweis auf die Wirkung von Gewalt in einem Ego-Shooter ist wirklich bescheuert und hat nichts mit Nazi-Symbolen in einem aufklärerischen Spiel zu tun. Wenn es um Wolfenstein ginge, könnte man ja noch einen Zusammenhang herstellen, aber selbst da ergibt es nicht viel Sinn, wenn ich doch gegen die Nazis kämpfe.
Wäre schön, wenn Herr Hay auf den Brief von Jörg Friedrich antworten würde. Aber darauf ist wohl kaum zu hoffen. Habe mir noch schnell den gesamten Beitrag durchgelesen, ist ein zusammenhangloses, uninformiertes Geschreibsel.

euph 25 Platin-Gamer - P - 63781 - 18. September 2018 - 11:22 #

Dann müsste sich Hay aber mit dem Thema auseinandersetzen und würde merken, was für einen Mumpitz er da von sich gibt. Schon alleine die Tatsache, dass es für ihn offenbar nur Egoshooter gibt (das einzige was bei ihm wohl von der Killerspieldebatte übrig geblieben ist) disqualifiziert seinen Kommentar. Auch schön, wie sich ein Politiker über Lobbyarbeit beschwert :-)

VikingBK1981 19 Megatalent - P - 15795 - 18. September 2018 - 13:16 #

Das ist ja leider das Problem, dass sich Politiker und sonst sich oft einmischende Personen mit dem Thema nicht beschäftigen. Das gilt für fast alle Bereiche der Politik.

Jonas S. 19 Megatalent - P - 16613 - 18. September 2018 - 15:55 #

Gerade bei Wolfenstein sehe ich wenig Möglichkeiten für die verfassungsfeindlichen Symbole in Deutschland. Bei einem Singleplayer kannst du noch mit der Argumentation kommne, dass die Gegner Nazis sind. Was machst du aber im Multiplayer? Da fängt das Problem erst an, sobald du theoretisch einen Nazi mit Hakenkreubinde spielen könntest.

Sp00kyFox 18 Doppel-Voter - 12779 - 18. September 2018 - 16:19 #

wobei man ja in entsprechenden spielen auch schon bislang nazis spielen konnte im multiplayer. ob da nun hakenkreuze den braten fett machen.. aber mag schon sein, dass da die USK zweifel hat. wobei selbst bei internationalen versionen in aller regel entsprechende symbole fehlen im multiplayer, um eben derartige probleme auszuschließen. deutschland ist ja diesbzgl keineswegs das einzige land wo gewisse symbole aus der zeit rechtlich problematisch sind. insofern fraglich ob es überhaupt mal dazu kommt, dass die USK vor so einem fall steht.

euph 25 Platin-Gamer - P - 63781 - 18. September 2018 - 16:34 #

Ich denke ein Multiplayertitel wird es wirklich schwer haben. Beim Singelplayer bin ich da noch gespannt, wie die USK da entscheiden wird.

Aladan 24 Trolljäger - P - 48763 - 18. September 2018 - 11:27 #

Mir kommt das alles immer nur so vor, als würden viele unsere Geschichte am liebsten verstecken und vergessen. Dabei ist das Thema gerade aktueller denn je..

MrFawlty 17 Shapeshifter - P - 8178 - 18. September 2018 - 12:10 #

Das geht mir genauso.
Der entscheidende Punkt ist ja vom Gesetz immer noch gedeckt: NS darf nicht verharmlost oder verherrlicht werden.
Und zu einer Darstellung der NS-Thematik, egal in welchen Medien, sollte man auch die entsprechenden Symbole verwenden, damit niemand vergisst wofür diese stehen.

Blacksun84 17 Shapeshifter - - 8795 - 18. September 2018 - 12:38 #

Boykottaufrufe gegen AfDler hab ich auch schon erlebt. Aber ich weiß natürlich, in welche Richtung du gehen wolltest. Unschön sind unsere Zeiten wirklich.

Unregistrierbar 17 Shapeshifter - 7508 - 18. September 2018 - 12:50 #

Genau so sehe ich es auch. Und das Schlimmste ist, dass die Stimmen von rechts so tun, als würde man ihnen den Mund verbieten. Dabei ist genau das Gegenteil der Fall, sie suhlen sich in der Meinungsfreiheit einer Demokratie, die sie am liebsten abschaffen würden, wenn sie könnten.

Blacksun84 17 Shapeshifter - - 8795 - 18. September 2018 - 12:58 #

Deswegen habe ich vor Langem angefangen, Politik eben Politik sein zu lassen. Ich wähle liberal wie immer und genieße sonst meinen Biedermerkel. Schont die Nerven und den Magen. ;)

Unregistrierbar 17 Shapeshifter - 7508 - 18. September 2018 - 13:07 #

Ich lasse mich schon auch auf der einen oder anderen Demo gegen Rechts bzw. für Weltoffenheit sehen. Damit nicht der Eindruck bestehen bleibt, eine rechte Minderheit von 15 % spräche für das ganze Land (was sie ja immer tut).

Zur Sache:
ich bin mir nicht völlig sicher mit der Frage, ob die Darstellung von Nazi-Symbolik negative Auswirkungen auf Gamer haben könnte, aber ich tendiere eher dazu, möglichst wenig zu zensieren.

Grund:
Es kommt auf die Art an, wie das Spiel gemacht ist - da gibt es so viele Möglichkeiten, wie man die Anti-Nazi-Message trotz Nazi-Symbolik eindeutig rüberbringen kann. Und umgekehrt wird auch ein Verbot solcher Symbolik ein Spiel nicht automatisch zu einem Statement gegen Nationalismus machen.

Meine Kritik an der Zensur ist also die, dass man glaubt, mit der Regulierung von Äußerlichkeiten die Illusion von Steuerung zu haben - hat man nicht, denke ich.

Blacksun84 17 Shapeshifter - - 8795 - 18. September 2018 - 14:13 #

Bei Spielen, bei denen man Nazis bekämpft, ist der Vorwurf von Propaganda eh dämlich. Wenn ich dagegen in einem HoI unter der Naziflagge die Welt erobert, kann dies grenzwertig sein, gehört für mich jedoch auch noch zur Kunstfreiheit. Unsere Gesellschaft sollte wieder liberaler werden und weniger vor Rechts und Links in die Knie gehen. Weder 15% AfDler noch 20% Linke und Grüne sind DAS Volk.

Jonas S. 19 Megatalent - P - 16613 - 18. September 2018 - 15:57 #

30% CDU/CSU sind aber auch nicht das Volk. Was machen wir nun da? :D

Blacksun84 17 Shapeshifter - - 8795 - 18. September 2018 - 16:21 #

Feststellen, dass es DAS Volk nicht gibt, genauso wenig, wie alle Westdeutschen rechtsradikal oder alle Ostdeutschen linksversifft sind oder umgekehrt.

Jonas S. 19 Megatalent - P - 16613 - 18. September 2018 - 16:26 #

Ist mir schon klar. ;)

CBR 20 Gold-Gamer - P - 22805 - 18. September 2018 - 16:35 #

> Damit nicht der Eindruck bestehen bleibt, eine rechte Minderheit von 15 % spräche für das ganze Land (was sie ja immer tut).

Damit kannst Du die Teilnahme an einer Demo gegen jedwede Partei begründen. Es ändert sich nur der Prozentsatz. Zum Glück hat keine Partei die absolute Mehrheit.

Q-Bert 16 Übertalent - 5772 - 18. September 2018 - 17:20 #

Eigentlich ist auch die "absolute Mehrheit" nur eine kleine Minderheit, denn Deutschland hat:

82,6 Millionen Einwohner, davon
61,5 Millionen Wahlberechtigte, davon
46,8 Millionen tatsächliche Wähler (Wahlbeteiligung BTW 2017 76,2%), davon
44,4 Millionen relevante Stimmen (2,4 Millionen Stimmen gingen an Parteien, die an der 5% Hürde gescheitert sind und damit rausfallen)

Vom kläglichen Rest reichen 22,2 Millionen für eine "absolute Mehrheit". Selbst wenn also eine einzige Partei eine absolute Mehrheit im Bundestag hätte, hätten sie trotzdem gerade mal knapp 27% der Menschen in diesem Land gewählt.

CBR 20 Gold-Gamer - P - 22805 - 18. September 2018 - 17:34 #

Auch da hast Du natürlich Recht und das ist mir auch soweit bekannt. Allerdings wollte ich nicht kleinlich sein und habe mich dabei der Metrik meines Vorredners bedient. ;-)

Unregistrierbar 17 Shapeshifter - 7508 - 19. September 2018 - 1:04 #

Ein glänzender Kommentar. Danke.

Unregistrierbar 17 Shapeshifter - 7508 - 19. September 2018 - 1:02 #

Also eigentlich meine ich im Moment die AfD, die für 12,6 % der Wähler (72,6 %) spricht.
Es ist ausgeschlossen, dass die 27,4 % Nichtwähler alle die AfD unterstützen, aber dann nicht zur Wahl gehen. Bei Prostestwählern ist das ja eher andersrum.

Kirkegard 19 Megatalent - 16896 - 18. September 2018 - 11:28 #

Man muss die Sau im Dorf nicht zum x-ten Mal durchkauen. Das Thema ist durch , gut so. Endlich.

Maulwurfn Community-Moderator - P - 20560 - 18. September 2018 - 11:52 #

Lothar knows nothing!

rammmses 19 Megatalent - P - 15599 - 18. September 2018 - 11:52 #

Zu dem Thema wurde alles gesagt, nur nicht von jedem. Solche "kritischen" Stimmen ergeben sich (wie so oft bei dem Thema Videospiele) nur aus Unkenntnis, die USK hat ja nicht irgendeinen Nazi-Shooter freigegeben.

Thomas Schmitz Freier Redakteur - P - 6464 - 18. September 2018 - 12:17 #

Das Schlimme ist: Wenn der Medienratsvorsitzende einer Medienanstalt sich nicht mit Medien auskennt und nur Blödsinn von sich gibt, ist das ein Armutszeugnis.

Das Thema Computerspiel nur auf Ego-Shooter zu beschränken ist genau so doof, als ob er sagen würde, im Bereich Film gibt's nur FSK-18-Krawall-Action.

Nur: Solche Leute müssen doch Presseabteilungen haben, die das rausjagen. Oder irgendjemand in dieser Medienanstalt sollte sich doch mit diesem Thema auskennen. Es spielt ja, wenn man dem GAME-Verband glauben schenken mag, jeder zweite Deutsche oder sogar mehr.

Hermann Nasenweier 16 Übertalent - P - 4364 - 18. September 2018 - 22:43 #

Ich denke das Fachwissen beschränkt sich da auf „seriöse“ Medien, nicht so schreckliche Dinge wie Computerspiele die aus Kindern Bestien werden lassen. Ich finde das genauso traurig wie Du auch, von so jemanden könnte man zumindest erwarten daß er zumindest ein wenig Ahnung von Spielen hat. Aber wozu, Stammtischwissen reicht ja aus um den Mund aufzumachen.

Sehr gut fand ich dagegen die Antwort auf seine Aussage. Da merkt man schon den geistigen Unterschied der zu beiden Aussagen führt. Auf der einen Seite Unwissen und Vorurteile, auf der anderen Seite eine differenzierte Aussage und ein Angebot wie man das Thema angehen kann.

Funatic 17 Shapeshifter - P - 6020 - 18. September 2018 - 12:18 #

Mich ermüdet das Thema langsam auch, ist doch alles zu gesagt und auch richtig entschieden worden. Muss nicht jedes mal wieder neu aufgekocht werden wenn sich irgendjemand zu dem Thema äußert. Nur die Definition von "selbst geschaffenen Aggressions-Figuren" hätte ich gerne mal gehört. *headdesk*

blobblond 19 Megatalent - 19880 - 18. September 2018 - 12:26 #

"selbst geschaffenen Aggressions-Figuren"
So um 2000 rum, haben die "Qualitätsmedien" etwas ähnliches geschrieben, das man in Counterstrike&Co. auf Schulmädchen Schießstand und dafür Punkte kriegt...

https://www.gamestar.de/artikel/counter-strike-ein-killerspiel-counter-strike-und-die-verbotsdebatte,1956953,seite2.html

Dennis Hilla Redakteur - 59064 - 18. September 2018 - 12:26 #

Wurde auch nicht Counter-Strike die Szene zugemünzt, in der man einem Gegner eine Granate in den Rachen stopft, die dann eigentlich aus einem beschlagnahmten Spiel von Rockstar war? Ich meine sogar, dass lief in einem der öffentlich-rechtlichen, die sich durch das bloße Zeigen ja schon strafbar machten...

blobblond 19 Megatalent - 19880 - 18. September 2018 - 12:29 #

Jup, sowie die Bild die Bilder aus soldier of fortune als Bilder aus Counterstrike verkaufen wollte.

Funatic 17 Shapeshifter - P - 6020 - 18. September 2018 - 15:52 #

Immerhin weiss ich jetzt, dass man in der EGO-Perspektive quasi selbst die Position der Spielfigur einnimmt. Das war mir vorher gar nicht bewusst! *lol*

Robokopp 13 Koop-Gamer - P - 1602 - 18. September 2018 - 12:40 #

Der meint wohl da würden jetzt zukünftig First Person Spiele gemacht in denen man auf Knopfdruck den Hitlergruß zeigt und ungeniert Hakenkreuze an Wände schmieren kann. :rolleye:

Unregistrierbar 17 Shapeshifter - 7508 - 18. September 2018 - 12:54 #

Ich finde seine Aussage nicht vollkommen falsch. Die Frage ist, inwiefern das Spielen zu Identifikation mit dem Protagonisten führt. Dabei habe ich jetzt keine Ahnung, ob man bei irgendeinem Game auch die Nazi-Seite spielen kann. Bei Strategie- oder auch Open-World-Spielen könnte ich mir schon vorstellen, dass die Möglichkeit besteht. In diesem Zusammenhang sähe ich die Darstellung von Nazi-Symbolik aber als das kleinere Übel an. Mich würde eher die Wahlmöglichkeit stören.

CBR 20 Gold-Gamer - P - 22805 - 18. September 2018 - 16:40 #

Panzergeneral 3D fällt mir da ein. Es gab da noch ein anderes Spiel, in dem Du das Dritte Reich spielen und den 2.WK gewinnen konntest. Eigentlich waren die Achsenmächte übermächtig, aber wenn Du die Scripts nicht getriggert hast (_nicht_ Polen überfallen), dann war das machbar.

Jonas S. 19 Megatalent - P - 16613 - 18. September 2018 - 16:44 #

Hearts of Iron?

Q-Bert 16 Übertalent - 5772 - 18. September 2018 - 17:21 #

Strategic Command: WWII War in Europe

CBR 20 Gold-Gamer - P - 22805 - 18. September 2018 - 17:37 #

Welches Spiel es genau war, weiß ich nicht. Die Amerikaner wurden durch vier Waffenfabriken etwa an der Stelle von Island vertreten und das Spiel ist mindestens 20 Jahre alt.

Bluff Eversmoking 15 Kenner - P - 3218 - 18. September 2018 - 13:55 #

Mich interessiert der ganze Themenbereich nicht die Bohne, und ich neige auch nicht dazu, dass Thema "NS" mit ersatzreligiöser Überhöhung / Dämonisierung / Schnappatmung zu betrachten. Es ist mir in Bezug auf die Gegenwart einfach gleichgültig, so wie die napoleonischen Kriege oder die Belagerungen Wiens.
Und auf Hakenkreuze in Spielen kann ich tendenziell verzichten, die Mario-Kart-Siegeszeremonie sähe mit entsprechender Beflaggung auch reichlich albern aus.

euph 25 Platin-Gamer - P - 63781 - 18. September 2018 - 13:56 #

Es geht nun ja auch überhaupt nich darum, sinnlos Hakenkreuze in Spielen zu verwenden. Warum sollte das in Mario-Kart auftauchen?

Bluff Eversmoking 15 Kenner - P - 3218 - 18. September 2018 - 13:59 #

Mir ist die Intention völlig egal. Ich will überhaupt keine Politik in Spielen.

Ganon 24 Trolljäger - P - 46268 - 18. September 2018 - 14:02 #

Eine Flagge ist schon Politik?

euph 25 Platin-Gamer - P - 63781 - 18. September 2018 - 14:09 #

Ich hab gehört, es gibt noch andere Spieler....

Jonas S. 19 Megatalent - P - 16613 - 18. September 2018 - 16:00 #

Wie oft habe ich in letzter Zeit das Argumentation gehört - "Politik hat im Fußball, Basketball, Sport, whatever nichts zu suchen."

Politik ist überall und allgegenwertig. Wer das nicht will, sollte sich am besten irgendwo eine kleine Insel suchen. Dort wird man definitiv nicht von Politik belästigt.

Sven Gellersen 21 Motivator - P - 30212 - 18. September 2018 - 20:45 #

Dem kann ich nur zustimmen.

Q-Bert 16 Übertalent - 5772 - 19. September 2018 - 1:13 #

Dann hast du aber nie "Tropico" gespielt :)

vgamer85 18 Doppel-Voter - 9564 - 18. September 2018 - 21:32 #

Ich muss zugeben, das Thema nervt mich schon etwas :D Hype Thema

Tasmanius 19 Megatalent - - 17974 - 18. September 2018 - 13:56 #

Erstmal die Spruchpraxis der USK abwarten.

euph 25 Platin-Gamer - P - 63781 - 18. September 2018 - 14:10 #

Die ersten Sprüche sind ja schon gefallen, auch wenn die nicht unerwartet kamen. Die zukünftigen Entscheidungen werden da bestimmt interessanter.

Tasmanius 19 Megatalent - - 17974 - 19. September 2018 - 20:07 #

Mir ist, als hätte ich genau das geschrieben.

Elfant 21 Motivator - P - 28585 - 18. September 2018 - 14:16 #

Natürlich macht Herr Hay ein paar Fehler in seiner Argumentation und es ist ein leichtes Unterfangen sie aufzudecken und sie als Ganzes zu zerlegen. Aber es gibt einen Punkt den ich wesentlich bedenklicher finde und dieser fängt erst in den Kommentaren an: Die Wagenburg rückt zusammen!
Seine Punkte sind nicht so unwesentlich, wie mancher es gerne möchte. Ja nicht alle Spiele sind Ego - Shooter, was er auch nicht behauptet, aber das Beispiel Multiplayer Nazis gegen die Allierten haben auch wir Spieler schnell als kritisch ersonnen und erkannt. Eine Spruchpraxis gibt es dazu natürlich noch nicht.

Aber darum geht es dem Herrn Hay gar nicht. Er kritisiert wie es zu diesem Entschluss gekommen ist. Nicht durch einen breiten Diskurs samt Konsens oder Entscheidungen der Judikative, sondern dieser Entschluss wurde in den Hinterzimmern durch Lobbyisten geschmiedet. Kunst müsste immer dafür streiten, daß sie Frei ist und kämpft sowohl für den Erhalt wie die Erweiterung ihrer Grenzen, aber dafür geht sie auf die Bühne und nicht ins Hinterzimmer.

euph 25 Platin-Gamer - P - 63781 - 18. September 2018 - 14:45 #

Über das Thema wurde doch diskutiert, nur hat das eine breite Öffentlichkeit nur wenig interessiert. Und ich glaube kaum, das bei der Entscheidung der obersten Jugenschutzbehörde ein paar Leute im Hinterzimmer mal eben eine solche Entscheidung treffen. Bis es soweit ist, wird viel und auf vielen Ebenen gesprochen.

Und letztlich ist diese Entscheidung ja kein Freibrief. Die gewünschte Diskussion wird jetzt kommen, wenn die ersten "bösen" Spiele möglicherweise eine Freigabe bekommen (oder eben nicht). Die Entscheidung hebt nur den Fehler auf, der seit Jahren gemacht wurde, nämlich Spiel pauschal von der Anwendung der Ausnahmeklausel auszuklammern.

Elfant 21 Motivator - P - 28585 - 18. September 2018 - 18:31 #

Es ist nur kein Fehler, der gemacht wurde. Die Industrie war schlicht nicht bereit das Risiko eines Streites zu tragen und wenn sie nicht für dieses Recht streiten, wie es bei jedem anderem Kulturmedium vorher der Fall war, verdienen sie es auch nicht.

Despair 17 Shapeshifter - 6057 - 18. September 2018 - 14:56 #

Es gab Diskussionen um die deutsche Wolfenstein-Version und das in Deutschland mit einem Preis ausgezeichnete, aber zum damaligen Zeitpunkt nicht erhältliche "Attentat 1942". Die wurden eigentlich ziemlich öffentlich und nicht allein in Hinterzimmern geführt.

Elfant 21 Motivator - P - 28585 - 18. September 2018 - 18:38 #

Richtig diese Spiele wurden diskutiert und die Unsinnigkeit der Anwendung wurde zum Beispiel auch in der Süddeutschen festgestellt. Aber eine generelle Entscheidung oder gar Forderung gab da es nicht.

blobblond 19 Megatalent - 19880 - 18. September 2018 - 15:19 #

Wo siehst du das "Hinterzimmer"?

http://m.spiegel.de/netzwelt/games/wolfenstein-ii-und-das-nazi-thema-es-muss-sich-nur-einer-trauen-a-1177427.html
https://www.gamestar.de/artikel/biu-verbandschef-im-interview-hakenkreuz-verbot-in-spielen-ein-verstoss-gegen-grundrechte,3322103.html

Elfant 21 Motivator - P - 28585 - 18. September 2018 - 18:43 #

Aus dem Spiegelartikel:
"Es fehlt noch immer der große Präzedenzfall, der den Status von kleinen wie großen Videospielen vor dem deutschen Gesetz klärt. Paragraf 86 und 86a des deutschen Strafgesetzbuches mögen für Spielefirmen brisant sein: Doch genau das sollte nicht Grund für eine im Fall von "Wolfenstein II" befremdlich wirkende Selbstzensur sein, sondern Anlass zum Handeln."

Sp00kyFox 18 Doppel-Voter - 12779 - 19. September 2018 - 2:26 #

diese präzedenzfälle wurden dann auch geschaffen, was auch maßgeblich zu der änderung der internen richtlinien bei der USK geführt hat. inbesondere sei da das satire-spiel Bundesfighter 2 Turbo zu erwähnen, bei dem strafanzeige wegen verwendung verfassungsfeindlicher symbole gestellt wurde. das ganze wurde aber durch die generalstaatsanwaltschaft eingestellt mit dem hinweis, dass die bisherige rechtspraxis zu dem thema veraltet ist.

aber auch Attentat 1942, dessen entwickler lange hier mit ihrer rechtsabteilung eingewirkt haben. und auch die sehr öffentliche diskussion über sinn oder unsinn der zensur bei Wolfenstein TNO. diese neue haltung der USK kam keineswegs aus heiterem himmel, da gab es schon eine längere entwicklung hin bis zu diesem punkt.

Elfant 21 Motivator - P - 28585 - 20. September 2018 - 15:52 #

Es ist nur kein Präzedenzfall. Die Staatsanwaltschaft hält die Rechtspraxis nur für veraltet und agiert deswegen nicht. Ich meine, sie stellen sogar selber fest, daß ein Präzedenzfall nur durch ein Gericht geschaffen werden kann.

Was Du nun so nett als "Einwirken" bezeichnest, ist schlicht die kritisierte Lobbyarbeit. Da die Vorgaben auf einem Verwaltungsakt beruhen, an den sich die USK halten muss, kann man vor einem Verwaltungsgericht als Beteiligter klagen. Diesen Weg hat die Industrie aber immer gescheut.
Alle mir bekannten öffentlichen Aussagen der USK gerade im Bezug auf Wolfenstein TNC und Attentat 1942 ließen auch keinen anderen Weg erkennen oder gar auf ein Umdenken schließen, bis es dann Knall auf Fall kam.

Einen wesentlich Punkt scheint ihr aber zu übersehen: Es gab durchaus den Anstoß zu einer Diskussion, aber wo hat den die Masse einen Konsens gefunden? Die Masse hat die Diskussion noch nicht einmal aufgenommen und demzufolge auch keinen Konsens gebildet. Auch die Massenmedien fordern da kein Umdenken der Jugendschützer oder USK (siehe oben).

euph 25 Platin-Gamer - P - 63781 - 20. September 2018 - 16:20 #

Die USK hat doch immer gesagt, dass sie die Vorgaben der Obersten Jugendschutzbehörde umsetzen muss. Und die hat mit Hinweis auf das wohl einzige Urteil zu dem Thema vom OLG Frankfurt bisher darauf bestanden, das Spiele mit solchen Inhalten gar nicht erst zur Prüfung zugelassen werden dürfen. Insofern hatte die USK nie eine Wahl umzudenken. Dass das die Oberste Jugendschutzbehörde jetzt gemacht hat, lag an einer Diskussion, die durch den zweiten Wolfenstein-Teil, Spiele wie Attentat 1942 und auch der Entscheidung der Staatsanwaltschaft in Sachen des Wahlspiels IMO doch sehr geprägt war. Natürlich hat eine breite Masse die Diskussion nicht mal mitbekommen, weil sie das erstmal gar nicht interessiert hat. Daraus kann man aber doch nicht ableiten, dass diese nicht stattgefunden hat. Gerade als Medienwächter hätte ich jetzt erwartet, dass jemand wie Hay das zumindest mitbekommt - aber er war ja bisher nicht mal in der Lage die gesamte Situation richtig zu erfassen, einzuordnen und sich zu informieren.

Und was heißt die Massenmedien forderten kein Umdenken? Ein Teil der Spieler, ein Teil der Spieleindustrie wollte ein Umdenken. Beteiligte aller Seiten haben darüber diskutiert und das Ergebnis ist in meinen Augen auch kein schlechtes (bisher). Über die Diskussion wurde öffentlich berichtet, es war also keiner ausgeschlossen. Und zum Umdenken braucht es nicht immer riesen Lettern auf der Titelseite der Bildzeitung.

Elfant 21 Motivator - P - 28585 - 20. September 2018 - 18:32 #

Wie ich schon schrieb ist die USK an diesen Verwaltungsakt gebunden, jenes hält die Massenmedien nicht davon ab, das Thema zu verkürzen. So geschehen in der Süddeutschen zu Wolfenstein TNC.
Als nächstes dann die Öffentlichkeit einer Diskussion irrelevant, sondern es zählt ihre Breite und ihr Konsens in dieser Breite. Der Atomausstieg kam erst als die Minderheiten den Rückhalt in der breiten Bevölkerung hatten. Japan lässt grüßen, den vorher war die Masse daran auch nicht wirklich interessiert. Anders sah es zum Beispiel beim NATO - Doppelbeschluss aus. Wenn wir unsere grauen Zellen etwas anstrengen, kommen wir sicherlich auf eine handvoll Ereignisse (wir sind Spieler und zählen dementsprechend binär), welche es auch alle auf die Titelseite der BILD geschafft haben. Diese Ereignisse sind schlicht selten und Hakenkreuze in Spielen gehören nicht dazu. In aller Regel treffen eher Gerichte diesen Konsens.

Ich unterstelle Dir jetzt mal etwas: Du hast meinen Einstieg vergessen. Da schrieb ich bereits, daß Herr Hays Meinung durchaus angreifbar ist und habe nur den Teil herausgenommen dem ich auch zustimme. Dieser lautet, daß dieser Schritt durch Lobbyismus entstanden ist und nicht auf "nachvollziehbaren" Prozeßen. Ich mag zwar das erreichte Ziel, aber ich mag den Weg dahin nicht.

Sp00kyFox 18 Doppel-Voter - 12779 - 20. September 2018 - 18:45 #

wir haben ja ohnehin kein präzendenzfallrecht und wenn sich mittlerweile keine staatsanwaltschaft mehr findet, die solchen anzeigen nachgeht, dann ist das auch eine etabliert rechtspraxis an der man sich orientieren kann. du kannst es schließlich nicht erzwingen, dass ein verfahren eingeleitet wird.

eine breite gesellschaftliche diskussion bedarf diese änderung der prüfungs-richtlinien auch nicht, denn damit wurde lediglich geltendes recht umgesetzt. wer das recht für sich in anspruch nehmen darf und wer nicht, darüber hat die masse nicht zu entscheiden. weder bei minderheiten noch bei kultur-erzeugnissen. und ohne diesen vorstoß seitens der USK wäre zu erwarten gewesen, dass etwa die entwickler von Attentat 1942 ihr recht auf die anwendung der ausnahmeklausel durch die USK einklagen. denn auch auf juristischer seite hat sich in den letzten jahren die meinung etabliert, dass diese praxis rechtswidrig ist.

Elfant 21 Motivator - P - 28585 - 21. September 2018 - 20:17 #

Jenes ist nur in Teilen richtigen. Wir haben zwar kein Cause law, aber alles ab dem Rang eines OLG entschieden wird, erscheint im Bundesanzeiger und gilt dann als öffentlich bekannt. Ärzte, welche religöse Beschneidungen an minderjährigen Jungen durch führten, blieben deswegen lange straffrei bis so ein Fall vor eben einem OLG landete und führte dann zum §1631d BGB Ende 2012.
Die Hauptunterschied ist allerdings, daß im Cause law jedes Urteil zu einem Gesetz wird, während bei uns Präzedenzfall ab dem OLG und ähnlichem durchaus eine Rechtssprechung beeinflusst und eine Grundlage dafür bildet.
Und ganz nebenbei kann ein Verfahren in diesem Fall durchaus erzwingen. Dafür hätte aber der Verleger mit einem deswegen abgelehnten Spiel gegen den Verfahrensakt selbst klagen müssen.

Wer ein Recht in Anspruch nehmen darf, entscheidet letztlich die Judikative, aber die Masse kann in diesem Fall durchaus vor die Weichen dafür stellen und sie muss trotz eines gemeinsamen Konsens auch nicht erfolgreich sein.

PS: Wobei man nicht vergessen darf, das ein demokratischen Staat nur durch den Konsens seiner Bevölkerung existiert.

Sven Gellersen 21 Motivator - P - 30212 - 18. September 2018 - 20:46 #

Kann man nicht ernst nehmen.

Labrador Nelson 29 Meinungsführer - P - 125071 - 18. September 2018 - 21:43 #

Ja, das Thema hatte ich bereits zusammen mit Chris Schiffer von der WASD auf facebook zu Genüge ausdiskutiert, drum hier nicht auch noch. Trotzdem, kurz gesagt, selbstverständlich ist der Beitrag von Hay total ignorant, undifferenziert, unreflektiert, sachlich und fachlich schlecht bis gar nicht recherchiert, bedenkt in keinster Weise die gesellschaftliche Relevanz von Computerspielen und ist sich anscheinend der Adäquanzklausel nicht bewusst. Mal wieder hatte da einer, auf gut deutsch gesagt, von Tuten und Blasen keine Ahnung, musste aber unbedingt seinen Senf dazu geben. Erbärmlich.

ps: Vielleicht sollte man am Anfang der News noch erwähnen, dass der Mann auch Gewerkschaftsfunktionär ist. Da steht zwar am Ende im offenen Brief etwas von Gewerkschaften, ergibt aber ohne den Zusammenhang wenig Sinn.

Ganon 24 Trolljäger - P - 46268 - 18. September 2018 - 21:50 #

Wenn man diese MMM-Seite öffnet, sieht man direkt, dass sie mit ver.di zu tun hat. Macht den Text IMHO aber weder besser noch schlechter.

Green Yoshi 21 Motivator - P - 27036 - 18. September 2018 - 23:35 #

Eigentlich will das Berufsbeamtentum Loyalität sicherstellen. Wenn die Regierung wechselt, sollen die Beamten - unabhängig von ihrer eigenen politischen Position - die Minister sachgerecht beraten, sie warnen, falls Sie sachliche Fehler begehen könnten. Sie sind sogar verpflichtet, Bedenken mitzuteilen, falls sie eine bestimmte Position inhaltlich nicht mittragen können.

Leider sind solche Tugenden nicht selbstverständlich und es werden Menschen Beamte, die nur ihre eigene, persönliche Agenda verfolgen. Das gilt nicht nur für prominente Beamte wie Herrn Maaßen, sondern auch für viele kleine Fische.

BobaHotFett 12 Trollwächter - 954 - 19. September 2018 - 15:37 #

Bleede Bix.

Tr1nity 28 Endgamer - 103327 - 20. September 2018 - 12:00 #

Kein Grund den Mann zu beleidigen. Man hat extra drum gebeten hier sachlich zu bleiben.

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