2K-Producer: "Ingame-Währungen bedauerliche Realität moderner Spiele"

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5. September 2018 - 11:46
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Viele Spieler beschweren sich über das "Grinding" in Spielen wie FIFA 2018 und NBA 2K18, das nach dem Verdacht vieler schlicht Mikrotransaktions-Käufe begünstigen soll. Nun hat Rob Jones, der Senior-Produzent von NBA 2K19, in einem Interview mit Trusted Reviews die In-Game-Währungen als "eine bedauerliche Realität der modernen Spiele" bezeichnet.

Jedes Spiel hat an einem gewissen Punkt eine Währung, mit der man versucht, zusätzliches Einkommen mit den Spielern [...] zu generieren. Die Frage, die man sich dabei stellen muss ist, ab wann es sich anfühlt wie ein Fass ohne Boden – oder zu einem lohnenswerten zusätzlichen Inhalt wird.

Heutzutage haben die meisten Spieler nicht mehr die Geduld, sich ihren Weg an die Spitze zu erarbeiten, sie wollen einfach gleich ganz oben sein. Wir als Entwickler schauen uns an, wo es eine Möglichkeit gibt, ihnen zu erlauben, das Grinding zu umgehen. Dann sagen aber einige Spieler, dass der Grind zu lange dauert, und dass die Entwickler diesen bewusst so lange gemacht hätten.
 

Trusted Reviews hat bei einem Preview-Event NBA 2K19 anspielen können und ist der Ansicht, dass die Entwickler sich die Grind-Kritik bereits zu Herzen genommen und NBA 2K19 entsprechend überarbeitet haben. Rob Jones meinte außerdem noch, dass die Spieler zukünftig weniger In-Game-Währung benötigen würden und nicht mehr merken sollten, wo man genau versuche, ihr Spielen zusätzlich zu monetarisieren. Es solle sich anfühlen wie "eine Wahl, nicht wie Zwang."

euph 25 Platin-Gamer - P - 62201 - 5. September 2018 - 8:21 #

Wenn sie so bedauerlich sind, kann man sie auch weglassen.

Maulwurfn Community-Moderator - P - 19130 - 5. September 2018 - 8:22 #

Man kann doch nicht einfach die Realität weglassen, also jetzt echt jetzt!

euph 25 Platin-Gamer - P - 62201 - 5. September 2018 - 8:23 #

VR wird doch sowieso total überschätzt. Frag mal den Heinrich.

Thomas Barth 21 Motivator - 29104 - 5. September 2018 - 8:53 #

Dann kommen wieder die Leute die sich entweder darüber beschweren, dass es solange dauert alles freizuschalten oder es kommen die Leute die sich darüber beschweren, dass es nichts bzw zu wenig zum freischalten gibt. Also egal wie man es auch macht, man macht es falsch.

Ich mag Mikrotransaktionen, sie sind ein netter Weg um zu sagen "Wenn du unser Spiel nicht spielen möchtest, bezahl doch dafür". ;)

LRod 15 Kenner - - 2899 - 5. September 2018 - 9:03 #

Wenn es so umgesetzt ist wie es Lencer unten beschreibt, dann ist es nicht mehr nett...

Lencer 16 Übertalent - P - 5267 - 5. September 2018 - 10:23 #

Es gibt für mich nichts überzudramatisieren oder zu beschönigen. Ich habe auch schon an mehreren Stellen geschrieben, dass ich die reine Spielmechanik und die Grafik einfach grandios fand und ich in den 150 Stunden sehr viel Spass und auch sportlichen Frust hatte. Aber diese Dauerpräsenz der Ingame-Währung nervte schon. Bspw. sollte man auch spezielle Siegerposen von NBA-Spieler per Ingame-Währung freischalten, so das man sie selber nutzen kann. Wie dämlich ist dass denn bitte?

Und diese Aussage des Entwicklers läßt nur darauf schließen, dass sie Angst haben, dass extrem schlechte Feedback zur Ingame-Währung im Vorgänger auch Auswirkungen auf die Verkäufe von NBA 2K19 haben wird.

paschalis 16 Übertalent - P - 4148 - 5. September 2018 - 9:06 #

Allen recht machen kann man es natürlich nie und wer meckern will findet immer etwas zu meckern. Aber das Argument, daß es nur die Alternativen grinden oder bezahlen gibt, ist dünn. Die Entwickler könnten auch einen Modus einbauen, mit dem sich interessierte Spieler gleich das Team oder den Charakter ihrer Wahl zusammenbauen können, ganz ohne Mikrotransaktionen. Diese dienen also nur dazu um Geld zu verdienen, nicht um den Spielern das Leben zu erleichtern. Grundsätzlich finde ich das legitim, sich quasi als Opfer der Spielerwünsche hinzustellen hingegen nicht.

Thomas Barth 21 Motivator - 29104 - 5. September 2018 - 9:28 #

Solche Modi gibt es doch bereits in Spielen wie NBA 2K und FIFA, man kann einfach ein fertiges Team nehmen und sofort in Singleplayer oder Multiplayer loslegen. Selbst Halo 5, welches meines Erachtens im Modus Warzone nur so von Pay2Win strotzt, hat mit der Arena einen Modus in dem alle Spieler gleich behandelt werden. Die Modi mit den Mikrotransaktionen sind diejenigen in denen man etwas zum freischalten hat, weil es vielen Spielern heutzutage anscheinend nicht mehr ausreicht, wie früher einfach nur ein Spiel gegen den Computer oder gegen Freunde zu machen.

LRod 15 Kenner - - 2899 - 5. September 2018 - 10:09 #

Entschuldige, aber die Argumentation kann ich absolut nicht nachvollziehen. Man baut also einen coolen neuen Modus ein, aber ohne endlosen Grind nutzen dürfen den nur diejenigen, die nach dem Kaufpreis erneut mit Mikrotransaktionen bezahlen? Habe ich mit meinen 60 € nicht für den Karriere-Modus mitbezahlt?

Und auch die zweite Hälfte ist aus meiner Sicht nicht besser. Letztlich meinst du also, ich habe für meine 60 € gefälligst bei den Spielmodi der 90er zu bleiben. Jegliche Weiterentwicklungen und Innovationen muss ich darüber hinaus mit Mirkotransaktionen bezahlen, sonst darf ich sie nur eingeschränkt oder gar nicht nutzen?

Ein Schritt weiter gedacht wurde das ja schon bei Mordor. Drei Kapitel darfst du normal spielen für dein Geld. Wenn du es abschließen willst: Da geht's zum Ingame-Shop.

Sorry, das geht gar nicht und wurde bei mir zuletzt mit dem für mich eigentlich sehr interessanten NBA 2018 mit Nichtkauf quittiert.

Flammuss 18 Doppel-Voter - P - 9675 - 5. September 2018 - 10:46 #

In diesem Ausmaß scheint es aber eher ein Problem von einigen wenigen Spielen zu sein.
In PES 19 z.B. kann man alle Modi, bis auf myClub, ohne einen Cent Echtgeld oder Hinweise darauf spielen.
Wenn von 10 angebotenen Modi einer auf Echtgeldeinsatz setzt, kann ich gut damit leben.
Mordor und NBA 2018 sind aber auf jeden Fall Beispiele wie es nicht laufen darf.

Thomas Barth 21 Motivator - 29104 - 5. September 2018 - 12:31 #

Man konnte Mordor ganz ohne Mikrotransaktionen durchspielen, erst wenn man zum Epilog kam, musste man ohne Ende grinden bzw investieren. Bis dahin hat man aber ein riesiges Spiel für seine 60€ bekommen, warum darf es nicht so laufen?

Wenn Spieler weiterhin maximal 60€ in ein Spiel investieren, dann muss man den Content eben auf diese 60€ beschränken und jeglichen zusätzlichen Content durch Mikrotransaktionen finanzieren lassen.

Aladan 24 Trolljäger - P - 47831 - 5. September 2018 - 12:41 #

Der Epilog in Shadow of War ist ja nur der komplette letzte Akt. Erst nach dem Schmuh der Shadow Wars bekommt man das Ende, den Abspann + Song usw.

Freue mich für die Leute, die es erst jetzt spielen, und nach 5 Belagerungen bereits das Ende sehen können.

Thomas Barth 21 Motivator - 29104 - 5. September 2018 - 13:25 #

Tja, das war dann der Content den man für sein Geld bekommen hat. Wenn man so etwas nicht mag, muss man halt Test von einer Seite lesen, der man vertraut. Im GG Test hat es eine 8.0 bekommen, es wurde aber auch darauf hingewiesen, dass ein Zwang dazu besteht die Nebenmissionen zu machen, wenn man alles freischalten möchte.

Warum dann trotzdem kaufen und sich im Nachhinein darüber beschweren, wenn man schon von unabhängigen Testern darauf hingewiesen wird?

LRod 15 Kenner - - 2899 - 5. September 2018 - 15:14 #

Wir reden hier aber darüber, dass du ein Spiel ohne extremen Grind nicht abschließen oder ordentlich spielen kannst. Du gehst doch auch nicht ins Kino und zahlst 15 Minuten vor dem Ende nochmal nach um das Ende sehen zu dürfen oder hörst dir da an: "Tja, das war dann halt der Filmabschnitt den du für dein Geld bekommen hast." Das ist doch absurd.

Und gekauft habe ich Mordor natürlich nicht. Dafür waren sowohl der Test als auch die Erfahrungsberichte zu abschreckend. Es ärgert mich aber, dass zunehmend eigentlich interessante AAA-Produktionen damit verhunzt werden und das Schule zu machen scheint. Need 4 Speed war ja auch so ein Beipsiel: "Grinde endlos oder rüste dein Auto gegen Geld auf, sonst gewinnst du kein Rennen."

Das ist schlicht und einfach mieses Spieldesign. Und das jetzt als "bedauerliche Realität" zu bezeichnen ist für mich eine Verhöhnung der Spieler. Es gibt genug Entwickler, die auch ohne Ingame-Transaktionen auf einen grünen Zweig kommen.

Thomas Barth 21 Motivator - 29104 - 5. September 2018 - 15:32 #

Wenn das im Kino nicht so ist, warum hatte Deadpool 2 dann in der Kinofassung 12 Minuten weniger Filmmaterial? Oder kann es sein dass das Kino dir schon immer das "zusätzliche" Material vorenthalten hat, damit du weniger Film für deinen Preis bekommst?

euph 25 Platin-Gamer - P - 62201 - 5. September 2018 - 15:42 #

Im Kino bekommst du, für was du bezahlst. Den Kino-Cut des Films. Und den darfst du dort bis zum Ende schauen, ohne vorher gezwungen zu werden, erst nochmal eine extra Tüte Popcorn zu kaufen um das Ende direkt und nicht erst in ein paar Wochen sehen zu dürfen.

euph 25 Platin-Gamer - P - 62201 - 5. September 2018 - 13:13 #

Weil es dann darauf ausgelegt ist und der Spieler dazu "genötigt" wird, nochmals etwas zu bezahlen, um das gesamte (bereits bezahlte) Spiel ohne Gängelung zu spielen. Dann soll der Teil ganz raus und als kostenpflichtiger DLC verkauft werden, dann ist es wenigstens ganz offensichtlich (aber auch nicht besser).

Flammuss 18 Doppel-Voter - P - 9675 - 5. September 2018 - 16:20 #

"Wenn Spieler weiterhin maximal 60,- in ein Spiel investieren"?
Möchtest Du gerne 80,- investieren? Und glaubst dann wirklich, dass es keine Microtransaktionen mehr gibt?
Viele Spiele werden einfach ohne Sinn und Verstand größer und komplexer. Ich als Spieler brauche das nicht unbedingt. Siehe z.B. Assassins Creed Origin, ich brauche da keine super korrekten Geschichtsdaten die hinterher sogar als Lehrunterricht dienen können. Auch hier ist die Welt vollgestopft mit Kram, den ich gar nicht brauche.
Und für Spiele mit einer 7 Std. Kampagne und null Wiederspielwert möchte ich keine 80,- oder mehr bezahlen.
Und selbst bei 100,- würde ein Fifa nicht auf Echtgeld in FUT verzichten...

Thomas Barth 21 Motivator - 29104 - 5. September 2018 - 16:33 #

Also Final Fantasy XIV hat mich bisher an die 200€ gekostet und in Warframe habe ich schon über 100€ investiert. Dafür spiele ich beide zusammen auch schon bald 2000 Stunden, dass ist für mich ein sehr fairer Gegenwert.

Ich bin der Ansicht das faire Mikrotransaktionen und Ingame-Währungen eine gute Möglichkeit sind, um ein Spiel langfristig mit zusätzlichen Content und Support zu versorgen. Wer das nicht möchte, kann ja gerne zukünftig auf solche Spiele verzichten und nur noch Spiele kaufen die so etwas nicht anbieten. Spider-Man soll aktuell ja keine haben, genauso wenig wie God of War 4. Kannst dir ja mal durchrechnen wieviel du ausgibst, um auch auf knapp 2000 Stunden zu kommen.

LRod 15 Kenner - - 2899 - 5. September 2018 - 18:47 #

Da sind wir ja einer Meinung. Die hier kritisierten Spiele wollen aber das Geld verdienen, indem das Spiel selbst künstlich bis zum Erbrechen gestreckt wird, damut du Geld zahlst um das Spiel wieder auf normale Länge abzukürzen. Das wird dann "bedauerliche Realität" genannt. Bah!

Dabei geht es doch anders: Total War: Warhammer verdient auch Geld mit DLCs und bringt so den gewünschten Langzeitsupport. Da werden aber nach und nach neue Völker und Helden ergänzt, die einen Mehrwert bieten selbst wenn ich den DLC nicht kaufe (da die als Gegner trotzdem vorkommen). Die Spielbalance wird von den Kauf-DLCs aber nicht negativ beeinflusst und da liegt für mich ein ganz erheblicher Unterschied.

Aladan 24 Trolljäger - P - 47831 - 6. September 2018 - 6:08 #

Zudem sind 60/70 Euro heutzutage ja eh nur noch die Basis Version eines Spieles. Gibt teilweise gleich mehrere Editionen, da ist Ubisoft König. Und die obligatorische Gold Edition darf auch nicht fehlen.

Häschenpuschen 07 Dual-Talent - 132 - 5. September 2018 - 12:16 #

Du bleibst bei den Kosten doch auch in den 90ern. Dann spiel halt auch nur 90er.

paschalis 16 Übertalent - P - 4148 - 5. September 2018 - 10:13 #

Ok, war mir so nicht klar. Ändert aber nichts daran, daß diese Dinge für die "Faulen" auch umsonst freigeschaltet werden könnten. Die Herleitung des Zwangs zur Monetarisierung ergibt sich eben nicht aus den angeblichen Bedürfnissen der Spieler.

Lefty 11 Forenversteher - 633 - 5. September 2018 - 19:05 #

Wenn man zu 8-Bit-Zeiten nicht grinden wollte, griff man zu cheats *G* Ich kenn FIFA 2018 nicht, da ich es nie gespielt habe. Wenn man sich manche F2P-Spiele ansieht, bspw. Warthunder, dann fragst du dich halt schon warum installieren sich die Leute das Spiel, wenn sie sich die Inhalte dann doch mit Geld kaufen? Ich frage mich halt auch, warum gebe ich 40-50 EUR für ein Spiel aus und merke hinterher: "Hey ich bin so doof, ich kauf' mir die Inhalte lieber" Die SPiele-Industrie reibt sich die Hände, weil sie damit jede Menge Umsatz generiert. Einfach mal zu grinden und dabei vielleicht irgendwann auch mal die Mechanik zu verstehen, ist für viele Freizeit-Spielern wohl eine unüberwindbare Hürde. Gerade das Herausfinden und anwenden ist doch das interessante in den Spielen, nicht ob ich jetzt irgendeinen Firlefanz besitze.

Ich kenne wie gesagt FIFA 2018 nicht, wenn ich aber alles erspielen oder zahlen kann, dann wähle ich doch lieber Ersteres. Möglicherweise bin ich einfach auch zu alt für den Micropayment-Kack.

FastAllesZocker33 15 Kenner - P - 3642 - 5. September 2018 - 10:03 #

Der Markt wird es regulieren. Es wird so weitergehen, wenn es genug Deppen gibt, die bei den Mikrotransaktionen mitmachen.
Gegen gute Addons (Neudeutsch "DLC") mit ordentlich Inhalt habe ich nichts einzuwenden und kaufe die auch ab und zu, so wie damals die C&C Missions CD's.

LRod 15 Kenner - - 2899 - 5. September 2018 - 10:13 #

Richtig, schon in TIE-Fighter war ich begeistert, dass es neue Missionen für mein Lieblingsspiel gab. Und auch in Witcher 3 sind die beiden großen DLCs letztlich klassische Erweiterungsdisketten, die viel Inhalt bieten (mir gefielen sie sogar besser als die Hauptstory). Also überhaupt kein Problem hier.

Kosmetische DLCs sind mir letztlich auch egal. Etwas schade halt, früher gab es die halt so (oder einfach gar nicht), Einfluss auf meinen Spielspaß haben die letztlich nicht.

Wenn es aber die Spielbalance negativ beeinflusst ist der Titel für mich erledigt.

FastAllesZocker33 15 Kenner - P - 3642 - 5. September 2018 - 16:02 #

Schlimm daran ist, dass diese aktuellen eher behutsamen Bestrebungen den Weg in eine Zukunft ebnen könnten, die ich gar nicht sehen möchte: alle Spiele aller Genres werden free-to-play und jeder Schei** muss gegen Miktrotransaktion freigeschaltet werden. Also analog zur free-to-play / 99 cent Seuche auf Smartphones. Das mindert insgesamt die Qualität und führt zu vielen copy/paste Titeln (viel schlimmer als die C&C Klone). Neue Launch Titel zur Playstation 8? Drei free-to-play Kartenspiele mit nachkaufbaren Decks für 3980,- € und ein Demo-Uncharted, in das man 10 Minuten kostenlos reinspielen darf! Jeder weitere Game Checkpoint kostet 3,99 €. Gewinnmaximierung!

Für den Entwickler und Publisher wäre dieses Modell allerdings tatsächlich interessanter und lohnender, als wenn der Spieler nur 1x Euros auf den Tisch legt.

Jörg Langer Chefredakteur - P - 374143 - 5. September 2018 - 16:11 #

Das Problem sehe ich dabei nicht beim schrittweisen Freischalten, sondern dass Spiele dann nach anderen Gesichtspunkten programmiert werden. Freischalten von "Kampgagne 2", "Level 3" oder "Insel 4" ist völlig okay, aber in aller Regel geht es ja um wiederkehrende Buffs, in welcher genauen Form auch immer, und das hat massive Einflüsse aufs Spieldesign. Und zwar keine guten.

LRod 15 Kenner - - 2899 - 5. September 2018 - 16:34 #

Oh ja, ich habe die Steam-Version von Plants vs. Zombies sehr gerne gespielt. Eher wiederwillig habe ich mir dann auch Teil 2 auf dem Smartphone angeschaut. Da waren die Level ziemlich schnell deutlich schwerer als in Teil 1. Aber hey, es gibt ja die nicht zu übersehenden Hinweise auf Bonus-Items, die mit einem Wisch praktisch alle Gegner auf dem Feld erledigen. An der Stelle habe ich es dann abgebrochen.

Das Schlimme daran ist, dass das mir als Spieler nicht nur das Geld aus der Tasche ziehen kann, sondern dass ein so gewonnener Level mir auch keinerlei Erfolgsgefühl gibt. Darum ist es einfach ein ganz mieses Spieldesign.

Und traurig ist in der Tat, dass ich nach dem guten Vorgänger gar kein Problem damit gehabt hätte, das Spiel zu kaufen, sei es im Stück oder pro Welt. Aber das von dir angesprochene Buff-Prinzip hat es für mich total ruiniert. Scheint sich aber ja leider zu rechnen.

Simon b 09 Triple-Talent - 267 - 5. September 2018 - 22:26 #

Schrittweise freischalten ist ja auch im Prinzip sowas wie Episodenspiele. Hier besteht nur das Problem, dass man vorher nicht weiß, ob zukünftige Episoden auch wieder die gleiche Qualität haben werden.

FastAllesZocker33 15 Kenner - P - 3642 - 9. September 2018 - 15:25 #

Die Qualität zukünftiger Episoden bei Episodenspielen sehe ich nicht als Problem, man wartet einfach auf den Test.

Aber, wenn ich ein Spiel kaufe, will ich es im Ganzen haben, z.B. die Goty Version von Dragon Age Inquisition oder alle Episoden zum Telltale Waking Dead.
Sonst würde ich beim Spielen immer denken: es fehlt was, oder: "schön, ein extra Tomb gefunden (Tomb Raider, 2013), aber Paywall! grrrrr!
Würde ich ein Jahr später das ganze Spiel mit DLC's nochmal spielen, nur um dann ein paar wenige Prozent neue Inhalte hier und da zu sehen? Nein, Lebenszeitverschwendung. Wenn dann gleich richtig und beim ersten Durchgang!

Lefty 11 Forenversteher - 633 - 5. September 2018 - 19:11 #

Civ V wurde auch erst besser mit den DLC. Die KI ist ohne DLC grausam schlecht.

Aladan 24 Trolljäger - P - 47831 - 5. September 2018 - 8:26 #

Na, da bin ich ja mal aufs Ergebnis gespannt.

paschalis 16 Übertalent - P - 4148 - 5. September 2018 - 8:53 #

Kraft meiner nicht vorhandenen Autorität möchte ich mich im Namen aller Spieler weltweit bei Herrn Jones dafür entschuldigen, daß wir die Spieleindustrie zu In-Game-Währungen und zusätzlicher Monetarisierung zwingen.

euph 25 Platin-Gamer - P - 62201 - 5. September 2018 - 8:59 #

Wir Spieler sind schon wirklich schlimm.

Sven Gellersen 21 Motivator - P - 30092 - 5. September 2018 - 9:43 #

Eine Perversion der Menschheit.

Drapondur 29 Meinungsführer - - 115204 - 5. September 2018 - 18:45 #

Muss ich mich jetzt schämen?

Sven Gellersen 21 Motivator - P - 30092 - 5. September 2018 - 19:04 #

Das alleine wird nicht reichen.

Ganon 23 Langzeituser - P - 45652 - 7. September 2018 - 14:41 #

Öffentliche Selbstgeißelung mit Live-Stream auf Twitch?

Sven Gellersen 21 Motivator - P - 30092 - 7. September 2018 - 15:07 #

Hervorragend!

Lencer 16 Übertalent - P - 5267 - 5. September 2018 - 8:56 #

Das ist absoluter Bullshit!

Ich habe bei NBA2K18 150 Spielstunden gebraucht um von Level 60 auf Level 84 zu kommen. Und bin damit noch ewig weit weg vom Maximallevel 99. Zudem gibt es weitere Systeme, die das stetige Aufleveln des Charakters verhindern. Selbst wenn ich jetzt 50€ in den Ingame-Shop stecke, kann ich höchstens 3-4 Stufen aufsteigen, weil ich die vielen Spielerattribute zunächst mal durch ewig langes Spielen freischalten muss.

Bsp.: Die Fähigkeit Dreier kann in maximal 20 Schritten gesteigert werden. Es sind aber nur 10 Schritte freigeschaltet, die ich dann für InGame-Währung aktivieren muss. Die restlichen 10 Schritte werden durch eine Prozentliste nur bei 100% per Zufall freigeschaltet. Eigentlich egal. Das System ist einfach scheisse und ich befürchte, dass es bei NBA 2K19 auch nicht viel besser sein wird.

LRod 15 Kenner - - 2899 - 5. September 2018 - 9:01 #

Genau wegen solcher Berichte habe ich es nicht gespielt, obwohl ich wirklich mal wieder Lust habe auf ein gutes Basketballspiel und die Angebote im Sale schon vor Monaten verlockend waren.

Mal schauen, ob die 2019er-Fassung besser wird.

xan 17 Shapeshifter - P - 8085 - 5. September 2018 - 9:19 #

Ist wohl leider wirklich Realität, ob man will oder nicht. Wobei ich hier mal ausnahmsweise die Assassin's Creed Reihe loben muss, in der es zwar vor kommt, aber wenig nervt, noch hätte ich je das Gefühl es zu brauchen.

Wesker 14 Komm-Experte - 2497 - 5. September 2018 - 9:26 #

Ich finde es grundsätzlich nicht störend, wenn es mir nicht mit Pop-Ups ins Gesicht geknallt wird.

Sollen doch andere Leute ihr Geld ausgeben, ich werde es nicht tun. ... Jedenfalls nicht für In-Game-Währung. :)

Thomas Barth 21 Motivator - 29104 - 5. September 2018 - 9:30 #

Das ist eben das wovon Jones spricht und auch hin möchte, es ist eine Wahl, kein Zwang.

Baumkuchen 16 Übertalent - 4671 - 5. September 2018 - 10:10 #

Angebot und Nachfrage. Schönen dank, liebe Gamer!

Michl 08 Versteher - 167 - 5. September 2018 - 10:56 #

Wenn dem so wäre, warum gibt es immer noch Spiele ohne solche Mechaniken?!
Ist eben ein leichter(er) Weg als sich clevere Spielmechaniken einfallen zu lassen und bringt mehr Geld.

WiNDHUNDiE TV 09 Triple-Talent - P - 253 - 5. September 2018 - 11:37 #

Gerade bei 2k bzw. deren WWE-Reihe bin ich eigentlich froh um die bezahlbare Freischaltmechanik. Der Storymodus interessiert mich nicht und ich will von Anfang an alle Wrestler nutzen können. Freischalten bei Sport- oder Prügelspielen empfand ich schon immer als Strafe und Gängelung. Langzeitmotivation muss durch das Spielen an sich entstehen.

Kotanji 12 Trollwächter - 1674 - 5. September 2018 - 11:39 #

In allen guten Spielen nicht

Tr1nity 28 Endgamer - 103161 - 5. September 2018 - 11:57 #

Dieser Bedauerlichkeit kann man Abhilfe verschaffen, indem man schlicht Spiele entwickelt, die einem Spielspaß bieten ohne unnötiges, überzogenes, überdurchschnittlich zeitaufwändiges und nerviges Gegrinde mit alternativer Geld-aus-der-Tasche-zieh-Methode, auf die immer mehr Spieler reinfallen.

Simon b 09 Triple-Talent - 267 - 5. September 2018 - 11:58 #

Oder man entwickelt das Spiel so, dass der Weg zum Ziel auch tatsächlich Spaß macht? Wenn ein Spiel mit sinnlosem Grinding daherkommt, welches keine Spaß macht, kann es ja nur der Monetarisierung geschuldet sein. Da braucht man nicht mit dreisten Ausreden daherkommen.

Thomas Barth 21 Motivator - 29104 - 5. September 2018 - 12:36 #

Die Spiele werden doch schon so entwickelt, dass sie auch ohne Grind Spaß machen, niemand wird dazu gezwungen zusätzlichen Content durch Mikrotransaktionen oder dem Grinding zu nutzen.

Hermann Nasenweier 16 Übertalent - P - 4339 - 5. September 2018 - 14:59 #

Ich will ja immer noch eine Endcredit Edition. Die zeigt mir dann für den 10fachen Preis nur noch den Abspann und ich bekomme alle Achievements dazu. Dann kann ich mich als total toller Hengst fühlen und überall rumprahlen wie gut ich zocken kann. Z.b. könnte ich LetsPlayern dann tolle Ratschläge zu Dark Souls geben ;)

Mit einem Punkt hat der Mensch sicherlich recht, viele wollen in Spielen nichts mehr leisten. Ich finde es teilweise komisch wenn sich Leute üner den Schwierigkeitsgrad von Spielen beschweren und fordern dass sie schaffbar sein müssen. Vor allem wenn es Spiele sind wo es einen leichteren Schwierigkeitsgrad gibt. Aber dann kann man nicht mit dem Achievement angeben.

Lencer 16 Übertalent - P - 5267 - 5. September 2018 - 15:23 #

Tolle Idee, wird sicher gleich jmd. aufgreifen ;-)

euph 25 Platin-Gamer - P - 62201 - 5. September 2018 - 15:28 #

und dann als bedauerliche Realität verkaufen.

Lencer 16 Übertalent - P - 5267 - 5. September 2018 - 15:39 #

"bedauerliche Realität" ist jetzt schon ein ekelhafter Euphemismus.

euph 25 Platin-Gamer - P - 62201 - 5. September 2018 - 15:42 #

Ich sollte mir einen anderen Nickname zulegen :-)

Q-Bert 16 Übertalent - 5330 - 5. September 2018 - 15:55 #

Ich dachte, das steht für "euphorisch" :)

Lencer 16 Übertalent - P - 5267 - 5. September 2018 - 19:53 #

Sehr schön ;-)

Q-Bert 16 Übertalent - 5330 - 5. September 2018 - 15:54 #

Neulich bei Olympia:
"Heutzutage haben Sportler nicht mehr die Geduld, einen kompletten Marathon zu laufen, sie wollen gleich auf der Zielgeraden sein. Wir als Veranstalter schauen, wie wir ihnen ermöglichen, ein Busticket zu kaufen, um das ewige Rumgerenne zu umgehen".

Tja Leute, das ist einfach die Realität! Es ist doch unfair, dass nur Spitzenathleten nach jahrelangem Training den Zieleinlauf ins Station schaffen. Jetzt hat jede Couchpotato für nur ein paar 10.000 Euro die Chance, einen kompletten Marathon in Bestzeit zu absolvieren. Es lebe der Sport!

euph 25 Platin-Gamer - P - 62201 - 5. September 2018 - 16:03 #

Kommentar-Kudos

Gustel 15 Kenner - P - 2803 - 5. September 2018 - 16:11 #

Ne eigentlich ist es eher diese Metapher:

Neulich beim Berlin-Marathon...
Läufer muss eine Teilnahmegebühr von 70 Euro bezahlen. Als er los läuft stellt er aber fest das es zwei Bahnen gibt und das auf seiner Bahn haufenweise Hürden stehen, auf der anderen nicht. Als er auf die andere Bahn wechseln will halten ihn plötzlich Leute auf und wollen je gelaufenen Kilometer auf der anderen Bahn etwa 2,99 Euro von ihm. Jetzt muss sich der Marathon-Teilnehmer natürlich entscheiden will ich die Ausdauer/Zeit/Kraft einsetzen um auch mit Hürden ans Ziel zu kommen oder will ich dafür Geld ausgeben das ich einen stinknormalen Marathon laufen kann, für den ich trainiert habe und der mir Spaß macht. Ein Hürdenlauf auf Marathonlänge macht wahrscheinlich nur den wenigsten Spaß und der Großteil der Hobbyläufer wird das Ziel nicht erreichen.

LRod 15 Kenner - - 2899 - 5. September 2018 - 16:25 #

Richtig, das ist in der Tat passender, wenn nicht Spielspaß, sondern Monetarisierung an erster Stelle steht.

Hermann Nasenweier 16 Übertalent - P - 4339 - 5. September 2018 - 17:17 #

Cooler Vergleich. Finde ich irgendwie ziemlich passend.

Q-Bert 16 Übertalent - 5330 - 5. September 2018 - 18:02 #

Ja, du beschreibst da sehr treffend, wie sich die Realität dann aus Sicht des Spielers/Marathonläufers tatsächlich anfühlt.

Ich wollte die irrwitzige Perspektive der *Entwickler* auf den Sport übertragen. Und aus deren Sicht gibt es scheinbar keine Hürden, sondern faule Teilnehmer, denen man nur das richtige Angebot machen muss... :).

TheRaffer 18 Doppel-Voter - - 10693 - 5. September 2018 - 19:33 #

Gut getroffen und da soll mir nochmal einer sagen, dass diese ganze Sache nicht ein riesiger Bullshit ist. :(

zfpru 16 Übertalent - P - 5055 - 5. September 2018 - 20:33 #

Schöner Beitrag Thomas.

Thomas Barth 21 Motivator - 29104 - 5. September 2018 - 20:42 #

Danke :)
Die Stunde des Artikels kann der Banshee Prime auch gerne länger auf sich warten lassen. ;)

Green Yoshi 21 Motivator - 26954 - 5. September 2018 - 23:27 #

Würden mehr Leute zur NBA Live 19 greifen und NBA 2K19 im Laden stehen lassen, würde sich diese bedauerliche Realität schnell ändern. ;-)

euph 25 Platin-Gamer - P - 62201 - 6. September 2018 - 7:39 #

Ist das denn mittlerweile wieder eine Alternative? Da hatte doch 2K lange die Nase richtig weit vorne.

Graubirne76 08 Versteher - 172 - 6. September 2018 - 7:48 #

Es ist wirklich eine ungute Entwicklung, dass es gefühlt immer mehr Mikrotransaktionen in Spielen gibt. Das liegt, glaube ich, u.a.daran,das die Entwicklungskosten stark gesteigen sind und die Entwickler versuchen, diese wieder reinzuholen.Und viele Spieler machen davon ja auch Gebrauch.Es lohnt sich also, trotz der starken Kritik. Deshalb glaube ich, das sich hier nicht allzu viel ändern wird. Nur die Extremfälle werden vielleicht weniger.
Und seien wir doch ehrlich: früher wurdet doch gecheatet (ich kann mich selbst kaum erinnern...;) um bessere Ausrüstung oder allgemein im Spiel schneller voranzukommen. Das Verhalten der Spieler ist also nichts neues. Nur nutzt die Industrie diese Verhalten nun selbst aus.

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