GC 2018: Metro Exodus angespielt – Schleichen vor Schießen

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Christoph Vent 174703 EXP - Community-Event-Team,R10,S10,C10,A10,J10
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22. August 2018 - 14:14 — vor 49 Wochen zuletzt aktualisiert
Durftet ihr die Tunnel der Metro in den Vorgängern der Metro-Reihe nur für kurze Abstecher (und nur mit Gasmaske) verlassen, geht es in Exodus in die freie Natur. Wir haben den Shooter angespielt.
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Nach Metro 2033 und Metro - Last Light kehrt im nächsten Jahr Artyom zurück. Dieses Mal werdet ihr euch mit dem Held wider Willen allerdings deutlich seltener im Untergrund aufhalten, sondern stattdessen die Natur des postapokalyptischen Russlands unsicher machen. Wie sich Metro Exodus anfühlt und welche Änderungen mir beim Anspielen auf der Gamescom 2018 aufgefallen sind, verrate ich euch im Folgenden.

Die Messedemo von Metro Exodus beginnt mitten im Spiel mit einer Zwischensequenz unter der Wasseroberfläche. Unser Charakter Artyom kämpft ums Überleben, ehe er von einer Frau namens Olga aus der verstrahlten Brühe gefischt wird. Sie sagt noch kurz, sie könne uns helfen, wenn wir sie aufsuchen würden, doch dann fällt Artyom in Ohnmacht. Als er wieder zu sich kommt, ist Olga verschwunden.

Gleich nach wenigen Metern, auf denen wir eine von Olga platzierte Armbrust einsammeln, kommen wir zu einem Dorf. Ein Zettel am Ortseingang begrüßt uns bereits: „Banditen, verschwindet!“ Unterzeichnet haben die kurze, aber eindeutige Nachricht die Brüder der Küste. Wie in den letzten beiden Spielen wird es auch in Metro Exodus wieder diverse Fraktionen geben, die mal freundlich, mal neutral, mal feindlich zueinanderstehen. In meinem Demoabschnitt bekam ich es neben den Brüdern der Küste und den Banditen auch noch mit den Pionieren und den Piraten zu tun.

Gemeinsam mit Artyom pirsche ich mich langsam durch das kleine Dörfchen. Das ist zwar verlassen, wie ich feststelle, aber die Atmosphäre ist bereits hier packend. Insbesondere die Beleuchtung, die sich nach der Tageszeit richtet, sorgt für eine bedrückende und in den Abendstunden fast schon unheimliche Stimmung.

Im zweiten Dorf stoße ich dann auf erste Gegner. Da ich zu forsch bin, werde ich entdeckt – und muss gleich feststellen, dass Artyom in Metro Exodus alles andere als viel einstecken kann. Nur wenige Treffer der Gegner, die über die alarmierende Kirchenglocke zusammengerufen werden, und ich segne das Zeitliche. Auch mein zweiter Versuch bleibt erfolglos, da ich bis hierhin viel zu wenig Munition für die Armbrust sowie meine Maschinenpistole gesammelt habe.

Im dritten Anlauf gehe ich zum reinen Schleichen über. Mit Erfolg: Über eine Seilrutsche, die an der Spitze des halb zerstörten Kirchenturms angebracht war, kann ich mich in den nächsten Spielabschnitt retten. Trotz der Schauplätze an der Oberfläche setzt Metro Exodus übrigens nicht auf eine Open World. Die von mir gespielten Bereiche entsprachen eher den Ausmaßen der größeren Lager der Vorgänger, nur eben jetzt an der (nicht ganz so) frischen Luft. Gasmasken braucht ihr jedoch nicht durchgehend, verfügbar sind sie dennoch. Ich gehe stark davon aus, dass es in den Levels stärker kontaminierte Areale gibt, in denen ihr nicht um die Gasmasken herumkommen werdet.

Die ruhigere Vorgehensweise mag in der Messedemo die effektivere gewesen sein, dennoch könnt ihr natürlich auch jederzeit auf reine Waffengewalt setzen. Die Schießereien fühlen sich wie in den Vorgängern ein wenig behäbig an, steuern sich aber dennoch präzise und direkt. Zudem gelten für eure Widersacher dieselben Regeln wie für euch. Soll heißen: Ein gezielter Kopfschuss reicht aus, Körpertreffer stecken sie nur wenige ein.

Besonders gut haben mir die heimlich belauschten Gespräche der Feinde gefallen. So diskutieren sie unter anderem darüber, was sie nun mit mir anstellen, nachdem sie mich geschnappt haben. Dass ich längst ausgebrochen war, hatten sie zu dem Zeitpunkt noch nicht mitbekommen. Ein paar Meter weiter sprachen zwei weitere Brüder der Küste darüber, ob schon die Falle am Eingang zum Lager anbracht sei – sie war es und wurde von mir erfolgreich entschärft. Solche Hinweise mögen ein wenig mit dem Holzhammer eingesetzt sein, mir gefällt es trotzdem, wenn meine Aufmerksamkeit beim Entdecken der Umgebung belohnt wird.

Apropos Entdecken: Ihr solltet unbedingt so viele Häuser und Verstecke wie möglich durchsuchen. Hier findet ihr neue Munition, dort neue Gasmasken oder Ressourcen, die ihr für das Crafting benötigt. Und wer die Augen offen hält, erblickt in den Wäldern vielleicht auch ein paar Tiere. Ein Hase konnte sich gerade noch vor einem Pfeil meiner Armbrust retten, und dann lief auch noch eine Herde Hirsche vor mir über die Straße – aufgescheucht und verfolgt von mutierten Wölfen.

EddieDean 15 Kenner - P - 3453 - 22. August 2018 - 15:51 #

Schöner Einblick in die Demo. Ich freue mich sehr auf das Spiel, da ich die Vorgänger und die Bücher vor allem aufgrund der Atmosphäre genossen habe. Dass sie auf eine Open World verzichten, kommt mir ebenfalls entgegen. Wenn die Spiele fokussierter sind, entspricht mir das eher als die vielen Optionen einer offenen Welt, vor allem da diese in den meisten Fällen für mich zu generisch sind.

Evoli 17 Shapeshifter - 8546 - 22. August 2018 - 19:11 #

Ich bin eigentlich eher für schießen statt schleichen, aber bei interessanten Spielen mache ich mal eine Ausnahme.

NichtMehrDa 21 Motivator - 29356 - 23. August 2018 - 1:26 #

Schießen passt eigentlich nicht so in die Welt von Metro, Munition wächst eben nicht auf Bäumen und eine Kugel ist ein Menschleben wert. Ich fand schon die ersten beiden Teile etwas zuviel Geballere, wenn man Fan der Welt aus den Büchern ist. Besonders oft hat Artjom da in Metro 2033 nicht geschossen.

Achja, und niemals zum Kreml gucken. ;)

xan 18 Doppel-Voter - P - 9406 - 22. August 2018 - 20:13 #

Ich bin eh Schleicher statt Ballertyp. Und die Atmosphäre dieses russischen Werkes gefällt mir sehr. Melancholie können sie irgendwie. Wird definitiv gespielt.

Drapondur 30 Pro-Gamer - - 135185 - 22. August 2018 - 20:51 #

Ich will nicht schleichen, ich will ballern! :)

Christoph Vent Community-Event-Team - P - 174703 - 22. August 2018 - 22:29 #

Verbietet dir ja keiner.

Maverick 30 Pro-Gamer - - 439845 - 23. August 2018 - 10:51 #

Bei mir wird es eine Mischung aus Schleichen und Ballern, freu mich auf den Titel im nächsten Jahr. :)

Aladan 24 Trolljäger - P - 52517 - 23. August 2018 - 11:11 #

Genau diese Mischung hatte ich in Metro auch schon immer. :-D

Marulez 16 Übertalent - F - 4178 - 23. August 2018 - 18:04 #

Wird grafisch sicherlich wieder eine bombe

TheRaffer 19 Megatalent - - 18811 - 24. August 2018 - 18:04 #

Schöner Eindruck. Genau richtig für meine Vorfreude :)

Labrador Nelson 30 Pro-Gamer - P - 142266 - 26. August 2018 - 0:22 #

Ganz klar eines meiner Top-Highlights!

seb 14 Komm-Experte - 1935 - 27. August 2018 - 9:37 #

Wie verhielten sich Hase und Hirsch denn im Vergleich zu Kingdom come? ;)

Slaytanic 24 Trolljäger - P - 51908 - 27. August 2018 - 11:01 #

Verstrahlter. ;)

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