GC 2018: Darksiders 3 angeschaut – mehr Metroid als Zelda

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Benjamin Braun 400657 EXP - Freier Redakteur,R10,S10,C10,A10,J10
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21. August 2018 - 15:11 — vor 45 Wochen zuletzt aktualisiert
Sechs Jahre nach Darksiders 2 schickt THQ Nordic den neuen Teil der Action-Adventure-Reihe ins Rennen. Nach Krieg und Tod steht nun Fury im Mittelpunkt, die mit Kampfschnelligkeit und Magie das Zeug für einen würdigen Nachfolger hat.
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Viel gemeinsam haben Indiana Jones und Fury eigentlich nicht. Ein gemeinsames Merkmal gibt es dann aber doch, denn die Protagonistin von Darksiders 3 hat immer eine Peitsche dabei. Damit prügelt sie in erster Linie auf Gegner ein, wenn sie sich nicht gerade über einen Abgrund in der postapokalyptischen Welt schwingt. Die Kämpfe seien viel taktischer und aufgrund der Magie, die Fury im Kampf nutzt, ganz anders als die im ersten und zweiten Teil von Darksiders, meint der leitende Designer Richard Vorodi. So richtig zustimmen kann ich ihm dabei allerdings nicht. Denn dass Fury mit ihrer Kampfart irgendwo zwischen dem schweren Koloss Krieg und dem agileren Tod aus Darksiders 2 liegt, hebt die Kämpfe nach den bisherigen Eindrücken nicht so wirklich von den ersten beiden Teilen ab.

Dafür unterscheidet sich Darksiders 3 in anderer Hinsicht. Fury wird an „gewöhnlichen“ Waffen nämlich ausschließlich die Peitsche einsetzen, die sich später lediglich in verschiedener Form upgraden oder verschiedenen Elementen wie Feuer oder Wasser zuordnen kann. Im Rahmen dessen spielen die magischen Fähigkeiten der Protagonistin potenziell eine wichtigere Rolle, die Gegner auch  einfrieren oder mit einer Energiewelle wegdrücken kann. Noch muss Darksiders 3 aber beweisen, dass es sich auf Dauer wirklich groß anders spielt – wobei die meinem Eindruck nach deutlich größere Schnittmenge ja auch keineswegs ein Malus wäre. Bei der Qualität der technischen Umsetzung erbringt das Spiel diesen Nachweis schon jetzt. Denn einige Monate vor dem Release wirkt Darksiders 3 ausgereifter als bei den Titeln von Vigil Games, was gewiss auch dem „Wechsel“ zur Unreal Engine 4 zu verdanken ist.

Der Grafikstil gefällt mir trotz mancher Parallele allerdings nicht ganz so gut wie bei den Vorgängern. Da macht sich womöglich dann doch bemerkbar, dass Comiczeichner Joe Madureira diesmal nicht mit von der Partie ist. Der vielleicht wichtigste Unterschied allerdings ist, dass die Welt stärker in Richtung Open World geht. Vorodi spricht da auch mal davon, dass Darksiders 3 mehr Parallelen mit Spielen der Metroid-Reihe habe als mit Zelda, wie es besonders bei Teil 1 der Fall war. So richtig klar ist mir allerdings nicht geworden, wo Darksiders 3 nun mehr von Metroid haben soll. Von Metroidvania-Elementen sehe ich abseits der Zelda-Parallalen, bei denen man durch neue Fähigkeiten später auch Zugang zu neuen Gebieten und Bonusbereichen erhält, nur wenige.

Was im Rahmen der stärker ausgeprägten Open World aber schon deutlich wird, ist die Verringerung von Linearität und der teils etappenartigen Gestalt der ersten beiden Teile. Was in den Vorgängern nämlich meist noch eine Ausnahme war, ist in Darksiders 3 Standard: Das Spiel verfrachtet mich nicht in eine Arena mit Gegnerwellen. Ich kann alternativ auch wegrennen, gezielt eine kleinere Anzahl an Gegnern pullen und ähnliches. Nur die Bosskämpfe werden wie üblich in abgesperrten Bereichen stattfinden. Da verspricht Gunfire Games nicht weniger als ein paar der besten der gesamten Reihe. Wie viel man auf solche Versprechungen geben darf, dürft ihr selbst entscheiden. Neu ist ein offenkundig von Dark Souls inspiriertes Element. Stirbt Fury nämlich im Kampf, bleiben die bis dahin gesammelten Geister an exakt dieser Stelle in Form einer Blase erhalten. Einmalig gibt’s dann die Chance, sich die Ingamewährung zurückzuholen.

Generell will Entwickler Gunfire Games, die sich zum Teil aus ehemaligen Mitarbeitern von Vigil Games rekrutieren, auch in puncto Storytelling mehr tun als die Vorgänger. Aber auch da sehe ich in der Messedemo nicht wirklich mehr als in den Vorgängerteilen. Tatsächlich wirkt Fury auf mich bislang profilloser als ihre vergleichsweise wortkargen Vorgänger. Während dort allerdings die Begleiter respektive Nebenfiguren dies mehr als ausglichen – Spieler der englischen Fassung erinnern sich womöglich noch an den darin von Mark Hamill vertonten Sidekick Vulgrim –, gelingt das dem namenslosen Wächter in Darksiders 3 bislang nicht. Ich habe aber in jedem Fall sehr große Lust darauf, herauszufinden, ob das zweite Sequel den Vorgängern wirklich das Wasser reichen kann. Spätestens am 27. November weiß ich mehr.
Aladan 24 Trolljäger - P - 52145 - 21. August 2018 - 17:19 #

Hach freu ich mich drauf. :-)

NichtMehrDa 21 Motivator - 29356 - 21. August 2018 - 18:08 #

Schade, sie entfernen sich also weiter von den Wurzeln, also genauso wie ich bereits befürchtete. Naja, wenn es in den Game Pass kommt, gucke ich es mir mal an und kaufe dann bei Bedarf den Seasonpass dazu.

Evoli 17 Shapeshifter - 8546 - 21. August 2018 - 18:12 #

Wird bestimmt cool. Ich überlege noch, ob ich die Version mit Fury-Figure kaufe...

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