Unavowed angetestet – das neue Adventure von Wadjet Eye Games

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Benjamin Braun 381777 EXP - Freier Redakteur,R10,S10,C10,A10,J10
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2. Juli 2018 - 17:19 — vor 10 Wochen zuletzt aktualisiert
In New York City bringen wir mörderische Dämonen zur Strecke – und kommen im spannenden Point-and-Click-Adventure des Blackwell-Machers auch unserer eigenen dämonischen Vergangenheit auf die Spur.
Mit den eigenen Dämonen hat jeder von uns zu kämpfen. Während die in der echten Welt allerdings rein sprichwörtlicher Natur sind, seid ihr in Unavowed tatsächlich besessen. Im neuen Spiel von Blackwell-Schöpfer Dave Gilbert übernimmt ein Dämon die Kontrolle über euren Helden und macht ihn zum Mörder.

Zu eurem Glück gibt es die namensgebenden Unavowed (in etwa: "die Unbekannten"). Das ist eine paranormale Geheimorganisation, die die Betroffenen von ihrer Besessenheit befreit. Eine solche Reinigung versuchen sie auch bei euch zu vollziehen – merken aber nicht, dass euer Dämon offenbar stärker ist als die anderen...

Unavowed beginnt mit der Austreibung des Dämons im New York der Gegenwart. Ihr seid zu Spielbeginn also bereits besessen, und zunächst nur als Schattenriss zu erkennen. Ob ihr ein Mann oder eine Frau seid, müsst ihr im Dialog mit den Unavowed-Agenten zunächst festlegen. Neben dem Geschlecht bestimmt ihr zudem individuell den Namen und den Hintergrund eures Helden. Wart ihr ein New Yorker Polizist, ein Bartender oder vielleicht doch ein Schauspieler?
Ihr bestimmt Hintergrund und Namen der Spielfigur selbst. Als Cop beginnt ihr bei diesem Nachtclub.

Spannende Erzählstruktur
Die Wahl eurer "Herkunft" beeinflusst in erster Linie, welche der drei spielbaren Origins-Storys ihr erlebt, die etwa ein Jahr zuvor spielen. In einem Nachtclub, in einer Kneipe in der Bronx oder in einem kleinen Theater trefft ihr selbstredend auf gänzlich andere Charaktere. Jede Origins-Story aber endet damit, dass der Dämon in euch fährt und ihr eure ersten Morde begeht.

Euer Hintergrund beeinflusst später nur noch ein paar Gesprächsoptionen. Als Barkeeper könnt ihr NPCs regelrecht belabern, um eine Information zu erhalten. Als Cop profitiert ihr wiederum von euren gelernten Verhörmethoden. Es gibt auch ein paar weitere direkte Dialogentscheidungen im Spiel. Diese wirken sich in der noch nicht vollständigen Preview-Fassung jedoch unmittelbar und nicht langfristig aus. Die Spannung schmälert die lineare Erzählweise jedoch keineswegs. Da die Unavowed dringend Hilfe bei den Dämonenübergriffen brauchen (dass es kein Zufall ist, dass sie seit einem Jahr ausufern, könnt ihr euch denken), heuern sie euch kurzerhand als neuen Agenten an.

Im Laufe des Abenteuers deckt ihr Stück für Stück das auf, was sich im Jahr seit eurer Dämonwerdung zugetragen hat. Offenbar habt ihr mit einigen Obdachlosen rätselhafte Blutrituale durchgeführt und stellt zudem fest, dass ihr nach eurer Reinigung über parapsychologische Fähigkeiten verfügt.
Der New Yorker Dave Gilbert verlegt die Handlung wie immer in seine facettenreiche Stadt.

Spannend sind aber nicht nur die Story und Erzählstruktur, sondern auch die Charaktere selbst. Besonders euren Rettern Eli und der Jinn-Frau Mandana liegt eine komplexe Hintergrundgeschichte zugrunde. Verpackt in gut und pointiert geschriebenen Dialogen erfahrt ihr mehr über ihre Profession und Leidensgeschichte – allerdings ausschließlich auf Englisch. Gelegentliche Schenkelklopfer wie bei Geist Joey Mallone in Blackwell Epiphany (im Test: Note 8.5) bleiben aus. Über einen Mangel an meist feinsinnigem Humor aber kann ich nicht klagen.

Unavowed-Mitglied Eli etwa trainiert das Werfen von Feuerkugeln mit seinem Stab. Auf die Frage, ob er ein Wizard (sprich: Zauberer) sei, weist er uns darauf hin, dass dieser irdische Begriff falsch ist. Er sei ein Mage, sprich Magier. Am Rande spielt auch immer wieder die große kulturelle Vielfalt aber auch die Nähe von Reichtum und Armut in "The Big Apple" eine Rolle. Gerade New-York-Kenner dürften an zahlreichen Stellen erkennen, dass Gilbert selbst in diesem Schmelztiegel der Diversitäten und Gegensätzlichkeiten aufgewachsen ist. Etwas an der Atmosphäre kratzt hingegen, dass alle Figuren vertont sind, nur nicht mein Held. Ich für meinen Teil hätte mich besser mit meiner Figur identifizieren können, wenn sie selbst sprechen würde und ihre Gedanken zu Objekten in der Umgebung in Worte fasst.

Hübsche Pixelgrafik
Wie fast alle Spiele von Dave Gilbert setzt Unavowed auf die AGS-Engine und Pixelgrafik. Die native Auflösung ist mit 640x360 Pixeln zwar doppelt so hoch wie bei Blackwell Epiphany, sehen kann man das aber letztlich kaum. Die Spielszenen glänzen dennoch mit viel Liebe zum Detail und Effekten wie dem häufigen Regen, der der Stimmung etwas von der berühmten Endszene aus Blade Runner verleiht. Die Charaktere zeigen zwar immer wieder nette Spezialanimationen, etwa wenn die Spielfigur morgens aus dem Bett aufsteht, sind ansonsten aber eher grob in Szene gesetzt.

In den Dialogen geben eingeblendete Charakterporträts, die sich abhängig von der Situation ändern, gekonnt die aktuelle Gemütslage wieder. In manchen Situationen leidet die Dramatik der Spielszenen unter der recht steifen Inszenierung. Dank großer Schauplatzvielfalt und dem Fokus auf die Dialoge gleicht Unavowed dieses Manko jedoch zumeist erfolgreich aus.
Begleiter wie Eli (ganz links) und Mandana (zweite von rechts) sind meist dabei. Ihre Fähigkeit verwendet ihr über das Inventar mit der Umgebung.

Reinrassiges Point-and-Click
Klassische Point-and-Click-Adventures waren in den vergangenen Jahren ohnehin eher rar gesät – und manch ein Studio setzte auf simple Aufgaben und überbordende Hilfsfunktionen anstelle von komplexen Rätseln. Unavowed forderte mich bislang zwar noch mit keiner Aufgabe ernsthaft heraus, von einem Selbstläufer kann ich allerdings keineswegs sprechen. Hier gilt es neben klassischen Inventar- und Dialogrätseln auch mal den Code für einen Laptop herauszufinden. Hinweise, was als nächstes zu tun ist, bekommt ihr auf Anforderung von euren Begleitern. Die stoßen euch aber nur, mal mehr, mal weniger, in die richtige Richtung und beten euch nie direkt die Lösung vor. Die fehlende Hotspotanzeige rächt sich nicht, was einerseits an der überschaubaren Menge an Interaktionspunkten, und andererseits an den großzügig bemessenen Hotspots liegt.

Eine Besonderheit von Unavowed besteht aus dem Begleitersystem. Jeder der potenziellen Helfer – später könnt ihr aus einer größeren Anzahl die beiden Begleiter frei wählen – verfügt über besondere Fähigkeiten, die ihr mittels eines Charaktericons im Inventar verwendet. So sorgt Eli mit seinem Feuerball für Licht in einem finsteren Keller, damit wir dort eine defekte Sicherung austauschen können. Die aus dem 14. Jahrhundert stammende Mandana wiederum verwendet ihr Schwert, um Türschlösser aufzubrechen oder einen Gullideckel hochzuhebeln. Im Rahmen dessen wird  auch die Linearität des Spielgeschehens dezent aufgebrochen. Denn mit jeder Begleiterkonstellation kommt ihr weiter, aber eben nicht immer auf eine identische Art. Ob damit auch der mögliche Wiederspielwert von Unavowed nennenswert wächst, wird aber erst die finale Version klären können. Die wird nach aktuellem Stand ab dem 8. August 2018 für PC und Mac verfügbar sein.

Autor: Benjamin Braun, Redaktion: Jörg Langer (GamersGlobal)

 

Meinung: Benjamin Braun

Alle bisherigen Point-and-Click-Adventures von Dave Gilbert leben von ihren ausgefeilten Charakteren und den pointierten, gut vertonten Dialogen. In Unavowed ist das nicht anders, wobei mir ein sprechender Held lieber gewesen wäre. Bei mir erhöht das Vergeben eines Namens nicht die Identifikation mit der Spielfigur, sondern reduziert sie eher leicht. Die  erzählerischen Qualitäten schmälert das allerdings nicht. Die Handlung ist spannend, die Figuren interessant – ich will unbedingt wissen, wie es weitergeht. Spielerisch haut mich Unavowed bislang nicht vom Hocker, die Rätsel dürften kniffliger ausfallen. Aber das ist nur ein kleiner Wermutstropfen, denn es ist andererseits auch keines dieser Adventures, bei denen ich mich bloß durch eine Geschichte klicke.

Ich frage mich in Unavowed nur immer wieder, wie viel mehr mich das Spiel noch packen könnte, wenn es technisch mehr als nur Pixelgrafik bieten würde. Ich mag den Look ja – zumal er auch spezielle atmosphärische Reize mitbringt. Bereits der Einstiegssequenz geht jedoch durch die statische Inszenierung Dramatik verloren.

Ich bin dennoch sehr auf die finale Version Anfang August gespannt. Ich glaube nicht, dass Unavowed die Blackwell-Reihe in meiner Gunst verdrängen wird. Aber deren hohes Niveau halten? Danach sieht es aus!
Jörg Langer Chefredakteur - P - 374143 - 2. Juli 2018 - 17:19 #

Viel Spaß beim Lesen!

Vidar 19 Megatalent - 13737 - 2. Juli 2018 - 18:12 #

Liest sich schon toll aber die Optik, warum nicht ne höhere native Auflösung?
Und warum Pixellook? Mein die Hintergründe und Portraits sehen irgendwie eh aus als wären sie gezeichnet und erst nachträglich "verpixelt" worden.

P&C Adventure ist eh schon ein Nischen-Genre aber denke mit dem Pixel look verschreckt man eher noch mehr.

Olphas 24 Trolljäger - - 50802 - 2. Juli 2018 - 18:12 #

Da freu ich mich so richtig drauf! Bin ein großer Fan der Blackwell-Reihe und jetzt kommt endlich wieder was von Gilbert selbst. :)

EvilNobody 14 Komm-Experte - 2047 - 2. Juli 2018 - 18:13 #

I´m hooked! Das werde ich weiter verfolgen!
Wer solche Spiele mag, dem kann ich übrigens auch "Kathy Rain" sehr empfehlen.

Turrican 11 Forenversteher - P - 733 - 3. Juli 2018 - 2:20 #

Danke fuer den Tip. Grad gekauft. War sogar nur $3.50 im steam sale. :)

Bastro 16 Übertalent - P - 4634 - 2. Juli 2018 - 18:18 #

Dave Gilbert wird immer gekauft.

Benjamin Braun Freier Redakteur - 381777 - 6. Juli 2018 - 17:56 #

Richtig so! Sogar seine Auftragsarbeit für Big Fish Games (Emerald City Confidential) ist sehr empfehlenswert. Man muss allerdings Abstriche bei der Soundqualität machen. Das ist teils sehr stark komprimiert und klingt bisweilen extrem blechig. Aber wer dem Zauberer von Oz was abgewinnen kann, und Dave Gilberts Dialogkünsten, der kommt auch hier voll aus seine Kosten.

Janosch 22 AAA-Gamer - - 37234 - 2. Juli 2018 - 18:31 #

Klingt wirklich spannend, aber wahrscheinlich wird es wieder keine deutsche Version geben und ich gehöre zu den Leuten, die sich in ihrer Freizeit gerne berieseln lassen.

Goremageddon 14 Komm-Experte - 2322 - 2. Juli 2018 - 20:59 #

Zu Legacy gab es Deutsche Texte und Untertitel auf Schote. Wenn es genug Interessenten gibt wird ja vlt. auch für diesen Titel übersetzt.
Ich hoffe darauf denn gerade wenn es ums Texte lesen geht und nicht um Vertonung finde ich es auf Deutsch schon angenehmer.

Janosch 22 AAA-Gamer - - 37234 - 3. Juli 2018 - 7:40 #

Danke für dieses Statement, ich bin dieser Kommentare, was du liest in der heutigen Zeit nicht englisch und das Original ist sowieso besser, überdrüssig. Mag alles sein, aber zum entspannen und am Feierabend bevorzuge ich meist meine Muttersprache.

Noodles 24 Trolljäger - P - 46612 - 2. Juli 2018 - 19:29 #

Freu mich drauf, die ersten beiden Blackwell-Teile fand ich zwar noch nicht so gut, aber danach hat mir die Reihe super gefallen. Und sowieso schön, dass nun endlich mal wieder was von Wadjet Eye kommt, Shardlight ist ja nun auch schon über 2 Jahre alt (ich weiß, dass sie da der Publisher und nicht Entwickler waren).

Benjamin Braun Freier Redakteur - 381777 - 2. Juli 2018 - 20:30 #

Tja, klassische Adventures haben's leider schwer, obwohl die Konkurrenz in den letzten Jahren eigentlich recht überschaubar war. Dass auch Daedalic die Adventures eher loswerden will, da es schwierig ist, damit Geld zu verdienen, war mir schon lange klar. Aber damit, dass heute Petition gestartet werden müssen (mit wohl schlechten Erfolgschancen, schätze ich), damit sie The Devil's Men doch direkt weiterentwickeln, darauf hätte ich vor zwei Jahren nicht gewettet.

Noodles 24 Trolljäger - P - 46612 - 2. Juli 2018 - 22:19 #

Naja, aber ihre nicht-klassischen Adventures haben Daedalic auch nicht zu Erfolg verholfen, Silence und Pillars of the Earth waren ja eher Flops. Mal schauen, wie sich im August State of Mind schlägt. Seh es schon kommen, dass Bastei Daedalic irgendwann dichtmacht. Den meisten Erfolg hatten sie ja noch mit nur gepublishten Titeln wie Shadow Tactics. Ist schon schade, war großer Fan ihrer klassischen Adventures. Aber ich würde sagen, dass es allgemein kleinere Spiele schwer haben wegen des völligen Überangebots heutzutage. Ab und zu ragen dann halt mal welche heraus und bilden erfolgreiche Ausnahmen. Adventures sind jetzt dadurch halt von der Nische zur Super-Nische geworden. ;)

thhko 12 Trollwächter - 1126 - 2. Juli 2018 - 20:14 #

Scheint doch gut zu werden, mal auf die Wunschliste gepackt. Hab zwar erst die beiden ersten Blackwell-Teile gespielt, bis August schaff ich den Rest aber auch, wenn die alle so kurz sind.

Noodles 24 Trolljäger - P - 46612 - 2. Juli 2018 - 22:14 #

Die anderen sind schon ein ganzes Stück länger als die sehr kurzen ersten beiden Teile, vor allem Teil 3 und 4. Aber trotzdem bis August machbar. ;)

zfpru 16 Übertalent - P - 5055 - 2. Juli 2018 - 20:39 #

Tja, nu. Naja. Stört ja keinen so ein Spiel

monkeyboobs 13 Koop-Gamer - 1736 - 3. Juli 2018 - 0:28 #

Klassische Point-and-Click-Adventures sind für den aktuellen Zeitgeist zu sperrig und ereignisarm. Ich habe früher viele solcher Titel gespielt und tu dies auch heute noch bisweilen, wünsche mir dann aber tatsächlich schneller das Ende herbei, da ich einfach nicht mehr so viel Zeit wie damals habe, als ich noch Schüler/Student war. Mich 30 Stunden durch 100 statische Bilder zu klicken und stundenlang Rätselketten auszuprobieren, belastet mich eher in den ein, zwei Stündchen zwischen Familie und Arbeit, als dass es mich unterhält. Hinzu kommt, dass andere, kurzweiligere Genres mittlerweile aufwändiger, will sagen: cineastischer präsentiert werden und beim Storytelling massiv aufgeholt haben. Was ich nämlich früher am meisten an Adventures schätzte, waren ihre Geschichten und deren Charaktere, weniger die Spielmechanik. Ich glaube fest daran, dass irgendwann jemand mit der richtigen Formel dem P&C zu neuem Ruhm verhelfen könnte, es wird ja auch fleißig experimentiert. Es gibt schon einige herausragende Spielweisen/Varianten des Konzepts, aber es fehlt noch der eine Titel, der den Nerv der Masse treffen kann, der die Welle losbricht. Arr!

Noodles 24 Trolljäger - P - 46612 - 3. Juli 2018 - 0:38 #

30-Stunden-Adventures sind doch absolute Ausnahmen, vor allem heutzutage. Mir fällt grad nicht mal eines von früher ein. Naja, ich finde grad dieses Ruhige von klassischen Adventures schön. Hab manchmal anstrengende Tage, da find ich es dann sehr entspannend, abends einfach ein bisschen rumzuklicken, ne Geschichte zu erleben und Rätsel zu lösen. Hab ich dann manchmal lieber, als etwas zu spielen, wo ich die ganze Zeit richtig aktiv sein muss wie ein Actionspiel oder so. Und gibt halt Arten von Geschichten, die Adventures besser erzählen können als andere Genres, auch wenn die Vorsprung haben mögen, was Inszenierung angeht. Ist halt aber auch wieder ein Teufelskreis. Da klassische Adventures so ne Nische sind, ist halt kein Geld da für ne fette Grafik mit toller cineastischer Inzenierung usw.

Benjamin Braun Freier Redakteur - 381777 - 4. Juli 2018 - 20:19 #

Nun, man kann ja nicht sagen, dass Dave Gilbert da nicht mit der Zeit gegangen wäre – bzw. hat er den Spielern da ja nie abtruse Rätsel vorgesetzt, durch die der Spielfluss massiv gehemmt wurde. Aber die Zeiten, in denen man ohne Komplettlösung nicht mehr durch ein Adventure kommt, sind eh flächendeckend vorbei – egal ob dabei nun das Rätseldesign oder Komfortfeatures wie ein Highlighting-Feature für Hotspots die größte Rolle bei spielt.

Von daher kann man den Spielen von Dave gewiss ohne schlimme Befürchtungen eine Chance geben. Denn atmosphärisch und erzählerisch (halt mit Abstrichen wegen Pixellook und offenkundigen Kompromissen wegen des Budgets) gehören sie imo mit zum Besten, was das Genre zu bieten hat. Und das nicht erst seitdem das Genre wieder besonders stark ins Hintertreffen geraten ist.

Woody 13 Koop-Gamer - P - 1432 - 3. Juli 2018 - 12:33 #

Eine Version für Switch oder IOS und ich bin dabei

Benjamin Braun Freier Redakteur - 381777 - 4. Juli 2018 - 20:20 #

iOS wird es sicherlich geben, wenn auch erst später. Bei der Switch bin ich nicht sicher, ob AGS auf der Nintendo-Konsole problemlos läuft. Ich befürchte eher nicht, habe allerdings nicht geschaut, ob's Beispiele gibt, die Hoffnung machen.

TheRaffer 18 Doppel-Voter - - 10693 - 3. Juli 2018 - 19:09 #

Das kling gut. Danke fürs antesten. :)

subert 10 Kommunikator - 459 - 6. Juli 2018 - 11:34 #

Danke für die Vorschau des Spiels

Mata Harry 10 Kommunikator - 478 - 9. Juli 2018 - 12:06 #

Das klingt doch recht vielversprechend und wird deshalb gleich mal auf die Wunschliste gepackt. :)

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