GC 2017: Ancestors angespielt - Echtzeit-Strategie mit Geschichte

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Thomas Schmitz 6154 EXP - Freier Redakteur,R8,S8,A8,J8
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23. August 2017 - 16:00 — vor 1 Jahr zuletzt aktualisiert
Die Hatred-Macher sitzen derzeit an einem Echtzeit-Strategie-Titel, der sich an realen Ereignissen orientiert. Wir haben uns auf der gamescom in zwei Missionen mit den Wikingern gestürzt.
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"Kennst du Hatred? Das war ja ein wenig kontrovers..." Tomasz Gop, Executive Producer des polnischen Entwicklerstudios Destructive Creations, untertreibt natürlich. Denn das Amoklauf-Spiel war ein handfester Skandal. Das dürfte mit Ancestors nicht passieren, auch wenn das Spiel eine 18er-Altersfreigabe erhalten wird.

Ancestors ist ein Echtzeit-Strategiespiel mit minimalen Rollenspiel-Anleihen, weil ihr auch Helden in euren Reihen habt. Ihr könnt aus vier Nationen auswählen: den Wikingern, den Briten, den Slawen und den Germanen. Das Spiel soll rund 40 Missionen beinhalten, von denen zum Release im zweiten Quartal 2018 nicht alle verfügbar sein werden. Sie sollen aber kostenlos nachgeliefert werden. Tomasz Gop geht von 30 bis 40 Stunden Spielzeit für die Single-Player-Kampagne aus. Die Geschehnisse innerhalb der Solo-Missionen basieren auf realen historischen Ereignissen, was wir in den beiden Missionen, die wir spielen durften, direkt feststellen.

Denn der Auftakt führt uns als Wikinger nach Lindisfarne. Der Angriff markiert den Beginn der Wikinger-Epoche. Das handgezeichnete Intro erinnert hingegen an die spektakuläre Auftaktszene aus Der Soldat James Ryan. In Schiffen nähern sich die Wikinger dem Festland, Pfeile fliegen uns um die Ohren, während wir an Land gehen. Die meisten unserer Verbündeten fallen, darunter auch einer der Helden, dessen Leichnam wir bergen müssen. Gleichzeitig flankieren wir die britischen Gegner mit unserem Trupp, der vom Helden Ulf angeführt wird.

Nach und nach schlagen wir mithilfe unserer Verbündeten die Gegner zurück. Jetzt gilt es, alle feindlichen Einheiten zu töten und die britischen Stellungen dem Erdboden gleichzumachen. Das spielt sich alles wie ein klassisches Echtzeit-Strategie-Spiel. Warum soll Ancestors also die Jugendfreigabe verwehrt bleiben? Die Antwort gibt Tomasz Gop. Nach dem Druck auf die G-Taste schaltet das Spiel aus der Top-Down- in die Ego-Perspektive. Wir sehen hautnah, wie unsere Wikinger die Briten töten - und auch vor fliehenden Zivilisten, die abwehrend die Arme heben, nicht Halt machen. Ein Feature, das für die spielbare Version im Entertainment-Bereich der gamescom übrigens entfernt wurde, damit auch schon Zwölfjährige spielen dürfen.

Kurze Zeit später ist die Mission vorbei, wir stürzen uns direkt in die nächste. Diesmal befehligen wir nur einen dreiköpfigen Trupp, der Nachschub besorgen soll. In der Nacht macht sich unser Team auf zu einer kleinen Stellung der Briten. Die Sicht ist im Dunkeln natürlich nicht sehr gut. Als uns eine Wache mit einer Fackel entgegenkommt, lernen wir ein neues Feature kennen: den Stealth-Mode. Denn unsere Truppen können sich in hohen Büschen oder im Wald verstecken und werden nicht gesehen. Aus dem Versteck heraus können wir Gegner auch angreifen. Die Patrouille ist schnell Geschichte, die ersten drei von sechs Säcken mit Lebensmittel sind eingesammelt.

Wir machen uns weiter nach Norden auf, als wir sehen, wie die Briten befreundete Gefangene in eine Basis bringen. Wir folgen unbemerkt durch die Büsche und schalten so eine Nebenmission frei: Macht die Stellung dem Erdboden gleich. Das erscheint uns nicht schaffbar, doch vielleicht wird der Mut ja belohnt? Pustekuchen: Wir werden entdeckt, der erste unserer Leute stirbt, mit dem Rest fliehen wir in ein Lager, um uns zu erholen. Dummerweise verfolgen uns die Briten - und töten uns. "Das sollte eigentlich nicht passieren, das ist noch ein Bug", erzählt Gop.

Aber er verrät auch: Es war zu früh, die Basis anzugreifen. "Das machst du in einer späteren Mission." Stattdessen reicht es, wenn wir die restlichen drei Säcke sammeln, wie wir im zweiten Anlauf merken. Die beiden Missionen sind geschafft. Für die dritte anspielbare Mission, eine Massenschlacht, bleibt nun leider keiner Zeit mehr. Aber Ancestors hat schon einen recht runden Eindruck gemacht. Besonders der historische Aspekt macht das Spiel interessant. "Bei uns sollen die Spieler auch etwas lernen", erzählt Gop. Eine Kontroverse wie Hatred muss ja auch nicht immer sein.

Triton 17 Shapeshifter - P - 6200 - 23. August 2017 - 16:41 #

Hatred war in seiner härte schon sehr interessant. Mal schauen wie sie diese härte in Ancestors herüber bringen. Wie ein Amoklauf waren die Angriffe der Wikinger kein Kindergeburtstag sondern Brutal und Blutig. Ich hoffe mal das man sich das Spiel nicht wieder über Umwegen besorgen muss, obwohl man mit 41 Jahren nicht vom Staat bevormundet werden sollte.

Thomas Schmitz Freier Redakteur - P - 6154 - 23. August 2017 - 16:48 #

Den Eindruck hatte ich beim Anspielen nicht. Mal schauen, wie die USK das Töten von Zivilisten beurteilt.

Triton 17 Shapeshifter - P - 6200 - 24. August 2017 - 11:17 #

Scheint ja eine höfliche Version für die Präsentation gewesen zu sein. Denke schon das sie einiges an Härte rein bringen werden.

ElCativo 14 Komm-Experte - 2051 - 23. August 2017 - 19:16 #

Die Gewalt alleine reicht aber nicht als Gameplay Element das Spiel war ansonsten der letzte Schrott. Mal schauen ob sie auch in der Lage sind ein gutes Spiel zu Programmieren.

One-Eyed Jack 14 Komm-Experte - 1945 - 23. August 2017 - 23:45 #

Ein Wikingerspiel von Neonazis mit dem Namen Ancestors? Da verzichte ich dankend. Und bevor jemand fragt:

http://fucknovideogames.tumblr.com/post/100204212288/hatred-is-a-genocide-simulator-developed-by

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