GC 2017: Im Dark-Souls-Klon Sinner werden wir nach jedem Boss schwächer

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Jörg Langer 378525 EXP - Chefredakteur,R10,S10,C10,A10,J9
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23. August 2017 - 14:36 — vor 1 Jahr zuletzt aktualisiert

Dark Souls zu kopieren, ist der neue heiße Scheiß' im Spielesektor, wie sicherlich nicht nur Deck 13 bestätigen würde. Das kleine chinesische Indie-Studio Darkstar, in Shanghai ansässig, besteht aus vier Designern und drei nicht näher Benannten. Zusammen macht das sieben, und die sieben Todsünden gilt es, in ihrem Spiel Sinner - Sacrifice for Redemption zu besiegen.

Viel mehr bietet das vermutlich ab Februar 2018 für vermutlich zwischen 15 bis 20 Dollar zu kaufende Action-RPG nicht: Einige Minions als Sparringpartner, aber weder Rätsel noch eine ernstzunehmende Erkundung. Es geht um die sieben Bosse, die die Todsünden repräsentieren, plus einen achten Gesamtboss, der dann ganz am Ende kommt.

Besonderheit 1: Die Reihenfolge, in der ihr die Bosse angeht, bestimmt ihr. Besonderheit 2: Mit jedem gewonnenen Bosskampf werdet ihr schwächer (daher das "Sacrifice", das Opfer, im Titel). In einer Abkehr von jeglicher Spieldesign-Erkenntnis, wonach der Spieler zu belohnen sei, wird euch tatsächlich ein guter Batzen eurer maximalen Lebensenergie, eures Ausdauerbalkens sowie bestimmte Fähigkeiten abgezogen. Für immer. Moment, das stimmt nicht, wenn ihr (was quasi den "Easy Mode" darstellt) die Feinde nicht dauerhaft tötet, sondern nur ein bisschen, dürft ihr sie später wiederbeleben. Dann erhaltet ihr die verlorenen Stats zurück, müsst aber natürlich auch den Bosskampf wiederholen. Wenn ihr die Bosse "richtig" tötet, steht diese Option nicht zur Verfügung.

Der Trick ist also, herauszufinden, welche Bosse einem besonders gut liegen, und diese dann erst gegen Ende des Spiels anzugehen, weil man sie hoffentlich auch als geschwächter Held noch schafft. Aber dann kommt ja noch der achte! Laut Designer dauert das Spiel für jemanden, der weiß, was er tut (sprich: schon etliche Stunden reingesteckt hat und fähig am Gamepad ist), etwa zwei bis drei Stunden, weil er im Wesentlichen nur die acht Bosskämpfe bestehen muss.

Nun interessiert euch bestimmt, wie sich der Dark-Souls- und The-Surge-gestählte GamersGlobal-Chefredakteur geschlagen beim Probespielen hat. Erstaunlich gut! Bei unserem ersten Boss, einem riesenhaften Hopliten mit viereckigem Großschild, lernten wir nach etwa dem zweiten Tod (danach könnt ihr entweder den Bossfight neu starten oder zurück zum Respawnpunkt, ein "Seelen"-Konzept scheint es nicht zu geben) ganz gut, ihn zu "lesen". Also wann stampft er mit dem Fuß auf oder tritt nach hinten, wann rammt er seinen Schild wie eine riesige Dampfpresse mit der gesamten Fläche auf den Boden, wann schlägt er zu, wann er springt er, und so weiter. Wir gewannen zwar nicht, sahen aber zumindest mal Phase 2, in der der Boss eine Art "Bulldozer-Angriff" beherrscht und mit den Boden berührenden, vor sich gehaltenen Schild auf uns zupflügt.

Das Ziel von Darkstar ist, die Bosskämpfe "tiefer" zu machen als in vergleichbaren Spielen, ob das gelingt, können wir nicht sagen. Wie üblich, hat jeder Boss drei Phasen, die an ihre Hitpoint-Leiste gekoppelt sind. Uns stehen mehrere Waffen zur Verfügung sowie Sekundär-Items wie Heilzauber oder besondere Angriffe. Gerade die Blitz-Wurfspeere sowie die Feuerbomben taten uns gute Dienste gegen den zweiten Boss, den Krähenkönig. Dies ist ein eher auf Magie, Debuffs (wie weiträumige Giftflächen) sowie Teleports und Minions setzender Boss. Nachdem wir gelernt haben, dass er anfällig für Feuerbomben ist, bearbeiteten wir ihn mit diesen (bis der Vorrat alle war), dann mit den Wurfspeeren, bevor wir in den Nahkampf übergingen. Diesen Boss brachten wir im dritten Versuch bis kurz vor seine dritte Phase, er hatte nur noch etwa 20% der Hitpoints. Dann aber erschuf er einen wahren See aus Giftmiasma, in dem wir elendig zugrunde gingen.

Grafisch ist Sinner okay, der leichte Cell-Shading-Look hat uns eher gestört als gefallen. Die Steuerung orientiert sich an gängigen Schemata und Regeln, so sind wir während des ungeheuer wichtigen Rollens unverwundbar und können auch durch Attacken hindurchspringen.

Eine weitere kleine Besonderheit ist, dass Sinner - Sacrice for Redemption für PC, PS4 und Xbox One erscheinen wird : In China waren Konsolen für viele Jahre nicht zum Verkauf zugelassen, erst seit etwa zwei Jahren ist dieser "Bann" aufgehoben.

Jörg Langer Chefredakteur - P - 378525 - 23. August 2017 - 14:37 #

Eine wirklich wahnsinnige Idee, das mit dem Schwächerwerden nach jedem besiegten Boss. Vermutlich wird das den Wahnsinnigen, äh, Verzeihung, den Souls-Fans, total dufte gefallen :-)

SirConnor 17 Shapeshifter - P - 7326 - 23. August 2017 - 14:39 #

Nee, ich find das Konzept jetzt schon mehr als bescheiden. ;)

spooky74 15 Kenner - P - 2732 - 23. August 2017 - 14:40 #

Ah... ich sehe schon das nächste Let's Play :D

Scando 24 Trolljäger - 51002 - 23. August 2017 - 17:49 #

Habe ich mir auch sofort gedacht.

TheBlobAlive 16 Übertalent - P - 4370 - 23. August 2017 - 20:22 #

Da spende ich auch "G"

TheRaffer 18 Doppel-Voter - - 12272 - 23. August 2017 - 20:28 #

Ich nicht. Wenn dann wird es Zeit für ein Spiel, auf das Jörg wirklich Bock hat. ;)

Sebastian 27 Spiele-Experte - P - 82959 - 23. August 2017 - 14:41 #

Dann fehlt nur noch der User "SinnerIstGott". ;)

jguillemont 22 AAA-Gamer - P - 33617 - 23. August 2017 - 14:43 #

Dachte ich mir spontan auch. Aber eine SDK würde mich da reizen, am besten eine mit mehreren Bossen.

joker0222 28 Endgamer - P - 108161 - 23. August 2017 - 14:45 #

Also so spontan würde ich als Souls-Fan sagen, das ist Mist.

CBR 20 Gold-Gamer - P - 22948 - 23. August 2017 - 15:24 #

Gab es doch schon bei Superbrothers Sword & Sworcery. Mir wäre das Ausknobeln, bis die Reihenfolge mal passt, zu repetetiv.

Toxe 22 AAA-Gamer - P - 35788 - 23. August 2017 - 15:50 #

Sagt mir spontan erstmal nicht so zu.

Makariel 19 Megatalent - P - 16163 - 23. August 2017 - 16:56 #

Nein, ohne Exploration und dem ein oder anderen Rätsel ist es echt kein Dark-Souls-Klon. Dark Souls besteht ja nicht nur aus gekämpfe. Klingt eher nach einem 08/15-Action RPG das nach einem Gimmick gesucht hat.

zuendy 15 Kenner - 3003 - 23. August 2017 - 18:23 #

Ob nun die Gegner stärker oder der Spieler schwächer wird, läuft ja irgendwie aufs selbe hinaus.

TheRaffer 18 Doppel-Voter - - 12272 - 23. August 2017 - 18:54 #

Es macht schon einen Unterschied, ob du Fähigkeiten verlierst oder andere sie dazu gewinnen, finde ich.

zuendy 15 Kenner - 3003 - 24. August 2017 - 22:16 #

Mit den Fähigkeiten ist Mist ja, aber ansonsten ist es ja wie hier schon erwähnt wie Mega Man. Muss man halt schauen, welche Fähigkeiten man wo noch braucht. Die Frage wäre für mich, hätte ich da Bock drauf alle Möglichkeiten durchzuprobieren.

TheRaffer 18 Doppel-Voter - - 12272 - 25. August 2017 - 14:03 #

Du vielleicht nicht, aber wenn ich mir zB ein Skyrim Wiki anschaue, dann bin ich platt wie viele Menschen da anscheinend Bock haben jede Möglichkeit dieser gigantischen Spielwelt zu testen...

Tasmanius 19 Megatalent - - 19670 - 23. August 2017 - 20:10 #

In Dark Souls wird der eigene Charakter normalerweise stärker und mächtiger. Ob die Umkehrung dieses Prinzips wirklich funktioniert, muss sich erst zeigen, ich sehe da als Dark Souls Apologet erstmal keinen besonderen Reiz.

Old Lion 27 Spiele-Experte - P - 76956 - 23. August 2017 - 14:51 #

Erstmal anschauen. Aber warum nicht?

Sciron 20 Gold-Gamer - P - 20615 - 23. August 2017 - 14:58 #

Das erinnert mich etwas an Furi, wo's praktisch auch nur Bosskämpfe gibt. Dort ist es allerdings rein skillbasiert und man wird nicht künstlich stärker oder schwächer gemacht. Das finde ich dann doch etwas prickelnder als dieses Konzept hier.

Aladan 24 Trolljäger - P - 49841 - 23. August 2017 - 14:59 #

Wird beobachtet

Not Guilty 09 Triple-Talent - 290 - 23. August 2017 - 15:09 #

Cool. Endlich mal wieder ein Spiel, bei dem ich schon vorher ganz sicher sagen kann, dass ich es nicht kaufe. Nicht mal im Sale ;) Muss eigentlich nur Dark Souls Klon irgendwo stehen, dann war's das für mich.

steever 17 Shapeshifter - P - 8261 - 23. August 2017 - 15:37 #

Es scheint ja doch recht wenig mit Dark Souls gemeinsam zu haben, also kannst du es dir ruhig anschauen. ;)

Jörg Langer Chefredakteur - P - 378525 - 23. August 2017 - 16:02 #

Natürlich hat das eine Menge mit Dark Souls gemein, eben die Bosskämpfe (und auch, wenngleich weniger gut, den Artstyle). Es fehlt halt die gesamte Exploration, das Seelensystem, aber wenn du Dark Souls runterbrechen müsstest auf seine Essenz, blieben doch die schweren Kämpfe und insbesondere die Bosskämpfe übrig, oder?

CBR 20 Gold-Gamer - P - 22948 - 23. August 2017 - 16:22 #

Weitergedacht: Dann wäre Titan Souls auch ein Dark Souls Klon.

Ich glaube schon, dass die Exploration und das Crafting, welche Dir hilfreiche Ausrüstung bescheren, durchaus auch dazu gehören. Dadurch habe ich die Möglichkeit, mangelnden Skill auszugleichen. Hier tue ich das in der Wahl der Reihenfolge wie in den alten MegaMan-Teilen.

Es ist wohl eine Frage, wie weit ich gewillt bin, zu abstrahieren bzw wo ich die Grenze der Identität eines Spieles sehe.

Jörg Langer Chefredakteur - P - 378525 - 23. August 2017 - 20:55 #

Dazugehören? Keine Frage!

Das Wesen von Dark Souls ausmachen statt der Kämpfe? Im Leben nicht :-)

Makariel 19 Megatalent - P - 16163 - 24. August 2017 - 10:18 #

Für mich ist das erkunden der Welt in den Souls Spielen der interessanteste Aspekt. Die Kämpfe gehören da natürlich dazu, aber ich denke nicht das die wichtiger sind als der Rest des Ganzen. Denn wenn du alles andere wegschneiden würdest, dann bliebe ein Kampfsystem übrig das ich jetzt nicht unbedingt einem Mount & Blade vorziehen würde. M&B fehlt halt die interessante Karte und die kryptische Hintergrundgeschichte.

steever 17 Shapeshifter - P - 8261 - 23. August 2017 - 17:19 #

Naja, für ein Klon erwarte ich eben ein paar mehr Gemeinsamkeiten, als schwere Bosskämpfe (gibt es in sehr vielen Spielen) und ein ähnlicher, aber wohl schlechterer Artstyle. ;) Was mich persönlich an Dark Souls motiviert bzw. begeistert ist das Setting, die Atmosphäre (diese Melancholie, die aus jedem Screen tropft), das vorsichtige Erkunden, die Architektur der Level, langsam immer besser zu werden. Es sind nicht mal die Bosse die für mich im Vordergrund stehen. Natürlich spielen diese auch eine wichtige Rolle... aber eben nicht nur. Ganz oben steht für mich die Exploration. Wenn diese fehlt, dann wars das für mich mit der Motivation. The Surge z.B. reizt mich null, da mich das Erkunden der Level dort nicht reizt. Sieht für mich alles gleich aus. Nur die Kämpfe, die motivieren mich nicht.

Letzlich könnte ich viele Spiele so weit herunterbrechen, so dass sich Spiel X und Y sehr ähneln: Wenn ich Megaman (um mal CBRs Beispiel aufzugreifen) runterbrechen müsste auf seine Essenz, dann bleiben am Ende auch die knackschweren Bossgegner. Und in Megaman kann ich, wie in Sinner wohl auch, selbst die Reihenfolge festlegen, wie ich diese besiege. In beiden Spielen ist die Reihenfolge wohl auch sehr wichtig, kann ich mir das Spiel schwerer oder einfacher machen. Sinner wäre aber dennoch kein Megaman in 3D, mit einem anderem Artstyle.

Jörg Langer Chefredakteur - P - 378525 - 23. August 2017 - 20:58 #

Schau dir vielleicht mal ein Video an, lies meinen Text oder vertrau mir einfach: Das sind nicht einfach irgendwelche schweren Kämpfe. Bard's Tale 2 hatte knackig-fast-ungewinnbare Kämpfe. Ich schreibe aber nicht von einem Bard's-Tale-Klon. Die spielen sich hier schon sehr, sehr ähnlich zu dn Dark-Souls-Bosskämpfen, auch vom Timing her.

steever 17 Shapeshifter - P - 8261 - 24. August 2017 - 13:09 #

Hab mir jetzt auch mal Gameplay-Videos angeschaut (irgendwie gibt es dazu aber nicht so viel) und jep, verstehe was du meinst. Bei den Bosskämpfen haben sie dreist bei Dark Souls geklaut bzw. haben sich von diesem inspirieren lassen. Mir fehlt aber für ein Dark Souls Klon doch noch einiges, eben all die Sachen, die für mich Dark Souls ausmachen (s. oben), in erster Linie aber das Erkunden der wundersdchönen, melancholischen Welt.

defndrs Game Designer - P - 1280 - 23. August 2017 - 21:09 #

Naja also sie versuchen schon arg offensichtlich einen Klon bzw. Hommage oder auch Parodie. Da gebe ich Jörg auch mit seinen Vergleichen absolut Recht. Schau Dir mal das Interface an, das ist schon mehr als nur "inspiriert". Das kann man auch anders gestalten. Es ist zwar nicht so, als hätte DS da nun ein Trademark drauf (also zum Glück, heute weiß man ja nie...), aber das ist schon u.a. extrem typisch für DS geworden. Das genau so zu machen, selbst dieses leicht blasse Rot für die HP Anzeige, also das ist nun wirklich offensichtlich gewollt. Von diesen "Nods" mal abgesehen lässt sich natürlich drüber streiten wann was ein Dark Souls Klon ist. Aber dieses Spiel versucht in jedem Fall in diese Kerbe zu schlagen, wie auch immer das am Ende aussieht sei dahingestellt.

Das Dark Souls mehr ist, als die Summe seiner Teile, steht natürlich auch außer Frage. Nur weil was schwere Kämpfe und harte Bosse in Düstergrafik hat, ist das noch lange kein Soulslike. Viele mögen das Spiel gerne darauf reduzieren, aber wie ich schon sagte "more than the sum of its parts" sozusagen.

Larnak 21 Motivator - P - 27820 - 23. August 2017 - 18:23 #

Das ist das, worauf die Presse Dark Souls gern reduziert, weil man so schön tolle Überschriften wie "Ist es so schwer wie Dark Souls 1?" machen kann :P

Tasmanius 19 Megatalent - - 19670 - 23. August 2017 - 20:16 #

Nein, für mich nicht.

Drapondur 30 Pro-Gamer - - 126696 - 23. August 2017 - 18:10 #

Bei mir ebenso. Ich habe mal aus Neugier das erste Dark Souls in einem Sale mitgenommen. Und ja, es ist nichts für mich. :)

Not Guilty 09 Triple-Talent - 290 - 23. August 2017 - 18:32 #

Ja, hier ebenso. Habe DS1 durch- und DS2 ziemlich weit gespielt. Dann irgendwann ziemlich gelangweilt aufgehört. Am Anfang war's toll, aber dieser ewige Kreislauf aus Repetition und Geschicklichkeit ist auf Dauer einfach nichts für mich. DS 3 gar nicht mehr angefasst, Bloodborne ebensowenig und Klone schon mal gar nicht. Die Industrie tut mir also immer einen großen Gefallen, wenn sie ihr Produkt mit "so blabla wie DS" bewirbt ;)

zuendy 15 Kenner - 3003 - 23. August 2017 - 21:23 #

DS2 dreht erst mit den DLCs richtig auf, leider.

TheRaffer 18 Doppel-Voter - - 12272 - 23. August 2017 - 17:00 #

Wie schön, totaler Quatsch :)

defndrs Game Designer - P - 1280 - 23. August 2017 - 18:47 #

Also der Artstyle sieht aus, als hätte jemand den Witz beim World-Design von Dark Souls nicht verstanden. Vielleicht ist das Spiel aber auch eine Art Parodie darauf, dann würde es evtl. Sinn machen. Als hätte jemand versucht, eine Art Essenz aus Dark Souls zu destillieren und dabei den Bunsenbrenner zu lange drangehalten. Hier kann man schon an den Screenshots sehen, was für ein guter "Klon" dann Lords of the Fallen doch eigentlich war.

Disclaimer: das Spiel ist noch nicht raus, also klingt das natürlich zu diesem Zeitpunkt ein wenig unfair.

maddccat 18 Doppel-Voter - 12219 - 23. August 2017 - 18:55 #

Ich glaube, für den beinharten DS-Fan in mir ist das nichts. Aber ich habe auch schon bei Lords of the Fallen und The Surge nur desinteressiert mit den Schultern gezuckt.^^

CRedfield 10 Kommunikator - 527 - 23. August 2017 - 20:35 #

Ich weiß nicht, wie man Dark Souls ausschließlich auf die Boss Kämpfe reduzieren kann (rein argumentativ meine ich).

Mir kommt das eher wie Mega Man vor, nur in umgekehrter Reihenfolge.

Jörg Langer Chefredakteur - P - 378525 - 23. August 2017 - 21:03 #

Wer reduziert denn Dark Souls auf die Kämpfe? Ich jedenfalls nicht. Aber ich bin in der Lage, die Essenz eines Spiels zu benennen, das ich ziemlich lange gespielt habe. Und die Essenz sind die Kämpfe und nicht z.B. die Dialoge mit den NPCs.

Klar gehört die Erkundung zum Spielgefühl. Aber ohne Kämpfe wäre Dark Soils ein Wandersimulator. Ohne Erkundung wäre es ein Dark-Souls-Klon :-)

defndrs Game Designer - P - 1280 - 23. August 2017 - 21:14 #

Also ich hab jetzt auch auf den ein oder anderen Kommentar diesbezüglich antworten wollen aber ach. Jetzt siehst Du mal, warum ich immer so ausschweifend lange Posts schreibe, Jörg :) Man muss einfach jeden Gedankengang möglichst explizit ausführen weil einem grundsätzlich unterstellt wird, schonmal grundfalsch ranzugehen. Und so wird einem nun gesagt, dass man Souls auf die Bosskämpfe reduziert. Keinem wirklichen Connoisseur von Soulslikes würde das wohl in den Sinn kommen, aber wo soll man da anfangen.

defndrs Game Designer - P - 1280 - 23. August 2017 - 21:17 #

Also ich finde ebenfalls, dass man DS generell nicht auf eins seiner Bestandteile reduzieren kann, ich finde aber auch nicht, dass das der Artikel hier macht. Viel interessanter ist doch, was das vorgestellte Spiel hier überhaupt darstellen soll und erreichen will. Wie ich schon vorher schrieb, da gehört schon einiges dazu, um ein guter "Klon" von Souls zu werden. Den Mega Man Vergleich finde ich gar nich so schlecht.

Toxe 22 AAA-Gamer - P - 35788 - 24. August 2017 - 19:51 #

"Also ich finde ebenfalls, dass man DS generell nicht auf eins seiner Bestandteile reduzieren kann"

Ich stelle mich jetzt mal bewusst in die argumentative neutrale Mitte und frage: Aber was wenn man es doch versucht? Oder versuchen muss/will?

Unter normalen Umständen braucht man diese Spiele ja nicht auf einen zentralen Kern reduzieren oder ihr fundamentales Element zu benennen. Warum auch. Aber was wenn man es DOCH versucht? Und genau das hat Jörg ja oben gemacht und in seinen Augen sind es die Kämpfe.

Da kann man jetzt zwar diskutieren ob so eine Abstraktion sinnvoll ist, spielt aber im Grunde keine wirkliche Rolle, denn die Frage ist: Wenn man es selber tun müsste, was würde man dann nennen?

Für Jörg sind es dann halt die Kämpfe, wie vermutlich auch für sehr viele andere Leute.

Und mein erster spontaner Gedanke ging auch erstmal in diese Richtung. Aber ich behaupte mal daß die Chance, nach diesem Gedanken ein wenig ins Zögern zu kommen, proportional mit der Anzahl Stunden steigt, die man mit diesen Spielen verbracht hat. So dann auch bei mir. "Die Kämpfe!" ist zwar schon mal keine falsche Antwort, so recht passen mag das für mich dann aber auch nicht denn ich weiss daß das für mich nicht der Hauptaspekt ist. Wirklich genau könnte ich es jetzt aber auch nicht sagen, tendiere aber in so eine wischiwaschi Hippie Richtung wie "...die Atmosphäre?"

Tasmanius 19 Megatalent - - 19670 - 24. August 2017 - 20:08 #

Ich starte mal einen Versuch:

Beim ersten mal spielen eindeutig die Entdeckung des Unbekannten. Aber mit der Gewissheit, dass From Software etwas erschaffen hat, das sich zu erkunden lohnt und mich regelmäßig auf ide verschiedensten Art und Weisen überrascht.

Beim wiederholten durchspielen: der befriedigendste Gameplayloop bzw. das beste Kampfsystem, das ich kenne. Also ja, die Kämpfe. Aber nicht, weil sie so schwierig sind. Sondern weil sie sich perfekt steuern, weil es fantastische Feedback liefert, egal ob Waffenhandling, Trefferfeedback, die Backstebbing Animation und, besser als alles, das Parieren. Ist ein Zusammenspiel von Animation, Sound und Tempo. Das Kribbeln und das Risiko, das jeder Kampf mit sich bringt gehört natürlich auch dazu (es ist befriedigender Pontiff Sullivan zu parieren als ein Standard Hollow, aber befriedigend ist beides). Das die Schwierigkeit der Kämpfe nicht das ausschlaggebende Kriterium ist, zeigt sich allein dadurch, dass ich jeden Teil unzählige Male durchgespielt habe, aber nie höher als NG++ (Teil 3, wegen Platin). Größere Zahlenwerte (Leben, Schaden etc.) interessieren nicht.

Oh, und ein weiterer Aspekt fällt mir ein. Die perfekte Symbiose aus Spielhandlung und Erzählung (betrifft insbesondere Teil 1). So etwas wie ludonarrative Dissonanz kennt Dark Souls sind, Gameplay und Handlung gehen Hand in Hand, wie es nur sehr wenige Spiele schaffen.

Das ist mein Versuch kurz herunterzubrechen, warum mich Darks Souls begeisert. Drei Dinge: Entdeckung, Kampf, "Spieldesign" im obigen Sinne.

Toxe 22 AAA-Gamer - P - 35788 - 24. August 2017 - 20:12 #

Du sollst aber doch nicht drei Dinge nennen sondern DAS zentrale Element. ;-)

Tasmanius 19 Megatalent - - 19670 - 24. August 2017 - 20:17 #

Weiter runterbrechen kann ich es nicht. Ich weiß auch nicht, ob das wirklich ein so sinnvolles Vorhaben ist. Es gibt Dinge, die lassen sich nicht in einem Satz erklären oder auf ein Wort reduzieren. Vielleicht gehört das ja dazu.

Toxe 22 AAA-Gamer - P - 35788 - 24. August 2017 - 20:24 #

Wie ich oben ja schon meinte halte ich das auch nicht für ein wirklich sinnvolles oder vielversprechendes Vorhaben – aber was wenn man es halt doch versucht? ;-D

Quasi so als Gedankenspiel.

In meinem Fall würde ich auch nicht unbedingt die Kämpfe nennen. Diese sind für mich eher ein Mittel zum Zweck aber nicht Essenz dieser Spiele.

Tasmanius 19 Megatalent - - 19670 - 24. August 2017 - 20:30 #

I tried, I failed. Lesson learned.

defndrs Game Designer - P - 1280 - 24. August 2017 - 20:33 #

Hmm das ist mal interessant. DAS zentrale Element. Nun... wenn man das tut, wird's halt arg eindimensional. Mario? Hüpfen? Metroid? Exploration? Die beiden Dinge treffen dann aber auch auf Sonic respektive Turrican zu. Alle vier Spiele sind aber grundverschieden. Ist der Kern der jeweiligen Spiele also etwas anderes? Mario - Geschicklichkeit, Metroid - Puzzles, Sonic - Geschwindigkeit, Exile - Thrust. Damit hat man wieder vier völlig unterschiedliche Assoziationen und keine davon würde die jeweiligen Spiele wieder im Kern beschreiben.

Wenn es bei nem Souls nun aber doch versucht, für mich ist es ganz ernsthaft diese spezielle Atmosphäre. Wegen der spiele ich es eigentlich tatsächlich. Ich bin nicht der ultra hardcore Zocker und fand DS auch nie unsinnig schwer, wenn was zu schwer war, konnte man grinden - war dann halt von mir aus der langweiligere Angsthasenweg aber ging immer, wirklich schwierig ist Shadow of the Beast, dagegen sind doch alle Souls ein Witz und irgendwann von fast jedem Casual schaffbar, der echte Fan macht sich doch da nichts vor. Der Könner geht einfach ANDERS durch's Spiel, unmöglich ist es aber für niemanden, Common Misconceptions.

Übrigens die best gestaltetste Pseudo-Ritter-und-Burgen-Welt in einem Action-RPG bis heute. So realistisch-romantisch - also bitte, von Drachen und Untoten jetzt mal abgesehen - kriegen's nur die Japaner, Polen und Tschechen hin wie's scheint, also Witcher, Kingdom Come oder eben Dragon's Dogma, Souls usw. Wenn ich dagen den Disney-Ritterquatsch von Dragon Age 3 oder Warcraft sehe (Artstyle natürlich trotzdem jeweils in allen Ehren). Sowas wie "Undead Burg" im ersten Souls kann doch kaum ein Medieval-Spiel bieten. Und dann erforsche ich diese Welt mit meinem kruden Zweihänder in klirrender spätmittelalterlicher Rüstung (naja die meisten sind etwas an die Kunstrüstungen die erst viel später kamen angelehnt aber die sind ja gerade auch so romantisiert) nach eigener Geschwindigkeit quasi nicht-linear, ein (Ritter-)Traum.

Toxe 22 AAA-Gamer - P - 35788 - 24. August 2017 - 21:01 #

Um mich auch mal an einer ernsthaften Antwort auf meine eigene Frage zu versuchen: "Progression" war eben mein erster, etwas abstrakter, Gedanke. Die Progression durch die Level, die Progression beim Ausformen des Spielcharakters, die Progression von einem Boss zum nächsten, die Progression in der Ausrüstung, usw.

Aber auch die Progression ist eigentlich, genau wie die Kämpfe, nur ein Mittel zum Zweck oder eine Folge.

Ich glaube, meine ernsthafte Antwort ist: "Befriedigung", oder "Zufriedenheit". Das gute Gefühl, besser geworden zu sein, den Charakter entwickelt oder die Ausrüstung verbessert zu haben, die Welt zu erkunden und Dinge zu finden, einen Boss oder schwere Gegner besiegt zu haben, nicht auf eine Falle hereingefallen zu sein oder einfach noch mal die Welt oder einen Playthrough erlebt zu haben.

Letzten Endes geht es bei mir um diese Befriedigung. Und dazu gehört manchmal halt zB. auch, einen Podcast anzuwerfen und ganz entspannt ein wenig durch die Welt zu streifen, vielleicht Seelen oder Items zu farmen um den Charakter zu verbessern, oder das nächste Bonfire freizuschalten. Am Ende läuft es darauf hinaus, daß das alles ein sehr befriedigendes Spielerlebnis ist.

Heh, und wo ich gerade so darüber nachdenke: Das ist ja auch exakt das, was Miyazaki erreichen wollte, wie er ja immer betont. Die ganze Welt, Spielmechanik und Schwierigkeit ist ja genau das Mittel zum Zweck, damit der Spieler hinterher zufrieden über sich ist und das, was er geleistet hat. Genau aus diesem Grund sträubt er sich ja auch mit Händen und Füssen gegen einen Easy Mode, weil er dem Spieler dann ja die Möglichkeit zu dieser Befriedigung genommen hat bzw. sich der Spieler selbst diese Möglichkeit nehmen könnte.

Von daher: Ich würde sagen, Befriedigung ist für mich DAS zentrale Element oder Thema der Souls Spiele. :-)

Tasmanius 19 Megatalent - - 19670 - 24. August 2017 - 21:17 #

Hey, das ist doch mein zweiter Punkt :-). Ich habe versucht, diese Befriedigung an der Mechanik festzumachen. Interessant ist es, wie es das Spiel schafft, dieses Gefühl der Befriedigung auzulösen.

Nachtrag: Erkundung muss ich raustreichen, wenn ich länger drüber nachdenke. Denn diese nimmt auf die Gesamtspielzeit gesehen einen zu kleinen Teil ein.

defndrs Game Designer - P - 1280 - 24. August 2017 - 21:19 #

Ja kann man absolut unterstreichen. Voll und ganz. Würde es mehr befriedigen, wäre es in den USA und Australien nicht mehr jugendfrei.

Tasmanius 19 Megatalent - - 19670 - 24. August 2017 - 21:02 #

sehr schön :)

Wrongfifty 13 Koop-Gamer - 1235 - 23. August 2017 - 23:20 #

Den Grafikstil mag ich ,vom Rest des Spiels weiß ich zuwenig um mir ein Urteil zu bilden.

Jac 17 Shapeshifter - P - 8488 - 24. August 2017 - 9:26 #

So ist es, einfach mal abwarten. Vielleicht ist es cool oder auch nicht, der Ansatz ist zumindest nicht total uninteressant.

rammmses 19 Megatalent - P - 15929 - 24. August 2017 - 9:44 #

Ist was für Luschen, ich warte auf den Dark Souls Klon, der bei jedem Tod die Controllerbelegung ändert und mit jedem besiegten Gegner die Spielfigur 50% verlangsamt.

steever 17 Shapeshifter - P - 8261 - 24. August 2017 - 13:10 #

Ach Quark, einmal gestorben und das Spiel wird für immer von der Platte gelöscht.

CBR 20 Gold-Gamer - P - 22948 - 24. August 2017 - 14:53 #

Gibt's doch schon ("One Life" oder so). Löschen musst Du aber schon selber. Nur starten kannst Du es nicht mehr.

steever 17 Shapeshifter - P - 8261 - 24. August 2017 - 15:10 #

ohje. :D Danke für die Info, kannte es noch nicht. ;)

Tasmanius 19 Megatalent - - 19670 - 24. August 2017 - 21:09 #

Ein chinesischer Entwickler? Hat man auch nicht oft. Generell fände ich einen Report zur chinesischen Entwicklerszene und dem chinesischen Gamesmarkt mal sehr interessant.

Sciron 20 Gold-Gamer - P - 20615 - 24. August 2017 - 23:37 #

Ich mag jetzt übel auf Vorurteilen rumreiten, aber bei chinesischen Spielen denke ich an erster Linie an rotzfreche Kopien bekannter westlicher Marken.

Man denke an sowas wie Legend of Titan (Overwatch), Sleeping Dragon (Hearthstone) oder Final Combat (Team Fortress 2). Da hat man sich nicht nur so lose inspirieren lassen, sondern die Dinger teils 1:1 nachgemacht. Die konsequente Schamlosigkeit muss man fast schon bewundern.

CBR 20 Gold-Gamer - P - 22948 - 25. August 2017 - 8:08 #

Gab da in der Retro Gamer mal einen Artikel zu. Interessant fand ich vor allem die Spiele, die sich der Chinesischen Geschichte bzw. Sagenwelt annahmen. Mechanisch waren die nicht so exotisch.

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