For Honor: Ubisoft reagiert auf Kritik und entschärft In-Game Währung

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4. April 2017 - 12:25 — vor 2 Jahren zuletzt aktualisiert
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Für das Geschäftsmodell im Mittelalter-Schwertkampfspiel For Honor musste Ubisoft viel Kritik einstecken - mehr dazu in unserer News (Ubisoft verteidigt sich gegen Kritik an Freischaltsystem und Ingame-Shop). Spieler warfen dem Publisher Abzocke vor, da das Spiel zum Vollpreis verkauft wird, die für Freischaltungen nötige Spielwährung "Stahl" aber knapp sei und ebenfalls für Echtgeld angeboten wird. Ein Spieler hatte sich im offiziellen Forum gar die Mühe gemacht auszurechnen, dass ohne Zuzahlung erst nach 2,5 Jahren alle kosmetischen Items freigeschaltet wären. Dabei wurde von einer täglichen Spielzeit von ein bis zwei Stunden an fünf bis sieben Tagen pro Woche ausgegangen.

Nun hat Ubisoft reagiert und es Spielern erleichtert, kostenlos an Stahl zu gelangen. Dazu wurden die Belohnungen für tägliche Quests, sogenannte Orders, spürbar erhöht. Ubisoft zufolge resultieren die Änderungen in einem Zuwachs von 45 Prozent auf das Stahl-Einkommen in den ersten zwei Spielstunden an jedem Tag.

  • Die Menge an Stahl, die ihr für reguläre Matches bekommt, wird um 25 Prozent erhöht
  • Der Stahl aus Daily Orders wird um 33 Prozent erhöht
  • Der Stahl aus Side Orders wird um 50 Prozent erhöht
  • Community Orders werden jetzt mit 2000 Stahl, statt wie bisher 500 - 1000 belohnt

Um Serverprobleme in der vergangenen Woche zu kompensieren, bekommt außerdem jeder Spieler drei Tage kostenlosen Champion-Status. Die Maßnahme scheint aber nicht alle Spieler zu begeistern: im offiziellen Forum wird auch nach der Änderung noch anhaltende Kritik geäußert.

Jac 17 Shapeshifter - P - 8844 - 4. April 2017 - 15:29 #

Leider spiele ich selbst For Honor nicht. So wie ich es verstanden habe, geht es bei der Kritik doch vor allen Dingen darum, dass man für den Besitz von 100% dieser Items entweder Geld ausgeben oder lange Grinden muss. Und warum "muss" man bei kosmetischen Items 100% haben?
Die Erhöhung der Belohnungen von Ubisoft finde ich erstmal in Ordnung, sie scheint mir ein vernünftiges Zugeständnis zu sein.
Oder ist meine Einschätzung falsch und man braucht für ein halbwegs stimmiges (optisches) Set mehrere Monate?

Maverick_M (unregistriert) 4. April 2017 - 15:46 #

Es ist ein Vollpreisspiel, kein F2P oder MMO. Da haben Microtransactions meiner Meinung nach nichts zu suchen.

Und im Text wird ja vorgerechnet, dass es halt utopisch lange dauert, bis man sich da was erspielt hat.

falc410 15 Kenner - 2980 - 4. April 2017 - 15:52 #

Finde ich aber gut wenn nicht jeder alle hat (oder haben kann). Aber vielleicht bin ich auch zu Hard-core :p
Spiele selber For Honor nicht aber habe früher genug Asia Grinder gespielt - da gab es noch kein Pay2Win sondern ein Grind2Win. Hat sich auch keiner beschwert.

Maverick_M (unregistriert) 4. April 2017 - 16:08 #

Es ist wie gesagt kein MMO. Dass man dort nur gegen entsprechenden Aufwand den Top-Kram (Also Wertungstechnisch. Optisch kannst das ja eh meist nur kaufen.) kriegt, ist völlig in Ordnung und erwarte ich auch so.

Aber bei einem "normalen" Spiel, auch wenn der Fokus klar auf dem MP liegt, sollten halt weder Microtransactions drin sein, noch sollte man 2.5 Jahre brauchen, um alles freizuschalten.

Faerwynn 18 Doppel-Voter - P - 9952 - 4. April 2017 - 16:12 #

Das "alles freischalten" ist ein willkürlich gewähltes Ziel. Niemand braucht jedes kleine Decal bei jedem Charakter in einem Spiel. Das ist so als würde man WoW vorwerfen, dass man Jahrzehnte braucht um mit jedem Charakter jedes Ausrüstungsstück zu erspielen (und dann kommen auch noch ständig Neue... die Schweine!). Mit absichtlich ungünstig gewählter Kritik kann man jedes Spiel kaputtreden. "Zelda BOTW ist schlechtes Spiel, weil ich ewig brauchen werde jedes Rezept einmal gekocht zu haben; und sie ziehen es unnötig in die Länge, weil sie nicht mal anzeigen, was ich bisher schon alles gekocht habe."

Zzorrkk 15 Kenner - - 3868 - 4. April 2017 - 18:11 #

Deine Argumentation geht an der eigentlichen Kritik leider vorbei, wenn ich sie richtig verstanden habe: Es geht darum, dass hier neben dem Vollpreis ein weiteres Finanzierungsmodell aufgemacht wird. Das erscheint den Kritikern nicht gerechtfertigt, weil gefühlt 2x verdient werden soll.

Aus meiner Sicht kann man diese weiterlaufende Finanzierung über ingame Shops z.B. durch andauernden guten und aufwändigen Support durchaus rechtfertigen, wenn das Spiel entsprechend fertig und vollständig ohne Zukäufe war. Kann ich bei For Honor nicht beurteilen.

Womit man als Entwickler und Publisher leben muss ist halt, dass die Spieler es derart verkauft oft richtig scheiße finden. Ob sich das langfristig rechnet, muss man dann sehen.

Faerwynn 18 Doppel-Voter - P - 9952 - 4. April 2017 - 18:45 #

Wie man bei Overwatch oder SF sieht (siehe Kommentare unten) wird es ja eben scheinbar heute eben nicht immer als richtig scheiße empfunden. Und wenn es dann klappt nimmt man eben gut Geld mit ein und kann die Weiterentwicklung und den Serverbetrieb finanzieren. Eigentlich spricht ja auch nichts dagegen. Ist hier wirklich irgendwer, der bei einem Spiel alle tausenden kosmetischen Items freischaltet, obwohl das keine spielerische Auswirkung hat?

Ich denke eher, dass das die Leute an dem Nerv trifft, der sie auch dazu bringt Flatrates zu kaufen, obwohl Abrechnung per Nutzung für sie günstiger wäre: man könnte ja theoretisch und will die Möglichkeit haben.

Maverick_M (unregistriert) 4. April 2017 - 19:15 #

Bei Deiner Argumentation, vor allem am Beispiel Overwatch, vergisst Du aber, dass For Honor ausschließlich P2P ist, also keine Server vorhanden sind, und die Preise für den Kram wohl absolut exorbitant sind.

Jac 17 Shapeshifter - P - 8844 - 5. April 2017 - 11:45 #

Das mit dem P2P-Modell war mir nicht so bewusst, dann sieht es natürlich etwas anders aus. Wobei sie sicherlich trotzdem Server inkl. Daten für die Item-Verwaltung und Anmeldung brauchen, aber die fallen sicherlich kleiner bzw. weniger umfangreich aus.
So einen P2P-Ansatz für PVP zu verfolgen, finde ich aber auch eher merkwürdig. Klar spart das einige Kosten aber das müsste doch für Cheater zusätzliche Angriffsfläche bieten, insofern wundert mich das.

Maverick_M (unregistriert) 5. April 2017 - 14:47 #

https://www.youtube.com/watch?v=38sPNZ8QHO4

Jac 17 Shapeshifter - P - 8844 - 4. April 2017 - 16:09 #

Ist es wirklich weit weg von einem MMO? Im klassischen Sinne vielleicht. Der Schwerpunkt liegt doch aber auf Online-PVP und auch in diesem Bereich ist es gar nicht so ungewöhnlich, dass bestimmte Items eine Menge von Zeit erfordern.
Falls diese nicht spielerisch relevante Vorteile bringen, habe ich kein Problem damit, wenn sie auch gekauft werden können. Ohne Abo-Modell müssen sich die Server ja irgendwie anders rentieren. Alle Käufer von optischem "Schnickschnack" sorgen letztlich dafür, dass die Server finanziert und weiterbetrieben werden können.
Solange ich mir in solchen Spielen in vernünftiger Zeit (z.B. 2-3 Wochen) eine Optik erspielen kann, die mir gefällt, wäre ich nicht unzufrieden.
Daher ja auch meine Fragen, wieso man 100% braucht und wie lange es für ein optisches Set benötigt, das brauchbar aussieht.

Maverick_M (unregistriert) 4. April 2017 - 16:12 #

For Honor spielt sich im Grundprinzip wie eine Mischung aus Brawler und einem MOBA, je nach Spielmodus mal mehr das eine oder das andere.

Das ist weit entfernt von einem MMO. Es ist im Grunde ein stinknormaler MP Titel.

Faerwynn 18 Doppel-Voter - P - 9952 - 4. April 2017 - 16:14 #

Man kann die Standarditems sogar für wenig Steel optisch ändern, im Prinzip hast du in einem Abend genug erspielt um das abzuändern, was dir nicht gefällt und in wenigen Wochen genug um ganz spezifische Items mit von dir gewähltem Look zu kriegen.

Faerwynn 18 Doppel-Voter - P - 9952 - 4. April 2017 - 16:09 #

Man braucht die Items in keiner Weise, und keiner spielt alle Charaktere. Meiner Meinung nach ist die Kritik zu 50% ok, denn wenn ich ein Vollpreisspiel kaufe will ich nicht noch zusätzliche Microtransactions.

Aber der Rest der Kritik ist mMn konstruiert, zum einen spielt keiner alle Charaktere so weit, dass er überhaupt alles kaufen könnte (man muss nämlich erstmal bestimmte Levels erreichen um die spektakuläreren Sachen freizuschalten).

Und zum anderen hat Blizzard bei Overwatch genau die gleiche Sache abgezogen und da heult keiner rum. Bei For Honor gibt es wenigstens die Daily Orders um in den ersten Stunden jeden Tag ordentlich was zu kriegen und auch der Fortschritt pro Spiel ist schneller als bei Overwatch.

Jac 17 Shapeshifter - P - 8844 - 4. April 2017 - 16:12 #

Der Vergleich mit Overwatch ist genau richtig. Ich habe inzwischen das Gefühl, dass manche Publisher tun können was sie wollen, während andere ungleich schärfer kritisiert werden.

Punisher 20 Gold-Gamer - - 22869 - 4. April 2017 - 18:36 #

Das ist doch nicht nur bei den Publishern so, das kannst du auf die ganze Branche ausweiten.

Jac 17 Shapeshifter - P - 8844 - 4. April 2017 - 19:27 #

Leider wahr!

NickHaflinger 16 Übertalent - 5329 - 4. April 2017 - 18:11 #

Hat Street Fighter 5 nicht schon seit einem Jahr ein solches System, bei dem man Charaktere und Kostüme sowohl gegen verdiente ingame Währung als auch echtes Geld kaufen kann? Da gab es keinen solchen Bohei.

Aladan 24 Trolljäger - - 51662 - 5. April 2017 - 11:17 #

Dann sollen sie halt jedem dieser Meckerer alles direkt geben, damit sie sich darüber aufregen können, dass sie nichts mehr freispielen können. ;-)

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