Vom Weg abgekommen Meinung

Tom Schmitz über das Open-World-Dilemma

Thomas Schmitz / 14. Juli 2016 - 19:22 — vor 3 Jahren aktualisiert

Teaser

Rollenspiele werden einerseits immer gigantischer. Andererseits wird der Spieler häufig mit Kleinstaufgaben behelligt, die keinerlei Nutzen für die Story haben. Das ist schade, denn mit ihrer Open-World-Attitüde verlieren RPGs einen ihrer Kernpfeiler aus den Augen: das Erzählen einer packenden Geschichte.
Anfuehrung
Man stelle sich folgendes vor: Die Hobbits sitzen im Gasthaus von Bree, überall gefährliche Gestalten, doch ihr Retter fehlt: Streicher hat die Ankunft der Halblinge leider verpasst, weil er sich um eine Rattenplage auf einem Bauernhof gekümmert hat. Und Frodo wird zwar ständig suggeriert, dass er langsam Richtung Schicksalsberg aufbrechen sollte, weil Saurons Macht täglich größer wird. Dennoch sammelt der Halbling lieber ein paar Blümchen und Kräuter, weil ihn ein Fremder am Wegesrand darum gebeten hat. Und Gandalf? Hüpft freudig erregt in irgendwelche Gewässer, um nach Schätzen zu tauchen. Was für ein Spaß! Und was für ein Quatsch.

Videospielen fehlt die Konzentration aufs Wesentliche
Natürlich sind Computer- und Videospiele ein anderes Medium als Bücher oder Filme. Doch Bücher und Filme haben den Spielen eines voraus: die Konzentration auf das Wesentliche – die Handlung. Man will schließlich weder sehen noch lesen, wie die Helden irrelevante Dinge verrichten, etwa den Abwasch erledigen oder ihre Zimmer aufräumen.

Ich habe erst kürzlich, fünf Jahre nach Erscheinen und mit zweieinhalbjähriger Unterbrechung (auch weil mich das stumpfe Abarbeiten von Nebenquests ermüdet hat),  The Elder Scrolls 5: Skyrim (Test: Note 9.5) beendet. Zumindest, wenn man „beendet“ im klassischen Sinne mit „die Hauptstory abgeschlossen“ gleichsetzt. Ich habe nun mal einen Job, Kinder, ein Haus mit Garten und dann auch noch ein paar Hobbys – da ist Zeitmanagement alles, und manchmal fallen die geliebten Computerspiele hinten runter.

Da habe ich also Alduin den Weltenfresser erledigt, den Oberdrachen, komme nach verrichteter Arbeit in der Zwischenwelt zurück nach Skyrim – und alles ist so, wie zuvor. Keine Fanfaren, kein ...

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Veröffentlicht am 16.01.2020: Willkommen zur neuen Kolumnenserie, Folge 1: Wer Camper in Ego-Shootern für unfair hält, hat ein Problem mit sich selbst – meint Harald Fränkel. Über Sportsgeist, Ehre und schlechte Verlierer.

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Thomas Schmitz 14. Juli 2016 - 19:22 — vor 3 Jahren aktualisiert
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