Guild Wars 2

Top-Interview mit den ArenaNet-Gründern Interview

 

Gute Aussichten für Guild Wars Spieler: Auch Teil 2 soll ohne Abo-Gebühren auskommen

GamersGlobal: Lasst uns zu eurem Geschäftsmodell kommen: Hinter Guild Wars steckt zwar der ganze Server- und Betreuungsaufwand eines MMO, aber ihr verlangt keine monatliche Gebühr. Stattdessen verkauft ihr das Hauptprogramm und schiebt halbjährlich weitere „Kampagnen“ zum Vollpreis nach. Gerade habt ihr mit Eye of the North das erste echte Addon veröffentlicht. Die meisten anderen MMOs setzen auf Abonnements. Manche Casual-MMOs wie Dance! verlangen nur für bessere Items Geld. Was also ist das Business-Modell der Zukunft?


Jeff Strain: Ich denke, alle von dir erwähnten! Unsere Idee bei Guild Wars war es, mit dem angeblich in Stein gemeißelten Gesetz zu brechen, alle MMOs müssten Monatsgebühren kosten. Unser riesiger Erfolg ist eine Botschaft an all die Entwickler da draußen, dass sie nicht nur in ihr Gameplay, sondern auch in ihr Business-Modell Gehirnschmalz investieren müssen. Aber Geschäftsplan und Spiel müssen zueinander passen: World of WarCraft könnte nicht über Nacht auf einmal unseren Ansatz fahren, und wir können nicht plötzlich Monatsgebühren verlangen. In den nächsten fünf Jahren wird man alle möglichen Experimente bei Online-Spielen sehen, es gibt in diesem Genre kein „One size fits all“.


Mike O’Brien: Als wir anfingen, erklärte uns jeder in der Spiele-Industrie für verrückt. Aber wir waren sicher, dass es einen Platz für uns geben würde. Die Spieler wollen neue Ideen, und sie belohnen sie auch! Ich freue mich darüber, wie viele Ansätze es mittlerweile bei MMOs gibt, und ich wünsche den entsprechenden Studios alles Gute – die meisten werden erfolgreich sein!

GamersGlobal: Und was ist mit euch, könnt ihr euch ebenfalls andere Modelle vorstellen?

In Eye of the North von 2007 ging es mitunter eisig zu

Mike O’Brien: Vorstellen? Klar. Aber wir glauben fest an folgendes: Die Spieler wollen ein MMO, das ihnen volle Unterstützung bietet. Wir haben in dieser Industrie immer wieder gesehen, wie sich Firmen verzetteln. Sie machen fünf Spiele gleichzeitig, und sobald sie eines fertig haben, müssen sie auch schon den Support einstellen, weil das nächste bereits wartet. Das ist nicht unsere Welt! ArenaNet hat mittlerweile ca. 120 Mitarbeiter, und sie alle haben nur ein Ziel: Guild Wars zum besten Spiel des Universums zu machen! Und das Business-Modell von Guild Wars ist eben „einmal zahlen, immer spielen“. Guild Wars 2 wird genau demselben Prinzip folgen.


GamersGlobal: Guild Wars gilt im Westen als der einzige ernsthafte Verfolger von Blizzards World of WarCraft. Ihr beiden und der dritte ArenaNet-Gründer, Patrick Wyatts, hattet wichtige Posten  bei Blizzard inne. Wieso seid ihr fortgegangen?

Mike O’Brien: Da gab es einige Gründe. Damals, also 2000, war ich der Chef des WarCraft-Teams und Jeff der Chef des World-of-WarCraft-Teams. Patrick führte Blizzards Battle.net-Gruppe. Wir drei kannten uns schon lange und wollten unbedingt einmal am selben Großprojekt arbeiten. Außerdem hatten wir zwei Visionen. Die erste fußte auf dem Battle.net, das damals nur der Online-Service für Blizzards Retail-Spiele war. Was wäre möglich, so fragten wir uns, wenn man einfach davon ausgehen könnte, dass jeder einzelne Spieler mit dem Internet verbunden sein muss, um zu spielen? Um wie viel aufregender und dynamischer man so ein Spiel gestalten könnte! Statt einer statischen CD würde man dem Spieler einfach immer das auf seinen PC laden, was er gerade braucht. Zweitens wollten wir die Genregrenzen zwischen Strategie und Rollenspiel einreißen. Wenn Spieler Hunderte von Stunden ihren Helden aufbauen, was wollen sie dann? Mit diesem Helden gegen ihre Freunde antreten! Aber Titel wie Diablo boten so etwas nicht mal ansatzweise. Umgekehrt gilt für ein Strategiespiel: Wenn sich das Ganze nur darum dreht Einheiten zu verschieben, ist es langweilig. Mann muss wissen weshalb man kämpft; man muss sich für die Welt interessieren, die man verteidigt. Wir wollten also eine starke Mixtur aus beiden Genres erschaffen.


GamersGlobal: Und warum soll das so schwer sein?

Mike O’Brien: Nun, um nur einen Grund zu  nennen: Beim Rollenspiel hängt deine Stärke davon ab, wie lange du spielst, um deinen Charakter hochzuleveln. Das ist das genaue Gegenteil des Strategiespiel-Prinzips: Dort hängt deine Gefährlichkeit nur davon ab, wie gut du spielst.

Vincent 15 Kenner - 3214 - 15. Mai 2009 - 13:40 #

Das Interview kenne ich noch aus alten gg.com-Zeiten. :)
Trotzdem immer noch interessant.

Noir 15 Kenner - 2711 - 15. Mai 2009 - 14:06 #

Klasse Sache - Man darf gespannt sein :)

Akuma 04 Talent - 35 - 15. Mai 2009 - 19:17 #

"Jeff Strain: Wenn es auch dann noch Fans von Teil 1 gibt, werden sie betriebsbereite Server vorfinden!"

glaub ich zwar net^^ aber schön wärs ja :)

Khayet 13 Koop-Gamer - 1300 - 16. Mai 2009 - 9:47 #

Guild Wars 2 wurde nicht verschoben, da es nie ein releasedatum gab. ;)

Christoph 17 Shapeshifter - P - 8361 - 16. Mai 2009 - 18:14 #

...fuer mich ist nur wichtig, dass es nicht eingestampft wird!

Was ist ueberhaupt dieses AION? Die offizielle homepage sieht 1:1 aus wie die von guild wars und beides ist von ncsoft - machen die sich da selber Konkurrenz?

BLoDDy 06 Bewerter - 86 - 16. Mai 2009 - 22:24 #

Mal gucken wies wird :)

_poolice_ 10 Kommunikator - 399 - 17. Mai 2009 - 11:45 #

bin gespannt, ob WOW einen gegner bekommt ;)

SocialHazard 14 Komm-Experte - 2258 - 17. Mai 2009 - 15:08 #

kanns kaum erwarten ^^ schade das es wohl vor 2010 nicht erscheinen wird :-(