Habt ihr schon mal selbst ein Spiel entwickelt?

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KoopaTroopa (04 Talent, 1 EXP)
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Habt ihr schon mal selbst ein Spiel entwickelt und programmiert? Oder arbeitet vielleicht jemand hier in der Spielebranche?
Ich überlege momentan, ob Spieleentwickler ein Beruf wäre, der etwas für mich ist. Hat hier jemand etwas in die Richtung studiert und kann berichten, wie so ein Studium aussieht? Und wie die Chancen stehen bei einer großen Firma zu landen?

Ja, ich weiß, da sind viele Fragen, aber vielleicht ist hier ja jemand aktiv, der mir einige beantworten kann smilie

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Desotho (17 Shapeshifter, 7014 EXP)
verwirrt
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Ja, aber die Erfahrungen werden dir wenig bringen da das noch zu Amiga Zeiten und eher Hobbymäßig war smilie

Für mich klingt das so, als hättest Du noch nie was in die Richtung gemacht und ich frage mich dann immer: Wieso?
Wenn dich das Thema interessiert wäre doch der erste Schritt einfach mal loszulegen. Gibt doch genug einfache Programmiersprachen, Baukästen, Mod-Möglichkeiten.

Ich denke als Spieleentwickler braucht es neben anderen Sachen auch eine gewisse Hingabe.

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LRod (18 Doppel-Voter, 9359 EXP)
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Ich verweise da erst einmal auf meine bisher 4-teilige Do-It-Yourself-Reihe:
http://www.gamersglobal.de/user-artikel/vom-hobby-gamer-zum-hobby-programmierer-teil-1

Da die Spielebranche in Deutschland sehr klein ist im Vergleich zu den übrigen IT-Jobs würde ich dir wohl empfehlen, ggf. ein "klassisches" Informatik-Studium oder eine entsprechende Ausbildung zu machen und den Spiele-Teil einfach privat zu lernen. Das das geht zeigt die obige Reihe glaube ich ganz gut (am Beispiel der Unity-Engine). Dann hast du später auf jeden Fall alle Optionen, auch wenn es dann doch nicht in den Spiele-Bereich geht.

Und schließlich würde ich dir immer zu einem Praktikum raten, wenn du unsicher bist, ob ein Job etwas für dich ist.

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Jabberwocky (15 Kenner, 2923 EXP)
36-Std.-Tage für mehr Zocken!
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Programmieren liegt mir nicht, aber als (2D) Animator und Grafiker mit zehnjähriger Berufserfahrung würde ich gern mal bei einer professionellen Produktion mitarbeiten. (-siehe Signatur-)

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Novachen (19 Megatalent, 14746 EXP)
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Ich bin Spieleentwicklerin, muss aber zugeben, dass ich den Großteil meines Geldes mittlerweile eher durch lizenzbasierte kommerzielle Anwendungsprogramme verdiene, wo es durch die Lizenzgebühren einen konstanten Strom an Geld gibt lol.

Selbst in Sachen Spiele entwickeln tue ich nur Mobile/Handheld, allerdings ohne Free-2-Play, ansonsten helfe ich bei dem einen oder anderen Indie-Projekt aus, was teilweise damit eher Nebenverdienste sind (wenn auch gerne mal knapp ans fünfstellige). Tatsächlich verbringe ich tatsächlich mittlerweile wieder mehr Zeit in Spiele-Modding als in der eigentlichen Spielentwicklung. Also wieder eher im Hobbysektor.

Ich selbst habe allerdings auch Studium in diesem Bereich gemacht, allerdings auch auf einer Privatschule, die entsprechend viel Geld gekostet hat, konnte ich aber entsprechend auch ohne Fachhochschulreife machen, da hat mein Realschulabschluss für ausgereicht.

Grundsätzlich ist halt auch die Frage, was du überhaupt im Bereich der Spiele machen möchtest. Ich meine es gibt ja selbst in der Entwicklung extrem viele unterschiedliche Betätigungsfelder... Programmierung, Designer/Autor, Grafiker, 3D Animationen, Tester etc.
Ich persönlich denke aus meiner Erfahrung, dass man als Programmierer schon die größten Möglichkeiten hat, weil Programmierer halt in jedem Informatikbezogenen Bereich händeringend gesucht werden. Also auch über den Spielebereich hinaus man eher unwahrscheinlich auf der Straße landet.
Man sollte sich aber auch vollkommen bewusst sein, dass der Beruf des Spieleentwicklers eher wenig bis gar nichts mit selber Spielen zu tun hat... den Großteil der Zeit hängt man nur in irgendwelchen Programmen rum und schreibt seine Codezeilen. Ich sage das, weil ich schon mit vielen Leuten geredet habe, die sich das einfach total falsch vorstellen.

Spielen tut man als Entwickler kaum, höchstens wenn es Richtung Ende geht oder mal tatsächlich eine Prototypfassung für Messen etc. fertigstellt wird. Aber wem es bei sowas wirklich ums Spielen geht, der ist als Software-Tester in dem Bereich tatsächlich besser aufgehoben, der macht nämlich eher das was sich viele eigentlich vom Entwickler vorstellen.

Entsprechend wie dein gewünschtes Betätigungsfeld aussieht, ist entsprechend auch das Studium anders. Ein Informatikstudium hat halt extrem viel mit Theorie und Mathematik zu tun, Praktisch gibt es halt natürlich auch nur Grundlagen in verschiedensten Bereichen, wo du nur einen Teil von brauchen wirst. Wie halt bei jeder Schule.
Dazu gibt es ja selbst das Informatikstudium in verschiedensten Bereichen... habe von mehreren Quellen gehört, dass das Studium der Medieninformatik noch am ehesten die gesamte Palette vermittelt, die man als Spieleentwickler braucht. Kann ich aber nichts zu sagen. Grundsätzlich kann man aber auch sagen, dass eigentlich jedes Informatikstudium eine Tür in den Spielebereich öffnen kann. Muss man halt nur ggf. nach und neben dem Studium mehr selbst recherchieren.

Aber egal welches Studium man besucht, am meisten lernt man sowieso durch die Praxis *Phrase*
Ich persönlich würde dir tatsächlich empfehlen, irgendwie zu versuchen vor dem Studium ein Praktikum in dem Bereich zu machen. Anders bekommst du sowieso keinen genauen Einblick in sowas, um zu wissen, ob das wirklich was wäre. BlueByte, EA sind da als Global-Player gute Adressen, aber auch bei den diversen Global-Player im Mobile oder Browsergame Bereich wie GoodGame oder Gamigo wird sich ein gutes Praktikum finden lassen, auch wenn man ggf. nicht soviel von deren eigentlichen Geschäftsmodellen hält. Schließlich kannst du als Mitarbeiter in einer Großen Firma auch in der Free-2-Play Abteilung landen.
Und die Regeln bei einem Praktikum muss ich wohl nicht erklären: Fragen, Fragen, Fragen.

Wie stehen die Chancen... das ist tatsächlich schwer zu sagen, wie gesagt, Programmierer werden immer gerne gesucht. Ich selbst habe selbst nach meinem Studium bei einem Studio gearbeitet, hatte dort aber auch ein paar Probleme mit Mitarbeitern die es nicht okay fanden, dass ich denen, ausgerechnet auch noch als Frau, vor die Nase gesetzt wurde.
Grundsätzlich muss ich sagen, dass es nie einfacher war, als vollständig Selbstständige irgendwie ein Spiel zu veröffentlichen. Guck doch die Fülle an Ein-Mann/Frau-Projekten in den diversen Stores an und du weißt wovon ich rede.
Egal ob du direkt bei Ubisoft oder bei deiner eigenen AG anfängst, ein Spiel der Größe Assassins Creed wirst du so oder so nicht entwickeln wink.
Eigene Spiele zu entwickeln oder sonst irgendwas aus diesem Bereich vorzuweisen, macht es natürlich beim Bewerbungsprozess einfacher, falls du auch später immer wieder Versuche bei einer Firma unternimmst.
Ich meine viele dieser kleinen Indie-Teams auf Steam etc. dienen ja auch eher genau diesem Zweck sich für höhere Aufgaben zu empfehlen. Sicherlich, die ersten Jahre ist dieser Weg finanziell extrem hart und steinig, aber wenn man es schafft auf diese weise natürlich zu wachsen, dann steht in ein paar Jahren sowieso jemand mit dicken Geldkoffern vor der Tür um dich und dein Team zu kaufen, im Idealfall hat man es vielleicht sogar schonmal geschafft da irgendwie durch Publishing zum Kontakt zu kommen, auch wenn das in der heutigen Zeit wohl eher nur für die Propaganda gut ist, da in Läden ja auch nichts mehr als leere Boxen verkauft werden.

Aber natürlich ist es auch klar, dass du bei einem eigenen Studio etwas Wissen über Geschäftsführung etc. mitbringen musst, was in einem Informatikstudium wohl eher selten bis gar nicht vermittelt wird, außer in der Wirtschaftsinformatik.

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Entwicklerin des Weltraum-Taktik-Managementspiels "Athena - Squadron Leader", dessen Fortsetzung "Athena - Fleet Commander" und der Hypernovia-Echtzeitstrategie-Trilogie.
Verantwortlich für "FreeSpace2 und Mods"-Übersetzungen im Rahmen von "FreiRaum".

Toxe (Neuling, 0 EXP)
Beigetreten: 1.1.1970

Ich habe es immer noch vor, aber aus Zeit- und Motivationsgründen geht es nur schleppend voran. Mir macht Programmierung auch nicht mehr die Freude, die es früher mal gemacht hat.

Ob man in dieser idiotischen Industrie allerdings professionell arbeiten wollen würde, vermag ich nicht zu sagen. Ich selbst auf jeden Fall nicht.

KoopaTroopa (04 Talent, 1 EXP)
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Wow, vielen Dank für die vielen Antworten. smilie
Besonders dir, Novachen, danke für die ausführliche Antwort!! Nein, eine Illusion mache ich mir denke ich nicht, dass da vieles trockene Arbeit ist, ist mir bewusst. Aber ich finde es trotzdem spannend.

Meine Situation ist die, dass ich letztes Jahr Abitur gemacht habe und momentan in der Firma meines Onkels arbeite, da bin ich auch erst mal gebunden, weil er auf mich angewiesen ist. Aber dauerhaft möchte ich mich natürlich nach etwas anderem umsehen und Spiele begeistern mich eben. Ein Praktikum werde ich momentan aber nicht machen können. Ich bin auch darauf gestoßen, dass man Game Developement im Fernstudium studieren kann: https://www.wb-fernstudium.de/kursseite/bachelor-studiengang-game-development-bsc.html Da würde mich deine Meinung interessieren, Novachen, hältst du das für sinnvoll? So könnte ich auch jetzt schon damit anfangen.

Toxe (Neuling, 0 EXP)
Beigetreten: 1.1.1970

Falls Du irgendwas konkretes beginnen willst, lern Python als erste Programmiersprache. Damit entwickelt man zwar (nicht wirklich) Spiele, Python ist aber simpel, mächtig und praktisch und ein guter Einstieg. Und wenn man einmal programmieren kann, macht es in der Praxis nicht so viele Unterschiede, welche Sprache man letztlich verwendet.

Alter Haudegen: Ist seit mindestens 5 Jahren bei GG.de registriertDieser User war an Weihnachten 2017 unter den Top 100 der SpenderBronze-Archivar: Hat Stufe 5 der Archivar-Klasse erreichtSammler: Hat mindestens 50 Spiele in seiner SammlungLoyalist: Ist seit mindestens einem Jahr bei GG.de dabeiDieser User hat uns an Weihnachten 2017 mit einer Spende von 100 Euro unterstützt.Alter Haudegen: Ist seit mindestens 3 Jahren bei GG.de registriertBronze-Jäger: Hat Stufe 5 der Jäger-Klasse erreichtVielspieler: Hat 250 Spiele in seine Sammlung eingetragenBronze-Schreiber: Hat Stufe5 der Schreiber-Klasse erreichtDiskutierer: Hat 1000 EXP durch Comments erhaltenTop-News-Schreiber: Hat mindestens 5 Top-News geschriebenStar: Hat 1000 Kudos für eigene News/Artikel erhaltenFleißposter: Hat 200 EXP mit Forumsposts verdientKommentierer: Hat 100 EXP mit Comments verdientVorbild: Hat mindestens 100 Kudos erhalten
firstdeathmaker (18 Doppel-Voter, 9101 EXP)
*Gloomhaven*
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Um dir noch mal eine andere Perspektive zu geben: Ich hab als Schüler angefangen, mit BlitzBasic und später BlitzMax Spiele zu programmieren. Dabei habe ich sehr viele Dinge gelernt, die mir später im Informatik Studium und bei Bewerbungen (im nicht Spiele-Bereich) weiter geholfen haben. Später am Anfang meines Studiums habe ich dann in einem kleineren Unternehmen als Programmierer mit einem Grafiker zusammen mehrere Casual-Spiele entwickelt, bis hin zur Marktreife. Das war zwar nicht wirklich professionell, aber ich habe auch dort viel gelernt. Ich habe für mich aber entschieden, dass die Spielebranche nicht dauerhaft etwas für mich ist. Teilweise wartet dort extrem viel Stress auf dich, auch wenn die Leute meistens wirklich Ok sind.

Durch Freunde habe ich auch einen Einblick in die professionelle Spieleentwicklung bekommen (PS3+4 Spiele, Mittelgroße PC Spiele). Was dort hinter den Kulissen abging war echt abenteuerlich. Die Leute sind sehr cool, aber das Chaos ist ebenfalls nicht zu verachten. Zumindest die Programmierer die ich kenne die dort gelandet sind, haben genau so wie ich, schon als Schüler angefangen, sich einfach nebenbei als Hobby mit dem Thema Grafikprogrammierung zu beschäftigen. Insgesamt würde ich sagen, dass viel davon abhängt, ob du dich auch selbstständig motivieren kannst, in dem Bereich zu lernen und etwas zu tun. Deshalb ist der Rat von oben, einfach los zu legen und es Hobbymässig auszuprobieren, auch so wichtig. So kannst du selbst feststellen, ob dir etwas daran liegt. Und wenn nicht, dann wird dich das Gelernte trotzdem im Bereich der Informatik oder Medien oder Mathematik weiter bringen.

Und noch etwas zum Schluss: Computerspiele sehen immer so locker aus, aber es steckt enorm viel dahinter. Aus Entwicklersicht handelt es sich um mit die schwierigsten Aufgaben, die man so angehen kann. Auf dem Weg zum fertigen Spiel musst du unter Umständen (einige Frameworks nehmen dir vieles ab) eine sehr große Palette an vielfältigen Problemen lösen. Aber genau dass macht es auch so Abwechslungsreich und später auch zu einer gute Referenz im Lebenslauf.

Als Einstiegssprache kann man Python nehmen, aber C++ mit SDL ist auch nicht schlecht und später ausbaufähig. Mit Python wirst du jedenfalls nie größere Spiele entwickeln, dafür ist es nützlich im Bereich Maschinelles Lernen oder um kleinere lästige Aufgaben zu automatisieren. Wenn du allerdings nicht mit Programmieren anfangen möchtest, dann solltest du dir besser mal Unity anschauen.

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