Erneuerung durch Zerstörung

World of Warcraft: Cataclysm Preview

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Mit Level 10 müsst ihr euch entscheiden, welchen Weg ihr einschlagt. Werdet ihr vom normalen zum Waffen-Krieger, metzelt ihr euch als Furor-Krieger durch die Gegnermassen oder steht ihr gerne als Brecher vor den Angreifern? Die jeweiligen Boni werden per Mouseover-Einblendung erklärt.

Die Qual der Wahl mit Level 10

Um die schwereren Instanzen möglichst lebendig und mit guter Beute zu bestehen, hat Catacylsm für jede Klasse neue Fähigkeiten im Gepäck und überarbeitet auch die Talentbäume. Letztere werden von Blizzard gestutzt: statt bislang 51 und mehr Punkten können in Cataclysm nur noch 31 Punkte bis zum Endtalent vergeben werden. Die Entwickler wollen auf diese Weise unnötige und selten benutzte Talente rauswerfen. In den meisten Fällen ist ihnen das auch gelungen, nur in wenigen Talentbäumen entdecken wir noch das ein oder andere "Fülltalent", welches in der Praxis nur geskillt werden dürfte, um andere, bessere Fertigkeiten zu erlangen.

Habt ihr Level 10 erreicht, müsst ihr euch für eine der drei Spezialisierungen eurer Klasse entscheiden. Das bedeutet auch, dass ihr zunächst nur Punkte in diesen Talentbaum investieren könnt. Die Entscheidung für eine Klasse will gut gewählt sein, denn mit ihr erhaltet ihr eine charakteristische Fähigkeit, die eure gewählte Spielweise unterstützt. Krieger, die sich auf den Schutzbaum festgelegt haben, dürfen zum Beispiel den Schildschlag nutzen, Furor-Krieger hingegen starten ihre Talentlaufbahn mit der Fähigkeit Blutdurst. Die begehrten Punkte erhaltet ihr bei etwa jedem zweiten Stufenaufstieg. Diese sind übrigens aufwändiger inszeniert und weisen euch praktischerweise direkt auf neue Fähigkeiten hin, die ihr erlernen könnt.

Passive Verbesserungen ergänzen euren primären Talentbaum: Ein Heilig-Paladin regeneriert beispielsweise Mana im Kampf und bekommt zusätzlich stärkere Heilzauber. Mit dem neuen Attribut Meisterschaft, das sich künftig auf hochstufigen Waffen und Rüstungen finden lässt, könnt ihr eure Zauber und Fertigkeiten passiv weiter aufwerten und damit etwa Heilung oder Schaden erhöhen. Neben den Klassen bekommen auch die Handwerker neue Rezepte für ihre Schmiedekunst, Lederverarbeitung, Inschriftenkunde und für alle weiteren Berufe. Neu wird Archäologie als Zweitberuf neben Angeln, Kochen und Erste Hilfe eingeführt. Wer nun aber darauf hofft, als Indiana Jones von Azeroth spielentscheidende Boni unter eine X-Markierung zu entdecken, sollte die Peitsche lieber gleich wieder einpacken. Archäologen erhalten durch ihre Profession meist nur kleinere Gimmicks und dazu noch Informationen zur Hintergrundgeschichte von World of Warcraft.

Im neuen Gildeninterface sind die Vorteile der jeweiligen Gildenstufe zu erkennen -- im Hintergrund der dezente Größenwahn der Goblins in Azshara.

Zusammenspiel lohnt sich

Profitabel wird es zukünftig für Handwerker, sofern sie einer Gilde angehören und dort auf die freigespielten Rezepte zugreifen können. Denn auch Gilden leveln in Cataclysm künftig auf. Wenn ihr mit vier Freunden eine Instanz besucht und erfolgreich abschließt, wandern Erfahrungspunkte auf euer Gildenkonto. Wenn ihr mit neun Freunden einen Schlachtzug besteht, erhält die Gilde ebenfalls Erfahrungspunkte. Nach und nach klettert eure Gemeinschaft bis auf Level 25 hoch. Euer Vorteil spiegelt sich dann im Form von passiven Vorteilen wie einer erhöhten Reitgeschwindigkeit oder verringerten Reparaturkosten wieder.

Besonders wertvolle Gegenstände und Rezepte als Belohnung laden ebenfalls dazu ein, in Zukunft mehr Wert auf gemeinsame Raids und Instanzengänge zu legen. Überarbeitet wurde auch das Gildeninterface, das nun auf einen Blick jeden Handwerker samt seinem Können anzeigt. Lästiges Nachfragen bei den eigenen Mitgliedern gehört damit der Vergangenheit an. Auch die Organisation der Truppe sowie der Bank gestaltet sich für Gildenleiter in WoW Cataclysm wesentlich einfacher und komfortabler.

Fieser Fluch und schlechtes Wetter. Die Worgen sind wahrlich nicht vom Glück verfolgt, lernen dann aber die Nachtelfen kennen und verstärken mit Cataclysm die Reihen der Allianz.
 
Ein dickes Paket mit kleinen Macken

Mit Cataclysm schnürt Blizzard ein dickes Paket für Jedermann: Hardcore-Spieler werden mit neuen Instanzen und Schlachtzügen samt heroischem Schwierigkeitsgrad bedacht, Gelegenheitsspieler freuen sich über einen neuen Spaß-Beruf und zusätzliche Zonen. Lore-Freaks geht das Herz auf bei dem Gedanken an Malfurion und der Fehde zwischen den Aspekten. Und Totalanfängern wird der Einstieg mit einem überarbeiteten Tutorial und dem getuneten Talentsystem leicht gemacht.

Hat die Zerstörung der bislang bekannten Spielwelt aus World of Warcraft aber nun ein neues Spiel gemacht? Nein, denn Cataclysm bleibt trotz aller Neuerungen und optischen Veränderungen eben immer noch jenes Spiel, das die Fans seit nunmehr fünf Jahren leidenschaftlich spielen. Ob das jetzt ein Zeichen des Stillstands oder ein Qualitätsmerkmal ist, daran werden sich die Geister scheiden. Aus unserer Sicht hat  Blizzard das richtige Maß gefunden, ein etabliertes Spiel weit genug zu erneuern, ohne die Dauerspieler mit allzu viel Reformeifer vor den Kopf zu stoßen. Zwar sind die Quests wie anno 2005 von der Aufgabenstellung her oft identisch ("Besorge mir X Schweinelebern“, "Töte Y Zwerge"), aber selten war die Präsentation dieser eher drögen Aufgaben so stimmig. Auch Veteranen, die schon Wochen und Monate in Azeroth verbracht haben, werden daher mit Cataclysm gut unterhalten -- egal ob im Highlevel-Bereich oder beim Neustart mit einer der beiden neuen Rassen.

Es bleiben kleine Wermutstropfen. Da ihr jetzt auch in der alten Welt mit eurem Flugreittier unterwegs seid, fällt auf den Hügeln und Bergen zwischen den Zonen auf, dass die Übergänge doch extrem detailarm sind. Besonders im Vergleich zu den beiden neuen Startzonen stößt uns diese Detailarmut richtig übel auf. Hier sollte Blizzard dringend nachbessern, die unbelebten Hügel und Plateaus sind sonst Atmosphäre-Killer. Ein weiterer Kritikpunkt ist die unzeitgemäße Grafik. Zwar schrauben die Entwickler mit Cataclysm an der Optik, etwa mit neuen Wassereffekten oder den detaillierten Modellen der Worgen und Goblins, im Vergleich zu anderen MMOs zieht Cataclysm im reinen Grafikvergleich aber mittlerweile ganz klar den Kürzeren.

Viele Spieler bemängeln außerdem, dass Blizzard die Klassen zu sehr aneinander angleiche. Es gibt keinen Buff oder Fähigkeit, die eine Klasse exklusiv hat. Auf der anderen Seite werden aber mit Cataclysm die Klassen deutlich abgegrenzt: Paladine bekommen als zweite Ressource neben Mana noch Heilige Energie, die, im richtigen Moment eingesetzt,. einen entscheidenden Vorteil bringen kann. Jäger hingegen greifen künftig auf Fokus-Energie statt auf Mana zurück. Einen Trend hin zu einer einzigen Klasse, den viele Kritiker gerne anbringen, können wir nicht erkennen.

Alles in allem freuen wir uns sehr darauf, wenn World of Warcraft Cataclysm irgendwann live gehen wird. Allem Anschein nach ja noch in diesem Jahr...

Autor: Benjamin Ginkel / Redaktion: Alex Hassel (GamersGlobal)

Vorläufiges Pro & Contra Überarbeitete alte Welt mit vielen Überraschungen
Spieler können in Azeroth fliegen
Viele neue Quests
Neue Grafikeffekte
Interface-Verbesserungen für Einsteiger und Profis
Zwei neue Rassen
Spielwelt wird komplett verändert, auch langjährige Spieler können alles neu entdecken
Teamarbeit wird belohnt, Gilden leveln auf
Klassen werden sich immer ähnlicher
Grafik veraltet, bekannte Gebiete wirken detailarm
Keine neue Klasse
Alle Rassen dürfen bald jede Klasse wählen
"Pfad der Titanen" wurde gestrichen
Aktueller Zustand: Closed-Beta-Version
Wir wünschen uns: Dass die Entwickler bis zur Veröffentlichung die letzten Fehler ausbügeln und auf beiden Kontinenten auch abseits viel belaufener Pfade noch Sehens- und Entdeckenswertes einfügen. Die Grafik sollte nach und nach in den bereits vorhandenen Startgebieten aller Rassen an den Standard der Goblins und Worgen angeglichen würde. Ansonsten stehen die Zeichen gut, dass Cataclysm für jeden Spielertyp unterhaltsame Inhalte mit sich bringt und WoW-Fans auch in den kommenden Monaten an den Bildschirm fesselt. Die Neugestaltung lädt klar zum Wiederentdecken von Azeroth ein.
Alex Hassel 8. September 2010 - 23:49 — vor 11 Jahren aktualisiert
Fyyff 11 Forenversteher - 781 - 9. September 2010 - 1:15 #

Erstmal, guter Artikel. Schön detailiert.

>Es gilt nach wie vor, etliche Gegner zu looten, um Questgegenstände zu erhalten, oder eine bestimmte Anzahl an Widersachern zu erledigen.<
>Zwar sind die Quests wie anno 2005 von der Aufgabenstellung her oft identisch.<

Einspruch. Ich hab das in der Beta ein wenig anderes erlebt. Es stimmt zwar das sich die Quests immer noch an den berühmten 5 Ds des MMO-Questdesigns(Discover, Destroy, Defend, Deliver, Drop) orientieren, aber in Gegensatz zu Vanilla oder TBC gibt sich Blizzard erkennbar enorme Mühe da Abwechslung rein zu bringen. Eine Quest die früher aus "Sammel 10 Eberschnauzen von seltsam mißgestaltenten Ebern von denen nur jeder 5te eine Schnauze hat" bestand ist, ist in Cata eher "Sammel 10 Eberschnauzen in dem du dieses Messer auf 10 tote Eber benutzt".
Klar ist das Ergebnis das selbe, aber die 2te Variante ist irgendwie spannender und schneller, wie ich finde.

Und das zieht sich durch alle Questgebiete seien es nun die für 80-85 oder die für 1-60. Questreihen der Marke "Sammel 10, dann töte 5, dann sammel nochmal 5, bring A zu B, töte Elite" gibts nicht mehr. Jetzt ist in einer solchen Questreihe immer irgendwas zum auflockern drin, z.b. was mit Fahrzeugen oder mit nem benutzbaren Item.

>Dafür allerdings nur mit bis zu sechs Bossen anstatt wie bislang zehn und mehr.<
Genau 3 Raids in WotLK hatten mehr als 5 Encounter (Naxx, Ulduar und ICC). Die restlichen 6 Raids hatten entweder nur einen oder 4 bzw. 5.
Von daher ist der Trend zu weniger Bossen schon etwas älter als Cata. Und das man wieder wie in TBC mit mehreren Raids zu je 5-6 Encountern startet ist im Grunde auch logisch, wenn man sieht wie desaströs die Anfangszeit von WotLK in diesem Bereich war.

Mithos (unregistriert) 9. September 2010 - 9:01 #

Abwechslung in 5D-Quests (by the way, so heißen die also):
Naja, Quests mit Item gab es nun früher auch schon. Dafür hatte man dann ein Addon, damit man nicht stundenlang im Inventar nach dem dummen Questgegenstand fahnden musste. War also nur um ein Mausklick auf das Item unterschiedlich. Die Texte liest man eh nicht, weil es dafür im Spiel keine Belohnung gibt (eher im Gegenteil, man vertrödelt Zeit) und man doch besser ein Buch lesen sollte, wenn man Geschichten lesen will. An dieser Stelle wäre eine Sprachausgabe für die Aufgaben sinnvoll.

Ich finde es vor allem Schade, dass der Schwerpunkt nicht auf Multiplayer liegt. Klar kann man alle Quests zusammen machen - wenn der andere sie noch nicht hat. Eigentlich ist es ja ein Massively Multiplayer, also nicht nur ein anderer, aber gleichzeitig Quests mit 4 anderen zu machen ist wohl komplett utopisch. Das bekommt man nicht sinnvoll koordiniert und lohnt sich deshalb nicht. Also zieht man in diesem Massively Multiplayer die meiste Zeit allein durch die Gegend und questet vor sich hin. Die Klassen, welche die Gegner dabei am schnellsten umrocken, sind im Vorteil. Für die Langsamsten wird es richtig zäh.

Für mich ist ein Großteil des Quest-Level-Parts deshalb separat zu betrachten: Als eine auf weiten Strecken langweilige Single-Player Nicht-RP-Kampange.

Fyyff 11 Forenversteher - 781 - 9. September 2010 - 12:19 #

Deswegen wird der zu benutzende Gegenstand heute direkt am Questlog angehängt. :)

Was die Questtexte angeht, geb ich dir teilweise recht. Aber mal ehrlich, wer die nicht zumindest überfliegt darf sich nicht beschweren das es zu schnell geht. Und Sprachausgabe...es gab knapp 3000 Quests allein in WotLK wenn ich mich recht erinnere...das würde VIEL Platz benötigen. Im übrigen gibt es auch keine Belohnung dafür so schnell wie möglich zu leveln.

Beim Punkt des alleine Levelns muß ich dir widersprechen. Klar gibts viele die allein werkeln wollen, und Gratulation an Blizz das das möglich ist. Aber wenn man will, kann man locker zu 2t oder 3t questen und ist massiv schneller. Voicechat an, fertig.
Und das die Burstklassen so den Vorteil haben ist auch nicht mehr so. Jede Klasse hat mindestens eine DD-Spec und kann mit der vorzüglich leveln. Vorallem wenn Dualspec bald nur noch 100g kostet.

Benjamin Ginkel 18 Doppel-Voter - - 11152 - 9. September 2010 - 9:04 #

Jepp, du hast recht. Deswegen haben wir ja auch die Präsentation der Quests und deren Erzählweise gelobt. Die sind ohne Zweifel sehr gelungen! Aber zehn Eberschnauzen bleiben halt zehn Eberschnauzen ;) -- Und die in Catacylsm genutzte Variante zwei ist tatsächlich nervenschonender und spaßiger!

Zu den Raids: Auch da hast du nicht unrecht. Nur mit Cataclysm sollen auf einem Raidtier/ einer Raidstufe gleich mehrere Raidinstanzen (samt mehreren Gegnern) zur Auswahl stehen, statt bisher eine große (Naxx, Ulduar, PdK, ICC) und eine kleine für nebenbei (Malygos, Sartharion, Onyxia etc). Das soll den raidenden Spielern mehr Abwechslung bringen (dann wipen sie nicht nur immer in einer Instanz und sehen beim "reinlaufen" häufiger was Neues) ;)

Fyyff 11 Forenversteher - 781 - 9. September 2010 - 12:22 #

Die Raidverfügbarkeit ist wie ich schon geschrieben habe vorallem eine Rückkehr zum TBC-Modell. In TBC waren ja auch von Anfang 2 längere und 2 kürzere Raids verfügbar. Das WotLK-Modell mit 1 großen Raid und 2 Miniraids dagegen hat sowas von gar nicht funktioniert, weil die Leute zuwenig Ausweichmöglichkeiten hatten, wenn sie wo festgesteckt haben. Dabei hats natürlich auch nicht geholfen das Naxx schon aus Vanilla bekannt war.

Refardeon (unregistriert) 9. September 2010 - 1:19 #

"Alle Rassen dürfen bald jede Klasse wählen" im Wertungskasten stimmt so leider nicht. Es gibt zwar neue Kombinationen, aber nur Krieger und Todesritter stehen jeder Rasse offen.

maddccat 19 Megatalent - 13544 - 9. September 2010 - 1:53 #

Nehme an, hier ist "bald" im Sinne von "wenn Blizzard so weiter macht" gemeint und nicht, "sobald" das Addon erscheint. Ist vielleicht etwas unglücklich formuliert.

Benjamin Ginkel 18 Doppel-Voter - - 11152 - 9. September 2010 - 7:54 #

Stimmt, so ist es gemeint ;) Wenn mit der nächsten Expansion wieder Beschränkungen aufgehoben werden, ist es nämlich schon soweit.

Anonymous (unregistriert) 9. September 2010 - 4:17 #

Quote: "Pfad der Titanen" wurde gestrichen

Das ist so nicht ganz korrekt. Der "alte" Pfad der Titanen wurde in Prime Glyphs umgewandelt - was also früher einzeln freischaltbare Boni waren, ist jetzt eine dritte Glyphenebene mit einem ähnlichen Effekt.

Benjamin Ginkel 18 Doppel-Voter - - 11152 - 9. September 2010 - 8:57 #

Ja gut. Eigentlich wurde er schon gestrichen: Nur hat man dann bei Blizzard noch einige Teile des Konzepts für's Glypheninterface übernommen. Aber der geplante Pfad, um mit freischaltbaren Fähigkeiten Charaktere der Stufe 85 noch nach der Maximalstufe weiter verbessern zu können, ist gestrichen. Der Aufschrei in der Community war damals ziemlich laut (http://www.gamersglobal.de/news/23636).

Anonymous (unregistriert) 10. September 2010 - 0:32 #

Jein. Neue Fähigkeiten (im Sinne aktiv nutzbarer Fertigkeiten) waren auch mit dem Pfad nicht geplant, sondern ein Gate-System für neue Glyphen - eben die damals benannten Ancient Glyphs. Als Beispiel wurden hier zb -X Prozent Schaden erhalten für einen der Pfade genannt. Zumindest wurde es so auf der Blizzcon vorgestellt. Es ist ja auch bereits angekündigt, daß die neuen Glyphen in die ähnliche Richtung gehen werden. Was in der Tat wegfällt, ist der rollenspielerische Aspekt, daß man sich einem Titanenkult anschließen kann.

Christoph 17 Shapeshifter - P - 8866 - 9. September 2010 - 6:49 #

Sehr interessant, danke!

Cornerstone 14 Komm-Experte - 1950 - 9. September 2010 - 8:17 #

Danke für den sehr interessanten Bericht!

Gab es auch PvP in der Beta? Darüber wird im Artikel nichts geschrieben. Oder war PvP erstmal nicht aktiviert?

Benjamin Ginkel 18 Doppel-Voter - - 11152 - 9. September 2010 - 9:22 #

Doch, auch PvP ist möglich. Dort halten sich die Veränderungen aber in Grenzen (hätte man im Artikel auch erwähnen könne -- hinterher ist man immer schlauer, sorry): Da gibt es neben dem erwähnten offenen Schlachtfeld (Tol Barad) auch (wenn ich mich nicht irre) zwei neue Schlachtfelder. Außerdem soll man auf einem "gewerteten Schlachtfeld", das im Wochentakt wechselt, auch Arenapunkte bekommen können. Und besonders fleißige PvPler dürfen sich wohl auch über die Rückkehr der PvP-Titel (wie damals, in Vanilla-WoW) freuen.

Azzi (unregistriert) 9. September 2010 - 9:35 #

Mal awarten wie das wird. Gerade das PvP ist in WOLK komplett broken:

- der Schaden ist einfach viel zu abartig hoch

- ohne PvP Equip geht gar nix das man in frustrierender Wochenlanger farmarbeit bekommt (heisst man wird wochenlang nahezu chancenlos abgefarmt)

- die BGs mit Randoms sind ne Katastophe keine Taktik viel Geflame

- bestimmte BGs sind komplett kaputt. Zum Beispiel Alterac das nicht mehr funktioniert wie es mal designt war

Cornerstone 14 Komm-Experte - 1950 - 9. September 2010 - 11:29 #

Ganz zu schweigen von der Klassenbalance im PvP. Ich hatte einen Ele-Schamanen, der wurde von Blizz (mal eben) also nicht geeignete PvP-Klasse/Skillung abgetan.

Imho sollte auch im PvP jede Klasse und (sinvolle) Skillung einen Nutzen haben. So im PvE auch jede Klasse/Skillung sinnvoll wird (laut dem Bericht).

Mit einem guten PvP würde ich vielleicht sogar zu WoW zurückkehren.

maddccat 19 Megatalent - 13544 - 9. September 2010 - 11:56 #

Oo? Der Ele ist doch der PvP-Burster schlechthin...zumindest war er das vor 2 Monaten noch.

Anonymous (unregistriert) 10. September 2010 - 0:37 #

Auch hier wieder ein Jein.
- Der Schaden ist abartig hoch, wenn geringe Abhärtungswerte (eines der wichtigsten PvP-Attribute) fehlen
- PvP-Ausrüstung kann man ohne größere Probleme über PvE-Marken erhalten (Embleme des Triumphes derzeit), was zwar keine High-End Ausrüstung ist, aber dafür eine akzeptable Startausrüstung. Dafür aber muß man sich nicht wochenlang in Schlachtfeldern oder Arenen abschlachten lassen, eine Woche intensives Spielen dürfen für ein komplettes Marken-PvP-Set ausreichen. Eventuelle Lücken kann man sich bedingt durch Handwerker schließen lassen, für den Rest muß man dann in der Tat in die Schlachtfelder, Tausendwinter, Arena oder Archavons Kammer.
- Schlachtfelder ohne Stammgruppen sind in der Tat - Käse. Großer Käse. Stammpgruppen mit mindestens 5 Spielern sind aber durchaus möglich, und gerade in den kleineren Schlachtfeldern ungemein effektiv. Ich haber in der Tat, daß mit dem Fokus auf Rated BGs in Cata das Zusammenpspiel sich verbessert.
- Öhm, Alterac geht (also rein mechanisch)? Es ist nur nicht mehr das 3 Tages Alterac aus Clasic Zeiten, sondern ein Panzerrush geworden, was sicherlich nicht jedem gefällt.

Fyyff 11 Forenversteher - 781 - 9. September 2010 - 12:27 #

Zumindest haben sie schonmal eine Sache gelernt bei Blizzard. Das reine Fahrzeuggezerge ist raus. In Tol Barad (quasi das neue Wintergrasp/1000Winter) gibts nur noch eine Sorte von Fahrzeugen (welche nur dafür da ist die Türme an den Ecken der Karte zu zerstören und sonst nix) und man muß dafür auch keine Werkstätten mehr besetzen.

Koffeinpumpe 15 Kenner - 3769 - 9. September 2010 - 11:27 #

Hätte nicht gedacht, dass WoW mich noch einmal mit positiven News überraschen wird.

Durch die Spezialisierungen ab Level 10 scheint Charakterindividualisierung wieder wichtiger zu werden. Oder kann man diese Spezialisierung etwa wieder per Knopfdruck wechseln?
Auch das CC in Inis wieder wichtiger werden soll, finde ich gut.

Wenn BA Entwicklungen in diese Richtung ausbaut, könnte das Game vlt. sogar irgendwann wieder interessant werden. ;)

bsinned 17 Shapeshifter - 8126 - 9. September 2010 - 12:12 #

Natürlich kann man auch weiterhin zwischen Kämpfen seine Skillung wechseln - die Befähigung dazu kostet demnächst zudem nur noch einen Bruchteil vom bisherigen Preis. Das ist aber m.M. nach auch kein Negativpunkt, denn es war früher einfach furchtbar, als Heiler oder Tank zu questen oder irgendwas zu farmen.
Ich sehe die 'neuen' Talentbäume persönlich aber sehr kritisch, da man nun 31 Punkte in seinem Hauptbaum wählen _muss_, bevor man die restlichen 10 auf die anderen 2 Bäume verteilen darf. De facto läuft im PvE ja heute eh schon jede Klasse mit vordefinierter Skillung rum (Magier zu 98% als Arkan, Krieger als Fury ect.), aber mit dem neuen System verhindert Blizzard endgültig 'überraschende' Skillungen, wie sie z.B. der Schurke im ersten Addon oder der Deathknight noch vor einigen Patches ermöglichte.

Anonymous (unregistriert) 10. September 2010 - 0:43 #

Das bedingt sich leider gegenseitig. WoW baut seit Classic auf wenige "Cookie-Cutter-Builds" auf, die sich im PvP oder PvE als besonders effektiv erwiesen haben. Wer diese Builds nicht hat, verschenkt mechanisch massiv an Möglichkeiten - mit entsprechenden Auswirkungen auf die Leistung in Schlachten (inklusive massiven Flames der Mitspieler). Eine echte, große Individualisierung eines bestimmten Talentbaumes oder einer bestimmten Aufgabe gab es in WoW nur ganz selten. Wenigstens ist dann hier Schneesturm konsequent und verhindert, daß man sich durch die eingeschränkten Talentbäume komplett verskillt. Das ist für Anfänger sehr hilfreich (das merke ich immer wieder, wenn ich einen neuen Spieler versuche in eine Klasse einzuführen: es ist einfach unglaublich viel, was man erklären muß), für den Profispieler kann und wird das natürlich langweilig sein.

Und ja, endlich wieder mehr CC in Instanzen. Kein dröges "Ololol, zusammenziehen und nuken" mehr. Die ersten Heroics in TBC habe ich wirklich gemocht, sie waren bockschwer und man mußte zusammenspielen. Ich habe nicht viele Kritikpunkte an LK, aber der witzlose Schwierigkeitsgrad von heroischen Instanzen war schon fast peinlich.

Timbomambo (unregistriert) 9. September 2010 - 11:31 #

Mensch, Deathwing hat sich ja seit 96' gut gehalten!

Christoph 17 Shapeshifter - P - 8866 - 9. September 2010 - 18:09 #

Zu doof, daß man keine Zeit für 50-Stunden-Arbeitswoche, Guild Wars, Herr der Ringe Online UND WoW haben kann.

AngusT (unregistriert) 9. September 2010 - 18:19 #

"Keine neue Klasse" ist für mich kein Minuspunkt. Besonders wenn es gleichzeitig heißt "Klassen werden sich immer ähnlicher". Wozu dann eine weitere, die kaum etwas Neues bringt? 10 Klassen sind mehr als genug. (Auch wenn man bedenkt, dass nur 10 Charakterslots pro Server verfügbar sind.) Und wie problematisch es ist, eine neue einzuführen, konnte man ja sehr gut am Beispiel Todesritter erkennen. Der ist auch nach 2 Jahren noch immer irgendwie ein Fremdkörper.

Benny (unregistriert) 10. September 2010 - 10:17 #

Wobei man dem Punkt: "Klassen werden sich immer ähnlicher." nur konsequent widersprechen muss, wenn man die Beta gespielt hat oder sich die einzelnen Klassen-Patchnotes genauer betrachtet hat.
Es man stimmen, dass einzigartige Stärkungszauber zukünftig auf mehrere Klassen aufgeteilt werden. Dass sich eine Klasse allerdings nur durch die Gruppenverbesserungen auszeichnet, ist schlichtweg falsch.

Im Gegenteil. Jäger bekommen eine einzigartige Ressource. Gleichgewichtsdruiden haben ein neues Finsternis-System, das sich entscheidend auf die Spielweise auswirkt. Paladine erhalten eine zusätzliche Ressource, die je nach Anwendung den Spielstil erheblich beeinflusst. Priester bekommen sowohl in der Heiler- als auch der Schadensausrichtung neue Komponenten, die sie noch stärker von anderen Klassen abheben. Gleiches gilt für die überarbeiteten Hexenmeister.

Ich bin mir sicher, dass die ein oder andere Klasse ebenfalls Änderungen erhalten hat, die sich maßgeblich darauf auswirken, wie sich die Ausrichtung spielt.

Fazit: Auch wenn immer mehr Klassen/Talentausrichtungen die ehemals einzigartigen Stärkungszauber mit in die Gruppe bringen, nehmen die Unterschiede zwischen den tatsächlichen Spielweisen weiter zu.