Zurück in der Karibik

Tropico 4 Preview

Steckbrief
PC360
Strategie
16
Haemimont Games
Kalypso Media
25.08.2011
Link
Amazon (€): 9,99 (360), 5,45 (PC-Spiel)
GMG (€): 49,99 (STEAM), 44,99 (Premium), 9,99 (STEAM), 8,99 (Premium), 19,99 (STEAM), 17,99 (Premium), 2,99 (STEAM), 2,69 (Premium), 6,99 (STEAM), 6,29 (Premium), 2,99 (STEAM), 2,69 (Premium), 2,99 (STEAM), 2,69 (Premium), 2,99 (STEAM), 2,69 (Premium), 2,99 (STEAM), 2,69 (Premium), 2,99 (STEAM), 2,69 (Premium), 2,99 (STEAM), 2,69 (Premium), 2,99 (STEAM), 2,69 (Premium), 14,99 (STEAM), 13,49 (Premium), 2,99 (STEAM), 2,69 (Premium), 2,99 (STEAM), 2,69 (Premium), 24,99 (STEAM), 22,49 (Premium)
Aufbauspiele wie Tropico scheinen mittlerweile ein wenig in die Jahre gekommen. Doch im vierten Teil flößt Kalypso der betagten Diktatorensimulation doch noch neues Leben ein. Und zwar mit abwechslungsreichen Missionen und jeder Menge Katastrophen. Mick Schnelle hat für euch probegebaut.
Mick Schnelle 25. Juli 2011 - 16:05 — vor 7 Jahren aktualisiert
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Alle Screenshots sind von uns selbst erstellt.

Sie gehören zu einer aussterbenden Gattung, und nicht mal der WWF setzt sich für ihre Rettung ein. Selbsternannte Diktatoren hatten im 20. Jahrhundert ihre Blütezeit. Despoten wie Idi Amin, Fidel Castro oder Muammar al Gaddafi versetzten zuverlässig das eigene Volk und den Rest der Welt in Furcht und Schrecken. Doch der eine ist tot, der andere eine Lachnummer in Ballonseide und Meister Gaddafi hat vielleicht schon bei Erscheinen dieser Zeilen den Weg ins Nato-bestimmte Exil angetreten. Oder er findet, wie einige seiner Leidensgenossen auch, den Weg auf unsere heimische Festplatte. In Tropico 4 geht’s wieder mal darum, ein Inselreich unter fester Knute zu regieren und es wenn schon nicht zu wirtschaftlichem Wohlstand zu führen, zumindest das eigene Konto in der Schweiz zu füllen. Wir haben unsere Firewall kurzzeitig geöffnet und gleich mehreren Diktatoren Asyl angeboten.
Wir feiern den Nationalfeiertag. Mit 1000 Credits ist dieser nicht ganz günstig, hebt die Moral aber deutlich an.
Diktator gesuchtZugegeben, Herr Gaddafi steht gar nicht zur Auswahl, dafür andere erprobte Diktatoren, wie etwa Doc Duvalier, Manuel Noriega und Fidel Castro -- das mag man geschmacklos finden oder total witzig, aber letzten Endes sagt auch niemand etwas, wenn er bei Civilization als Hunnenkönig durch die Weltgeschichte tappst. Die Diktatoren haben allesamt so ihre Vor- und Nachteile in der Inselverwaltung. Fidel etwa ist zwar ein Charismatiker, was seine Beliebtheit steigert, aber auch Alkoholiker, was kontinuierlich am Staatssäckel zehrt. Che Guevara dagegen ist zwar der Schwerstarbeit nicht abgeneigt und steigert so die allgemeine Produktivität, dafür verschlechtert sein paranoides Wesen die Beziehungen zur EU nachhaltig. Wir könnten uns aber auch einen eigenen Diktator mit ganz eigenen Vor- und Nachteilen basteln, entscheiden uns aber aus reiner Nostalgie für good old Fidel. Ach ja, technisch gesehen ist der T-Shirt-Posterboy Che natürlich kein Diktator gewesen, er war aber höchstwahrscheinlich für sehr viele Morde verantwortlich.
 
Einen Mausklick später befinden wir uns schon auf dem heimischen Eiland samt Präsidentenpalast und LKW-Lager und haben den ganz unbestimmten Eindruck, Tropico 3 vor uns zu haben. Die Menüs sahen im Vorgänger zwar etwas anders aus, aber der Rest von Teil 4 gleicht Nummer 3 doch deutlich. So deutlich, dass wir uns etwas näher auf Spurensuche begeben müssen: Was gibt es denn eigentlich Neues in Teil 4?

Der Ami und das Eisen
Unsere glorreiche Armee hat einige niederträchtige Rebellen eliminiert. Ohne Soldaten droht auf die Dauer ein Putsch.
Lange suchen mussten wir nicht nach der ersten größeren Neuerung: Während wir uns mit dem neuen, alten Interface vertraut machen, poppt plötzlich ein gelbes Schild mit blauem Ausrufezeichen auf. Ein beherzter Mausklick offenbart uns die Funktion dieser Schilder. Dahinter verbergen sich Zusatzaufgaben, die wir erfüllen können oder eben nicht. Gerade fragt uns ein freundlicher Ami-Bonze ob wir nicht so nett sein könnten und eine Eisenmine errichten. Er kümmert sich um den Vertrieb und bezahlt uns üppig. Warum nicht? Also scheffeln wir etwas zusätzliches Bares und errichten eine Erzmine, wo fortan automatisch Eisen generiert und verschifft wird. Die Staatskasse freut´s, den amerikanischen Geschäftspartner auch. 
 
Doch zurück auf Anfang, denn momentan haben wir weder eine florierende Wirtschaft, noch eine nennenswerte Bevölkerung. Das ändert sich, sobald wir damit beginnen, Wohnunterkünfte zu bauen. Fortan kommen stetig neue Bewohner per Schiff auf unsere Insel, die sich uns gerne als Arbeitskräfte zur Verfügung stellen. Wie aus den Vorgängern gewohnt, brauchen die Leutchen Nahrung, die auf Plantagen angebaut und geerntet wird. Sind genügend Plantagen errichtet und werden somit alle satt, machen wir mit Holzfällercamps und Minen weiter. Beide Gebäudetypen produzieren Exportgüter und spülen so immer mehr Geld in unsere Diktator-Kassen.
In manchen Szenarien plagen uns häufig Wirbelstürme. Zum Glück lässt sich beschädigtes Mobiliar kostengünstig ersetzen.
 
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