Die nächste Diebes-Generation

Thief Preview

Steckbrief
PCPS3PS4360XOne
Action
Schleich-Action
16
Eidos Montreal
Square Enix
28.02.2014
Link
Amazon (€): 29,99 (PC), 19,70 (Xbox One), 19,95 (PlayStation 4), 16,83 (PS3), 89,95 (360)
GMG (€): 18,99 (STEAM), 17,09 (Premium), 16,79 (STEAM), 15,11 (Premium), 44,99 (STEAM), 40,49 (Premium), 0,99 (STEAM), 0,89 (Premium), 8,99 (STEAM), 8,09 (Premium), 2,50 (STEAM), 2,25 (Premium), 19,99 (STEAM), 17,99 (Premium), 6,99 (STEAM), 6,29 (Premium), 4,99 (STEAM), 4,49 (Premium), 32,99 (STEAM), 29,69 (Premium), 0,99 (STEAM), 0,89 (Premium), 4,99 (STEAM), 4,49 (Premium), 6,99 (STEAM), 6,29 (Premium), 0,99 (STEAM), 0,89 (Premium)
Wer schleicht da zu später Stunde durchs Archiv der stillgelegten Spieleserien und kramt nach vergessenen Schätzen? Das alte Tafelsilber mag verstaubt sein und stilistisch nicht mehr ganz dem Zeitgeschmack entsprechen. Doch kräftig aufpoliert wird daraus womöglich ein Schmuckstück für eine neue Hardware- und Käufer-Generation.
Heinrich Lenhardt 4. April 2013 - 15:00 — vor 5 Jahren aktualisiert
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Fast schon wie Diebe und nicht wie die neuen Eigentümer bedienen sie sich in der Eidos-Gruft: Seit Square Enix den Publisher 2009 übernahm, wurden wiederholt Serien ausgemottet und für moderne Spielerbedürfnisse fit gemacht. Die Comebacks mit den Namen Deus Ex - Human Revolution (GG-Test: 9.0, WiiU-Angetestet) und Tomb Raider (GG-Test: 9.0) sind geglückt, als nächstes steht Meisterdieb Garrett vor seinem Comeback. Der schlich bereits 1998 in The Dark Project bei bevorzugt schummrigen Lichtverhältnissen herum, um gut bewachte Anwesen zu infiltrieren. An der aktuellen Konsolengeneration huscht er gänzlich vorbei, das nächste Thief-Spiel soll 2014 für PC, Playstation 4 und mit ziemlicher Sicherheit auch für die nächste Xbox erscheinen. Die Entwickler von Eidos Montreal zeigten uns in ihren Büros die grafischen Vorzüge der Next-Gen-Technik und spielten uns eine Storymission vor. Auf einen Angetestet-Kasten verzichten wir deshalb noch.

Die im Dunkeln sieht man nicht
Im Vergleich zu früheren Thief-Spielen soll es leichter sein, einer feindlichen Übermacht zu entkommen.
Schlicht und einfach Thief heißt das vierte Spiel der Serie, ganz ohne Zahl oder Untertitel – Handlungsereignisse der drei Vorgänger haben quasi nicht stattgefunden. Die Entwickler streben keine direkte Fortsetzung, sondern eine Neuerfindung à la Tomb Raider an, das ja ebenfalls auf die Durchnummerierung verzichtet (und storytechnisch ein Prequel ist). Traditionelle Thief-Tugenden sollen gepflegt werden, spielerischer Kern ist weiterhin das unbefugte Betreten von Gebäuden unter Ausnutzung dynamischer Licht- und Schattenverhältnisse, um den Blicken der überall patrouillierenden Wachen zu entgehen.

Ein Helligkeits-Icon warnt uns, wenn sich Garrett aus dem Schutz der Dunkelheit wagt. Auch sein Diebeswerkzeug erinnert an die früheren Serienteile: Der vielseitige Ausklappbogen verschießt allerlei Pfeiltypen, um Wachen abzulenken oder zu perforieren, Objekte in Brand zu setzen beziehungsweise mit einem Wasserschwall zu löschen. Der Diebesdietrich knackt Schlösser und ein Knüppel versetzt arglose Gegner in einen tiefen Erholungsschlaf. Wie in den früheren Serienteilen oder auch aktuellen Nachahmern wie Dishonored soll es möglich sein, die komplette Story durchzuspielen, ohne einen einzigen NPC umzubringen.

Wer ungesehen bleiben will, bevorzugt dunklere Lichtverhältnisse und löscht Feuer per Wasser-Spezialpfeil.

Im Fokus der NeuerungenZu den Zugeständnissen an die Spiele-Neuzeit gehören in Thief mehr Tempo, Flexibilität und Schlagkraft, um geschwind zu fliehen oder es sogar mit den Gegnern aufzunehmen. Wurde Garrett in früheren Serienteilen entdeckt, war er ziemlich chancenlos. Jetzt soll es ein Nahkampfsystem geben, um den einen oder anderen Wächter auszuknocken oder zumindest wegzuschubsen, damit unser Held durch kühne Akrobatik entkommen kann. Wieviel Spaß das Improvisieren auf der Flucht machen kann, bewies kürzlich Stealth-Genre-Kollege Dishonored (GG-Test: 8.5) – kein Wunder, das Spiel stammt ja auch vom früheren Thief-Designer Harvey Smith. An moderne Klettermaxe-Hits wie Assassin's C
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reed 3
(GG-Test: 9.0) werden wir hingegen erinnert, wenn Garrett seine Klaue einsetzt, einen Greifhaken mit befestigtem Kletterseil. Turnen wir damit an Gebäudefassaden herum, wird von der ansonsten verwendeten Ego-Ansicht in die Third-Person-Perspektive gewechselt.

Leichter soll das Langfingerleben durch das Fokus-System werden. Bei diesem handelt es sich um Sonderfähigkeiten für Garrett, deren Benutzung Energie verbrauchen. So hebt der Fokus-Blick wichtige Gegenstände in der Spielwelt farblich hervor und deckt zum Beispiel versteckte Beute oder Fingerabdrücke auf einer Schublade auf. Durch Fokus-Einsatz lässt sich auch das Schlösserknacken beschleunigen oder die Taschendiebstahl-Ausbeute steigern. In Kampf- und Fluchtsituationen gewinnt Garrett einen Tempovorteil gegenüber seinen Gegnern, um so auch einer Übermacht entwischen zu können. Im Spielverlauf sollen immer mehr Fokus-Skills zugänglich werden und sich stufenweise verbessern lassen. Beruhigend für traditionsbewusste Diebe: Thief soll auch ohne Zuhilfenahme dieser Fähigkeiten durchspielbar sein, wird dann aber halt entsprechend schwerer.
Bei Einsatz des Fokus-Blicks werden interessante Objekte durch eine blaue Einfärbung verdeutlicht.

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