Vor Ort bei Blizzard angetestet:

Starcraft 2 - Wings of Liberty Preview

Seit zwölf Erd-Jahren warten wir auf diese Strategiespiel-Fortsetzung. In der Multiplayer-Beta wird schon seit Monaten fleißig gezergt – doch Starcraft 2 hat viel mehr zu bieten. Heinrich Lenhardt landete auf der Suche nach Jim Raynor im Blizzard-Hauptquartier, wo er neue Eindrücke und Infos zur Story-Kampagne sammeln konnte.
Heinrich Lenhardt 28. April 2010 - 18:58 — vor 9 Jahren aktualisiert
PC
Starcraft 2 - Wings of Liberty ab 20,50 € bei Amazon.de kaufen.
Ausgesprochen eilig knipsen die Medien-Vertreter ihre Fotos von der imposanten Wolfreiter-Statue vor dem Blizzard-Bürokomplex in Irvine, USA. Das Wetter ist für die Jahreszeit und Südkalifornien eindeutig zu nasskalt; so garstig, dass sich die Gastgeber dafür entschuldigen.

Nun gehört Wetterkontrolle zu den wenigen Dingen, die man von Blizzard noch nicht erwartet. Hervorragende Strategiespiele aber umso mehr, auch wenn die letzten Veröffentlichungen sehr lange zurück liegen: Warcraft 3 erschien 2002 und dieses SF-Spiel namens… na, wie es hieß es gleich wieder… ah, Starcraft kam 1998 heraus – nur die Älteren unter den GamersGlobal-Lesern werden sich noch erinnern.
 
Die Wolfreiter-Statue vor dem HQ ist so imposant, dass keine Taube sich traut, hier ihre Exkremente zu hinterlassen.

Unser StarCraft-2-Begutachtungstag beginnt im Blizzard-Kino. Der Weg dorthin führt an einer Zwergen-Statue vorbei durch das Museum, in dem immer wieder wechselnde Artwork-Originale, Auszeichnungen und Erinnerungsstücke jeder Art zu begutachten sind. Es ist kurz nach 10 und ein lebhafter Dustin Browder bringt die Besucher gleich auf Touren. Bevor man selber an die Computer gelassen wird, um einige neue Story-Missionen von StarCraft 2 auszuprobieren, gibt uns der Lead Designer eine kleine Raumschiff-Tour.
 
Der Battlecruiser Hyperion ist die Heimat des terranischen Ex-Marshals Jim Raynor. Vier Spieljahre sind seit den Ereignissen von StarCraft: Brood War vergangen -- das Verhältnis von Starcraft-Zeit zur Echtzeit ist also ungefähr 1:3. Der Held ist in Ungnade gefallen und wird als unruhestiftender Revoluzzer schlecht gemacht. Auf Anregung seines Jugendfreunds Tychus Findlay (der knarzige Zigarrenraucher aus dem ersten StarCraft-2-Trailer) ist Raynor ins Söldner-Metier gewechselt. Von irgendetwas muss man ja seine Stromrechnung zahlen; von den Einheiten-Upgrades und Söldnerlizenzen ganz zu schweigen.
 
Für solche strategischen Entscheidungen zwischen den Missionen gibt es vier Stationen an Bord der Hyperion: Brücke, Rüstkammer, Labor und Kantine. In jedem Schauplatz gibt es allerlei anzuklicken. Herumstehende Charaktere lassen sich in kurze, automatisch ablaufende Dialoge verwickeln. Das alles erinnert nicht wenig an die alte Weltraumspielserie Wing Commander, in der man ebenfalls zwischen den Missionen auf dem jeweiligen Trägerschiff Klickgespräche führte. In der Kantine gibt es auch Juxiges zu entdecken wie den kaputten Lost-Vikings-Spielautomaten, eine Jukebox oder die Reklame, die auf dem Fernseher läuft. Da wird zum Beispiel die neue Scheibe der Band L800ETC mit Hits wie „I kissed a Zerg“ und „With or without Nukes“ beworben.

Unsere fliegende Heimat, der Schlachtkreuzer Hyperion, hat vier begehbare Stationen. Hier seht ihr die Kantine.
 

Kommentare nicht sichtbar (54)