Einmal selbst Captain Kirk sein

Star Trek Online Preview

Wer will nicht einmal Captain seines eigenen Raumschiffs sein? In guter Kirk-Manier Aliens verprügeln und bei guter klingonische Hausmannskost über kulturelle Errungenschaften philosophieren? Cryptics neues MMO Star Trek Online will euch genau diese Möglichkeiten bieten. Gamersglobal konnte bereits einen Blick darauf werfen.
Armin Luley 30. August 2009 - 17:46 — vor 9 Jahren aktualisiert
PC
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Seit Star Trek: Nemesis ruht die filmische Weiterentwicklung des Star-Trek-Universums und die Lizenzinhaber versuchten sich stattdessen in Zeitsprüngen und Paralleluniversen. Star Trek Online springt glücklicherweise nicht auf diesen Zug auf, sondern knüpft an die alte Zeitlinie an. 30 Jahre nachdem sich das romulanische Zentralgestirn zur Supernova aufgebläht und die Hauptwelt Romulus dabei vernichtet hat, zerbricht die Allianz zwischen der Föderation und dem Klingonischen Imperium. Es herrscht Krieg zwischen den beiden Großmächten. Zu allem Überfluß kehren auch die Borg in den Alphaquadranten zurück. Goldene Zeiten für eine Karriere bei der Sternenflotte oder der klingonischer Heimatflotte. Denn eins ist sicher: Es gibt immer genug zu tun.

Mensch oder lieber Alien?

Bei der Charaktergenerierung stehen euch verschiedene bekannte Rassen des Star-Trek-Universums zur Auswahl: Menschen, Vulkanier, Antellianer, nahezu alle bekannten Spezies sind vorhanden. Wem das nicht ausreicht, der kann auf einen Aliengenerator zurückgreifen, mit dem sich schnell eine eigene Spielerrasse entwerfen lässt. Keine Angst, ihr müsst dadurch nicht als letztes Exemplar eurer Art durch den Weltraum streifen, denn ihr könnt eure Kreation auch Freunden und Bekannten zur Verfügung stellen.

Ataris offizielles Video von ComicCon gibt euch einen Einblick in die verfügbaren Rassen und die Möglichkeiten des Alien Creators, mit dem ihr eure ganz persönliche Spezies erstellen könnt.

Der mühsame Aufstieg durch die verschiedenen Ränge der Föderation oder der Klingonische Heimatflotte bleiben euch erspart. Ihr startet sofort als Kommandant eines Raumschiffs. Ihr habt die Wahl zwischen drei groben Karrieresträngen: Taktischer Offizier, Wissenschaftsoffizier oder Ingenieur, also die klassische Aufteilung Tank, Supporter und "Magier", die sich durch die Auswahl verschiedener Fähigkeiten nochmals weiter spezialisieren lassen. Ihr seid durch diese Wahl nicht festgenagelt, denn laut Cryptic ist Crosskilling ebenfalls möglich.

Die Qual der Wahl

Als Captain habt ihr auch die Wahl des Raumschiffs. Wieder gibt es drei Hauptgruppen: die schnellen und schlagkräftigen Eskortschiffe, die schwerer gepanzerten Kreuzerklassen mit großer Besatzungsstärke oder die hauptsächlich als Unterstützung gedachten Forschungsschiffe. Am Anfang ist die Auswahl noch begrenzt, doch je weiter ihr im Spiel voranschreitet, desto mehr Schiffskonfigurationen und -typen stehen euch letztlich zur Verfügung. Ihr bestimmt nicht nur den Namen, sondern auch das Aussehen eurer Schiffe, sprich Dinge wie Material, Proportionen und sogar die Fensteranordnung. Es ist in jeglicher Hinsicht euer Schiff. Verlustängste beim Schiffswechsel brauchen euch ebenfalls nicht zu quälen, denn einmal erstellte Raumschiffe bleiben euch auch für spätere Einsätze erhalten, ihr könnt also wieder zurückwechseln.

Doch was wäre ein Captain ohne seine Crew? Das dachten sich auch die Cryptic Studios und stellen euch daher gleich einige Brückenoffiziere zur Seite. Wieviele das sind, hängt von eurem Schiffstyp ab, doch wer ins Team darf, das bestimmt alleine ihr. Als eine Art MMO-Pets habt ihr volle Kontrolle über das Aussehen, die Entwicklung und damit das Können eurer Crewmitglieder. Auch sie folgen den drei Entwicklungspfaden taktischer Offizier - Wissenschaftsoffizier - Ingenieur und besetzen während der Gefechte und Missionen die entsprechenden Stationen. Durch die Wahl ihrer Fähigkeiten bestimmt ihr dabei auch eure Aktionsmöglichkeiten, beispielsweise im Gefecht. Ein taktischer Offizier mit der Fähigkeit Photonentorpedo-Salve kann mehrere Torpedos auf einmal abschießen. Der Ingenieur mit Spezialisierung auf Beam-Technologie reißt dafür ein Loch in den gegnerischen Schutzschirm und setzt mit einem Kaperteam über.

Die Ausschnitte dieses Trailers zeigen das Star Trek Online in Spielgrafik. Die Qualitätsunterschiede schwanken ein wenig zwischen Weltraum und Planetenroberflächen, doch Hardwareanforderungen sind dafür sehr moderat.

Taktische Raumgefechte

Das Spiel hat drei Bereiche: Der episodic content ist handlungsgetrieben und versorgt euch mit zahlreichen Hintergrundinformationen, wie zum Beispiel die Gründe für die Rückkehr der Borg und ähnliches. Zweites Standbein sind umfangreiche Raumgefechte. Hier könnt ihr euch mit euren Freunden in großen Gruppen zusammentun und in großen taktischen Gefechten die Gegenseite das fürchten lehren. Eine Kombination der verschiedenen Schiffstypen spielt hier eine Rolle. Ein Forschungsschiff hat beispielsweise bessere Scanner, mit denen feindliche Schwachstellen besser ausgekundschaftet werden können. Die eigenen hohen Energievoräte können beispielsweise auf angeschlagene Kampfschiffe der eigenen Flotte übertragen werden und allgemein verschiedene Supportaufgaben übernommen werden.

Die Beobachtung des Energievorrats ist eine der wichtigsten Aufgaben während des Spiels. Verschiedene Anzeigen auf dem Bildschirm zeigen euch beispielsweise den Zustand eurer Schutzschirme. Ihr könnt Energien umverteilen, vom Antrieb auf die Schirme, von den Schirmen auf die Waffensysteme -- je nach momentaner Anforderung. Auch die Verteilung zwischen vorderen, rückwärtigen oder seitlichen Schutzschirmen legt ihr selbst fest. Phaser können in jede Richtung gelenkt werden, doch die vielfach stärkeren Photonentorpedos können beispielsweise nur frontal im 90-Grad-Winkel abgefeuert werden, erfordern deshalb einen frontalen Angriffskurs. In solchen Fällen ist es daher ratsam, Energie von den hinteren Schilden abzuzwacken und die Vorderseiten zu verstärken. Also auch die Position eures Schiffes ist im Kampfgeschehen von Bedeutung. Mit blindem Aktionismus kommt man im Gefecht nicht sonderlich weit, sondern erfordern Planung und Übersicht.

Im Weltraum ist Teamwork gefragt. Einzelne Gegner sind leichte Beute für große Spielerflotten. In Massenschlachten greifen auch die verschiedenen Fähigkeiten der Spielercharaktere und ihrer Raumschiffstypen

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