Kreative Geheimniskrämer

Rome 2 Preview

Jörg Langer 4. März 2013 - 23:18 — vor 6 Jahren aktualisiert
 
Tolle Grafik, doch jeder Total-War-Fan weiß: Erstens zoomt man viel weiter weg, zweitens ist der Rundenmodus wichtiger.
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Neue Erkenntnisse zum RundenmodusTotal War würde keinen Menschen auf diesem Planeten interessieren, gäbe es nur die 3D-Schlachten zu erleben. Das Besondere aber ist, dass diese Schlachten nur das taktische Element in einem viel größeren strategischen Ringen sind. In Rome 2 geht es einmal mehr um große Teile Europas, Nordafrikas und des nahen sowie mittleren Ostens – diverse Völkerscharen treiben sich dort herum, und viele haben eigene Einheiten- und Gebäudestile.  Ein Zug wird wohl wie in frühen Serienteilen wieder einem Jahr entsprechen, wobei es vielleicht wieder abwechselnd zu „Sommer- oder Winterjahren“ kommen wird in entsprechenden Gebieten – im letzten Shogun-2-Addon waren es übrigens 24 Züge pro Jahr. Trotz des weit größeren Gebiets im Vergleich zu Shogun soll die Weltkarte Engstellen sowie Gebiete enthalten, über die man nur sehr langsam vorrücken kann.
 
Die wichtigste Neuerung ist das Provinzsystem: Anders als in allen bisherigen Serienteilen seit Rome 1, wo jede Provinz genau eine Stadt enthielt, die über ihren Besitz entschied, können nun Provinzen aus bis zu vier Regionen bestehen. Nur eine davon enthält eine Stadt, die anderen können aber beispielsweise bestimmte Rohstoffe oder sonstige Extras enthalten, die man für hohes Steuereinkommen oder bestimmte Kampfeinheiten braucht. Der Witz ist nun, dass man die Provinzen regionsweise erobert, wobei die Staatengrenzen dann auch mitten durch die Provinz gehen können. Es kann also sein, dass Gallia Cisalpina zum Teil den Römern und zum Teil den Galliern gehört (und theoretisch noch bis zu zwei weiteren Mächten). Jede kontrollierende Fraktion hat dann Gallia Cisalpina in seiner Provinzliste, aber wie wertig die Provinz ist und was man in ihr bauen oder rekrutieren kann, hängt stark von den tatsächlich kontrollierten Provinzen ab. Creative Assembly verspricht sich von diesem System mehr Abwechslung in den Schlachten, da eben nicht jede Provinzeroberung in einer Stadterstürmung gipfeln muss.

Nur noch 20 Armeen für RiesenreicheEine weitere Neuerung soll das Mikromanagement verringern (und gleichzeitig, so unsere ganz starke Vermutung, typische Total-War-KI-Probleme verringern): Truppen können nur noch als Bestandteil von Armeen bewegt werden, wobei jede Armee einen General braucht. Anfangs werden mittelgroße Reiche nur etwa zwei Armeen und eine Flotte besitzen. Verstärkung ordert man direkt von der Armee aus (das ging schon seit Empire), doch anders als in Empire und Shogun 2 sieht man sie eben nicht mehr über die Karte laufen, sondern sie werden „unsichtbar“ zur Armee bewegt. Hat eine Armee keine Verbindung zu eigenen Gebieten, weil sie etwa in einem fremden Land keine Häfen kontrolliert, verzögert sich der Truppennachschub oder bleibt ganz aus. In Städten dürfen übrigens weiterhin Truppen stationiert werden, und wie früher wird ein General, der in einer Stadt zurückbleibt, zum Gouverneur. Ob dies nur für Städte gilt oder (was sinnvoller wäre) für jede Region, wissen wir noch nicht.
 
Neben den Generälen können nun auch Armeen an Erfahrung gewinnen und sich bestimmte Fähigkeiten verdienen. Während der General aber irgendwann stirbt (an Altersschwäche oder Feindeinwirkung), bleibt der „Geist“ einer Armee ihr erhalten. Wer also eine Legion mit „Belagerungsexpertise“ heranzüchtet, wird immer in den Genuss entsprechender Boni kommen. Aktuell sind 20 Armeen das ungefähre Limit für ein großes Reich; und da die Armeen so selten und wichtig sind, darf man in Rome 2 anscheinend ihre Insignien, die dann in der Schlacht die Standarten schmücken, selbst designen.
 
Und noch ein kleines Schmankerl zum Schluss: Erstmals sollen sich (vergleichbar mit Civilization 5, GG-Test: 8.0) Städte über die Weltkarte ausbreiten, wenn sie größer werden – wobei man erkennen können soll, welche Gebäude in einer Stadt stehen. Das alles hört sich potenziell großartig an, aber da wir bislang nicht einmal einen einzigen Screenshot zum gesamten Rundenmodus gesehen haben und auch noch nicht eine einzige „echte“, also nicht geskriptete Schlacht, verzichten wir auch in dieser zweiten Preview zu Rome 2 auf eine Qualitätsprognose.
 
Redaktion: Jörg Langer (GamersGlobal)

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16
Sega
03.09.2013
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Jörg Langer 4. März 2013 - 23:18 — vor 6 Jahren aktualisiert
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