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Risen Preview

Die Rückkehr nach Myrtana ist für Piranha Bytes vorerst blockiert, seit man sich im Streit von Jowood trennte. Doch Risen soll die wahre Tradition der deutschen Rollenspiel-Serie fortsetzen. In Köln zeigte Publisher Deep Silver erstmals eine spielbare Version des potenziellen RPG-Krachers.
Armin Luley 26. April 2009 - 15:27 — vor 10 Jahren aktualisiert
PC 360
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Was war eines der Hauptprobleme von Gothic 3? Wenn man die Spieler fragt, eindeutig die Bugs. Daniel Oberlerchner von Deep Silver nennt hingegen folgende, sicherlich ebenfalls zutreffende Antwort: „Im Versuch, eine riesige Welt wie Oblivion mit einer so dichten Atmosphäre und handgemachten Leveln wie in Gothic 1 und 2 verbinden zu wollen.“ Dieser Fehler soll Piranha Bytes so schnell nicht mehr unterlaufen. Daher heißt das Motto bei ihrem neuen Titel Risen: Rückbesinnung auf die alten Tugenden statt krampfhaftes Abkupfern von der US-Konkurrenz! Wie das Resultat in etwa aussehen soll, konnten wir anhand einer Alpha-Version für den PC auf der Role-Play Convention in Münster begutachten.

Namenloser Held, Teil 4

Über die Handlung ist bislang noch wenig bekannt: Der einmal mehr namenlose Held strandet nach schweren Sturm an der Küste einer seltsamen Vulkaninsel. Bald findet er dort eine menschliche Zivilisation vor, die von der unheimlichen Inquisition gelenkt wird. Diese Fraktion, der wiedererwachte Vulkan und plötzlich auftauchende Ruinen einer geheimnisvollen Vergangenheit stehen im Zentrum der Handlung. Eines hat Piranha Bytes bereits klar gemacht, es geht für den Helden um nichts Geringeres als die Rettung der Welt.

„Alpha-Version“ bedeutet immer auch unvollständig, und so präsentierte sich Risen bislang auch: Es fehlten erkennbar noch viele Inhalte des Spiels. So war das gesamte Interface noch höchst rudimentär, der Charakterbildschirm komplett ausgeblendet, und auch Dinge wie das Magiesystem standen noch nicht zur Verfügung. Aber: Das, was vorhanden war, war vollständig spielbar. Auch wenn die Hardwarevoraussetzungen noch nicht fest stehen, die von uns begutachtete Version lief auf der Mittelmaß-Grafikarte Geforce 8800 sehr stabil. Dank Streaming-Technologie soll der Spieler (nach dem Laden eines neuen Spiels oder eines Savegames) im Spielverlauf keinen Ladebalken mehr sehen. Das funktionierte an den Testrechnern bereits sehr gut, die Demonstrationsgebiete ließen sich tatsächlich ohne lästige Zwangspausen erkunden. Die Ladezeiten fielen zudem bislang angenehm kurz aus. Für die seit Gothic 3 weiterentwickelte Engine wurde laut Entwickleraussage vor allem Wert auf Stabilität und Leistung gelegt, weniger auf grafische Spielereien oder DirectX10-Effekte. Eine 3D-Karte mit Shader 3.0 wird allerdings Voraussetzung sein.

Abkehr von der Gigantomanie

Die Welt von Risen ist kleiner ausgefallen als bei Gothic 3 und soll etwa so groß wie die von Gothic 2 sein. Die Entwickler betonen, dass jeder Bereich der Insel von Hand gestaltet sei und alle Kreaturen manuell gesetzt würden. Die für Oblivion typischen Déjà-Vu-Erlebnisse beim Betreten eines Dungeons soll es nicht geben und die Bereiche durch markante Eigenheiten leicht von einander zu unterscheiden sein. Abwechslungsreich auch das Landschaftsdesign. So geht der eher tropisch angehauchte Strand relativ bald in einen mitteleuropäischen Forst über, streckenweise unterbrochen von Sumpflandschaften und den obligatorischen Höhlen bis hin zur befestigten zentralen Stadtanlage der Insel.

Die Inquisition beherrscht mit ihren gut ausgebildeten Soldaten die Insel -- und ihr könnt ihr beitreten.


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