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Prince of Persia - Die vergessene Zeit Preview

Nach dem Cel-Shading-Experiment vor zwei Jahren orientiert sich der neuste Teil der Prince-of-Persia-Reihe wieder mehr an der erfolgreichen Sands-of-Time-Trilogie. Wir haben uns anhand einer Vorab-Version durch die ersten vier Stunden geschwungen, geschnetzelt und gestorben. Wie gut wird "Die vergessene Zeit"?
Mister G 30. April 2010 - 20:58 — vor 9 Jahren aktualisiert
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Da steht er vor uns: ein Mann, großgewachsen, braun gebrannt, das Smaragd bewehrte Scimitar geschultert. Narben im Gesicht erzählen von Kämpfen gegen Dämonen wie den Dahaka, ein Ungetüm der persischen Mythologie mit Klauen und Tentakeln. Wir erinnern uns an anspruchsvolles Gameplay, harte Sprungpassagen, an Balanceakte auf Messers Schneide. Der Tod spielte in der "alten" Trilogie (die ja ihrerseits ein 3D-Remake von Jordan Mechners ursprünglichem Prince of Persia war) die tragende Rolle.

Keine Frage: Das 2008er Prince of Persia machte einiges richtig. Der Cel-Shading-Stil wirkte frisch und unverbraucht und auch die abstrus-witzigen "Was sich neckt, das liebt sich"-Dialoge von Elika und dem Prinzen waren einfach toll. Aber: Das Gameplay war so gar nicht fordernd, Hüpfen, Hangeln, Klettern – all das spielte sich quasi halbautomatisch. Und dann war da ja auch noch die süße Elika, die einen stets aus den Schlund des Verderbens riss. Sterben? Nicht mit ihr, kurz vorher war immer ihre rettende Hand da. Einsteiger fanden das gut, viele Profis langweilten sich. Zu viel Faszination ging verloren, der Prinz verkam zum Casual-Blaublüter. Mit Die vergessene Zeit möchte Ubisoft Montreal alles richtig machen: Alter Prinz, forderndes Gameplay, fiese Sprungpassagen und knackige Rätsel. Ganz eingehalten wurde dieses Versprechen jedoch zumindest in unserer Vorabversion noch nicht.

Die Sonne geht unter, des Prinzen Bruders Reich auch: Der Anfang des neuen Prince of Persia ist imposant.

Der Sand der Zeit

Geschichtlich spielt der neue Teil in den sieben Jahren zwischen den Ereignissen in The Sands of Time und Warrior Within. Der Prinz will seinen Bruder Malik besuchen, doch dessen Palast brennt. Die Osmanen greifen an, überziehen das einstige Märchenschloss mit Pfeilhageln, schwingen kalten Stahl. Malik trifft eine folgenschwere Entscheidung – er ruft die legendäre Sandarmee zur Hilfe. Doch ihre Unberechenbarkeit wendet sich gegen ihn und verwandelt seinen schillernden Palast in eine Gruft aus Wüstensand. Freund wie Feind erstarren zu Sandgötzen. Einzig das sagenumwobene Amulett, mit dem der namenlose Prinz schon in The Sands of Time die Zeit zurückgedreht hat, bewahrt euch und euren Bruder vor dem Tod. Doch Allah meint es nicht gut mit uns: Malik ist des Wahnsinns verfallen, meuchelt einen Sandsoldaten nach dem anderen, um sich an deren magischer Energie zu laben. Wo ist der einstige, gütige Herrscher hin, der stets im Sinne seines Volkes handelte? Warum weigert sich Malik, die Sandarmee in die Tiefen zurückzuschicken, aus der sie gekommen ist? Eine schwierige Aufgabe liegt vor euch: Ihr müsst herausfinden, welche Macht Besitz von Malik ergriffen hat und sie exorzieren.

Imposant: Der meterhohe, feurige Ifrit ist ein persischer Totengeist und einer von vielen Bossgegnern im Spiel.

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